Schuldgefühle

Hallo zusammen,

heute möchte ich gern über Schuldgefühle sprechen. Ich habe für euch ein interessantes Video mit ein paar Tipps und einige meine Gedanken zum Thema vorbereitet.

Das Video von Casy M. Dinsing zeigt eine sehr gute Möglichkeit mit Schuldgefühlen umzugehen.

Das Schuldgefühl ist die Folge einer sozial unerwünschten Handlung. Es ist nicht wichtig, ob etwas wirklich passiert ist oder es ist nur eine Einbildung des Individuums gewesen, das wird gleichermaßen leiden. Diese Handlung wird von dieser Person nicht akzeptiert und als ein Fehler betrachtet. Nach meiner Meinung besteht das Schuldgefühl aus Betrübnis, Trauer, Reue und Angst vor Bestrafung.

Das ist kein angeborenes Gefühl. Wir haben es im Laufe des Lebens erworben. Woher haben wir das? Das Schuldgefühl wird oft vom erwachsenen Umfeld eines Kindes geformt, um es einfacher zu steuern und zu manipulieren. Es wird meistens auch mit einer Bestrafung verknüpft, um das Gefühl im Gedächtnis des Kindes zu befestigen. Es wird darüber nicht nachgedacht, die Erwachsenen erziehen auf die gleiche Weise, wie die erzogen wurden.

Aus welchem Grund passiert es? Das Kind wird sozialisiert. Aber aus welchem Grund genau? Eine Möglichkeit auf einen Reiz (z.B. auf einen Konflikt) zu reagieren ist die Aggression. Stellt euch vor, alle werden es tun. Dann könnte es sein, dass die Bevölkerung dieses Planeten „etwas“ reduziert wird. Das will doch keiner. Es ist von der Gesellschaft nicht erwünscht, dass einer so reagiert. Solche Menschen werden ausgegrenzt oder weggesperrt.

Jetzt sehen wir unser Schuldgefühl an. Nach meiner Meinung, in vielen Fällen ist es eine Maske, die wir anziehen, wenn wir einen inneren oder äußeren Konflikt scheuen. Die Aggression ist tabu, das dürfen wir nicht und wir dürfen auch keine Angst zeigen, weil es auch von der Gesellschaft verpönt wird.
Wir dürfen uns aber dafür die Schuld geben, dass wir in einer Situation Angst hatten. Wir sind keine Feiglinge, aber wir können schwer akzeptieren, dass jemand oder etwas stärker ist, uns Angst macht und wir unsere Grenzen nicht schützen können. Das Schuldgefühl hilft uns aus diesem Dilemma herauszukommen. Wir müssen uns unseren Ängsten nicht stellen, weil die für uns in diesem Moment noch schrecklicher als Schuldgefühle sind.

Da wir im Video schon ein paar Tipps haben, will heute nur über zwei Lösungsmöglichkeiten von Schuldgefühlen reden.
Erstens, wir haben etwas getan, wofür wir nicht stolz sind. Wir wissen das und möchten das bereinigen. Es gibt einige Möglichkeiten.
Weiter im Kontakt bleiben
Zusammenarbeit anbieten
Bekenntnis, dass man falsch gehandelt hat
Sich entschuldigen: „Es tut mir leid! Ich bin zu weit gegangen.“
Wiedergutmachung: Handlung oder Geld
Je schneller wir das machen, desto weniger leiden unsere Beziehung und wir darunter.

Ihr könnt es auch im Kopf durchführen. Eure Einbildungskraft wird euch dabei helfen.
Es gibt Möglichkeit auch nur ein Brief zu schreiben. Hier mehr dazu.

Zweitens, wenn die Vorschläge oben nicht helfen.
1) Fragt euch: Aus welchem Grund brauche ich das? Halte ich eventuell selbst dieses Schuldgefühl bei mir? Welche Vorteile habe ich davon? Gibt es vielleicht ein versteckter Gewinn für mich in dieser Situation? Wenn ihr es herausfindet, wird es eure Schuldgefühle zumindest mildern.
2) Jetzt kommt der schwierigste Teil.
Fragt euch:
„Wovor habe ich Angst in dieser Situation?“
Was stört mich an diesem Menschen, an dieser Beziehung?
Woran erinnert mich diese Situation?
Vielleicht an etwas aus meiner Vergangenheit, an meiner Schwäche, Verwundbarkeit, Hilflosigkeit von damals?

Durch diese Arbeit bekommen wir einen Zugang zu unseren Ängsten und zu einer Möglichkeit dieses Gefühl zu steuern. Dann müssen wir uns nicht mehr hinter der Maske Schuldgefühl verstecken. Dann akzeptieren wir unsere Angst wie eine ganz normale Schwäche und fühlen uns freier und glücklicher.

Apropos, in der neuen Zeitschriftenausgabe „Die Mediation“ handelt es sich ausschließlich um Themen Schuld und Verantwortung.

Euer Roman

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Frieden mit den Eltern

Hallo zusammen,

heute möchte ich gern über die Beziehung zu unseren Eltern sprechen. Nach meiner Meinung ist es einer der wichtigsten Beziehungen in unserem Leben, wenn nicht die wichtigste. Dazu biete ich euch ein schönes Video, ein umfangreicher Bericht zum Thema von einer Psychotherapeutin und meine Erfahrungen an.

Schon vor vielen Jahren habe ich in einem Buch ein altes arabisches Sprichwort gelesen. Ich weiß leider nicht mehr von wem es kommt. Es hieß ungefähr so: „Alle Schätze dieser Welt liegen vor den Füßen deiner Mutter“. Damals habe ich das nicht so richtig verstanden und auch nicht akzeptieren wollen. Für mich schien es zu weit gegriffen. Jetzt verstehe ich das und verinnerliche auch.

Für mich war die Beziehung zu meinen Eltern viele Jahre ziemlich kompliziert, anstrengend und emotional. Es war so als ob, eine Wand zwischen uns stehen würde. Ich habe darunter sehr gelitten. In meiner Kindheit habe ich meine Eltern über alles geliebt. In meiner Jugend hat sich etwas geändert. Ich habe angefangen zu verstehen, dass sie auch nur Menschen sind und auch Fehler machen können. Im Erwachsenenalter habe ich erkannt, dass ich auch noch viele alte Verletzungen in mir trage und die diese Beziehung stören.

Mein Vater ist leider schon vor mehreren Jahren gestorben und ich bereue, dass ich mit ihm noch nicht alles zwischen uns bereinigen könnte. Die Beziehung zu meiner Mutter hat sich in den letzten Jahren sehr stark verbessert. Davor habe ich sie für vieles verantwortlich gemacht und manches nicht verzeihen können. Wir stritten oft und ich hatte nachher ein schlechtes Gewissen und Schuldgefühle.
Eines Tages wurde mir klar, dass ich nur dann meinen Frieden finden werde, wenn ich mich mit ihr versöhne. Ich stellte einen Plan zusammen, wie ich das tun kann.

Ich fing an mit ihr über meine Verletzungen aus meiner Kindheit zu sprechen. Es lief nicht einfach und ich konnte nur Häppchenweise etwas verarbeiten. Dabei verstand ich, dass sie diese Situationen anders als ich im Gedächtnis abspeicherte und nicht gleich wie ich bewertet. Sie sah das anders und nannte mir auch die Gründe dafür. Ab jetzt wurde es klarer für mich, wie das passieren konnte. Ich gewann ein besseres Verständnis dafür.

Gleichzeitig begann ich auch nach den Bestätigungen ihrer Liebe zu mir zu suchen. Und davon gab es eine Menge. Nach und nach begannen meine Gefühle zu ihr sich zu verändern. Von den Negativen wurde es immer weniger. Ich konnte mich aussprechen, wurde verstanden und sah, dass ich geliebt werde.

Ich arbeitete schon damals mit Projektionen und das half mir, auch über mich selbst manches zu verstehen und viele störende Sichtweisen zu beseitigen. Durch die konnte ich nicht richtig sehen und fühlen, ich war emotional aufgewühlt und abweisend.

Ich habe einen guten und umfangreichen Artikel von Frau Dr. Doris Wolf gefunden. Da werden viele Fragen angesprochen, z. B. Gründe für solche Konflikte, wie und was man tun kann, um die Beziehung zu verbessern. Es gibt mehrere Empfehlungen und Vorschläge. Den Artikel kann ich nur empfehlen.

Ich habe jetzt meinen Frieden. Ich liebe meine Mutter über alles und ich weiß, sie empfindet für mich das gleiche. Genauso wie mein Vater mich geliebt hat. Meine Eltern haben für mich alles getan, in dem Umfang und auf die bestmögliche Weise, die sie selbst kannten und geben konnten. Es steht nichts mehr zwischen uns. Ich bin Ihnen sehr dankbar und werde es immer sein.

Euer Roman

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Persönliche Rechte

Hallo zusammen,
heute möchte ich mit euch zusammen ein Thema bearbeiten, das etwas mit persönlichen Rechten eines Menschen zu tun hat. Ich habe für euch ein Video und zwei Auflistungen persönlicher Rechte von zwei anerkannten Experten vorbereitet.

 

Diese Rechte, die wir heute besprechen, unterscheiden sich von denen, die wir in unsere Verfassung sehen. Es sind eher persönliche Rechte für jeden einzelnen von uns. Und ich habe die Meinung, dass die manchmal von uns selbst vergessen werden. Oft stellen wir fest, dass andere Menschen (im Umgang mit uns) die vergessen und unsere Grenzen verletzen. In Wirklichkeit erinnern sie uns nur daran, dass wir die haben, wahrnehmen und nutzen können.

ich möchte euch zwei Zusammenfassungen von solchen Rechten vorstellen. Eine wurde von George Alexander Kelly, einem US-amerikanischen Psychologen geschrieben. Und andere stammt von einem US-amerikanischen Coach Kathy Dee Zasloff.

1) G. Kelly hebt folgende Rechte hervor.

Wir haben das Recht:
-auf Alleinsein;
-auf Unabhängigkeit;
-auf Erfolg;
-angehört und ernst genommen zu werden;
-das zu bekommen, wofür wir bezahlt haben;
-Rechte zu haben;
-„Nein“ zu sagen, ohne uns schuldig zu fühlen;
-uns mit egal welcher Bitte an Mitmenschen zu wenden;
-Fehler zu machen und dafür Verantwortung zu tragen;
-uns nicht zu behaupten.

2) K. Zasloff steuert folgende persönlichen Rechte bei.
Sie arbeitet viel mit Kindern und Jugendlichen. Ihre Rechte wurden für diese Gruppen erarbeitet und bestimmt. Ich finde aber, dass die auch für Erwachsene nützlich sein können.

Wir haben das Recht:
– sich selbst manchmal an die erste Stelle zu stellen;
– um Hilfe und emotionale Unterstützung zu bitten;
– gegen Ungerechtigkeit und Kritik zu protestieren;
– eigene Meinung und Überzeugungen zu haben und zu vertreten;
– Fehler zu machen, bevor wir den richtigen Weg finden;
– Mitmenschen die Möglichkeit zu geben, ihre eigenen Probleme selbst zu lösen;
– „Nein“ zu sagen;
– keine Beachtung Ratschlägen der anderen zu schenken und eigenen Weg gehen;
– auf Alleinsein, sogar dann, wenn die anderen unsere Gesellschaft suchen;
– auf unsere eigenen Gefühle, egal, ob die anderen sie verstehen oder nicht;
– unsere Entscheidungen zu ändern und auf eine andere Weise zu handeln;
– gegen etwas anzukämpfen, was uns nicht zufrieden stellt.

Dazu kommt noch eine Zugabe von ihr.

Wir sind niemals verpflichtet:
– vollkommen/fehlerfrei zu 100% zu sein;
– der Masse/der Mehrheit zu folgen;
– Menschen zu mögen, die uns schaden;
– uns zu entschuldigen, dafür, dass wir nur wir selbst waren;
– uns für andere aufzuopfern;
– uns für eigene Wünsche schuldig zu fühlen;
eine unangenehme Situation zu ertragen;
– schwierige Beziehungen zu bewahren;
– mehr zu tun, als dafür die Zeit und Ressourcen vorhanden sind;
– etwas zu machen, was wir sowieso nicht schaffen können;
– etwas wegzugeben, was wir nicht abgeben wollen.

Wenn wir unsere persönliche Rechte nicht kennen oder unsere Grenzen nicht schützen, dann kann es passieren, dass wir durch innere und äußere Konflikte müde, frustriert, erbittert und unzufrieden durch das Leben gehen. Das muss aber nicht sein.
Als ich diese Rechte gelesen habe, habe ich einige gesehen, die ich bei mir selbst nicht wahrgenommen habe. Um in meinem Leben etwas zu ändern, brauche ich natürlich mehr als nur eine Kenntnis von meinen persönlichen Rechten. Aber für einen Anfang ist es auch nicht schlecht. Darauf kann ich aufbauen. Kennt ihr vielleicht auch weitere persönliche Rechte, die für euch wichtig sind?

Zum Thema habe ich ein schönes Video vorbereitet.

