Konfliktaustragung

Hallo zusammen,

es ist schon wichtig eigenen Ärger loszulassen und unangenehmen Gefühlen und Emotionen einen Freiraum zu geben. In diesem Video wird es auf sehr lustige Weise durch Hilfe eines Therapeuten getan und der Klient sieht danach sehr zufrieden aus.

Andererseits würde ich doch empfehlen Konflikt mit dem Mensch auszutragen, mit dem der Konflikt entstanden ist. Habt ihr vielleicht bei euch mal beobachtet; ihr habt über eine Auseinandersetzung jemandem anderen erzählt, euch ist emotional etwas besser geworden, aber später bei den Gedanken an diese Konfliktperson und die Situation fühlt ihr euch wieder aufgewühlt und verärgert. Mit der Zeit wird es weniger davon, aber die Wunde bleibt und bei jeder Erinnerung daran wird sie schmerzen.

Ich empfehle im Konfliktfall doch mit dem Konfliktpartner zu reden. Vielleicht nicht gleich, wenn das in diesem Augenblick nicht möglich ist oder ihr nicht bereit seid. Ihr könnt euch vorbereiten, einen günstigen Moment auswählen und dann den Mensch ansprechen.

Ihr könntet dabei Angst haben, zweifeln und aufgeregt sein, aber sagt diese Person, was ihr zu sagen habt und geht nicht weg, bleibt da stehen (lieber sitzen). Ihr solltet diese Situation über euch ergehen lassen, weil dann ihr sieht und versteht, dass euch in solchen Konfliktklärungen nichts passiert. Ihr werdet dabei nicht sterben.

Ihr werdet sehen, dass ihr Konflikte gut lösen könnt. Euer Selbstbewusstsein wird gestärkt, euer Umfeld wird eure Grenzen erkennen und akzeptieren, eure Beziehungen verbessern sich, ihr werdet gelassener und zufriedener im Leben.

Wie man das genau macht, schreibe ich in meinen Beiträgen, einige sind schon rausgekommen, andere kommen noch. Hier habe ich ein paar als Links aufgeführt.

Konfliktansprache 2

Konfliktansprache

Konfliktvorbereitung

Euer Roman

.

.

Veröffentlicht unter Beziehungen, Humor, Meine Erfahrungen | Verschlagwortet mit , , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Vorsprung im Leben

Hallo zusammen,

heute möchte ich euch ein interessantes Video vorstellen. Im Film geht es erstmal darum, dass nicht alles, was wir im Leben haben, wir uns selbst zu verdanken haben. Es gibt viele Menschen auf diesem Planeten, die etwas weniger Glück auf ihrem Lebensweg hatten und haben.

Es geht auch um eine Erweiterung unseres Verständnisses, warum diese Menschen weniger erreicht haben als wir. Dafür gibt es immer eine oder mehrere Gründe.

Dazu kommt, dass auch manchmal gut möglich ist, dass wir zu schnell unsere Schlüsse ziehen und Urteile fällen, obwohl wir diese Menschen noch nicht richtig kennengelernt haben.

Davon können unsere Beziehungen leiden, weil diese Menschen unsere Ablehnung, Geringschätzung oder Missachtung spüren, auch dann, wenn wir die nicht aussprechen. Dann zahlen die uns mit der gleichen Münze und alle sind enttäuscht und unzufrieden.

Was können wir tun? Wir können versuchen diese Menschen etwas näher kennenzulernen und dabei aufgeschlossen und vorurteilsfrei bleiben.

Euer Roman

.

.

Veröffentlicht unter Beziehungen, Inspiration | Verschlagwortet mit , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Sender-Empfänger-Modell

Hallo zusammen,

heute möchte ich euch ein Modell vorstellen, das zu erklären versucht, wie wir alle miteinander kommunizieren. Es ist ein Klassiker in der Kommunikationspsychologie und heißt Sender-Empfänger-Modell.

In diesem Video oben wird alles sehr gut erklärt, aber ich möchte gern noch ein paar Wörter dazu sagen. Wir kommunizieren die ganze Zeit. Wir können gar nicht, nicht  kommunizieren. Auch, wenn wir schweigen kommunizieren wir nonverbal. Wenn wir sogar nicht da sind, unsere Fotos, Videos oder das, was wir mal gesagt haben oder wie wir mal ausgesehen haben, bleibt in Erinnerungen anderer Menschen. Oder es kann sein, dass einer über uns nur etwas erzählt oder geschrieben hat, aber einen Eindruck auf unsere Umwelt haben wir schon hinterlassen.

Noch etwas Wichtiges! Egal, wie viel wir uns Mühe geben das Richtige zu sagen oder angemessen auszusehen oder passende Gestik zu wählen, die Bedeutung unserer Nachricht wird immer nur der Empfänger bestimmen! Das bedeutet, was er von unserer Botschaft verstehen und erkennen wird, hängt von seinen früheren Erfahrungen, Vorwissen über uns und Situation, emotionalem, physischem, geistigem Zustand und Wahrnehmungsmöglichkeiten seines Sinnesorgane zu diesem Zeitpunkt.

Zum Beispiel, ich gehe zu einem Vorstellungsgespräch. Der Personaler ist auch ein Mensch. Ich bin der letzte von 10 Mitbewerber an diesem Tag. Er ist schon müde und erkältet, vor mir hat er einen unangenehmen Bewerber gehabt und eigentlich wurde schon eine passende Person gefunden. Dazu kommt, dass seine letzte Freundin ihn wegen eines Russen verlassen hat. Was meint ihr, wie wird es für mich verlaufen?

Es passieren sehr viele unangenehme Momente, wenn wir nur schreiben. Wir können etwas ganz anderes meinen und auf keinen Fall das, was nachher verstanden wird, aber es geschieht immer wieder. Es ist etwas einfacher mit Emojis geworden, aber trotzdem jeder versteht in der gleichen Nachricht etwas anderes.

Natürlich sollen wir versuchen unser Bestes zu geben, aber wenn es nicht klappt, dann ist es nicht unbedingt unsere Schuld. Wir verstehen auch nicht immer alles richtig, was an uns kommuniziert wird, aber wir können Fragen stellen, wenn etwas nicht ganz klar ist.

Euer Roman

.

.

Veröffentlicht unter Allgemein, Methoden | Verschlagwortet mit , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Filmtipp, Blind Side

Hallo zusammen,

heute würde ich euch noch einen guten Film vorstellen. Es heißt auf Englisch „Blind Side“ und basiert auf einer wahren Geschichte. Der Film ist sehr gut gemacht und ich finde, die Schauspieler waren großartig. Nach meiner Meinung, der beste Film von Sandra Bullock.

Dazu kann ich noch sagen, dass jeder Mensch, der jemandem in seiner Familie aufnimmt, ein großes und großartiges Herz besitzt. Der Film erinnert mich an meiner Menschlichkeit und hilft mir die zu bewahren. Viel Spaß!

Euer Roman

.

.

 

Veröffentlicht unter Filmtipps, Persönlichkeit | Verschlagwortet mit , , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Konfliktansprache 2

Hallo zusammen,

ich habe vor einigen Wochen mit einer neuen Reihe Artikel gestartet, die sich mit der Ansprachen eines Konflikts beschäftigt. In dem ersten Artikel gab es Fragen, um einen Konflikt zu vorbereiten. Jetzt geht es mehr zur Sache. Ich werde euch einige Arten von Ansprachen vorstellen und die erklären. Es ist für die meisten Menschen nicht so einfach einen Konflikt, Missverständnis oder eine Unklarheit anzusprechen, weil sie nicht genau wissen, wie das gemacht wird und haben Befürchtung, dass es noch schlimmer wird. Ich kann euch versichern, das wird schlimmer, wenn das nicht angesprochen wird. Und wenn nicht mit diesem Konfliktpartner, dann mit einem anderen.

Man löst keine Probleme, indem man sie aufs Eis legt.

