Konfliktarten 2: Sachverhaltskonflikt

Hallo zusammen,

es geht weiter mit dem Thema „Konfliktarten“. Letztes Mal haben wir mit dem Strukturkonflikt auseinandergesetzt und heute reden wir über einen Sachverhaltskonflikt.

Sachverhaltkonflikte beziehen sich auf konkrete Fakten oder Situationen. Sachverhaltskonflikte werden meist durch falsche Informationen und unterschiedliche Bewertungen einer Sachlage verursacht. Das sind unterschiedliche Interpretationen, Bewertung eines Sachverhaltes oder Mangel an Informationen. Zum Beispiel, ich sage dass, ein Glas halbleer ist und mein Opponent, dass das Glas halbvoll ist. Oder ich meine, dass Amalgamplomben im Mund gefährlich sind und mein Konfliktpartner, dass das kein Gefährdungspotenzial für die Gesundheit hat.

Zur Lösung des Konfliktes bedarf es einer Informationsgewinnung und einer Einigung über die Bewertung der Daten. Sie werden rational bewertet und diskutiert. Das ist einfacher gesagt als getan. Es kann gut sein, dass es nicht um die Sache/Fragestellung geht, sondern, dass die beiden Konfliktpartner schon miteinander nicht so gut können und/oder noch miteinander ein Hühnchen zu rupfen haben. Oft liegt die Konfliktursache tiefer verborgen, auf eine andere Ebene.

Konflikte finden außer auf Sachebene auch noch Gefühls- und Machtebene statt. Auf der Gefühlsebene wirken emotionale Unstimmigkeiten zwischen den beiden Konfliktparteien. Über Gefühle wird meistens nicht gesprochen und der Konflikt bleibt unterschwellig. Auf der Machtebene geht es um Konkurrenz, Rivalität und Autorität. Darüber redet man auch nicht so oft miteinander.

Wenn so ein simpler Konflikt lange nicht gelöst werden kann, dann gibt es wirklich ein Gesprächsbedarf mit dem Konfliktpartner, dann liegt da noch etwas Unbewusstes und Verborgenes, vielleicht auch für die beiden.

Viel Erfolg!

Euer Roman

Konfliktarten 1: Strukturkonflikt

 

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Über Roman Mendelev

vom Konflikt über Diplomatie zum Frieden
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