Euer Roman

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„Wunder“ – eine Filmempfehlung


Hallo zusammen,

heute möchte ich euch einen tollen Film vorstellen, der mich zum Nachdenken gebracht hat. Es geht um ein amerikanisches Drama „Wunder“ aus dem Jahr 2017. Der Film basiert auf dem gleichnamigen Roman von Raquel J. Palacio und hatte eine Oskar Nominierung. Im Film spielen großartige Schauspieler Julia Roberts und Owen Wilson mit.

Aus welchem Grund mag ich diesen Film? Der Film zeigt, dass jede Person irgendwelche Narben (Unvollkommenheiten) in sich trägt und auch was passiert, wenn sie bei einem Menschen äußerlich in Erscheinung treten. Dieser Mensch bringt alle anderen in Bewegung, vielleicht in eine geistige Neuausrichtung. Der ist wie ein Spiegel, den viele Menschen nicht sehen wollen, weil er sie an ihre eigenen Unvollkommenheiten erinnert und das kann weh tun.

Ich arbeite viel mit Projektionen, am liebsten mit meinen eigenen. Ich denke, es sind abgespaltene Teile von mir, die vor lange Zeit von mir abgelehnt wurden, weil die damals (für meine wichtigen Personen im Leben) inakzeptabel waren. Und ich wollte doch geliebt werden.

Diese Arbeit hilft mir, mich selbst immer besser zu verstehen und zu akzeptieren. Und sobald einen Teil angenommen wird, verschwindet auch im Außenwelt das, was ich als störend empfunden habe. Das Leiden hört auf. Ich werde immer mehr zu einem Ganzen / Vollkommenen Roman, der ich mal vor vielen, vielen Jahren war.

Euer Roman

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Dankbarkeit

Hallo zusammen,

heute stelle ich euch ein nettes Video und eine sehr effektive Übung vor. Die letzte hilft unsere Beziehungen (auch zu uns selbst) auf einen neuen höheren Level zu bringen. Es geht um die Dankbarkeit für das, was uns im Leben passiert und dafür, was uns gegeben wird.

Ich höre ziemlich oft von meinen Klienten, dass ihre Beziehungen mit ihren Mitmenschen schwierig sind.  Oft sind sie konfliktreich und nicht zufriedenstellend. Manchmal liegt es auch daran, dass die Menschen ihre Dankbarkeit nicht immer zeigen oder so zeigen, wie sie es gern tun würden. Manchmal werden viele Geschenke, nette Gesten, gebrachte Opfer und gute Beziehungen als Selbstverständlichkeit angenommen. Wir nehmen die nicht richtig wahr. Nur, wenn die Menschen, die das für uns getan haben, nicht mehr mit uns zusammen sind, dann verstehen wir, dass diese angenehmen Dinge keiner mehr für uns tut und wie gut die waren.

Aus meiner Erfahrung kann ich sagen, wenn ich jemandem für etwas dankbar bin, dann will ich ihm nichts Böses tun. Ich will mit ihm mehr Zeit verbringen und eventuell unsere Beziehung noch mehr festigen. Das bedeutet, wenn ihr mit jemandem in einem Konflikt steckt, versucht etwas zu finden, wofür ihr diese Person dankbar sein könnt. Es wird dieser Beziehung etwas mehr Verständnis und Lösungsbereitschaft bringen.

Übung

1) Wir beginnen mit 10 Dingen, die uns jemand aus unserer Vergangenheit mal geschenkt hat. Könnt ihr euch erinnern, wer hat die euch geschenkt? Wann, wo, aus welchem Grund, unter welchen Umständen? Habt ihr euch gefreut? War es für euch eine Überraschung? War dieser Gegenstand für euch wichtig? Ist dieser Mensch noch in eurem Leben? Habt ihr zumindest noch ein Bild von ihm?

Jeder von diesen Gegenständen hat eine Geschichte, sie wird wieder lebendig. Nehmt den in die Hand, erinnert euch vielleicht an noch eine Geschichte, die ihr mit diesem Menschen erlebt habt. Ihr werdet wieder junger und genießt diesen Moment erneut. Wart ihr damals für dieses Geschenk dankbar? Seid ihr das immer noch? Möchtet ihr eventuell diesen Menschen auch für die gemeinsame Zeit danken? Ihr könnt das tun, vielleicht nicht persönlich (eigentlich wäre es am besten), vielleicht nur in euren Gedanken.
Damit tut ihr euch gut und eure gemeinsame Beziehung wird davon positiv beeinflusst.

2) Jetzt nehmen wir keine Gegenstände, sondern etwas nicht Materielles. Wir brauchen 10 immaterielle Themen, z. B. Freundschaft, Liebe, Zeit, Aufmerksamkeit, Schutz, Ratschläge, Fürsorge, Leben, glückliche Momente usw. Jetzt stellt euch die gleichen Fragen wie oben (bei den Gegenständen). Wie ist es, das zu erleben? Habt ihr damals das alles genossen? Welche Wirkung hatten diese Sachen auf euer Leben? Seid ihr dafür noch dankbar? Wollt ihr eure Dankbarkeit zum Ausdruck bringen?

3) Zuletzt kommt das Wichtigste. Ihr nimmt 10 Sachen, die ihr euch selbst gekauft, verdient oder gewonnen habt. Erinnert euch daran, erlebt wieder diese Geschichten im Inneren. Wie war es für euch? Wer hat dafür gesorgt, dass ihr das habt? Das wart ihr. Wollt ihr euch selbst dafür danken? Ist das etwa kein Beweis für eine große Zuneigung oder Liebe zu euch selbst gewesen? Denkt darüber nach.

Ihr könnt die Intensität der Übung noch steigern, indem ihr mit jemandem das bespricht und gegenseitig alle eure Sachen einander erzählt. Oder ihr nimmt euch ein Abend und macht richtig eine Ausstellung von diesen Dingen. Dabei könnt ihr alte Fotos und Videos nutzen. Wie wäre es, selbst diese Personen aus den Geschichten einzuladen und so ihnen zu danken?

Diese Übung zeigt uns, dass alles, was wir haben, alles was wir Gutes im Leben erfahren haben, bekommen wir meistens durch andere Menschen (und uns selbst natürlich), die uns mögen und eine gute Beziehung mit uns wollen. Darauf können wir auf die gleiche Weise antworten. Es ist für jeden sehr angenehm zu hören, dass wir ihm für etwas dankbar sind und er als Person wertgeschätzt wird.

Diese Methode zeigt uns nicht nur, wie wir unsere Dankbarkeit entwickeln können, sondern auch hilft zu verstehen, dass alles miteinander verbunden ist und unser Leben mit Liebe durchsetzt ist. Wie sieht ihr das?

Dazu ein passendes kurzes Video.

Euer Roman

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1. Geburtstag und der hundertste Artikel

Hallo zusammen,

schon seit einem Jahr existiert meine Seite und heute kommt mein hundertster Bericht raus. Ich freue mich riesig, dass ich ein Jahr durchgehalten habe und danke euch, dass wir diese Zeit zumindest zum Teil zusammen verbracht haben.

Ich habe diese Seite vor einem Jahr erstellt, weil ich dachte, so könnte ich meine Bekanntschaft als Coach und Trainer im deutschsprachigen Raum erhöhen. Jetzt ist sie für mich schon etwas mehr geworden. Ich denke, sie hilft mir mich selbst geistig, emotional und seelisch weiterzuentwickeln. Ich hoffe, dass ihr auch in disem Jahr etwas für euch finden konntet.

Ich möchte ganz besonders allen Menschen danken, die mir geschrieben haben. Durch eure Kommentare habe ich ein Feedback bekommen und habe eine Möglichkeit gehabt, einiges zu hinterfragen oder besser zu verstehen. Ihr seid mein Spiegel, ohne euch sehe ich mich und das, was ich schreibe nur einseitig.

In meine Arbeit bin ich ein Spiegel für andere. Ich zeige meinen Klienten ihre Welt aus einem anderen Blickwinkel und gebe Feedback. Ich coache gern und manchmal fühle ich mich wie dieser Experte in Video unten.

 

Ein Lösungsvorschlag von der Seite: www.yaplakal.com

 

 

 

 

Die Menschen kommen zu mir, stellen Fragen, wollen Hilfe oder ihr Leben ändern. Die meisten möchten, dass sich das Leben und ihr Umfeld ändert und ich das für sie durchsetze. Ich erkläre, schildere meine Meinung und zeige Möglichkeiten auf. Ich helfe gern, ich begleite.

Ich bin mir sicher, um etwas zu schaffen, brauchen wir einander und einen festen Wunsch sich weiterzuentwickeln. Ich kann allein das nicht tun. Wir können es nur gemeinsam.

Ich würde gern euch etwas fragen. Gibt es vielleicht noch von eure Seite Wünsche, Anregungen, Fragen? Wie kann ich Seite anziehende und Themen interessante gestalten? Ich wäre euch dafür sehr dankbar.

Ich freue mich auf Euch und Eure Kommentare.

Euer Roman

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Liebe

Hallo zusammen,

in meinem heutigen Artikel geht es um die Liebe. Ich habe für euch ein tolles Video, eine wunderschöne Geschichte und ein paar meine Kommentare vorbereitet.

Hier ist eine Übersetzung zum Video:

„Junger Mann. Warum isst du diesen Fisch?“
Der junge Mann sagt, „weil ich Fisch liebe.“

Er sagt: „Oh, du liebst diesen Fisch. Das ist der Grund, warum du ihn aus dem Wasser holst, ihn tötest und kochst?“ Er sagt: „Erzähle mir nicht, dass du diesen Fisch liebst. Du liebst dich selbst und weil der Fisch dir gut schmeckt, holst du ihn aus dem Wasser, tötest ihn und kochst ihn.“
So viel dazu, was Liebe ist. Es ist „Fisch-Liebe“.

Also. Ein junges Paar verliebt sich. Ein junger Mann, eine junge Frau verlieben sich. Was bedeutet das?
Das bedeutet, das er in dieser Frau jemanden sieht, von der er glaubt, dass sie ihn mit allem, was er körperlich und emotional benötigt, versorgen kann. Und sie sieht in diesem Mann jemanden, von dem sie behaupten kann, das ist Liebe.
Aber beide sehen in dem anderen nur das, was sie selbst benötigen. Es ist nicht Liebe für den anderen.

Die andere Person wird zu einem Erfüller der eigenen Befriedigung.
Zu vieles von dem, was Liebe genannt wird, ist „Fisch-Liebe“.
Eine veräußerte Liebe ist nicht abhängig von dem, was ich bekommen werde, sondern von dem, was ich bereit bin zu geben.

Wir haben einen Ethiker, Rabbi Dessler. Er sagt: „Die Menschen machen einen ernsthaften Fehler, wenn sie denken sie geben denen, die sie lieben. Die Antwort ist, du liebst die, denen du gibst.“
Sein Aspekt ist: wenn ich dir etwas gebe, dann investiere ich in dich.

Wenn die „Selbstliebe“ gegeben ist. Liebt jeder sich selbst. Nun kann ich dir meine Liebe geben, ohne dass ich sie von dir begehre.
Also, wahre Liebe ist eine Liebe des Gebens, nicht eine Liebe des Bekommens.
                              Rabbi Abraham Twenski: „True Love is a love of giving.“

Ich habe festgestellt, wenn ich jemanden mag / liebe, dann will ich ihr/ihm geben, helfen, etwas Gutes tun. Es erfüllt mich, diese Person glücklich zu machen. Ich vermute, es läuft bei den meisten von uns auch so. Aber ich habe auch beobachtet, wenn ich jemanden, der mir nicht bekannt oder gleichgültig ist oder sogar den ich nicht mag, etwas Gutes tue, dann fühle ich mich auch sehr gut. Ich denke, in diesem Fall investiere ich nicht nur in die Beziehung mit dieser Person, sondern in mich selbst. Hier meine ich nicht nur in mein Wohlbefinden, top Laune, gutes Karma usw., sondern auch in die Beziehung zu mir selbst. So kann man auch die Liebe zu sich selbst weiter entwickeln.
Unten habe ich noch zwei Artikel zu diesem Thema.

Dazu habe ich für euch noch eine wunderschöne Geschichte gefunden.

Die Insel der Gefühle

Vor langer Zeit existierte einmal eine wunderschöne, kleine Insel. Auf dieser Insel waren alle Gefühle der Menschen zu Hause: der Humor und die gute Laune, die Traurigkeit und die Einsamkeit, das Glück und das Wissen und all die vielen anderen Gefühle. Natürlich lebte auch die Liebe dort.

Eines Tages wurde den Gefühlen jedoch überraschend mitgeteilt, dass die Insel sinken würde. Also machten alle ihre Schiffe seeklar, um die Insel zu verlassen. Nur die Liebe wollte bis zum letzten Augenblick warten, denn sie hing sehr an ihrer Insel.

Bevor die Insel sank, bat die Liebe die anderen um Hilfe.