Winston Churchill

Ich beginne mit einem Modell einer Ansprache, das gut in die berufliche Welt reinpasst. Es ist eher ein Sammelsurium von verschiedenen Menschen, die mit diesem Thema beschäftigt waren. Nur, um ein paar Namen zu nennen, es waren Karl Berkel, Marschall Rosenberg und Gerhard Schwarz.

Formulierung einer Konfliktansprache:

1. Was ist mir konkret aufgefallen?
Hier beschreibe ich sachlich und genau das, was passiert ist, was ich beobachtet habe oder  was mir zugetragen wurde, wenn ich von einer dritten Person alles erfahren habe. Hie kommen nur konkrete Fakten und Beispiele zum Einsatz. Keine Wertungen, Meinungen, Beschuldigungen.

2. Warum wundert mich das?
Hier versuche ich ein paar „scharfe Kanten“ wegzunehmen und anzudeuten, dass dieses auffallendes Verhalten nicht immer da war und mich diese Veränderung irritiert hat. So zeige ich, dass ich kein Feind bin und wir in Vergangenheit gut zusammengearbeitet haben.

3. Was bedeutet diese Situation oder dieses Verhalten für mich und für die anderen (z. B. Kollegen)?
Hier packe ich alle unangenehme, entstandene aus diesem Verhalten / dieser Situation oder nur mögliche Folgen, Einflüsse und Wirkungen in allen Bereichen aus.

4. Was wünsche ich mir?
Hier schreibe ich, wie die Situation am Ende aussehen soll und nach meiner Meinung zufriedenstellend ist.

5. Wie sieht mein Konfliktpartner die Situation? (Was meinst du dazu?)
Hier frage ich mein Gegenüber, was er dazu sagen will/kann. Da beginne ich schon Hintergründe, Motivation und Denkarten meines Konfliktpartners zu erfahren. Ab jetzt können wir auch gemeinsam einen Blick in Zukunft wagen und eine Lösung für den Konflikt finden.

Beispiel.

1. Mir ist aufgefallen, dass du in der letzten Woche dreimal jeweils eine halbe Stunde zu spät zur Arbeit gekommen bist.
2. Bis dahin kannte ich dich sehr pünktlich. Es wundert mich und ich kann mir deshalb diese Situation nicht erklären.
3. Durch deine Verspätungen musste ich und das Team unser Meeting jedes mal unterbrechen und einmal sogar ein Kundentreffen verschieben, was mich besonders geärgert hat.
4. Ich wünsche mir, dass du unsere Ordnungsregeln und Verabredungen in Zukunft einhältst und pünktlich kommst.
5. Wie siehst du die Situation?

Diese Konfliktansprache ist nicht sehr schwer und mit etwas Übung kann euch helfen mit euren Kollegen schnell zur Konfliktlösungen führen.

Konfliktansprache

Euer Roman

.

.

Veröffentlicht unter Aus dem Praxisalltag, Beziehungen | Verschlagwortet mit , , , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Internationaler Frauentag am 8. März

Hallo zusammen,

heute ist 8 März und der internationale Weltfrauentag. Ich möchte gern meinen männlichen Lesern etwas von meiner Erfahrung anbieten. Ich bin glücklich verheiratet und die meisten meine Freunde, Bekannten, Verwandten und Kollegen sind Frauen. Ich bin sehr glücklich darüber, dass ich die in meinem Leben habe. Jede von denen ist anders und interessant. Es ist wie ein Abenteuer mit ihnen etwas zusammen zu unternehmen oder einfach zu kommunizieren. Wenn man aufgeschlossen und fast frei (ganz frei, gibt es nicht, denke ich) von verschiedenen Klischees und Vorurteilen ist, dann wird man das tägliche Zusammensein auch genießen können. Es gibt aber ein paar Sachen, die ich in meinem Leben gelernt habe und die dafür sehr wichtig sind. Um gute Beziehungen mit Frauen zu haben, sollen wir(Männer):

  1. Aufmerksam zuhören.
  2. Uns in unsere Liebe zu Partnerinnen bekennen und nicht nur verbal, sondern auch mit Taten.
  3. Kein Gespräch, kein Kontakt und keine Beziehung wortlos beenden.
  4. Öfter (nicht nur am 8. März und an ihren Geburtstagen) Unterstützung anbieten, aber auch Möglichkeit geben selbstständig Aufgabe oder Problem zu lösen.
  5. Ihnen eine Chance geben auch mal schwach zu sein (zu erscheinen).
  6. Täglich erzählen wie attraktiv und besonderes sie sind. (Natürlich für Frau und Kollegin gibt es verschiedene Komplimente).
  7. Verzeihen, wertschätzen und nicht versuchen zu ändern.

Es gibt bestimmt viel mehr von solchen Empfehlungen, das sind meine. Schöne Blumen wären heute noch ganz passend. Viel Erfolg!

Euer Roman

.

.

Veröffentlicht unter Beziehungen, Meine Erfahrungen | Verschlagwortet mit , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Die üble Nachrede

Hallo zusammen,

heute stelle ich euch noch eine Geschichte zum Nachdenken. Es geht um das Lästern oder (über jemanden) herziehen, hinter jemandes Rücken reden, klatschen, munkeln, (jemandem etwas) nachsagen, schlecht reden, tratschen.

Die üble Nachrede

Ein Nachbar hatte über Künzelmann schlecht geredet und die Gerüchte waren bis zu Künzelmann gekommen. Künzelmann stellte den Nachbarn zur Rede.

„Ich werde es bestimmt nicht wieder tun“, versprach der Nachbar. „Ich nehme alles zurück, was ich über Sie erzählt habe“.

Künzelmann sah den anderen ernst an. „Ich habe keinen Grund, Ihnen nicht zu verzeihen“, erwiderte er.  Jedoch verlangt jede böse Tat ihre Sühne.“

„Ich bin gerne zu allem bereit“, sagte der Nachbar zerknirscht.

Künzelmann erhob sich, ging ins sein Schlafzimmer und kam mit einem großen Kopfkissen zurück.

„Tragen Sie dieses Kissen in Ihr Haus, das hundert Schritte von meinem entfernt steht“, sagte er.

„Dann schneiden Sie ein Loch in das Kissen und kommen wieder zurück, indem Sie unterwegs immer eine Feder nach rechts, eine Feder nach links werfen. Dies ist der Sühne erster Teil.“

Der Nachbar tat, wie ihm geheißen. Als er wieder vor Künzelmann stand und ihm die leere Kissenhülle überreichte, fragte er: „Und der zweite Teil meiner Buße?“

„Gehen jetzt wieder den Weg zu Ihrem Haus zurück und sammeln Sie alle Federn wieder ein.“

Der Nachbar stammelte verwirrt: „Ich kann doch unmöglich all die Federn wieder einsammeln! Ich streute sie wahllos aus, warf eine hierhin und eine dorthin. Inzwischen hat der Wind sie in alle Himmelsrichtungen getragen. Wie könnte ich sie alle wieder einfangen?“

Künzelmann nickte ernst: „Das wollte ich hören! Genau so ist es mit der üblen Nachrede und den Verleumdungen. Einmal ausgestreut, laufen sie durch alle Winde, wir wissen nicht wohin. Wie kann man sie also einfach wieder zurücknehmen?“

                                            Autor ist leider unbekannt, genommen aus einem Fastenkalender

Ich wünsche mir und euch, dass wir vorsichtig sind bei dem, was wir über andere Menschen erzählen. Früher mal ist es mir selbst so gegangen, dass ich über irgendjemand etwas Schlechtes gehört habe und, ohne viel nachzudenken, das Gehörte weitererzählt habe. Jetzt schäme ich mich dafür, weil das Meiste wirklich frei erfunden war und einfach weiterverteilt wurde. Die Menschen, die in diesen Geschichten vorkamen, litten wegen dieser Gerüchte, obwohl die gar nichts Verwerfliches taten.

