Schnelle Entscheidungen

Hallo zusammen,

heute reden wir über schnelle und langsame Entscheidungen. Ich stelle euch eine Metapher dazu vor, wie ich das sehe und meine Strategie, wie ich in meinem Leben entscheide. Dazu kommen ein Video und meine Kommentare.

Zuerst möchte ich euch ein kurzes lustiges Video zum Thema vorstellen.

Das Thema “ Entscheidungen treffen“ ist nach meiner Meinung eine der Wichtigsten im Leben. Wir müssen täglich hunderte Entscheidungen treffen und jede davon bringt eine Veränderung. Manche sind einfach, manche bringen mit sich große Veränderungen und Konsequenzen.

Die meisten Menschen sprechen oft über Bauch- und Kopfentscheidungen. Nach meiner Meinung gibt es keine reine Kopfentscheidungen, die von Menschen getroffen werden. In meiner Strategie versuche ich meinen Kopf, Bauch und den ganzen Körper einzusetzen.

In meiner Kindheit und Jugend habe ich gern Schach gespielt. Da gibt es viele Strategien und Taktiken, den Gegner zu besiegen oder zumindest ein Unentschieden zu erreichen. Ich habe diese Metapher auf das Leben übertragen. Wir haben ein Leben oder ein Spiel (vielleicht doch mehrere, aber das hat bis jetzt noch keiner bewiesen). In diesem Spiel bekommen wir mehrere Figuren und bestimmte Menge von Zeit. Wir haben einen Gegner, den können wir auf verschiedene Weise nennen: der Gott, die Zeit, das Leben oder die Höhere Macht usw. Das Einzige ist klar: wir werden alle verlieren / sterben. Wir können nicht gewinnen oder ein Unentschieden erreichen. Wenn wir die Hoffnung auf das ewige Leben ablegen, dann können wir uns etwas entspannen und unser Leben (etwas mehr) genießen. Was meint ihr dazu?

Jetzt zurück zum Spiel. Vielleicht können wir auch über das Wort Spiel nachdenken. Was bedeutet für euch ein Spiel? Ist das etwas, wo man Spaß hat, mit anderen etwas unternimmt, die Umgebung und sich selbst erkundet oder etwas, was mit Zwang, Normen, Pflichten, Schuften, Zweifeln usw. zu tun hat? Wie ist es bei euch?

Was sind die Figuren im Spiel? Das sind unsere Fähigkeiten, Talente, Kompetenzen, Charaktereigenschaften, Vorzüge, Schönheit, Kraft, Stärke, Fertigkeiten und andere.

Viele Menschen spielen eine Blitzpartie (das heißt beim Schach meistens eine Partie mit einer Dauer von 5 bis 15 Minuten). Diese Menschen haben das Gefühl, dass es daneben eine Uhr steht und wenn sie nicht schnell genug ihre Züge machen, verlieren sie oder schaffen etwas nicht, verpassen etwas oder werden bestraft.

Die Menschen wollen schnell ihre Ziele/Wünsche/Träume erreichen, um dann sich zu erholen und das Leben zu genießen. Sie stellen sich selbst bewusst oder unbewusst unter Stress und erst später merken, dass die Partie im Laufe der Zeit immer komplexer wird und sie immer noch wenig Zeit für eine Entscheidung haben. Ihr Gegner spielt auch schnelle Blitzpartie und bietet ihnen keine Pause an. Die Menschen spüren oft, dass sie handeln müssen, obwohl ihre Entscheidungen/Züge Ihnen nicht gefallen und keine ausgereiften Lösungen darstellen. Der Stresslevel wächst und die Züge werden risikoreicher, es wird oft alles auf eine Karte gesetzt, um endlich den Druck zu entgehen.

Nach meiner Meinung schnelle Entscheidungen bringen immer neue Verantwortung, Abhängigkeiten, Schulden, Pflichten und Versprechen, die uns immer mehr belasten.

Dazu kommt, dass beim schnellen Spiel werden unsere Figuren mehr Verschleiß und Abnutzung erfahren. Das Risiko steigt, die Menschen wollen dominieren/konkurrieren, das führt oft zu Konflikten und Verlusten. So verlieren wir die Figuren wie Kraft, Interesse, Motivation, Gesundheit, Lust, Freude, Energie usw.

Hier ist wichtig zu verstehen, dass wir zwar gegen einen Gegner spielen, aber er nutzt die Figuren anderer Menschen. Sprich diese Figuren sind leicht ersetzbar und davon gibt es eine unendliche Menge. Wir haben aber nur eine bestimmte Anzahl von unseren Figuren (im Schach 16 Stück). (Übrigens, nach meiner Meinung können wir beim Entfalten unseres Potenzials die Stärke unseren Figuren erhöhen. Dafür muss man sich viel mit sich selbst beschäftigen). Irgendwann mal bleibt nur ein König auf dem Feld und muss dann von allen gegnerischen Figuren weglaufen oder alles tun, was sie wollen. Der Mensch ist noch nicht am Ende des Lebens, aber hat alle seine Figuren verloren und hat keine Kraft, Gesundheit und Lust mehr, irgendetwas zu ändern. Das wird eine traurige Geschichte.

Es gibt Menschen, die reaktiv bei ihren Entscheidungen sind. Das heißt: Es kommt einen Reiz aus der Umwelt an und die handeln sofort. Sie haben keinen Raum und keine Möglichkeit, um ihren Wunsch, Schmerz, Angst oder Wut zurückzuhalten. Die können nicht die Erfüllung Ihrer Wünsche zurückstellen oder Enttäuschung ertragen. Die wollen sofort ihre Bedürfnisse befriedigen, um Sicherheit und Liebe zu erlangen.

Ich denke, dass alle Menschen schon Mal schnelle/reaktive Entscheidungen getroffen haben. Wenn ihr spürt, dass ihr aufgeregt, hektisch, schnell oder hastig werdet, fragt euch selbst: „Wovor habe ich Angst genau in diesem Moment?“ Dann werdet ihr ruhiger, weil ihr in die Analyse geht und eventuell wird euch auch bewusst, was genau euch triggert / in diesen Zustand bringt.

Stellt euch vor, ihr werdet eine andere Schachpartieart auswählen. Im Schach kann man eine andere Partie (in Deutschland) spielen, die bis zu 360 Minuten dauert. Ihr könnt dann in Ruhe eure Züge machen und sich dafür Zeit nehmen. Das ist auch meine Strategie.

Die sieht folgendermaßen aus. Ich nehme mir Zeit. Egal, worum es geht. Ich mache es möglich, neuen Informationen meinen Kopf und meinen Körper durchlaufen zu lassen. Je schwieriger die Entscheidung oder weitreichender die Folgen, desto länger warte ich (die Entscheidung reift). Mit der Zeit wird es für mich immer klarer, was ich tun soll.

Hier habe ich das ausführlich und mit Beispielen erklärt.
Artikel zur Strategie des Entscheidungstreffen

Dank dieser Strategie schütze ich meine Figuren und habe Zeit, um mir weitere Taktiken auszudenken. Ich versuche nicht durch Konkurrenz an meine Ziele zu gelangen, sondern durch ein Kompromiss oder Kooperation mit den anderen. So habe ich auch weniger Konflikte, Stress, bessere Gesundheit und eventuell langes und erfülltes Leben.

In der Zeit, in der die Entscheidung reift, lebe ich (genieße das Leben).
Ich habe schon die Kraft, Energie, den Wunsch und kann diesen Zug sofort tätigen. Ich weiß aber, dass das zu mehr Stress, schnellen Gegenzügen des Lebens und Unzufriedenheit führen wird, weil ich mir keine Zeit gelassen habe.

Euer Roman

.

.

Teile mit Freu(n)de : Diese Icons verlinken auf Bookmark Dienste bei denen Nutzer neue Inhalte finden und mit anderen teilen können.
  • Twitter
  • Facebook
  • Google Bookmarks
  • XING
  • LinkedIn
  • MisterWong
  • MyShare
  • MySpace
  • Webnews
  • email
  • Print
Veröffentlicht unter Meine Erfahrungen, Methoden, Persönlichkeit | Verschlagwortet mit , , , , , , , , , | Schreib einen Kommentar

Gebrauchsanleitung für das Leben

Hallo zusammen,

heute möchte ich euch eine Gebrauchsanweisung für das Leben vorstellen. Sie beinhaltet viele interessante Aussagen und vielleicht einen oder anderen zum Nachdenken bringen kann. Dazu kommen meine Kommentare und ein schönes Video.

Diese Gebrauchsanweisung kommt von einem französischen Schriftsteller Bernard Werber. Werbers Romane verbinden Fantasie, Mystik und tiefe Philosophie. Er hat mehrere interessante Gedanken und Zitate, aber die folgenden Passagen sind schon etwas Besonderes.

ANLEITUNG FÜR DAS LEBEN

1. Sie erhalten einen Körper. Sie können es mögen oder nicht, aber es ist das Einzige, was Ihnen für den Rest Ihrer Tage definitiv zur Verfügung stehen wird.

2. Sie müssen zu einer Schule namens „Leben auf dem Planeten Erde“ gehen. Jede Person und jedes Ereignis sind Ihre universellen Lehrer.

3. Es gibt keine Fehler, nur Lektionen. Scheitern gehört zum Erfolg dazu. Es gibt keine unschuldigen Opfer – alle sind nur Studenten.

4. Die Lektion wird in den unterschiedlichsten Formen wiederholt, bis sie vollständig gelernt ist. Wenn Sie die einfachen Lektionen nicht lernen, werden sie schwieriger. Sobald Sie es gemeistert haben, fahren Sie mit der nächsten Lektion fort.

5. Äußere Probleme spiegeln genau Ihren inneren Zustand wider. Wenn Sie Ihre innere Welt verändern, verändert sich auch die äußere Welt für Sie.

6. Sie werden verstehen, dass die Lektion gelernt wird, wenn sich Ihr Verhalten und Ihre Einstellung zum Leiden ändern. Weisheit wird durch Übung erlangt. Ein bisschen von etwas ist besser als viel von nichts.

7. Es gibt keinen besseren Ort und keine bessere Zeit als „hier und jetzt“. „Dort“ ist nicht besser als „hier“. Wenn Ihr „dort“ zu „hier“ wird, erhalten Sie ein weiteres „dort“, das wiederum besser erscheint als „hier“.

8. Andere sind nur ein Spiegelbild von Ihnen. Sie können nicht lieben oder hassen, was in anderen ist, wenn es nicht Ihre eigenen Qualitäten widerspiegelt.

9. Das Leben macht den Rahmen, und Sie malen das Bild. Wenn Sie nicht die Verantwortung für das Malen eines Bildes übernehmen, dann werden es andere für Sie schreiben.

10. Sie werden alles bekommen, was Sie wollen. Ihre vergangenen und gegenwärtigen Wünsche und Gedanken bestimmen Ihre Zukunft.

11. Alle Antworten sind in Ihnen. Sie wissen mehr als in den Büchern steht. Aber um sich daran zu erinnern, müssen Sie Bücher lesen, in sich hineinschauen, auf sich selbst hören und sich selbst vertrauen.

12. Sie werden das alles vergessen.

BERNARD WEBER

Ich habe diese Anleitung mehrmals durchgelesen und denke, dass sie schon hilfreich sein kann. Einige Passagen sehe ich anders und würde vielleicht die anders formulieren, aber ich mag die Denk- und Schreibweise des Autors und bin ihm dafür sehr dankbar.

Hier habe ich einen Trailer zu einem Animationsfilm gefunden, der zum Thema passt und auch zum Nachdenken bringt.

Euer Roman

.

.

Teile mit Freu(n)de : Diese Icons verlinken auf Bookmark Dienste bei denen Nutzer neue Inhalte finden und mit anderen teilen können.
  • Twitter
  • Facebook
  • Google Bookmarks
  • XING
  • LinkedIn
  • MisterWong
  • MyShare
  • MySpace
  • Webnews
  • email
  • Print
Veröffentlicht unter Filmtipps, Inspiration | Verschlagwortet mit , , , , , , , , , | Schreib einen Kommentar

Wahrnehmung und Kritik

Hallo zusammen,

heute sprechen wir über innere und äußere Kritik. Wie wir die wahrnehmen, was spielt dabei eine große Rolle und wie verzerrt diese Sinnerfassung sein kann. Dazu kommen ein tolles Video und meine Kommentare.

Es ist alles gut und einfach, solange wir uns auf eigene Wahrnehmung und Gefühle bei den einfachen nicht lebenden Objekten verlassen. Wasser ist feucht, Steine sind hart und schwer, Toilettenpapier ist weich (hoffentlich).
Aber wenn es um Menschen geht, werden die Dinge viel komplizierter. Eine Erwartung etwas zu wahrzunehmen und das, was man zuvor gesehen hat (aus Erfahrung kennt), beginnt darauf zu wirken, was man glaubt jetzt wahrzunehmen.
Zum Beispiel, wir lernen einen neuen Menschen kennen. Er kommt aus einem Land, wo wir noch nicht waren, aber kennen schon jemanden, der da geboren ist oder ein Kollege hat uns mal darüber erzählt, wie die Menschen da so sind. Das sind Vorurteile und Klischees, das kennt jeder. Oder alle meine Freundinnen davor waren mir untreu und jetzt habe ich eine Erwartungshaltung, dass meine jetzige Freundin mich auch betrugen könnte. Oder es ist ein Unfall passiert und Polizei vernimmt die Zeugen und ihre Geschichten unterscheiden sich.

Die obengenannten Beispiele helfen uns zu verstehen, dass wir nie die Realität mit 100% Genauigkeit und Objektivität wahrnehmen. Meistens filtern und bearbeiten wir es, als ob unsere Augen und Ohren eine Fernsehkamera wären und wir sähen Realität auf einem „Bildschirm“ in unserem Kopf. Meistens sieht man nicht alles – man konzentriert sich auf einige Details und lässt andere weg. Das nennt man das selektive Wahrnehmen. Manchmal nimmt die Schärfe zu oder ab. Entweder ist keinen Ton im Bild oder das Bild wird zum Teil abgeschnitten. Meistens ist die Wahrnehmung nicht ganz vollständig und unser Gehirn füllt die Lücken selbst – das subjektive Wahrnehmen (Jeder kennt das Spiel „Stille Post“).

Normalerweise ist unser Bildschirm eine gute Sache. Im Wesentlichen zeigt der, wie unsere Empfindungen mit dem Geist verbunden sind. Ohne den wären wir niemals in der Lage, den Informationsfluss von der Außenwelt zu bewältigen sowie die vergangenen Erfahrungen zu organisieren und zu nutzen.

Hier sind einige wichtige Infos für unsere Bildschirme:
1. Jeder hat einen Bildschirm. So sind alle Menschen.
2. Wir sehen nur unseren eigenen Bildschirm und nicht die Realität.
3. Wir können nicht genau wissen, was auf dem Bildschirm der anderen Person gezeigt wird. Wir müssen dafür diese Person sein.
4. Wir können nicht zu 100% anderen Menschen vermitteln, was auf unserem Bildschirm läuft. Viele Sachen sind uns selbst nicht mal bewusst. Außerdem Gedanken, Bilder, Meldungen, die da erscheinen, verschwinden viel schneller als wir die zum Ausdruck bringen können.
5. Wir können nicht automatisch alles glauben, was auf unserem Bildschirm angezeigt wird. Ein wenig Skepsis wird hier vom Nutzen sein.
6. Unser innerer Dialog ist ein Sprachkommentar, was wir auf dem Bildschirm als Untertitel sehen. Es kann destruktive Kommentare des inneren Kritikers oder gesunde Einwände dagegen enthalten. Diese Stimme interpretiert und verzerrt auch, was wir da sehen.
7. Wir können den Bildschirm nicht loswerden.

Es gibt viele Eingänge, über die äußere Signale/Reize den Bildschirm erreichen können. Davon haben nur fünf einen Bezug zur Realität: visuelle Bilder, Geräusche, Berührungen, Geschmäcker und Gerüche. Alle von ihnen können durch unsere inneren Aspekte wie Bedürfnisse, Emotionen, Erwartungen, Glaubenssätzen, Meinungen, physischen und psychischen Zustand, eingeübte Verhaltensmuster usw. überlagert werden. Unsere Wahrnehmung der Realität ist nur eine von den Nachrichten auf unserem Bildschirm. Es wird durch unsere angeborenen Fähigkeiten und Eigenschaften abgefärbt. Unser Blick auf die Realität kann durch Erinnerungen an ähnliche Szenen aus der Vergangenheit verzerrt oder gestört werden.

Jetzt komme ich zum einem wichtigen Part. Wenn das alles richtig ist, dann heißt es, dass die ganze Kritik, die wir im Leben erhalten, nicht der Realität entspricht.
Ja, zumindest, auf keinen Fall zu 100%. Unsere Kritiker verurteilen nicht uns. Sie kritisieren, was sie auf ihren Bildschirmen sehen. Sie können behaupten, uns besser durchblicken zu können oder zu kennen als wir selbst. Aber sie sehen nie unser wahres Ich, nur unser Abbild auf ihrem eigenen Bildschirm, das auch verzerrt ist.
(Übrigens, das heißt, dass auch unser Innerer Kritiker das nicht sehen kann, da wir uns selbst verfälscht sehen).
Dazu kommen noch Projektionen, mit denen ich schon sehr lange arbeite und habe mehrmals darübergeschrieben (siehe unten). Meistens kritisieren Menschen in uns ihre eigenen Anteile, Charaktereigenschaften, Werte, Verhalten usw., die sie bei sich nicht akzeptieren
können oder die sie selbst haben wollen, aber verbieten sich.

Deswegen ist es wichtig, wenn wir sich selbst kritisieren oder jemand uns kritisiert, immer dem mit etwas Skepsis zu begegnen, zu hinterfragen, ob wir uns wirklich den Schuh anziehen sollen, ob das der Wahrheit entspricht.