Als der Reichtum auf einem sehr luxuriösen Schiff die Insel verließ, fragte ihn die Liebe: „Reichtum, kannst du mich mitnehmen?“

„Nein, ich kann nicht. Auf meinem Schiff habe ich sehr viel Gold, Silber und Edelsteine. Da ist kein Platz mehr für dich.“

Also fragte die Liebe den Stolz, der auf einem wunderbaren Schiff vorbeikam. „Stolz, bitte, kannst du mich mitnehmen?“

„Liebe, ich kann dich nicht mitnehmen“, antwortete der Stolz, „hier ist alles perfekt und du könntest mein schönes Schiff beschädigen.“

Als Nächstes fragte die Liebe die Traurigkeit: „Traurigkeit, bitte nimm du mich mit.“

„Oh Liebe“, sagte die Traurigkeit, „ich bin so traurig, dass ich allein bleiben muss.“

Als die gute Laune losfuhr, war sie so zufrieden und ausgelassen, dass sie nicht einmal hörte, dass die Liebe sie rief.

Plötzlich aber rief eine Stimme: „Komm Liebe, ich nehme dich mit.“

Die Liebe war so dankbar und so glücklich, dass sie ganz und gar vergaß, ihren Retter nach seinem Namen zu fragen.

Später fragte die Liebe das Wissen: „Wissen, kannst du mir vielleicht sagen, wer es war, der mir geholfen hat?“

„Ja sicher“, antwortete das Wissen, „das war die Zeit.“

„Die Zeit?“, fragte die Liebe erstaunt, „Warum hat mir die Zeit denn geholfen?“

Und das Wissen antwortete: „Weil nur die Zeit versteht, wie wichtig die Liebe im Leben ist.“

                                                                                                       Verfasser leider unbekannt

Ich habe erst vor ca. 5 Jahren verstanden, was das Wichtigste im Leben ist und ich bin sehr glücklich, dass diese Erkenntnis jetzt zu meinem Glücklichsein so viel beiträgt.

Geben und Nehmen

Geben und Nehmen 2

Euer Roman

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Riemann-Thomann-Modell


Hallo zusammen,

heute stelle ich euch ein Modell vor, das versucht typische Verhaltensweisen und Handlungen eines Individuums zu beschreiben und zu erklären. Dazu habe ich für euch ein Erklärungsvideo und einige meine Gedanken zum Thema vorbereitet.

Riemann-Thomann-Modell basiert auf dem Werk von Fritz Riemann „Grundformen der Angst“. Christoph Thomann hat diese Arbeit zu einem Beziehungsmodell weiterentwickelt. Er entschloss sich, den Schwerpunkt nicht auf die verschiedenen Ängste zu legen. So wurden aus den schizoiden, depressiven, zwanghaften und hysterischen Persönlichkeiten die vier Grundstrebungen Distanz, Nähe, Dauer und Wechsel.

Das Modell besagt, dass die Menschen verschieden sind. Nicht nur in der Art, wie sie sich geben und Wirkung nach außen, sondern auch im Inneren empfinden und was sie brauchen, um sich im sozialen Umfeld wohl zu fühlen. Dieses Modell hilft menschliche Unterschiede und ihre Auswirkungen auf Beziehungen und Kommunikation besser zu verstehen.

Jeder von uns hat Bedürfnisse. Die werden in diesem Modell sichtbar und nicht nur unsere, sondern auch von unserem Umfeld, mit dem wir z. B. im Konflikt sind. So können wir nicht nur uns selbst besser verstehen, sondern auch unsere Mitmenschen.

Ich mag das Modell sehr. Das hilft mir zu sehen, welche Grundstrebung gut entwickelt ist und wo noch etwas verbessert werden könnte. Meine Grundausrichtung „Dauer“ ist sehr gut entwickelt. Auf anderem Ende der Achse liegt Grundausrichtung „Wechsel“ und ich hatte viele Missverständnisse und Konflikte mit den Menschen, bei denen diese Richtung gut entwickelt war. Ich habe mich darüber geärgert, wie können die nur so flatterhaft, unzuverlässig sein. Die verspäten sich oft, die können eine Sache nicht zu Ende machen, für die ist nichts im Stein gemeißelt.

Wie läuft das ganze ab? Man unterzieht sich einem Test (hier eine abgespeckte Version), das bedeutet – beantwortet mehrere Fragen. Jede Antwort wird mit Punkten bewertet, die zusammengezählt und auf ein Koordinatenkreuz übertragen werden. Dadurch werden die Ausprägungen der Grundausrichtungen sichtbar.

Ich gebe euch ein Beispiel. Ich habe in meinem Leben viel mit den Menschen gearbeitet, die zu Grundausrichtung „Nähe“ tendiert haben. Die sind gemeinschaftlich, sozialkompetent und harmonisch, aber Chefs kommen oft aus dem Bereich „Distanz“. Die sind sachlich, eigenständig, abgrenzend. Manchmal war das so, dass die Nähe-Menschen eine Gruppe gebildet haben und über den Chef gelästert, ihn ausgegrenzt und ihm eher als notwendiges und unvermeidbares Übel angesehen haben. Der Chef hat es gespürt und wurde noch schroffer, kühle und arroganter. Ein Konflikt war vorprogrammiert.

Wenn wir die anderen nicht verstehen, nicht kennen, dann denken wir oft, die anderen sind schräg, ärgern uns absichtlich und haben nur böses im Sinn. So ist es nicht oder eher selten. Die sind nur anders.

Dieses Modell kann uns die Unterschiede und Bedeutung ihrer Handlungen erklären. Das Ziel des Ganzes ist mehr Akzeptanz, Toleranz und Wertschätzung im Leben. Alle diese Grundausrichtungen mit deren Eigenschaften sind in uns drin, nur verschieden stark ausgeprägt. Das Mindeste, was dieses Model bringt, ist mehr Verständnis für die Umwelt. Das könnte aber auch helfen eigene Persönlichkeit weiterzuentwickeln, wenn man daran arbeitet, weniger stark ausgeprägte Eigenschaften auszubauen.

Euer Roman

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20 philosophische Fragen zum Nachdenken


Hallo zusammen,

heute habe ich für euch einige Fragen zum Nachdenken und ein schönes Video vorbereitet. Viele Fragen sind scheinbar simpel, andere sind einfach kompliziert. Es geht um die Themen Philosophie und Selbsterkenntnis.

Philosophie ist Streben nach Erkenntnis über den Sinn des Lebens, das Wesen der Welt und die Stellung des Menschen in der Welt; Lehre, Wissenschaft von der Erkenntnis des Sinns des Lebens, der Welt und der Stellung des Menschen in der Welt.

Kann die Philosophie unsere Fragen allein mit dem Hilfsmittel des logischen Denkens beantworten? Es gibt so viele Fragen im Leben, für die es keine Antworten zu geben scheint, oder solche, die so abweichende Meinungen kreieren, die nur noch mehr Fragen aufwerfen.

Ich bin der Meinung, dass ich mich selbst durch philosophische Fragen immer mehr kennenlerne. Wie ist es bei euch? Hier habe ich einige philosophische Fragen die mich zum Nachdenken anregen.

1. Wenn ihr nur eine Sache ändern könntet, um die Welt zu verbessern, was wäre es?

2. Sollten die Menschen sich mehr darum kümmern, das Richtige zu tun oder die Dinge richtig zu machen?

3. Was bedeutet wahre Größe für euch?

4. Was ist eigentlich wahres Glück? Wie definiert ihr das?

5. Welche Dinge halten euch davon ab, die Dinge zu tun, die ihr wirklich tun solltet?

6. Was ist es eigentlich, das euch ausmacht?

7. Wer trifft in eurem Leben wirklich die Entscheidungen, ihr oder lässt ihr andere das für euch tun?

8. Was macht einen guten Freund aus?

9. Ist eine falsche Tat eigentlich als falsch zu bewerten, wenn keiner es mitkriegt?

10. Was bedeutet wahre Liebe für euch?

11. Wenn Geld kein Glück kaufen kann, könntet ihr ohne Geld wirklich glücklich sein?

12. Wie viel Kontrolle habt ihr über euer Leben?

13. Was ist Freiheit für euch?

14. Wie sollten die Menschen ihr Leben leben?

15. Ist Vertrauen wichtiger als Liebe?

16. Ist es leichter zu lieben oder geliebt zu werden?

17. Gibt es einen Grund zu leben? Welches?

18. Was ist Schönheit für euch?

19. Wie können Menschen an Wahrheiten ohne Beweise glauben?

20. Würdet ihr einen Menschen opfern, um 100 Menschen zu retten?

Euer Roman

 

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Selbstliebe 2

Hallo zusammen,

heute möchte ich gern das Thema Selbstliebe weiterbearbeiten. Ich stelle euch ein interessantes Video, ein passendes Buch und einige meine Gedanken und Empfehlungen zu diesem Thema vor.

 

In Evangelium von Matthäus (Neue Welt Übersetzung der Heiligen Schrift) steht: „Liebe Deinen Nächsten wie Dich selbst“ (Lev 19,18; Lk 10,27; Gal 5,14). Das bezieht sich auf die Nächstenliebe, aber die Selbstliebe wird als eine Selbstverständlichkeit und eine Voraussetzung für Nächstenliebe, nach meiner Meinung, im zweiten Teil des Satzes dargestellt.

Ich sehe das auch von einer anderen Seite. Wer ist zu mir näher als ich selbst? Eigentlich bin ich auch mein Nächster oder? Ich denke, dass Selbstliebe ist ein wesentlicher Aspekt des Selbstwertgefühls, das auch Basis eines wertschätzenden Umgangs mit anderen Menschen ist. Jede Interaktion mit der Umwelt wird zu einem großen Teil durch unsere Selbstliebe geprägt.

Manche Menschen denken, dass die Selbstliebe etwas mit Narzissmus zu tun hat. Nach meiner Meinung gibt es ein Unterschied zwischen Selbstliebe und Narzissmus. Im Gegensatz zur Selbstliebe – einer Selbstakzeptanz mit allen Stärken und Schwächen, – ist Selbstverliebtheit eine Projektion eines idealisierten Selbst-Ich. Dieses überhöhte Selbstbild, in dem alle Schwächen negiert werden, ist auf kontinuierliche Bestätigung und Bewunderung angewiesen, die durch die selbstverliebte Außendarstellung der eigenen Vorzüge und Leistungen erreicht werden soll.

In diesem Video wird die Empfehlung gepriesen, dass wir uns erstmal selbst heiraten sollen. Zu diesem Thema möchte ich euch ein Buch empfehlen. Das heißt „Heirate dich selbst: Wie radikale Selbstliebe unser Leben revolutioniert.“ Der Autor ist Veit Lindau. Das Buch ist gut geschrieben und gibt viele Tipps wie man die Selbstliebe aufbauen oder stärken kann.

Ich habe schon mehrere Möglichkeiten, um Selbstliebe zu entwickeln oder zu stärken, in meinem letzten Bericht Selbstliebe vorgestellt. Ich kenne aber noch welche, die für mich funktioniert haben.

1) Langsamer werden
Ich versuche in allem, was ich tue, ein paar Gänge herunterzunehmen, meine Bewegungen, meine Gedanken, mein Tagesablauf zu verlangsamen. Ich weiß, wir alle müssen etwas liefern, Leistung steigern, Termine einhalten usw., aber das bringt uns auch den Stress, als ob wir uns selbst zwingen schneller zu leben, als ob wir sonst etwas verpassen werden. Unser Körper wird zu einem Pferd, das permanent in einem Rennen ist und die ganze Zeit für unseren Verstand Hochleistungen bringen muss. Es kann aber nur eine Weile gut gehen. Durch die Verlangsamung zeige ich meinem Körper, dass ich ihn liebe und nicht nur als ein Mittel zum Erreichen meiner Ziele ansehe.

2) Sich Zeit geben / nehmen
Das bedeutet, dass ich für jede Entscheidung in meinem Leben mir Zeit nehme. Wenn mir nicht gut geht oder ich eine Aufgabe lösen will oder ich mit meiner Familie, Freunden Zeit verbringe, dann gebe ich mir dafür Zeit. Ich schenke mir selbst diese Zeit. Ist es nicht ein Traum sich selbst so ein wundervolles Geschenk machen zu können? Es wird oft gesagt: Zeit ist Geld. Ja, Zeit ist kostbar. Wenn wir uns selbst Zeit schenken, zeigen wir damit, dass wir uns selbst lieben.

3) Sich selbst Aufmerksamkeit schenken
Wenn etwas nicht stimmt, wenn es schwer wird, wenn etwas belastet, wenn der Körper oder unser Geist streikt, dann kann sein, dass wir uns diesen Dingen mehr Beachtung schenken sollen. Gefällt es euch, wenn ihr ein Problem habt und keiner euch hilft, beachtet oder zuhört? Es ist unangenehm und wenn wir uns gegenüber auch das Gleiche tun? Dann haben wir niemandem mehr, der uns liebt. Das tut schon richtig weh. Versucht mit euch selbst etwas rücksichtsvoller zu sein, hört eurem Körper mehr zu. Passt auf euch auf.

4) Eigene Konflikte lösen
Unsere Konflikte rauben uns Zeit, Kraft und Nerven. Wir sind im Krieg und der oft erschöpft uns immer mehr. In solchen Zeiten ist es schwieriger sich selbst zu lieben. Wir werden aber uns etwas Gutes tun, wenn wir diese Konflikte lösen. Dadurch sparen wir Ressourcen, kommen endlich zur Ruhe, unsere Gesundheit bleibt uns erhalten und wir können mehr Zeit und Aufmerksamkeit uns selbst schenken und nicht dem Konflikt.

