Wie kann ich schnell einen Konflikt lösen

Hallo zusammen,

heute möchte ich gern über das Thema „Konfliktlösung“ reden. Der konstruktive Umgang mit Konflikten ist nicht so schwer. Wir sollen unseren Konfliktpartnern auf der Basis von Akzeptanz und Gleichwertigkeit begegnen. Ich habe für euch eine Methode, meine Kommentare und ein tolles Video vorbereitet.

Wir sind alle verschieden und haben unterschiedliche Meinungen, Einsichten, Glaubenssätze, Erwartungen, Verhaltensweisen usw. Es ist unausweichlich, dass wir irgendwann Mal auf einer Person stoßen, die eine andere Lebenseinstellung oder Meinung hat und sich deshalb aufregen wird.

Solche kleinen Dispute und Auseinandersetzungen können eskalieren, zu einem langwierigen Konflikt oder zu einer Feindschaft werden. Hier ist ein früherer Artikel über Konflikteskalation.

Eigentlich verstehen viele Menschen schon, dass solche Konflikte wegen einer Meinungsverschiedenheit uns nicht viel bringen. Wieso passiert es denn so oft, dass sie sich nicht zurückhalten können?
Eigentlich sind Meinungen, Einsichten, Erwartungen, Werte, Glaubenssätze nur mentale Konstrukte und existieren nur in ihrem Kopf. Wieso dann?
Erstens, ich denke, dass alle diese obengenannten Sachen verinnerlicht und als feste Teile eigene Persönlichkeit wahrgenommen werden. Falls jemand ihre Meinung infrage stellt, dann fühlen sie sich als Person angegriffen und wehren sich oder schlagen zurück.

Zweitens, in ihre Geschichte hatten sie genug Situationen, wo ihre Meinung, Gefühle und Erfahrungen nicht ernst genommen wurden und sie davon litten.

Drittens, in ihrer Kindheit gab es Situationen, in denen sie sich ohnmächtig, angsterfüllt, hoffnungslos, ungeliebt gefühlt haben und diese Momente waren mit großem, emotionalem Schmerz verbunden. Viele aktuelle Konflikte erinnern sie an diese Vorfälle, sie wollen diese Gefühle und den Schmerz auf keinen Fall nochmal erleben und verteidigen sich. Falls ihr Konfliktpartner nicht loslässt, dann können diese Gefühle hochkommen und sie beginnen zurückzuschlagen. Sie sind wieder auf Empfindungs- und Gefühlsebene in dieser alten Situation aus der Kindheit. Jetzt aber sind sie erwachsen und können sich wehren. Nach einer weiteren Eskalation denken sie nur an Vernichtung des Gegners. Sie wollen sich rächen an ihrem Gegner, für das, was ihnen während des ganzen Lebens von ihren Bezugspersonen und allen anderen Menschen angetan wurde.

An diese Stelle möchte ich euch eine Methode vorstellen, die euch helfen kann, aus einem beginnenden Konflikt schnell und ohne große Verluste herauszukommen.

Die heißt „LEAF“-Methode (ich habe leider nicht finden können, von wem genau das entwickelt wurde). Die hilft gut akute Konflikte mit dem Chef oder Zoff mit Kollegen, Nachbarn oder Freunden beizulegen. Es wird bei Auseinandersetzungen verwendet, die auf falsche Interpretation, Wahrnehmung oder Kommunikation beruhen. Für tiefer gehende, langanhaltende Konflikte, wie sie etwa bei Differenzen mit Persönlichkeiten oder Kommunikationsstilen sollte man etwas anderes anwenden.
Mit dem Befolgen dieser einfachen Schritte solltet ihr in der Lage sein, eine Situation zu deeskalieren und die Angelegenheit schnell aus der Welt zu schaffen.

LEAF steht dabei für:

  1. Listen (zuhören): Hört gut zu, wie euer Gegenüber die Situation sieht und versucht nicht, seine Sichtweise zu ignorieren oder anzugreifen. Ich denke, es könnte für viele Menschen schwierig sein, einfach nicht mehr zu reden und der anderen Person zuzuhören, aber das gibt dem Anderen Möglichkeit sich auszusprechen und sich etwas zu beruhigen.
  2. Empathize (sich in jemanden hineinfühlen): Versetzt euch in den anderen hinein und versucht zu verstehen, warum sie/er die Situation so empfindet, wie sich die Person fühlt und warum sie verärgert ist. Das bedeutet nicht, mit der anderen Person einverstanden zu sein, sondern deren Standpunkt bestmöglich zu verstehen. Ziel ist es, einen sicheren Raum für den Menschen zu schaffen, in dem er sich und seine Anliegen frei äußern kann.
  3. Apologize (sich entschuldigen): Entschuldigt euch für Dinge, die ihr eventuell getan habt und welche die andere Person als verletzend wahrgenommen hat, und bitte im vollen, euren Ernst. Das ist das Schwierigste von allem. Oft sind wir unschuldig oder fühlen uns so, aber das wirkt im Gespräch wie ein Wunder. Es geht darum anzuerkennen, dass die andere Person verletzt ist und wir sie mit unserem Verhalten, vielleicht unbeabsichtigt, verletzt haben. So nimmt ihr eurem Konfliktpartner die Angriffsfläche weg.
  4. Fix (das Problem lösen): Zeigt eurem Gegenüber, dass ihr alles wiedergutmachen wollt. Erzählt, wie kommt es zustande. Fügt hinzu, dass ihr versucht das Verhalten abzustellen, zumindest wenn ihr in der Lage dazu seid. Schlägt einen Ausweg vor. So arbeitet ihr schon zusammen an einer Lösung. Wenn ihr nicht wisst, wie ihr das Problem beseitigen könnt, fragt euren Konfliktpartner nach.

Ich finde, dass die Methode nicht jedem passt und nicht bei jedem Konfliktpartner hilft. Man muss hier sein eigenes Ego überwinden und das ist schwer!
Ich weiß, es gibt schwierige Menschen, mit denen wir nichts zu tun haben wollen.
Wäre es dann doch besser, so ein Mensch als Feind zu haben?
Es geht hier auch nicht darum jemandem zu erziehen. Wir können andere Menschen nicht ändern. Ihr werdet aber im Gespräch sehen, was für ein Mensch vor euch ist und dann entscheiden, ob ihr mit ihm nochmal etwas gemeinsam unternehmen wollt oder nicht.

Andererseits, wäre es wirklich besser täglich Ressourcen raubende Konflikte zu haben?
Ich kenne einige Menschen, die mehrere Prozesse im Jahr führen oder andere, deren Anzeigen von Polizisten schon nicht ernst genommen werden. Es gibt Menschen, die gestalkt werden und deswegen sich verstecken oder umziehen müssen. Sehr viele Menschen gehen ungern zur Arbeit, weil die sich da in feindlicher Umgebung befinden usw.
Das Ärgerliche an Streitigkeiten ist oft, dass man sich nur selbst schadet, ohne einen Nutzen davon zu haben. Je schneller ihr jeden Konflikt zu Lösung bringt, desto länger, erfüllter und ruhiger wird euer Leben sein.

P.S.
Ich werde leider nächste Woche keine Zeit haben und nichts schreiben können, aber in zwei Wochen kommt wieder ein Artikel raus.

Euer Roman

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Die 5 Freiheiten nach Virginia Satir

Hallo zusammen,

heute stelle ich euch ein Modell einer US-amerikanischen Psychotherapeutin Virginia Satir vor. Sie glaubte, dass die Menschen das, was ihnen zu erfüllen bestimmt ist, auch erfüllen können; dass sie ihre Fähigkeiten auf positivere, effektivere Weise nutzen und sich mehr Möglichkeiten erschließen können, zu mehr Freiheit und größerer persönlicher Kraft zu gelangen. Dazu kommen meine Kommentare und ein schönes Video.

Wir reden über 5 Freiheiten nach Virginia Satir, die ich für sehr wichtig für die Persönlichkeitsentwicklung  halte. Die werden ausführlicher in dem Buch „Kommunikation, Selbstwert, Kongruenz – Konzepte und Perspektiven familientherapeutischer Praxis“ beschrieben.

1) Die Freiheit zu sehen und zu hören, was im Moment wirklich da ist – anstatt das, was sein sollte, gewesen ist oder erst sein wird.

Wir können die Aufmerksamkeit auf das Hier und Jetzt lenken und versuchen eigene Gedanken aus der Vergangenheit und der Zukunft in die Gegenwart zu holen. Wir können uns in einen neutralen Beobachter verwandeln und achtsam durch das Leben gehen. Wir können den gegenwärtigen Moment auf uns wirken lassen, ohne sofortige Beurteilung und Verwerfung, da diese Realität uns nicht gefällt und wir haben etwas Besseres erwartet. Das raubt uns viel Energie und entfernt von uns selbst und von der Problemlösung. Der innere Widerstand gegen die Realität habe ich in diesem Artikel ausführlich beschrieben.

2) Die Freiheit, das auszusprechen, was ich wirklich fühle und denke – und nicht das, was von mir erwartet wird.

Uns wird überall gesagt, man soll authentisch sein und sich öffnen, aber in Wirklichkeit ist es für viele Menschen unangenehm, wenn einer sich offenbart oder Gefühle zeigt. Die Gefühle und auch wahre Gedanken werden versteckt und wenn überhaupt, dann nur dem engen Familienkreis offenbart. Andererseits, wie erfahren die anderen Menschen, was ich fühle, denke und möchte? Jede Person empfindet die Welt unterschiedlich und hat ihre eigenen Meinungen, Ansichten, Ideen und Wünsche. Ich denke, wenn jeder ausspricht, was er denkt, fühlt und will, gewinnt unsere Welt an Vielfältigkeit, Erfahrung und Kreativität. Wenn jeder nur das sagt, was von ihm erwartet wird, werden wir uns nur sehr langsam entwickeln.

3) Die Freiheit zu meinen Gefühlen zu stehen – und nicht etwas anderes vorzutäuschen

Diese ist eine der Freiheiten von Virginia Satir, die vielen von uns am unbekanntesten ist, weil uns niemand beigebracht hat, zu identifizieren, was wir fühlen. Es sollte auch bedacht werden, dass jede der Emotionen wichtig ist, sie zeigt uns etwas. Wir sollten sie nicht blockieren, da dies uns daran hindert, unser Wissen über uns selbst zu vertiefen.

Die emotionale Welt, die jeder von uns in sich trägt, ist eine Landkarte, die uns nicht nur hilft, zu erkennen, wer wir sind, sondern auch anderen hilft, mit uns gut auszukommen. Denn wenn wir nicht wissen, wie andere sich fühlen, können wir kaum angemessen auf die Beziehungen reagieren, die wir aufbauen wollen, und umgekehrt.

4) Die Freiheit, darum zu bitten, was ich brauche – anstatt immer erst auf Erlaubnis zu warten.

Wir können nicht darauf warten, dass Gelegenheiten und Menschen an unsere Tür klopfen. So können wir lange warten und eventuell umsonst. Wir haben die Freiheit, um etwas zu bitten und nachzufragen.

Oft können Menschen aufgrund von irgendwelchen Unsicherheiten nur dann handeln, wenn sie eine Erlaubnis oder Einladung erhalten. Es ist, als ob sie sich nicht für etwas entscheiden könnten, weil ihnen jemand dieses Recht genommen hätte. Obwohl dies in ihrer Kindheit vielleicht noch ganz vernünftig wäre (hängt von Eltern ab), ist es nie zu spät, aufzuwachen und eigene Stimme zu erheben, um sich selbst sichtbar zu machen.

Sobald wir wissen, wer wir sind, was wir fühlen und wie wir es manifestieren können, wäre der nächste Schritt, es auszudrücken und dann in die Welt zu gehen und die Chance zu nutzen. Wenn wir etwas brauchen, dann haben wir das Recht darum zu bitten, damit auch andere wahrnehmen können, dass wir eine Unterstützung benötigen.

5) Die Freiheit in eigener Verantwortung Risiken einzugehen – anstatt immer nur auf „Nummer sicherzugehen“ und nichts Neues zu wagen.

Die letzte der Freiheiten ist mit dem Risiko verbunden, unsere Komfortzone zu verlassen, die sich nicht nur oft als zu klein und ungemütlich erweist, sondern auch als Zuflucht von der äußeren Welt.

Wenn wir wachsen wollen, wenn wir vorankommen wollen, besteht die einzige Möglichkeit darin, zu handeln und die Verantwortung für die Folgen unseres Handelns zu übernehmen. Solange wir dieses Sicherheitsgefühl nicht aufgeben und keine Unsicherheit erleben, können wir uns nicht weiter kennenlernen.

Wie wir sehen können, sind die 5 Freiheiten von Virginia Satir ein Lied des Selbstwertgefühls, eine Reihe von Aussagen, die uns ermutigen, über unseren persönlichen Wert und über die Authentizität unserer Beziehungen zu anderen nachzudenken. Wer nicht wagt, der nicht gewinnt und wird wahrscheinlich ständig auf der Stelle treten.

Euer Roman

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Wie lerne ich zu vertrauen 2

Hallo zusammen,

heute zeige ich euch ein paar Möglichkeiten auf, wie man sein Vertrauen zur Welt und zu anderen Menschen aufbauen kann. Ich habe für euch ein tolles Video, ein paar Übungen, meine Empfehlungen und Kommentare vorbereitet.

Wie ich schon vor einer Woche geschrieben habe, die wichtigsten Personen für jedes Kind sind seine Eltern / die ersten Bezugspersonen. Schon am Anfang versucht ein Kind die Welt kennenzulernen, mit der zu interagieren. Das Modell für solche Interaktion ist die Beziehung zu seiner Mutter: Für das Kind ist die Mutter – die Welt. Später hängt die Glaubwürdigkeit der Welt nicht nur von den Eltern ab. Am Ende ist eine Beziehung zur Welt eine persönliche Entscheidung jeden von uns. Ich denke, dass wir schon die Freiheit haben zu wählen, ob wir der Welt und Menschen vertrauen oder nicht. Wenn man viel Schmerz und Enttäuschungen in seinem Leben erlebt hat, wird es schwieriger zu vertrauen, aber doch möglich.

Erstmal stelle ich euch ein tolles Video vor, in dem das Thema sehr gut bearbeitet wird und mehrere Praxisempfehlungen gegeben werden.

Ich habe unten einige andere Möglichkeiten aufgezählt, die, nach meiner Meinung, helfen können das Vertrauen aufzubauen.

1) Zusammenarbeit mit einem Psychologen oder Psychotherapeuten.
In diesem Fall würde ich empfehlen eine Psychoanalyse verbunden mit einer Körpertherapie zu wählen, weil unsere Traumata in mentalen, geistigen, emotionalen und körperlichen Ebenen wurzeln können.

2) Person eures Vertrauens.
Wenn keine Therapie oder Coaching infrage kommt, findet einen zuverlässigen Menschen, einen Freund, einen Verwandten, mit dem ihr über alles offen reden könnt. Trefft euch mit ihm regelmäßig und erzählt nach und nach alles über euch.

a) Wichtig ist, dass ihr nicht nur das erzählt, was euch jetzt beschäftigt, sondern wer ihr seid, welche Lebensfragen, Ängste, Träume, Zweifel ihr habt, welche Erfahrungen ihr im Leben gemacht habt, wovor ihr euch schämt, was ihr insgeheim euch wünscht und woran ihr glaubt.
Je mehr ihr einander kennt, desto näher und vertrauenswürdiger werdet ihr einander.
So werdet ihr offener und mutiger, euch wird klar: „Es passiert nichts Schlimmes, wenn ich das tue und ich kann jemandem in dieser Welt vertrauen“. Dann findet noch eine Person und erzählt der auch etwas von sich. Je durchsichtiger ihr werdet, desto weniger Angst habt ihr verletzt zu werden. Die meisten Geheimnisse enthalten nur nach unserer Meinung (oder Meinung unserer Familie oder Eltern) etwas Unangenehmes oder Abstoßendes.
In diesem Artikel wird mehr darüber erzählt.

b) Um eine vertrauliche Beziehung aufzubauen, sollen wir uns „nackig“ machen. Das bedeutet, ehrlich sein, unsere Verwundbarkeit und unsere Abhängigkeit von dieser Beziehung mit diesem Menschen zeigen. (Ich weiß genau, wie viel Angst bloß ein Gedanke darüber erzeugt).
Wir wollen jedem zeigen, wie erwachsen, wie stark und von allen unabhängig wir sind. Es ist oft nur gespielt. Wir brauchen und wollen echte Menschen, Beziehungen, Liebe und Fürsorge. Die Meisten haben davon nicht genug bekommen, Instagram und Fernseher können uns das nicht geben. Wir können das nur dann kriegen, wenn wir diese Abhängigkeit zugeben und zulassen. So können wir durch unsere Beziehungen wachsen und unser Vertrauen zum Leben ausbauen.
Ja, ich gebe zu, auf diesem Weg werden wir auch Enttäuschung und Schmerz erfahren, weil nicht alle Menschen das Gleiche wie wir tun werden, aber so treffen wir auch Menschen, die dazu reif und bereit sind und mitmachen. Die werden dann zu unseren echten Freunden, liebenden Partner und tollen Kollegen. Diese Beziehungen werden unsere Welt verändern und unser Leben zu einer angenehmen und zufriedenstellenden Erfahrung machen.

c) Je mehr Vertrauen schenkt ihr den anderen, desto mehr davon werdet ihr von anderen erfahren. Dadurch entwickelt sich auch unser Selbstvertrauen: Wir versuchen etwas, machen Fehler, aber wachsen auch mit dieser Aufgabe. Wir verstehen, dass wir selbst etwas bewirken können, und dass die Welt gar nicht so beängstigend und unangenehm ist.

3) Miteinander Kommunizieren.

Es ist sehr wichtig, dass wir mit unserer Umwelt und unseren Mitmenschen im Kontakt bleiben. Vertrauen braucht offene und klare Kommunikation. Wir sollen unsere Wünsche und Bedürfnisse mitteilen. Nur so verstehen Menschen, was wir wollen. Wenn unserer Gegenüber die Respektiert und seine mitteilt, dann sehen wir schon besser, mit wem wir zu tun haben und wo unsere Grenzen liegen. Ich habe einige meine Gedanken, Erfahrungen oder Probleme jemanden mitgeteilt und mein Gesprächspartner ist nicht weggelaufen und das nicht weitererzählt. Ich sehe das als eine Art von Stützpfeiler und der hat standgehalten. Also dann darf ich mit ihm ich selbst sein, ich werde akzeptiert, so wie ich bin.

4) Erwartungen reduzieren.

Nach meiner Erfahrung gibt es eine einfache Formel, um mit diesem Thema umzugehen: Je höher meine Erwartungen, desto weniger Menschen sind um mich herum, die denen erfüllen können. Manchmal sind wir allein nicht, weil alle Menschen schlecht oder untauglich sind, sondern weil unsere Erwartungen und Ansprüche zu hoch sind. Mehr zum Thema in diesem Artikel.

5) Klatschen und Lästern begrenzen oder ganz beseitigen.

Wenn wir über Menschen schlecht reden, werden die und alle andere früher oder später das erfahren. Es wird für uns schwieriger jemanden zu finden, der offen und vertrauensvoll uns gegenüber ist. Sogar die, mit denen wir lästern, vermuten oder wissen, wenn die weggehen, spotten wir über sie auch. Das ist keine gute Vertrauensbasis für den Aufbau einer tiefen Beziehung.
Vertraulichkeit geht Hand in Hand mit Verschwiegenheit. Wenn jemand uns ein Geheimnis oder etwas über sich erzählt, hofft er, dass wir das nicht weitererzählen und wenn wir das doch tun, verlieren wir sein Vertrauen und das Vertrauen allen anderen, die davon erfahren.

6) Nachrichten, Horrorfilme, Spiele mit Gewalt.