Andererseits wird es früher oder später auf uns zurückfallen und dann leiden wir wegen angespannten Beziehungen zu diesen Menschen und kriegen eine „ehrenvolle“ Bezeichnung „Lästertante“ in unserem Umfeld. Die meisten Menschen haben kein Vertrauen zu solchen Leuten, weil die gut verstehen, wenn die mal nicht da sind, wird auch über sie hergezogen.

Euer Roman

.

.


Veröffentlicht unter Inspiration, Therapeutische Geschichten | Verschlagwortet mit , , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Konfliktförderndes Verhalten 2

Hallo zusammen,

heute stelle ich euch noch ein interessantes Video vor. Es ist eine soziale Werbung aus Dänemark. (Hier ist der U-Tube Link, weil das Video bei mir leider nicht angezeigt wird.) Der Film zeigt, wie wäre es, wenn wir versuchen würden andere Menschen besser kennenzulernen, bevor wir die in verschiedene „Schubladen“ stecken.

Es geht darum, dass unser Gehirn viele Aufgaben hat und versucht Reize wie z. B. neue Menschen, gleich in verschiedene Gruppen zu sortieren, um etwas einfacher Informationen zu bearbeiten und die Realität zu vereinfachen. Das Gehirn hat viele Schablonen, die aus unserer früheren Erfahrung stammen, um die Menschen einzuordnen. Es will die äußere Welt verstehen und kontrollieren und dafür benutzt unser Gehirn dieses Werkzeug. Wenn wir das nicht tun würden, dann könnten wir uns unwohler fühlen, weil wir etwas weniger Kontrolle und Sicherheit im Leben hätten.

Für jeden Menschen, dem wir im Alltag begegnen, gibt es eine passende „Schublade“. Da drin befinden sich vorgefertigten Meinungen, Vorurteile, Klischees, Erwartungen an solche Personen und wie die ihre Rollen zu erfüllen haben.

Der Chef sollte freundlich, clever, väterlich und nicht zu streng sein; Freunde immer Zeit für uns haben und gern helfen, unser Partner sollte liebevoll und fürsorglich mit uns umgehen, unsere Kollegen hilfsbereit, nett, immer gesund und munter sein. Es gibt auch Schubladen für Personenkreise, die wir persönlich noch nie im Leben getroffen, aber darüber etwas z. B. aus Medien erfahren haben.

Das bedeutet, wir haben uns ausgedacht, wie ein Mensch sein sollte und begonnen an dieses Konstrukt zu glauben. Wenn wir mit dem Menschen weiter im Kontakt sind, werden wir die Person besser kennenlernen und auch enttäuscht sein, weil die nicht in unsere „Schublade“ passt und angewiesene Rolle nicht erfüllt, kann auch nicht erfüllen. Eigentlich enttäuschen wir uns selbst und dann leiden darunter.

Wir geben uns gar keine Möglichkeit neue Menschen richtig kennenzulernen, weil die von Anfang an aussortiert werden. Die Menschen spüren das und wollen auch mit uns nichts zu tun haben. Wir grenzen uns damit ein. Oft halten sie uns für oberflächlich und arrogant.

Wenn wir das alles von der anderen Seite betrachten, werden wir verstehen, dass andere Menschen uns auch in ihre „Schubladen“ stecken. Wenn jemand von euch enttäuscht wird, bedeutet das nicht gleich, dass ihr an allem schuld habt. Ihr habt möglicherweise nur in ihre/seine „Schublade“ nicht gepasst, die für euch vorbereitet wurde.

Und noch etwas, verbiegt euch bitte nicht nur, um in eine fremde Schublade zu passen. Ihr werdet es nicht lange aushalten, klärt Unstimmigkeiten und Missverständnisse, sprecht offen darüber. So haben eure Beziehungen mehr Chancen euch glücklich zu machen.

Konfliktfördendes Verhalten

Euer Roman

.

.

 

Veröffentlicht unter Beziehungen, Persönlichkeit | Verschlagwortet mit , , , , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Musikprojekt

Hallo zusammen,

heute wage ich etwas ganz Neues. Ich schreibe viel über Konflikte und soziales Verhalten, aber wenig über mich und andere Menschen. Ich möchte an meinen letzten Beitrag anknüpfen und euch ein Projekt vorstellen.

Das ist ein Musikprojekt aus Russland. Einwohner aus 18 Atomstädten (die ein Atomkraftwerk haben) wählten ein Lieblingslied aus, ein mobiles Tonstudio und ein kleines Filmteam wurden losgeschickt und haben zusammen mit 400 Musiker (99 % nur örtlich bekannt) von 4 bis 92 Jahre alt innerhalb von 3 Monaten die Songs aufgenommen.
Hier ist ein Link, wenn jemand noch mehr sehen und hören möchte.

In meinem letzten Beitrag habe ich erzählt, dass für eine gute Beziehung ganz gut ist, mit jemandem gemeinsam etwas zu erschaffen. Die Musik zusammen zu machen ist eine von den besten Möglichkeiten. Ich kann kein Musikinstrument spielen, aber ich war in einer Gruppe, wo wir einfach getrommelt haben und ich habe auch mal in einem Chor mitgesungen.

Ich habe die Meinung, dass, wenn ich meine Lieblingsmusik höre, dann kann ich meine Seele spüren, aber wenn ich etwas spiele, dann kann ich die selbst berühren. Dazu kommt, dass in einem Chor zu singen ein Supererlebnis ist, die Stimmen und Musik durchdringen meinen ganzen Körper und lassen mich die ganze Zeit grinsen. Das ist auf jeden Fall eine tolle Gelegenheit neue Freunde zu finden und alte Beziehungen aufzufrischen. Das kann ich nur empfehlen. Was meint ihr dazu?

Hier ist das erste aufgenommene Lied. Das heißt: „Diese Welt wurde nicht von uns ausgedacht…“. Unten wird jedes mal (auf russisch) Name des Künstler/Band aufgezeigt und aus welcher Stadt er kommt. Damit ist auch die Frage beantwortet, was für eine Musik ich gern höre.

Euer Roman

.

.

 

Veröffentlicht unter Beziehungen, Inspiration, Musik | Verschlagwortet mit , , , | 2 Kommentare

Wissenschaft des Friedens 5

Hallo zusammen,

meine Reihe zum friedlichen Miteinander geht weiter. Heute stelle ich euch noch eine Möglichkeit vor, mit den anderen Menschen gut auszukommen.

Ich habe euch schon erzählt, wie nett es Menschen finden, wenn wir ihnen unsere Zeit schenken. Heute gehen wir etwas weiter und laden die ein. Was genau bedeutet das? Es gibt viele verschiedene Einladungsarten. Erstens, ihr könnt eure Mitmenschen irgendwohin einladen: z. B. auf ein Bier nach der Arbeit, auf eine Tasse Kaffee, eine Mittagspause zusammen zu verbringen oder ihr könnt auch zu sich nach Hause einladen. Zweitens, ihr könnt Menschen zu einem gemeinsamen Erlebnis einladen: z. B. ins Kino, ins Theater, auf ein Konzert, eine Stadtreise zu machen. Drittens, ihr könnt jemandem in eure Gruppe in Facebook oder in eure Arbeitsclique oder in eure Fußballmannschaft.

Wie würdet ihr reagieren, wenn jemand das für euch tut? Wird es euch unangenehm, peinlich, vielleicht löst Unverständnis aus? Oder werdet ihr euch freuen, wenn jemand an euch gedacht und euch ausgewählt hat? Die meisten Menschen werden es nett finden. Ob die mit euch etwas unternehmen oder nicht, das ist schon die zweite Frage, aber ihr habt den ersten Schritt in die Richtung „gute Beziehung“ getan.