Wir werden durch andere erzogen und lernen aus den Beziehungen zu unseren Mitmenschen. Nicht ganze Kritik ist falsch oder unangemessen. Zum Beispiel die Kritik zu einem unpassenden Verhalten, einer Meinungsäußerung, Taktik oder einem Gedankengang kann uns helfen besser zu werden. Wenn aber jemand über unsere Persönlichkeit, Glaube, Rasse, Träume, physisches/psychisches Vermögen, Werte etc. redet, dann sollen wir das anzweifeln und nachfragen.

Weitere Artikel zum Thema:

Warum kritisiere ich mich selbst?

Projektionen

Kränkung und ihre Folgen

Feedback-Methode

Euer Roman

.

.

Teile mit Freu(n)de : Diese Icons verlinken auf Bookmark Dienste bei denen Nutzer neue Inhalte finden und mit anderen teilen können.
  • Twitter
  • Facebook
  • Google Bookmarks
  • XING
  • LinkedIn
  • MisterWong
  • MyShare
  • MySpace
  • Webnews
  • email
  • Print
Veröffentlicht unter Allgemein, Persönlichkeit | Verschlagwortet mit , , , , , , , , | Schreib einen Kommentar

Selbstwert

Hallo zusammen,

heute möchte ich mit euch über den Selbstwert reden. Ich habe mich schon vor einiger Zeit mit dem Thema auseinandergesetzt und will meine Gedanken und Erkenntnisse mit euch teilen. Ich wollte damals gern wissen, was das ist und wovon wird der bei mir abgeleitet. Dazu kommen meine Kommentare und ein schönes Video.

Zum Anfang möchte ich euch das süße Video vorstellen:

Bevor ich loslege, hätte ich 2 Fragen an euch.
Was ist für euch euer Selbstwet? Womit verbindet ihr den in eurem Leben?
So könnt ihr vielleicht mich besser verstehen, warum ich überhaupt zu diesem Thema geforscht.

Vor einigen Jahren habe ich mich mit dem Thema auseinandergesetzt und bin zu interessanten Ergebnissen gekommen. Ich hatte damals Probleme mit Minderwertigkeitsgefühlen und selbstbewusst aufzutreten, war für mich schwer. Ich  versuchte zu schauspielern, aber das brachte eher nur wenig Erfolg. Ich wollte die Gründe dafür verstehen und die Ursachen fand ich in meiner Kindheit, in den Grundüberzeugung nicht gut genug zu sein und großen Schamgefühl gegenüber der Umwelt.

Ich habe angefangen tiefer zu graben, weil ich auch begreifen wollte, worauf beziehe ich mein Selbstwert, womit hängt das zusammen, wovon leite ich ihn ab. Ich habe mir viele verschiedene Bereiche meines Lebens angesehen. Ich habe nach einem Fundament gesucht, worauf ich mein Selbstwert aufbauen kann.

Ich habe mit meinem Aussehen begonnen. Ich bin, nach meiner Meinung, immer noch ein attraktiver Mann, aber damals habe ich schon bemerkt, dass ich älter werde und mein Aussehen sich verändert. Ich habe weniger Muskeln und Haare, meine Schnelligkeit verlässt mich, meine Haut wird trockener usw. Ich habe verstanden, dass viele Dinge in unserem Leben vergänglich sind und ich kann/will da auch nichts verändern.

Dann habe ich meine finanzielle Situation genommen und gesehen, dass ich schon in meinem Leben ziemlich gut gefahren bin, aber es gab Zeiten, wo ich auch nichts hatte und große Fehler in diesem Lebensbereich machte. Genauso sah es bei meiner Karriere aus.
Ich habe mir mein Umfeld angesehen und gefunden, dass ich gut mit Menschen klar komme und die auch mit mir. Meistens genieße ich Respekt und werde wertgeschätzt. Ich fühle mich dabei gut, bis ein Moment kommt, dass einer das nicht tut und das lässt mich leiden oder zumindest wirft Fragen auf und bringt Unruhe.
Ab diesem Zeitpunkt war mir klar, dass ich auf die äußeren Dinge nicht aufbauen kann, da die von vielen verschiedenen Einflüssen abhängig sind, die ich nicht kontrolliere kann.

Na gut, dann nahm ich etwas Inneres und Mentales ins Visier. Das waren meine Werte. „Was kann noch wichtiger sein, als das?“, dachte ich mir. Ich habe schon früher Mal über Introjekte geschrieben. Die bekommen wir von den wichtigen Personen in unserem Leben und die Werte sind auch ein Teil davon. Das ist nicht schlecht, aber erstmal sind das nicht mal meine Werte und zweitens meine Werte haben sich im Laufe des Lebens oft verändert und werden das weiter tun. Ich kann meinen Selbstwert davon nicht ableiten.

Dann habe ich mir gedacht, dass jeder Mensch geht seinen eigenen Weg. Aber alle Wege führen immer noch in den Tod. Das wichtigste ist also der Weg selbst und wie man ihn geht…
Ich habe meine Eigenschaften und Lebenserfahrung unter die Lupe genommen. Ich habe ein breites Spektrum von Eigenschaften, positive und nicht so ganz…, einige will ich verändern, einige will ich erst noch entwickeln. Da ist für mich zu viel Wandel. Meine Lebenserfahrung gefiel mir schon besser, aber ich habe bemerkt, dass ich viele Erinnerungen nicht mehr wahrheitsgemäß rekonstruieren kann, da ich viele Sachen ins positive oder auch negative Licht ziehe. Dazu kommt, dass nicht aus allen meinen Erfahrungen etwas gelernt und eine Menge vergessen habe.

Es gibt mehrere Übungen, wo man eigene Erfolge, Talente, Fähigkeiten aufschreibt, um sich selbst zu überzeugen, dass man viel geschafft hat. Die sind gut, die helfen auch zum Teil, aber für mich war das doch nicht genug. Ich hatte schon viele Erfolge, aber auch viele Niederlagen im Leben und ich weiß nicht, wann was kommt. Dabei handelt es sich um die Vergangenheit und Selbstwert ist etwas Beständiges, nach meiner Meinung. Mit Talenten und Fähigkeiten war schon besser, aber viele meine Talente waren im körperlichen Bereich, sprich mit dem Nachlassen der Gesundheit werden sie mich verlassen. Auch Fähigkeiten im geistigen/mentalen Bereich lassen nach. Diese Funde waren nur ein Teilerfolg bei meiner Forschung, wenn überhaupt.

Ich habe eine Übung entwickelt, um mich mit dieser Frage weiter zu beschäftigen. Da gab es die Frage: „Wodurch fühle ich mich besser/zufriedener?“ Ich fühle mich besser und mein Selbstwert steigt, wenn ich gut zu den anderen Menschen bin, wenn ich etwas Gutes tue. Da gibt es aber ein Haken, ich bin nicht immer gut zu meinen Mitmenschen, ich tue nicht nur Gutes in meinem Leben. Dann soll mein Selbstwert sinken oder wie?

Ich habe mehrere Dinge gefunden, die mir früher geholfen meine Wertigkeit zu steigern:

Wenn ich von anderen angenommen/akzeptiert werde, dann bin ich mehr wert. Und wenn sie mich ablehnen?
Wenn ich anderen helfe, dann steigt mein Selbstwert. Ich helfe aber nicht immer…
Wenn ich immer die Regeln, Gesetze und Normen beachte, dann … Tue ich aber nicht.
Wenn ich Geld spare, dann erhöht sich mein Wert. Es ist aber nicht oft der Fall.
Wenn ich meine Versprechen halte, dann… usw.
Es gab auch viele weiteren Dinge, die mein Selbstwert nur kurzfristig steigern ließen. Das war aber kein Durchbruch. Die waren vergänglich, nichts Beständiges.

Mein Fehler war, dass ich dachte, dass mein Wert mit meinem Verhalten, mit dem, was ich tue oder mit meinen Werten, Fähigkeiten, Wissen, Zugehörigkeit, meinem Vermögen usw. zusammenhängt. Darauf kann ich aber nicht aufbauen, das ist alles zu wackelig, veränderbar, vergänglich. Dann kam die Frage: „Was ist dann das nicht?“

Ich habe einige Aspekte gefunden, die doch fester sind als die davor.

1) Meine Seele – rein, tief, ewig, Teil des Göttlichen (wenn man daran glaubt).
2) Mein Körper – der Tempel für meine Seele, ein großartiges Wunderwerk der Natur.
3) Ich habe beides und kann viele Sachen erleben (Wahrnehmen, Fühlen, Verändern, Gestalten, Erschaffen, Genießen, Verstehen).
4) Der Zweck des Lebens und der Sinn des Lebens ist Selbstausdruck.
Wir sind auf diese Welt gekommen, um uns auszudrücken. Ich kann das!
5) Wenn wir schon hier sind, dann gibt es dafür einen Grund. Deswegen sind wir wertvoll und würdig auf dieser Welt zu sein.
6) Ich lebe und es ist großartig!

Während dieser Forschung hatte ich schon einige Erkenntnisse und habe die hier unten aufgeführt:

Viele Menschen überlassen anderen die Bewertung des eigenen Werts. Sie hungern nach Anerkennung von außen, nach Wertschätzung und nach Liebe.

Social Media haben nichts mit meinem Selbstwertgefühl zu tun. Mein Selbstwert wird nicht von anderen Menschen bestimmt, sondern von mir selbst.

Mein Selbstwert hängt nicht mit der Anwesenheit oder Abwesenheit meines Partners zusammen.

Mein Selbstwert wird nicht durch meine finanzielle Situation oder von materiellen Dingen bestimmt.

Mein Selbstwertgefühl hat nichts mit meinem Aussehen zu tun.

Mein Selbstwert hängt nicht von Erfolgen, Auszeichnungen und Ehrungen ab.

Mein Fehler oder Scheitern schmälert nicht meinen Selbstwert.

Das, was ich euch hier vorstelle, gilt nur für mich, für euch kann das schon anders aussehen.

Ich wünsche euch ein schönes Osterfest!

Euer Roman

 

Teile mit Freu(n)de : Diese Icons verlinken auf Bookmark Dienste bei denen Nutzer neue Inhalte finden und mit anderen teilen können.
  • Twitter
  • Facebook
  • Google Bookmarks
  • XING
  • LinkedIn
  • MisterWong
  • MyShare
  • MySpace
  • Webnews
  • email
  • Print
Veröffentlicht unter Persönlichkeit, Psyche | Verschlagwortet mit , , , , , , , , , | Ein Kommentar

Worte, die wichtig sein können

Hallo zusammen,

heute möchte ich euch etwas Besonderes vorstellen. Es geht um 15 Aussagen, die, nach meiner Meinung, eine große Kraft haben und für die anderen Menschen wichtig sein können. Dazu kommen meine Kommentare und ein schönes Lied.

Eine Ukrainerin, die unter dem Pseudonym Zheka Spivanka twittert, veröffentlichte eine Menge Phrasen, die sie Mal in ihrem Leben hören wollte. Dies sind die unterstützenden Worte, die von nahestehenden Personen, aber auch Menschen in Alltagssituationen äußern können. Ihrer Meinung nach hat die Autorin leider vergeblich auf diese Worte gewartet, aber jetzt möchte, dass wir eventuell davon profitieren.

1) Ohne dich geht es uns nicht besser. Du bist kein Problem, kein Eichhörnchen aus dem „Ice Age“, das alles zerstört, kein Fehler. Du bist hier nicht fehl am Platz und niemand will wirklich, dass du gehst.

2) Du musst dir keine Mühe geben, jemandem zu gefallen. Es gibt Tausende von Menschen auf der Welt, die dich interessant und attraktiv finden würden. Verschwende deine Zeit nicht mit denen, die es nicht bemerken!

3) Wenn du nicht geliebt wirst, kannst du nichts dagegen tun, außer das zu akzeptieren und jemanden anderen zu finden, der dich lieben wird. Zu beweisen, dass du es wert bist, geliebt zu werden, ist nutzlos. Schone deine Nerven.

4) Du bist schön, auch dann, wenn du weinst. Auch wenn du müde oder krank bist. Hör auf darüber nachzudenken!

5) Jede deine Mühe verdient zumindest Dankbarkeit. Du brauchst keine Menschen, die nicht Mal „Danke“ sagen, sondern deine Hilfe und Unterstützung als selbstverständlich ansehen.

6) Niemand wird von dir enttäuscht sein, wenn du etwas nicht perfekt machst. Niemand wird enttäuscht sein, wenn es überhaupt nicht klappt. Du bist keine Maschine zur Erfüllung der Erwartungen von anderen.

7) Niemand hat das Recht, dir weh zu tun. AUCH DU SELBST.

8) Wenn eine Beziehung gerettet werden muss, dann macht es in den meisten Fällen keinen Sinn, sie zu retten. Verschwende keine Zeit damit, ein Haus mit Klebeband abzukleben, das auseinanderfällt. Baue ein neues!

9) Wenn du dich schlecht fühlst, solltest du etwas dagegen tun und es nicht solange aushalten, bis es völlig beschissen wird und du um Hilfe schreien musst. Es ist nie schlimm genug, um Unterstützung zu bitten.

10) Du bist wunderbar, schön und talentiert. Du wirst auf jeden Fall alles schaffen. Ein erstaunliches Leben erwartet dich und du wirst nicht alleine sterben. Versprochen!

11) Ich bin immer noch da. Auch wenn ich sauer auf dich bin. Auch wenn du falsch liegst. Ich werde dich deswegen nicht verlassen.

12) Ich bin nicht hier, um dich zu verurteilen, sondern um an deiner Seite zu sein und dir zu helfen, das durchzustehen.

13) Es tut mir leid….

14) Wenn es dir scheint, dass dich absolut jeder hasst, hasst dich höchstwahrscheinlich nur eine Person, und das bist du.

15) Keiner wird dich verurteilen, wenn du etwas nicht selbst schaffst. Du musst nicht alles alleine hinkriegen. Und du solltest nicht für andere verantwortlich sein.

Es scheint, dass diese Worte nichts Kompliziertes sind, aber so etwas wird so selten gesagt. Egal wie stark ein Mensch zu sein scheint, er möchte manchmal wirklich unterstützende Worte von geliebten Menschen hören. Leider merken Angehörige und Freunde nicht immer, dass jemand in ihrem Umfeld solche Worte braucht.

Euer Roman

Teile mit Freu(n)de : Diese Icons verlinken auf Bookmark Dienste bei denen Nutzer neue Inhalte finden und mit anderen teilen können.
  • Twitter
  • Facebook
  • Google Bookmarks
  • XING
  • LinkedIn
  • MisterWong
  • MyShare
  • MySpace
  • Webnews
  • email
  • Print
Veröffentlicht unter Beziehungen, Inspiration | Verschlagwortet mit , , , , , , , , , | Schreib einen Kommentar

Vergebung

Hallo zusammen,

heute möchte ich mit euch über Vergebung reden und auch darüber, warum zu vergeben, für manche Menschen nicht ganz einfach ist. Dazu kommen ein Video und meine Kommentare.

Ich war schon mehrmals mit einer Situation konfrontiert, in der ich sicher wusste, dass ich schuldig war und sich einfach bei der beleidigten Partei entschuldigen musste, aber es war nicht einfach und ich wehrte mich dagegen. Ich dachte: „Wieso soll ich um Entschuldigung bitten? Die oder der hat mich doch gekränkt und mir weh getan, hat diese meine Reaktion provoziert. Ich bin doch im Recht, sie/er soll sich entschuldigen!“
So beginnen oft anhaltende, kraftraubende und zerstörirische Konflikte, die eine Krise, viele Verlusten und Verzweiflung bringen.
Zum Thema: „Aus welchen Gründen sind wir manchmal so unnachgiebig, kalt und hart zu einander“, habe ich schon viel geschrieben. Unten sind 2 Links zu diesen Artikeln.

In Beziehungen zu anderen Menschen verletzen wir oft ihre Gefühle, auch wenn wir das überhaupt nicht vorhaben. Es geht nicht anders. Die Menschen sind individuell, nehmen die Welt auf verschiedene Weise wahr, tragen viel Schmerz von früheren Verletzungen in sich. Es wird immer wieder passieren, egal wie diplomatisch, vorsichtig und behütend wir mit anderen umgehen wollen. Die Verletzungen werden kommen.

Wie kann ich diese Konflikte, Missverständnisse, Meinungsverschiedenheiten usw. handhaben, ohne mir und anderen große Verluste einzufahren?
Meine Lebenserfahrung zeigt, dass die aufrichtige Bitte um Entschuldigung, Verzeihung oder Vergebung der effektivste Weg ist, eine brechende oder zerbrochene Beziehung wiederherzustellen.

Warum wird es aber nicht jedes Mal gemacht? Es gibt viele verschiedene Gründe dafür und ich versuche hier nur einige zu nennen.

Eine Entschuldigung ist ein Versuch des Täters, den Schaden wieder gut zu machen. Um dieses Ziel zu erreichen, ist es notwendig, Empathie für den Schmerz des Opfers zu haben. Menschen mit vielen narzisstischen Zügen sehen in der Regel nicht die Notwendigkeit, um Vergebung zu bitten. Die haben ein geringes Maß an Empathie, daher ist es für sie im Allgemeinen schwierig zu verstehen, warum überhaupt die ganze Aufregung entsteht. Da Entschuldigung ein Akt der Demut ist, muss der Täter die Beziehung zu der anderen Partei wirklich wertschätzen und das ist bei diesen Personen oft nicht der Fall.

Manchmal versuchen Menschen nicht einmal, um Vergebung zu bitten, weil sie denken, dass es ihnen nichts nutzen wird:Was bringt es nach dem, was ich getan habe, überhaupt zu versuchen, die Beziehung zu reparieren?“ Manchmal denken sie: „Es ist egal, ob ich mich entschuldige oder nicht, sie/er wird sowieso eine Woche schmollen.“
Oft spielen auch falsche Stolz und Arroganz dabei eine Rolle: „Ich werde mich doch vor dem da nicht entschuldigen!“ Wer sich bewusst nicht entschuldigt, fühlt sich mächtiger und erhabener. Diese gefühlte und gezeigte Macht könnte irgendwann Mal aber zur Einsamkeit und zu vielen „kalten und heißen“ Konflikten führen.