Nach meiner Meinung können diese Sachen viel Unruhe ins Leben bringen. Es wäre besser die Nachrichtenflut zumindest zu reduzieren. Wenn man sich die regelmäßig anschaut, könnte man zum Entschluss kommen, dass die Welt ein sehr unsicherer Ort ist.
Das Gleiche gilt für Horrorfilme, die zeigen eher eine Welt, wo man nicht so richtig leben will. Bei einigen Spielen könnte ein Eindruck entstehen, dass diese Welt ein Kriegsschauplatz ist und um zu überleben, müssen wir kämpfen und eventuell anderen Lebewesen weh tun.
Ich habe irgendwo gelesen, dass kein Bild, das wir je gesehen haben, unser Hirn verlässt. Es wird abgespeichert und aufbewahrt. Ich denke nicht, dass eine düstere und bizarre Bildsammlung sich positiv auf unsere Psyche auswirkt. Als junger Mann habe ich mehrere Spiele durchgespielt (wenn jemand kennt, es gab in den 90er Jahren Survival-Horror-Spielreihe „Resident Evil“ auf Sony Playstation I). Ich kann nur sagen, ich hatte in dieser Zeit oft schlechte Laune, unruhigen Schlaf (Alpträume) und war leicht erregbar.

7) Übungen.

Es gibt einige Übungen, die helfen, das Vertrauen zum Leben und Menschen etwas aufzubauen.
a) Geht am Samstag oder Freitagnachmittag in ein Einkaufszentrum, setzt euch auf einer Bank und schließt die Augen. Am besten verbringt ihr in diesem Zustand da 10-15 Minuten. Bringt eure Aufmerksamkeit nach innen. Was geht in euch vor? Welche Gedanken und Ängste kommen hoch? Bleibt bitte sitzen, bis die Zeit abläuft. Ihr werdet sehen, dass es nichts passieren wird, aber ihr werdet ab diesem Zeitpunkt etwas mehr der Welt vertrauen.

b) Bittet jemandem, den ihr gut kennt und zumindest etwas vertraut, euch Augen zu binden, an die Hand nehmen und etwa 30 Minuten lang irgendwo draußen zu führen. Der Weg soll am besten euch unbekannt sein. So werdet ihr beide an sich arbeiten, ein an Vertrauen einer anderen Person und der andere an seine Verantwortung einem anderen Menschen gegenüber. Lenkt die Aufmerksamkeit dabei nach innen, fühlt, was in euch passiert, empfindet und reflektiert.

c) Manchmal ist es schwer gleich zu sagen, ob gerade getroffene Person für eine tiefe Beziehung passt oder nicht, aber ihr könnt etwas tun, um es herauszufinden. Bittet diese Person um eine Kleinigkeit, ein winziges Gefallen, vielleicht leiht ihr ein Stift, bittet um ein Taschentuch oder Salz weiterzureichen. So wird das Eis gebrochen und ihr kriegt den ersten Eindruck von diesem Menschen. Die meisten Menschen werden euch gern helfen und dann entsteht eventuell das erste Gespräch. So werdet ihr sehen, dass es dabei nichts Schlimmes passieren kann und es viele gute und freundliche Menschen gibt. Wenn ihr etwas leiht, dann gibt es bitte zurück oder revanchiert euch irgendwie anders. So zeigt ihr, dass ihr auch vertrauenswürdig seid.
Wenn es doch nicht klappt, dann habt ihr etwas an Erfahrung und Selbstbewusstsein gewonnen, was auch ein tolles Ergebnis ist.

Euer Roman

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Wie lerne ich zu vertrauen

Hallo zusammen,

heute sprechen wir über den Vertrauensmangel zur äußeren Welt und anderen Menschen. Ich weiß jetzt schon, dass ich mit dem Thema in einem Artikel nicht fertig werde. Wir behandeln heute die Themen, woher mangelndes Vertrauen kommt und welche Auswirkungen das haben kann. Dazu kommen ein Video und meine Kommentare.

Wir beginnen mit dem Begriff „Urvertrauen“, weil ich denke, ohne dieses wäre auch kein Vertrauen da. Seine Definition in der Psychologie lautet: „Es ist aus der engen Mutter-Kind-Beziehung im Säuglingsalter hervorgegangenes natürliches Vertrauen des Menschen zu seiner Umwelt“.
Es entwickelt sich im frühen Kindesalter durch die verlässliche, bleibende und sorgende Zuwendung von Dauerpflegepersonen (meistens den Eltern). Es beschafft die innere emotionale Sicherheit, die in späteren Jahren zu einem Vertrauen zu seiner Umwelt und zu Interaktionen mit anderen Menschen befähigt. Das Urvertrauen ermöglicht angstfreie Auseinandersetzung mit der sozialen Umwelt.

Woher kommt das, dass viele Menschen wenig Vertrauen zum Leben und zu der Welt entwickeln?

Die ersten Beeinträchtigungen können noch vor der Geburt kommen. Wenn die Mutter in der Schwangerschaft ein stressiges Leben, Ängste, Zweifel, Sicherheitssorgen hat, dann wird es auch auf Fetus übertragen werden und dem übermitteln: „Da draußen ist nicht sicher!“ Ihr Hormonhaushalt wird öfter einen höheren Cortisolspiegel aufweisen und dieses Niveau wird später auch das Kind übergehen und als normal in seinem Körper festgelegt. Mit diesen Themen beschäftigte sich US-amerikanischer Psychologe, Vater der Primärtherapie A. Janov in seinen letzten Büchern.

Der wichtigste Vertrauensverlust nach meiner Meinung passiert noch in dem Säuglingsalter, spätestens in der Kindheit. Der Säugling erwartet naturgemäß von der Umgebung, von seinen Bezugspersonen, dass sie ihm alle Nähe, Berührung, Fürsorge und Sicherheit zukommen lassen, die er braucht. Zuerst war er auch ohne Bedingungen richtig und in Liebe angenommen. Früher oder später wird aber etwas passieren, was dem Kind sagt, ich kann meinen Bezugspersonen nicht mehr vertrauen. Z. B. das Kind verliert Sicherheitsgefühl und Vertrauen, wenn die Eltern nicht kommen, obwohl es schreit oder wenn seine Mutter es anbrüllt, schlägt, sich nicht um es kümmert oder es gibt Unstimmigkeiten in dem Verhalten und Aussagen der Eltern.
Das Kind kann nicht weg, es liebt seine Eltern, aber fühlt sich bei Ihnen nicht mehr sicher, vollkommen und angenommen. Während seiner weiteren Erziehung passieren immer wieder solche Ereignisse, die es in seinem Glauben bestätigen. Das Kind beginnt davon auszugehen: „Die Welt ist für mich nicht sicher und wenn ich schon meinen Eltern nicht mehr vertrauen kann, wem dann? Zum Nachlesen kann ich Werke von einem deutschen Psychotherapeuten Karl Heinz Brisch empfehlen.

Nach meiner Meinung, während solchen Ereignissen (Traumata) muss das Kind einen großen Schmerz ertragen, weil seine Psyche dabei mithilfe bestimmten Schutzmechanismen aufgeteilt wird, um die Situationen zu vergessen und für den Eltern unerwünschte Teile sich selbst ins Unbewusste zu verdrängen. Das Kind liebt seine Eltern und braucht ihre Liebe, aber „das böse Kind“ wird nicht geliebt, sondern bestraft und wenn das die Menschen tun, die es über alles liebt, dann kann das seine Psyche nicht ertragen. Dieses Thema behandelte C. G. Jung in seiner Persönlichkeitsstrukturtheorie.

Wenn das Kind zum Jugendlichen wird, sucht er nach realen Beziehungen, in denen er wieder anderen Menschen vertrauen kann. Er will die Beziehung, die er als Säugling hatte, in der er vollkommen angenommen und geliebt war, wo er auch ohne Angst abhängig sein konnte, aber er wird oft enttäuscht. Das erinnert ihn an den früheren Schmerz und er wird immer vorsichtiger, um den nicht wieder zu spüren. Oft verschließt er sich und sein Selbstvertrauen kann sich nur langsam ohne Feedback von außen entwickeln. Er beginnt eine Fantasie der Realität zu bevorzugen (wie es sein könnte, wenn alles nach seinen Vorstellungen wäre) und wendet sich oft von den realen Beziehungen ab. (Ausführlicher darüber schreibt englischer Psychoanalytiker und Kinderarzt Donald Winnicott). So können sich verschiedene Abhängigkeiten entwickeln, z. B. Spiele, Internet, Fernseher, Drogen. Die Person hat öfter unruhiges Gefühl, Sorgen, Angst und beginnt den Versuch die Außenwelt immer mehr zu kontrollieren und das ist das Gegenteil vom Vertrauen.

Das Interessanteste dabei ist, dass das Wichtigste, was die Person braucht, um ihre Wunden zu heilen, sind die realen Beziehungen mit anderen Menschen.

Negative Auswirkungen von fehlendem Vertrauen

Ein Mangel von Vertrauen wirkt sich wie eine versteckte Belastung und Stress für den Körper und Psyche aus. Eine Last, die auf jeder Kommunikation, jeder Entscheidung, jeder Interaktion liegt. Die macht alles langsamer, aufwendiger und schwieriger.

So fühlen sich argwöhnische Menschen häufig besorgt, unwohl, unsicher oder ängstlich. Solche Menschen beobachten die Welt und die Personen, denen sie misstrauen und stehen ihnen ablehnend gegenüber, weil sie fürchten, böse enttäuscht oder reingelegt zu werden.

Misstrauen kann sich auch körperlich auswirken. So kommt es bei misstrauischen Menschen häufig zu beschleunigtem Herzschlag, Unruhe, Anspannung und erhöhtem Blutdruck. Manchmal fühlt man sich wie im Krieg, wo überall Feinde sind und jeden Moment etwas Negatives passieren kann. Solche Menschen finden häufig, auch wenn sie allein sind, keine Ruhe und Frieden. Das Wichtigste dabei, dass das nicht nur die Lebensqualität mindert, sondern sich auch auf Gesundheit dauerhaft negative Auswirkungen haben kann.

Im nächsten Artikel gebe ich ein paar Empfehlungen, wie das Vertrauen zur Welt und Menschen entwickelt oder verbessert werden kann.

Euer Roman

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Frohe Ostern!

Hallo zusammen,

heute ist der Ostersonntag und ich möchte gern euch ein paar interessante Geschichten erzählen, die ich in meiner Kindheit über Ostern und Eier gehört habe und mit diesen Tagen verbinde. Dazu kommen ein Video und meine Kommentare.

Ich komme aus Russland und gehöre zu griechisch-orthodoxer Kirche. Wir feiern auch Ostern, in diesem Jahr aber eine Woche später am 28.04.19. Der Unterschied kommt zustande, weil die orthodoxen Kirchen Ostern nach dem julianischen Kalender feiern und die übrigen nach dem gregorianischen. 

Der Mensch hat immer etwas mehr in einem Ei gesehen, als nur ein Nahrungsmittel. In der Folklore und im Glauben vieler Nationen steht das Ei als Symbol für Leben, Hoffnung, Reinheit und den Beginn von allen Anfängen. Zum Beispiel wurde Brahma, der Schöpfergott im Hinduismus, aus einem goldenen Ei geboren, aus dessen Überresten das Universum hervorging. Im alten ägyptischen Totenbuch gibt es auch „das glänzende Ei“: Die himmlische Gans legte und brütete es und daraus kam der Sonnengott Ra. Im Buddhismus wurde die Eierschale mit der „Schale der Unwissenheit“ gleichgesetzt; um sich von ihr zu befreien, bedeutete, zum zweiten Mal geboren zu werden, die Erleuchtung zu erreichen.

In meiner Kindheit gab es zwei Legenden / Geschichten zur Erklärung, wie ein Ei mit Ostern verbunden ist. Der ersten zufolge war der Eingang zum Grab, in dem der Körper Jesu Christi ruhte, mit einem riesigen Stein verschlossen, dessen Form einem Ei ähnelte. Wie das Evangelium am dritten Tag nach der Beerdigung Jesu erzählt, sahen die Wachen, die den Eingang des Heiligen Grabes bewachten, Engel vom Himmel herabsteigen, auf deren Erscheinen der Stein von selbst rollte. Bis heute ist ein kleines Stück dieses heiligen Steins erhalten geblieben – es wird in der Kapelle der Grabeskirche in Jerusalem aufbewahrt. So wurde das Ei zum Symbol des Sarges, in dessen Tiefe das Leben begann, das trotz aller Hindernisse geboren werden sollte.

Eine andere Geschichte führt uns in das Wunder ein, das mit einem gewöhnlichen Ei vor dem Kaiser Tiberius geschah, während dessen Herrschaft Jesus Christus gekreuzigt wurde. Nachdem Christus in den Himmel aufgestiegen war, ging die heilige Maria Magdalena nach Rom, um dort zu predigen. Zu dieser Zeit war es undenkbar, dem Herrscher mit leeren Händen einen Besuch abzustatten. Wenn Gold und Juwelen von den Reichen gebracht wurden, schenkten die Armen dem Kaiser die einfachsten, aber für sie wertvolle Dinge wie Lebensmittel, auch Geflügeleier. Maria Magdalena brachte nicht nur ein Ei, sondern auch eine erstaunliche Botschaft mit: „Christus ist auferstanden!“, sagte sie, reichte Tiberius ein Hühnerei und erzählte von den Ereignissen in Judäa. Der Kaiser bezweifelte das und sagte, dass niemand von den Toten auferstehen kann, so wie dieses weiße Ei selbst nicht rot werden kann. Und sofort, als er das sagte, änderte das Ei seine Farbe. Es wurde rot. Nach einer Version antwortete der verblüffte Kaiser sogar: „Er ist wahrhaftig auferstanden!“. Wodurch die Tradition des Ostergrußes der Christen untereinander geboren wurde.

Was noch wird mit den Eiern und Ostern in Russland verbunden?
Es sind selbstverständlich FabergeEier, die wurden zu einem Symbol für ein teures, exquisites Geschenk. Carl Faberge und die Juweliere seiner Firma schufen das erste Ei 1885 im Auftrag von Kaiser Alexander III. Als Osterüberraschung für seine Frau Maria Feodorovna. Es hieß „Hennen-Ei“ und war außen mit weißer Emaille (wie Schale vom Ei) bedeckt, unter der Emaille war ein Huhn („Eigelb“) aus mattem, farbigem Gold. Aber die Überraschung endete noch nicht, eine Miniaturkopie der kaiserlichen Goldkrone mit Diamanten und einer Kette mit Rubinen lauerte in der Henne. Die Idee lieh Carl Faberge sich jedoch aus: Anfang des 18. Jahrhunderts hatten europäische Meister bereits ein ähnliches Ei hergestellt, von dem heute mehrere Exemplare in den Museumssammlungen von Dresden, Wien und Kopenhagen aufbewahrt werden. Doch Faberge beeindruckte die Kaiserin mit seiner Schöpfung so sehr, dass er sofort zum Juwelier des Zarenhofes wurde und erhielt den Auftrag, ein Ei jährlich zu erstellen. Die Arbeit war übrigens so mühsam und kompliziert, dass ein Ei wirklich fast ein Jahr brauchte. Diese Tradition wurde bis zur Regierungszeit von Nikolaus II beibehalten. Von 1885 bis 1917 wurden 71 Eier von unbeschreiblicher Schönheit geschaffen, von denen 52 als königliche betrachtet werden.

Jetzt noch das versprochene, kurze Video.

Euer Roman

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15 Aspekte einer reifen Persönlichkeit nach A. Maslow

Hallo zusammen,

heute möchte ich euch ein Modell von einem US-amerikanischen Psychologen Abraham Maslow vorstellen. Es ist nicht seine Bedürfnispyramide. Es geht um 15 Aspekte einer reifen Persönlichkeit. Dazu kommen ein Video und meine Kommentare.

Der Schöpfer der humanistischen Psychologie Abraham Maslow stellte das Konzept eines ganzheitlichen Menschenbildes und der Analyse seiner höheren substanziellen Manifestationen vor, wie Liebe, Kreativität oder spirituelle Werte. Er führte auch ein wichtiges Konzept der Zustandsbeurteilung der menschlichen Psyche ein – sogenannte psychologische Reife des Individuums, die zum geistigen und intellektuellen Wachstum beiträgt.
In folgenden 15 Prinzipien wird eine reife Persönlichkeit nach Maslow mit ihren Fähigkeiten, Eigenschaften und Lebensanschauungen beschrieben.

1. Eine angemessene Wahrnehmung der Realität, frei von den Einflüssen der aktuellen Bedürfnisse, Stereotypen, Vorurteile und das Interesse an etwas Neuem und Unbekannten.

2. Sich selbst und andere so annehmen, wie sie sind. Das Fehlen künstlicher, räuberischer Verhaltensformen und die Ablehnung eines solchen Verhaltens bei anderen.

3. Spontaneität in der Manifestation, Einfachheit und Natürlichkeit. Einhaltung der etablierten Rituale, Traditionen und Zeremonien, aber die eigene Haltung zu ihnen mit einem richtigen Sinn für Humor. Das ist kein automatischer, sondern bewusster Konformismus auf der Ebene des äußeren Verhaltens.

4. Solche Menschen sind normalerweise nicht mit sich selbst beschäftigt, sondern mit ihrer Lebensaufgabe. Sie beziehen ihre Tätigkeit auf universelle Werte und neigen dazu, sie aus dem Blickwinkel der Ewigkeit zu betrachten, nicht aus dem aktuellen Moment. Deshalb sind sie alle bis zu einem gewissen Grad Philosophen.

5. Distanzierte Position in Bezug auf viele Ereignisse. Dies hilft ihnen, komplizierte Situationen und Probleme relativ ruhig zu ertragen und weniger anfällig für Einflüsse von außen zu sein. Sie neigen oft zur Einsamkeit.

6. Autonomie und Unabhängigkeit von der Umwelt.

7. Frische Wahrnehmung: Jedes Mal, wenn im Bekannten wieder etwas Neues gefunden wird.

8. Innere Erlebnisse und Erfahrungen, die durch das Gefühl des Auflösens eigenen Ich / Selbst gekennzeichnet sind.

9. Gefühl der Einigkeit mit der gesamten Menschheit.

10. Freundschaft mit anderen, sich selbst verwirklichenden Menschen, ein enger Kreis von Menschen, zu denen sehr enge Beziehungen bestehen. Das Fehlen von feindseliger Haltung in der zwischenmenschlichen Interaktion.

11. Bereitschaft sich demokratisch zu verhalten und von anderen zu lernen.

12. Feste und nachhaltige innere moralische und sittliche Normen. Sie unterscheiden leicht zwischen Gut und Böse und sind zielorientiert.

13. „Philosophischer“ Humor. Sie gehen allgemein durch das Leben mit Humor und nehmen sich selbst auch nicht so ernst. Sie werden aber Minderwertigkeit oder Widrigkeiten eines Menschen niemals als komisch oder lächerlich betrachten.

14. Kreativität, unabhängig davon, was diese Person tut, und sie manifestiert sich in allen ihren Handlungen.

15. Kritische Haltung gegenüber der Kultur und Gesellschaft, zu denen sie gehören. Das Gute wird angenommen und das Schlechte abgelehnt. Sie fühlen sich mehr als Vertreter der gesamten Menschheit als eine einzelne Kultur.

Abraham Maslow glaubte, dass Individuen mit den aufgeführten Eigenschaften etwa 1 % der Bevölkerung ausmachen und eine Art „Qualitätsmensch“ darstellen, der psychologisch gesund ist und einen maximalen Ausdruck der menschlichen Essenz in sich trägt.
Mir gefällt das Modell, weil ich viele diese Aspekte für wichtig halte, auch daran arbeite, die in mir zu entwickeln und würde gern solche Menschen in der Welt öfter sehen.

Ich habe unten ein Video für euch, das mich sehr beeindruckt hat. Es zeigt, dass solche Menschen wahrscheinlich doch existieren und das tut mir gut.

Euer Roman.

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Wie baue ich eine gute Beziehung zu meinen Kindern auf 2

Hallo zusammen,

ich würde gern heute das Thema von der letzten Woche fortführen. Es geht um die Beziehung zu unseren Kindern. Ich habe für euch 2 tolle Videos, interessante Fragen, mehrere Empfehlungen und meine Kommentare vorbereitet.