Das ist alles nett und viele Menschen machen das schon. Ich gehe aber meistens noch weiter. Ich lade Leute in ein Projekt ein. Stellt euch vor, ihr könnt zusammen etwas erreichen: z. B. ein Ziel, ein Traum, eine Erleuchtung; oder erschaffen: einfach ein leckeres Essen, ein Kunstwerk, vielleicht eine Ehe oder eine Firma. Wenn Menschen gerne zusammen an etwas arbeiten, dann entsteht sogenannte Synergieeffekt. Es passiert ein Wunder und wir können auf einmal viel mehr schaffen als getrennt von einander.

Wenn wir jemandem eingeladen haben, dann bedeutet das, dass wir ihr/ihm vertrauen, wollen nicht nur Zeit zusammen verbringen, sondern sie/ihn näher kennenlernen und unsere Neigung zeigen. Und auch, dass wir bereit sind uns zu öffnen und sie/er nichts zu befürchten hat. Versucht es!

Wissenschaft des Friedens

Wissenschaft des Friedens 2

Wissenschaft des Friedens 3

Wissenschaft des Friedens 4

Euer Roman

.

.

Veröffentlicht unter Beziehungen, Methoden, Persönlichkeit | Verschlagwortet mit , , , , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Gefährliche Wünsche

Hallo zusammen,

heute möchte ich euch ein etwas schwieriges Thema anbieten, das für mich erst mal nicht einfach verdaulich war. Als ich mich damit vor Jahren auseinandergesetzt habe, habe ich verstanden, wo genau beim Thema Konflikte ich einen Nachholbedarf habe. Zuerst aber eine kleine Aufgabe für euch. Ich habe die mal irgendwo gesehen, aber jetzt erzähle mit meinen eigenen Worten.

Stellt euch vor, ihr habt einen Wunsch frei und könnt einen Menschen, der euch unangenehm und lästig ist, von der Erde verschwinden lassen. Es wird ohne Blut zu vergießen geschehen und keiner wird sich je an diesen Menschen erinnern. Wen würdet ihr auswählen? Schreibt bitte einen Namen auf. Wir werden ihn noch brauchen.

Jetzt nennt mir bitte zwei Gründe, weshalb ihr selbst nicht auf diese Art verschwunden seid oder sein solltet?

Habt ihr die Frage beantwortet? Die ist nicht so einfach.
Habt ihr in Eurer Umgebung eine Person, die solche Wünsche haben könnte? Gibt es eventuell mehrere davon? Wie geht es euch damit?

Jetzt gibt es ein paar Fragen an die, die einen Namen vor sich haben. Schaut euch bitte den Namen an. Habt ihr gerade ernsthaft einen Menschen zum Tode verurteilt oder war das nur ein Spiel? Es tut mir Leid, ich habe euch eine Falle gestellt. Ich weiß, die meisten Menschen wollen das gar nicht; das war nur in Gedanken, nicht ernst gemeint und keiner von uns in der Realität das tun würde.

Ich will euch mit diesen Fragen nur etwas deutlich machen.
Wollt ihr wirklich, dass jemand stirbt?
Möchtet ihr, dass irgendjemand, den ihr kennt, sich euren Tod wünscht?

Wenn ihr beide Fragen verneint habt, dann liegt vor euch eine Möglichkeit euren inneren Frieden zu finden. Manche werden sagen, wir können andere Menschen nicht ändern und wird recht haben. Wir können aber uns ändern und dadurch wird auch unsere äußere Welt verändert. Wie geht das? Step by step. Woran kann gearbeitet werden? Es gibt mehrere Themen: Gedanken, Werte, Gefühle, Emotionen, Verhalten und andere…

Ich stelle euch noch einen guten Film vor. Der hat gute Schauspieler und einige unerwartete Wendungen. Da werden auch einige Fragen bearbeitet, die wir uns heute gestellt haben. Viel Spaß!

THE BOOK OF HENRY (Trailer)

Euer Roman

.

.

Veröffentlicht unter Filmtipps, Persönlichkeit, Psyche | Verschlagwortet mit , , , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Auf der Suche nach netten Menschen

Ladykracher

Hallo zusammen,

ein freundlicher Mensch als Gesprächspartner ist das, was viele von uns wünschen und toll finden. Wir mögen alle, wenn unsere Mitmenschen Respekt, Geduld und Aufmerksamkeit uns gegenüber zeigen. Im Video ist es interessant zu sehen, wie am Ende der Chef sich ärgert, dass er unfreundliche Mitarbeiter hat.

Können wir auch etwas dagegen tun? Ja, etwas schon! Die Sache ist die, unsere Mitmenschen können uns nur das zeigen, was die von und in uns sehen. Stellt euch vor, ihr steht vor diesen Menschen wie vor einem Spiegel. Dazu habe ich eine kleine Geschichte.

Der Tempel der tausend Spiegel

Es gab in Indien den Tempel der tausend Spiegel. Er lag hoch oben auf einem Berg und sein Anblick war gewaltig. Eines Tages kam ein Hund und erklomm den Berg. Er stieg die Stufen des Tempels hinauf und betrat den Tempel der tausend Spiegel.

Als er in den Saal der tausend Spiegel kam, sah er tausend Hunde. Er bekam Angst, sträubte das Nackenfell, klemmte den Schwanz zwischen die Beine, knurrte furchtbar und fletschte die Zähne. Und tausend Hunde sträubten das Nackenfell, klemmten die Schwänze zwischen die Beine, knurrten furchtbar und fletschten die Zähne.

Voller Panik rannte der Hund aus dem Tempel und glaubte von nun an, dass die ganze Welt aus knurrenden, gefährlichen und bedrohlichen Hunden bestehe.

Einige Zeit später kam ein anderer Hund, der den Berg erklomm. Auch er stieg die Stufen hinauf und betrat den Tempel der tausend Spiegel. Als er in den Saal mit den tausend Spiegeln kam, sah auch er tausend andere Hunde. Er aber freute sich. Er wedelte mit dem Schwanz, sprang fröhlich hin und her und forderte die Hunde zum Spielen auf.

Dieser Hund verließ den Tempel mit der Überzeugung, dass die ganze Welt aus netten, freundlichen Hunden bestehe, die ihm wohlgesonnen sind.

Verfasser leider unbekannt

Es liegt alles in euren Händen…

Euer Roman

.

.

Veröffentlicht unter Humor, Therapeutische Geschichten | Verschlagwortet mit , , , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Fragen zur Vorbereitung auf einer Konfliktansprache

Hallo zusammen,

ich möchte gern mit einer neuen Artikelreihe starten, die sich mit Formulierungen einer Konfliktansprache beschäftigen. Ich werde euch einige Arten von Ansprachen vorstellen und die erklären. Es ist für die meisten Menschen nicht so einfach einen Konflikt, Missverständnis oder eine Unklarheit anzusprechen, weil sie nicht genau wissen, wie das gemacht wird und haben Befürchtung, dass es noch schlimmer wird. Ich kann euch versichern, es wird schlimmer, wenn das nicht angesprochen wird. Und wenn nicht mit diesem Konfliktpartner, dann mit einem anderen.

Ich beginne aber mit ein paar Fragen, die euch helfen eine Ansprache zu planen und etwas Klarheit in die Situation zu bringen. Wenn ihr Möglichkeit habt, euch zu einer Konfliktansprache vorzubereiten, würde ich das empfehlen. Nutzt die Zeit! Dabei stellt ihr euch die folgenden Fragen:

Was stört mich und aus welchem Grund?
Was genau ist das? Verhalten, persönliche Züge, Sprache, Meinung, Gefühle u.s.w.
Hier werdet ihr reflektieren und genau nachforschen, woran es liegt.

Was sind sachlichen und emotionalen Auswirkungen?
(Auch, was erwartet mich, wenn die Konfliktsituation weiter besteht?)

Was bedeutet die Situation für mich und das Team oder andere Personen, die auch involviert sind oder einen Schaden davon tragen können?
Auch, welche Interessen und Positionen könnten hierbei eine Rolle spielen.