Wir alle wollen glauben, dass wir gute Menschen sind. Wenn wir also zugeben, dass wir eine Person wehgetan haben, verletzen wir dabei unser eigenes Ego. Dies ist auch ein häufiger Grund, warum Menschen ihre Schuld in Konflikten herunterspielen. Ich bin ein guter Mensch, also kann das, was ich getan habe, nicht so schlimm sein. Manchmal wird gesagt: „Ich bin einfach so/emotional! Ich entschuldige mich doch nicht für das, was ich bin!“

Manchmal geht es schon um eine kleine Rache für irgendetwas, was sie/er mir früher Mal angetan hat und wenn doch nicht, dann kann ich mich doch schnell an einer Situation erinnern, in denen ich beleidigt war. Wenn die Emotionen hochkochen, sehen wir unser Fehlverhalten als nichts Besonderes – sicherlich nichts, wofür wir uns sofort entschuldigen sollten. Ich kann auch dem Geschädigten vorzuwerfen, er mache aus einer Mücke einen Elefanten.

Aufrichtige Entschuldigungen sind effektiv, weil sie dem Opfer ein verlorenes Gefühl der Macht zurückgeben: zu vergeben oder nicht, die Beziehung zu reparieren oder zu beenden. Wenn wir um Vergebung bitten, tun wir zumindest unseren Teil. Und in den meisten Fällen vergibt das Opfer seinem Täter, wenn auch nicht sofort. Wenn sie nicht vergibt, dann haben wir zumindest alles versucht, damit es zur Stande kommt und der Ball ist jetzt auf der Seite des Opfers. Sie/er trifft die Entscheidung.
Es ist wichtig zu verstehen, ob wir uns entschuldigt haben oder nicht, die beleidigte Person ist nicht verpflichtet, uns in derselbe Sekunde zu vergeben. Es kann lange dauern, eine Beleidigung oder Kränkung wirklich zu vergeben.

Wie kann man effektiv um Vergebung bitten?
Versucht bitte nicht einen Teil der Schuld auf den Beleidigten zu schieben oder den Schaden herunterzuspielen. Es ist auch nicht empfehlenswert sich zu rechtfertigen oder zu verteidigen.
Wie man sich aufrichtig entschuldigt:
1) Empathie für die verletzten Gefühle der anderen Partei zeigen.
2) Gute Absichten äußern, Wiedergutmachung anbieten oder leisten
3) Bitte um Vergebung für sich und eigene Taten.

Beispiele:
Ich kann gar nicht in Worte fassen, wie leid es mir tut. Ich habe deine Gefühle verletzt. Es war vollkommen dumm von mir und ich hoffe, du kannst mir doch verzeihen. Ich hätte das alles nicht sagen sollen. Ich bin bereit meinen Fehler wieder gut zu machen. Du bist mir sehr wichtig und unsere Beziehung bedeutet mir sehr viel. Ich bitte dich um Entschuldigung! Vielleicht können wir uns auf einen Kaffee treffen, um darüber zu reden.

Ich möchte mich aufrichtig bei dir entschuldigen. Ein solcher Fehler hätte nie passieren dürfen. Dafür entschuldige ich mich und übernehme die Verantwortung. Meine Reaktion war stürmisch, unprofessionell und überzogen. Deine Kritik und Vorschläge waren durchaus berechtigt und nachvollziehbar. Ich hoffe, du kannst mir meine emotionale Reaktion verzeihen und ich werde mit größter Mühe daran arbeiten, dass es auch in Zukunft nicht erneut vorkommt.

Krisen, Konflikte und Kränkungen sind ein unvermeidlicher Bestandteil jeder Beziehung. Wenn dabei zur Entschuldigung und Versöhnung kommt, fühlen sich meistens die beiden Parteien besser und können darauf aufbauen.
Das Opfer versteht, dass es gehört wurde, fühlt sich als guter Mensch, weil es die Kraft gefunden hat, zu vergeben. Und der Täter freut sich über die „Begnadigung der Sünden“ sowie darüber, dass er die Kraft gefunden hat, seine eigenen Fehler einzugestehen.
Eigentlich berauben sich die Menschen durch die Weigerung, sich zu entschuldigen, den Balsam, der ihre inneren Wunden heilen würde.

Ich habe hier ein emotionales Video zum Thema. Unten findet ihr Erklärung auf Deutsch.

Die ehemalige Polizistin Amber Guyger aus Dallas wurde wegen des Mordes an Botham Jean zu 10 Jahren Gefängnis verurteilt. B. Jean war 26 Jahre alt und wurde beim Fernsehen und Eis essen in seiner eigenen Wohnung erschossen.

Nachdem das Urteil gefällt worden war, Jean’s jüngerer Bruder Brandt sprach eine Rede und bot der Ex-Polizistin seine Vergebung an. Er sagte (Kurzversion): „Ich vergebe dir, und ich weiß, wenn du zu Gott gehst und ihn bittest, wird er dir auch vergeben. Ich spreche für mich selbst, nicht für meine Familie, aber ich liebe dich wie alle anderen.“ Er bat dann den Richter um Erlaubnis, Guyger zu umarmen.

Viele Menschen glauben an Gerechtigkeit und wollen sie auch mit allen Mittel durchsetzen. Wir dürfen aber auch nicht vergessen, dass alle Menschen auch für sich die Gnade haben wollen und es gibt sehr wenige (oder gar nicht?) heilige Menschen auf diesen Planeten.
In Wirklichkeit tun sogar die besten Menschen manchmal schlechte Dinge. Dieses Axiom zu verstehen und zu akzeptieren ist einer der wichtigen Punkte einer aufrichtigen Entschuldigung.

Konflikte und ihre Ursachen

Wie lerne ich zu vertrauen

Euer Roman

.

.

Teile mit Freu(n)de : Diese Icons verlinken auf Bookmark Dienste bei denen Nutzer neue Inhalte finden und mit anderen teilen können.
  • Twitter
  • Facebook
  • Google Bookmarks
  • XING
  • LinkedIn
  • MisterWong
  • MyShare
  • MySpace
  • Webnews
  • email
  • Print
Veröffentlicht unter Beziehungen, Inspiration, Persönlichkeit | Verschlagwortet mit , , , , , , , , , , , | Schreib einen Kommentar

Scham

Hallo zusammen,

heute sprechen wir über Scham: woher sie kommt, was mit uns macht und was können wir dagegen tun. Das Thema halte ich für sehr wichtig, aber auch für heikel, da darüber eher nicht gesprochen wird. Dazu kommen ein tolles Video und meine Kommentare.

Scham ist ein äußerst schmerzhaftes Gefühl oder eine Erfahrung unserer eigenen Minderwertigkeit, die uns das Gefühl gibt, kein vollwertiges Mitglied der Gruppe zu sein. Einige Wissenschaftler gehen davon aus, dass die Fähigkeit, Scham zu empfinden, angeboren ist. Andere glauben, dass sich diese erst entwickeln muss – was jedoch bereits in den ersten Lebensjahren geschieht.

Einer der Gründe, warum Scham eine große Macht über uns hat, ist ihre Fähigkeit, uns ein Gefühl der Einsamkeit zu vermitteln, als ob wir die einzigen wären, die Scham empfinden oder sich irgendwie von anderen unterscheiden und nicht zum Besseren.

Scham zerstört unsere Verbindungen zu anderen Menschen. Scham kann man als Trennungsangst bezeichnen, – die Angst, als minderwertig, nicht akzeptiert oder anerkannt zu werden. Scham hindert uns daran, über unsere Erfahrungen zu sprechen und den Geschichten anderer zuzuhören. Wir schweigen und bewahren Geheimnisse, weil wir Angst haben, abgelehnt zu werden.

Psychologische Isolation ist das schrecklichste und destruktivste Gefühl. So fühlt sich eine Person von allen möglichen menschlichen Beziehungen ausgeschlossen und ist machtlos, diese Situation zu ändern.

Scham ist mit inneren Überzeugungen verbunden: Ich bin schlecht, ich bin wertlos, ich kann nichts, ich weiß nichts, ich bin nichts wert, ich bin nutzlos.

Scham ist für innere Überzeugungen verantwortlich, aber außerhalb gibt es äußere Strukturen, die diese Überzeugungen beeinflussen oder erzeugen. Dabei kann es sich um überlappende, widersprüchliche und konkurrierende Erwartungen der Gesellschaft, sozialen Gruppen (zu den wir gehören), des Umfeld usw.  handeln.

Sie diktieren uns folgende Postulate:
Wie sollen wir sein.
Was sollen wir sein.
Wie sollen wir unsere Rollen erfüllen.

Lebensbereiche, in denen am häufigsten die Scham entstehen kann:
Aussehen und Körper, physische und psychische Gesundheit, Trauma
Alter und Alterungsprozess
Mutterschaft, Kindererziehung
Rasse, Klasse und Familie
Besitz, Geld und Arbeit
Sex, sexuelle Ausrichtung, Religion
Stereotypen, Meinungen, Vorurteile.

Bei den Frauen sind ganz oben die Themen: Aussehen, Beziehungen, Mutterschaft und wie gut machen sie sich als Mütter.

Bei den Männern: Finanzieller Erfolg, Intellekt, physische Kraft, Karriere, psych. und phys. Belastbarkeit, Kontrolle, Erfolg bei Frauen.

Alle diese Bereiche verbinden wir mit unerwünschten Bildern. Die haben Eigenschaften, die die Vision unseres idealen Selbstbildes untergraben. Diese Bilder und Sichtweisen übernehmen wir meistens von den wichtigen Personen in unserem Leben.

Zusätzlich zu den Überzeugungen und Stereotypen, die aus unseren Familien stammen, gibt es noch etwas: In dieser Welt tun die Medien nichts anderes, als Erwartungen zu verbreiten und zu bestimmen, was akzeptabel ist und was nicht. Das ist eine riesige Industrie, die viel Geld damit verdient uns ihre Erwartungen aufzuzwingen. Denkt nur über die Begriffe Mode, Kosmetik, Körperpflege, Diäten, Fitness, Plastische Chirurgie usw.

Wir können dem Einfluss der Medien nicht ausweichen. Werbung und Fernsehsendungen haben zweifellos einen erheblichen Einfluss auf die Kultur der Scham. Filme, Lieder, Artikel in Zeitungen und Zeitschriften prägen unsere Wahrnehmung des Aussehens. Wir sind uns alle zum Beispiel des unbestreitbaren Wertes der Schlankheit bewusst oder?

Arbeit mit der Scham

Es gibt vier Elemente, die unsere Schamresistenz erhöhen können.

1) Die Fähigkeit zu erkennen und zu verstehen, für welche Dinge wir uns schämen.
Welche äußeren Objekte, Subjekte und Ereignisse lösen in mir Scham aus?
Welche inneren Gedanken tun das Gleiche?
Welche inneren Überzeugungen können dafür verantwortlich sein?
Welche gesellschaftliche, soziale Erwartungen sind dafür verantwortlich?

2) Der kritische Bewusstsein für die obengenannte Lebensbereiche.
Ist das wirklich so?
Muss ich wirklich so aussehen, denken, handeln, sein?
Sind diese Überzeugungen nützlich für mich?
Muss ich allem entsprechen, was von mir erwartet wird?

3) Die eigene Verwundbarkeit zugeben.
Verwundbarkeit ist keine Schwäche. Zum Beispiel, wenn ich zugebe, dass die physische Stärke mein Schwachpunkt ist, werde ich mich dann mehr schämen? Eher nicht.
Wenn wir wissen, dass wir in diesem Bereich verwundbar sind, fällt es uns leichter, mit dem Gefühl umzugehen, mich selbst zu akzeptieren. Die Angst, dass es jemand erfährt ist jetzt weg.

4) Die Fähigkeit, über eigene Scham mit anderen zu sprechen.
Der Kontakt mit anderen gibt uns die Möglichkeit, Hilfe anzunehmen und zu leisten, neue Fähigkeiten durch Vorbilder zu erlernen, Strategien zu entwickeln, um potenziellem kollektivem Druck zu widerstehen und das Potenzial für zukünftiges Handeln zu entwickeln.

Der einzige Weg, sich von diesen einmal angenommenen Standards zu befreien, besteht darin, ihnen eigene, überarbeitete Definitionen zu geben und danach zu leben. Dazu sollen wir unsere internen Standards finden, uns bewusst machen und überarbeiten.

Warum schäme ich mich?

Euer Roman

.

.

Teile mit Freu(n)de : Diese Icons verlinken auf Bookmark Dienste bei denen Nutzer neue Inhalte finden und mit anderen teilen können.
  • Twitter
  • Facebook
  • Google Bookmarks
  • XING
  • LinkedIn
  • MisterWong
  • MyShare
  • MySpace
  • Webnews
  • email
  • Print
Veröffentlicht unter Persönlichkeit, Psyche | Verschlagwortet mit , , , , , , , , | Schreib einen Kommentar

Introjektion

Hallo zusammen

heute reden wir über Introjektion und versuchen zu verstehen, wie kommt es, dass man anfällig für Introjektion ist, welche Vor- und Nachteile darin zu finden sind und warum nicht alle Introjekte für uns nützlich sein können. Dazu kommen 2 schöne Videos und meine Kommentare.

Was ist Introjektion?

Die Introjektion ist die Aufnahme von unverarbeiteten fremden Sichtweisen, Motiven, Denkweisen, „Benimm-Regeln“, Gewohnheiten, Normen und Werten ins eigene „Ich“. Aber auch die Fähigkeit, die Erwartungen und Projektionen anderer zu akzeptieren, die uns nonverbal oder verbal, verdeckt oder offen mitgeteilt werden. Meistens findet dieser Prozess in der früheren Kindheit statt. Introjizierte Normen und Werte werden im Laufe der Entwicklung passiv und ohne eigene freie Entscheidung des Kindes von außen eingegeben, können daher mehr oder weniger von seiner eigenen Persönlichkeit abweichen und im Extremfall konträr dazu stehen.

Wenn ein Erwachsener sagt, dass dies oder jenes richtig ist, muss ein Kind diese Sichtweise akzeptieren, um mit den Eltern im Kontakt zu bleiben. Ein Kind glaubt dadurch die Beziehung mit den Eltern aufrechtzuerhalten, aber manchmal auf Kosten des Selbstverlusts. Ein Kind will auch wie Mama oder Papa sein, in einem gewissen primitiven Sinne „schluckt“ es vieles, was ihm serviert wird.

Versteht mich bitte nicht falsch, die meisten von diesen Introjekten sind ganz wichtig und notwendig, um die Persönlichkeit des Kindes aufzubauen und ein Verständnis zu geben, wie alles im Leben funktioniert. Introjektion stellt eine Stufe von Internalisierung dar, bei der Normen und Werte aktiv aufgenommen und durch Assimilation in das Ganze der Persönlichkeit integriert werden. Sie gilt als eine Vorstufe der reiferen Identifikation. Ein Kind kann positive Eigenschaften und Überzeugungen wie Mitgefühl, Loyalität, Moral oder den Wunsch, den Armen und Alten zu helfen, introjizieren. Introjektion hilft ihm auch, mit dem Verlust geliebter Menschen umzugehen oder Verantwortungs- oder Selbstbewusstsein zu entwickeln.

Ich möchte aber heute über negative Seiten einer Introjektion reden. Sie kann dazu führen, dass eine Person den Überzeugungen anderer mehr Aufmerksamkeit schenkt als ihren eigenen persönlichen Bedürfnissen. So übernimmt ein Kind den Beruf seiner Vorfahren, obwohl es ihm gar nicht gefällt oder heiratet einen nicht geliebten Menschen, weil dieser Ehepartner für die Familie besser passt.
Ein weiterer negativer Effekt der Introjektion sind interne Konflikte, die durch Versuche entstehen können, unterschiedliche oder unvereinbare Konzepte in Einklang zu bringen. So kann eine Person fest überzeugt sein, dass man im Leben erfolgreich und wohlhabend sein muss und gleichzeitig innerlich bewusst oder unbewusst reiche Menschen und materiellen Wohlstand verachten.
 Eine Person kann auch innere Konflikte erleben, wenn sie tief in ihrem Inneren nicht vollständig mit den Einstellungen anderer Menschen übereinstimmt.

Beispiele für Introjektionen in unserem Leben sind ständig anzutreffen: sowohl in Form von Verpflichtungen als auch in Form von sozialen und gesellschaftlichen Erwartungen.

Lebensbereiche, in denen wir am häufigsten unsere Introjekte finden:

Aussehen und Körper, physische und psychische Gesundheit
Alter und Alterungsprozess
Mutterschaft, Kindererziehung
Rasse, Kaste, Klasse, Familie
Besitz, Geld und Arbeit
Sex, sexuelle Ausrichtung, Religion
Stereotypen, Meinungen, Vorurteile.

Wie versteht ihr, welche Introjekte euer Leben beeinflussen? 
Ich lade euch ein, eine Übung auszuprobieren.
Nehmt bitte ein Blatt Papier und ergänzt die folgenden Beispielsätze schriftlich:

Eine Frau / ein Mann in meinem Alter sollte…
In einer Beziehung sollte ein Mann / eine Frau …
Ein guter Ehemann sollte / eine Ehefrau sollte …
Ein guter Vater muss / eine gute Mutter muss …
Wenn ich wütend bin, darf ich nicht…
Ich muss immer… (wie sein).
Ein gute Familie heißt…
Wenn ich mich zu jemandem hingezogen fühle, sollte ich …
Immer, wenn ich etwas mir kaufen will, muss ich …
Alle Menschen sollten…
Meine Kinder müssen…
Die Reichen sind…
Das Geld ist…
Macht bitte beim Ausfüllen bei jedem Satz eine Pause, bis euch vielleicht noch etwas Neues einfällt, bevor ihr mit dem nächsten Satz fortfährt. Das sind nur ein paar Beispiele. Jeder Mensch hat normalerweise viele Introjekten. Ihr könnt euch auch andere Fragen stellen.