Am Anfang möchte ich gern über Lob und Tadel reden.
Die Wirkung von Lob beruht auf dem natürlichen Bedürfnis nach Liebe, Erfolg und sozialer Anerkennung. Während Lob einen Erfolg bestätigt, führt Strafe und Tadel zu einem Gefühl von Misserfolg und Frustration. Durch Lob bekommt das Kind ein angenehmes Feedback und gewinnt an Selbstsicherheit und Selbstvertrauen. Das Wichtigste für uns wäre, dass das Loben zudem auch förderlich für eine gute Beziehung zwischen Kind und Eltern / Erzieher sind.

Es kommt manchmal vor, dass wir unsere Kinder (so klein und weder vor der Welt noch vor uns geschützt) erziehen oder unterrichten, dabei beschimpfen oder tadeln wir sie (die Erwachsenen und Allmächtigen) wegen Kleinigkeiten und Lappalien. Wenn wir ein Kind tadeln, lehnen wir jegliche Verantwortung und Beteiligung an der Erziehung des Kindes ab. Wenn wir unser Kind beschimpfen, trennen wir uns „schlau“ von ihm, das immer schuldig ist: „Was? Bist du blöd?! Ich habe dir bereits alles erklärt!
Wir sind ganz „weiß und flauschig“, sehr korrekt und das Kind ist ein Idiot und kann das gewünschte Ergebnis nicht zeigen. Durch diese Trennung spüren Kinder, dass ihnen Liebe entzogen wird und sie mit einem Problem allein gelassen werden und empfinden das als sehr schmerzhaft.

Kinder machen wirklich nicht alles perfekt und gesellschaftliche Anforderungen an sie wachsen immer mehr. Die haben kein einfacheres Leben. Und auch sie suchen, wie wir Erwachsene nach Liebe, Zustimmung und Unterstützung. Sie wollen bewundert werden und dass wir uns über ihre Siege freuen.

Einige Menschen behaupten, Tadel sollte Kinder dazu motivieren, besser zu lernen. Ist das wirklich so? Wie ist es in eurem Leben? Arbeiten oder lernen wir besser, wenn wir beschimpft und niedergemacht werden? Meint ihr, spüren die Kinder das anders?

Ich kenne ein paar Menschen, die ihre hohen und gutbezahlten Posten nur aus einem Grund verlassen haben, – sie wurden getadelt. Das wollten sie nicht mehr, weil sie angefangen haben, mehr Stress zu haben, schlechter zu schlafen und zu arbeiten.

Stellt euch vor, wir sagen einem Menschen: „Das ist die Aufgabe, überlege es dir, wie es geht, ich weiß, dass du es schaffst!“ – und dann sehr wahrscheinlich versetzt er die Berge. Nicht für das Geld, nicht für die Position, weil er sieht, dass man an ihn glaubt und er dadurch ein Held werden kann. Etwas später treffen wir ihn wieder. Derjenige, der gestern das Unglaubliche, Talentierte, Abenteuerlustige und Schöne machte, ist heute aus einem Meeting herausgekommen und hat seine Schultern fallen lassen, weil ihm dabei gesagt wurde, wie unbedeutend er und seine Leistungen waren.
Ein Erwachsener hat Probleme damit, was passiert dann dabei mit einem Kind? Und das tun die Menschen, denen es vertraut und am meisten liebt. Was macht das mit einer Beziehung?

Jetzt möchte ich zum Thema Vorbildfunktion übergehen. Eltern werden automatisch zu Vorbildern, ob sie das wollen oder nicht. Die Kinder ahmen von Geburt an das Verhalten der Eltern nach. Sie lernen dadurch unbewusst Verhalten, Gewohnheiten, bilden Einsichten und entwickeln Emotionen und Gefühle.
Das bietet auch eine Chance, den Kindern von Anfang an bestimmte Werte zu vermitteln. Es ist wichtig, dass wir uns selbst immer wieder daraufhin überprüfen, ob unser Verhalten auch dem entspricht, was wir unserem Kind als Wertvorstellung mitgeben möchten.

Hier ist ein kurzes Video, das die Auswirkungen gut erklärt:

Ich stelle euch noch einige Empfehlungen zum Aufbau einer guten Beziehung von einem polnischen Pädagogen und Schriftsteller Janusz Korczak  vor, die ich als sehr empfehlenswert erachte.

Die 12 Gebote für Eltern:

1. Erwarten Sie nicht, dass Ihr Kind so wird wie Sie oder so wie Sie es gern hätten. Helfen Sie ihm, nicht Sie, sondern es selbst zu werden.
2. Zwingen Sie ihre Kinder nicht für alles zu danken, was Sie für sie getan haben. Sie haben ihnen das Leben gegeben, wie können sie Ihnen danken? Ihre Kinder werden einem anderen das Leben geben und es wird dem Dritten das Leben schenken usw. Das ist das unumkehrbare Gesetz der Dankbarkeit.
3. Versuchen Sie sich an Ihrem Kind Ihren Ärger nicht abzureagieren, damit Sie im Alter kein „bitteres Brot“ essen. Was auch immer Sie säen, das werden Sie auch ernten.
4. Schauen Sie nicht hochmütig auf seine Probleme. Das Leben gibt jedem nach seiner Kraft und seien Sie sicher, diese Last ist für ihn nicht weniger schwer als Ihre für Sie und vielleicht noch mehr, da das Kind keine Erfahrung hat.
5. Nicht demütigen!
6. Vergessen Sie nicht, dass die wichtigsten Begegnungen einer Person die Begegnungen mit Kindern sind. Achten Sie mehr auf sie – wir können nie wissen, wen wir in einem Kind treffen.
7. Qualen Sie sich nicht, wenn Sie nichts für Ihr Kind tun können. Denken Sie daran, dass für das Kind nicht genug getan worden ist, wenn nicht alles getan wurde.
8. Ein Kind ist kein Tyrann, der Ihr ganzes Leben in Besitz nimmt, nicht nur ein Wesen aus Fleisch und Blut. Dies ist die kostbare Schüssel, die das Leben Ihnen für die Erhaltung und Entwicklung von kreativem Feuer gegeben hat. Dies ist die befreite Liebe von Mutter und Vater, in der nicht „unser“ oder „Ihr“ Kind wächst, sondern die Seele, die zur Aufbewahrung gegeben wurde.
9. Versuchen Sie das Kind eines anderen zu lieben. Tun Sie niemals dem fremden Kind etwas an, worüber Sie empört wären, wenn Ihr Kind das erfahren müsste.
10. Lieben Sie Ihr Kind in jeder Laune und Zustand – untalentierten, unglücklichen erwachsenen. In der Kommunikation mit ihm – freuen Sie sich, denn das Kind ist ein Feiertag, der nur eine Weile bei Ihnen ist.

Ich habe im Internet 20 Reflexionsfragen für ein bewusstes Erziehen gefunden, die helfen können, sich selbst etwas besser zu verstehen und eventuell die Beziehung zu dem Kind zu klären und zu verbessern.

Als Nachschlag kommt ein wunderschönes Musikvideo zum Thema:

Erster Artikel zum Thema

Euer Roman

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Wie baue ich eine gute Beziehung zu meinen Kindern auf

Hallo zusammen,

heute geht es um den Aufbau einer guten Beziehung zu unseren Kindern. Ich habe für euch 2 Videos, mehrere Empfehlungen und meine Kommentare vorbereitet. Nach meiner Meinung ist das Thema sehr wichtig und ich werde wahrscheinlich noch einen Artikel dazu schreiben.

Ich denke, dass die Eltern-Kind-Beziehung zu den wichtigsten Beziehungen im Leben eines Menschen gehört. Es ist eine der frühesten Bindungen, die ein Kind hat und ist auch der Grundstein für alle nachfolgenden Beziehungen. Wenn die Beziehung Mängel hatte, können negative Auswirkungen das zukünftige Leben in vielen Bereichen stark beeinträchtigen. Eine positive Eltern-Kind-Bindung im Gegenteil fördert nicht nur Selbstständigkeit, Neugierde und Selbstwertgefühl des Kindes, sondern wirkt sich auch auf sein Gefühl der Geborgenheit in dieser Welt und Entscheidungsfähigkeit positiv aus.

Ich stelle euch ein paar Möglichkeiten eurem Kind näherzukommen und eine bessere Beziehung zu ihm aufbauen. Das sind nur ein paar, die nach meiner Meinung sehr wichtig sind.

1. Vorlesen.
Es ist an sich sehr schön, aber beim Vorlesen lernt das Kind auch den Zauber einer Geschichte kennen. Bücher schaffen eine Welt, in der jeder Leser ein Teil des Geschehens werden kann. Kinder mögen diese Magie zu spüren, sie haben meistens sehr gute Vorstellungskraft und stellen sich alles bildlich vor. Sie werden euch sehr dankbar sein, weil ihr diese Magie für sie entfalten. Es ist egal, wie alt das Kind ist, versucht ihm oder mit ihm zusammen vorzulesen und ihr könnt sehr nah einander werden.

2. Zuhören.
In der modernen verrückten Welt ist es so leicht zu sagen: „Warte, ich habe jetzt keine Zeit!“ und das Kind bleibt ohne die gewünschte Aufmerksamkeit. Und wenn wir bereit sind, zuzuhören, hat das Kind bereits etwas anderes im Kopf oder erzählt ungern oder vergessen, was er sagen wollte. Kinder möchten oft einige Momente mit ihren Eltern teilen. Für Erwachsene scheint das alles manchmal unwichtig und unnötig, aber für Kinder hat es eine Priorität. Bevor wir unserem Kind sagen, dass es warten soll, müssen wir verstehen, dass unser Telefon, Computer, soziale Netzwerke und das Fernsehen nicht beleidigt sind, kein Trauma erleiden, wenn wir die zurückstellen und uns dem Kind zuwenden. Bei Kindern kann es anders ankommen…

3. Umarmen.
Es ist egal, ob wir klein oder groß sind, wir brauchen alle Umarmungen. Bei jedem Kind ist individuell, ein will geknuddelt werden, für ein Anderes reicht eine Umarmung. Wir sollen nur auf deren Bedürfnisse achten und ihnen keine Umarmungen verweigern. Fragt nicht: „Willst du eine Umarmung haben?“, sagt einfach: „Ich möchte dich umarmen!“ und dann tut es. Für mich ist eine Umarmung ein Symbol für die Liebe, für das Vertrauen, für den Schutz und für das Glück in der Familie.

4. Familientraditionen einführen.
Zum Beispiel, man kann einen Film einmal pro Woche zusammen anschauen. Es ist toll, wenn die ganze Familie, mit Popcorn bewaffnet, einen Film gemeinsam ansieht. Es wäre nicht schlecht auch einmal pro Woche etwas draußen zusammen zu unternehmen, Sport treiben, spielen, die Gegend erkunden oder die Natur genießen. Das schweißt die Familie fest zusammen, es soll aber regelmäßig geschehen.

5. Mahlzeiten zusammen genießen.
Aufgrund unterschiedlicher Zeitpläne, Wünsche und Pflichten der Familienmitglieder wird es sehr schwierig, alle am gleichen Tisch zu sammeln. Daher erhalten Kinder Geld, Snacks, Müsli, Sandwiches usw. und speisen nicht zu Hause. Es ist aber so, dass das Fehlen gemeinsamer Mahlzeiten die familiären Beziehungen, das Vertrauen und die Wärme stark beeinträchtigen kann. Daher wäre es toll, wenn wir mindestens eine Mahlzeit auswählen und die ohne Wenn und Aber immer alle an einem Tisch verbringen.

6. Liebe gestehen
Wir sollen den Kindern sagen,
dass wir sie lieben, dass sie die tollsten, besten und begabtesten in der Welt sind. Es ist so wichtig, dass Kinder wissen und sich daran erinnern, dass ihre Eltern sie über alles lieben und die großartig finden.

7. Zusammen feiern.
Alle Kinder sind verschieden und ihre Leistungen sind unterschiedlich. Eine kann mit 5 schon lesen, anderer ist im Sport erfolgreich, noch ein ist der beste Schüler in der Klasse, und andere gewinnt ein Tanzwettbewerb. Jedes Kind hat etwas, das es gut kann, und was auch immer es ist, die Eltern sollten es unterstützen und alle Erfolge feiern! Diese Unterstützung brauchen die, um Selbstvertrauen zu gewinnen, sich selbst, eigene Möglichkeiten und ihre Umwelt kennenzulernen.

8. Zusammen spielen.
Alle Kinder mögen spielen, aber für Erwachsene scheint manchmal diesen Spaß uninteressant und langweilig zu sein. Es wäre toll, wenn wir etwas finden, wobei die ganze Familie mitmacht und ihre Freude findet – Gesellschaftsspiele, Wandern, Angeln, Camping, Sport, Radfahren, Lesen, Filme schauen. Hier passt jede Aktivität, die Spaß macht, alle zusammenbringt und Erinnerungen kreiert, die Kinder nie vergessen werden.

9. Eigene Versprechen nicht vergessen.
Wir versprechen in unserem Leben viel und oft, aber manchmal vergessen wir unsere Versprechungen zu halten. Solche Situationen fühlen sich für Kinder sehr schmerzhaft an. Sie können beginnen zu glauben, dass wir an sie nicht denken, sie für uns keine große Bedeutung haben oder dass wir die einfach nicht lieben.
Das Leben von Kindern besteht aus vielen Momenten, die für sie wichtig sind. Daher alle Aktivitäten, die für ein Kind extrem bedeutend sind – Besuche, Geburtstage, Proben, Wettbewerbe
, Unternehmungen, Ausflüge usw. dürfen von den Eltern nicht vergessen werden. 

10. Einfach lieben
Es reicht jedoch nicht aus, dem Kind nur zu sagen, dass wir es lieben und es dann weiterhin zu ignorieren, seine Wünsche und Bedürfnisse zu vernachlässigen und Anfragen abzulehnen. Liebe muss durch Taten gezeigt werden. 

Was kann man noch tun? Habt am Leben der Kinder teil, lernt ihre Welt kennen, nehmt sie so, wie die sind. Liebe erzeugt Liebe. Denkt darüber nach. Kinder lieben uns über alles. Wollen wir nicht das Gleiche für die tun? Welche Beziehung möchtet ihr in 20 Jahren zu euren Kindern haben? Das hängt auch von dem ab, was ihr tut, solange die noch klein sind.

Euer Roman

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Wie gehe ich mit meiner Wut um 2

Hallo zusammen,

heute möchte ich mit dem Thema Wut weitermachen. Ich stelle euch ein paar Methoden, gute Übungen, ein tolles Video, meine Erfahrungen und Kommentare vor, die euch eventuell helfen werden besser mit Wut umzugehen.

Wut, Zorn können eine schreckliche Zerstörungskraft sowohl in der äußeren Umgebung eines Menschen als auch in seiner inneren Welt entstehen lassen. Die Wut, die ausgebrochen ist, zerstört langfristige Beziehungen und Bindungen, zerstört Liebe und Freundschaft, zerstört Verwandtschaftsbeziehungen und Karriere. Nach innen gerichteter Ärger kann zu schweren gesundheitlichen Schäden führen und zu irreparablen Veränderungen der Psyche führen.

Generelle Empfehlung: Die Gefühle und Emotionen sollen raus, aber in einer angemessenen der Situation Weise.

Aggression ist eine Schutzreaktion des Körpers. So bearbeiten wir überwältigende Emotionen und Erlebnisse. Einige glauben, dass öffentlich wütend zu sein – unanständig ist, andere befürchten, dass sich ihre Schwäche auf diese Weise manifestiert wird.

Ich denke, dass die Beseitigung der Aggression mit der Akzeptanz von sich selbst und dieser eigenen „Schwäche“ beginnt. Es ist manchmal nützlich, sich wütend zu fühlen und alle zu hassen. Verbietet ihr euch zu lachen? Und Freude ist dasselbe Gefühl wie Wut, nur ohne unsere inneren Einschränkungen und Überlegungen. Ohne das Böse gibt es auch nicht das Gute und ohne Hass gibt es keine Liebe – sie sind die Teile eines Ganzen. Versucht euch von den Überzeugungen zu befreien, die die Manifestation eure Natur hemmen, befreit euch von den angesammelten Emotionen. Ich werde unten noch einige Empfehlungen dazu geben, wie genau ihr das tun könnt.

1) Tagebuch führen

Es ist egal, ob ihr eure Wut gleich rauslässt oder nur für euch selbst behält, diese Empfehlung gilt für alle. Bitte, schreibt alles auf, was euch ärgert oder wütend macht. Es ist nicht wichtig, ob die Situation schon vorbei ist und ihr jemandem zur Sau gemacht habt oder jemand euch, schreibt es nieder. Hier meine ich alles, die Situation, was passiert ist, eure Gedanken, Gefühle, Wünsche und Erwartungen. Wenn die Gedanken und Gefühle wiederkommen, dann bitte nochmal aufschreiben.
Wenn ihr das tut, werdet ihr spüren, dass ein Teil der aggressiven Energie und immer wieder kommenden Gedanken und Emotionen raus sind. Ihr werdet ruhiger.
Es gibt noch einige Vorteile, die uns das bringt. Es kann sein, dass ihr eine Ahnung bekommt, aus welchen Gründen das alles passiert. Ihr merkt vielleicht, dass ihr oft von ähnlichen Situationen verärgert seid. Wenn ihr schriftlich analysiert, was geschehen ist, dann könnt ihr möglicherweise die Ursache eurer Aggression finden, eventuell eure Meinung, Einsicht oder Glaubenssatz ändern und lernen, wie ihr mit Ärger umgehen könnt.

2) Arbeit mit Projektionen

Projektion ist ein Abwehrmechanismus, bei dem eigene, unerwünschte Impulse z. B. im Sinne von Gefühlen oder Wünschen einem anderen Menschen zugeschrieben werden. Die Welt um uns herum wirkt wie ein großer Spiegel und reflektiert, was in uns vorgeht. Es kommt auch oft vor, dass wir selbst unbewusst ein bestimmtes Verhalten von anderen Menschen provozieren.

Kommt eventuell etwas von uns selbst, das uns in anderen ärgert? Könnte es sein, dass die Person, die unsere Ablehnung verursacht, das widerspiegelt, was in uns drin ist? Vielleicht tut sie, was wir uns nicht erlauben oder unbewusst wünschen? Z.B. ich hasse meine Kollegin, weil ich meine, sie ist zu faul. Es kann sein, dass ich mich auch so bei der Arbeit entspannen will, aber ich erlaube mir es nicht, weil ich Angst habe, gekündigt zu werden oder in meiner Familie das nicht geduldet und bestraft wurde.
Ich arbeite viel mit Projektionen, das erfordert Selbstreflexion, Mut und Ehrlichkeit zu sich selbst, aber es hilft unsere unbewussten Mechanismen bewusst zu machen, zu verstehen und unser Verhalten zu ändern.

3) Schritt vorwärts – Bestie, Schritt zurück – Buddha

Diese Übung ist besonders nützlich für schüchterne Menschen, die sich ihrer Wut und deren Erscheinungsformen schämen. Macht einen Schritt nach vorne, entfaltet eine wilde Wut in euch und spürt die Bereitschaft, alles und jeden auf ihrem Weg zu zerstören. Dann macht einen Schritt zurück, formt das „Lächeln des Buddha“ auf dem Gesicht und versucht in einen Zustand absoluter Ruhe zurückzukehren.

Macht bitte wieder einen Schritt vorwärts, verwandelt euch in ein wütendes Tier und tritt zurück in den Zustand eines seligen Menschen. Wenn ihr nach vorne geht, unterstützt eure Wut mit Schreien, spannt eure Kiefer und ballt die Fäuste. Wenn ihr einen Schritt zurückgeht, ist es sehr wichtig, sich einen Moment der Entspannung zu gönnen und auf die Muskeln zu achten.

Diese Übung erfordert viel emotionalen Output. Stoppt, sobald ihr euch müde fühlt. Wenn ihr das regelmäßig tut, werdet ihr sehen, dass eure Schritte schneller und schneller werden, und ihr lernt dabei, wie ihr euch leicht von Wut zu völliger Ruhe bewegen könnt und die Kontrolle über Wut habt.

