Bin ich objektiv?

Hallo zusammen,

heute möchte ich gern über zwei Gründe für die Konflikte in unserer Welt reden.
Es wird um Objektivität und Rechthaberei gehen. Die Themen sind nicht ganz einfach, aber sehr wichtig, um uns selbst und die anderen zu verstehen. Dazu kommen zwei Videos und meine Kommentare.

Ihr kennt bestimmt die bekannte Frage „Willst du glücklich sein oder Recht haben?“  Dieses Zitat von Marshall Rosenberg ist eine der Grundlagen der Gewaltfreien Kommunikation. Hier habe ich schon darüber geschrieben. Es ist schon oft so, dass die fehlende Objektivität und das Bestehen auf eigener Meinung zu Konflikten, Problemen oder zu Beziehungskrisen führt. Jetzt versuchen wir das Thema etwas näher zu kommen. Zum Anfang biete ich euch einen kurzen, lustigen Animationsfilm an.

Ich versuche ganz von vorne anzufangen, damit mein Gedanke leichter verstanden werden kann. Die große Frage dabei, die wir uns hier stellen sollen, ist: „Kann überhaupt jemand im Falle einer Meinungsverschiedenheit Recht haben oder sich irren?“

Ich denke jeder kennt die Geschichte von einem Elefant und fünf blinden Gelehrten.
Wenn jemand die Geschichte nicht kennt, hier ist sie. Ob wir das auf unser Leben übertragen können oder nicht, entscheidet jeder selbstverständlich für sich selbst.

Täglich wird in der Welt etwas Neues entdeckt, was die alten Gesetzte über den Haufen wirft. Mehrmals pro Tag müssen wir feststellen, dass was wir für fest und richtig gehalten haben, nicht mehr stimmt. Es kursieren in der Welt auch sehr viele falsche Informationen. Eine Menge von dem, was uns als gut, erfolgreich und anwendbar verkauft wird, funktioniert für uns nicht. Wir stellen jeden Tag fest, dass unsere Pläne, Maßnahmen, Gesetze, Weisheiten für die neuen Situationen nicht hinhauen.

Gibt es dann die objektive Realität im Allgemeinen?
Ich habe die Meinung (die ist auch keine objektive Realität), dass die Wirklichkeit immer mehr Menschen im Erkenntnisprozess offenbart wird. Vielleicht existiert die objektive Realität, aber wir wissen einfach nicht alles darüber und werden es wahrscheinlich nie. Ich glaube, wenn sogar die ganze Menschheit von allen Epochen ihr ganzes Wissen zusammentragen wird, wird es leider auch nicht die ganze objektive Realität reichen.

Viele philosophische, religiöse und psychologische Tendenzen halten an der Position fest, dass es nur die subjektive Wirklichkeit jedes Individuums gibt. Einfach ausgedrückt bedeutet dies, dass ich eine Realität habe, ihr eine andere, meine Frau eine dritte und so weiter. Jeder von uns hat jede Menge Meinungen, Ansichten, Glaubensätzen, Überzeugungen, Haltungen usw., die er entweder von jemandem übernommen hat
oder selbst zu diesen Entschlüssen gekommen ist. Wir sind ca. 8 Milliarden Menschen und haben somit genauso viele subjektive Wirklichkeiten. Grob gesagt ist die Realität für uns alles, an dessen Existenz wir keinen Zweifel haben. Jeder hat eine andere Sicht der Realität und in seiner Situation, von seiner Seite gesehen, auch Recht.

Das Konzept der Richtigkeit in unseren Köpfen steht in direktem Zusammenhang mit dem Konzept der Gerechtigkeit.
Zum Beispiel ist es nett und lobenswert einem Kollegen in einer schwierigen Situation zu helfen. Wenn jemand doch nicht hilft, dann handelt er falsch. Ist das die objektive Realität? Wer entscheidet das? Was meint ihr?
Handelt denn diese Person falsch und unfair? Wenn falsch, dann verdient die eine Bestrafung? Und der Kollege, dem nicht geholfen wurde, hat dann das Recht, den Täter zu bestrafen? Zum Beispiel Vergeltung zu fordern, ihm eigener Gesellschaft zu entziehen, sich im Gegenzug an ihn zu rächen. Haltet bitte eure Meinungen fest.