Ihr könnt ein Introjekt auch daran erkennen, wie euer Körper auf dieses reagiert, wenn ihr eine solche Erwartung auf euch selbst übertragen. Möglicherweise verspürt ihr ein Engegefühl in eure Brust, Spannungen in eurem Bauch oder an anderer Stelle in eurem Körper. Das kann ein Marker sein: Wenn ihr diese Gefühle im Gegensatz zu Leichtigkeit und Ruhe empfindet.

Ich habe hier unten eine kleine Übung. Es ist ein Video, in dem einige Introjekte sichtbar werden. Könnt ihr die erkennen?

Was können wir dagegen unternehmen?

Diese Introjekte, Standards oder Bewertungsmaßstäbe sollen uns bewusst werden. Dann können wir uns fragen, ob sie noch relevant, wichtig, aktuell, nützlich usw. sind. Wenn nicht, dann können wir die ablegen oder anpassen, so dass sie nicht mehr unangenehme Gefühle und Emotionen hervorrufen sowie unser Leben beeinflussen. Überlegt euch, wie ihr den Wortlaut ändern könnt, damit er für euch angenehm klingt?

In meiner Familie zum Beispiel war das Bild eines Kranken und Schwachen unbeliebt und unerwünscht. Wenn meine Eltern krank wurden, behandelten sie sich selbst ziemlich streng und arbeiteten meistens weiter. Das habe ich übernommen: „Das darf ich nicht sein, ich bin sehr stark und werde nie krank.“ Dann war ich eines Tages richtig krank und musste akzeptieren: „Jetzt ist klar, du bist doch krank. Und im Moment bist du nicht ganz stark. Du bist ein Mensch, wie alle anderen auch. Jetzt ist deine Hauptaufgabe im Bett zu bleiben und helfen deinem Körper sich zu heilen.“

In unserer Kindheit können wir die Kommentare unsere Eltern zum Aussehen, Denken, Fühlen und Verhalten usw. verinnerlichen und versuchen, sie in erwachsenen Leben zu befolgen, was uns eventuell unglücklich machen könnte. Es liegt aber in unserer Hand, ob wir ganzes Leben lang das tun oder doch etwas anpassen und unser Leben ändern.

Ich wünsche euch, dass ihr in eurem Leben viel Frieden und Zufriedenheit erfährt sowie viel Zeit für euch selbst und eure Liebenden findet.
Ein frohes, gesegnetes und besinnliches Weihnachtsfest!

Euer Roman

.

.

Teile mit Freu(n)de : Diese Icons verlinken auf Bookmark Dienste bei denen Nutzer neue Inhalte finden und mit anderen teilen können.
  • Twitter
  • Facebook
  • Google Bookmarks
  • XING
  • LinkedIn
  • MisterWong
  • MyShare
  • MySpace
  • Webnews
  • email
  • Print
Veröffentlicht unter Persönlichkeit, Psyche | Verschlagwortet mit , , , , , , , , , , | Schreib einen Kommentar

Gründe für Ärger und Wut

Hallo zusammen,

heute reden wir über unangenehme Emotionen wie Wut, Ärger, Zorn und versuchen zu verstehen, von wo sie kommen und was unsere Reaktion auf verschieden Situationen beeinflusst. Dazu kommen ein Video, eine Methode und meine zahlreichen Kommentare.

Wir beginnen mit einem Video mit einer interessanten Botschaft.

Es geht jetzt um ein Modell und folgende Emotionen – Zorn, Wut, Ärger, obwohl das auch viele andere sein können. Diese Emotionen können als destruktiv bezeichnet werden, da sie sowohl die Person selbst (ihre psychische und physische Gesundheit) als auch ihre Beziehungen zu anderen Menschen zerstören. Sie sind die ständigen Ursachen für Konflikte, Groll, Schmerz, Frustration, Verdruss und Verzweiflung. Ich möchte euch ein Modell vorstellen, die uns etwas anschaulicher darstellt, wie der ganze Entstehungsprozess aussehen könnte. Ich habe den Prozessablauf in Form eines Krugs darstellt. 

Alle Emotionen, die eine Person erlebt, entstehen aus einem bestimmten Grund, es steckt immer etwas dahinter und sie signalisieren uns etwas Bestimmtes. Welche äußeren Manifestationen der Aggression fließen aus diesem Krug? Das können zum Beispiel heftige Diskussionen, Beschimpfungen, Beleidigungen, Streitereien, Konflikte, körperliche Gewalt etc. sein.

Gefühle und Emotionen wie Schmerz, Kränkung und Angst gebären und verstärken unsere Wut. Warum genau die? Wut entsteht in einer Bedrohungssituation, wenn unsere Grenzen verletzt werden. Wenn eine Bedrohung auf uns zukommt, steht fast immer Angst hinter unserer Wut. Wenn die Bedrohung subjektiv oder schon vorbei ist, dann können Kränkung und Schmerz dahinterstehen. Es gibt noch Gefühle wie Ohnmacht, Hoffnungslosigkeit, Aussichtslosigkeit, Verzweiflung, die uns auch sehr wütend machen können. Darüber hinaus enthalten alle Gefühle dieser zweiten Schicht mehr oder weniger Leiden in sich. Daher sind sie nicht leicht auszudrücken, sie werden normalerweise verschwiegen und versteckt, wenn sie überhaupt wahrgenommen werden.

Aber auch alle obengenannten Faktoren sind nicht die Grundursachen von Wut. Die oder ähnliche Gefühle entstehen, wenn ein oder mehrere Bedürfnisse einer Person nicht erfüllt werden. Es gibt viele dieser Bedürfnisse: das Bedürfnis nach Liebe, Akzeptanz, Respekt, Zuneigung, Freiheit, Selbstverwirklichung usw. Wenn ein oder mehrere Bedürfnisse blockiert oder unbefriedigt sind, erleben wir Angst, Schmerz und Kränkung usw. Ich habe mich hier mehr auf diejenigen konzentriert, die mit Kommunikation, Beziehungen und mit dem Leben unter Menschen verbunden sind.

Wir sehen, dass es sich noch etwas unterhalb der Bedürfnisebene befindet. Diese tiefen Empfindungen oder innere Grundeinstellungen spiegeln eine besondere Art menschlicher Erfahrung wider – eine Haltung zu sich selbst oder auch ein Verhältnis mit sich selbst. Die haben einen gewissen „gemeinsamen Nenner“, der jeden von uns mehr oder weniger zum Optimisten oder Pessimisten macht, selbstbewusst oder nicht, gelassen oder ängstlich, und damit mehr oder weniger widerstandsfähig gegen Schicksalsschläge. Im Krug sind die positive innere Grundeinstellungen. Die sind aber oft negativ so wie: Ich schaffe es nicht, Ich habe kein Recht auf irgendetwas, Ich bin in Gefahr und andere. Die meisten davon sind unbewusst, haben aber einen großen Einfluss auf unser Leben. 

Diese Überzeugungen sind nicht einfach zu ändern, da sie in den meisten Fällen in unserer Kindheit über- oder angenommen wurden. Ausschlaggebend ist hier, wie unsere Eltern oder wichtige für uns Personen mit uns damals umgegangen sind. Erschwert die Sache noch, dass es in vielen Fällen in der Zeit passiert, in der unsere sprachlichen Möglichkeiten nicht da waren oder nicht zu Ende entwickelt wurden (wir konnten damals und können oft immer noch die nicht in Worte fassen). Das ist dann eine andere Ebene, die ich nur mit den Worten und Gesprächen nicht immer erreiche.

Ein Beispiel zum Modell:
Ein Kollege hat mich heute Morgen nicht gegrüßt.

1.Emotion:
Ich bin verärgert. Das macht mich wütend.
2.Gefühl:
Ich bin schon gekränkt, es ist unfair. Warum hat er das getan?
3.Bedürfnisse:
Aufmerksamkeit, Liebe, Kontakt, Wertschätzung, Respekt, Ordnung/Regeln (alle grüßen alle).
4.Grundeinstellungen:
Er bringt mich zu einer früheren Empfindung /Gefühl aus der Kindheit, die immer noch da ist: ich bin nicht OK, nicht gut  genug, ich bin nicht wertvoll, ich werde nicht geliebt, ich existiere nicht(da er mich ignoriert). 

Obwohl ich die Meinung habe, dass solche Grundeinstellungen und Überzeugungen nur mit sehr viel Arbeit an sich selbst geändert werden können, wird lediglich das Bewusstwerden davon schon eine leichte Entspannung und Erleichterung ins Leben bringen. Ich habe unten einige Fragen aufgeschrieben, die euch in die Analyse bringen und dabei für etwas mehr Klarheit sorgen werden.

Arbeit mit inneren Überzeugungen

Bewertet eure gefundenen Überzeugungen (zum Beispiel mit einer Skala von 0 bis 10) und wählt dann die Überzeugung aus, die am negativsten ist.

Hier können beispielsweise folgende Fragen hilfreich sein (die „ausgegrabene“ innere Überzeugung muss bei jeder Frage wiederholt werden):

… (Überzeugung): „Kann ich mir sicher sein, dass das wahr ist?“

… (Überzeugung): „Woher habe ich diese Idee in meinem Kopf?“

… (Überzeugung): „Wie reagiere ich physisch und emotional, wenn ich darüber nachdenke?“

Welche positiven Auswirkungen hat diese Überzeugung … auf mein Berufsleben / Familienleben / Partnerschaft / Finanzen / Gesundheit …?

Welche negativen Folgen hat diese Überzeugung … auf Ihr Berufsleben / Familienleben / Partnerschaft / Finanzen / Gesundheit?

Ich stelle mir vor, ich lasse diese innere Überzeugung los. Was passiert?
Wie fühle ich mich? Wie wird sich dies auf … auswirken (z.B. meine Gesundheit / meinen beruflichen Erfolg / meine Beziehung zu XY)?
Was wird möglich?
Was wird unmöglich?

Welche Bedürfnisse versuchen ich mit diesem Denken/Glauben zu befriedigen?
Welche Bedürfnisse wurden durch meine Überzeugung nicht erfüllt?

Was wäre das Schlimmste, was passieren könnte, wenn ich nicht mehr daran glauben würde?

Gebe ich diese Überzeugung auf?
Welche Gegenargumente gibt es gegen diesen Standpunkt? Welche dafür?

Was soll ich eigentlich anstelle von (bisheriger Glaubenssatz) denken, um mein Leben positiv zu beeinflussen?

Welche Verhaltensweisen darf ich mir jetzt erlauben, wo ich nicht mehr von (alter Glaubenssatz) überzeugt bin, sondern stattdessen (neue Überzeugung)?
Womit beginne ich mein Leben zu ändern?

Viel Erfolg!

Euer Roman

.

.

 

Teile mit Freu(n)de : Diese Icons verlinken auf Bookmark Dienste bei denen Nutzer neue Inhalte finden und mit anderen teilen können.
  • Twitter
  • Facebook
  • Google Bookmarks
  • XING
  • LinkedIn
  • MisterWong
  • MyShare
  • MySpace
  • Webnews
  • email
  • Print
Veröffentlicht unter Methoden, Persönlichkeit, Psyche | Verschlagwortet mit , , , , , , , , , , , | Schreib einen Kommentar

Kränkung und ihre Folgen

Hallo zusammen,

heute möchte ich über ein komplexes und unangenehmes Thema reden. Es geht um Kränkung. Wir werden uns mit ihren Gründen, Ursprung und Bestandteilen beschäftigen. Wir versuchen uns selbst besser zu verstehen und am Ende schauen, ob wir diese Verhaltensweise weiter behalten wollen oder nicht. Dazu kommen ein schönes Video und eine Methode.

Wir beginnen mit Definition und schauen, was genau eine Kränkung ist. Es ist eine Verletzung (kann real oder vermeintlich sein) eines Menschen in seiner Ehre, Würde, seinen Gefühlen oder seiner Selbstachtung. Die ist sozusagen eine Verwundung der seelisch-psychischen Integrität.

Was könnte zu einer Kränkung führen?
Bei jedem Einzelnen kann es etwas anderes sein. Die oft vorkommenden Ursachen sind: Liebesentzug, Zurückweisung, Nichtbeachtung, Entwertung, Beleidigung, Bloßstellung, Ablehnung, aggressives Verhalten, Fehlendes Taktgefühl und viele andere.

Nach meiner Meinung, eine Kränkung ist eine Kombination von einem passiven, nicht ausgedrückten Widerstand, Ablehnung, Zorn und Trauer. Eine Kränkung passiert, wenn ein Mensch sich ärgert und gleichzeitig verbietet sich diese Emotion. Das Weinen ist ein Ausdruck von Trauer, das wird meistens auch nicht gelebt, sondern unterdrückt. Eine Verletzung ist immer mit einem Schmerz verbunden und dagegen protestieren wir (zumindest innerlich). In diesem Moment lehnen wir die uns kränkende Person ab.

Oft spielen auch andere Emotionen dabei eine Rolle, zum Beispiel Liebe. Die stärksten Verletzungen erfahren wir von den Personen, die uns nah stehen und eigentlich wollten wir davor eine gute Beziehung mit ihnen haben. Oder auch Scham und Schuldgefühle für das eigene Verhalten, denn wir so viel Vertrauen entgegengebracht haben.

Wir beschäftigen uns heute aber nur mit zwei Emotionen aus dieser Reihe: Wut oder Zorn und Trauer. In der Kindheit lernen wir, dass diese Emotionen den Erwachsenen nicht gefallen und werden oft in ihnen unterbrochen. Unsere Eltern durften die auch nicht ausdrücken und fühlten sich bei unseren Gefühlsausbrüchen unwohl, weil diese Emotionen sie an ihren unterdrückten Schmerz, Leid, Kränkungen und unangenehme Erfahrungen erinnern.

Kinder verstehen schnell, dass sie lieber diese Emotionen unterdrücken sollen, aber sich beleidigt fühlen oder auch Groll sind erlaubt und auch irgendwie in der Gesellschaft akzeptiert. Die eine Möglichkeit, etwas Dampf abzulassen, zumindest Wut und Trauer zu zeigen, ist mit jemandem anderen darüber zu sprechen. Die Menschen suchen sich Aufmerksamkeit, ein offenes Ohr und so verschaffen sich zumindest eine kurzfristige Entlastung. Dieses Verhalten festigt sich und wird irgendwann Mal zur Gewohnheit.

Wofür brauchen wir Wut und Trauer?
Die Wut zeigt den anderen Menschen meine Grenzen. Die anderen wollen einen Kontakt mit mir, die wollen mich spüren und austesten: Was ist er für ein Mensch? Kann ich ihn einschätzen? Ist er ungefährlich? Kann ich ihm vertrauen? usw. Sie werden mich prüfen, bis sie die Infos haben. Die bekommen sie nur, wenn sie meine Emotionen, mein Verhalten, meine Taten sehen. Wenn ich alles verstecke und den Kontakt meide, versuchen das immer und immer weiter.
Die Trauer sagt den anderen: Ich brauche Unterstützung! Tröste mich!
Mir selbst sagt sie: Ich brauche eine Pause. Ich soll wieder Energie auftanken. Ich muss nachdenken, vielleicht etwas akzeptieren oder verändern. Es ist oft ein Reifungsprozess, um sich weiterzuentwickeln.

Wenn wir uns gekränkt/beleidigt fühlen, wollen wir, dass dem Kränkenden sein Verhalten bewusst wird und er das korrigiert, im besten Fall sich entschuldigt. Wir wollen das und zeigen (nicht sagen) diese Person, dass wir beleidigt sind. In diesem Moment werden wir wieder kleine Kinder und schmollen. Unsere Eltern würden es eventuell noch verstehen, aber wenn wir schon Erwachsen sind und mit anderen Erwachsenen zu tun haben, dann wird es uns eher selten helfen. Die anderen können unsere Mimik schon lesen und verstehen, dass etwas nicht stimmt und der Konflikt kann sich noch weiter eskalieren.

Kränkung kann zu starkem Stress führen, der auch krank machen kann. Starke Kränkungssituationen können unter anderem Psychosomatik, Depressionen, Angststörungen, Burnout usw. begünstigen. Kränkungen können Menschen auch zur vollen Verbitterung und Resignation führen.

Wenn wir das nicht wollen, können wir beginnen mit unseren Bedürfnissen zu arbeiten. Wir können lernen um Hilfe und Aufmerksamkeit zu bitten, zu protestieren, zu fordern, sprich eigene Bedürfnisse und Emotionen zu kommunizieren. Ganz wichtig ist hier: Wir sollen das alles der Person mitteilen, mit der wir einen Konflikt, Missverständnis oder Spannung haben. Nur dann lösen wir die Situation wirklich und spüren eine Erleichterung. Das Besprechen, Meckern und Lästern mit den anderen hilft nur kurzfristig und löst keine Spannungen.
Wir müssen auch nicht jedes „Geschenk“ annehmen und nicht auf jeden Zug aufspringen.

Ich habe für euch einige Fragen vorbereitet, um sich selbst bei einer Kränkung besser zu verstehen.

Was denke ich über die Situation?
Worauf bin ich wütend / sauer?
Was genau erzeugt diese Trauer in mir? / Was macht mich traurig?
Welche Emotionen / Gefühle stehen können da noch sein?
(Angst, Neid, Eifersucht, Scham, Schuldgefühl, Liebe, Hass, Rachsucht, Schmerz)
Was will ich in dieser Situation?
Welche Bedürfnisse stehen dahinter?
Was unternehme ich jetzt?
(Spreche mit der Person, meide sie, kämpfe, lasse los oder lasse den Konflikt eskalieren, lege alles auf Eis usw.)
Was brauche ich dafür?
Wer kann mir dabei helfen?

Es gibt noch eine Möglichkeit mit der Kränkung fertig zu werden: zu verzeihen.
Das ist eine große Gabe und gleichzeitig Herausforderung und ist nicht für alle passend / anwendbar.

Ich möchte euch noch eine kurze Geschichte über Kränkung und Groll vorstellen.