3) Blatt des Zorns

Wenn ihr eure Emotionen physisch ausdrücken müsst, tut das bitte, ohne euch selbst und andere zu verletzen. Nehmt ein Kissen und schlagt es, schreibt einen Hassbrief oder schließt euch im Auto und schreit. Ich stelle euch eine einfache Übung, um mit eurer Wut fertig zu werden.
Wenn ihr euch ärgert, wütend seid und denkt gerade: „Jetzt muss es raus!“, nehmt ein dickes Blatt Papier und schreibt darauf Wut oder Zorn. (Man kann mehrere davon fertigen und nach Bedarf verwenden). Begibt euch in einen Raum, wo ihr ungestört sein könnt (z.B. eine Toilette) und beginnt das Blatt in die Stücke zu reißen, dann schmeißt die auf den Boden und springt da drauf. Versucht das so energisch und wild zu machen, wie es nur möglich ist. Je mehr ihr dabei schreit und tobt, desto besser. Ihr werdet euch gleich besser fühlen. Ihr habt niemandem verletzt oder beleidigt und die Gefühle und Energie haben einen Ausweg gefunden.

4) Schimpfwörter nutzen

Mir hilft sehr gut russischer Mat. Das ist eine Vulgärsprache in Russland, die viele kurze, prägnante und starke Worte und Ausdrücke hat. Die helfen mir meine Emotionen und Gefühle schnell und einfach zu manifestieren. Ich tue das meistens, wenn ich allein bin und mir reichen ein paar Minuten, um wieder über mich selbst und die Situation lachen zu können. Durch oben genannten Link gibt es Beispiele und deren Übersetzung ins Deutsch. Mir helfen eher kurze Worte und die sollen schon mit einem Gefühl und Energie aus dem Mund rauskommen.

5) Konflikt ansprechen

Offenheit, Mut und Ehrlichkeit sind treue Helfer im Umgang mit Wut und Ärger. Wenn ihr einen Konflikt mit jemandem habt, der euch verärgert oder beleidigt hat, wäre es besser mit dem Menschen das auch zu besprechen. Findet Mut denjenigen zu sagen, wie ihr die Situation sieht, was empfindet und was wünscht. Die Formulierungen und Beispiele sind in den Links zu meinen früheren Artikeln.

Konfliktansprache

Konfliktansprache 2

Konfliktansprache 3

Konfliktansprache 4

Immer wenn wir unsere Aggression unterdrücken, richten wir unsere Kraft gegen uns. Angehäufter Groll und Ärger zerstören uns von innen heraus und verursachen Krankheiten und psychisches Leiden. Wenn wir unserer Wut freien Lauf geben, zerstören wir unsere Beziehungen. Gibt es ein Mittelweg? Die Frage könnt ihr nur selbst beantworten. Sich von der Unterdrückung negativer Emotionen zu befreien ist nicht so einfach, aber ein Versuch ist es wert. Verwendet diese oder andere Techniken, um eure Wut zumindest etwas zu kontrollieren und sucht nach den Antworten, um euch selbst besser zu verstehen. Viel Erfolg!

Euer Roman

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Wie gehe ich mit meiner Wut um

Hallo zusammen,

heute möchte ich mit euch über Wut reden. Das Thema war Mal für mich sehr wichtig und anregend. Ich hatte viel Zeit, Geld und Energie investiert, um damit klarzukommen und zu lernen, wie man damit am besten umgeht. Ich habe für euch etwas Theorie, ein Video und meine Kommentare vorbereitet.

Alle Menschen erleben Wut / Zorn – sowohl Heilige als auch Sünder. Deshalb sind Wut, Reizbarkeit, Ärger, Aggressivität genauso menschlich wie Gefühle der Traurigkeit, Freude, Liebe, Hoffnung und Einsamkeit.
Hinter jedem Wutausbruch steht (nach meiner Meinung) etwas Anderes, auch ein anderes Gefühl. Es könnten Angst, Scham, Trauer, Ohnmacht, Hilflosigkeit, Aussichtslosigkeit, unerfüllte Bedürfnisse und Schmerz stehen. Und da wir diese Gefühle nicht fühlen und erleben wollen, werden wir zornig auf das oder denjenigen, der nach unserer Meinung dieses Gefühl oder diese Situation ausgelöst hat. Es passiert alles unterbewusst, fast wie ein Reflex.
Meistens wissen wir gar nicht, aus welchem Grund wir genau ausflippen. Es könnte eine Kleinigkeit sein, die uns auf die Palme bringt. Den wahren Grund und jede Erinnerung an auslösende Situation oder Trauma und alles, was damit verbunden ist, hält unser Unterbewusstsein hinter verschlossenen Türen, eher Stahltoren, weil das für unseren Geist eine Gefahr Mal darstellte und immer noch sein könnte.

Es gibt einige Möglichkeiten mit Wut / Zorn umzugehen.

1) Wir können unseren Zorn in uns drin behalten und versuchen ruhig zu bleiben.
Vielleicht hätten meine Familienmitglieder Angst vorm Entstehen von Wutgefühlen gehabt. Sie hätten die Wut nicht in sich selbst zulassen oder auch nicht das Gefühl in der Außenwelt von anderen Menschen tolerieren können. Ich hätte dann mit solcher Angst aufwachsen können, dass ich diese Gefühle mir nicht erlaubt hätte und dabei hätte Schwierigkeiten gehabt, die richtig auszudrücken.

Ich beginne dann eine falsche Maske mit einem idealisierten Bild von mir zu tragen: „Von jetzt an muss ich eine perfekte Person sein, die für alle angenehm ist.“ Ich kann zu diesem Idealbild unbewusst hinzufügen: „Wenn ich nie wütend bin, werden andere auch niemals sauer auf mich.“ Ich fange an, meine Identität in das Bild eines „Guten Mannes“ zu integrieren, den jeder liebt und respektiert. Der Respekt von meinen Mitmenschen lässt mich glauben, ich habe einen Weg zur Sicherheit gefunden.
Während ich auf dieser Weise lebe, scheint mir jeder Anblick von Wut, selbst der geringste Anteil davon, meine Welt zu verschmutzen. Ich ärgere mich, wenn etwas davon in meiner Umgebung vorkommt, ich fühle mich bedroht.
Ich kann meine Wut mit Weichheit verkleiden, aber sie kommt immer noch an die Oberfläche als gedämpfte Aggressivität. Andere Leute spüren, dass ich nicht echt bin, dass meine Weichheit nur ein Vorwand ist, der darauf abzielt, etwas von ihnen zu bekommen.
Für diese Art des Schauspiels muss ich einen riesigen Preis zahlen. Ich habe keine Gelegenheit ich selbst zu sein, mir traut keiner und ständige Versuche mich selbst und andere zu täuschen kosten mir viel Energie.

Wenn ich meine Wut ablehne oder täusche vor, ruhig zu sein, kann das Gefühl schnell nach innen wachsen und in meinem Inneren einnisten. Darunter werden früher oder später meine Beziehungen und meine Gesundheit leiden. Dazu kommt, dass meine Mitmenschen, ohne zu verstehen, was mit mir los ist, könnten durch weitere Handlungen „mein Feuer“ mit noch mehr „Brennstoff“ füllen.

2) Wir können unserer Wut freien Lauf geben und es explodieren lassen.
Eine solche Explosion kann mich vom Zorn befreien, der in meinem Inneren lauerte. Ich fange an, einen aggressiven und vielleicht gewalttätigen Lebensstil zu pflegen, der sich auf die sofortige Linderung vom Ärger konzentriert.
Ich berücksichtige aber nicht die Tatsache, dass eine wiederholte aggressive Tat mein Leben nachhaltig beeinflussen wird. Vergütet mit dem angenehmen Gefühl der Erleichterung, das jedes Mal nach Wutfreilassung erlebt wird, kann ich beim nächsten Fall den Wunsch verspüren, durch den Druck der Wut noch aggressiver zu werden. Früher oder später werden meine Mitmenschen mich meiden oder ich werde eventuell gegen ein Gesetz verstoßen.

Dazu kommt, wenn ich einen übermäßigen Wutausbruch hatte, soll ich es analysieren, bearbeiten und ausdrücken, bevor ich mich richtig erleichtert fühle. Und das mache ich in diesem Fall nicht, ich werfe nur einen Teil der Energie weg. Die Reste von unbearbeitetem Zorn und sein Ausdruck bleiben mir in Erinnerung. Solche Reste machen mich durch eine kleinste Stimulans wieder wütend. Nach vielen solchen Erfahrungen werde ich zugänglicher für wütende Zustände, so werde ich schneller explodieren. Auf diese Weise werde ich zu einem wütenden, temperamentvollen Mann, der oft beleidigend ist und viel Fantasie hat, die ihm zu einer Explosion verhilft. Ich suche meine Umwelt nach missbräuchlichen Worten, abfälligen Handlungen, negativen Nachrichten usw. ab. Meine Wut bekommt Feuer bei jeder unbedeutendsten Kleinigkeit. Diese Einstellung macht
fast unmöglich eine liebevolle, entspannte Einstellung zu sich selbst und zu den anderen.

3) Eigene Wahrnehmungen, Gefühle und Wünsche gelassen ausdrücken.
Es gibt eine Menge von Sachen, Situationen, Meinungen, Menschen, Nachrichten, Umständen usw., die uns verrückt machen können. Dazu stelle ich euch ein interessantes und bewegendes Video vor.

Ich denke aber, dass es auch einen Ausweg aus dieser Situation gibt.
Erstmal müssen wir aufhören eine Sache zu fühlen und entweder die zu verleugnen oder nicht nach diesem Gefühl zu handeln. Natürlich, wenn die Situation das erlaubt und wir nicht vor eine geladene Pistole stehen.
Wütend sollte ich nicht süß lächeln, düster bleiben oder mich einfrieren lassen. Stattdessen kann ich lernen, ruhig, demütig und gleichzeitig mutig zu sein, um meine Gefühle auf eine diplomatische Weise herauskommen zu lassen; es sollte
unkompliziert, ehrlich, einfach, aber gleichzeitig vernünftig, ohne zerstörerische
Trends getan werden, wenn die Situation diese Meinungsfreiheit zulässt. Wenn wir das tun, werden wir sehen, dass nichts Schlimmes passieren wird. Unsere Umgebung wird sehen, dass wir unsere Grenzen wahrnehmen und schützen. Gleichzeitig wird es zu mehr eigenen Klarheit, Frieden und höheren Selbstwert führen. Wenn ich lerne, meine Gefühle auszudrücken, werde ich Menschen begegnen, denen ich vertrauen kann. Es wird mir auch leichter fallen, meine Gefühle in Zukunft gelassen und verständlich auszudrücken.

Dieser Artikel ist schon jetzt etwas zu lang, aber ich bin nicht Mal zu einer Methode oder Übung gekommen. Es tut mir leid! In einer Woche werde ich euch einige Methoden, Lösungen und Möglichkeiten vorstellen, wie ihr mit der Wut umgehen könnt und weder ihr selbst noch eure Umwelt zu Schaden kommt.

Euer Roman

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Wie lerne ich einen Menschen besser kennen

Hallo zusammen,

heute stelle ich euch einige interessante Fragen vor, die euch helfen, eure Mitmenschen besser kennenzulernen, etwas mehr zu verstehen und vielleicht auch eine tiefere Beziehung zwischen euch aufzubauen. Dazu kommen meine Kommentare und ein nettes Video.

Die folgenden Fragen sind etwas „leichter oder einfacher“, als die, die ich euch früher empfohlen habe, aber die bringen auch zum Nachdenken. Die Links zu den früheren Artikeln siehe unten.

Ihr könnt die folgenden 15 Fragen auch an Jugendliche und sogar Kinder stellen. Die brauchen unsere Aufmerksamkeit, wie keiner andere.
Durch diese Fragen könnte ein tieferes Verbundenheitsgefühl entstehen und wird ein besseres Vertrauensverhältnis aufgebaut. Die helfen nicht nur eine Person kennenzulernen, sondern auch deren Laune zu verbessern, weil die Fragen auf positive Gedanken bringen. Während euer Gegenüber die beantwortet, versteht er auch immer mehr, wer oder was in seinem Leben für ihn wichtig ist.

– Wovon träumst du gern?
– Wer ist dein Held / Vorbild und warum?
– Wer ist der freundlichste Mensch in deiner Umgebung? Aus welchem Grund?
– Was magst du am liebsten an deinem besten Freund?
– Was möchtest du gern lernen?
– Mit wem hast du heute die meiste Zeit verbracht?
– Wer ist die wirklich erfolgreiche Person für dich? Aus welchem Grund?
– Wenn du die Möglichkeit hättest, 48 Stunden irgendwo auf der Welt zu verbringen, wohin würdest du gehen / fliegen / fahren?
– Wenn du mit einer anderen Person deinen Ort wechseln könntest, mit wem würdest das tun und warum?
– Was kannst du heute besser als noch vor einem Monat / Jahr?
– Wen freust du dich am meisten zu sehen?
– Was für eine Eigenschaft wirst du wählen: fliegen oder Gedanken lesen können? Aus welchem Grund?
– Wer bringt dich zum Lachen?
– Wenn du eine Rolle in deinem Lieblingsfilm spielen könntest, welche würdest wählen und aus welchem Grund?

Nach jeder Antwort des Gegenübers könnt ihr auch selbst die Frage beantworten. So entsteht ein Dialog und wird Vertrauen aufgebaut. Lasst eurem Gesprächspartner Zeit, er beantwortet die Frage zum ersten Mal und wird wahrscheinlich eine Weile brauchen.

Ich denke, dass jede Interaktion, jedes Gespräch kann uns helfen uns selbst und unsere Welt etwas besser zu verstehen. Und wenn bei einem Gedankenaustausch noch interessante und wichtige Fragen gestellt werden, was will man mehr? Die Kommunikation soll auch Spaß machen. Ich habe für euch noch ein tolles Video zum Thema Kommunikation vorbereitet. Viel Vergnügen!

Lustiges Bewerbungsgespräch mit einem Lügendetektor

Fragen zum Aufbau einer tiefen Beziehung

25 Fragen zur Selbsterkenntnis

20 philosophische Fragen zum Nachdenken

Euer Roman

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Wie verbessere ich meine Beziehung

Hallo zusammen,

ich finde, zusammen zu sein und ein harmonisches Paar zu schaffen, ist ein mutiges Unterfangen. Eine unabdingbare Voraussetzung dafür ist, sich für etwas Neues zu öffnen und das ins Leben zu lassen; eine neue Denkweise, eine neue Lebenseinstellung, einen neuen Menschen eben. Was stört uns eine glückliche Beziehung zu führen? Ich habe einige (nach meiner Meinung) wichtige Punkte zusammengefasst und stelle euch vor.

1) Unterschiede (Denken, Wahrnehmung, Gefühlswelt)
Der erste ist, wenn wir uns auf verschiedenen Bewusstseinsebenen befinden.
Zwei Ansichten, zwei Lebenspositionen. Mann und Frau: Ein charakteristisches fokussiertes Bewusstsein, das andere – ein verstreuter, generalisierter Ansatz.
Der erste bezieht sich direkt auf Logik und analytisches Denken. Die zweite ist die Wahrnehmung der Welt als Ganzes, wo Emotionen und Erfahrungen ihren Platz finden.
Wie können dann ein Mann und eine Frau eine gemeinsame Sprache finden, wenn sie auf verschiedenen Frequenzen „leben“?
Dies ist nur möglich, wenn wir uns von dem Gedanken trennen, dass es nur einen richtigen Standpunkt (Meinung, Einsicht, Glaube usw.) gibt.

2) Mitverantwortung leugnen
Wenn Menschen Schwierigkeiten in Beziehungen haben, neigen sie dazu, ihren Partner für alles verantwortlich zu machen.
Sie sehen deutlich, was in dem Bereich des Partners geändert werden muss, um die Beziehung zu verbessern. Es fällt ihnen jedoch äußerst schwer, zu bemerken, dass sie zum Teil selbst diese Probleme verursachen.
Das Lösen von Konflikten aus der Position „Was passiert mit mir? Was trage ich dazu bei?“ ist viel produktiver als der Versuch, den Partner zu überzeugen, dass alle Probleme bei ihm liegen.
Die wichtigste Frage ist hier: Was konnte ich ändern, um die Beziehung zu verbessern?

3) Erwartungen
Viele Paare lösen sich dadurch auf, weil jeder Partner glaubt, dass es mit einer anderen Person alles anders sein wird. Und natürlich später sind sie mit den gleichen Situationen konfrontiert, die sie bereits mit dem vorherigen Partner hatten.

Es ist erstaunlich, wie hartnäckig Menschen nach diesen idealen Beziehungen suchen.
So eine Person beginnt sich selbst davon zu überzeugen, dass andere Menschen diese idyllische Beziehung haben, nach der sie strebt, aber sie hat einfach kein Glück, weil sie sich bei der Wahl des letzten Partners geirrt hatte. Das zwingt die Person zu leiden.
Es wäre besser zu verstehen: Perfekte Liebe gibt es nur in Romanen, die meistens keinen Bezug zur Realität haben.
Man soll verstehen, es gibt keine konfliktfreien persönlichen Beziehungen. Konflikte sind in jeder Beziehung zwischen Menschen unvermeidlich.
Es ist möglich, die gegenwärtige Situation zu korrigieren, wenn eine Person den Traum von einem idealen Paar aufgibt, von einem Paar, das sich immer in einem Zustand des Verliebens befindet. Liebe beginnt, wenn wir den Partner wirklich verstehen und annehmen, so wie er ist.

4) Hoffnungen
Der geliebte Mensch rettet uns vor nichts, er kann uns auch nicht retten.

Viele Leute suchen einen Partner und versuchen dadurch ihre Probleme zu lösen. Sie glauben, dass Liebesbeziehungen sie von Langeweile, Sehnsucht und Sinnlosigkeit im Leben heilen werden. Sie hoffen, dass der Partner ihre Leere füllen wird.
Wenn wir einen Partner für uns auswählen und solche Hoffnungen setzen, werden wir am Ende ihn hassen, weil er uns keine Harmonie und Glück gebracht hat.
Lasst die Hoffnung, dass eure Partner alle eure Probleme lösen.

5) Masken
In unserem Leben spielen verschieden Rollen und die Beziehungen bilden keine Ausnahmen. Es ist schwer für uns selbst zu sein. Es gibt Menschen, die kennen gar nicht ihr wahres Ich. Wenn wir uns hinter Masken verstecken, können wir kaum richtig nah an jemanden kommen und auch diese Nähe zulassen, weil wir wissen, er wird es herausfinden und uns zurückweisen. Keiner kann einem fiktiven Charakter wirklich nah sein.
Echte Liebe und Intimität sind nur dann möglich, wenn wir die Maske entfernen und vor dem Partner so stehen, wie wir sind, auch „nackt und verwundbar“.

Animationsfilm „Maskerade“

6) Selbsttäuschung
Die Menschen wollen nicht wissen, was mit ihnen geschieht, und fast immer haben sie eine überzeugende Erklärung für ihr Leiden. Eine Antwort, die rechtfertigt, was jetzt passiert und die hat keinen Bezug zur Ursache ihres Schmerzes. Es ist einfacher und sicherer als mit sich selbst zu beschäftigen. Wenn ich mich über meine wahren Bedürfnisse täusche, „was brauche ich, was tut mir weh, was fühle ich jetzt?“, wie kann jemand anderer mich verstehen?
Lernt euch selbst, eure Wünsche, Bedürfnisse, Vergangenheit und Glaubenssätze kennen.

7) Unfähigkeit zuzuhören
Ein großes Thema in den Beziehungen ist die Unfähigkeit zuzuhören und das Gesagte richtig zu interpretieren. Warten wir geduldig, bis unser Partner zu Ende gesprochen hat, nur um eine Gelegenheit zu erhalten, selbst zu sprechen? Hören wir wirklich zu? Meistens ist es kein Dialog, sondern die zwei zusammengelegten Monologe mit keinem Blick darauf, was wirklich gehört und verstanden wurde. Die Leute hören sich nicht, weil jeder im Voraus überzeugt ist, dass er Recht hat und nur einen Moment wartet, um im Gegenzug seine Argumente darzulegen und das zu beweisen.