5) Keinem absichtlich etwas Schlechtes tun
Ich denke, wenn wir jemandem absichtlich weh tun, lieben wir uns nicht. Dadurch versuchen wir unseren inneren Schmerzpegel etwas zu mindern und je heftiger solche Taten sind, desto einsamer, frustrierter und verbitterter werden wir. So einen Menschen, der anderen absichtlich weh tut, kann man sehr schwer lieben. Oft kommen dazu noch Schuldgefühle und Gewissensbisse.

6) Anderen Lebewesen helfen
Gute Taten werden wir in unserem Gedächtnis abspeichern und können jederzeit abrufen. Jeder davon ist ein Beweis für unsere Güte, Freundlichkeit und Humanität. Wir sehen, dass wir diese Welt etwas besser machen, dafür und für unsere guten Eigenschaften können wir uns wertschätzen und lieben.

Euer Roman

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Konfliktgesprächsführung

Hallo zusammen,

heute möchte ich euch einige allgemeine Empfehlungen zum Durchführen eines Konfliktgespräches vorstellen. Nach meiner Meinung, das sind die wichtigsten und sie haben sich in der Vergangenheit bewährt.

 

1) Aufmerksamkeit zum Gesprächspartner und zu dem, was er sagt.
Unsere Gesprächspartner sollen spüren, dass wir für sie da sind und zuhören.

2) Freundliche, wertschätzende Kommunikation.
Es ist manchmal nicht so einfach, sich so zu verhalten, aber das erhöht wesentlich unsere Chancen einen Konflikt zu lösen.

3) Dem Gesprächspartner Möglichkeiten einräumen sich auszusprechen.
Wie man schon sagt: „Solange ein Gefäß voll ist, passt da nichts mehr rein.“ Es wird schwer mit jemandem einen Frieden zu schließen, wenn er noch eine Menge drin behält (Gedanken, Emotionen, Gefühle und Wahrnehmungen).

4) Unbefangenheit beim Gespräch.
Es soll so aussehen, als ob unser Gegenüber nicht mit seinem Konfliktpartner redet, sondern mit einem guten Freund oder einem Coach den Vorfall schildert. Wir sollen neutral bleiben und gleichzeitig eine wohlwollende, herzliche Haltung annehmen.

5) Gefühle und Emotionen spiegeln.
Es ist wichtig, dass wir beim Gespräch unser Verständnis für Gefühlslage unserem Gegenüber zeigen. Es ist nützlich über eigene Gefühle und Wahrnehmungen zu reden und auch zeigen, dass wir seine auch verstehen und akzeptieren.

6) Anteilnahme und Toleranz zeigen.
Ein Konflikt ist eine stressige Situation und wird meistens als unangenehm empfunden. Es kann sein, dass unsere Konfliktpartner dadurch leidet und das sollen wir im Hinterkopf behalten und etwas vorsichtiger und unser Mitgefühl zeigen. Wir haben alle unsere Schwächen, wenn wir unsere angenommen haben, ist es uns auch leichter die Schwächen von anderen zu akzeptieren. Dass wir nicht über ihn urteilen, spürt unser Gegenüber.

7) Gemeinsame Interessen hervorheben.
Es ist wichtig während des ganzen Gesprächs auf die Gemeinsamkeiten generell und in den Zielsetzungen hinzuweisen. Wir sollen zeigen, dass wir auf einer Seite sind oder sein wollen.

8) Suche nach etwas, dem wir zustimmen können.
Ich empfehle auch etwas zu finden, wo wir gleiche Meinung sind oder zumindest ähnliche Sichtweise haben. Wenn unser Gegenüber sieht, dass wir seine einige Ansichten teilen, dann fühlt er sich bestätigt und es ist ihm leichter unsere anzunehmen.

9) Dem Gegenüber auch Recht geben.
Das ist oft gar nicht so einfach, aber wenn wir wissen, dass wir an einem Konflikt zumindest zum Teil Schuld sind, dann wäre es auch richtig das zu sagen. Ziemlich oft bringt es sofortige Lösung und Frieden.

10) Gelassenheit und Beherrschung.
Wenn wir einen Konflikt lösen wollen, werden wir die Beiden brauchen. Wir können uns auf das Gespräch vorbereiten und das Ziel immer vor Augen halten. Dadurch werden wir sicherer und verlieren nicht unsere Selbstkontrolle.

11) Faktenorientierung.
Es hilft, wenn wir uns immer wieder an faktisch passierten Tatsachen halten. Das bringt uns wieder in die Realität und auf die Spur einer Lösung. Wahrnehmungen und Sichtweisen können bei allen unterschiedlich sein und zeigen eher unsere Unterschiede.

12) Nachfragen, Paraphrasieren.
Ich frage bei einem Konfliktgespräch jedes Mal nach, wenn mir etwas unklar ist, ob ich meinem Gegenüber richtig verstanden habe. Das spart Zeit und Nerven. Um seine Sichtweise zu verstehen, wiederhole ich manchmal das, was er gesagt hat und er korrigiert mich, wenn ich etwas falsch verstanden habe.

13) Alternativen und Optionen.
Wenn wir nicht zu einem gleichen Nenner kommen können, dann sollen wir versuchen andere Möglichkeiten für eine Lösung zu finden, die uns beide zufrieden stellt.

14) Interesse an eine Lösung zeigen.
Unser Gegenüber soll sehen, dass wir den Konflikt wirklich lösen wollen und nicht einfach etwas unter Zwang durchführen. Es ist nicht schlecht auch zu zeigen, dass wir bereit sind die Verantwortung für eine Lösung und was danach passiert zu übernehmen.

15) Vorteile einer Konfliktlösung aufzeigen.
Es ist wichtig, dass unser Gesprächspartner weiß, wie wir der Konflikt sehen, aber er will auch erfahren, was eine Konfliktlösung ihm bringen kann. Er soll auch den Konflikt beseitigen wollen.

Euer Roman

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Ja und Nein

Hallo zusammen,

heute werden wir uns mit einem neuen Thema beschäftigen. Es geht darum, wie wir auf Angebote und Vorschläge der Außenwelt reagieren. Ich stelle euch eine Geschichte, ein Video und meine Kommentare dazu vor.

Ich möchte gern euch eine Geschichte aus meinem Leben erzählen. Ich war vor mehreren Jahren zum Besuch bei einem guten Freund und seiner Frau. Sie hat mir vorgeschlagen bei ihnen zu essen. Es gab schon etwas Fertiges, aber sie hat mir angeboten, mein Lieblingsgericht zu machen. Ich wusste, dass die Speise etwas kompliziert ist und das Garen eine Weile dauern würde. Obwohl ich das Gericht sehr mag, habe ich gesagt, dass ich etwas, was schon fertig ist, essen will. Als ich mir vorgestellt habe, wie sie sich meinetwegen in der Küche anstrengt, habe ich mich entschieden darauf zu verzichten, um keine Umstände zu bereiten.
Sie hat wahrscheinlich meine kurze Unentschlossenheit bemerkt und nochmal gefragt, ob sie vielleicht doch mir mein Lieblingsgericht machen kann. Sie hat gesagt, es würde ihr eine Freude machen und keine Mühe. Dann habe ich zugesagt.

In diesem Moment habe ich etwas Wichtiges verstanden. Erstens, ich habe anscheinend einen Minderwertigkeitskomplex und zweitens, wenn mir jemand, etwas anbietet, dann wird es nicht immer aus purer Höflichkeit oder in der Erwartung einer Gegenleistung getan.

Normalerweise, wenn ich selbst jemandem etwas anbiete, habe ich darüber nachgedacht und bin für „Ja“ und „Nein“ bereit. Aus welchem Grund habe ich dann gedacht, dass bei anderen Menschen das auf eine andere Weise läuft?
Und, wenn sie das nur aus Höflichkeit angeboten haben, in der Hoffnung, dass ich das ablehne, dann machen sie das diesmal (oder auch nicht) und nächstes Mal werden keinen Vorschlag machen. Beide Seiten sind im Plus, ich – habe etwas gekriegt, sie haben etwas gelernt.

Jetzt sehe ich das als eine Anerkennung mich als Person. Wenn mir jemand etwas anbietet, erstmal bin ich auch würdig das zu bekommen. Dann kann ich entscheiden, ob ich das annehme oder nicht. Und, wenn ich das Angebot ablehne, dann nicht, weil ich mich und meine Zeit als weniger wertvoll erachte, sondern, weil es jetzt nicht passt oder ich das nicht will.

Ich sehe das jetzt auch von einer anderen Perspektive. Ich muss keinem etwas anbieten oder versprechen, wenn ich das nicht durchziehen kann/will. Wenn ich will, dass mein Gesprächspartner auf mein Angebot positiv antwortet, dann formuliere ich das auch anders. Z. B. anstatt: „Hast du Lust vorbeizukommen?“, sage ich entweder, „Ich würde mich sehr freuen, wenn du vorbeikommst!“, oder „Ich bin heute etwas müde und möchte gern allein den Abend verbringen.“ In diesem Fall beuge ich Missverständnisse vor, dass mein Gegenüber mich nicht richtig versteht. Ich sage ihm direkt, was ich gern möchte. Manchmal wird hier auch diplomatisches Geschick gebraucht.

Manchmal können wir einfach ein „Nein“ nicht akzeptieren oder unsere Erwartungen unerfüllt hinnehmen. Das ist schmerzhaft und macht uns unglücklich. Aber wäre es doch nicht schön, wenn jeder von uns um etwas bitten, etwas annehmen oder zu etwas einladen könnte und genauso etwas ablehnen, eine Meinung sagen und eigene Grenzen schützen? Und das alles ohne Angst, Schuldgefühle und Gesichtsverlust. Dafür sollen aber, nach meiner Meinung, die Antworten „Ja“ und „Nein“ für unseren Verstand gleichwertig werden. Dadurch können wir freier, ehrlicher, selbstbewusster und gesunder werden.

Dazu ein lustiges Video von Ladykracher:

Euer Roman

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Detachment, eine Filmempfehlung

Hallo zusammen,

heute stelle ich euch einen tollen Film vor. „Detachment“ ist ein Drama aus dem Jahr 2011, das den Alltag von Schülern und Lehrern an einer Schule in den USA aus der Sicht eines Aushilfslehrers zeigt. Es geht um Konflikte, innere und äußere, Gefühle und Emotionen, Hoffnungen und Realität, Menschen und Behörden.

Die Hauptrolle spielt Adrien Brody, nach meiner Meinung ist er ein großartiger Schauspieler. Brody hat auch im Film „Der Pianist“ mitgespielt und dafür schon mit 29 Jahren einen Oscar als bester Hauptdarsteller bekommen.

Der Film gefällt mir auch, weil es um Bildungssysteme geht und Menschen, die dort arbeiten und lernen. Ich bin selbst in Bildungsbereich tätig und weiß, wie es manchmal schwer ist, etwas oder jemandem zu bewegen. Andererseits habe ich bis jetzt keinen Job kennengelernt, der mich genauso begeistert und erfüllt, wie dieser.

P.S. Ich bin in den folgenden Monaten sehr beschäftigt und werde wahrscheinlich weniger schreiben können und wenn doch, dann werde ich vermutlich meine Artikel nur auf meiner Seite platzieren und nicht überall im Internet verteilen können. Ich bitte um Verständnis.

Euer Roman

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Wissenschaft des Friedens 8


Hallo zusammen,

heute möchte ich gern wieder über eine Möglichkeit reden, die unser Leben etwas friedlicher machen kann. In diesem Artikel wird es um Güte gehen. Ich habe für euch ein Video und einige Empfehlungen vorbereitet.

Die Güte (Herzensgüte) kann auf verschiedene Weise ausgedrückt werden. Es klappt ganz gut mit einem Lächeln, Kompliment, einem Morgengruß, einer netten Geste, Aufhalten der Tür, Vorlassen in der Schlange, ein paar Minuten Aufmerksamkeit oder mit einer Liebeserklärung für Menschen, die wir lieben.

Viele Menschen haben sich gewöhnt, das Glück wie eine Ansammlung materieller Dinge zu sehen. Dieses Vermögen wird eingespart, verdient, an der Börse gewonnen usw. So ein Glück kann man messen und zeigen.
Aus meiner Erfahrung, je mehr ich von etwas hatte und mich darauf konzentrierte, desto weniger machte mir das Spaß. Ich wertete das ziemlich schnell ab und wollte wieder etwas Neueres, Besseres, Passenderes. Obwohl ich alles hatte, war ich trotzdem nur ganz kurz zufrieden und dann ging es weiter, auf zu neuen Zielen.

Es ist so einfach und gleichzeitig so schwer, etwas für unser Umfeld zu tun. Wir sind ganz in unserer Welt, wir sind beschäftigt und haben Termine, Pläne, Ziele und Pflichten. Oft vergessen wir, dass unsere Beziehungen das Wichtigste in unserem Leben sind und diese Menschen können schon Morgen nicht mehr da sein.