Ein alter Lehrer bat seine Schüler, in die nächste Stunde einen Sack und einen Sack Kartoffeln mitzubringen.
Für jeden Menschen, dem sie etwas nicht verzeihen wollten, das er ihnen in ihrem Leben angetan hatte, sollten die Schüler eine möglichst große Kartoffel auswählen, auf diese dessen Namen schreiben und die Kartoffel in den Sack legen.
Nun sollten sie diesen Sack Kartoffel eine Woche lang mit sich herumtragen, d.h. überall dahin mitnehmen, wo sie hingingen. Die Kartoffel haben auch begonnen zu faulen und zu stinken. Dies machte den Schülern klar, welche Last man mit sich herumträgt, wie belastend es ist, an Kränkungen und Groll festzuhalten.

Die schlimmen Verletzungen und Kränkungen, die wir nicht loslassen oder bearbeiten, lähmen uns, vergiften unser seelisches Wohlbefinden und hindern uns an unserer Weiterentwicklung und an glücklichen seelischen Entfaltung.

Euer Roman

.

.

Teile mit Freu(n)de : Diese Icons verlinken auf Bookmark Dienste bei denen Nutzer neue Inhalte finden und mit anderen teilen können.
  • Twitter
  • Facebook
  • Google Bookmarks
  • XING
  • LinkedIn
  • MisterWong
  • MyShare
  • MySpace
  • Webnews
  • email
  • Print
Veröffentlicht unter Beziehungen, Persönlichkeit | Verschlagwortet mit , , , , , , , , , | 2 Kommentare

Meine Verantwortung im Leben

Hallo zusammen,

heute reden wir über ein interessantes und wichtiges Thema, es geht um die Verantwortung und Kontrolle. Die größte Frage, die ich bearbeiten werde, ist: „Wofür bin ich in meinem Leben verantwortlich? oder Was habe ich unter meine Kontrolle?“. Dazu kommen eine Filmempfehlung, ein tolles Video zum Thema und meine Kommentare.

Wir beginnen mit einer Empfehlung, um ins Thema einzusteigen. „Zu guter Letzt“ ist eine tolle Komödie mit mehreren interessanten Fragestellungen und eine davon zur Kontrolle im Leben, wie die das eigene Dasein und die Umwelt verändert.

„Wofür bin ich in meinem Leben verantwortlich?“
Generell gilt selbstverständlich für jeden Mensch: Er ist dafür verantwortlich, wofür er sich verantwortlich fühlt und ich will hier niemandem etwas aufzwingen.
Nach meiner Meinung aber durch die Beantwortung oder Klärung dieser Frage werden viele Missverständnisse und innere und äußere Konflikte beseitigt. Wo beginnt und endet meine Verantwortung in meinem Leben? Mit dieser Frage habe ich zum ersten Mal vor ca. 10 Jahren beschäftigt. Mein damaliger Coach und Mentor hat es in einem seiner Seminare angesprochen (schöne Grüße und Vielen Dank an Karl-Peter Grube) und das Thema hat mich seitdem lange beschäftigt.

Ich denke, hier geht es um das Thema Kontrolle und Kontrollverlust. Viele Menschen in unserer Gesellschaft wollen die Kontrolle haben. Die Kontrolle bedeutet Macht. Wenn ich mich und die Welt um mich kontrolliere, bin ich stark. (Meistens geht es erst um die Person selbst und dann verbreitet es sich immer weiter, auch auf die ganze Welt). Wenn wir etwas tiefer graben, dann sehen wir hier einige Ängste, die Menschen haben – z.B. vor Ohnmacht, Hilflosigkeit, eigene Schwäche, Liebesentzug, vor Chaos und andere. Die kommen aus unseren Erfahrungen aus der Kindheit, wo wir eher wenig kontrolliert haben.

Ich möchte noch einmal betonen, hier geht es lediglich um meine Meinung. Ich habe einige wichtigen Aspekte zum Thema gesammelt und stelle die vor. Wir beginnen mit den Sachen, die wir kontrollieren können.

Unter meiner Kontrolle sind folgende Aspekte:

1. Wie ich mit meinen Gedanken fertigwerde
Die Gedanken kommen und gehen, die sind die meiste Zeit einfach da, sie entstehen in uns und verlassen unser Bewusstsein. Es gibt viele Menschen, die meditieren und für eine Weile gibt es die Möglichkeit, die Gedanken einfach vorbeiziehen zu lassen, ihnen keine Energie zu geben, aber die sind trotzdem da. Ich kann auch mit einer Anstrengung für eine kurze Dauer, die ganz loszuwerden (ich habe das Mal für ca. 1 Minute geschafft).

Ich kann mir eine Methode anlernen, wie ich mit ihnen umgehe. Wie gehe ich mit negativen Gedanken, mit Grübeln, mit im Moment störenden, mit unwichtigen Gedanken usw. um. Die meisten von uns haben auch irgendwelche Techniken, die sie nutzen (Ablenkung, Meditation, Schlaf, Essen, Gespräch, tiefe Analyse, Tagebuch und andere).
Ich kann schon beeinflussen, welche Gedanken ich in meinem Kopf habe.

2. Wie ich mit meinen Emotionen umgehe
Mit den Emotionen ist ähnlich wie bei den Gedanken, die sind auch da und erzählen uns meistens über unsere Bedürfnisse. Alle Menschen haben sie, sogar die Menschen mit einer beschädigten/unentwickelten Amygdala. Sie können vielleicht nicht viel wahrnehmen (bei sich und den anderen), aber die haben Emotionen. Wir sind ihnen aber nicht komplett ausgeliefert und können auf die wirken.
Und hier geht es auch um eine Handhabung, wie ich mit meinen Emotionen umgehe. Da hat jeder von uns auch eigene Taktik (oft wie bei den Gedanken beschrieben). Das wichtigste hier ist die Arbeit mit den Emotionen, die z. B. so aussehen könnte:

Emotionen

  • akzeptieren
  • erkennen und unterscheiden
  • benennen, beschreiben
  • ausdrücken

3. Meine Worte
Ja, ich bin verantwortlich für das, was ich sage. Man soll vorsichtig damit umgehen.
Worte sind eine Art Magie. Wir nutzen die jeden Tag, aber oft ohne viel nachzudenken. Wir können die anderen Menschen damit beeinflussen. Manche Worte können Menschen verändern, Ruhe und Zufriedenheit bringen oder Hass und Rache anstiften, Beziehungen beginnen oder auch beenden, Menschen auf die Barrikaden bringen oder in den Krieg ziehen, heilen oder manchmal auch töten. Die Menschen, die Kommunikation beherrschen kommen viel weiter im Leben. Diplomatisches Geschick und gewaltfreie Kommunikation können bei diesem Thema wahre Wunder wirken.

4. Mein Verhalten
Da geht es um die Erziehung, Benimmregeln, Auftreten, Manieren, Umgang mit anderen und sich selbst. Wir lernen das nicht nur in der Kindheit, sondern unser ganzes Leben lang. Mit jedem neuen Menschen in unserem Umfeld verhalten wir uns ein wenig anders. An dem Verhalten kann man arbeiten und das meistens auch verändern.

5. Meine Taten (oder Unterlassen)
Ich kann schon kontrollieren, was ich tue, wenn das keine Reflexe oder Prozesse im Körper/Körperfunktionen sind (einige Yogis können sogar das). Die Ausnahmen sind hier auch bestimmte Krankheiten (Epilepsie) und Handlungen (Affekthandlung). Meistens gibt es zwischen Wahrnehmung und der Reaktion auf einen Reiz ein wenig Zeit, in der wir entscheiden können etwas nicht zu tun oder anders zu tun.

6. Meine Entscheidungen
Es ist ein zumindest zum Teil bewusster Entschluss, was ich vorhabe. Auch viele Bauchentscheidungen können beeinflusst werden.

7. Meine Mühe, um ein Ziel zu erreichen
Das hängt schon von mir ab und ich kann das Ausmaß meines Bemühens verändern.

8. Wie ich die anderen Menschen behandle
Es hat viel mit Taten, Worten, Verhalten gemeinsam, aber ich will das noch einmal extra darauf hinweisen, um die Wichtigkeit dieses Aspekts zu hervorheben, weil hier das größte Potenzial für Konflikte und Beziehungsprobleme liegt.

9. Wie ich um mich selbst kümmere und mich selbst behandle
Ich habe schon sehr viel über Selbstliebe, Akzeptanz und Toleranz zu eigenem Wesen geschrieben. Jeder von uns hat eigene Verfahren, wie er/sie um sich selbst kümmert. Ich kann nur empfehlen darüber nachzudenken. Ihr seid sehr wichtig!

10. Ob ich die Regeln beachte
Hier kann alles Mögliche sein: Gesetze, positive Gewohnheiten (Zähne putzen, joggen, richtige Ernährung), soziale Umgang miteinander, Moral, Ethik, Religion, Gebrauchsanweisung usw. Wir müssen nicht alle Regeln einhalten (tun wir auch nicht), aber zu viel Widerstand kann auch schädlich sein.

11. Meine Erwartungen, Werte, Ansichten, Glaubenssätze, Wünsche.
Alle diese Sachen kann man verändern und anpassen, sprich auch kontrollieren. Generell sind es Gedanken, die in uns etwas höhere Festigkeit und Wichtigkeit erlangt haben.

Natürlich gibt es auch viele andere Dinge, die ich in dieser Aufstellung nicht habe. Die obengenannte sind wichtig für mich. Ihr habt bestimmt noch andere, die für euch relevant sind. Wenn ihr mir andere unter dem Artikel schreibt, werde ich euch sehr dankbar.

Nicht unter meiner Kontrolle sind folgende Aspekte:

1. Wetter
Viele Menschen ärgern sich darüber, verbrauchen viel Energie und das senkt die gute Stimmung. Ich wohne in Hamburg und das Wetter hier ändert sich oft mehrmals am Tag. Ich trage fast täglich einen Regenschirm dabei. Wir können das Wetter nicht kontrollieren, aber das, was wir anziehen. Wir können auch auswandern oder einen Urlaub machen und so das Wetter verändern.

2. Meine früheren Erfahrungen
In meiner Vergangenheit war nicht alles gut und rosig. Ich kann das aber nicht ändern, höchstens versuchen zu vergessen oder mental neuzuschreiben (es gibt schon Methoden dafür).
Diese Prägungen haben aber eine große Wirkung auf uns, können uns schon aus der Ruhe bringen und sehr lange begleiten. Zum Beispiel: „Was hätte ich besser machen können? Was wäre, wenn…? Ich wäre ganz anderer Mensch und hätte ganz anderen Lebensweg, wenn das nicht passiert wäre.“ Es ist schon wichtig, dass wir verstehen, die Vergangenheit ist schon vorbei, wir können die nicht kontrollieren. Wir können nur in jetzt etwas verändern.

3. Was die anderen denken, fühlen, reden und tun oder unterlassen
Es ist oft nicht einfach damit zu leben, aber die anderen Menschen dürfen alle diese Dinge und werden das tun. Gegen Reden und Tun, wenn es uns angeht, könnten wir etwas unternehmen, z.B. Grenzen setzen, Gespräche führen, bitten, erklären usw. Ob das die gewünschte Wirkung hat, werden wir sehen, aber im Ganzen und Großen kontrollieren wir die nicht. Zum Teil versuchen das die Regierungen, Politiker, Massenmedien, Socialmedia, Werbung und andere, aber, nach meiner Meinung, es klappt auch nur bedingt.

4. Entscheidungen anderer Menschen
Genauso, wie davor. Nicht viele nehmen gern Ratschläge oder Empfehlungen, wenn es um ihr Leben geht. Wir können vielleicht etwas ansprechen, kommunizieren, unsere Erfahrungen teilen, aber nicht kontrollieren. Die anderen wollen/sollen/müssen ihren Weg gehen und dabei ihre eigenen Erfahrungen sammeln.

5. Ereignisse in der Welt
Wer wird Präsident von Amerika? Wer gewinnt Bundesliga? Welche Katastrophen passieren in der Welt? Wann kommt endlich die Bahn usw.?
Alle diese Sachen können uns auch ärgern und nervös machen, aber meistens liegen die nicht in unserer Kontrollzone.

6. Erwartungen, Werte, Ansichten, Glaubenssätze, Wünsche von anderen Menschen.
Diese geistige Konstrukte der anderen sind uns oft nicht mal klar oder verständlich, ganz zu schweigen von der Kontrolle darüber.

7. Reaktionen der anderen Menschen auf meine Worte, Verhalten, Taten, Wünsche usw.
Alle Menschen sind individuell und werden auf verschiedene Weise auf alle obengenannten Dinge reagieren. Ich kann es nicht voraussehen oder kontrollieren. Je mehr ich einen Menschen kennenlerne, desto mehr kann ich ihn einschätzen, aber trotzdem bleibt noch viel Spielraum wie er reagiert.

Ich möchte euch ein tolles Video mit einer Methode zum Thema vorstellen.

Bei allen diesen Sachen ist es eher wenig Aussicht auf den Erfolg und Kontrolle, aber der Drang der eigenen Ängste zu entfliehen oder Wünsche zu befriedigen ist noch größer und deswegen machen sich die Menschen eigenes Leben kaputt und erschweren auch das Leben der anderen im Versuch die totale Kontrolle zu erschaffen.

Ich denke, dass diese grenzenlose Kontrolle über sich und die anderen eine Illusion ist. In der letzten Zeit kommen auch immer mehr Theorien (auch aus der Wissenschaft), dass wir nur Fahrgäste auf dem hinteren Sitz eines Fahrzeuges sind und das Leben nur beobachten können. Und wenn man diese totale Kontrolle doch erlangt, dann wie viel Kraft und Energie wird es brauchen, um die aufrecht zu erhalten? Oder irgendwann mal wird es vielleicht langweilig und öde für den Menschen mit großem Kontrollzwang?

Was ist eure Meinung dazu?

Euer Roman

.

.

Teile mit Freu(n)de : Diese Icons verlinken auf Bookmark Dienste bei denen Nutzer neue Inhalte finden und mit anderen teilen können.
  • Twitter
  • Facebook
  • Google Bookmarks
  • XING
  • LinkedIn
  • MisterWong
  • MyShare
  • MySpace
  • Webnews
  • email
  • Print
Veröffentlicht unter Beziehungen, Meine Erfahrungen, Persönlichkeit | Verschlagwortet mit , , , , , , , , , | Schreib einen Kommentar

Das ABC-Modell nach Albert Ellis

Hallo zusammen,

heute möchte ich euch ein Modell vorstellen, das uns helfen kann in vielen verschiedenen Bereichen unser Leben zu vereinfachen und zu verbessern. Es geht heute um das ABC-Modell nach Albert Ellis. Dazu kommen 2 schöne Videos und meine Kommentare.

Die ABC-Theorie nach A.Ellis besagt, dass bestimmte wahrgenommene Reize (unbewusst) bewertet werden und diese Bewertungen Ursache für das daraus abgeleitete Verhalten ist. Albert Ellis gilt heute als der Pionier der kognitiven Verhaltenstherapien.

In einem Arbeitsprozess wird versucht, kognitive Muster zu durchbrechen und durch neue zu ersetzen. Der Mensch soll seine Gedanken und Bewertungen in Frage stellen. Er soll auch erkennen, dass seine Bewertungen unangemessen sind und von diesem Reiz keine Gefahr ausgeht.

Hier ist ein Erklärungsvideo zum Modell.

Die Botschaft der ABC-Theorie lautet:
Selbst, wenn ein Reiz außerhalb unserer Kontrolle liegt, so können wir dennoch fast immer unser Denken und zum Teil unsere Gefühle, Verhaltensweisen und Stressreaktionen beeinflussen.

Noch ein einfaches Beispiel:

A: Ausgangssituation, Reiz
Mein Kollege grüßt mich nicht.

B: Bewertung
Er mag mich nicht. Ich bin nicht gut genug für ihn.

C: Konsequenzen
Ich bin wütend, beleidigt, fühle mich abgelehnt und rede mit ihm nicht mehr.

D: Disputation:
Welche Überzeugung/en sind dafür verantwortlich?
Alle müssen mich mögen/lieben/wertschätzen. Ich muss perfekte Beziehungen zu allen Menschen haben.
Ich muss perfekt sein.

Überzeugungen in Frage stellen.
Müssen denn wirklich alle mich mögen? Und wenn die das nicht tun, bin ich sofort ein schlechter Mensch deswegen?
Geht es überhaupt, mit allen Menschen gute Beziehungen zu haben? Und wenn ich das nicht schaffe, bin ich gleich ein Looser?
Gibt es überhaupt etwas wie Perfektion? Brauche ich die wirklich?

E: Effekt/Umstrukturierung
Ich kann damit leben, dass nicht alle mich mögen. Das macht aus mir keinen Versager.
Es ist unmöglich mit allen Menschen ganze Zeit gute Beziehungen zu führen und es ist auch nicht notwendig. Ich darf dabei auch Individualität und meine Grenzen bewahren.

Hier ist noch ein tolles Video zum Thema.

Durch unsere veralteten oder starren Überzeugungen, Glaubenssätzen, Ansichten entstehen innere und äußere Konflikte und ihre Lösung hilft unser Leben positiv zu beeinflussen. Mit diesem Modell kann man auch selbstständig arbeiten und durch Bewusstwerden von obengenannten Begriffen eigenes Verhalten in etwas Neues und Erfolgreiches transformieren.

In der Therapie geht man viel tiefer und arbeitet mit Wahrnehmungen, Gefühlen, Emotionen und Reaktionen, die mehr Zeit, Mühe und einen qualifizierten Psychologen/Psychotherapeuten brauchen.

Euer Roman

.

.

Teile mit Freu(n)de : Diese Icons verlinken auf Bookmark Dienste bei denen Nutzer neue Inhalte finden und mit anderen teilen können.
  • Twitter
  • Facebook
  • Google Bookmarks
  • XING
  • LinkedIn
  • MisterWong
  • MyShare
  • MySpace
  • Webnews
  • email
  • Print
Veröffentlicht unter Persönlichkeit, Psyche | Verschlagwortet mit , , , , , , , , , | Schreib einen Kommentar

Happy Birthday!