Nach meiner Meinung besteht die Hauptaufgabe des Paares darin, einander zu erklären, was mit ihnen passiert, wenn sie zusammen sind und vor allem was in ihrer Beziehung passiert. Sie sollen ihre Bedürfnisse, Wünsche, Gefühle, Hoffnungen, Ängste und Pläne offenlegen. Für eine solche Offenheit wird eine Frau dankbar sein: Ein Mann öffnet sich, statt sich zu verstecken, nun versteht sie ihn besser. Ein Mann ist auch für die Offenheit der Frau dankbar, weil sie Verständnis zeigt, ihm keine Anweisungen mehr gibt, wie er sich zu verhalten hat, wer sein und was tun soll.
Wir sollen unsere „Waffen und Rüstung“ niederlegen und versuchen jegliche Taktik, jeden Kampf und jede Erziehungsmaßnahme gegen einem geliebten Menschen zu stoppen.

Beziehungen sind (nach meiner Meinung) das Einzige, was uns erfüllt und glücklich machen kann. In einer Beziehung wachsen wir neben einer anderen Person, wir verändern uns zum Besseren, wir erkennen uns von einer anderen, unerwarteten Seite. Liebesbeziehungen umfassen alles in unserem Leben. Sie sind das Leiden wert, das sie verursachen.
Alle Schwierigkeiten sind wertvoll, weil wir, nachdem wir alle Hindernisse überwunden haben, nicht mehr dieselbe sind: Wir sind erwachsen geworden, wir sind uns unseres Lebens besser bewusst, fühlen uns lebendiger und vollkommener.

Ich möchte euch einen guten Film zum Thema empfehlen. Es ist eine deutsche Komödie, aber die Fragen, die der Film stellt, beschäftigen ernsthaft viele Paare.

Euer Roman

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Dankbarkeit 2

Hallo zusammen,

heute geht es um Dankbarkeit. Vor circa 6 Monaten habe ich schon dazu einen Artikel geschrieben und jetzt möchte ich das Thema noch etwas vertiefen. Ich stelle euch eine gute Methode, zwei kurze Videos, meine Kommentare und ein interessantes Buch vor.

Vor vielen Jahren kam zufällig ein Buch in meine Hände. Es hieß „Pollyanna“ der US-amerikanischen Autorin Eleanor Hodgman Porter. Die Hauptfigur des Buches ist ein elfjähriges Mädchen, das in jeder Lebenssituation versucht etwas Gutes zu finden, etwas, worüber sie sich freuen kann. Das nennt sie „Such die Freude“- Spiel. Uns kann es helfen, noch einen Blick darauf zu werfen, was wir schon haben oder hatten und uns darüber zu erfreuen. Das Spiel und die Idee haben mich damals sehr beeindruckt. Das war einfach und sehr raffiniert. Es ist egal, was in meinem Leben passiert, ich kann reframen. Es geht dabei um einen Perspektivwechsel. Ich suche einfach in jeder Situation etwas Positives.

Nach meiner Meinung gibt es zwei Zustände, in denen die meisten Menschen leben: Mangel und Fülle. Der überwiegende Teil kennt nur Mangel. Das sind die Menschen, die oft denken und sagen: „Ich brauche…, Wenn ich das bekomme, dann…, Mir fehlt…, Ich will…, Ich kann nicht ohne…“

Was meint ihr, wenn jemandem etwas fehlt, fühlt er sich glücklich? Diese Menschen konzentrieren sich darauf, was sie nicht haben. Wenn jemand z.B. ein Zeugnis mit 49 Noten „1“ hat und nur eine Note „2“. Es sind nur 2 Prozent von 100; und wenn er auf die   2 % guckt, kann er sich nicht freuen. Er denkt, er ist ein Versager. Auf das Ziel wird meistens auch so viel Wichtigkeit draufgelegt, dass der Mensch darunter brechen kann.
Das kann man ändern, mit Hilfe der Dankbarkeit.

Ich kenne eine sehr gute Methode, wie man Dankbarkeit praktizieren kann.
Es heißt „Tagebuch der Dankbarkeit“. Man führt ein Tagebuch und schreibt alles rein, wofür man dankbar ist.

Wofür könnt ihr euch bedanken?
Am besten solltet ihr euch für alles und bei jedem bedanken.
Womit könntet ihr anfangen?
Vielleicht mit folgenden Sachen:

Erinnert euch
an alle angenehmen Momente des Tages;
an alle angenehmen Momente des Lebens;
an alle Menschen, die in eurem Leben waren und sind, die euch gelehrt, geholfen, geliebt, gegeben oder beschenkt haben.
Danken Sie dem Universum (Gott, Leben, Frieden usw.) für das, was ihr hattet und habt:
für euer Leben selbst, Gesundheit, Sinne, vergangene und übrig gebliebene Zeit, Begegnungen, Ereignisse, Gefühle und Emotionen, Materielle und Geistige, Schöne und Aufregende.
Bedankt euch für alles, was ihr habt, bei euch selbst.

Wenn ihr nach einiger Zeit ca. 1000 Einträge habt, sollen auch andere Sachen hereinkommen. Jetzt beginnt ihr euch für die Ereignisse zu bedanken, die bei euch im Kopf als negativ eingestuft sind. Am Anfang nimmt ihr bitte leicht „negative“ Ereignisse, aber nach und nach kommt zu wirklich unangenehmen Sachen. Sucht bei jeder Situation nach einem positiven Kern, was hat euch es gebracht, was habt ihr dadurch gelernt, wurdet ihr dadurch stärker. Findet etwas, bedankt euch und lass die Situation los. Nimmt auch Menschen dazu. Es geht um eure Mitmenschen, mit denen ihr Konflikte hattet oder habt, die euch etwas angetan haben oder bei denen ihr euch selbst für etwas schuldig fühlt. Findet etwas Positives in dieser Begegnung und dankt. Ich weiß, es ist schwer und warum überhaupt solltet ihr das tun? Dadurch wird euer Wohlbefinden steigern.
Danken bedeutet auch loslassen. Wozu sollte man ganzes Leben lang mit sich einen Konflikt oder etwas Unangenehmes tragen?

FAQ
Warum soll ich das schriftlich machen?
Dann ist es irgendwo auf einem Medium festgehalten. Es ist zu einem Gegenstand dieser Welt geworden, was ich anfassen kann. Ich kann das später nochmal lesen und sehen, über wie viele Sachen ich in meinem Leben freuen kann.
In welcher Form führen Sie ein Tagebuch: elektronisch oder auf Papier?
Ich mag Papier mehr, so denke ich etwas länger über Situation nach und komme so zu weiteren Erkenntnissen. Es bleibt mehr im Gedächtnis, wenn mein Körper mitarbeitet.

Wie formuliere ich meine Sätze?
Z.B. Ich danke für das, was … (dann und dann geschah, für diesen Moment, für das Gefühl…)
Ich danke dir für das, was du… (für mich getan hast, mir beigebracht hast, mir gegeben hast…)

Wie viele Danksätze pro Tag soll ich schreiben?
Am Anfang mind. 20 Stück am Tag, je mehr, desto besser. Es wird eine Zeit brauchen, bis es richtig anläuft, aber wenn es die Fahrt aufnimmt, werdet ihr spüren, was es bringt.

Wie entwickelt man die Gewohnheit, jeden Tag Dank zu schreiben?
Es gibt verschiedene Apps mit Erinnerungsfunktion für das Handy.
Z. B. Loop Habit Tracker

Hier ist noch eine interessante Meinung zum Thema.

Die Methode kann wirklich eure Einstellung zum Leben und euch selbst ändern. Es geht um eure Gesundheit, euer Wohlergehen und seelischen Frieden, Ruhe und Zufriedenheit. Ihr müsst mir nicht glauben, probiert es einfach selbst, ob es funktioniert. Viel Erfolg!

Mein erster Artikel zum Thema Dankbarkeit.

Euer Roman

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Wie Coaching funktioniert

Hallo zusammen, heute geht es um euch, eure Fragen und um mich. Ich werde oft gefragt, mit welchen Fragen Menschen zu mir kommen, was von mir erwarten und was ein Coach eigentlich tut. Ich habe für euch zwei Videos, einige Gedanken mit Beispielen und meine Kommentare vorbereitet.

Kurzfilm „Wie Coaching funktioniert“.

Ich würde sagen, jeder Klient /Coachee bringt schon etwas Eigenes mit, aber wenn ich doch sehr stark verallgemeinere, gibt es bei mir nur zwei Arten von Kundenwünschen:
1) Helfen Sie mir zu lernen, bequem mit meinem Problem zu leben, damit ich mich selbst und mein Leben nicht viel ändern muss.
2) Helfen Sie mir das Problem zu verstehen und es zu lösen.

Ein Klient, der zum ersten Mal zu mir kommt, glaubt eher selten, dass die Ursache des Problems in ihr/ihm selbst liegt (irgendein wiederkehrendes Element von Denken, Verhalten oder emotionaler Reaktion). Vielmehr glaubt der Kunde, dass das Problem wie von selbst entsteht und existiert. Die meisten Fragen kommen aus sozialem Bereich.
Wie kann ich Menschen zwingen, mir keinen Stress mehr zu machen?
Wie lerne ich anständige Männer (Frauen) kennen?
Wie kann man einen Mann dazu bringen, einen guten Job zu bekommen?
Wie motiviere ich ein Kind zum Lernen?
Wie höre ich auf, mit meinen Eltern zu streiten usw.?

Ganz kurz am Rande, es ist schon merkwürdig, aber oft scheint es Menschen, dass sie die Realität objektiv wahrnehmen. Eine Art Illusion, dass viele wissen, wie die Dinge wirklich sind. Fast jede Person weiß, was andere Leute von ihr denken, wie oft und mit welchen Gefühlen, wie sie sich in dieser oder jener Situation verhalten werden usw.
Ich vermute, ein Teil der Bevölkerung ist sich sicher, dass sie „professionelle Leser von Gedanken und Absichten“ sind und sicherlich „die Wahrheit“ kennen.
Im Gegensatz dazu ist der zweite Teil der Bevölkerung nicht sicher und bezweifelt alles, was die erste Hälfte überzeugt. Und da die Wahrheit der ersten Hälfte nicht mit den inneren Empfindungen der zweiten Hälfte übereinstimmt, wird die zweite Hälfte noch mehr verzweifelter.

Hier kann ich hier Folgendes empfehlen. Trennt bitte die Fakten (was wirklich passiert) von den was ihr denkt, glaubt, hofft oder erwartet. So werdet ihr euch viel Nerven, Zeit und Energie sparen.

Ich arbeite viel mit Projektionen. Wenn ich die Darstellung des Kunden beschreibe, ist das Bild des Problems oft autonom: „Ich bin da und das Problem ist dort und hat mit mir nichts zu tun.“ Das ist leider nicht so. Im Problem liegt bereits ein Stück des Kunden und auch die Problemlösung. Es ist egal, ob es sich um eine mürrische Schwiegermutter, einen nervigen Kollegen oder bösen Chef handelt. Dieses Problem enthält Informationen über die Überzeugungen, Charaktereigenschaften und Illusionen des Kunden. Es wird etwas in die Außenwelt projiziert. Etwas, was ganz tief im Inneren verborgen ist und akzeptiert und manifestiert werden möchte. Es geht hier um innere, verborgene Weltanschauung und Projektionen des Kunden.

Zum Beispiel haben wir einen Chef – eine harte, selbstbewusste und direkte Person, und sein Team sind unsichere und initiativlose Befehlsnehmer. Woher kommt es? Das ist nur ein Spiegelbild der unbewussten Prozesse und inneren Regungen dieses Teamleiters. (Diese Informationen können vom ihm für sein eigenes Wachstum verwendet werden, wenn er den Mut hat, sich selbst zu fragen: Warum ist er von solchen Menschen umgeben?)
Das Prinzip der Synchronizität zeigt, wie die Systeme die bewussten und unbewussten Komponenten erkennen. (Etwas einfacher als C.G. Jung erklären die Zusammenhänge die sogenannten Spiegelgesetze). Was wir wissen, betrachten wir als einen Teil unserer Persönlichkeit. Das, was in uns unbewusst ist, manifestiert sich in Form der äußeren Realität, um bewusst zu werden.

Zurück zu unserem Beispiel, unser Manager auf der Bewusstseinsebene ist sich sicher, dass er in Ordnung sei und die anderen Verlierer seien. Unterschwellig (in unserem Beispiel gelang es dem Leiter, seine Angst vor seinem Verstand sorgfältig mit psychologischen Abwehrmaßnahmen zu verbergen) hat er aber Angst, dass diese seine Überzeugung nicht wahr ist. Diese Angst manifestiert sich jedoch in Form der Menschen, die er in sein Team „hineingezogen“ hatte.
Die Untergebenen haben die entgegengesetzte Situation – sie sind sich ihrer eigenen Schwächen bewusst, bemerken jedoch nicht den unbewussten „Stolz“ und ein Gefühl der Überlegenheit, Arroganz, die ihr Manager für sie zurückspiegelt.

Nachdem im Bewusstsein die Informationsanalyse stattfindet und alles richtig verstanden wird, werden die neuen Eigenschaften der Persönlichkeit bewusst und unbewusst, dann manifestieren sie sich in Form einer veränderten Außenwelt. Kurz gesagt, die Menschen ändern sich und ihre Welt verändert sich auch.

Wenn man das nicht kennt oder damit nicht arbeitet, ist es schwer etwas dagegen zu unternehmen. Unwissenheit schützt leider nicht vor Folgen. Ich will damit sagen, Menschen haben schon Möglichkeiten ihre Probleme auch selbst zu lösen, aber die brauchen Werkzeuge, Selbstreflexion und einen großen Wunsch sich selbst und ihre Umwelt besser kennenzulernen.

Ich arbeite mit Zielen meines Klienten, ich stelle Fragen, begleite den Prozess z.B. vom Problem zur Lösung oder vom Konflikt zum Frieden. Der Kunde verändert sich selbst und verändert seine Welt. Wir wachsen aber zusammen, weil ich immer auch etwas dabei lerne, wir werden beide reifer und weiser.

Man munkelt, dass die Coachs nur den anderen helfen können und sich selbst nicht. Es kommt vor, man übersieht bei sich selbst öfter etwas. Gut, dass es andere Coachs gibt, zu denen man gehen kann.

Ein Coach kann einem Klienten helfen, seine eigene reifere Position zu entwickeln, die Position, die auf Selbstverständnis und Vertrauen in sich selbst basiert. (Das können übrigens auch ein Psychologe oder Psychotherapeut).
Ein Coach kann helfen, ganzheitlicher und bewusster zu werden. Die können einem Klienten helfen, die Nachteile seines eigenen Verhaltens zu zeigen: sich dessen bewusst zu werden, zu lernen, wie man sich damit auf verschiedene Art und Weise auseinandersetzt und darauf reagiert, Feedback-Erfahrungen mit Freude und Neugier (und nicht mit Angst und Misstrauen) sammelt.

Euer Roman

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Wie erreiche ich meine Ziele

Hallo zusammen,

heute möchte ich euch noch ein Modell vorstellen, das in 4 Schritten helfen kann, ein Ziel zu erreichen oder eine schwierige Situation zu lösen. Das Modell besteht aus systemischen Fragen, die helfen nicht nur die Situation besser zu verstehen, Ansätze für eine Lösung zu erarbeiten, sondern auch gleich ins Tun übergehen. Dazu kommen zwei Videos, meine Kommentare und Beispiele.
Es ist nicht einfach Ziele zu erreichen oder Träume zu verwirklichen, das gibt uns aber das Gefühl einen Sinn im Leben zu haben und auch eine Beschäftigung dazu.

Das Modell selbst wurde von einem Sportpsychologen, Buchautor und Coach Sir John Whitmore  entwickelt. Es besteht aus mehreren Fragen aus vier verschiedenen Bereichen und ist auch eine gute Methode zur Zielfindung und Problemlösung. Dieses Modell teilt ein Problem oder eine Aufgabe in mehrere Teile und hilft dadurch ganze Aufgabe oder Problem zu lösen. Es kommt aus dem Bereich Coaching und die besten Ergebnisse werden mit einem erfahrenen Coach erzielt, weil er die richtigen Fragen stellt und das Modell häufig und unvoreingenommen anwendet. Für diejenigen, die das allein oder mit einem Freund versuchen wollen, habe ich unten die Vorgehensweise beschrieben.

GROW ist ein Akronym und steht für G=Goal; R=Reality, O=Obstacles und Options; W=Way Forward und Will .

Goal / Ziel
Zu Beginn wird ein Ziel festgelegt, wo man hinwill. Das könnte das schwierigste von allem sein, da man oft nicht ganz klar das Ziel definieren kann. Dabei wird ein möglichst konkretes Ziel angestrebt, z.B. Bestehen einer Prüfung, Jahresgespräch mit dem Chef,  Ausarbeitung eines Projekts, Treffen wichtiger Entscheidungen, Festlegen eines Jahresbudgets usw. Wichtig ist hierbei die schriftliche Festlegung von Zielen, die von euch selbst beeinflusst werden können.

Die wichtigsten Fragen, die euch hier helfen werden:
Was ist mein Ziel? Was möchte ich erreichen?
Welche Ergebnisse will ich erzielen?
Das Ziel soll in einem Satz formuliert werden. Da gibt es einige Regeln, wie man das richtig macht. Ich empfehle euch dafür eine Methode zu nutzen, z.B.  die SMART-Methode.

Beispiel:
Das Ziel für einen Student: Studienabschluss in Rechtswissenschaft. Sein Ziel in einem Satz könnte so aussehen:
„Am 30.10.2020 habe ich mein Abschlussdiplom als Master of Laws an der Wand hängend und feiere das mit meinen Freunden.“

Reality / Ist-Zustand feststellen
Wenn ein Ziel feststeht, wird als nächster Schritt die momentane Situation schriftlich analysiert. Manchmal sieht die Situation anders dar als zunächst angenommen, dann sollte man die Ziele erneut anpassen oder verändern. Hier gibt es eine Schwierigkeit, ihr solltet bei der Realitätsprüfung möglichst objektiv und beschreibend statt beurteilend vorgehen, aber wenn man allein arbeitet, wird es gar nicht so einfach. Es geht darum herauszufinden, wie weit ihr von eurem Ziel entfernt seid, was bereits versucht wurde, um das zu erreichen und was die momentanen Schwierigkeiten sind. In dieser Phase wird der Startpunkt erarbeitet und die Informationen zusammengetragen, die auf dem Weg zum Erreichen des Zieles essenziell sind.

Fragen:
Wie sieht meine aktuelle Situation (der Ist-Zustand) aus?
Wie wichtig ist das Ziel für mich?
Was habe ich bisher unternommen, um das zu schaffen?
Mit welchen Ergebnissen?
Was mache ich momentan, was dem Erreichen des Zieles im Weg stehen könnte?
Was hat mich davon abgehalten andere Dinge auszuprobieren?
Welche Zusammenhänge gibt es dabei?
Wie viel Einfluss habe ich momentan auf die Situation?
Was wäre die Konsequenz, wenn ich das Ziel nicht erreichen?

In unserem Beispiel könnte es sein, dass junger Mann am Ende des Studiums in einem WG wohnt, wo viel und ausgiebig gefeiert wird. Da er sich ablenken lässt und mitmacht, beschäftigt er sich immer weniger mit seinem Studium und das hat seine Konsequenzen.

Options / Möglichkeiten
Es ist nicht so einfach selbst neue mögliche Optionen zu finden. Versucht mit jemandem das zu besprechen, aber möglichst so, dass dieser Mensch nur Fragen stellt und keine Lösungen anbietet. Lösungen sollen von euch kommen. Inhaltlich geht es nicht darum, eine „richtige“ Alternative zu entwickeln; stattdessen sollen zunächst möglichst viele Alternativen entwickelt werden. Jede Idee soll, egal wie widersinnig sie erscheint, schriftlich festgehalten werden.

Fragen:
Was kann ich unternehmen, um das Ziel zu erreichen?
Was sind meine Optionen?
Was hat in der Vergangenheit gut funktioniert?
Was wäre, wenn…?
Welche Alternativen können mir die besten Resultate bringen?
Wenn da noch etwas wäre, was könnte es sein?

Unser Student könnte sich überlegen, welche Möglichkeiten er hätte, um sein Ziel zu erreichen. Es wäre möglich z.B. eine neue Bleibe zu finden oder einen anderen Platz zum Lernen, vielleicht eine neue Clique, die sich mehr auf das Lernen konzentriert.