Wer oder was kann mich (bei der Vorbereitung oder Ansprache) unterstützen?
Ich könnte jemandem um Rat oder Hilfe bitten oder weitere Informationen aus einem Buch oder Internet holen.

Mit diesen Fragen wird der Ist-Zustand etwas klarer, aber wir denken systemisch und versuchen von allen Seiten die Situation zu betrachten und weitere wichtige Fragen vorab zu beantworten.

Welche Ziele will ich mit der Konfliktansprache erreichen, maximal und minimal? Auch eventuelle Kompromisse oder Zwischenlösungen werden hier berücksichtigt.

Aus welcher Perspektive könnte mein Konfliktpartner die Lage betrachten? Welche Gründe könnte er für dieses Verhalten haben?
Das gibt uns Möglichkeit den Menschen zu verstehen und nicht gleich zu lebenslänglich verurteilen. Es gibt bestimmte Ursachen, warum sie/er das macht.

Wie wird mein Gegenüber auf die Ansprache vermutlich reagieren?
(Z. B. Abwehr, Tränen, Verständnis, Verblüffung, Fragen) Wie gehe ich damit um?

Es gibt selbstverständlich noch mehr Fragen, die man nutzen könnte, um sich richtig auf das Gespräch zu vorbereiten, aber die genannten halte für die wichtigsten. Wenn die Fragen beantwortet sind, könntet ihr euch auf genaue Formulierung stützen. Darauf werde ich in weiteren Berichten näher eingehen.

Euer Roman

.

.

Veröffentlicht unter Methoden | Verschlagwortet mit , , , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Unsere Beziehungen

Hallo zusammen,

ich finde das Video wirklich toll. Das zeigt ganz gut eine Seite davon, was, nach meiner Meinung, das wichtigste im Leben ist. Da meine ich unsere Beziehungen zu anderen Menschen. Die geben uns Kraft, Liebe, Unterstützung, Erfüllung, Anerkennung, Ideen, Freude und vieles mehr. Aber nur, wenn die Beziehungen wertvoll, tief und fest sind.

Wenn wir schwierige Bindungen haben, dann erfahren wir mehr Konflikte, Krieg, Krisen, Ärger und andere negative Sachen.
Durch unsere Beziehungen wachsen wir als Menschen, wir lernen, spüren unsere Lebendigkeit. Die schönsten Dinge im Leben sind dafür da, um die zusammen zu machen und zu erleben.
Wenn wir gar keine oder ganz wenige davon haben, dann spüren wir Einsamkeit, Kälte und Vergessenheit.

Ich denke, wir brauchen alle menschliche Wärme. Es kann jede Art von menschlicher Interaktion sein. Z. B. ich habe über 30 Jahre Fußball gespielt. Es ist ein tolles Gefühl, ein Teil einer Mannschaft zu sein und zu wissen, dass hinter mir noch zehn fest entschlossene Freunde stehen, mit denen ich etwas gemeinsames habe und die für mich da sind.

Die Sache ist nur die, das ist keine Einbahnstraße. Um gute Beziehungen zu haben, sollen wir etwas dafür tun. Was genau? Da können ein paar Fragen helfen. Wie solle andere, nach eurer Meinung, euch behandeln? Was würdet ihr gut finden? Wie genau sollen andere mit euch interagieren? Wenn ihr das wisst, dann fängt an, euch genauso zu Menschen zu verhalten.

Ich vermute fast alle von uns haben das schon versucht, aber nicht bei allen hat es geklappt. Es ist oft so, dass wir selbst nicht sehen oder verstehen, was falsch läuft. Wir begegnen uns, lernen uns kennen, aber daraus wird es nicht mehr als eine kurzfristige Bekanntschaft. Wie können wir denn diese Interesse und Nähe gewinnen?

Es gibt mehrere Möglichkeiten, aber die haben nichts mit unseren Mitmenschen zu tun, sondern mit uns. Nur wir können/sollen uns ändern, um unsere Beziehungen zu verbessern. Woran es genau liegt, ist bei jedem verschieden. Wer kann da ein Feedback geben und helfen? Das sind Menschen, die euch nah stehen, wem ihr vertraut und mit wem ihr über eure Angelegenheiten sprechen könnt. Es können natürlich auch Experten sein, z. B. Kommunikationstrainer, Coach, Psychologe, Therapeut.

Schreibt euch auf keinen Fall ab. Es gibt sehr viele Menschen, die gute Beziehungen wollen, aber nicht genau wissen, wie genau das erreicht werden kann. Vielleicht fehlt nur eine Kleinigkeit. Tut etwas. Es ist möglich!

Euer Roman

.

.

Veröffentlicht unter Beziehungen, Meine Erfahrungen, Persönlichkeit | Verschlagwortet mit , , , , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Der Miesepeter

Hallo zusammen,

heute stelle ich noch eine schöne Geschichte vor, die euch eventuell auch ein Lächeln auf den Lippen zaubern wird, so wie es bei mir passiert ist.

Der Miesepeter.

Wie immer lief der Miesepeter missgelaunt durch die Straßen. Alles ärgerte ihn? das Wetter, das Grau der Häuser, die unfreundlichen Mienen der anderen.

Da kam zufällig ein Lächeln vorbeigeflattert und da es gerade nichts Besseres zu tun hatte, hüpfte es dem Miesepeter mitten ins Gesicht und machte es sich dort gemütlich.

Der hatte das aber in seiner ganzen Muffigkeit gar nicht gemerkt und ging mit schlechter Laune weiter.

Als ihm nun andere Leute entgegenkamen, wurde er herzlich gegrüßt und alle schienen sich zu freuen, ihn zu sehen. Das verwunderte den Miesepeter sehr und gegen seinen Willen fühlte er sich schon etwas besser.

Immer mehr Leute winkten ihm lächelnd zu. An einem Blumenstand reichte man ihm eine Sonnenblume und wünschte ihm einen guten Tag.

Irgendwie wirkten nun die Häuser auch viel weniger grau, eigentlich sah der Marktplatz doch sogar sehr hübsch aus. Und der Himmel schien auch schon viel blauer zu sein ? und da, war das nicht sogar die Sonne?

Als der Miesepeter nach Hause kam und seine Jacke auszog, sah er sich selbst im Dielenspiegel lächeln.

Und das fühlte sich gut an, richtig gut.

                                          Von Tania Konnerth, Buch „Aus der Schatzkiste des Lebens“.

Es wäre schon toll öfter zu lächeln, nicht wahr? Geht es wirklich so einfach? Nein. Ist es möglich? Ja, das ist es! Ich habe schon mehrere Erfahrungen damit gemacht und kann es nur empfehlen. Jetzt habe ich oft ein Lächeln auf den Lippen. Früher war das ganz anders.

Ich konnte nur das nach außen tragen, was ich innen verspürte und das war ehe etwas Bemitleidendes als Erfreuliches. Ich habe angefangen in allen meinen Fehler, Krisen und Leiden etwas Komisches zu finden. Ich habe mich über mich selbst lustig gemacht und mich dabei herrlich amüsiert. Dadurch habe ich meine ernste und starre Sichtweise verschiedener Dinge für eine Weile ablegen können. Ich bin entspannter und ausgeglichener geworden. Dazu kommt, dass ein Problem danach, bei wiederholter Auseinandersetzung, schon nicht so bedrohlich aussieht.

Ich mache es nicht für andere Menschen, sondern nur für mich, aber es ist angenehm zu sehen, wie auch die von meinem Lächeln profitieren. Versucht es!

Euer Roman

.

.

 

Veröffentlicht unter Buchtipps, Therapeutische Geschichten | Verschlagwortet mit , , | Hinterlasse einen Kommentar

Fragen zum Aufbau einer tiefen Beziehung

Hallo zusammen,

heute möchte ich euch ein paar Fragen vorstellen, die euch helfen können, mit jemandem eine gute Beziehung aufzubauen. Diese Fragen gehen etwas tiefer als Small Talk und werden euch einiges über eure Mitmenschen und über euch verraten. Warum das? Ich empfehle euch nicht nur dem Gegenüber die Fragen zu stellen, sondern die auch selbst zu beantworten. Das bedeutet, abwechselnd etwas zu erzählen. So wird euren Dialog nicht zum Verhör und ihr habt beide Spaß daran.