Hallo zusammen,

es ist noch ein Jahr vergangen und mein Blog wird in 2 Tagen 4 Jahre alt. In dieser Zeit sind ca. 200 Artikel geschrieben und mehrere Themen angesprochen worden. Vielen Dank an alle meine Leser für Eure Zeit und Interesse! Heute stelle ich euch einige weisen Worte von Steve Jobs, die ihm auf seinem Weg dienten. Dazu kommen ein Video mit seiner berühmtesten Rede, ein tolles Musikvideo und meine Kommentare.

Ich habe inspirierende und motivierende Worte von Steve Jobs gesammelt und vielleicht werdet ihr auch etwas Interessantes für euch finden. Steve Jobs war einer der Gründer und CEO der Apple Inc. und gilt immer noch als eine der bekanntesten Persönlichkeiten der PC-Welt. Er starb im Alter von 56 Jahren als Milliardär am Bauchspeicheldrüsenkrebs.

Einige der untenstehenden Zitate stammen aus der berühmten Rede, die Steve Jobs 2005 vor Absolventen der Stanford Universität gehalten hat. Wenn ihr die noch nicht kennt, dann die Rede ist hier unten.


Zitate

„Lassen Sie nicht zu, dass der Lärm fremder Meinungen Ihre eigene innere Stimme übertönt. Und vor allem haben Sie Mut, Ihrem Herzen und Ihrer Intuition zu folgen.“

„Eure Arbeit wird einen großen Teil eures Lebens ausmachen und der einzige Weg, wirklich zufrieden zu sein, ist etwas zu tun, das ihr für großartiges Schaffen haltet. Und der einzige Weg, Großartiges zu leisten, ist, wenn ihr liebt, was ihr tut. Und falls ihr es noch nicht gefunden habt, haltet Ausschau. Gebt euch nicht zufrieden. Genau wie bei allen Herzensangelegenheiten werdet ihr merken, wenn ihr es gefunden habt.“

„Sich daran zu erinnern, dass ihr sterben werdet, ist der beste Weg den ich kenne, den Gedanken zu verhindern, dass man etwas zu verlieren hätte. Ihr seid bereits entblößt. Es gibt keinen Grund, eurem Herzen nicht zu folgen.“

„Entscheidungen darüber zu treffen, was du nicht machst, ist genauso wichtig wie Entscheidungen darüber zu treffen, was du machst.“

„Bleibe wissbegierig und habe den Mut, dich aus konventionellen Bahnen herauszubewegen.“

„Kreativität verbindet Dinge. Wenn du kreative Leute fragst, wie sie etwas gemacht haben, fühlen sie sich ein bisschen schuldig, weil sie es nicht wirklich getan haben, sie haben nur etwas gesehen. Nach einer Weile schien es ihnen offensichtlich.“

„Ihr könnt keinen Zusammenhang herstellen, indem ihr vorausschaut. Ihr könnt diesen nur herstellen, indem ihr zurückschaut. Ihr müsst also darauf vertrauen, dass sich die Punkte in der Zukunft irgendwie verbinden. Ihr müsst irgendetwas vertrauen — eurem Bauchgefühl, eurem Schicksal, eurem Leben, eurem Karma, was auch immer. Dieser Ansatz hat mich nie enttäuscht und hat den Unterschied in meinem Leben gemacht. “

„In den letzten 33 Jahren habe ich jeden Tag in den Spiegel geschaut und mich gefragt: Wenn heute der letzte Tag meines Lebens wäre, würde ich dann tun wollen, was ich heute tun werde? Und immer, wenn die Antwort für zu viele Tage hintereinander „Nein“ lautete, wusste ich, dass ich etwas ändern muss.“

„Deine Zeit ist begrenzt. Verschwende sie nicht damit, das Leben eines Anderen zu leben. Lass nicht zu, dass der Lärm anderer Menschen deine eigene innere Stimme übertönt. Hab den Mut, deinem Herzen und deiner Intuition zu folgen.“

Steve Jobs

Ich möchte euch ein Musikvideo vorstellen. Es ist eine Mischung aus Gesang auf Englisch und einem russischen Volkslied. Das Lied ist nicht neu, aber so etwas Schönes habe ich selten gehört. Dazu gibt es viele tolle Bilder aus meiner Heimatstadt Sankt-Petersburg.

Danke, dass Ihr mein Blog liest!

Euer Roman

.

.

Teile mit Freu(n)de : Diese Icons verlinken auf Bookmark Dienste bei denen Nutzer neue Inhalte finden und mit anderen teilen können.
  • Twitter
  • Facebook
  • Google Bookmarks
  • XING
  • LinkedIn
  • MisterWong
  • MyShare
  • MySpace
  • Webnews
  • email
  • Print
Veröffentlicht unter Allgemein, Musik | Verschlagwortet mit , , , , , , | Schreib einen Kommentar

27 interessante Fragen an den Partner

Hallo zusammen,

heute möchte ich euch 27 interessante Fragen vorstellen, die ihr an eigenen Partner stellen könnt. Die werden helfen die/den Partner/in besser kennenzulernen, zu verstehen sowie eure Beziehung zu festigen. Dazu kommen meine Kommentare und ein tolles Video.

Ich habe die Fragen aus vielen verschiedenen Lebensbereichen zusammengestellt, so dass ihr schon mehrere Seiten von euren Partnern kennenlernt. Bei der Hälfte geht es aber doch um die Beziehung und die Antworten geben mehrere Anhaltspunkte, wie die Beziehung nach Bedarf verbessert werden könnte.

Diese Fragen können ein interessantes und lustiges Spiel sein, wo ihr die abwechselnd einander stellt. Die könnten aber auch wirklich helfen an der Beziehung zu arbeiten, wenn die für euch wichtig ist und ihr diese noch vertiefen wollt.

  1. Was ärgert dich in anderen Menschen und zwingt dich sie nicht zu mögen?
  2. Worauf bist in deinem Leben am meisten stolz?
  3. Welches Kompliment gefiel dir in deinem Leben am besten?
  4. Was ist, nach deiner Meinung, für eine Beziehung wichtig?
  5. Gab es in deinem Leben eine Situation, die dein Leben veränderte?
  6. Bist abergläubisch? In welchen Situationen zeigt sich das an?
  7. Welche „Top 5 Regeln für das Leben“ hast du?
  8. Was gibt, nach deiner Meinung, deinem Leben einen Sinn?
  9. Welche Charaktereigenschaften in Menschen findest du am attraktivsten?
  10. Wogegen kämpfst du schon dein ganzes Leben lang?
  11. Was meinst du, wie gut ist unsere Kommunikation miteinander?
  12. Was beruhigt dich am meisten?
  13. Was würdest du in deinem Leben ändern?
  14. Auf welche Frage hättest du gern eine Antwort?
  15. Was war das tollste Geschenk, das du bekommen hast?
  16. Was unterscheidet uns von den anderen Paaren?
  17. Was ist deine Lieblingsschwäche bei dir?
  18. Was beunruhigt dich in unserer Beziehung?
  19. Gibt es ein Beruf, für den du, nach deiner Meinung, geboren bist?
  20. Was können wir tun, um unsere Partnerschaft zu festigen?
  21. Womit verwöhnst dich regelmäßig?
  22. Hast du eine Idee für dein eigenes Geschäft/Business?
  23. Was möchtest du gern von mir öfter hören?
  24. Was ist das Beste und das Schlechteste, was du erlebst in jetziger Zeit?
  25. Wann, wo und mit wem fühlst du dich pudelwohl?
  26. Was ignorierst du, obwohl du weißt, dass es gemacht werden muss?
  27. Welche Fragen sollte man besprechen, bevor man heiratet?

Wenn ihr die Fragen stellt, hört genau zu. Ihr könnt da auch mehrere Bedürfnisse heraushören, die für den Partner wichtig sind. Genauso, wenn ihr die Fragen beantwortet, könntet ihr euch selbst besser kennenlernen und verstehen, was ihr wollt.

Aus jeder Antwort kann man etwas herausholen. Zum Beispiel Frage Nummer 1. Wenn ich erfahre, was meine Frau bei den anderen Menschen nicht gefällt, könnte ich dieses Verhalten bei mir einstellen. Bitte glaubt mir, sie wird es schon verstehen, was hinter der Frage versteckt ist und wirklich das sagen, was ihr in meinem Verhalten nicht gefällt. So werden wir beide zum Ergebnis kommen, ohne einander in Verlegenheit zu bringen.

Diese Fragen sind nur Worte, kurzfristig werden die eure Partner vielleicht neugierig machen, aber mehr auch nicht. Die Arbeit selbst beginnt, wenn ihr die Antworten interpretiert und beginnt daraus Lösungen zu kreieren.
Wollt ihr diesen Menschen halten? Dann könnte man überlegen, was man tun kann, um das zu schaffen. Das heißt, es wäre toll, wenn danach auch die Taten folgen.

Ich habe hier ein Video, die noch Fragen enthält, die noch mehr helfen die Partnerschaft zu festigen und eventuell schon entstandene Probleme zu lösen.

10 Fragen für ein interessantes Gespräch.

Fragen zum Aufbau einer tiefen Beziehung.

15 Fragen für ein interessantes Gespräch.

Viel Erfolg!

Euer Roman

.

.

Teile mit Freu(n)de : Diese Icons verlinken auf Bookmark Dienste bei denen Nutzer neue Inhalte finden und mit anderen teilen können.
  • Twitter
  • Facebook
  • Google Bookmarks
  • XING
  • LinkedIn
  • MisterWong
  • MyShare
  • MySpace
  • Webnews
  • email
  • Print
Veröffentlicht unter Beziehungen | Verschlagwortet mit , , , , , , , | Ein Kommentar

Mein Weg zur Selbstliebe

Hallo zusammen,

ich habe schon mehrere Ziele in meinem Leben gehabt: die Ganzheit, die Zufriedenheit im Leben, der Einfluss auf die anderen Menschen, die Freiheit. Ich habe bemerkt, dass die alle miteinander verbunden sind und deren Erreichung mit noch einem wichtigen Aspekt zusammenhängt: Liebe zu sich selbst. Heute erzähle meine Geschichte über den Weg zu diesem Ziel. Dazu kommen ein tolles Video und meine Kommentare.

In meinem Leben habe ich immer nach Menschen gesucht, die mich lieben würden.
Ich dachte, wenn ich eine Person finde, die mich mehr als sich selbst liebt, dann kann ihre Liebe genießen und werde glücklich. Jetzt verstehe ich, dass es eine Illusion war.

Es ist nicht so, dass meine Eltern mich nicht geliebt haben, das haben sie schon, auf ihre Weise. Ich hatte nur das Gefühl, dass sie mir nur sagen, dass sie das tun, aber in Wirklichkeit ist es nicht so. Ich war hungrig danach und egoistisch. Sie hatten ihre eigenen Vorstellungen, wie ein Kind erzogen werden soll und haben die durchgezogen. Ich bräuchte aber mehr Liebe, Zärtlichkeit, Sicherheit und Wertschätzung.

Als ich Erwachsen wurde, dachte ich, dass ich die benötigte Liebe von meinem ständig wachsenden Umfeld bekomme. Ich war sozial und nett, habe an mir gearbeitet, Menschen gelobt, geholfen und wollte perfekt sein. Es hat nicht geklappt, ich habe Menschen getroffen, die auch sehr nett zu mir waren, auch mich liebten, aber das Gefühl, nicht genug von den oben genannten Bedürfnissen zu bekommen, blieb.
Ich habe viel darüber gelesen. Viele Psychologen und Neurowissenschaftler schreiben, dass es eher nicht zu verändern ist, weil die Zeit, in der ein Kind für seine Entwicklung das gebraucht hat, vorbei ist.
Hier ist ein Video zu diesem Thema.

Ich habe das schon alles verstanden, aber die Frage war immer noch da: „Was mache ich denn damit? Das hilft mir leider nicht weiter“. Aus meinen Beziehungen konnte ich lernen, dass jeder Mensch, egal wie nah er mir steht, in seiner Welt die Nummer 1 ist und es ist auch richtig so. Er hat also eigene Bedürfnisse, Träume, Wünsche und löst erstmal seine Probleme. Das heißt, ich kriege sowieso seine Liebe nicht zu 100%, sprich – er wird sich wegen mir nicht aufgeben.

Ich habe mir die Frage gestellt: „Wenn keiner auf dieser Welt, der mir die benötigte Liebe geben kann, wer macht denn das? In Russland gibt es ein Sprichwort: „Die Rettung der Untergehenden ist die Angelegenheit der Untergehenden“. Dann habe ich zum ersten Mal den Gedanken gehabt, dass ich selbst mir helfen soll. Nach einer Weile ist das zur Überzeugung geworden: „Dann muss ich mir selbst diese benötigte Liebe geben“.

Es ist alles schön und gut, aber wie macht man das?
Ich habe mit Methoden angefangen, welche die meisten Menschen im Internet finden: Ich habe mir Zeit genommen, gereist, viele schöne, entspannende Sachen gemacht und erlebt. Ich habe angefangen weniger zu arbeiten, nette Menschen getroffen, Konzerte, Seminare zur Selbstentwicklung besucht usw. Es war alles toll, aber richtig viel weiter hat mich das leider nicht gebracht. Ich liebte mich nicht mehr als davor.

Dann habe ich eine Methode ausprobiert, die eigentlich nicht so schwer ist, aber viel mit Selbstkenntnis zu tun hat. Ich dachte, wenn ich verstehe, wofür ich in dieser Welt bin, was ist meine Lebensaufgabe, dann werde ich glücklicher sein und mich mehr lieben.
Ich habe das Human Design System kennengelernt und nach einigen Jahren diese Fragen beantwortet. In der gleichen Zeit habe ich begonnen mir alle meine Talente, Fähigkeiten, Charaktereigenschaften, Verhalten, Erfolge, Werte anzuschauen und anzuerkennen, um dadurch mich mehr zu lieben.

Ich fühlte mich schon besser, aber die bedingungslose und ewige Liebe zu sich selbst ist immer noch nicht aufgetaucht. Damals habe ich auch schon verstanden, dass ich mit meinem Inneren anfangen soll, dass ich mich mit meinen inneren Konflikten und Einstellungen beschäftigen soll. Ich wusste aber noch nicht genau wie.
Ich habe mir auch einige Psychotherapeuten angeschaut, aber keinen passenden gefunden und entschieden, mich selbst um meine Weiterentwicklung zu kümmern.

Ich habe schon früher viele Bücher zum Thema Psychologie gelesen, aber irgendwie schien mir das zu einseitig nur mental / geistig mich mit meinen Konflikten, Blockaden, Traumata usw. auseinander zu setzen. Ich habe nach einer Körpertherapie gesucht, die mir hilft auch mit meinen Emotionen fertig zu werden. Über Bioenergetik von A. Lowen bin ich zur Primärtherapie von A. Janov gekommen. Das hat mir geholfen die Gefühle und Emotionen, die in mir seit Jahren gespeichert waren, nach und nach loszuwerden. Damit beschäftige ich mich immer noch.

In meiner Ausbildung zum Systemischen Coach, habe ich das Riemann-Thomann-Modell kennengelernt und angefangen mit Projektionen zu arbeiten. Ich habe bei mir bestimmt einige Hunderte gefunden und bearbeitet. Manchmal finde ich immer noch welche.
Diese Arbeit hat mein Leben noch ruhiger und ausgeglichener gemacht. Ich werde sehr selten von irgendwelchen Menschen, Meinungen, Situationen, Umständen usw. getriggert.

Der Traum von der Ganzheit meiner Persönlichkeit beschäftigt mich schon seit langem, aber der Weg war mir nicht klar. Im letzten Jahr habe ich den Bereich dynamische oder klinische Psychiatrie von Pierre Janet kennengelernt. Ich habe schon früher über Strukturdissoziation gehört und Mal mit meinem „Inneren Kind“ gearbeitet, aber ohne großen Erfolg. Der neue Input und Gedanke, dass alle, durch Traumata abgespalteten Persönlichkeitsanteile, wieder integriert werden können, hat mir wieder Hoffnung gegeben.

Ich habe während meiner ersten 15 Lebensjahren mehrere nicht passende Persönlichkeitsanteile sozusagen selbst abgespaltet und verdrängt. Damals musste ich das tun, weil die meinen Eltern nicht gefielen. Und ich wollte die Beziehung zu meinen Eltern aufrechterhalten, um zumindest ein wenig Liebe zu bekommen. Mehrere von diesen Anteilen sind in einem Konflikt mit einander und mit „Erwachsenen Ich“, der mein Leben die meiste Zeit steuert.

Das Ziel war und ist die Liebe zu sich selbst. Ich bin schon toll, habe viele großartige Eigenschaften und Fähigkeiten, ich akzeptiere das, was ich habe und wer ich bin. Jetzt kommen die Sachen ins Spiel, die nur ahne, die zum Teil sehr selten herauskommen, aber die will ich auch finden und aufnehmen. Ich gehe immer tiefer in mich hinein und das ähnelt schon einem großartigen Abenteuer wie z. B. einer Schatzsuche.

Ich denke, dass die Integration der abgespaltenen Anteile die endgültige Antwort sein könnte. Ich kann mich nur als Ganzes lieben. Solange ich etwas von mir verdränge / nicht akzeptiere, gibt es ein Konflikt, ein Krieg, in dem gekämpft wird. Wo ein Krieg herrscht, gibt es keine Liebe. Ich kann nicht mich selbst nur zur Hälfte akzeptieren und die andere Hälfte ignorieren oder hassen. Ich habe mit dieser Arbeit angefangen und das wird eine bestimmte Zeit brauchen.

Wie ihr schon bestimmt verstanden habt, meine Geschichte geht weiter. Ich bin noch nicht am Ende meines Weges, auch zur Selbstliebe. Ich vermute, dass es keine Tablette oder keinen „Heiligen Graal“ gibt, die bei dem Thema schnell und allen helfen werden. Jeder von uns geht sozusagen seinen Weg und sucht nach seinen individuellen Erkenntnissen.
Ich wünsche euch Viel Erfolg dabei!