Was bringt uns das, gütig zu sein?
Ich habe schon hier etwas darüber geschrieben.

Wenn ich regelmäßig etwas für meine Umwelt tue, spüre ich ein warmes und wohliges Gefühl in mir drin. Ich beginne zu lächeln, meine Laune verbessert sich schlagartig und ich werde aktive, mutiger und gesunder.

Ich fühle mich stärker, weil ich eine Fähigkeit besitze, in dieser Welt etwas zum Guten verändern zu können. Dieses Gefühl gefällt mir und, um es aufrechtzuerhalten, tue ich das täglich. Nach einer Zeit merkt man schon gar nicht, dass man etwas macht. Es wird zur Gewohnheit.

Nach meiner Meinung, verbindet die Güte uns mit anderen Menschen, mit der Welt und unserer Seele. Deswegen wird dadurch auch unser Einheits- und Zugehörigkeitsgefühl mit und zu allen Lebewesen auf diesem Planeten verstärkt.

Hier habe ich ein paar Fragen, die euch helfen können, über das Thema nachzudenken.

Was macht mich glücklich und könnte ich diese Dinge oder meine Erfahrungen mit anderen teilen?
Wie könnte ich etwas abgeben, was ich selbst bekommen möchte?
Wie kann mein tägliches Handeln, das für mich keine Mühe bedeutet, meinem Umfeld etwas bringen?

                    Der Mensch hat nichts, was ihn Gott ähnlicher macht als die Güte.

                                                              Gregor von Nazianz

Euer Roman

Wissenschaft des Friedens

Wissenschaft des Friedens 2

Wissenschaft des Friedens 3

Wissenschaft des Friedens 4

Wissenschaft des Friedens 5

Wissenschaft des Friedens 6

Wissenschaft des Friedens 7

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Erwartungen


Halbstarker Polizist – Ladykracher

Hallo zusammen,

heute spreche ich über ein sehr interessantes Thema. Es geht um Erwartungen, wie die unser Leben etwas stressiger machen und was wir dagegen tun können. Ich stelle euch ein lustiges Video, eine Methode und einige meine Gedanken zum Thema vor.

Ich habe in meinem Leben viel Leid davongetragen. Ich mahlte mir etwas aus und dann kam es und ich war enttäuscht, weil das Ergebnis ganz anders aussah, als ich mir das vorgestellt hatte.

Ich habe mich entschieden das Thema näher anzusehen und habe mir mehrere Fragen gestellt: Was erwarte ich von meinem Umfeld? Was von mir selbst? Was erwarten andere von mir? Aus welchem Grund bin ich enttäuscht, wenn meine Erwartungen nicht erfüllt werden? Und viele andere.

Danach habe ich verstanden, dass ich von dieser Welt schon ein bestimmtes Bild habe. Mehr dazu gibt es in diesem Artikel. Das gehört zu meiner Person und es tut weh, wenn die Realität mir etwas anderes vorzeigt, weil ich das Bild (einen Teil meiner Persönlichkeit) aufgeben muss. Das zeigt mir nicht nur, dass ich etwas Falsches hatte und im Unrecht war, sondern auch, dass ich einen Fehler machte. Das ist schmerzhaft.

In uns gibt viele verschiedene Bilder, Ansichten und Glaubenssätze, wie in einer oder anderen Situation gehandelt werden sollte. Die haben wir von unseren Eltern, Lehrern, wichtigen für uns Personen, aus Büchern und Filmen. Aus diesen Quellen wissen wir ungefähr, wie wir uns und andere sich verhalten sollten. Viele solche Bilder kommen auch aus vorheriger Erfahrung im Leben.
Dazu kommt, dass wir nicht so richtig wissen, wie andere Menschen ticken, kennen deren Motive, Denkweisen und Bedürfnisse nicht. Wir schauen oft auf die Leute und Situationen von unserer Perspektive aus und überlegen, wie wir in dieser Lage gehandelt hätten.

Ich habe dazu ein passendes und aktuelles Beispiel. Ich bin ein Fußballfan und meine Lieblingsmannschaft ist bei der letzten WM Weltmeister geworden. Ich weiß, dass die Spieler und der Trainer gut sind.Ich bin mir sicher, dass die wieder große Chancen haben den Pokal zu gewinnen. Dann passiert etwas Unerwartetes, die Mannschaft verliert ihr erstes Spiel. Es tut weh und ich bin enttäuscht.

Sehen wir die Sache jetzt näher an. Ich habe mir ausgemalt, dass das Team wiedergewinnen wird, obwohl die letzten Freundschaftsspiele nicht so gut waren. Eigentlich habe ich das nur erfunden. Ich wollte, dass die gewinnen. Ich wünschte mir das.
Bekomme ich immer alles, was ich will? Eher nicht. Und, wenn es noch nicht Mal von meiner Wenigkeit abhängt? Dann ist die Wahrscheinlichkeit noch geringer.
Na gut, ich hatte Unrecht, bin enttäuscht und habe schlechte Laune. Ich beschuldige natürlich das Team, den Trainer, den Rasen und den Schiedsrichter, dass ich mich jetzt schlecht fühle. Wenn ich aber etwas tiefer grabe, sehe ich, dass ich mir alles persönlich ausgedacht und dabei mich selbst betrogen habe. Keiner andere war dabei, es waren nur meine Erwartungen. Ich bin selber schuld an allem.

Ich habe eine kleine Methode ausgearbeitet, die mir ganz gut hilft, etwas gelassener zu bleiben. Ich benutze die, um die Wichtigkeit von einer Erwartung wegzunehmen, damit darein nicht so viele Emotionen fließen und am Ende meine Reaktion auf ein Ereignis ziemlich neutral bleibt.

Ich stelle mir erstmal einen ganz schrecklichen Situationsausgang vor. Dann noch etwas katastrophaler und am Ende noch eine Schippe darauflegen, etwas Weltuntergehendes. Es soll schon wirklich unangenehm sein. Dann versuche ich da etwas Komisches zu finden, weil das Ergebnis schon ganz grotesk ist. Dann beginne ich darüber zu schmunzeln, wie gut ich darin bin, mir etwas auszumalen. Eigentlich kann ich Horrorbücher schreiben oder beim Fernsehen arbeiten.
Jetzt stelle ich mir einen tollen Ausgang vor, dann noch etwas großartiger und am Ende etwas ganz Paradiesisches, bis es nicht mehr geht. Nun beginne ich schon richtig über mich zu lachen, weil meine Einbildungskraft sich richtig übertroffen hat.

Wenn ich das gemacht hat, habe ich richtig gute Laune. Ich habe mich beruhigt und meine Erwartungen von mehreren Seiten angesehen habe. Ich bin jetzt zu allem bereit und werde nicht sehr leiden, wenn das Ergebnis nicht ganz zum Gewünschten passt.

Ich denke, dass das Leben im Großen und Ganzen nicht voraussehbar ist. Wir kennen nicht die Zukunft und können nicht alles wissen. Vielleicht können wir dieses Nichtwissen versuchen zu akzeptieren?
Denkt nach, wenn meine Erwartung erfüllt wurde, dann wusste ich das schon davor und meine Freude darüber ist klein. Es gibt auch keine erfreuliche Überraschung. Nächstes Mal habe ich noch mehr Angst, nicht richtig zu liegen. Der Druck wächst, weil ich weiterhin auch Recht und Kontrolle haben will. Wenn meine Erwartungen nicht erfüllt wurden, dann bin ich enttäuscht, frustriert und missmutig. Beide Möglichkeiten bringen mir eher wenig.

Ich finde, alles kommt so, wie es kommen soll. Ich plane sehr gern, aber ich versuche mich selbst, diese Pläne, Träume und Wünsche nicht so ernst zu nehmen. Es ist wie ein Spiel, ich weiß nicht, ob zukünftige Erfüllung von allen diesen Sachen mich glücklich macht oder nicht, aber ich kann jetzt das Spiel genießen.

Euer Roman

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Der schwarze Punkt

Hallo zusammen,

heute stelle ich euch eine Möglichkeit vor, die unser Leben auf wunderbare Weise beeinflussen kann. Es geht um das positive Denken oder eher um die Konzentration auf das Positive in allen Lebenslagen und Situationen. Ich habe für euch eine tolle Geschichte und ein Video vorbereitet. Dazu kommen ein paar Empfehlungen und Kommentare von mir.

Der schwarze Punkt – Eine schöne Botschaft

Eines Tages kam ein Professor in die Klasse und schlug einen Überraschungstest vor. Er verteilte sogleich das Aufgabenblatt, das wie üblich mit dem Text nach unten zeigte. Dann forderte er seine Studenten auf die Seite umzudrehen und zu beginnen. Zur Überraschung aller gab es keine Fragen – nur einen schwarzen Punkt in der Mitte der Seite. Nun erklärte der Professor folgendes:

„Ich möchte Sie bitten, das aufzuschreiben, was Sie dort sehen.“

Die Schüler waren verwirrt, aber begannen mit ihrer Arbeit.
 Am Ende der Stunde sammelte der Professor alle Antworten ein und begann sie laut vorzulesen. Alle Schüler ohne Ausnahme hatten den schwarzen Punkt beschrieben – seine Position in der Mitte des Blattes, seine Lage im Raum, sein Größenverhältnis zum Papier etc.

Nun lächelte der Professor und sagte:

„Ich wollte Ihnen eine Aufgabe zum Nachdenken geben. Niemand hat etwas über den weißen Teil des Papiers geschrieben. Jeder konzentrierte sich auf den schwarzen Punkt – und das gleiche geschieht in unserem Leben. Wir haben ein weißes Papier erhalten, um es zu nutzen und zu genießen, aber wir konzentrieren uns immer auf die dunklen Flecken.“

Unser Leben ist ein Geschenk, das wir mit Liebe und Sorgfalt hüten sollten und es gibt eigentlich immer einen Grund zum Feiern – die Natur erneuert sich jeden Tag, unsere Freunde, unsere Familie, die Arbeit, die uns eine Existenz bietet, die Wunder, die wir jeden Tag sehen …….

Doch wir sind oft nur auf die dunklen Flecken konzentriert – die gesundheitlichen Probleme, der Mangel an Geld, die komplizierte Beziehung mit einem Familienmitglied, die Enttäuschung mit einem Freund, Erwartungshaltung usw.

Die dunklen Flecken sind sehr klein im Vergleich zu allem, was wir in unserem Leben haben, aber sie sind diejenigen, die unseren Geist beschäftigen und trüben.

Nehmt die schwarzen Punkte wahr, doch richtet eure Aufmerksamkeit mehr auf das gesamte weiße Papier und damit auf die Möglichkeiten und glücklichen Momente in eurem Leben und teilt sie mit anderen Menschen!

Ich wünsche Dir einen positiven Blick auf das Leben verbunden mit Liebe und Dankbarkeit.

                               Motivationstrainer und Naturwissenschaftler, Dr. Akuma Saningong

Jeder dunkle Punkt ist eine Möglichkeit etwas zu ändern, etwas Neues zu lernen und sich zu entwickeln. Wir konzentrieren uns darauf, weil die Punkte schmerzen oder wir denken, dass sie schmerzen werden. Wer will schon leiden?

Dazu eine Empfehlung von mir.

Wenn etwas gerade belastet oder schmerzt, hilft es schon mit einer Person unseres Vertrauens, diesen Schmerz zu teilen (über die Situation zu berichten).
Jeder Mensch leidet. Alle haben Probleme, Krisen, Konflikte, Schmerz und Angst. In solchen Situationen wäre es nicht schlecht jemanden zu haben, mit dem man darüber sprechen und bei dem auf ein offenes Ohr und viel Verständnis erwarten kann.

1) Es hängt viel davon ab, wie wir unsere Erfahrungen betrachten. Es gibt viele Perspektiven auf die Realität und jeder Mensch hat eine eigene. Das kann helfen die Situation auf neue Weise zu sehen.
Es gibt ein Aphorismus, der, wenn ich mich richtig erinnere, so aussieht:
„Zwei Gefangene sahen durch die Gitter in die Ferne; der eine sah die Gitter und der andere die Sterne.“

2) Dazu kommt, dass ein geteiltes Leid, ein halbes Leid ist und wir fühlen uns nach so einem Gespräch etwas besser, befreiter und ruhiger. Unsere Gedanken, Gefühle und Emotionen werden nicht unterdrückt, sondern freigelassen.

3) Dadurch können wir das Problem besser verstehen oder eventuell bekommen wir nicht nur Beistand oder einen guten Rat, sondern auch Hilfe.

Findet Menschen, die positive Einstellung zum Leben haben, aber auch schon viel Erfahrung sammelten und versucht sie als Freunde zu gewinnen. Die können euer Leben auf verschiedene Art und Weise bereichern.

Ein Ausschnitt aus dem Film „Die Legende von Bagger Vance“

Es ist toller Film, mit großartigen Schauspielern und Dialogen, der auch etwas nachdenklich macht.

Euer Roman

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Phasen der Teamentwicklung nach Bruce Tuckman

Hallo zusammen,

heute stelle ich euch ein Modell vor, das sehr gut erklärt, wie ein Miteinander und ein gemeinsames Arbeiten als ein Prozess gesehen werden kann. Es kommen ein sehr interessantes Video und einige meine Kommentare zum Thema dazu.