In der subjektiven Realität einer Person, die sich in einer schwierigen Situation befindet, gibt es beispielsweise die Idee, dass der Kollege ihm helfen sollte (Geld geben, ein Projekt übernehmen). In der subjektiven Realität des Kollegen, der zum Beispiel nicht geholfen hat, gibt es keine solchen Konzepten von der Richtigkeit und Gerechtigkeit in diese Situation, aber es gibt eventuell völlig andere Betrachtungsweisen davon.
Zum Beispiel: „Kollegen sollen einander kein Geld leihen, da das die Beziehung und Arbeitsklima verderben kann.“ Die Situation schien ihm wahrscheinlich nicht so dramatisch. Er hat auch das Projekt nicht übernommen, weil er selbst viel Arbeit hat und kann das nicht schaffen.
Hat sich jetzt eure Meinung geändert?
Meistens kennen wir nicht die ganze Situation, aber versuchen unsere Sicht der Dinge durchzusetzen und das führt zu unnötigen Konflikten, die gute Beziehungen ruinieren können. Das muss nicht sein…

Wir sehen an diesem Beispiel zwei unterschiedliche Realitäten und jeder für sich hat Recht. Genauso passiert es in unseren Leben. Was für uns falsch ist, kann für einen anderen ganz in Ordnung sein, weil er eine andere subjektive Realität hat.

Es gibt sehr viele von uns, jeder hat seine eigene Realität und gleichzeitig haben wir sie alle gemeinsam. Die objektive Realität kennen wir nicht, was bedeutet, dass jeder Mensch auf seine Weise Recht hat. Die Idee ist nicht einfach anzunehmen, aber deren Annahme kann unser Leben sehr erleichtern.
In diesem weiteren Artikel versuche ich einige Gedanken vorzustellen, die euch helfen können, mehr Gelassenheit im Leben und bessere Verständnis für sich selbst und andere Menschen zu entwickeln.

Euer Roman

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Selbstwertgefühl

Hallo zusammen,

heute möchte ich gern über das Thema Selbstwertgefühl oder Selbstachtung reden. Es gibt dazu unzählige Bücher, Videos und Beiträge im Internet, aber ich setze doch noch einen drauf, weil das Thema mich auch mehrere Jahre begleitet hat. Ich habe für euch ein Video, meine Kommentare und Empfehlungen vorbereitet.


Nach meiner Meinung, egal, wie wir aussehen, denken, fühlen, was wir im Leben erlebt, angehäuft, getan oder nicht getan haben, unser Wert bleibt immer der gleiche – unbezahlbar und unschätzbar. Nur wir selbst können uns gedanklich diesen Wert geben, aber ja, andere Menschen und Massenmedien können unsere Meinung beeinflussen.
Wenn wir schon hier sind, dann gibt es dafür einen Grund. Wir sind wertvoll und würdig auf dieser Welt zu sein.

Selbstwertgefühl ist eine der Hauptkomponenten einer erfolgreichen Person, die es uns ermöglicht, gewünschten Ziele zu erreichen und die Stärke unserer eigenen Würde zu spüren.
Ich sehe das Selbstwertgefühl auch als ein wichtiger Grad persönlicher Selbstentwicklung. Es besteht aus mehreren Teilen – z.B. Vertrauen und Geduld im Umgang mit sich selbst, Zustimmung für das eigene Handeln, Fähigkeit, das eigene Leben zu respektieren und das eigene Gewicht in der Gesellschaft zu spüren.