Will / Nächster Schritt
In der letzten Phase wird versucht, die Frage schriftlich zu beantworten, was nun genau zu tun ist, das heißt Entscheidungen werden getroffen und ein fest umrissener Arbeitsplan aufgestellt.

Die Fragen zu dieser Phase:
Wofür entscheide ich mich?
Was werde ich tun? Was kommt als Erstes?
Welche Zwischenschritte benötige ich?
Ist die geplante Handlung wirklich zielführend?
Wann werde ich es tun?
Welche Hindernisse könnten mir auf diesem Weg begegnen?
Wen soll ich darüber informieren?
Welche Ressourcen werde ich brauchen?
Welche Unterstützung benötige ich für die Zielerreichung?
Wie und wann werde ich diese Unterstützung erhalten?
Welche weiteren Überlegungen kommen mir in den Sinn?

Unser Student hat sich für einen Umzug entschieden und sucht nach einer neuen Wohnung. Inzwischen hat er sich entschieden bislang zu seinen Eltern ziehen, um von da aus, eine neue Bleibe zu suchen und sich erstmal in Ruhe seinem Studium widmen.

Hier ist ein Video mit einem einfachen Beispiel aus dem Berufsalltag. Es ist leider auf Englisch, aber doch leicht verständlich.

Euer Roman

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Wie komme ich zu mehr Gelassenheit im Leben

Hallo zusammen,

heute möchte ich euch ein paar Möglichkeiten vorstellen, die sehr hilfreich sind, um auf jemanden oder etwas gelassener zu reagieren. Im Leben gibt es immer wieder Momente oder Situationen, in denen unsere Mitmenschen uns enttäuschen, unseren Erwartungen nicht gerecht werden. Wir reagieren darauf auf verschiedene Weise und manchmal dauert es sehr lange, bis wir uns wieder beruhigen und diesen Vorfall vergessen können.

Stellt euch vor, ihr habt eine Verabredung, aber euer Date kommt nicht und ruft nicht an. Ihr könnt sie oder ihn nicht erreichen. Es ist richtig bitter und ihr seid sauer, verärgert, niedergeschlagen oder traurig.
Es gibt einige Möglichkeiten mit dieser und ähnlichen Situationen umzugehen. Wir können uns einen Plan schmieden, wie wir uns rächen oder auf einmal den ganzen Ärger und Schmerz auf dieser Person herauslassen, wir können vielleicht so tun, als ob für uns das nicht wichtig wäre und wir würden über die Situation stehen, wir können anfangen die Person zu meiden oder umgekehrt ein Gespräch mit ihr zu suchen, um die Sache zu klären. Bevor ihr aber etwas tut, könntet ihr auch die Situation etwas genauer betrachten und eventuell die besser verstehen.

Ich will euch einige Ideen vorstellen, wie ihr solche Situationen schneller abhacken könnt, allgemein weniger Stress habt und doch dabei die meisten eure Beziehungen als etwas Positives wahrnimmt. Zuerst geht es um Verständnis und Wahrnehmung.

1) Jeder Mensch ist ein Star in seinem Leben.

Jeder ist ein Hauptdarsteller in seiner Welt. Alle anderen sind Statisten oder spielen höchstens Nebenrollen. Er verbringt doch täglich 24 Stunden mit sich selbst und ist mit eigenem Überleben beschäftigt. Man kann sagen jeder denkt die meiste Zeit an sich. Es ist aber legitim und in Ordnung. Es war für mich nicht ganz leicht das anzunehmen, weil ich dachte, dass ich keine egoistische Neigung in mir habe. Ich denke aber die meiste Zeit an mich und meine Angelegenheiten. Dann ist es wahr. Wie ist es bei euch?

2) Ich bin auch nicht vollkommen.

Wer ist der Heilige hier? Ich habe noch keinen kennengelernt. Alle machen Fehler und ich auch, täglich. Ich bin nicht vollkommen und erwarte das auch von niemandem.

3) Höhe Erwartungen.

Wir wissen alle, wie es richtig ist und wie es laufen soll. Wir haben Ziele und Träume. Alles wird genau geplant und dann passiert etwas Unerwartetes, alles ist hin, wir sind enttäuscht und am Ende. Wir haben erwartet, dass die Person etwas für uns tut, hat sie aber nicht geschafft. Kann es sein, dass wir zu viel von ihr erwartet oder unsere Wünsche für ihre gehalten haben? Wir haben uns ausgedacht, wie es laufen soll und das ist nur ein Plan und das, was passiert ist, ist die Realität. Wir haben uns getäuscht, wieso hat dann diese Person die Schuld. Wir wissen nicht genau, was sie denkt, wie sie denkt, wie sie reagieren und handeln wird, aus welchem Grund erwarten wir, dass sie das tut, was uns gefällt?

4) Er hätte es besser gemacht, wenn er das besser hätte tun können.

Die meisten Menschen betreiben keine Sabotage und sind nicht von Natur böse. Die konnten unter diesen Umständen und mit ihren Möglichkeiten und Kompetenzen das nicht besser machen. Überlegt euch, wie verhält ihr euch bei einem euren Fehler? Wir hätten es gern vermieden und besser gemacht, aber in dieser Situation ging es leider nicht anders.

5) Wenn es passiert ist, dann sollte es passieren.

Ich bin so ein Mensch, ich glaube, dass alles in dieser Welt nicht umsonst ist. Wenn etwas geschieht, dann nicht ohne Grund. Diese Situation hat mit mir zu tun, sie ist in meiner Welt passiert. Was will sie mir sagen? Möglicherweise ist da etwas Gutes für mich. Vielleicht soll ich etwas verstehen oder versteckt sich eine Lehre für mich. Das Leben weiß, was ich für meine Entwicklung brauche und das bekomme ich auch, egal wie unangenehm oder schwer das anzunehmen ist. Dann übe ich mich in Demut.

6) Ich kenne nicht alles.

Ich kann nicht die ganze Geschichte kennen, die hinter dieser Situation und diesem Menschen steht. Welche (für mich) richtigen Entscheidungen kann ich von ihm erwarten, wenn ich selbst nicht Mal eine Minute in seinem Körper war und verstehe nicht, wie er tickt. Ich kann mir nicht mal vorstellen, wie und was bei ihm im Kopf und im Leben abgeht, welche Erfahrungen er im Leben hatte und welche Schlüsse er daraus gezogen hat. Alles sind bloß meine Gedanken und Vorstellungen über den Menschen und seine Möglichkeiten. Und, wenn ich mich jetzt ärgere oder traue, dann hat es mit mir zu tun und nicht mit ihm.

7) Möchte ich glücklich sein oder recht haben?

Die Frage: „Ist es mir jetzt wirklich wichtig, sich durchzusetzen und recht zu behalten oder will ich einfach glücklich sein?“, hilft bei solchen Situationen sehr gut. Bin ich wirklich an einer Eskalation des Konflikts interessiert oder kann ich alles dabei belassen? Eine Antwort auf diese Frage könnte mir schon gleich mehr Ruhe geben oder eventuell noch Jahre dauernder Stress schenken.

8) Nicht alle sind gleich empfindlich.

Nach meiner Meinung empfinden wir verschiedene Situationen auf unterschiedliche Weise und was für Einen eine Kleinigkeit bedeutet, kann einen Anderen in eine tiefe Krise stürzen. Ich glaube, es hängt davon ab, welche Erfahrungen wir im Leben gemacht haben und wie viel Schmerz wir seitdem mit uns tragen.
Es gibt auch Menschen, die können wenig bis gar nicht nachempfinden, was in dem Anderen passiert, weil ihre eigenen Emotionen und Gefühle zum Teil vom Bewusstsein abgetrennt sind.

9) Wir leiden alle.

Denkt darüber nach, wenn ein Mensch uns aus irgendwelchen Gründen enttäuscht hat, sind wir sehr wahrscheinlich nicht die Ersten und nicht die Letzten auf seinem Weg. Was meint ihr, ist es einfach eine Enttäuschung zu sein? Es kann gut sein, dass der Mensch viel Schmerz in seinem Inneren trägt und versucht sein Leben irgendwie auf die Reihe zu kriegen. Oft leiden diese Menschen viel mehr als wir.

Jetzt möchte ich gern euch einige Methoden vorstellen, mit denen ihr solche Situationen lösen könnt.

1) Reframing
Diese Technik ist eine Methode aus dem NLP (Neuro- Linguistisches Programmieren). Das Konzept wurde allerdings von Virginia Satir entwickelt. Die Methode wird gern im Coaching benutzt, um Coachee / Klienten sein Verhalten aus einem anderen positiven Winkel zu zeigen.
Zum Beispiel beim Kontextreframing wird ein positiver Wert in einem bestimmten Verhalten definiert. In jedem Verhalten gibt es ein positiver Grundkern oder eine gute Absicht. Wir sollen es nur finden. Das muss nicht unbedingt der Wahrheit entsprechen, aber das kann für unser Wohlbefinden viel tun.
Wenn wir zurück zu unserem Beispiel mit dem geplatzten Date gehen, dann könnte etwas dazwischengekommen sein und vielleicht blieb die Nachricht aus, weil der Handy-Akku leer ist. Und wenn nicht, dann versucht die Person uns eventuell vor noch mehr Schmerz und Enttäuschung zu schützen und Angst hat, es uns ins Gesicht zu sagen. Das ist alles nur eine Vermutung, aber die kann uns helfen diese Enttäuschung schneller zu verarbeiten.

2) Wird diese Enttäuschung in 5 Jahren noch genauso wichtig sein?

Diese Frage gibt uns die Möglichkeit aus der Zukunft auf dieser Situation einen Blick zu werfen und zu entscheiden, ob wir uns unbedingt mit der Sache weiterbeschäftigen wollen oder nicht. Das kann helfen die Kirche im Dorf zu lassen und den Vorfall schnell zu vergessen.

3) Was würde eine gelassene Person an meiner Stelle tun?

Habt ihr eine Person in eurem Leben, eine schon verstorbene, lebende, fiktive oder echte, die euch in Sachen Gelassenheit als Vorbild dient? Dann fragt euch, was diese Person an eure Stelle tun würde.

4) Dieser Person gedanklich vergeben

Wenn zumindest eine von meinen Vorschlägen bei euch funktioniert hat, dann könnt ihr auch etwas weitergehen. Es geht darum diese Person zu verzeihen. Sie wusste wahrscheinlich nicht, was sie tut oder konnte das nicht ändern. Dieser Person zu vergeben macht euch freier von den negativen Gefühlen, die nur euch schaden. Die Situation bleibt dann als bloße Erinnerung ohne emotionalen Hintergrund da.

Wenn es gewünscht und möglich ist, gebt dem Menschen eine zweite Chance. Sprecht darüber, erzählt, wie ihr euch fühlt und was ihr erwartet, dann gebt ihm eine Möglichkeit nächstes Mal alles besser zu machen. Die beiden Seiten werden sich etwas besser fühlen und eure Beziehung kann noch positive Momente erleben.

Euer Roman

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Wie lerne ich zu lieben

Hallo zusammen,
ich habe diese Woche einige Fragen zu meinem letzten Bericht „Sprache der Liebe“ bekommen und möchte gern darauf eingehen und versuchen die zu beantworten. Es geht um fehlende Liebe, schlecht laufende Beziehungen, Einsamkeit und was man dagegen tun kann. Ich stelle euch zwei interessante Videos, eine schöne Geschichte, meine Kommentare und Erfahrungen zur Verfügung.

Frage 1.
Ich denke, ich habe niemandem in meinem Leben, den ich lieben könnte und mich liebt auch keiner. Was kann ich tun?

Ich habe in meinem Leben eine Zeit lang ähnliche Gedanken gehabt. Nach meiner Meinung damals gab es niemandem, den mir nah stand. Hier meine ich nicht nur einen Partner, sondern generell Beziehungen mit meiner Umwelt. Alle meine Beziehungen waren, nach meiner Meinung, nicht perfekt, überall hatte ich etwas zu meckern. Und in diesem Satz ist schon der Wurm drin, eher zwei. Der erste ist „nach meiner Meinung“ und der zweite „nicht perfekt“.
Unsere Sicht der Dinge ist oft betrübt und verzerrt, nicht selten spüren wir nicht, wo die Beziehung steht und wie die Menschen uns finden. In diesem Fall kann ich nur empfehlen mit euren Mitmenschen darüber zu reden. Über eine Beziehung zu reden ist nicht so einfach, man macht sich nackig und verwundbar. Es wird euch aber helfen besser einander zu verstehen und euch näher zueinander bringen. Klarheit, Ehrlichkeit und Offenheit in einem Gespräch können Wunder wirken. Welche Menschen wolltet ihr um euch haben? Sollen sie auch ehrlich und offen mit euch sein? Jemand muss damit beginnen…

Oft befürchten wir, dass so ein Gespräch ein Ende der Beziehung bedeuten könnte. Stellt euch bitte die folgenden Fragen: Wie lange habe ich schon diese Beziehung? Wieso sind diese Menschen so lange mit mir zusammen? Warum haben sie unsere Beziehung noch nicht beendet? Und wenn sie immer noch mit mir sind, könnte es sein, dass ich ihnen wichtig bin? Aus welchem Grund sollen sie denn ausgerechnet jetzt die Beziehung beenden?

Häufig haben wir auch eine oder mehrere Vorstellungen, wie die Beziehungen und unsere Mitmenschen aussehen, denken, sich verhalten und handeln sollen. Und, wenn irgendetwas zu unseren Vorstellungen oder Erwartungen nicht passt, dann ist der Mensch fehlerhaft und ihm wird einen Laufpass gegeben oder er wird auf Distanz gehalten. Ich habe schon über Erwartungen und Schubladendenken geschrieben und will mich hier nicht wiederholen. Die Links sind unten.
Ich habe die Meinung, dass es nur ganz, ganz wenige „perfekten“ Menschen gibt, die vollkommen unseren Erwartungen entsprechen. Perfekt machen wir eine Beziehung nur selbst. Dafür aber sollte man etwas tun und der erste Schritt wäre, darüber zu reden. Wie sieht für euch eine gute Beziehung aus? Wie wolltet ihr es, wie sollen die Menschen euch behandeln? Schreibt es auf. Dann fragt auch die anderen, wie möchten sie behandelt werden. Dann wisst ihr, wie es geht. Sagt, was ihr denkt, was ihr fühlt, was ihr wollt und ihr werdet Wunder erleben.

Frage 2.
Ich weiß nicht so richtig, wie ist es denn, jemandem zu lieben. Ich spüre auch fremde Liebe nicht. Was bedeutet eigentlich zu lieben? Ich kann die Liebe in mir nicht fühlen.

Ich hatte mir mal schon diese Frage gestellt. Was ist die Liebe? Wie kann ich dieses Gefühl erfassen oder fühlen, mir genau ansehen? In unsere Familie lebte mehrere Jahre eine liebevolle Katze. Ich denke, die war die erste, von der ich das bedingungslose Lieben gelernt habe. Ich war immer sehr glücklich, mit ihr etwas Zeit verbringen zu können. Auch, wenn ihr Mal einen Hund gehabt habt, dann wisst ihr, wovon ich rede. Seinen Besitzer liebt er über alles. Viele Haustiere wissen schon von Geburt an, was das Wichtigste im Leben ist und können in diesem Bereich gute Lehrer sein.

Frage 3.
Ich suche schon sehr lange, aber finde immer nicht die richtigen Menschen und werde von ihnen nicht wertgeschätzt oder schlecht behandelt. Was tue ich denn falsch?

Ich war auch Mal in so einer Situation. Ich bin so ein Mensch, ich beginne erst Mal die Fehler bei mir selbst zu suchen. Damals habe ich in einem Buch einen interessanten Gedanken gelesen. Der hat mich schon nachdenklich gemacht. Es gab da eine Frage: „Liebe ich mich selbst?“ Wenn die Antwort negativ ausfällt, stellt sich die weitere Frage: „Wieso sollen die anderen Menschen mich besser behandeln, als ich das selbst tue?“ Das war für mich unerwartet und hat mich hart getroffen. Daran ist aber etwas Wahres, wenn wir uns nicht akzeptieren/nicht lieben, spüren die Menschen das auf einer unbewussten Ebene und behandeln uns entsprechend. Da ist etwas, was wir verstehen sollen und eventuell uns ändern. Die Liebe zu sich selbst erhöht die Qualität unsere Beziehungen. Es wäre schön, wenn alle uns einfach so wertschätzen würden, zu uns nett und verständnisvoll wären, aber anscheinend ist es schwer umsetzbar. Links zu den Artikeln über Selbstliebe sind unten.
Es kommt hinzu, dass wir oft sagen: „Die anderen sollen mich akzeptieren, so wie ich bin!“. Dabei vergessen wir manchmal, dass unsere Mitmenschen für sich das auch wollen. Sind wir dazu bereit, den Wunsch aufzugeben, die Menschen ändern zu wollen?
Die Beziehungen sind für die meisten Menschen etwas Tolles und lebensnotwendig. Ich kenne aber viele Menschen, die introvertiert, Einzelgänger oder mehr mit sich selbst beschäftigt sind. Die kommen gut ohne Beziehungen zurecht. Manche spüren aber diesen gesellschaftlichen Druck, dass sie sozial aktiv und kompetent sein sollen. Fragt euch, ob der Wunsch nach einer guten Beziehung wirklich von Innern kommt und nicht von außen, weil „so was alle haben sollen“.
Ich kann nur empfehlen weiter zu suchen. Es gibt so viele nette, tolle, freundliche Menschen in dieser Welt. Sie suchen das Gleiche wie wir…

Eine schöne metaphorische Geschichte zum Thema.

Der kleine Baumwollfaden

Es war einmal ein kleiner Baumwollfaden. Der hatte Angst, dass er, so wie er war, nicht ausreicht: „Für ein Schiffstau bin ich viel zu schwach“, sagte er sich, „und für einen Pullover zu kurz. An andere anzuknüpfen, habe ich viel zu viele Hemmungen. Für eine Stickerei eigne ich mich auch nicht, dazu bin ich zu blass und farblos. Ja, wenn ich aus Lurex wäre, dann könnte ich eine Stola verzieren oder ein Kleid. Aber so! Es reicht nicht! Was kann ich schon? Niemand braucht mich. Niemand mag mich – und ich mich selbst am wenigsten.“ So sprach der kleine Baumwollfaden, legte traurige Musik auf und fühlte sich ganz niedergeschlagen in seinem Selbstmitleid.

Da klopfte ein Klümpchen Wachs an seine Tür und sagte: „Lass dich doch nicht so hängen, du Baumwollfaden. Ich habe da so eine Idee: Wir beide tun uns zusammen. Für eine Osterkerze bist du zwar als Docht zu kurz und ich habe dafür nicht genug Wachs, aber für ein Teelicht reicht es allemal. Es ist doch viel besser, ein kleines Licht anzuzünden, als immer nur über die Dunkelheit zu jammern!“

Da war der kleine Baumwollfaden ganz glücklich, tat sich mit dem Klümpchen Wachs zusammen und sagte: „Nun hat mein Dasein doch einen Sinn.“
Und wer weiß, vielleicht gibt es in der Welt noch mehr kurze Baumwollfäden und kleine Wachsklümpchen, die sich zusammentun könnten, um der Welt zu leuchten?

                                                                                                 Autor ist leider unbekannt

Ich denke, es stimmt nicht, dass uns keiner braucht. Wir sind doch hier in dieser Welt, dann werden wir anscheinend für irgendetwas gebraucht. Möglicherweise haben wir den genauen Grund dafür noch nicht gefunden, aber eins muss es geben, sonst wären wir nicht da. Und, wenn wir schon da sind, können wir uns selbst lieben lernen. Dann, bin ich mir sicher, klappt es auch mit den Mitmenschen.
Guckt euch um, überall sind Menschen, bekannte und unbekannte. Sie sind alle mögliche Kandidaten für einen tollen Zeitgenossen. Sie sind potenzielle liebende Verwandten, tolle Freunde, gute Bekannten, hilfsbereite Kollegen und nette Nachbarn. Vielleicht sehen wir einfach diese Menschen noch nicht in dieser Rolle? Möglicherweise haben wir die noch nicht richtig kennengelernt?