Das Tuckman Phasenmodell wird häufig in Teamentwicklungsprozessen zu Beginn herangezogen, um zu bestimmen, an welchem Punkt sich ein Team befindet und welche Maßnahme die beste ist, um den Leistungswirkungsgrad zu erhöhen. Das Modell wurde Bruce Wayne Tuckman im Jahre 1965 entwickelt und 12 Jahre später noch ergänzt.

Phasen

Forming. In dieser Orientierungsphase findet das erste Zusammenkommen der Teammitglieder statt. Es ist nicht so wichtig, ob die Menschen sich schon kennen oder nicht. Wenn Menschen in eine Gruppe/ein Team zusammenkommen, beginnt diese Phase. Dabei bringt jeder Einzelne seine Erwartungen, Einstellungen und Interessen mit ein. Das Team versucht sich auf eine höfliche und eher unpersönliche Art und Weise besser kennenzulernen.

Die Phase ist sensibel und wichtig, alle beschnuppern sich gegenseitig, jeder sucht nach einem Platz. Es herrscht Atmosphäre der Unsicherheit. Alle sind vorsichtig in dem, wie sie sich zu den anderen verhalten.

Die Phase ist, nach meiner Meinung, sehr wichtig für die weitere Zusammenarbeit. Da wird Vertrauen zwischen den Teammitgliedern aufgebaut. Es ist wichtig ein sicheres und wertschätzendes Umfeld zu strukturieren, damit die Menschen sich zumindest etwas sicherer fühlen.

Storming. Die zweite Teamphase wird auch Nahkampfphase genannt. Teammitglieder kommen sich hier sowohl auf positive, als auch auf negative Art und Weise allmählich näher. Rollen und Erwartungen zeigen sich und werden gelebt. Es entstehen Konflikte und Spannungen innerhalb des Teams, erste Probleme der Zusammenarbeit stellen sich jetzt klar heraus. Die Phase, in der die Ziele zunehmend klarer werden. Es gibt unterschiedliche Auffassungen, eine Rollenverteilung bildet sich heraus, erste Machtkämpfe entstehen. Es zeigt sich alles, was davor verborgen war. Jedes Teammitglied sucht seinen Platz im Team. Es entsteht offene und verdeckte Kommunikation.

Das ist die interessanteste und schwierigste Phase, nach meiner Meinung. Es gibt keine Möglichkeit die zu überspringen. Egal, was wir tun, Konflikte werden kommen und sollen gelöst werden. Das beinhaltet ein Geschenk. Die Menschen werden nach deren Lösung eine bessere Beziehung haben, näher zueinander stehen. Das hilft ihnen besser miteinander zu arbeiten.

Norming. In dieser Phase entsteht das Alltagsmiteinander. Die Organisationsphase, in der klare Strukturen und Verabredungen getroffen werden. Jeder findet seinen Platz. Es entstehen Arbeitsbeziehungen, die sich immer mehr etablieren und Arbeit selbst wird routinierter. Wichtige Fragen sind „Wie können wir das Ziel erreichen?“ oder „Wie wollen wir miteinander umgehen?“. Nachdem die bedeutendsten Konflikte gelöst wurden, zeichnet sich die Organisationsphase Norming vor allem durch Geschlossenheit, Gruppenzusammenhalt und Gemeinschaft aus. Erstmals entsteht ein Miteinander, die Teammitglieder orientieren sich mehr am Team als an sich selbst. Das Team ist dadurch besser in der Lage, die Zusammenarbeit zu organisieren.

Ich denke, das ist die ruhigste Phase. Es kommt zur Routine und eine gewisse Starre im Denken und Handeln, weil alles mehr oder weniger läuft. In diese Phase können neue Ziele, Visionen und Pläne für das Team geschmiedet werden, um Innovation, Kreativität und Motivation zu stärken.

Performing. Die Integrationsphase, in der die Selbstorganisation in den Vordergrund tritt. Das Team wird kreativer und kommt zur seiner Hochleistung. Fragen sind „Wer hat was zu tun?“ oder „Wie können wir das Ziel am effektivsten erreichen?“. Die Phase Performing zeichnet sich vor allem durch Produktivität, Effizienz und Selbstständigkeit aus. Alles läuft rund, Erfolge häufen sich. Das Team kann nun gemeinsam Leistungen erbringen, die mehr sind als die Summe der Einzelleistungen.

Ich finde, diese Phase wird möglich, wenn alle Teammitglieder an einem Strang ziehen, an einem gemeinsamen Ziel arbeiten und einander unterstützen. Diese Phase kann aber nicht konstant etabliert werden. Es sollen schon Auf und Ab geben, kein Mensch kann die ganze Zeit nur Superleistungen bringen. Der Druck – immer besser zu werden, kann zur Erschöpfung und Gesundheitsproblemen führen.

Adjourning. Mit dieser Phase (auch Auflösungsphase) nähert sich das Projekt und die Zusammenarbeit des Teams dem Ende zu. Es geht darum, die wichtigsten Erkenntnisse der gemeinsamen Arbeit sicherzustellen und die Kooperation gebührend abzuschließen. Das ist die Ruhepause, eine Würdigung, ein Rückblick und Auswertung von dem, was gemacht oder erschaffen worden ist. Die Adjourning Phase gilt nur für temporär zusammenarbeitende Teams. Somit gehört sie nicht ganz zu den anderen vier Phasen.

Ich bin aber sehr dafür, dass eine Verabschiedung auf jeden Fall stattfinden soll. Das gönnt Menschen eine kleine Pause, sie können das Erlebte Revue passieren lassen und Erfolge zusammen feiern. Ich habe schon mehrere Firmen erlebt, wo am Ende des Tages setzen sich Kollegen zusammen und besprechen den Tag mit der Tasse Kaffee oder wo, nach jedem beendeten Projekt Mitarbeiter zusammen mit Chefs etwas unternehmen. Das bringt Menschen zusammen und helfen am nächsten Tag etwas entspannter und fröhlicher zur Arbeit zu gehen.

Ich habe hier ein Video, das uns ein tolles Team und einige Adjournings zeigt.

Euer Roman

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Selbstliebe

Video „7 Tipps, um Selbstliebe zu lernen“

Hallo zusammen,

heute möchte ich euch ein Thema vorstellen, die mich vor ca. 2 Jahren beschäftigt hat. Es geht um Selbstliebe. Ich erzähle euch etwas über mich und meine Methode, lade euch ein, ein nettes Video anzusehen und gebe einige Empfehlungen und Tipps. Das Thema ist sehr kontrovers und interessant, ich freue mich auf eure Meinungen und Gedanken.

Ich habe vor ca. 9 Monaten geheiratet. Ein paar Jahre davor habe ich mir mehrere Fragen zu diesem Schritt gestellt und eine davon war: „Was bedeutet eigentlich für mich jemanden zu lieben?“

Wenn ich jemanden wirklich liebe, dann akzeptiere ich diese Person vollkommen, so, wie sie ist. Das bedeutet als Ganzes, mit allen Seiten, die mir gefallen und besonderes die, die mir nicht gefallen. Genauso akzeptiere ich ihre Eltern, Verwandten, Vergangenheit, Schwächen, Fehler, Kultur, ihre Orte, Träume, Visionen usw. Ich nehme eine neue Welt in mein Leben auf.

Das ist alles schön und gut, aber wie sieht es bei mir selbst aus? Akzeptiere ich alle diese Dinge bei mir? Liebe ich mich überhaupt? Nehme ich mich selbst an? Wenn ich das nicht tue, könnte es zu Überraschungen und Missverständnissen kommen. Wenn ich etwas an mir oder meine Frau nicht akzeptiere, bin ich im Krieg und werde an zwei Fronten kämpfen. Erstmal mit mir selbst und dann mit meiner Frau.

Methode, um sich selbst zu lieben.

1. Ich beschäftige mich schon lange mit mir selbst, aber davor war es eher das Kennenlernen von eigener Persönlichkeit, meinen Fähigkeiten, Psyche, Körper, Talenten und Fertigkeiten. Ich habe die Meinung, dass das die erste Stufe auf dem Weg zur Selbstliebe ist. Es ist wirklich schwer jemanden zu lieben, den man nicht kennt.

Empfehlung: bittet andere Menschen, die euch kennen, um Feedback, findet jemanden, der euch hilft, euch selbst besser kennenzulernen, beginnt ein Tagebuch zu führen, versucht etwas Ungewöhnliches zu tun. Es gibt noch viele andere Möglichkeiten.

2. Es war aber mir zu wenig. Die zweite Stufe war für mich, sich selbst anzunehmen, so wie ich bin. Ich glaube, das beginnt mit einer Bereitschaftserklärung mit allen eigenen Krisen, Leiden, Fehlern, Unvollkommenheiten, Macken ganzes Leben lang zu verbringen. Das bedeutet, ich erkläre mich bereit, alles, was mir an mich nicht gefällt, nicht zu ändern. Ich lasse alles so, wie es ist und akzeptiere diesen Zustand. Ich kämpfe nicht mehr gegen das, was mir nicht gefällt und laufe davon nicht weg. Ich lasse mein Besserseinwollen los und gebe auf. Ich akzeptiere und bin akzeptiert.

Empfehlung: bittet andere Menschen, die euch kennen, um Feedback, erstellt eine Liste von Sachen, die euch an euch selbst nicht gefallen, von denen ihr wegläuft und nicht haben wollt. Fragt euch selbst: „Kann ich so einen Menschen, mit so einem Leben akzeptieren?“ Das wird nicht einfach sein, aber am Ende soll schon ein festes „Ja“ zu allem stehen.

3. Soweit so gut. Ich will mich aber lieben, nicht nur akzeptieren. Es ist die dritte Stufe. Dafür habe ich mich auf meine Talente, Kompetenzen, Fähigkeiten und Erfolge konzentriert. Ich habe den meine Anerkennung gegeben. Wir können alle eine riesige Menge Sachen, wir sind in vielen Dingen sehr gut, wir erschaffen täglich massenweise Gutes in unserem Leben. Das kann/soll gewürdigt werden.

Empfehlung: fertigt eine Liste mit allen Sachen, die ihr könnt, fängt an, eure Erfolge zu sammeln (ein Artikel dazu), tut, was ihr gut könnt, was euch begeistert, wobei ihr die Zeit vergisst. Genießt es, feiert eure Siege, spürt euren Einfluss auf das Umfeld. Wir sind unsere größten Kritiker. Die Aufgabe ist aber, eigener besten Fans zu werden.

Liebe von außen kann uns nur vorübergehend sättigen, kurz danach sind wir wieder auf der Suche nach einer neuen Portion. Wenn die Liebe in uns wohnt, dann werden wir nie mehr danach Hunger verspüren.

                         Eigenliebe ist das Instrument der Selbsterhaltung.
                                                                                                                 Voltaire

Selbstliebe zu entdecken und zur Entfaltung zu bringen, gibt uns die Möglichkeit endlich Freiheit und Ruhe kennenzulernen und die auf Dauer als Begleiter zu haben.

Euer Roman

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Die 9 Eskalationsstufen eines Konflikts nach Glasl

Hallo zusammen,

heute möchte ich euch ein Modell von Friedrich Glasl vorstellen. Es geht um Eskalationsstufen, die im Verlauf eines Konflikts entstehen können. In diesem Artikel sind auch ein kurzes Erklärungsvideo, ein russischer Animationsfilm aus meiner Kindheit zum Thema und ein paar Kommentare und Beispiele von mir.

Stufe 1: Spannung und Verhärtung

Die Konfliktparteien sind sich der Spannungen und Gegensätzen bewusst und bemühen sich, sie zu lösen. Die Situation ist noch harmlos, Meinungsverschiedenheiten sind alltäglich und können durch Gespräche gelöst werden.

Beispiel: eines Tages komme ich zur Arbeit und auf dem Parkplatz, wo ich immer mein Auto abstelle, steht ein neuer Kollege aus meiner Abteilung. Ich sage zu ihm: „Hallo, es ist mein Parkplatz!“ Und er antwortet: „Der ist nicht mit deinem Namen gekennzeichnet und ich brauche auch eins! Was soll ich tun?“

Stufe 2: Polarisation & Debatte

Unterschiedliche Standpunkte haben erstmal für Kreativität und Anregung gesorgt, aber jetzt wird Meinungsverschiedenheit fundamentaler, die Konfliktparteien versuchen den anderen durch rationale Argumente zu überzeugen und unter Druck zu setzen. Jeder beharrt auf seinem Standpunkt, Kompromisslosigkeit und verbale Gewalt setzen ein.

Beispiel: alle unsere Bemühungen, einen für die beiden Seiten passenden Ausweg zu finden, scheitern. Ich fordere ihn an, „meinen“ Parkplatz zu verlassen. Mein Kontrahent erwidert, dass es keine freien Parkplätze mehr gibt und er als Erster da war.

Stufe 3: Konfrontation mit Handlungen (Taten statt Worte!)

Reden hilft nicht mehr, Taten sind nötig! Die Parteien können einander mit Worten nicht mehr erreichen. Der Kontrahent wird vor vollendete Tatsachen gestellt.