Ich habe schon einige Artikel zum Thema geschrieben und unten aufgelistet:

Konflikte und ihre Ursachen

Wie lerne ich mich besser kennen?

Wie lerne ich zu vertrauen?

Selbstliebe 2

Wie lerne ich zu lieben?

Euer Roman

.

.

 

Teile mit Freu(n)de : Diese Icons verlinken auf Bookmark Dienste bei denen Nutzer neue Inhalte finden und mit anderen teilen können.
  • Twitter
  • Facebook
  • Google Bookmarks
  • XING
  • LinkedIn
  • MisterWong
  • MyShare
  • MySpace
  • Webnews
  • email
  • Print
Veröffentlicht unter Meine Erfahrungen, Persönlichkeit, Psyche | Verschlagwortet mit , , , , , , , , | Schreib einen Kommentar

Tetralemma

Hallo zusammen,

heute möchte ich euch eine Methode vorstellen, die hilft bei einer Entscheidungssuche mehr Alternativen zu kreieren, aus einem Dilemma auszubrechen und eine passende Lösung zu finden. Dazu kommen zwei interessante Videos und meine Kommentare.

Wir neigen oft in unserem Alltag stark dazu, vieles in Dualitäten wahrzunehmen. Zum Beispiel: gut-böse, schwarz-weiß, ja-nein. Genauso ist es auch bei Entscheidungen – wir stecken gelegentlich zwischen zwei Möglichkeiten fest. Wir beginnen zu grübeln, nach Pro und Contra zu suchen, die Möglichkeiten von verschiedenen Perspektiven anzuschauen.

Wir sind in einem Dilemma gefangen und die beiden Alternativen gefallen uns nicht so richtig. Dieser Moment ist ganz wichtig. Wenn die beiden uns nicht glücklich machen, ist es die Zeit nach weiteren Alternativen zu suchen. Dafür möchte ich euch eine Methode vorstellen, die das Tetralemma heißt.

Das Tetralemma ist eine von Insa Sparrer und Matthias Varga von Kibed entwickelte Methode für die Anwendung im Bereich von systemischem Coaching, Beratung und Therapie und der systemischen Strukturaufstellung. Dabei können die Entscheidungsmöglichkeiten beim Vorliegen eines „Dilemmas“ erweitert werden.
Die Methode und die Idee sind viel tiefer, als ich hier darstelle, aber man kann das auch auf einer einfachen Ebene nützlich anwenden.

Hier ist ein Video mit noch einem Beispiel und Erklärung.

Noch eine kurze Erklärung von mir mit einem anderen Beispiel.

Das Eine: Der Standpunkt zu dem ihr eher tendiert.

Das Andere: Die Alternative, das Abgelehnte, Nicht-Gewählte.

Beides: Was wäre, wenn die Qualitäten / Aspekte aus beiden Standpunkten vereint wären?

Keins von Beidem: Versetzt euch in diese Perspektive und bemerkt, dass noch mehr Möglichkeiten und Kompromisse möglich sind.

All dies nicht – und selbst das nicht (Joker): Alle obenstehenden Positionen fassen noch nicht das Ganze unserer möglichen Erfahrungen um. Es geht noch mehr.

Es ist wie eine Spirale: Die gefundenen Lösungen können weiter mit einander kombiniert und daraus weitere Möglichkeiten gebildet oder gefunden werden.
Diese Methode zeigt, dass es meistens nicht nur eine Lösung gibt, sondern mehrere.

Oft stecken wir in einem Dilemma schon eine Weile und sehen viele weitere Möglichkeiten nicht. Das Wichtigste hier aus diesen zwei ersten Varianten auszusteigen, sozusagen das Dilemmabereich verlassen, dann wird es einfacher. Sobald wir alle 5 gefunden haben,  verstehen wir, dass es noch weiter geht und kommen auf noch mehr Alternativen.

Beispiel:
Bürojob, Sommer, Urlaubszeit. Es gibt sehr viel zu tun. Ein Kollege ist im Urlaub, ein anderer ist krank und der Dritte hat gekündigt. Ich habe zwar schon 2 Wochen beantragter Urlaub, aber habe doch Zweifel, ob ich jetzt den nehmen soll oder nicht.

  1. Das Eine – ich gehe in den Urlaub.
  2. Das Andere – ich arbeite weiter und nehme mir den Urlaub irgendwannmal später.
  3. Sowohl als auch – ich nehme mir jetzt eine Woche und andere Woche später.
  4. Keins von Beiden – ich nehme ein Teil der Aufgaben ins Home Office.
  5. All dies nicht – ich kündige.

Ich habe schon viel mit Tetralemma gearbeitet. Es hilft wirklich. Nach meiner Meinung sind wir – Menschen sehr kreativ. Wir können richtig viel bewegen, wenn wir unsere Kreativität öfter einsätzen. Immer neue Lösungen zu finden macht Spaß und entlastet.
Versucht es! Zum Üben könntet ihr auch zum diesem Beispiel unten noch mehr alternativen Entscheidungen finden. Viel Erfolg!

Euer Roman

.

.

Teile mit Freu(n)de : Diese Icons verlinken auf Bookmark Dienste bei denen Nutzer neue Inhalte finden und mit anderen teilen können.
  • Twitter
  • Facebook
  • Google Bookmarks
  • XING
  • LinkedIn
  • MisterWong
  • MyShare
  • MySpace
  • Webnews
  • email
  • Print
Veröffentlicht unter Methoden | Verschlagwortet mit , , , , , , , , | Schreib einen Kommentar

Kriterien für die psychische Gesundheit nach A. Ellis

Hallo zusammen,

heute möchte ich euch ein Modell über die psychische Gesundheit und die Reife eines Menschen vorstellen. Es geht um 13 Kriterien für die psychische Gesundheit von Albert Ellis. Dazu kommen meine Kommentare und ein tolles Video.

Albert Ellis war ein US-amerikanischer Psychologe und Psychotherapeut. Er entwickelte einen psychotherapeutischen Ansatz – die Rational-Emotive Verhaltenstherapie (REVT). Ein besonderes Kennzeichen und Alleinstellungsmerkmal der REVT ist ihre starke philosophische Neigung.

13 Kriterien für die psychische Gesundheit

1. Berücksichtigung der eigenen Interessen.
Vernünftige und emotional gesunde Menschen haben normalerweise zuerst persönliche Interessen und stellen sie zumindest geringfügig über die Interessen anderer Menschen. Sie opfern sich bis zu einem gewissen Grad für diejenigen, die ihnen wichtig sind, aber nie ganz.

2. Soziales Interesse.
Soziales Interesse ist rational und eigentlich ein persönliches Interesse, da die meisten Menschen sich dafür entscheiden, in sozialen Gruppen oder in der Gesellschaft zu leben. Wenn sie weder die Moral, noch die Rechte anderer nicht respektieren und nicht zum sozialen Überleben beitragen, ist es unwahrscheinlich, dass sie eine Welt schaffen können, in der sie selbst bequem und glücklich leben können.

3. Selbstverwaltung.
Gesunde Menschen neigen dazu, Verantwortung für ihr eigenes Leben zu übernehmen und gleichzeitig lieber mit anderen zusammenzuarbeiten. Sie benötigen nicht oft Hilfe oder Unterstützung von anderen, obwohl nehmen sie ab und zu gern an.

4. Hohe Toleranz für Frustration.
Rationale Menschen geben sich und anderen das Recht, falsch zu liegen, Fehler zu machen. Selbst wenn sie ihr eigenes Verhalten oder das Verhalten anderer Menschen nicht mögen, neigen sie nicht dazu, sich selbst und andere direkt zu verurteilen.

5. Flexibilität.
Gesunde und reife Menschen sind flexibel, veränderungsbereit, nicht fanatisch und pluralistisch in ihren Ansichten zu anderen Menschen. Sie legen keine festen Regeln für sich selbst oder für andere fest.

 6. Akzeptanz der Unsicherheit.
Gesunde Menschen neigen dazu, die Idee zu erkennen und zu akzeptieren, dass wir in einer Welt der Wahrscheinlichkeit und des Zufalls leben, in der absolute Gewissheit nicht existiert. Sie erkennen, dass das Leben in einer so unsicheren Welt faszinierend und aufregend ist. Sie mögen Ordnung, aber sie benötigen kein genaues Wissen darüber, was die Zukunft ihnen bringen wird und was mit ihnen geschehen wird.

7. Hingabe für kreative Aktivitäten.
Die meisten Menschen fühlen sich gesünder und glücklicher, wenn sie sich vollständig in etwas außerhalb von sich selbst vertiefen und mindestens ein starkes kreatives Interesse verspüren, dass einen bedeutenden Teil ihres Lebens um diese Tätigkeit organisieren. 

8. Wissenschaftliches Denken.
Diese Menschen streben danach objektiver, realistischer und wissenschaftlicher zu denken. Sie können Gefühle tief fühlen und beeinflussen, sie können ihre Emotionen und Handlungen regulieren, indem sie über sie nachdenken und Konsequenzen ihres Verhaltens dahingehend bewerten, inwieweit das zur Erreichung kurzfristiger und langfristiger Ziele beiträgt. 

9. Selbstakzeptanz.
Gesunde Menschen sind normalerweise froh, dass sie am Leben sind und lieben sich schon dafür, dass sie leben und es genießen können. Sie beurteilen ihren inneren Wert nicht an eigenen externen Errungenschaften oder daran, was andere über sie denken.

10. Risikobereitschaft.
Emotional gesunde Menschen neigen dazu, Risiken einzugehen und zu versuchen, das zu tun, was sie wollen, auch wenn die Wahrscheinlichkeit eines Misserfolgs hoch ist. Sie sind mutig, aber nicht rücksichtslos.

11. Verzögerter Hedonismus.
Gut angepasste Menschen streben normalerweise sowohl nach den Freuden des gegenwärtigen Augenblicks als auch nach den Freuden des Lebens, die die Zukunft verspricht. Sie schließen selten die Augen vor zukünftigen Verlusten, um kurzfristige Gewinne zu erzielen. Sie sind hedonistisch, das heißt, sie streben nach Glück und vermeiden Schmerzen, aber sie geben zu, dass sie noch einige Zeit leben werden und deshalb nicht nur an heute, sondern auch an morgen denken sollen und keine Besessenheit haben alle Bedürfnisse und Wünsche sofort zu befriedigen.

12. Anti-Utopismus / Non-Utopismus
Gesunde Menschen halten es für selbstverständlich, dass Utopie unerreichbar ist und dass sie niemals alles bekommen können, was sie wollen oder alles loswerden können, was weh tut. Sie versuchen nicht unrealistisch für totales Glück, Perfektion und Freude zu kämpfen oder für die völlige Abwesenheit von Angst, Depression, Selbstgefälligkeit und Grausamkeit.

 13. Verantwortung für eigene emotionalen Zustände.
Gesunde Menschen übernehmen einen Großteil der Verantwortung für ihre emotionalen Probleme auf sich selbst, anstatt andere oder soziale Bedingungen für ihre eigenen selbstzerstörerischen Gedanken, Gefühle und Handlungen verantwortlich zu machen.

Ich finde diese Kriterien sehr wichtig für reife und gesunde Persönlichkeit, aber es gibt auch mehrere andere Meinungen. Siehe z.B. diesen Artikel.

Mit der These Nummer 12 bin ich nicht ganz einverstanden, da ich die Meinung vertrete, dass man auf diesem Gebiet viel tun kann und dafür lohnt sich auch Zeit, Mühe und Energie zu investieren. Das zeigt, dass ich nach A. Ellis nicht ganz gesund bin… 🙂

Hier habe einige tolle Empfehlungen in einem Video. Damit kann man schon viel machen.

Liebe Grüße

Euer Roman

.

.

Teile mit Freu(n)de : Diese Icons verlinken auf Bookmark Dienste bei denen Nutzer neue Inhalte finden und mit anderen teilen können.
  • Twitter
  • Facebook
  • Google Bookmarks
  • XING
  • LinkedIn
  • MisterWong
  • MyShare
  • MySpace
  • Webnews
  • email
  • Print
Veröffentlicht unter Allgemein, Persönlichkeit | Verschlagwortet mit , , , , , , , , | Schreib einen Kommentar

Geschichte über einen Hammer

Hallo zusammen,

heute habe ich für euch eine nette Geschichte herausgegraben.

Hammer

Ein Mann will ein Bild aufhängen. Den Nagel hat er, nicht aber den Hammer. Der Nachbar hat einen. Also beschließt unser Mann, hinüberzugehen und ihn auszuborgen. Doch da kommt ihm ein Zweifel: Was, wenn der Nachbar mir den Hammer nicht leihen will? Gestern schon grüßte er mich nur so flüchtig. Vielleicht war er in Eile. Vielleicht hat er die Eile nur vorgeschützt, und er hat was gegen mich. Und was? Ich habe ihm nichts getan; der bildet sich da etwas ein. Wenn jemand von mir ein Werkzeug borgen wollte, ich gäbe es ihm sofort. Und warum er nicht? Wie kann man einem Mitmenschen einen so einfachen Gefallen abschlagen? Leute wie dieser Kerl vergiften einem das Leben. Und dann bildet er sich noch ein, ich sei auf ihn angewiesen. Bloß weil er einen Hammer hat. Jetzt reicht´s mir wirklich. – Und so stürmt er hinüber, läutet, der Nachbar öffnet, doch bevor er „Guten Tag“ sagen kann, schreit ihn unser Mann an: „Behalten Sie Ihren Hammer“.

                                                                                               P. Watzlawick, Buch “ Anleitung zum unglücklich sein“

Die Geschichte zeigt sehr schon, was wir uns alles einbilden können und wie diese Vorstellungen, Befürchtungen und Erwartungen unser Leben und das Miteinander schwer machen können.

Euer Roman

.

Teile mit Freu(n)de : Diese Icons verlinken auf Bookmark Dienste bei denen Nutzer neue Inhalte finden und mit anderen teilen können.
  • Twitter
  • Facebook
  • Google Bookmarks
  • XING
  • LinkedIn
  • MisterWong
  • MyShare
  • MySpace
  • Webnews
  • email
  • Print
Veröffentlicht unter Allgemein | Verschlagwortet mit , , , | Schreib einen Kommentar

Geschichte über Himmel und Hölle

Hallo zusammen,

heute habe ich für euch eine sehr schöne alte japanische Legende ausgegraben.

Ein sehr kämpferischer und aggressiver Samurai forderte einmal einen Zenpriester auf, ihm zu erklären, was Himmel und was Hölle ist.

Der weise Priester erwiderte verächtlich: „Du bist nichts als ein Flegel, mit deinesgleichen vergeude ich nicht meine Zeit!“

Da war der Samurai natürlich in seiner Ehre getroffen und wurde rasend vor Wut. Er zog sein Schwert aus der Scheide und schrie den Priester an: „Für deine Frechheit sollst du sterben!“

„Das ist“, gab ihm der Priester gelassen zurück, „die Hölle.“

Verblüfft von der Erkenntnis der Wahrheit dessen, was der Priester über die Wut gesagt hatte, die er gerade erlebt hatte, beruhigte sich der Samurai. Er steckte das Schwert in die Scheide und dankte dem Priester mit einer Verbeugung für die Einsicht.

„Und das“, sagte der Priester, „ist der Himmel.“

Verfasser ist mir leider unbekannt.

Euer Roman

Teile mit Freu(n)de : Diese Icons verlinken auf Bookmark Dienste bei denen Nutzer neue Inhalte finden und mit anderen teilen können.
  • Twitter
  • Facebook
  • Google Bookmarks
  • XING
  • LinkedIn
  • MisterWong
  • MyShare
  • MySpace
  • Webnews
  • email
  • Print
Veröffentlicht unter Allgemein | Schreib einen Kommentar

Feedback-Methode

Hallo zusammen,

ich habe gerade auf einen Artikel gestoßen, das über eine Methode berichtet. Die 5-Finger-Methode ist ziemlich einfach und erklärt, wie man aus einer Stressphase schnell rauskommt.

http://www.focus.de/gesundheit/burnout-vorsorge-wie-sie-mit-einfachen-ritualen-dem-stress-entkommen_id_7426899.html

Ich kenne eine andere 5-Finger-Methode aus meiner Trainer-Praxis. Da geht es um ein Feedback von meinen Seminarteilnehmern zu bekommen.

https://www.nordicfit.com/5-finger-feedback-methode-trainer/

Die Idee mit der Hand als Erinnerungshelfer gefällt mir ausgesprochen gut. Die Methode hilft aber, nach meiner Meinung, nur kurzfristig. Das ist ehe eine Ablenkung, um sich dadurch eine Pause zu gewinnen und dem Körper und Geist etwas Ruhe zu gönnen. Aber es ist einfach, praktisch und alles, was ich brauche, habe ich an mir.

Euer Roman

.

Teile mit Freu(n)de : Diese Icons verlinken auf Bookmark Dienste bei denen Nutzer neue Inhalte finden und mit anderen teilen können.
  • Twitter
  • Facebook
  • Google Bookmarks
  • XING
  • LinkedIn
  • MisterWong
  • MyShare
  • MySpace
  • Webnews
  • email
  • Print
Veröffentlicht unter Methoden | Verschlagwortet mit , , , | Schreib einen Kommentar

Konfliktarten: Konflikt über Sachverhalt

Hallo zusammen,

es geht weiter mit dem Thema „Konfliktarten“. Letztes Mal haben wir mit dem Strukturkonflikt auseinandergesetzt und heute reden wir über einen Sachverhaltskonflikt.

Sachverhaltkonflikte beziehen sich auf konkrete Fakten oder Situationen. Sachverhaltskonflikte werden meist durch falsche Informationen und unterschiedliche Bewertungen einer Sachlage verursacht. Das sind unterschiedliche Interpretationen, Bewertung eines Sachverhaltes oder Mangel an Informationen. Zum Beispiel, ich sage dass, ein Glas halbleer ist und mein Opponent, dass das Glas halbvoll ist. Oder ich meine, dass Amalgamplomben im Mund gefährlich sind und mein Konfliktpartner, dass das kein Gefährdungspotenzial für die Gesundheit hat.