Erwartungen

Schubladendenken

Selbstliebe

Selbstliebe 2

Euer Roman

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Sprache der Liebe

Hallo zusammen,

heute stelle ich euch ein Konzept vor; in dem werden 5 Möglichkeiten präsentiert, wie man Liebe oder Zuneigung richtig wahrnehmen und ausdrücken kann. Dazu kommen ein Erklärungsvideo, ein Test, meine Kommentare und ein toller Animationsfilm, wie man das Thema praktisch angeht.

Nach meiner Meinung haben die meisten Menschen das Bedürfnis zu lieben und geliebt zu werden. Wenn wir diese Bedürfnisse in unserem Leben befriedigt haben, fühlen wir uns glücklicher und das Leben scheint uns leichter und erfreulicher zu sein. Wir haben mehr Energie und sind fit für die großen Herausforderungen und Aufgaben. Wenn die beiden Bedürfnisse nicht erfüllt sind, dann spüren wir, dass in unserem Leben etwas fehlt, alles ist schwerer und wir haben weniger Freude am Leben.

Das Konzept „5 Sprachen der Liebe“ stammt von einem US-amerikanischen Pastor, Paar- und Beziehungsberater und Buchautor Gary Chapman. Er vergleicht die persönliche Liebessprache jedes Individuums mit einer Fremdsprache. Wenn zwei Menschen mit unterschiedlichen Sprachen in einer Beziehung aufeinandertreffen, kann eine Kommunikation zwischen den beiden schwierig werden. Wenn zumindest einer der beiden Partner die Sprache der anderen versteht oder erlernt, wird die gemeinsame Kommunikation besser laufen. Am besten wäre es aber, wenn die beiden die Sprache der anderen verstehen und verständlich auch eigene Bedürfnisse kommunizieren. Dann werden sie sich verstanden fühlen und weniger Konflikte haben.

Etwas ausführlicher erklärt das Konzept das folgende Video:

Ich finde, man braucht nicht nur die Sprache des Partners zu kennen, sondern auch wirklich wollen mit ihm weiterhin zusammen sein und ihn lieben.
Dieser Wünsch bedeutet, auch die Initiative zu übernehmen, bewusst etwas Positives,  etwas Gutes unserem Gegenüber zu tun. Wir sollen ihm unsere Liebe zeigen, sein Leben erleichtern oder ihm verständlicher machen, dass er etwas Besonderes ist.

Lob und Anerkennung

Wir können unsere Zuneigung verbal und nonverbal ausdrücken; zum Beispiel über Lob, Komplimente, anerkennende oder verständnisvolle Worte; die einfachen „Ich mag dich, ich habe dich lieb oder ich liebe dich“ helfen uns dabei. Diese Worte sollen aber nicht nur Zuneigung ausdrücken, sondern auch ehrlich gemeint sein. Sonst kommen die Menschen dahinter und werden uns in Zukunft keinen Glauben schenken. Es wäre besser, wenn wir diese Worte nicht mit Kritik oder etwas Unangenehmen zusammenmischen. Sonst werden die nicht die erwünschte Wirkung haben. Wir können es verbal oder mit Körpereinsatz tun, mithilfe unserer Mimik und Gestik, durch Grußkarten fremder oder eigener Herstellung, durch Briefe, durch Schulterklopfen usw.

Zweisamkeit – die Zeit nur für euch beiden

Das bedeutet, zusammen Zeit zu verbringen, gemeinsam etwas zu tun und dabei die volle Aufmerksamkeit des anderen zu genießen. Es geht hier um die Zeit, die wir bewusst  miteinander verbringen. Diese uneingeschränkte Aufmerksamkeit ist sehr wichtig und wird von vielen Menschen in hohem Maße geschätzt. Da helfen gemeinsame Spaziergänge, Reisen, Gespräche, gemeinsame Hobbys oder Restaurantbesuche. Es ist nicht genug zusammen in einem Raum etwas Zeit zu verbringen und mit eigenen Dingen beschäftigt zu sein. Schlecht auf die Beziehung könnten eine längere Isolation und oft vorkommende Zeiten der Trennung auswirken.

Geschenke

Mit den Geschenken ist nicht immer alles einfach. Manchmal ist es ein fast obligatorisches Muss, wenn es um Feiertage oder Geburtstage geht. Es ist leider manchmal so, dass danach keiner so richtig glücklich damit ist. Nichtsdestotrotz sind Geschenke eine von den Sprachen der Liebe. Die sollen das Leben eines Anderen besser machen und sagen, dass wir jemanden mögen und an ihn gedacht haben. Wenn wir einen wichtigen Tag, Geburtstag oder Hochzeitstag vergessen haben oder zu geizig sind, etwas zu schenken, könnte das auch eine negative Auswirkung auf unsere Beziehung haben. Man muss nicht unbedingt etwas sehr Teures schenken, das könnte auch eine selbstgebastelte Kleinigkeit sein. Sehr gut passen dazu neue Erlebnisse, Eindrücke, Erfahrungen, Empfindungen oder Emotionen, eine Überraschung oder einfach etwas Zeit und Aufmerksamkeit.

Hilfsbereitschaft

Jemandem zu helfen ist auch eine von Möglichkeiten unsere Zuneigung und Liebe zu zeigen. Manchmal kostet es uns gar nicht, gelegentlich müssen wir uns wirklich anstrengen und unsere eigenen Prioritäten zurückstellen. Das könnte eine kleine Unterstützung im Haushalt sein, wie die Hilfe beim Saubermachen oder eine große, wie das Angebot einer Bluttransplantation. Es hat keinen guten Einfluss auf eine Beziehung, wenn wir Bitten unseres Partners ignorieren oder vergessen, was wir versprochen haben. Ihr könnt einfach fragen: „Wie kann ich dir helfen?“ oder „Was soll ich tun?“ und das ist schon eine Geste der Zuneigung, das zeigt eure Bereitschaft etwas zu tun. Manchmal kriegen wir kein Dank dafür, seid dazu bereit und denkt dabei, ihr macht das für euch und eure Beziehung. Es wäre besser, wenn wir unsere Hilfe freiwillig anbieten, dann fühlen wir uns dabei wie große Helden, die jedes Problem lösen können.

Zärtlichkeit

Berührungen bedeuten emotionale Nähe und nicht nur physischer Kontakt. Viele Menschen sind etwas zurückhaltend, was das angeht und ich kann das sehr gut verstehen.  Aber wir können doch einem Freund auf die Schulter klopfen oder jemanden umarmen, wenn ihm schlecht geht. In den Beziehungen ist es viel wichtiger, es zeigt wie nah wir einander stehen oder stehen wollen. Viele Menschen brauchen diese Nähe und fühlen sich geliebt, wenn sie von anderen berührt werden. Ich weiß, wie schwer es ist mit einem Menschen zu bleiben, der weint, Angst hat oder zornig ist. Aber genau in diesem Moment fühlt er sich verletzt und braucht Unterstützung. Wir sollen nicht unbedingt etwas sagen, wir können bei ihm bleiben, umarmen, berühren oder streicheln. Es wird schlecht ankommen, wenn wir nichts tun, eine Predigt halten oder gar Missachtung zeigen.

Hier findet ihr einen Test aus 30 Fragen, um zu sehen, welche Sprache benutzt ihr am meisten.

Ich denke, dass alle diesen Sprachen der Liebe und meine Tipps nicht nur für unsere Partner bestimmt sind. Die sind für alle Mitmenschen, die täglich mit uns zusammen sind: für Verwandten, Kinder, Freunde, Kollege, Bekannten und Fremden. Nach meiner Meinung brauchen wir alle Liebe. Dieses Modell hilft uns zu verstehen, welche Sprache jetzt, in gegebene Situation gebraucht wird, um Liebe und Zuneigung zu zeigen.

Wenn jemand noch mehr Informationen zum Thema „Wie komme ich mit meinen Mitmenschen gut aus?“ haben möchte, unten habe ich eine Reihe meiner früheren Artikel mit vielen praktischen Tipps als Links zugefügt.

Euer Roman

Wissenschaft des Friedens

Wissenschaft des Friedens 2

Wissenschaft des Friedens 3

Wissenschaft des Friedens 4

Wissenschaft des Friedens 5

Wissenschaft des Friedens 6

Wissenschaft des Friedens 7

Wissenschaft des Friedens 8

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Motivation und Motive

Hallo zusammen,

heute stelle ich euch ein Modell /ein Konzept der Motivation vor. Das lässt uns herausfiltern, was uns im Leben wirklich antreibt, was für uns wichtig ist. Dazu kommen ein Video, eine Übung und eine Möglichkeit eigene Motive etwas besser zu verstehen.

Das Modell kommt von einem amerikanischen Psychologen Steven Reiss. Er hat in den 90er Jahren 16 Motivationsprofile entwickelt, die uns helfen können, einzuschätzen, welche Motive uns antreiben. Er fand in mehreren Studien heraus, dass das Verhalten und Handeln jedes Menschen dauerhaft von 16 fundamentalen Werten und Bedürfnissen bedingt werden. Seine Lebensmotive bestimmen unser Verhalten von innen her – sie motivieren uns „intrinsisch“. Unten, im Video gibt es eine Erklärung, was das bedeutet.

Die 16 Motive mit Beschreibung:

1. Anerkennung:

Bedürfnis nach Einbeziehung und auch Bedürfnis danach, Kritik und Ablehnung zu vermeiden.

2. Beziehungen:

Bedürfnis nach Freundschaft, nach sozialen Beziehungen, nach Gesellschaft.

3. Macht:

Bedürfnis danach, andere dem eigenen Willen zu unterwerfen oder zumindest zu beeinflussen.

4. Ehre:

Bedürfnis danach, sich moralisch zu verhalten, eigenen Prinzipien treu zu bleiben, auch ein Ansehen, aufgrund offenbaren oder vorausgesetzten, sittlichen Wertes, zu genießen.

5. Eros /Sinnlichkeit:

Bedürfnis nach Sexualität, auch nach Schönheit, Ästhetik, Kunst.

6. Essen:

Bedürfnis nach Nahrung, den Hunger zu stillen und Essen zu genießen.

7. Familie:

Bedürfnis danach, seine eigenen Kinder großzuziehen, fürsorglich für eigene Familie zu sein.

8. Idealismus:

Bedürfnis nach sozialer Gerechtigkeit, nach Verantwortung im Bezug auf Fairness in der Welt oder auch Bedürfnis ein Altruist zu sein.

9. Körperliche Aktivität:

Bedürfnis danach, seine eigenen Muskeln zu bewegen, nach körperlicher Aktivität (Arbeit oder Sport), nach Bewegung.

10. Neugier:

Bedürfnis nach neuem Wissen, nach neuen Erfahrungen.

11. Ordnung:

Bedürfnis nach Struktur, Klarheit und Organisation.

12. Rache / Konkurrenz:

Bedürfnis danach, sich mit jemandem zu vergleichen oder mit jemandem abzurechnen.

13. Ruhe:

Bedürfnis nach innerem Frieden, nach geistiger und emotionaler Stabilität und Gelassenheit.

14. Sparen:

Bedürfnis danach, materielle Dinge / Güter zu sammeln und sich Vorräte anzuhäufen.

15. Status:

Bedürfnis nach sozialer Anerkennung / Prestige, nach öffentlichem Ansehen.

16. Unabhängigkeit:

Bedürfnis nach Eigenverantwortlichkeit / Autonomie.

Jetzt möchte ich gern euch eine kleine Übung geben. Welche von diesen 16 Motiven könnte der Junge im folgenden Video haben? Ist es vielleicht nur eins oder ein ganzes Bündel, was ihn antreibt? Was meint ihr?

Jetzt geht es um euch. Hier findet ihr einen Selbsttest zur Ausprägung von unseren Motiven. Der ist etwas vereinfacht und verkürzt, aber für das erste Kennenlernen vollkommen ausreichend. Ich habe auch eine Seite gefunden, wo alle diese Ausprägungen von Motiven und Testergebnisse gut erklärt werden.

Wenn wir unsere, innere Motive kennen, dann können wir bis zu einem gewissen Grad unser Verhalten verstehen und voraussagen. Es könnte klarer werden, aus welchem Grund etwas nicht vorangeht. Eventuell arbeiten zwei Motive gegeneinander. Zum Beispiel, ich will einen hohen Status und gleichzeitig emotionale Ruhe haben. Oder ich will mit allen Mitteln an die Macht und muss das mit meinem Idealismus klären. Wir können eventuell auch sehen, welche von unseren Motiven und Bedürfnissen vernachlässigt sind und vielleicht versuchen dann die in Zukunft besser abzudecken oder zu befriedigen.

Euer Roman

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Vorteile von Fehlern

Hallo zusammen,

heute würde ich gern über das Thema Fehler und deren Vorteile sprechen. Ich habe ein Video, meine Erfahrungen und Gedanken zum Thema und eine Filmempfehlung für euch vorbereitet.

Ich habe in meinem Leben viele Fehler gemacht. Noch vor ein paar Jahren war ich ein unsicherer Pessimist, weil ich wusste, dass jeder Anfang, jedes neue Thema bei mir erst mit Schwierigkeiten nach vorne geht. Bei jeder Entscheidung habe ich sehr lange überlegt, wie mache ich das oder jenes. Es war sehr oft ein Kampf mit sich selbst.
Ich glaube, dass bei mir jeder neu gemachte Fehler mit einer Erinnerung an einer Niederlage aus meiner Vergangenheit verbunden wird. Ich verbockte Mal etwas und wurde auf irgendeine Weise bestraft. Bei der Bestrafung handelte es sich fast immer um eine Ablehnung mich als Person. Der Verlust der Liebe oder einer normalen Beziehung / Behandlung war für mich in meiner Kindheit sehr unangenehm.
Später hatte ich bei jedem Fehler Angst, dass ich wieder bestraft werde und es wird wieder schmerzhaft. Ich bin trotzdem mit etwas begonnen und neue Sachen ausprobiert. Es war meistens sehr schwer für mich, bevor ich mit etwas begann, später ging es wieder.

Vor ca. 3 Jahren habe ich darüber mit einer Freundin gesprochen und sie hat mir einen Tipp gegeben. Ich soll mich bereit erklären mein ganzes Leben lang in dieser Hölle zu verbringen. Das bedeutet, dass ich von allen meinen Fehlern, Krisen, Konflikten nicht weglaufen soll oder mit allen Kräften versuchen die zu vermeiden, sondern akzeptieren, dass die für immer bei mir bleiben. Anders gesagt, ich soll aufgeben einen Widerstand zu leisten und mein Leben so annehmen, wie es ist. „Ja, ich bin der größte Fehlermacher und Krisenanzieher der Welt, das ist mein Kreuz und ich trage es bis zum Ende des Lebens.“  Als ich das angenommen habe, ist mein Leben viel leichter geworden. Wenn ich die Sachen jeden Tag habe, dann ist es nun Mal mein Alltag. Wieso soll ich mich dann aufregen?

Ich finde, unter Fehlern verbergen sich auch viele Vorteile.
– Die lehren uns Demut. Das bedeutet für mich, dass ich am Boden bleiben soll, egal ob etwas geklappt hat oder nicht. Meine Haltung dazu wäre dann zum Beispiel: „Manchmal geht es bergauf, manchmal seitwärts, alles vergeht und es gibt noch viel zu lernen.“
– Dadurch kann unser Charakter stärker werden und wir gleichzeitig anpassungsfähiger.
– Apropos Lernen, ich lerne dabei vielmehr über mich selbst und über die Umwelt, als wenn ich gewinne oder keinen Fehler mache. Es hängt aber viel damit ab, wie tief wir graben wollen, um etwas zu verstehen.
– Beim nächsten Mal werde ich das wahrscheinlich besser hinkriegen.
– Ich habe schon irgendwo Mal gehört: „Es gibt keine Fehler, sondern nur Erfahrung.“ Ich stimme dem zu und es gibt davon meistens reichlich. Wir können alles einsammeln, um später darüber nachzudenken und zu verarbeiten.
– Wenn ich ständig aus meinen Fehlern lerne, dann werde ich immer besser und entwickle mich weiter.
– Durch Fehler findet man ab und zu auch Freunde (neue und alte), die nehmen uns dann, so wie wir sind und auch in schlechten Zeiten.
– Unsere Beziehungen können davon profitieren, wenn wir über unsere Fehler reden. Ich würde sagen: „Je mehr wir Fehler gemacht haben, desto besser kennen wir unsere Partner und Mitmenschen.“
– Wir werden menschlicher in den Augen der anderen.
– Wir müssen uns nicht ständig beweisen und unsere Vollkommenheit und Perfektion nicht aufrechterhalten. Das ist sehr anstrengend.
– Wir lernen zu verzeihen, weil wir selbst auch manchmal nach Vergebung suchen.
– Jeder Fehler bringt uns wieder zu uns selbst, zwingt uns nachzudenken, ob alles in unserem Leben richtig läuft oder, ob wir eventuell etwas ändern sollen.
– Mein Kollege sagte einmal, „Nur, wenn man nichts tut, begeht man keine Fehler.“  Wenn man das versteht, lebt und arbeitet man entspannter.

Seit 3 Jahren hat sich mein Verhältnis zu meinen Fehlern stark geändert. Ich weiß jetzt, was die aus mir gemacht haben. Ich bin aus dem unsicheren Pessimisten zu einem sicheren Anarchisten geworden. Das ist jetzt mein Leben – Fehler korrigieren, etwas optimieren, Krisen bewältigen und Konflikte lösen. Fehler sind ein Teil des Lebens und die helfen uns weiter zu kommen, natürlich, wenn wir das erkennen und annehmen.

Ich will euch einen guten Film vorstellen, in dem um einen Fehler geht und wie ein Mensch damit konfrontiert wird. Ich fand den sehr interessant und lehrreich.

Der Dieb der Worte

Euer Roman

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Abschied nehmen und würdigen

Hallo zusammen,
heute geht es um Silvester und Abschied vom Jahr 2018. Ich stelle euch eine gute Übung vor, um das Jahr Revue passieren zu lassen, es zu würdigen, auch ein wenig darüber nachzudenken, vielleicht aus vergangenen Ereignissen ein paar Einsichten zu gewinnen und Schlüsse zu ziehen. Dazu kommen ein schönes Video und meine Kommentare.

Wir beginnen mit der Übung. Warum sollen wir das Jahr zusammenfassen? Es geht darum, dass wir uns selbst dadurch und die Welt da draußen besser verstehen. Stellt euch vor, wir sammeln Geschenke, die uns das Jahr gegeben hat und die wir uns selbst geschenkt haben. Es geht auch um Erinnerungen und die können mit der Zeit aus unserem Gedächtnis verschwinden. Wenn wir das Jahr zusammenfassen, können wir jedoch alle wertvollen Dinge, die passiert sind, einsammeln und in unseren Alltag, in unser Bewusstsein integrieren und eventuell auch etwas im Leben verändern.

Die Übung nimmt etwas Zeit in Anspruch, aber hat mir schon mehrmals geholfen, das Geschehene zu verstehen, gehen zu lassen und eine neue Entwicklungsrichtung zu klären.

1) Verschafft euch nicht nur Zeit, sondern auch Raum und Ruhe für diese Übung.
Besorgt euch Papier (die Zettel können z.B. A6 entsprechen, 10,5 x 14,8 cm groß sein) und Kugelschreiber, am besten 3 verschiedene Farben.

2) Schreibt auf jedem Zettel ein Ereignis aus dem Jahr 2018 und platziert diese Zettel auf dem Boden oder auf einem großen Tisch. Es kann ein Wort oder ein Satz sein. Alle wichtige, große und kleine, angenehme und auch nicht. Bestimmt jeden Monat ist etwas passiert, was uns und unser Leben etwas verändert hat. Wir haben neue Taten vollendet, etwas aus der Welt erhalten, Erfahrungen gemacht, neue Eindrücke erhalten, neues Wissen gesammelt. Schreibt alle, die euch in den Sinn kommen, weil, wenn ihr euch an die erinnert, dann sind die auch für euch wichtig. Man kann die nach den Monaten ordnen. Dann habt ihr insgesamt 12 Stationen. Ihr könnt die Monate in einer geraden Linie auslegen oder als eine Figur präsentieren – „Schlange“, „Spirale“ usw.