Beispiel: ich versuche ihn durch Hupen von meinem Platz zu verjagen. Er lässt das Auto stehen, schließt ab und zeigt mir, dass er das Gespräch für beendet hält und gehen will.

Stufe 4: Image und Koalitionsbildung

Die Kontrahenten suchen nach Verbündeten, Parteien werden gebildet und gegeneinander manövriert. Imagekampagnen werden losgelassen und böse Gerüchte über die andere Partei verbreitet. Es geht jetzt nur darum, den Konflikt zu gewinnen.

Beispiel: meine Frau (wir arbeiten zusammen) kommt aus dem Auto, um mich zu unterstützen. Ein paar Kollegen kommen dazu und wählen eine Partei aus. Es gibt jetzt zwei Gruppen, die über einander schlecht reden.

Stufe 5: Offener Angriff und Gesichtsverlust

Alleine der Anblick des Kontrahenten erzeugt negative Gefühle. Die gegenseitigen Angriffe werden direkt und persönlich, „Schläge unter die Gürtellinie“ beginnen. Es wird versucht den Gegner bloßzustellen. Der Verlust der Moral und des gegenseitigen Vertrauens gehen mit dem Gesichtsverlust einher.

Beispiel: meine Frau schreit meinen Konfliktpartner an, ohne auf Wortwahl zu achten. Mein Konfliktpartner macht abfällige Bemerkungen über meine hierarchische Stelle in dieser Familie.

Stufe 6: Drohstrategien

Die Parteien möchten einander zum Nachgeben zwingen und sprechen Forderungen aus. Wenn diese nicht erfüllt werden, wird eine Sanktion in Aussicht gestellt, die erheblichen Schaden verursachen wird. Hier geht es darum, wer mehr Macht besitzt und somit die schlimmsten Bestrafungen durchsetzen kann.

Beispiel: ich sage meinem Kontrahenten: „Wenn du nicht sofort wegfährst, zerkratze ich dir dein Auto!“ Er antwortet: „Dann schlage ich dir deine Außenspiegel ab!“

Stufe 7: Begrenzte Vernichtungsschläge

Drohungen gehen in Aktionen über, um den Gegner an der Ausführung seiner Drohung zu hindern. Der eigene Schaden wird in Kauf genommen, wenn nur der Schaden des anderen größer ist.

Beispiel: ich schmeiße meinen Schraubenzieher in Richtung seines Autos und zerkratze es.

Stufe 8: Zersplitterung

Die Konfliktparteien zerstören Potenziale des Gegners. Das Ziel ist der Zusammenbruch des feindlichen Systems. Die Frontkämpfer werden von ihren Verbündeten und der Versorgung abgeschnürt, lebenswichtige Funktionen werden attackiert bis zur physisch-materiellen, seelisch-sozialen oder geistigen Zerstörung.

Beispiel: meine Frau versucht mein Auto zu schützen und wird zur Seite geschubst.

Stufe 9: Vernichtung und Selbstvernichtung (Gemeinsam in den Abgrund)

Die Parteien sehen keinen Weg mehr zurück, es kommt zur totalen Konfrontation der beiden Parteien. Jeder ist zum Äußersten bereit, auch wenn dies Selbstvernichtung mit sich bringt. Schäden an der Umgebung halten die Kontrahenten nicht mehr von ihrer gegenseitigen Vernichtung ab.

Beispiel: die beiden Autos werden demoliert. Es kommt Polizei, es wird ein Gerichtsverfahren eingeleitet und wir verlieren unsere Jobs.

Ich habe ein paar Fragen vorbereitet, die sich selbst, in so einem Konflikt jederzeit gestellt werden können, um weitere Eskalation zu vermeiden.

1. Will ich wirklich, dass es so weiter geht?
2. Inwieweit kontrolliere ich mich noch?
3. Tue ich das aus eigener Überzeugung oder werde ich gelenkt?
4. Sehe ich deutlich die Folgen meiner Handlungen?
5. Kann ich jetzt mögliche Nebenwirkungen meiner Handlungen richtig abschätzen?
6. Bin ich bereit die ganze Verantwortung für meine Taten und Konsequenzen zu übernehmen? Will ich das wirklich?

Wie versprochen, ein Animationsfilm „Konflikt“ (1983). Ich finde ihn sehr zum Thema Konflikteskalation passend und verständlich.

Euer Roman

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Entscheidungen treffen

Hallo zusammen,

heute möchte ich gern ein Thema ansprechen, das für viele Menschen sehr wichtig ist, aber auch mehrere Fragen aufwirft. Es geht um die Frage: Wie treffe ich meine Entscheidungen und aus welchem Grund auf diese Weise? Ich werde etwas über meine Erfahrungen erzählen und dazu einen passenden Film vorstellen.

Jeder von uns steht täglich mehrmals vor Entscheidungen. Bewusst oder unbewusst treffen wir am Tag Hunderte sogar Tausende Entscheidungen. Ob die gut oder schlecht waren, stellt sich meistens erst später heraus. Schwierige und mit weitreichenden Folgen verbundene Entscheidungen werden oft verschoben oder gar nicht eingegangen – nicht selten mit einem schlechten Gewissen.

Wie trifft ihr eure Entscheidungen?
Verlässt ihr euch nur auf euer Gefühl (Bauch), handelt ausschließlich rational (Kopf) oder berücksichtigt beides, Gefühl und Verstand? Seid ihr dabei spontan und impulsiv oder bewahrt ihr immer einen kühlen Kopf?
Das sind wichtige Fragen. Wir wollen, dass unsere Trefferquote für richtige Entscheidungen ganz hoch liegt und da auch bleibt. Ich denke, jeder von uns hat eine eigene Strategie dafür. Einige wechseln ihre Strategien oder versuchen sie Umständen anzupassen.

Ich habe viele verschiedene Methoden, Taktiken und Modelle dafür ausprobiert. Es hat sich herausgestellt, dass die manchmal funktionieren und manchmal nicht. Manche sind ziemlich kompliziert und zeitaufwendig, andere ähneln einer Wurfmünze. Für einige Situationen haben diese Taktiken gute Ergebnisse geliefert, für andere sind enttäuschend gewesen. Ich wusste nicht so richtig, woran das liegt und wie kann ich die Trefferquote verbessern. Ich wurde aus diesen Erfahrungen nicht schlauer.

Nach vielen Jahren habe ich doch etwas gefunden, was für mich funktioniert. Das ist eine Strategie, die nicht für alle passen wird (das sage ich lieber gleich).

Es sieht folgendermaßen aus. Ich nehme mir Zeit. Egal, worum es geht. Ich gebe eine Möglichkeit neuen Informationen meinen Kopf und meinen Körper durchlaufen zu lassen. Je schwieriger die Entscheidung oder weitreichender die Folgen, desto länger warte ich       (die Entscheidung reift). Mit der Zeit wird es immer klarer, was ich tun soll.

Ich bin ein emotionaler Mensch und ich treffe keine Entscheidungen, wenn ich euphorisch bin oder gute Laune habe. Ich treffe auch keine, wenn ich betrübt oder schlecht gelaunt bin. In beiden Fällen reagiert nur mein emotionales System auf eine Anfrage/Information und ich will keine emotionalen Entscheidungen treffen.
Ich warte, bis ich diese beiden Punkte, Hoch und Tief, durchlaufe. Und, wenn ich auch an einem anderen, entweder am tiefsten Punkt oder am höchsten etwas immer noch will, dann treffe ich meine Entscheidung.

Zum Beispiel: ich bin sehr verliebt und meine Freundin fragt mich, ob wir zusammenziehen wollen. Ich fühle mich in diesem Moment auf der siebten Wolke und sage zu. Sie kündigt ihre Wohnung und ihren Job in einer anderen Stadt und zieht zu mir ein. Inzwischen kenne ich sie schon besser und sie mich auch, wir streiten öfter. Ich traf eine Entscheidung, als ich auf einem emotionalen Höhepunkt war und jetzt bereue das.

Ich habe mit meiner Freundin gestritten und will sie jetzt aus meiner Wohnung und meinem Leben entfernen. Ich bin verärgert und betrübt, wie konnte ich nur so blöd sein?
Ich mache mit ihr Schluss und sie verlässt weinend meine Wohnung, fährt zu ihren Eltern und lässt ihren Sachen abholen. In zwei Tagen bereue ich auch diese Entscheidung, weil ich sie mag und will mit ihr zusammen sein.
Das wäre alles nicht nötig, wenn ich mir Zeit gegeben und beide Punkte abgewartet hätte.

Wie gesagt, ich warte, bis meine Entscheidung reif ist, um verwirklicht zu sein. Ich versuche eine Situation, einen Gedanken, einen Traum oder einen Menschen in vielen meinen Gefühlszuständen zu erleben/zu erfahren, bis ich eine Entscheidung treffe.
Diese Strategie funktioniert bei mir seit mehreren Jahren sehr gut.

Ich stelle euch auch einen interessanten und lustigen Film vor, der sich mit einer Entscheidungsstrategie beschäftigt, aber auch mehrere tieferen Fragen stellt.
Viel Spaß!


„Der Ja-Sager“ Trailer

Euer Roman

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Konfliktgespräche meistern

Hallo zusammen,

heute möchte ich das Thema Gesprächsführung angehen. Ich stelle euch ein Buch mit einigen Empfehlungen vor, wie man sich in einem Konfliktgespräch oder generell in einem Gespräch verhalten könnte. Dazu kommen einige Tipps und Kommentare von mir.

Das Buch heißt: „Führen ohne Konflikte“ und wurde von Werner Siegert und Lucia Lang geschrieben. Die beiden laden in ihrem Buch ein, die folgenden Regeln in jedem Konfliktgespräch zu beachten.

1. Das Recht andere Menschen auf eigene Meinung, Einsichten oder Bedürfnisse anzunehmen und respektieren.
Wenn wir akzeptieren, dass unsere Mitmenschen sich von uns unterscheiden und die Welt auf eine andere, ihre Weise sehen, dann werden wir vielleicht verstehen, dass sie uns nichts Böses tun wollen, sondern nur ihre Sicht der Dinge übermitteln möchten.

2. Zuhören, solange der Konfliktpartner redet ohne ihn oft zu unterbrechen.
Jeder Mensch will sich offenbaren und erklären, wie er sich fühlt, denkt und die Welt versteht. Wenn wir ihm diese Möglichkeit geben, wird er bereit sein auch unsere Position erklären zu lassen.

3. Zeigen, dass ich seine Rolle und das, was er mir zu sagen versucht, verstehe.
Es wäre besser nicht nur schweigend da zu sein, sondern wirklich den Standpunkt des Gegenübers zu verstehen, eventuell auch seinen Motiven und Bedürfnissen auf die Spur zu kommen.

4. Nachragen, wie der andere dieser Konflikt sieht und wie er sich dabei fühlt.
So zeigen wir unsere soziale Kompetenz und kommen dieser Person näher. Wir zeigen unser Verständnis und Interesse ihm als Mensch gegenüber.

5. Das Thema des Gespräches soll genau definiert und formuliert sein.
Es geht darum, dass wir ein Konflikt lösen wollen. In einem Konfliktgespräch kann es passieren, dass wir oder unser Gegenüber vom Thema abkommen, emotional mitgenommen oder abgelenkt werden. Wenn wir aber eine Notiz vor Augen haben, was besprochen werden soll, dann können wir jederzeit wieder zum Thema zurückkehren.

6. Gemeinsamkeiten in Sichtweisen finden und die besprechen.
Wir sollen versuchen etwas finden, was uns verbindet. Es kann nur ein Punkt sein, aber er zeigt, dass wir trotz unterschiedliche Meinungen etwas Gemeinsames haben. Das wird uns näher zu einander bringen und hoffen lassen, dass wir auch bei anderen Punkten zueinander finden können.

7. Feststellen, was uns trennt und aus welchem Grund.
Hier läuft alles in eine andere Richtung. Wir suchen etwas, wo wir gar nicht eine Meinung sind. Es ist sehr wichtig den Grund dafür zu finden. Je mehr wir darüber reden, desto besser verstehen wir einander und unsere Standpunkte.

8. Den genauen Inhalt des Konfliktes feststellen und beschreiben.
Es kann sich am Ende herausstellen, dass wir den Konflikt wegen einer Kleinigkeit haben, z. B. wegen eines Missverständnis oder mangelnder Information.

9. Nach einer gemeinsamen Lösung suchen.
Die Lösung soll schon gemeinsam ausgearbeitet werden und die beiden Parteien zufrieden stellen. Das wird unsere Beziehung festigen und vertrauensvoller machen.

Von meiner Seite würde ich noch empfehlen sich auf wichtige Konfliktgespräche vorzubereiten. Damit werdet ihr euch sicherer fühlen und genau wissen, was ihr wollt und vorhabt.  Hier ist ein Beitrag zu diesem Thema. Viel Erfolg!