Ich denke, dass jeder von uns dieses Gefühl hat und es hängt von der Situation, wie stark oder schwach das sich zeigt. In der gleichen oder einer ähnlichen Situation, in der wir schon in der Vergangenheit eher negative Erlebnisse erfahren haben, wird die Selbstachtung weniger ausgeprägt zur Verfügung stehen.
Als Beispiel sehen wir uns einen Konflikt an. (Ich nehme jetzt keine Konflikte, wo wirklich um Leben und Tod geht). In unserer Kindheit und Jugendalter kam oft vor, dass wir gegen Erwachsenen oder auch Gleichaltrige oft verloren haben oder nicht durchsetzen konnten. Obwohl wir jetzt schon erwachsen sind, bleiben diese Erinnerungen von Niederlagen, Stress und emotionalen Schmerzen in uns drin. Weil wir die unangenehmen Gefühle bewusst und unbewusst nicht wieder erleben wollen, geben wir nach und verlassen ganz schnell die Situation. Danach fühlen wir uns oft unwohl, bedauern, dass wir doch unsere Grenzen anderen Menschen nicht aufgezeigt haben.
Die Situationen, in denen wir früher etwas Positives erlebt hatten, wird das Selbstwertgefühl mehr zum Vorschein kommen, weil wir die gemeistert und mit Erfolg zu Ende gebracht haben. Danach fühlen wir uns stärker und fähig alles zu schaffen.

Eine Person mit einem ausreichenden Maß an Selbstwertgefühl, das sich in allen Lebenssituationen präsent zeigt, ist in der Lage, Aufgaben des Lebens zu lösen und sich in der Gesellschaft angemessen zu verwirklichen. Dafür ist es sehr wichtig, eigene Eigenschaften, Fähigkeiten, Motive, Talente, Stärken und Schwächen zu erkennen und zu akzeptieren, was zu einer angenehmen und ganzheitlichen Wahrnehmung der inneren Welt führt.

Das generelle mangelnde Selbstwertgefühl drückt sich auf mehreren verschiedenen Weisen aus: Zum Beispiel oft in übermäßiger Bescheidenheit und dem Wunsch, ständig im Schatten zu bleiben. Ständige Selbstzweifel und Zufriedenheit mit eigener Komfortzone führen auch zu einer Schwächung des Selbstwertgefühls. Um zu verstehen, wo ihr steht, müsst ihr eure Antworten auf die folgenden Fragen genau kennen:

1. Was ist für euch wichtiger – Sieg oder Verluste?
2. Wem hört ihr mehr zu – euch selbst oder Persönlichkeiten mit Autorität?
3. Habt ihr Angst, anderen Menschen nicht zu gefallen?
4. Wie oft macht ihr euch klein?
5. Wie lange seid ihr auf euren Fehlern und Niederlagen fixiert?

Um das Selbstwertgefühl zu steigern, sollen wir ein paar Sachen beherzigen:

1. Versucht ihr selbst zu sein, immer und überall.
2. Liebt und schätzt euch selbst – ihr habt nur euch.
3. Hört auf, euch mit anderen zu vergleichen.
4. Seid zuversichtlich und geht alle Aufgaben und Probleme ruhig an.
5. Fühlt euch frei, anderen zu helfen und um Hilfe zu bitten.
6. Fast jede unserer Handlungen kommt anderen Menschen zugute und dafür können wir und andere uns respektieren.
7. Versprechen halten – der Schlüssel zum Selbstwertgefühl.
8. Teilt eure Fähigkeiten und Kenntnisse mit anderen Menschen.
9. Sagt die Wahrheit, versucht nicht zu täuschen.
10. Respektiert die Gesellschaft und euer Umfeld.

Über mehrere diese Empfehlungen habe ich schon Mal geschrieben, klickt auf die Links,
um mehr zu erfahren.

Was könnte ich noch empfehlen?
Lernt euch selbst zu lieben – die Welt wird von Liebe angetrieben.
Das Selbstwertgefühl erfordert die Liebe zum eigenen Wesen: Körper, Geist und Seele. Findet eure positiven Eigenschaften, verbringt gute Taten, zeigt euch nützlich für die Gesellschaft.
Ergreift die Initiative, probiert neue Sachen aus. Auch die Fähigkeit, Menschen zu führen, wird euch eigener und fremder Respekt verschaffen. Bemüht euch, das meiste zu Ende zu bringen, womit ihr begonnen habt. Analysiert eure Persönlichkeit, Gedanken, Gefühlswelt und Verhalten, versucht negative Handlungen zu vermeiden.