1. Was ist Ihre schönste Kindheitserinnerung?
Die Frage wird ein Lächeln auf den Lippen von eurem Gegenüber zaubern, damit kann ein tiefes, langes und angenehmes Gespräch beginnen und ihr werdet viel voneinander erfahren.
2. Wenn Sie etwas in Ihrem Leben geändert haben könnten, was wäre das?
Damit wird das Vertrauen zwischen euch aufgebaut. Die Frage wird wahrscheinlich ein paar eure Schwächen, nicht erreichte Ziele oder geplatzte Träume auf die Oberfläche bringen und die werden meistens nur zwischen Freunden ausgetauscht.
3. Worauf am meisten sind Sie stolz in Ihrem Leben?
Durch die Frage werdet ihr erfahren, was von euren Mitmenschen geschätzt wird und sie/er wird ein echtes Interesse in euch spüren.
4. Wo würden Sie hinreisen, wenn Sie eine freie Auswahl hätten und warum?
Dadurch werdet ihr erfahren, wo der Mensch schon mal war und es klären sich ihre/seine Persönlichkeit, Charakter, Hobbys und Risikobereitschaft.
5. Was für ein Punkt Ihres Lebens halten Sie für den Wichtigsten/Bedeutungsvollsten?
Hier könnt ihr zu schönsten aber auch zu schwierigsten Themen vordringen. Die Frage wird euch wirklich nah zueinander bringen und ihr werdet eventuell mit euren Gefühlen konfrontiert.
6. Was begeistert Sie? oder wen verehren Sie?
Die Fragen helfen euch zu verstehen, womit ihr am liebsten beschäftigen würdet und wem möchtet ihr ähnlich sein. Ihr erfährt etwas von Idealvorstellungen von sich selbst eures Gesprächspartners.
7. Was verstehen Sie unter dem Wort Liebe?
Damit erfährt ihr, wie eurer Gegenüber sich in Beziehungen verhält, eventuell Vorlieben, Erwartungen und Erfahrungen.
8. Was war der peinlichste Moment in Ihrem Leben?
Die Frage hilft euch beiden das Gespräch etwas humorvoller oder auch noch tiefer zu machen. Bei solchen Geschichten können auch Scham und Verletzlichkeit eine Rolle spielen und ihr zeigt etwas Mitgefühl.
9. Was für eine Fähigkeit oder Kompetenz würden Sie sich aneignen und warum?
Damit erfährt ihr mehr von den Visionen, Träumen und Zielen eurer Gegenüber und gibt euch die Richtung, wohin sie/er sich entwickeln möchte.
10. Wie sieht Ihr idealer Tag aus?
Die Frage wird euch beiden gute Laune schenken und etwas nachdenklich machen, warum ihr so einen Tag nicht oft genug erlebt und vielleicht wie könnt ihr das ändern.

Viel Erfolg!

Euer Roman

.

.

Veröffentlicht unter Allgemein, Methoden, Persönlichkeit | Verschlagwortet mit , , , , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Das könnte dein Leben retten!

Pass auf … das könnte dein Leben retten

Hallo zusammen,

ich schreibe ab und zu über Konflikte im Straßenverkehr. Ich finde, es ist mein bis jetzt wichtigster Beitrag zum Thema Sicherheit auf den Straßen. Das Video hat mich sehr berührt und wird bestimmt mehrere Menschen zum Nachdenken bringen.

Das Leben ist ein Geschenk und je älter ich werde, desto mehr verstehe ich, dass ich mit diesem Geschenk sehr behutsam umgehen sollte und es ist egal, ob es mein Leben ist oder von jemandem anderen.

Genauso ist es mit dem Schmerz. Ich vermute jeder von uns weiß, wie es sich anfühlt, wenn man seelisch oder physisch leidet. Ich habe schon in meinem Leben absichtlich Schmerzen zugefügt, aber ich habe es bereut und bei manchen Sachen bereue ich das immer noch. Das fühlt sich nicht so gut an. Wenn ich mir nur vorstelle, dass ich wegen eines Telefonats oder eines Spiels mein Leben und noch von jemandem anderen zerstören kann, dann wird es mir innerlich ganz ungemütlich.

Kommt bitte gut an und passt auf euch und eure Mitmenschen auf!

Euer Roman

.

.

Veröffentlicht unter Inspiration, Meine Erfahrungen | Verschlagwortet mit , , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Konfliktförderndes Verhalten

Hallo zusammen,

ich habe mehrere Artikel mit Empfehlungen zur Konfliktprävention und noch keinen zur Konfliktförderung geschrieben. Das will ich ändern. Heute erzähle ich euch, wie ihr viele Feinde, Probleme und Stress in eurem Leben finden könnt.

Erstmal soll ich einige Grundhaltungen gegenüber meinen Mitmenschen und mich selbst haben. So komme ich sehr schnell zu einem totalen Krieg mit mir und meiner Umgebung.

  1. „Ich glaube fest, dass es so und so ist und ich frage niemals nach.“ Z. B. „Ich glaube, dass meine Kollegen mich nicht mögen und mir nicht trauen, weil ich aus einem anderen Land komme.“ Solche Gedanken werden mein Verhalten zu meiner Umgebung ändern und Menschen werden es spüren und genauso auf mich reagieren. Ich ziehe mich noch mehr zurück und lasse meine Stacheln raus. Das wird zu einer selbsterfüllenden Prophezeiung. Diese Einstellung wird meine innere Gefühlswelt vergiften und mein Job zu einer Art Strafarbeit machen. Ich werde Einsamkeit genießen und oft Konflikte mit meinem Chef und Kollegen haben.
  2. „Ich nehme etwas vorweg.“ Z. B. „Mein Kollege schafft die Aufgabe sowieso nicht und ich werde es selbst erledigen müssen.“ Sogar, wenn ich das auch nicht sage, wird er das erfahren oder durch mein Verhalten erahnen, dass ich von ihm nichts halte. Und das wird zu Konflikten führen. Keiner mag Geringschätzung oder Verachtung von dem Anderen. Zumindest wird er mir das Gleiche schenken.
  3. „Ich unterstelle und urteile gleich.“ Z. B. „Bestimmt ist mein Kollege schuld, weil er blöd ist.“ Ich frage nicht nach, ich bewerte. Das bringt mir viele Feinde und stressige Situationen. Es ist egal, ob ich das jemandem ins Gesicht sage oder nicht, er wird das erfahren. Ganz kurz am Rande, wenn jemand in eure Anwesendheit über eine andere Person schlecht redet, dann lästert er auch über euch, wenn ihr nicht da seid. Ihr solltet das wissen.
  4. „Ich bin unabhängig von euch!“ Z. B. „Ich mache das Projekt allein und brauche meine Kollegen gar nicht!“ So werde ich ganz allein und unbeliebt. Kollegen werden mir nicht vertrauen und nicht helfen, wenn ich die doch brauche. Das zeigt, dass ich nicht teamfähig bin und mich die Aufgaben und auch Angelegenheiten meiner Umgebung nicht angehen.
  5. „Ich habe Angst!“ Z. B. „Ich fürchte, dass ich meinen Job verliere!“ So einer Vermutung wird mein Arbeitsalltag zu einer Hölle machen. Ich kann niemandem trauen. Ich werde meinen Chef dafür hassen, dass er das tun könnte und meine Kollegen dafür, dass die dazu beitragen könnten. Was genau sie dafür tun? Ich werde imir schon etwas ausdenken können. Wofür habe ich denn meine Einbildungskraft?
  6. „Es war schon immer so, und genauso soll es auch weitergehen!“ Z. B. „Ich werde neue Menschen in meiner Abteilung nicht akzeptieren“. Ich mag keine Veränderungen und werde versuchen meine alte Umgebung und Umstände beibehalten. Das macht mich starr und beim Team und Chef unbeliebt. Progress geht weiter und ich kann dieser Strömung nichts entgegensetzen.                                                                                                                                                                                                                                              Es gibt noch mehr von solchen Grundhaltungen. Die sind nicht nur für Berufswelt da. Die sind überall in unseren Beziehungen. Sie können unser Leben viel schwieriger machen, aber ihr könnt etwas dagegen tun. Redet mit euren Mitmenschen über euer Miteinander und dann werdet ihr von einander lernen und euch besser verstehen.                                                                                                                                                                       Euer Roman                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                           .                                                                                                                                                 .   
Veröffentlicht unter Meine Erfahrungen | Verschlagwortet mit , , , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Verborgene Schönheit

Trailer zum Film „Verborgene Schönheit“

Hallo zusammen,

heute möchte ich euch wieder einen tollen Film vorstellen, der nach meiner Meinung nicht nur großartigen Schauspieler und Drehbuch hat, sondern auch immer wieder eine interessante Wendung beinhaltet.