Euer Roman

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25 Fragen zur Selbsterkenntnis

Hallo zusammen,

heute stelle ich euch eine Liste von Fragen vor. Das sind keine philosophischen Fragen, sondern eher persönliche. Die meisten davon sind nicht einfach zu beantworten. Manche habt ihr euch noch nie gestellt, andere können euch jeden Tag beschäftigen. Jede Frage hilft sich selbst etwas besser kennenzulernen und zeigt einen Weg für die Weiterentwicklung.

„Ziel des Lebens ist Selbstentwicklung.
Das eigene Wesen völlig zur Entfaltung zu bringen, das ist unsere Bestimmung.“
Oscar Wilde

  • Was motiviert mich stärker als alles anderes?
    Dadurch erkennt man besser eigene Motive, Wünsche, Bedürfnisse. Es könnte bei einer Zielsetzung, -verfolgung und -erreichung helfen.
  • Wie viel Zeit, Mühe und Kraft stecke ich in meine eigene Entwicklung ein?
    Wir selbst sind unser bestes Werkzeug, um alles zu erreichen, was wir wollen. Es gibt Möglichkeiten das zu schärfen, zu tunen, zu verbessern.
  • Was beunruhigt mich, macht mich nervös?
    Es gibt Sachen, die erledigt werden sollen, früher oder später. Das macht den Kopf frei für andere Dinge im Leben.
  • Wer trägt Verantwortung für mein Leben?
     Antwort auf diese Frage könnte uns aus der „Opferrolle“ herausbringen und hilft ins Handeln zu kommen.
  • Aus welchem Grund bin ich sauer/verärgert?
    Vielleicht gibt es noch unerledigte Missverständnisse, Unklarheiten oder Konflikte,
    die gelöst werden sollen/wollen. Klarheit bringt Ruhe ins Leben.
  • Wer trifft Entscheidungen, aus denen mein Schicksal geflochten wird?
    Das hilft zu verstehen, wer noch mein Leben beeinflusst oder steuert und ob ich das will.
  • Was stört mir so zu leben, wie ich gern möchte?
    Es ist besser eigene Hürden/Hindernisse zu kennen, wenn man die überwinden oder entfernen will.
  • Wem und was habe zu verdanken?
    Es ist nicht schlecht eigene Gönner, Mentoren und Beschützer zu kennen und eigene Dankbarkeit ab und zu zum Ausdruck zu bringen..
  • Aus welchem Grund streite ich mit meinen Mitmenschen?
    Unsere Beziehungen können unser Leben bereichern oder zur Hölle machen. Einen Grund dafür zu finden hilft weiter.
  • Wie kann ich gütiger oder gutherziger werden?
    Das kann mich, meine Beziehungen, meine Umwelt, mein Leben positiv beeinflussen.
  • Wozu brauche ich zwanzig Kleider oder Hemden?
    Es hilft nicht nur im Kleiderschrank aufzuräumen, sondern auch im Kopf und im Leben, um für sich neue freie Zonen und Möglichkeiten zu schaffen.
  • Was wird aus mir in 10 Jahren, wenn ich weiter so lebe wie jetzt?
    Die Antwort auf diese Frage zeigt uns eine mögliche Zukunft und kann zum Handeln bewegen, um die zu ändern.
  • Gefällt mir mein Job?
    Auf der Arbeit verbringen wir bis zu einem Drittel unserer Zeit. Gibt es einen Grund sich zu quälen? Wenn ja, wofür oder für wen tun wir das?
  • Was bin ich bereit umsonst/ohne Bezahlung zu tun?
    Das hilft zu klären, was uns begeistert, fesselt, zwingt Zeit zu vergessen.
    Es hat etwas mit unseren Talenten, Fähigkeiten und Bestimmung zu tun.
  • Womit beschäftige ich mich mehr: mit meiner Arbeit, meiner Kariere oder mit meiner Berufung?
    Hier werden wir sehen, wo unsere Ressourcen hinfließen und, ob das für uns O.K. ist.
  • Was geschieht, wenn ich meinen Job verliere?
    Da wird ein Szenario durchgespielt, das klärt, wie groß meine Angst ist und ob ich dafür bereit bin, etwas zu ändern.
  • Aus welchem Grund bin ich nicht Selbständiger/Unternehmer?
    Es geht um Träume, Visionen, Ideen und deren Verwirklichung in der Realität.
    Oft offenbart diese Frage auch eigene Hemmnisse, Blockaden und Widerstände.
  • Was kann ich tun, um gesunder zu werden?
    Ohne Gesundheit wird sehr schwierig das Leben zu genießen.
  • Verbringe ich genug Zeit mit meinen Lieben?
    Gute Beziehungen sind nicht so einfach mit anderen Dingen zu ersetzen.
  • Was bringt mir mein Leiden?
    Grund für das Leiden könnte durch weniger Schmerzhafte ersetzt oder abgebaut werden.
  • Aus welchem Grund verbringe ich viel Zeit in sozialen Netzwerken?
    Hier können Themen Selbstbewusstsein und Einsamkeit auftauchen.
  • Werde ich als Mensch besser, wenn ich fernsehe?
    Es geht um unsere Zeit und Wirkung von Massenmedien.
  • Wie reagiere ich auf kritische Äußerungen und Feedback von außen?
    Hier geht es um Selbstwertgefühl, Unsicherheit und Selbstreflexion.
  • Wo liegt der Unterschied zwischen Leben und Existieren?
    IST-Zustand und Zielsetzungen können angepasst oder geändert werden.
  • Wessen Leben lebe ich?
    Es geht um unsere Entscheidungen, Einfluss von außen und Zufriedenheit.

Ich habe eine kleine Empfehlung dazu. Wenn ihr euch dazu entschließt die Fragen zu beantworten, nimmt euch Zeit und findet ein ruhiges Plätzchen dafür.
Nach meiner Meinung mag unser Gehirn eher automatische Abläufe. Solche Fragen bringen es aber durcheinander und zwingen richtig zu arbeiten. Deswegen nimmt auch etwas zu futtern. Es wird Energie/Kohlenhydrate brauchen.
Jede Antwort wird einzigartig sein und gilt nur für euch. Nachher gibt es Möglichkeit, die mit Person eures Vertrauens zu besprechen. Es werden ganz neue Perspektiven und Optionen sichtbar. Viel Erfolg!

Euer Roman

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Kommunikationsprobleme

Vera F. Birkenbihl

Hallo zusammen,

heute würde ich gern über Ursachen für Probleme in der Kommunikation reden. Es ist oft so, dass die auch zu Konflikten führen und für mehr Stress im Leben sorgen können. Ich stelle euch ein Video vor und ergänze es mit meinen Gedanken zum Thema.

Im Video sehen wir Vera F. Birkenbihl. Sie meint, wir haben in unserer Erziehung es nicht gelernt, Weltanschauungen, Meinungen, Einsichten und Werte andere Menschen zu respektieren und oft auch zu akzeptieren. Wir haben es nicht gelernt, aber wir können es noch. Das ist auch ein Teil meiner Arbeit, zu zeigen, dass es geht, wie es geht und wie diese Veränderung unser Leben erleichtern und bereichern kann.

Ich finde, oft wird nicht daran gedacht, dass unsere Mitmenschen irgendwie anders ticken. Wir sehen das nur dann, wenn wir mit ihnen interagieren, kommunizieren oder etwas zusammen erleben.

Nach meiner Meinung sind wir alle verschieden, auch, wenn wir eineiige Zwillinge sind. Aus welchem Grund? Ein davon: wir haben alle unterschiedliche Erfahrungen im Leben gemacht und die haben uns auf verschiedene Weise geprägt.

Ursachen für Kommunikationsprobleme und Konflikte

1) Wie schon gesagt, unser Bild von der Welt unterscheidet sich von Bildern der anderen. Wir sehen und erleben die Welt einzigartig, wie keiner mehr auf diesem Planeten und jeder von uns hat seine eigene Wahrheit.
Wenn ich jetzt euch bitte ein Auto vorzustellen, werden diese Autos ganz verschieden aussehen. Einige werden ein Trabi sehen, andere ein Ferrari, vielleicht ein Lkw oder ein Landrover, möglicherweise auch ein Rennwagen oder ein Cabrio.

2) Wir haben auch verschiedene Werte und deren Wichtigkeit für uns unterscheidet sich auch. Auf unseren Werten beruht sich unsere Persönlichkeit und es ist sehr unangenehm, wenn die für jemandem nicht so wichtig sind wie für uns.
Für jemandem ist z. B. Zuverlässigkeit sehr wichtig, ein anderer ist eher flatterhaft und mag Freiheit und Spontanität. Es kann gut sein, dass sie einander stressen werden.

3) Unsere Bedürfnisse und deren Befriedigungswege können sich auch unterscheiden. Es ist oft so, dass wir die nicht genau kennen, da die unbewusst auf uns wirken und zu erkennen, was gerade der Andere für welche hat, ist sehr schwierig.
Für einen ist Zugehörigkeit zu einem Team wichtiger als Selbstverwirklichung im Beruf und so lässt er eine Aufstiegsmöglichkeit im Job liegen und seinen Chef ist eventuell darüber nicht sehr glücklich.

4) Als letzte würde ich unsere Gewohnheiten nennen. Die stammen genau aus unseren früheren Erfahrungen und können auch nicht ganz leicht abgelegt werden, aber unseren Mitmenschen ärgern schon.
Ein raucht viel und seine Freundin ist sehr gesundheitsbewusst. Es kann gut sein, dass die beiden darüber streiten werden.

Ich habe eine kleine Empfehlung an euch. Wenn ihr bei einem Gespräch spürt, dass alles aus dem Ruder läuft und ihr beide schon etwas aufgeregt seid, dann sagt einfach leise: „Ich will dich verstehen. Erklär mir das nochmal bitte, wie siehst du das?“ Lässt sie/ihn ausreden, hört zu und stellt Fragen. Hier habe einen Beitrag zu diesem Thema.

Aus meiner Erfahrung kann ich nur sagen, einen Menschen zu ändern ist sehr schwer bis unmöglich, wenn er selbst das nicht will. Menschen werden ihre Weltbilder, Werte und Gewohnheiten verteidigen. Es gibt gute Gründe dafür, dass sie alle diese Sachen haben. Manchmal ist für diese Menschen einfacher uns zu verlassen, als etwas zu ändern.

Wir suchen alle nach Mitstreiter und Seelenverwandten und glaubt mir, die sind da. Wenn wir unsere Mitmenschen so akzeptieren, wie die sind, respektieren ihre Meinungen, Werte und Bedürfnisse, dann verspreche ich euch, ihr werdet sie finden. Versucht es!

Euer Roman

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Konfliktansprache 4

Hallo zusammen,

es geht mit dem Thema „Konfliktansprache“ weiter. Heute stelle ich euch eine neue Methode vor, um einen Konflikt, ein Missverständnis oder eine Unklarheit anzusprechen. Das Modell stammt aus deutschsprachigem Raum, von Konflikttrainer und Buchautor Thomas Schmidt und heißt „SAG ES“.

Ihr habt wahrscheinlich schon verstanden, dass jeder Buchstabe für einen Schritt in der Formulierung dieser Ansprache steht.

„S“
Sichtweise schildern
Hier soll man die eigene Sichtweise darlegen. Einen Konflikt wird am besten angesprochen, wenn man die eigene Wahrnehmung beschreibt – und zwar direkt und  konkret, aber ohne zu bewerten oder zu verallgemeinen.
Z. B. „Mir ist aufgefallen, dass Sie heute zu spät gekommen sind.“

„A“
Auswirkungen beschreiben
Da erklärt man, wo „der Schuh denn druckt“, welche Auswirkungen das angesprochene Verhalten hat und welche Beeinträchtigungen daraus entstanden sind oder entstehen können.
Z. B. „Für mich war das unangenehm, dass ich unser Meeting unterbrechen und Ihr Verhalten vor unseren Kunden, die zu Besuch waren, erklären musste.“

„G“
Gefühle benennen
Um eigene Gedanken und Gefühle deutlich zu machen, sollte man die eigenen Emotionen verbalisieren. Das bedeutet, wir zeigen, dass wir verwundert, irritiert oder verletzt sind.
Z. B. „Für mich ist es frustrierend, unterbrochen zu werden und sich vor den Kunden zu blamieren und rechtfertigen zu müssen.“

„E“
Einwände erfragen
Ermitteln, wie der Konfliktpartner es sieht. Das bedeutet, versuchen einen Dialog zu beginnen und den Gegenüber ins Boot zu holen.
Z. B.“Wie sehen Sie das? Was meinen Sie dazu?“

„S“
Schlussfolgerungen ziehen
Gemeinsam eine Lösung erarbeiten:
Z. B. „Können wir uns darauf einigen, dass Sie ab jetzt versuchen pünktlich zu kommen und wenn das Mal nicht klappt, dann nicht zum Meeting gehen?  Was können Sie ändern, um in Zukunft pünktlich zu kommen?“

Die Methode braucht schon etwas Übung, aber ist effizient und einfach zu merken.
Ich mag das Modell, das zeigt ganz gut, wie man Konflikte so anspricht, dass am Ende eine konstruktive Lösung möglich ist. Ich finde, die Methode passt sowohl ins Berufs- als auch ins Privatleben.

Euer Roman

Konfliktansprache

Konfliktansprache 2

Konfliktansprache 3

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