Zur Lösung des Konfliktes bedarf es einer Informationsgewinnung und einer Einigung über die Bewertung der Daten. Sie werden rational bewertet und diskutiert. Das ist einfacher gesagt als getan. Es kann gut sein, dass es nicht um die Sache/Fragestellung geht, sondern, dass die beiden Konfliktpartner schon miteinander nicht so gut können und/oder noch miteinander ein Hühnchen zu rupfen haben. Oft liegt die Konfliktursache tiefer verborgen, auf eine andere Ebene.

Konflikte finden außer auf Sachebene auch noch Gefühls- und Machtebene statt. Auf der Gefühlsebene wirken emotionale Unstimmigkeiten zwischen den beiden Konfliktparteien. Über Gefühle wird meistens nicht gesprochen und der Konflikt bleibt unterschwellig. Auf der Machtebene geht es um Konkurrenz, Rivalität und Autorität. Darüber redet man auch nicht so oft miteinander.

Wenn so ein simpler Konflikt lange nicht gelöst werden kann, dann gibt es wirklich ein Gesprächsbedarf mit dem Konfliktpartner, dann liegt da noch etwas Unbewusstes und Verborgenes, vielleicht auch für die beiden.

Viel Erfolg!

Euer Roman

Konfliktarten 1: Strukturkonflikt

.

Teile mit Freu(n)de : Diese Icons verlinken auf Bookmark Dienste bei denen Nutzer neue Inhalte finden und mit anderen teilen können.
  • Twitter
  • Facebook
  • Google Bookmarks
  • XING
  • LinkedIn
  • MisterWong
  • MyShare
  • MySpace
  • Webnews
  • email
  • Print
Veröffentlicht unter Meine Erfahrungen | Schreib einen Kommentar

Nachfragen in einem Konflikt

Hallo zusammen,

es geht in einem Konflikt darum Ruhe zu bewahren und euren Konfliktpartner richtig zu verstehen. Sehr viele Konflikte entstehen durch Missverständnisse und Informationsmangel bei der Kommunikation.

Dafür gibt es eine schöne Methode.

Wenn bei einem Gespräch ihr spürt, dass da sich in euch etwas aufbaut. Ihr fühlt euch angegriffen, missverstanden, verletzt oder beleidigt. Stellen Sie eurem Gegenüber eine einfache Frage. Habe ich dich jetzt richtig verstanden? Du meinst das und das… Und dann sagt ihr, was ihr gerade verstanden habt.

Die meisten Menschen wollen keine Konflikte und werden absichtlich nicht damit beginnen. Normalerweise wird ein Missverständnis gleich geklärt und entsteht gar kein Konflikt. Sie/er hat etwas anderes gemeint oder ihr habt etwas falsch verstanden (möglicherweise akustisch). Wenn der Konfliktpartner das als Scherz gemeint hat, dann wird er das sagen und alles klärt sich schnell auf.

Wenn jemand wirklich etwas Unangenehmes für euch gemeint hat, dann entweder nimmt sie/er das nach eurer Nachfrage mit einer Entschuldigung zurück oder wird das Gesagte wiederholen. Dann wisst ihr jetzt, dass das ernst gemeint ist.

In diesem Fall stellt ihr euren Gegenüber eine weitere Frage. Gibt es ein Grund für deine Worte? Eurer Konfliktpartner hat etwas gegen etwas oder jemanden, nicht unbedingt gegen euch. Ihr musst mehr darüber erfahren, um zu verstehen, was hier los ist. Es kann wiederum ein Missverständnis sein und so könntet ihr das beseitigen. Ihr gebt eurem Gegenüber auch eine Chance sich auszusprechen und sie/er wird euch dafür dankbar sein. Es wäre nicht schlecht dabei Ruhe zu bewahren und ihr/ihm zuzuhören. Es ist eventuell ein Feedback für euch, so sieht euch dieser Mensch und es ist interessant sich selbst mit anderen Augen zu sehen. Meistens könntet ihr bei diesem Gespräch alles klären.

Und wenn ihr beide doch nicht zu einem Konsens kommen, dann wisst ihr zumindest worum es geht oder, dass jemand etwas gegen eure Meinung, Verhalten u.s.w. hat. Wir sind alle verschieden. Bedankt euch und versprecht darüber nachzudenken und mit ihr/ihm das später zu besprechen. Ihr könnt das Gesagte zur Kenntnis nehmen, etwas an sich ändern oder auch nicht.

Auf jeden Fall wird eurer Konfliktpartner wissen, dass ihr eure Grenzen kennt, Konflikte nicht scheut, die aber lösen wollt und eine verständnis- und respektvolle Persönlichkeit seid.

Viel Erfolg!

Euer Roman

.

.

Teile mit Freu(n)de : Diese Icons verlinken auf Bookmark Dienste bei denen Nutzer neue Inhalte finden und mit anderen teilen können.
  • Twitter
  • Facebook
  • Google Bookmarks
  • XING
  • LinkedIn
  • MisterWong
  • MyShare
  • MySpace
  • Webnews
  • email
  • Print
Veröffentlicht unter Methoden | Verschlagwortet mit , , , , , , , , | Schreib einen Kommentar

Elemente des Konflikts

Hallo zusammen,

heute reden wir über Konfliktphasen nach Roman Mendelev. Ich habe schon mehrere Konflikte in meinem Leben gehabt und eine interessante Tendenz beobachten können, wie ein Konflikt abläuft. Nach meiner Erfahrung besteht ein Konflikt aus drei Teilen oder Phasen.

Alles beginnt mit einer Herausforderung. Das bedeutet, ich werde mit einem Hindernis konfrontiert, das zwischen mir und meiner Bedürfnisbefriedigung steht. Es ist etwas oder jemand da, das/der mich aus der Ruhe bringt und auffordert über Situation nachzudenken, etwas zu fühlen oder zu tun. Solche Herausforderungen kommen mehrmals täglich.

Als Zweites kommt ein Durchbruch. Es gibt zwei mögliche Varianten. Ich tue das, was ich schon immer gemacht habe, so wie ich normalerweise auf ein Konflikt reagieren würde. Ich kann mich z. B. lautlos ärgern, jemandem anschreien, weglaufen, lange nachgrübeln oder mich bei jemanden beschweren. Es ist kein richtiger Durchbruch, aber es hilft mir, zu glauben, dass ich die Situation beendet habe. Es wird am Ende das Gleiche wie früher rauskommen und den gleichen Konflikt habe ich bald wieder. Was passiert da? Es geht darum, dass ich hier eine immer dieselbe emotionale Reaktion abspiele. Das passiert unbewusst. Ich habe die seit meiner Kindheit, ich kenne die und die schützt mich vor dem emotionalen Schmerz.

Hier gibt es aber eine Möglichkeit anders als wie immer zu reagieren. Ich könnte bewusst da sein und beobachten, was passiert eigentlich in dieser Situation. In diesem Moment werde ich mich von diesem unbewussten Vorgang verabschieden und bewusst in einen Konflikt hereingehen. Jetzt steuere ich mich selbst. Wenn ich früher immer andere angeschrien habe, dann kann ich jetzt versuchen sie anzulächeln oder zumindest ruhiger meine Gedanken oder Gefühle mitzuteilen. Wenn ich in mir gegrübelt habe, dann kann ich ein paar Fragen an meinen Konfliktpartner stellen, um ein Dialog anzukurbeln. Auf keinen Fall darf ich weglaufen. Egal, ob ich jemanden anschreie oder einfach schweigsam da stehe, ich muss die Situation bis zum Ende aushalten.

Wenn das passiert ist, dann kommt die dritte Phase – die Stabilisierung. Die Phase kann  auch kommen, wenn ich alles wie immer tue, aber in diesem Fall kommt die nur ganz kurz und dann beginnt alles wieder von vorne.

Wenn ich aber bleibe und etwas anders mache, dann werde ich sehen, dass es nichts Schlimmes passiert ist. Alle sind noch am Leben und etwas überrascht, wie ich in dieser Situation reagiert habe. Ich habe meine alte emotionale Reaktionsweise durchbrochen und jetzt kann ich sie ablegen, vielleicht wähle ich eine oder mehrere anderen für mich aus. Ich kann jetzt bewusst handeln. Ab jetzt stabilisiert sich die Situation, weil ich etwas gelernt habe. Ich kann nun auf einer anderen Weise erfolgreich Konflikte angehen.

Ihr werdet schon einem oder einigen euren Ängsten ins Gesicht schauen, aber es lohnt sich sein eigener Herr zu sein. Ihr bekommt mehr Mut, mehr Bewusstheit, Gelassenheit, Respekt und etwas Lust zum Spielen und zum Herausfinden, was ihr noch könnt und wollt im Leben.

Viel Erfolg!

Euer Roman

.

.

Teile mit Freu(n)de : Diese Icons verlinken auf Bookmark Dienste bei denen Nutzer neue Inhalte finden und mit anderen teilen können.
  • Twitter
  • Facebook
  • Google Bookmarks
  • XING
  • LinkedIn
  • MisterWong
  • MyShare
  • MySpace
  • Webnews
  • email
  • Print
Veröffentlicht unter Allgemein | Verschlagwortet mit , , , , , , | Schreib einen Kommentar

Frohe Ostern!

Hallo zusammen,

heute möchte ich euch ein tolles Osterfest wünschen! Dazu habe ich auch ein Video mit Osterbräuchen in Russland, eine schöne, zum Nachdenken bringende, Geschichte und meine Kommentare vorbereitet.

Die orthodoxen Ostern werden meistens später gefeiert als in Deutschland. In diesem Jahr z.B. ist der Ostersonntag am 2 Mai. Das liegt daran, dass die orthodoxe Kirche sich bei ihren Festen an einem anderen Kalender orientieren: nicht am Gregorianischen, sondern am Julianischen Kalender. Da das Jahr hier mehrere Tage später beginnt, verschieben sich auch die Feste.

Jetzt möchte ich euch eine schöne Geschichte über Träume drei kleinen Bäume vorstellen.

Die drei Bäume

Es waren einmal drei kleine Bäume. Sie wuchsen oben auf einem Hügel. Jeder Baum hatte einen ganz besonderen Wunsch, was aus ihm einmal werden sollte, wenn er groß war.

Der erste Baum schaute nachts zum Himmel hinauf und sah all die vielen Sterne, die wie Diamanten funkelten. „Ich wünsche mir, dass aus meinem Holz einmal eine wunderschöne Schatzkiste gemacht wird. Sie soll mit Gold verziert sein, und viele wertvolle Edelsteine sollen darin liegen. Dann werde ich die schönste Schatzkiste der Welt sein.“

Der zweite Baum sah den plätschernden Bach, der sich auf seinem Weg zum Meer durch den Wald schlängelte. „Wenn ich einmal groß bin“, träumte er, „soll aus meinem Holz ein gewaltiges Schiff gebaut werden. Ich möchte über weite Meere fahren und im Dienst mächtiger Könige stehen.“

Der dritte Baum schaute hinunter ins Tal. Dort wohnten viele Menschen in einer großen Stadt; sie arbeiteten von früh bis spät. „Ich möchte für immer auf diesem Hügel stehen bleiben und ein großer Baum werden“, träumte er. „Wenn die Menschen dann zu mir hochschauen, werden sie den Himmel sehen, und sie werden an Gott, den Schöpfer aller Dinge, denken. Deshalb möchte ich der größte Baum der ganzen Welt werden!“

Viele Jahre vergingen. Auf Regen folgte Sonnenschein, und aus den kleinen Bäumen wurden große Bäume. Eines Tages stiegen drei Holzfäller den Hügel herauf. Jeder trug eine blitzende Axt in der Hand.
Der erste Holzfäller schaute sich den ersten Baum an und meinte dann: „Einen so schönen Baum kann ich gut gebrauchen!“ Und mit wuchtigen Axthieben fällte er den ersten Baum. „Jetzt machen sie bestimmt eine wunderschöne Truhe aus mir“, freute sich der Baum. „Dann werde ich einen wertvollen Schatz aufbewahren.“

Der zweite Holzfäller schaute sich den zweiten Baum an und meinte dann: „Einen so starken Baum kann ich gut gebrauchen!“ Und mit wuchtigen Axthieben fällte er den zweiten Baum. „Jetzt bauen sie bestimmt ein großes und gewaltiges Schiff aus mir“, freute sich der zweite Baum. „Dann werden mächtige Könige mit mir über die Meere fahren.“

Dem dritten Baum wurde es angst und bange, als der dritte Holzfäller ihn ansah. Kerzengerade und hochgewachsen ragte er zum Himmel empor. Doch der Holzfäller überlegte nicht lange und murmelte bloß: „Ich kann jeden Baum gebrauchen.“ Und mit wuchtigen Axthieben fällte er den dritten Baum.

Der erste Baum jubelte, als der Holzfäller ihn in eine Schreinerwerkstatt brachte. Doch welche Enttäuschung! Der Schreiner nahm das Holz des einst so schönen Baumes und machte daraus eine ganz normale Futterkrippe. Sie wurde auch nicht vergoldet, und es kamen auch keine Edelsteine hinein. Stattdessen war sie mit Sägemehl bedeckt, und dann wurde sie mit Heu gefüllt – für die Tiere im Stall.

Der zweite Baum lächelte zufrieden, als der Holzfäller ihn zu einem Schiffsbauer brachte. Doch welche Enttäuschung! Es wurde gar kein stolzes Schiff aus ihm gebaut, sondern nur ein einfaches Fischerboot – viel zu klein und zu schwach, um über große Flüsse und Meere zu fahren. Als es fertig war, brachte man das Boot an einen kleinen See, wo ärmliche Fischer Tag für Tag damit zum Fischfang ausfuhren.

Der dritte Baum war traurig, als der Holzfäller ihn zersägte und die dicken Balken in ein Holzlager brachte. „Ich verstehe das nicht!“, jammerte der Baum, der einst so groß gewesen war. „Ich wollte doch so gern auf dem Hügel stehen und die Menschen an Gott erinnern!“
Viele Tage und viele Nächte vergingen. Die drei Bäume hatten ihre Träume fast schon vergessen.

Doch eines Nachts legte eine junge Frau ihr neugeborenes Kind in die Futterkrippe, die aus dem ersten Baum gezimmert worden war. „Ach, Maria, hätten wir doch nur eine richtige Wiege für das Kind!“ seufzte ihr Mann. Aber die Frau nahm seine Hand und lächelte, als das goldene Licht der Sterne auf das glatte, derbe Holz fiel. „Aber Josef, diese Krippe ist doch wunderschön“, flüsterte sie. Und mit einem Mal wusste der erste Baum, dass der wertvollste Schatz der ganzen Welt in ihm lag.

Auch der zweite Baum erlebte eine Überraschung. Eines Abends stieg ein müder Wanderer mit seinen Freunden in das alte Fischerboot. Er legte sich gleich nieder und schlief ein, während das Schiff hinausfuhr auf den See. Doch plötzlich kam ein gewaltiger Sturm auf. Das kleine Boot erzitterte. Es wusste, dass es nicht stark genug war, um so viele Menschen sicher durch Wind und Wellen zu tragen. Schließlich erwachte der Mann. Er stand auf, streckte seine Hand aus und befahl dem Wind, sich zu legen. Da verstummte der Sturm so schnell, wie er gekommen war. Plötzlich wusste der zweite Baum, dass er den König des Himmels und der Erde an Bord trug.

An einem Freitagmorgen schreckte der dritte Baum hoch: Mit einem kräftigen Ruck wurde ein Balken aus dem vergessenen Holzstapel herausgezogen. Jemand trug ihn mitten durch eine laute, aufgeregte Menschenmenge einen Hügel hinauf. Er zuckte zusammen, denn Soldaten nagelten die Hände und Füße eines Mannes auf ihm fest. Hässlich und grausam kam er sich vor. Doch als am Sonntagmorgen die Sonne aufging, wusste der dritte Baum mit einem Mal, dass sein alter Traum in Erfüllung gegangen war. Das Kreuz, das man aus seinem Holz gefertigt hatte, zeigte den Menschen den Weg zu Gott.

So erfüllte sich der Wunsch der drei Bäume doch noch: Der erste Baum war tatsächlich zu einer wertvollen Schatztruhe geworden, die den wertvollsten aller Schätze in sich trug: Gottes Sohn ist als Kind in einer Krippe zur Welt gekommen. Der zweite Baum hatte tatsächlich den mächtigsten aller Könige an Bord gehabt: Jesus bewies in dem kleinen Boot seine Macht über Wind und Wellen. Und auch der Wunsch des dritten Baumes war in Erfüllung gegangen: Jedes Mal, wenn die Menschen das Kreuz anschauen, erinnern sie sich daran, wie sehr Gott die Menschen liebt. Und das ist besser, als die schönste Schatzkiste, das stolzeste Schiff oder der größte Baum der Welt zu sein.

Der erste Verfasser von „Die drei Bäume“ ist mir leider unbekannt.
Es gibt viele Prediger und Autoren, die diese Geschichte auf verschiedene Weise darlegen. Diese Auffassung habe ich von der Seite: http://biblipedia.de.

Nach meiner Meinung, das Ereignis der Auferstehung Christi bestätigt den Wert und die Würde eines Menschen, der nicht länger ein Gefangener und ein Sklave seines eigenen Körpers ist, sondern im Gegenteil – das gesamte Universum enthält und bereit ist für dieses Universum zu sterben.

Ich wünsche euch sehr schöne besinnliche Zeit und ein wunderbares Osterfest!

Euer Roman

.

.

Teile mit Freu(n)de : Diese Icons verlinken auf Bookmark Dienste bei denen Nutzer neue Inhalte finden und mit anderen teilen können.
  • Twitter
  • Facebook
  • Google Bookmarks
  • XING
  • LinkedIn
  • MisterWong
  • MyShare
  • MySpace
  • Webnews
  • email
  • Print
Veröffentlicht unter Allgemein, Therapeutische Geschichten | Verschlagwortet mit , , , , , | Schreib einen Kommentar