Im Film werden drei Aspekte unseres Lebens betrachtet: Tod, Zeit und Liebe, und wie die Menschen damit umgehen. Ich finde, dass alle von uns die drei treffen werden, egal wie gut wir uns davon verstecken oder wie schnell weglaufen. Es ist natürlich interessant zu sehen, wie die Andere damit klar kommen.

Der Film hat mir gefallen und zum Nachdenken gebracht. Aus dieser Perspektive habe ich das Leben noch nicht betrachtet und bin dafür sehr dankbar. Viel Spaß beim Schauen!

Euer Roman

.

.

Veröffentlicht unter Filmtipps, Inspiration | Verschlagwortet mit , , , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Selbst- und Fremdwahrnehmung mit dem Johari-Fenster

Hallo zusammen,

heute möchte ich euch ein gruppendynamisches Modell vorstellen, das für  Persönlichkeitsentwicklung nach meiner Meinung unabdingbar ist. Das ist Johari-Fenster. Das Modell hilft, das Bild nach außen von sich selbst besser kennenzulernen, sich freier zu fühlen und die Fragen „Wer bin ich? und Was kann ich?“ zu beantworten. Wenn ihr euch das Video angesehen habt, dann wisst ihr, dass da empfohlen wird, das Fenster „Öffentlicher Bereich oder Öffentliche Person“ zu vergrößern.

Was bringt euch das?

Ihr fühlt euch freier. Es nimmt viel Energie etwas geheim zu halten, weil man permanent Angst hat, dass es rauskommt und irgendwelche Konsequenzen hat. Man muss sich keine Geschichten ausdenken, um das Thema umzugehen oder jemanden anzulügen.

Dadurch könnt ihr eure Beziehungen vertiefen. Die anderen Menschen spüren, dass wir offen sind und tun das Gleiche. Wir erzählen etwas, dann sie berichten von sich auch und so wird Vertrauen zwischen uns immer größer. Die anderen werden auch keine Angst vor euch haben, da sie euch gut kennen.

Ihr werdet euch selbst besser verstehen. Ihr sprecht über euch und so lernt euch selbst besser kennen. Auch bekommt ihr Ideen und Feedback von den anderen und könnt von ihnen lernen.

Wie macht ihr das?

Ihr gibt von euch etwas preis, ihr erzählt etwas über euch, zeigt euch, wie ihr in Wirklichkeit seid oder tut etwas, was ihr euch noch nicht erlaubt habt, aber tun wollt. Es können Geschichten aus eurem Leben, euer emotionaler Zustand, ein Geheimnis, das ihr schon zu lange mit euch trägt, eure Ziele oder Träume, eure Macken, Wünsche, Süchte oder Antriebe sein. Ihr könnt eure Lieblingsklamotten anziehen, euch unbequem zeigen, euch outen, Menschen die Wahrheit sagen u.s.w. Fängt lieber erst mit Kleinigkeiten an. Wir wollen doch nicht, dass die anderen gleich überfordert sind. Damit wird das Fenster „Privater Bereich“ oder „Meine Geheimnisse“ immer schmaler und ihr immer selbstbestimmter.

Ihr könnt um Feedback bitten. So bearbeitet man sogenannten „Blinden Fleck“. So erfährt ihr über euren Stärken, Schwächen, Persönlichkeitsmerkmale, Charakterzüge u.s.w. Je mehr ihr von euch wisst, desto selbstbewusster werdet ihr auch.

Ihr könnt eine vertrauenswürdige Person finden und mit ihr arbeiten. Das kann ein Freund, Coach oder Therapeut sein. Die sollen nur die richtigen Fragen stellen. So wird das Fenster „Unbewusster Bereich“ oder „Unbekanntes“ auch kleiner.

Ich habe damit vor mehreren Jahren begonnen und kann das nur empfehlen. Etwas vorsichtig sollte man mit dem Feedback sein, jeder Mensch hat seine eigene Wahrnehmung und es muss nicht unbedingt der Wahrheit entsprechen. Aber, wenn ihr öfter auf etwas aufmerksam gemacht werdet, dann könnte es sein, dass da schon etwas Wahres dran ist.

Euer Roman

.

.

Veröffentlicht unter Methoden, Persönlichkeit | Verschlagwortet mit , , , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Das Gute in Menschen

„Lösungen sind oft näher als Sie denken“

Hallo zusammen,

ich stelle euch heute ein neues schönes Video vor. Es ist eine sogenannte soziale Werbung aus Norwegen, aber die ist sehr gut gemacht worden und hat eine wertvolle Botschaft. Im Video wird nach neuen Pflegefamilien für Kinder gesucht. Ich kann mir nicht vorstellen, wie es ist – keine Familie zu haben und ohne Eltern und deren Liebe aufzuwachsen. Es muss sehr hart sein. Ich verneige mich vor den Menschen, die Kinder in ihrer Familien aufnehmen und als eigene großziehen. Die sind wirkliche Helden unserer Zeit.

Ich war auch von den Kindern in der Werbung begeistert. Kinder haben eine klare Vorstellung von Humanität. Sie machen etwas und tun als nichts passiert wäre, um das frühstücklose Kind nicht in Verlegenheit zu bringen. Die sind wie kleine Engel mit einem großen Herz und menschliche Seele. Sie machen uns vor, wie in einer Gesellschaft das Miteinander aussehen soll. Wir können von ihnen viel lernen.

Euer Roman

.

.

Veröffentlicht unter Inspiration, Psyche | Verschlagwortet mit , , , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Wissenschaft des Friedens 4

Hallo zusammen,

ich will meine Artikelreihe zum Thema „Wissenschaft des Friedens“ fortführen. Heute stelle ich euch noch eine effektive Methode vor. Wenn ihr mit jemandem eure Beziehung verbessern möchtet, könnt ihr diesen Mensch um einen Rat bitten.

Die Menschen mögen, wenn jemand die für Experten hält und werden gern ihre Erfahrung mit euch teilen. Wenn ihr das tut, dann zeigt ihr dem Menschen Respekt, als ob ihr sie/ihn loben würdet, ohne ein Wort zu sagen.

Spricht den Menschen an, ob sie/er für euch etwas Zeit hätte, oder wenn ihr schon in einem Gespräch seid, sagt, dass ihr seine Meinung zu einem Thema hören wollt und die für euch wichtig wäre. Wenn es nicht so oft passiert, man soll da nicht übertreiben, werdet ihr sehen, dass dieser Mensch auch netter und offener zu euch wird.

Es gibt Möglichkeit diese Methode zu erweitern. Ihr könnt um Hilfe bitten, aber das funktioniert nicht jedes mal. Nicht alle mögen eigene Zeit und Energie für anderen opfern. Ihr zeigt auch in diesem Fall eindeutig, dass ihr wenig erfahrener seid, was auch nicht jeder mag und manchmal sieht es wie eine Manipulation euerseits aus. Das funktioniert besser bei Partnern, Freunden oder guten Bekannten, aber dann schweißt es euch wirklich zusammen.