Ich gebe euch noch eine kleine Methode, um mit eurem Selbstwertgefühl zu arbeiten.
Ihr müsst eure Rolle in der Gesellschaft verstehen.
Zum Beispiel, jeder Mann ist Ehemann, Sohn, Vater, Arbeiter, Chef, Liebhaber, Fahrer, Philosoph, Dichter, Sportler, Erzieher, Analytiker, Autor usw.
Je mehr Rollen ihr für euch findet, desto mehr merkt ihr euren eigenen Einfluss auf die Welt um euch herum – das steigert das Selbstwertgefühl.

Das Selbstwertgefühl entwickelt auch ein Mensch, indem er an die Erreichung seiner eigenen Ziele und Träume glaubt. So ein Mensch ist zuversichtlich, dass er auch zur gemeinsamen, schönen Zukunft beitragen und die Gegenwart bereichern kann, die ihm ein erfülltes Leben schenken wird.

Euer Roman

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Innere Konflikte

Hallo zusammen,

es geht heute um das Thema innere Konflikte. Wir werden uns mit den Fragen beschäftigen: Welche Konflikte lassen uns leiden und wie wir mit ihnen fertigwerden können. Dazu kommen meine Kommentare, einige Methoden und ein schönes Video.

Psychologen legen in ihrer Arbeit einen großen Wert auf die Berücksichtigung innerer Konflikte, die die Ursache für Neurosen und psychische Störungen sind und häufig die körperliche Verfassung beeinflussen. Ich habe die Meinung, dass alle unsere Konflikte mit der Umwelt aus den inneren Konflikten geboren sind.

Ich habe versucht eine Typologie für die inneren Konflikte zu erstellen, damit es etwas verständlicher wird, was genau uns verzweifeln lässt und wie schwer für uns ist, die richtige Wahl oder richtige Entscheidung zu treffen. Ich denke, dass es noch einige weiteren gibt, aber die konnte ich bei mir identifizieren. Es geht in einigen Fällen um einen Wertekonflikt, ich habe schon ein wenig zum Thema in diesem Artikel geschrieben.

Die folgenden Haupttypen von Persönlichkeitskonflikten werden unterschieden:

• Motivkonflikt – tritt normalerweise auf, wenn wir zwischen zwei alternativen Optionen wählen müssen, die zwar gleichermaßen attraktiv, aber nicht kompatibel sind. Oder zwischen zwei Optionen, die nicht attraktiv sind, was noch schwieriger ist.
Jede Wahl hat ihre Vor- und Nachteile, es ist notwendig, die abzuwägen.
Beispiele: Lese ich jetzt ein Buch oder gehe in den Park spazieren?
Ich brauche dringend viel Geld; soll ich mein Haus oder meine Firma verkaufen?

• Kognitiver Konflikt – ein Zusammenprall inkompatibler Ideen, wenn etwas aus dem allgemeinen Bild der Welt verdrängt wird. Wir kennen eine Person schon lange und plötzlich führt sie eine Handlung durch, die für gewöhnliches Verhalten unangemessen ist, was uns manchmal nachdenken lässt, ob wir mit ihr noch im Kontakt bleiben wollen oder nicht. Jemand weiß, dass Rauchen schädlich ist, kann aber nicht aufhören.

• Rollenkonflikt – manifestiert sich als Konflikt zwischen Persönlichkeit und Rolle, die wir in der Öffentlichkeit spielen wollen. Es ist schwierig Erwartungen und Anforderungen der ganzen Welt zu erfüllen. Zum Beispiel: Ich bin Chef, ich bin nett.
Es gibt auch einen Konflikt zwischen den Rollen. Eine Person kann einen internen Kampf aus der Position verschiedener Rollen heraus spüren: Vater und Freund, Freundin und „unabhängiger Beobachter“, ehrlich sein oder einem Konflikt ausweichen.

