Abschied nehmen und würdigen

Hallo zusammen,
heute geht es um Silvester und Abschied vom Jahr 2018. Ich stelle euch eine gute Übung vor, um das Jahr Revue passieren zu lassen, es zu würdigen, auch ein wenig darüber nachzudenken, vielleicht aus vergangenen Ereignissen ein paar Einsichten zu gewinnen und Schlüsse zu ziehen. Dazu kommen ein schönes Video und meine Kommentare.

Wir beginnen mit der Übung. Warum sollen wir das Jahr zusammenfassen? Es geht darum, dass wir uns selbst dadurch und die Welt da draußen besser verstehen. Stellt euch vor, wir sammeln Geschenke, die uns das Jahr gegeben hat und die wir uns selbst geschenkt haben. Es geht auch um Erinnerungen und die können mit der Zeit aus unserem Gedächtnis verschwinden. Wenn wir das Jahr zusammenfassen, können wir jedoch alle wertvollen Dinge, die passiert sind, einsammeln und in unseren Alltag, in unser Bewusstsein integrieren und eventuell auch etwas im Leben verändern.

Die Übung nimmt etwas Zeit in Anspruch, aber hat mir schon mehrmals geholfen, das Geschehene zu verstehen, gehen zu lassen und eine neue Entwicklungsrichtung zu klären.

1) Verschafft euch nicht nur Zeit, sondern auch Raum und Ruhe für diese Übung.
Besorgt euch Papier (die Zettel können z.B. A6 entsprechen, 10,5 x 14,8 cm groß sein) und Kugelschreiber, am besten 3 verschiedene Farben.

2) Schreibt auf jedem Zettel ein Ereignis aus dem Jahr 2018 und platziert diese Zettel auf dem Boden oder auf einem großen Tisch. Es kann ein Wort oder ein Satz sein. Alle wichtige, große und kleine, angenehme und auch nicht. Bestimmt jeden Monat ist etwas passiert, was uns und unser Leben etwas verändert hat. Wir haben neue Taten vollendet, etwas aus der Welt erhalten, Erfahrungen gemacht, neue Eindrücke erhalten, neues Wissen gesammelt. Schreibt alle, die euch in den Sinn kommen, weil, wenn ihr euch an die erinnert, dann sind die auch für euch wichtig. Man kann die nach den Monaten ordnen. Dann habt ihr insgesamt 12 Stationen. Ihr könnt die Monate in einer geraden Linie auslegen oder als eine Figur präsentieren – „Schlange“, „Spirale“ usw.

3) Jetzt beginnen wir mit der Arbeit, wir fangen bei dem Dezember an und nehmen aus dieser Zeit ein Ereignis. Wir sehen uns es genau an. Erinnert euch daran, was damals alles los war? Wie war es für euch? Was ist genau passiert? Welche Erfahrungen habt ihr gemacht, welche Eindrücke gab es? Wer war dabei? Welches Wissen habt ihr gewonnen? Gab es Einsichten? Welche Maßnahmen habt ihr ergriffen und welche Ergebnisse habt ihr erzielt? Welche Projekte habt ihr begonnen oder abgeschlossen? Was ist neu in eurem Leben und mit wem gingen eure Wege auseinander? Neben jedem Ereignis schreibt bitte mit einer anderen Tinte, was es für euch darstellt, wofür steht es und welche Bedeutung, nach eurer Meinung, es hatte. Nach allen Geschehnissen im Dezember kommen wir zum November usw.
Sehr wichtig ist, dass ihr für jeden Zettel herausfindet – was für euch das bedeutete.
Dieses Nachdenken bei jedem Ereignis ist ein wichtiger Schritt. Es fiel mir auf, dass eine ganze Liste von Ereignissen, die ich als negativ empfand und die mir im Laufe des Jahres nicht sehr angenehme Momente bescherten, danach plötzlich als etwas sehr Wichtiges und Lehrreiches wahrgenommen wurde.

4) Jetzt sehen wir uns das Bild als Ganzes an. Gibt es da etwas, was zusammengehört, gibt es vielleicht ein System, eine Linie, die irgendwelche Schlüsse ziehen lässt, neue Gedanken bringt. Legen Sie diese Blätter irgendwie logisch (für euch selbst) und sehen Sie sich das Ganze an. Was für ein Bild entsteht da?
Diese Antwort kann euch zu einem neuen Punkt führen – hier öffnet sich eine neue Ansicht des gesamten Bildes. Und dies könnte der Anstoß für eine neue Vision für das kommende Jahr sein.

Eine neue Ansicht entsteht spontan im Prozess der Übung. Da es sich tatsächlich um eine Improvisationsübung handelt, können die Antworten sehr unterschiedlich sein. Zum Beispiel können einige Zettel euch in eine Richtung führen, andere – in andere. Oder alle Richtungen werden miteinander kombiniert. Einige Blätter mögen als unwichtig erscheinen, bei manchen wird man verstehen, dass die Zeit noch nicht gekommen ist, aber bei einigen anderen wird bereits alles erledigt sein. Es ist sinnvoll, die Antworten und Erkenntnisse mit einer weiteren Tinte festzuhalten.

5) Selbstreflexion. Wie geht es euch jetzt? Wie ist euer Zustand? Ist etwas Wichtiges für euch wieder in Erinnerung gekommen? Was habt ihr dabei gefühlt? Was hat euch überrascht?

Diese Übung hilft uns, auf einer bewussten und unbewussten Ebene zu arbeiten: uns daran zu erinnern und zu fühlen, was in jedem Monat des Jahres passiert ist – zu sehen, dass das Jahr nicht umsonst vergangen ist, dass es viele verschiedene Ereignisse hatte. Wir haben viel unternommen, viele neue Empfindungen erlebt und wir sind in der Lage, die Erfahrungen jedes Jahres als Ganzes zu integrieren, etwas Wertvolles ins neue Jahr zu nehmen, das sich in dem Vergangenen ereignet hat.

Wenn euch die Übung nicht gefällt, zu schwer oder zu kompliziert scheint, habe ich noch ein parat. Es braucht aber ein Videoschnittprogramm, z.B. wie „Moviemaker“. Ihr nimmt eure Fotos oder kurze Videos aus diesem Jahr und macht einen neuen Film daraus. Ihr könnt noch Musik darauf legen und habt dann eine schöne Erinnerung an dieses Jahr, die ihr im Schnelldurchlauf ansehen könnt.

Jetzt präsentiere ich euch ein schönes Video. Es geht um ein Wunder, alte Freunde und Freude am Zusammensein. Ich wünsche euch das alles im neuen Jahr zu vereinen.

Ich wünsche auch einen guten Rutsch und, dass ihr alle eure alten Freunde im neuen Jahr behält und viele neue findet. Einen guten und erfüllten Start in 2019!
Seid gesund und glücklich!

Euer Roman

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Über Roman Mendelev

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