Es bringt euch beiden etwas, ihr kriegt eine Antwort, die euch hilft weiterzukommen und gewinnt für euch einen neuen Menschen, mit dem ihr etwas tieferer Beziehung haben werdet. Ihr werdet auch für den Mensch gehalten, der gerne an seiner eigenen Bildung arbeitet und keine Scheu hat zu fragen. Euer Gegenüber fühlt sich als Experte oder Mentor, bekommt Aufmerksamkeit und freut sich etwas Gutes für diese Welt getan zu haben.

Es kann sein, dass sie/er euch auch um einen Rat oder Gefallen bittet, dann könntet ihr euch im Gegenzug revanchieren, sich dadurch besser fühlen und eure Beziehung noch weiter ausbauen. Viel Erfolg!

Euer Roman

Wissenschaft des Friedens

Wissenschaft des Friedens 2

Wissenschaft des Friedens 3

.

.

 

Veröffentlicht unter Meine Erfahrungen, Methoden | Verschlagwortet mit , , , , , , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Freude und Leid

Hallo zusammen,

heute habe ich für Euch noch eine Geschichte herausgegraben, die ich sehr schön finde. Es geht um das Thema Freude und Leid im Leben und wie wir uns dazu verhalten. Viel Vergnügen!

 

Mäuse-Freude

Zwei kleine Mäuse hatten ein Henne-Ei-Problem: Sie stritten sich darüber, ob wohl zuerst die Freude oder zuerst das Leid auf der Welt war.
Mäuserich Tilo behauptete: „Natürlich war zuerst das Leid vorhanden. Das ist doch klar! Wie sonst könnte man so ein schönes Gefühl wie Freude empfinden, wenn man nicht vorher den ganzen Schlamassel aus Schmerz und Pein erlebt hätte. Man würde es glatt gar nicht merken!“
Maus Lisa war völlig anderer Meinung: „Die Freude war zuerst da, das muss dir doch einleuchten! Wenn man nicht von Anfang an gelernt hat, wie sich Freude anfühlt, dann wird man sie auch später nicht erfahren. Sie muss einem als Urgefühl in die Wiege gelegt werden. Schlimmes Leid könnte man gar nicht ertragen, gäbe es da nicht die Erinnerung daran, dass das Leben auch anders sein kann ? freudig nämlich!“
„Aber die Schmerzen sind doch nur dafür erfunden worden, damit man die Freude überhaupt empfinden kann. Demnach muss das Leid zuerst da gewesen sein“, gab sich Mäuserich Tilo nicht zufrieden.
Es hatte keinen Zweck. Die beiden drehten sich im Kreis und fanden keine Einigung. So war es an der Zeit, dem Maus-Meister Theoderich einen Besuch abzustatten und seinen weisen Rat einzuholen.
„Ihr habt beide Recht“, meinte dieser. „Freude und Leid wurden gleichzeitig erschaffen. Das Leben ist wie eine Münze, die zwei verschiedene Prägungen trägt: auf der einen Seite die Freude, auf der anderen Seite das Leid ? gleichzeitig. Eins ist ohne das andere nicht denkbar. Es gibt keine Münze mit nur einer Seite. So gibt es auch kein Leben, in dem ausschließlich Freude oder nur Leid auftritt. Jede Maus wirft ihre Münze selbst. Mal kommt die Freude nach oben zu liegen, beim nächsten Mal das Leid. Nichts gilt für immer. Die Münzen werden ständig neu geworfen. Wichtig für euch ist nun Folgendes: Vergesst niemals, ganz gleich welche Seite der Lebensmünze im Augenblick oben liegen mag, die andere Seite ist immer vorhanden. Sie ist nur im Augenblick nicht sichtbar.“
Das stimmte die beiden Mäuse friedlich. Sie bedankten sich bei Meister Theoderich und marschierten Hand in Hand nach Hause.

© Silke Andres, 2003

 Ich möchte noch kurz ergänzen. Eine Situation kann erstmal ungemütlich erscheinen, aber vergeht etwas Zeit und wir beginnen da Vorteile zu sehen. Aus meiner Erfahrung kann ich nur sagen, dass alles, was mir im Leben begegnet ist, hat für meine Weiterentwicklung gesorgt: Erfolge und  Niederlagen, Hindernisse und Zweifel, Leid und Freude, Glück und Fehler, Menschen und Bücher, Liebe und Kummer. Ich bin mir sicher, dass es alles für mich bestimmt war, damit ich als Mensch wachsen kann. Ich habe so eine Art Vertrauen zum Leben entwickelt und das fühlt sich gut an.

Euer Roman!

.

.

Veröffentlicht unter Therapeutische Geschichten | Verschlagwortet mit , , | Hinterlasse einen Kommentar

Methode „Einen Brief schreiben“

Hallo zusammen,

ich möchte euch heute eine Methode vorstellen, wie man einen Konflikt ansprechen und bearbeiten kann. Ich habe das mehrmals in meinem Leben angewendet und diese Methode hat immer geholfen.

Stellt euch vor, es ist passiert, ein Konflikt ist ausgebrochen und beide Seiten sind voneinander nicht begeistert. Wenn ihr etwas zur Ruhe gekommen seid, empfehle ich euch einen Brief oder eine E-Mail an euren Opponent zu schreiben und in diesem Brief die ganze Situation, Umstände, Ursachen, eigene Gefühle, Emotionen und Wünsche zu schildern. Erstmal geht es nicht darum den Brief abzuschicken, sondern den Konflikt und sich selbst besser zu verstehen.

Lasst euch Zeit. Ihr könnt euren Konfliktpartner alles schreiben, was ihr von ihm denkt und ihm sagen wollt. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass ich dabei immer mehr runterkomme und meine ersten Worte bereue. Dann korrigiere ich das Geschriebene und schildere mehr meine Sichtweise des Vorfalls. Meistens bevor der Brief fertig ist, habe ich den mehrmals durchgelesen und verändert. In der letzten Version kommt nur das vor, was ich meinem Widersacher wirklich sagen will und da sind keine Beleidigungen, Ultimatums oder Warnungen. Ich versuche mehr auf eine neutrale Art alles zu beschreiben und eine Möglichkeit zum Friedensschließen offen zu lassen.

Diese Methode gibt euch Zeit euch zu beruhigen, über alles nachzudenken, eigene Gefühle zu verstehen und durchzukauen und eine Entscheidung über weitere Vorgehensweise zu treffen. Ihr müsst den Brief nicht gleich wegschicken, lasst euch ein Tag, eine Woche, ein Monat zum Überlegen. Es ist auch eure Entscheidung, ob dieser Brief überhaupt abgeschickt wird. Es wäre aber nicht schlecht, wenn ihr eure Konflikte auch in die Welt herausträgt und nicht nur im Inneren bearbeitet. Das gibt euch Mut für die Zukunft und Zuversicht, dass ihr alles bewältigen könnt. Schickt aber bitte nichts ab, was gegen euch verwendet werden könnte. Dann lieber gar nichts senden und euch noch Zeit geben.

Wenn der Brief fertig ist und abgeschickt wird, dann kann auch eurer Konfliktpartner zumindest verstehen, dass euch die Situation nicht gefällt und sie/er eure Grenzen verletzt hat, dass ihr bereit seid den Konflikt zu lösen oder zumindest in Ruhe zu besprechen. Wenn ihr den Brief abschickt, gibt ihr auch eurem Opponent etwas Zeit, sich die Sache gut zu überlegen und eine Entscheidung zu treffen. Viel Erfolg!

Euer Roman

.

.

 

Veröffentlicht unter Meine Erfahrungen, Methoden | Verschlagwortet mit , , , , | Hinterlasse einen Kommentar