3) Jetzt beginnen wir mit der Arbeit, wir fangen bei dem Dezember an und nehmen aus dieser Zeit ein Ereignis. Wir sehen uns es genau an. Erinnert euch daran, was damals alles los war? Wie war es für euch? Was ist genau passiert? Welche Erfahrungen habt ihr gemacht, welche Eindrücke gab es? Wer war dabei? Welches Wissen habt ihr gewonnen? Gab es Einsichten? Welche Maßnahmen habt ihr ergriffen und welche Ergebnisse habt ihr erzielt? Welche Projekte habt ihr begonnen oder abgeschlossen? Was ist neu in eurem Leben und mit wem gingen eure Wege auseinander? Neben jedem Ereignis schreibt bitte mit einer anderen Tinte, was es für euch darstellt, wofür steht es und welche Bedeutung, nach eurer Meinung, es hatte. Nach allen Geschehnissen im Dezember kommen wir zum November usw.
Sehr wichtig ist, dass ihr für jeden Zettel herausfindet – was für euch das bedeutete.
Dieses Nachdenken bei jedem Ereignis ist ein wichtiger Schritt. Es fiel mir auf, dass eine ganze Liste von Ereignissen, die ich als negativ empfand und die mir im Laufe des Jahres nicht sehr angenehme Momente bescherten, danach plötzlich als etwas sehr Wichtiges und Lehrreiches wahrgenommen wurde.

4) Jetzt sehen wir uns das Bild als Ganzes an. Gibt es da etwas, was zusammengehört, gibt es vielleicht ein System, eine Linie, die irgendwelche Schlüsse ziehen lässt, neue Gedanken bringt. Legen Sie diese Blätter irgendwie logisch (für euch selbst) und sehen Sie sich das Ganze an. Was für ein Bild entsteht da?
Diese Antwort kann euch zu einem neuen Punkt führen – hier öffnet sich eine neue Ansicht des gesamten Bildes. Und dies könnte der Anstoß für eine neue Vision für das kommende Jahr sein.

Eine neue Ansicht entsteht spontan im Prozess der Übung. Da es sich tatsächlich um eine Improvisationsübung handelt, können die Antworten sehr unterschiedlich sein. Zum Beispiel können einige Zettel euch in eine Richtung führen, andere – in andere. Oder alle Richtungen werden miteinander kombiniert. Einige Blätter mögen als unwichtig erscheinen, bei manchen wird man verstehen, dass die Zeit noch nicht gekommen ist, aber bei einigen anderen wird bereits alles erledigt sein. Es ist sinnvoll, die Antworten und Erkenntnisse mit einer weiteren Tinte festzuhalten.

5) Selbstreflexion. Wie geht es euch jetzt? Wie ist euer Zustand? Ist etwas Wichtiges für euch wieder in Erinnerung gekommen? Was habt ihr dabei gefühlt? Was hat euch überrascht?

Diese Übung hilft uns, auf einer bewussten und unbewussten Ebene zu arbeiten: uns daran zu erinnern und zu fühlen, was in jedem Monat des Jahres passiert ist – zu sehen, dass das Jahr nicht umsonst vergangen ist, dass es viele verschiedene Ereignisse hatte. Wir haben viel unternommen, viele neue Empfindungen erlebt und wir sind in der Lage, die Erfahrungen jedes Jahres als Ganzes zu integrieren, etwas Wertvolles ins neue Jahr zu nehmen, das sich in dem Vergangenen ereignet hat.

Wenn euch die Übung nicht gefällt, zu schwer oder zu kompliziert scheint, habe ich noch ein parat. Es braucht aber ein Videoschnittprogramm, z.B. wie „Moviemaker“. Ihr nimmt eure Fotos oder kurze Videos aus diesem Jahr und macht einen neuen Film daraus. Ihr könnt noch Musik darauf legen und habt dann eine schöne Erinnerung an dieses Jahr, die ihr im Schnelldurchlauf ansehen könnt.

Jetzt präsentiere ich euch ein schönes Video. Es geht um ein Wunder, alte Freunde und Freude am Zusammensein. Ich wünsche euch das alles im neuen Jahr zu vereinen.

Ich wünsche auch einen guten Rutsch und, dass ihr alle eure alten Freunde im neuen Jahr behält und viele neue findet. Einen guten und erfüllten Start in 2019!
Seid gesund und glücklich!

Euer Roman

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Frohe Weihnachten!

Hallo zusammen,

heute geht es bei mir ausschließlich um Weihnachtsfest. Ich habe für euch einen schönen Kurzfilm, eine lustige Weihnachtsgeschichte und ein tolles Musikvideo vorbereitet.

Wir beginnen mit einem Film, in dem um die wichtigste Sache im Leben geht. Und auch darum, was wir bereit sind für die anderen zu tun, wenn die uns wichtig sind.


The Journey

Weiter geht um das Wichtigste am Weihnachtsfest und einige tierische Mitbewohner dieses Planeten helfen uns das besser zu verstehen.

Eine tierische Weihnachtsgeschichte

Die Tiere stritten sich wieder einmal darum, was denn die Hauptsache an Weihnachten sei. „Das ist doch klar“, sagte der Fuchs, „der Gänsebraten. Was wäre Weihnachten ohne Gänsebraten?“
Der Eisbär widersprach: „Schnee muss sein, viel Schnee! Weiße Weihnachten, das ist es!“ Das Reh aber sagte: „Der Tannenbaum ist es! Ohne Tannenbaum gibt es kein ordentliches Weihnachten!“
„Aber nicht mit so vielen Kerzen“, heulte die Eule. „Schummrig und gemütlich muss es sein. Die Weihnachtsstimmung ist die Hauptsache.“
„Und ein neues Kleid! Wenn ich kein neues Kleid bekomme, ist Weihnachten nichts!“, rief der Pfau.
Und die Elster krächzte dazu: „Jawohl, und Schmuck: Ringe, Armbänder, Ketten, am besten mit Diamanten. Dann ist Weihnachten!“
„Und der Stollen? Und die Kekse?“, fragte brummend der Bär, „die sind doch die Hauptsache, und die anderen schönen Honigsachen. Ohne die verzichte ich lieber ganz auf Weihnachten.“
„Und wo bleibt die Familie?“, quakte die Ente. „Erst wenn ich alle Lieben um mich versammelt habe, ist für mich Weihnachten!“
„Nein“, unterbrach der Dachs. „Macht es wie ich: schlafen, schlafen, schlafen! Das ist das einzig Wahre an Weihnachten, einmal richtig ausschlafen!“
“Und saufen”, ergänzte der Ochse, “mal richtig einen saufen und dann pennen…”
Und dann brüllte der Ochse plötzlich: „Aua!“
Der Esel hatte ihm einen kräftigen Huftritt verpasst und sagte nun: „Du, Ochse, denkst du denn auch nicht an das Kind wie die Anderen alle?“
Da senkte der Ochse beschämt den Kopf und sagte: „Das Kind, natürlich das Kind, das ist doch die Hauptsache!“ Und nach einer Weile fragte er den Esel: „Du Esel, sag einmal, wissen das die Menschen eigentlich auch?“

                                                                                                       Autor ist leider unbekannt

Jetzt kommen wir zum krönenden Abschluss unserer Reise. Es geht um, nach meiner Meinung, einer der großartigsten Band 20. Jahrhundert und ihren phänomenalen Sänger. Ich spreche hier über Queen und Freddy Mercury.

Ich wünsche euch, dass ihr in Frieden lebt und Glück und Segen habt.
Ein frohes, gesegnetes und besinnliches Weihnachtsfest!

Euer Roman

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Wie verhalte ich mich in einem Konflikt

Hallo zusammen,

heute möchte ich euch ein Modell vorstellen, das uns verstehen lassen kann, wie wir uns in Konfliktsituationen verhalten. Dazu kommen ein schönes Video, ein Selbsttest und meine Gedanken zum Thema.

Das Thomas-Kilmann Konfliktmodell dient dazu, das Verhalten einer Person in Konfliktsituationen zu klären. Das hilft auch sowohl typische Rollen zu identifizieren, als auch jedem, sein eigenes Verhalten in Konflikten einzuschätzen und ggf. anzupassen.

In solchen Situationen können wir unser Verhalten anhand zweier Dimensionen beschreiben:

– Orientierung an eigenen Interessen, Sorge um sich selbst, Selbstbehauptung, wir versuchen unseren eigenen Belangen Geltung zu verschaffen
– Orientierung an Interessen der anderen, Sorge um andere, Rücksichtnahme, wir versuchen die Belange der anderen Person zu berücksichtigen.

Diese zwei grundsätzlichen Verhaltensweisen werden genutzt, um fünf Konfliktstile zu beschreiben.

1. Konkurrierend
2. Entgegenkommend
3. Meidend
4. Kooperierend
5. Kompromissbereit

Grafisch dargestellt ergibt sich eine Matrix mit fünf Konfliktstilen:

Hier habe ein Selbst-Check-Fragebogen.

Jetzt sehen wir uns alle Verhaltensstile genau an.

Der Konkurrierende

Selbstbehauptung: hoch; Kooperationsbereitschaft: niedrig

Der Mensch ist selbstbehauptend, dominant und unkooperativ – der stellt seine eigenen Interessen in den Vordergrund, oft auch verfolgt er seine eigenen Belange auf Kosten einer anderen Person.
Hierbei handelt es sich oft um ein Alfa-Tier und eine machtorientierte Verhaltensweise, bei der dieser Mensch jedes, dem Zweck dienende, Machtmittel dafür einsetzt, um die eigene Position durchzusetzen.

Typische Denkweise:
Ich gewinne egal, was kommt!
Ich habe die Macht und setze mich auch durch.
Ich habe Recht!
Mein Weg ist der Beste.
Ich zeige dir gleich, mit wem du zu tun hast!

Der Meidende

Selbstbehauptung: niedrig; Kooperationsbereitschaft: niedrig

Diese Person geht Konflikten aus dem Weg. Sie kann/will ihre eigenen Interessen nicht durchsetzen. Die Person kümmert sich weder um ihre eigenen Belange, noch um die der anderen Person. Sie geht nicht an den Konflikt heran. Dieses Verhalten kann die Form eines Umgehens eines Problems annehmen. Dabei verschiebt die Person die Problembewältigung in die Zukunft in der Hoffnung auf einen günstigeren Zeitpunkt. Oder sie weicht einfach vor einer bedrohlichen Situation aus.

Typische Denkweise:

Ich halte mich da lieber raus.
Das ist nicht mein Problem.
Ich möchte meine Ruhe haben.
Vielleicht löst sich das Problem von allein.

Der Entgegenkommende

Selbstbehauptung: niedrig; Kooperationsbereitschaft: hoch

Menschen dieses Konflikttyps stellen ihre eigenen Interessen gern in den Hintergrund, um die Bedürfnisse anderer zu erfüllen. Er ist nachgiebig und kooperativ – das Gegenteil von „konkurrierend“. Dieser Mensch vernachlässigt eigene Belange und Bedürfnisse, damit die Bedürfnisse der anderen Personen berücksichtigt werden können. Oft beinhaltet so eine Verhaltensweise einen gewissen Grad an Selbstaufopferung. Manchmal kann das eine Art selbstloser Großzügigkeit und Menschenfreundlichkeit darstellen.

Typische Denkweise:
Ich will nur helfen.
Lass uns Freunde sein!
Wenn es dem anderen hilft, tue ich es.
Meine Wünsche sind nicht so wichtig.

Der Kooperierende

Selbstbehauptung: hoch; Kooperationsbereitschaft: hoch

Die Person ist sowohl selbstbehauptend als auch kooperativ – das Gegenteil von „meidend“. Die hat der Wille, mit den anderen Menschen zusammenzuarbeiten, um eine Lösung zu finden, die die Belange und Bedürfnisse beider Personen berücksichtigt. Das bedeutet, die will einem Problem auf den Grund gehen, um die tieferliegenden Bedürfnisse zu ermitteln und eine Alternative zu finden, die den unterschiedlichen Anliegen gerecht wird. Diese Person will Einsichten der anderen Person verstehen, um sich dann für die Beseitigung einer möglichen Konfrontation zu sorgen und später in einer Zusammenarbeit eine kreative Lösung für ein Problem herauszuarbeiten.

Typische Denkweise:
Was ist dein Standpunkt zum Thema?
Könntest du mir das genauer erklären.
Wie können wir aus zwei Lösungsmöglichkeiten eine machen?
Zwei Köpfe sind besser als einer.
Ich gehe die Unstimmigkeit aktiv an und suche nach der besten Lösung für alle.

Der Kompromissbereite

Solche Menschen suchen nach passenden Lösungen für alle und sind bereit, die eigenen Interessen zurückzustecken. Ziel ist es dabei, eine zweckdienliche, für beide Seiten akzeptable Lösung zu finden, die beiden Parteien teilweise zufrieden stellt. Sie sind sich oft darüber bewusst, dass es nicht immer die perfekte Win-Win-Lösung gibt. Manchmal fehlen Bedingungen dafür, eine Konflikteskalation soll vermieden werden oder es soll einfach schnell gehen.
So eine Kompromissbereitschaft kann auch heißen, die Meinungsverschiedenheit mittels einer mehr oder weniger für beide Parteien zufriedenstellende Lösung zu beseitigen, wechselseitig entgegenzukommen oder zu versuchen, eine mittlere Position zu finden.

Typische Denkweise:
Wie können wir schnell für alle eine akzeptable Lösung finden?
Ich bin bereit, etwas aufzugeben, wenn der andere das auch tut.
Es wäre besser das heute noch zu regeln.
Ich würde vorläufig auch entgegenkommen.
Ich kann damit leben.

Hier ist ein Kurzfilm, wo wir, nach meiner Meinung, alle Konfliktstile sehen können.

Hier ist noch eine schöne Idee Konfliktstile mit Songs zu beschreiben.

Ich vermute, dass es kein reiner Stil existiert und wir in unterschiedlichen Situationen verschiedenes Verhalten zeigen können.
Es ist auch möglich aus verschiedenen Ansätzen etwas zu nehmen und später in einer Konfliktsituation bewusst zu entscheiden, was wir tun wollen / können.
Was sehr wichtig ist: ihr solltet in der Lage sein, mit anderen Leuten auch weiter, nach der Konfliktsituation, zu kommunizieren, damit der Dialog offenbleibt.

 

Euer Roman

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Innerer Widerstand

Hallo zusammen,

heute möchte ich gern ein interessantes und wichtiges Thema Innerer Widerstand ansprechen. Es geht um die Akzeptanz des Lebens. Ich stelle euch eine tolle Methode, ein schönes Video und meine Erfahrungen zur Verfügung.

Es geht heute um die Akzeptanz dessen, was um uns geschieht und was in uns passiert; um das Annehmen des gegenwärtigen Augenblicks, uns selbst und die ganze Welt, so wie die sind, ohne etwas ändern zu wollen.

Eckhart Tolle: Widerstand = Leid
Das Thema ist für mich nicht so einfach, weil ich noch nicht alles in meinem Leben gleich und ganz akzeptiere.
Zum Beispiel, man hat Ziele, Träume, Kontakte, Wünsche, Bedürfnisse, sagen wir, Reize / Wahrnehmungen aus der äußeren oder inneren Welt. Daraus entstehen Erwartungen, wie genau es ab jetzt damit gehen soll. Man malt sich etwas aus und wartet darauf, dass es genauso passieren wird. Das kommt aber meistens ganz anders. Man will die Kontrolle darüber haben, was in eigenem Leben passiert.
Oder man lernt jemanden kennen und ihn oder sie gleich in einer Schublade steckt. Etwas später sieht man, dass die Person sich mit dem gemachten Bild fast nichts gemeinsam hat. Man ist enttäuscht und will, dass die Person sich ändert und in die Schublade wieder passt.
Oder man steht vor einer komplizierten Aufgabe oder befindet sich in einer schwierigen Situation, in einem Konflikt und will die nicht haben und nur fliehen.

In allen diesen Situationen sind wir in einem Widerstand zu diesem gegenwärtigen Zustand / Moment. Das bedeutet, der Verstand wollte diese Situation, so, wie die kam, nicht haben. Nun gibt es eine innere Diskrepanz, wir wollen das so und so, aber es läuft ganz anders. Wir sind geschlagen und enttäuscht. Wir beginnen zu grübeln, nach Auswegen oder Fehlern zu suchen, jemandem Schuld zu geben usw. Dabei verlieren wir viel Energie. Danach fühlt man sich ausgequetscht und kaputt. Es ist nicht so einfach mit sich selbst zu kämpfen.
Man versucht im Kopf etwas zu erzwingen, was zu diesem Zeitpunkt in der Außenwelt sehr wahrscheinlich nicht möglich ist. Dazu gibt es eine kleine Übung.
Steht bitte auf und versucht eine Wand in eurem Haus oder eurer Wohnung zu bewegen. Macht das bitte richtig, mit vollem Einsatz. Habt ihr geschafft die Wand zu bewegen? Wer hat bei dieser Übung etwas an Kraft und Energie verloren? Ungefähr das Gleiche passiert in uns, wenn wir etwas nicht haben wollen, aber zu diesem Zeitpunkt nicht ändern können. Einiges können wir gar nicht ändern. Denkt dabei an Jahreszeiten, Wetter, Menschen, Krankheit oder Tod.

Wenn es mit einer totalen Akzeptanz für alles auf Anhieb nicht klappt, gibt es eine Methode, wie wir unsere Reaktion auf die Lebensumstände und Situationen ändern können. Das bedeutet, wir können viel weniger oder gar keine Energie dabei verlieren.

Ganz am Anfang, als ihr merkt, dass ihr euch beginnt zu ärgern, jemanden zu beschuldigen oder sich zu bemitleiden, könntet ihr euch eine einfache Frage stellen: Will ich diese Gefühlseskalation wirklich? Ihr sollt dieser Moment und diese Frage nutzen, um den Verstand festzuklammern, bevor der ganze Körper in diesem Konflikt, mit den nur im Kopf existierenden Gegnern, involviert ist. Bei einem Nein fragt euch als Nächstes: Kann ich jetzt mit dieser Situation leben? Darauf ein Ja zu geben wird viel einfacher. Versucht pragmatisch zu sein und an euer Wohlbefinden zu denken. Für die Lösungen werdet ihr noch später Zeit haben, wenn ihr euch für Änderungen entscheidet.

Ich gebe euch noch ein Beispiel. Ich war vor einiger Zeit mit meiner Frau in Cuxhafen. Es war schon Oktober, ich wollte nicht so richtig dahin, aber sie überredete mich. Wir wollten etwas besichtigen und gingen am Strang entlang. Es war wirklich kalt und windig. Ich war über mich selbst und über meine Frau verärgert. Warum kam ich mit? Wieso wollte sie mich mithaben? Dann erinnerte ich mich an diese Frage oben. Ich fragte mich auch, ob mein Ärger etwas an diese Situation ändern würde. Und, ob es mir oder meiner Frau etwas bringen würde, wenn ich sie jetzt dafür verbal verantwortlich mache. Ich verneinte alle Fragen und konnte mich entspannen. Glaubt oder nicht, ich begann zu lächeln. Die Situation, Emotionen, Ärger, alles war vorbei. Ich konnte richtig spüren, dass mir wärmer wurde und der Wind ließ nach. Ich konnte den Widerstand beseitigen und die Situation sein lassen.

Dieser Widerstand kann Tag für Tag nicht nur unsere Kraft verbrauchen, unser Immunsystem leidet auch darunter, wir können dadurch krank werden. Bei mir ist es oft früher passiert, ich hatte irgendeine Stresssituation im Job, dann am Abend noch eine Grübelrunde und am nächsten Tag war ich erkältet. Wenn ihr etwas jetzt nicht ändern könnt, akzeptiert es, zumindest bis zum Zeitpunkt, wo ihr das wieder ändern könnt.
Aus diesen Umständen können wir etwas lernen, sonst wären die nicht da.

Am Ende noch ein schönes Zitat für euch.

Gott, gib mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann,
den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann,
und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden.

„Das Gelassenheitsgebet“Reinhold Niebuhr

Euer Roman

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