• Konflikt des unerfüllten Verlangens – entsteht durch den Widerspruch zwischen „Ich will“ und „Ich kann“, das interne Bedürfnis nach Dingen, die aus bestimmten Gründen für eine Person unzugänglich sind. Ich will ein Kosmonaut werden, aber habe viele Probleme mit meiner Gesundheit.

Ethischer / Moralkonflikt – wird durch einen internen Kampf der Begriffe „wollen“ und „richtig“ gekennzeichnet. Ein Verlangen kann einem Gesetz oder internen Überzeugungen widersprechen – Wir dürfen Freunde nicht ablehnen, wir dürfen nichts nehmen, ohne nachzufragen, wir dürfen nicht lügen oder täuschen. Es kommt vor, dass unsere innere Überzeugungen es uns nicht erlauben, in Frieden und Ruhe zu leben.

• Anforderungskonflikt – entsteht durch den Gegensatz von „Muss“ und „Kann“, eine Person stellt hohe Anforderungen an ihre Persönlichkeit, z.B. Vorwürfe wegen unzureichenden Einkommens oder Aufmerksamkeit für die Familie. Anforderungen entstehen auch in der Gesellschaft, im Beruf, wenn eine Person sie akzeptiert, dann bemüht sie sich, das erforderliche Niveau zu erreichen und macht sich Sorgen, ob sie das schafft.

• Erfahrungskonflikt – ein Zusammenstoß von einer neuen Situation und eigenen oder fremden Erfahrungswerten aus der Vergangenheit. Hier geht es um Sitten, Gewohnheiten und Angst. Es gibt schon neuere, bessere PC’s, aber ich habe noch der alte Pentium 3, mit dem ich die letzten 20 Jahren arbeite. Ich habe Lust auf neue Beziehung und Angst, dass es wieder in die Brüche geht.

Was kann man denn machen, um mit so einem Konflikt fertig zu werden?
Es gibt leider keine pauschalen Antworten, jede Situation ist schon einmalig. Wenn man keine professionelle Hilfe in Anspruch nehmen will, dann biete ich hier einige Möglichkeiten an, die mir geholfen haben.

Selbsterkenntnis und dadurch zunehmendes Selbstvertrauen. Niemand kann alle Nuancen besser kennen als wir selbst. Jeder Mensch lebt sein eigenes Leben und sammelt seine eigenen besonderen Erfahrungen. Es steht in direktem Zusammenhang mit persönlichem Bewusstsein, Verständnis für Bestrebungen, Ziele und Selbstvertrauen. Oft sind Menschen von der öffentlichen Meinung abhängig, was es schwierig macht, den richtigen Weg zu finden. Das Leben wird dem Menschen gegeben, und nur er soll den Weg bestimmen, welchen er gehen soll, um sein Potenzial zu verwirklichen.

– Angemessene Einschätzung der Situation. Das Wichtigste zur Lösung des Problems ist die korrekte „Diagnose“, Ermittlung von Ursache und Wirkung. Die schriftliche und mündliche Klärung des Problems erleichtert seine Lösung erheblich, da die richtig gestellte Frage bereits die Hälfte der Antwort enthält.

– Konzentration. Wir sollen uns aber nicht auf das Problem konzentrieren, sondern darauf, eine Lösung zu finden. Es gibt meistens mehrere Lösungen, nur die meisten gefallen uns nicht. Es gibt einige Methoden, um doch zu einem Ergebnis zu kommen.
Wenn es schwierig ist, sich zu entscheiden, schauen Sie sich die Situation aus der Ferne oder von oben an, man sagt dazu aus einer Meta-Position.
Man kann auch, sich das schwierigste/schlechteste Ergebnis vorzustellen, sich damit zu versöhnen, sich zu beruhigen und dann darüber nachzudenken, wie unerwünschte Konsequenzen vermieden werden können.

– Rat eines Coachs, Freundes – wir können uns an eine reale Person wenden, die uns eventuell zum Handeln auffordert oder bei der Analyse der Situation hilft. Meistens ist es nützlich, sich zu äußern, um die Ursachen der Besorgnis zu verstehen, den Hauptpunkt, um Lösungen für Ihre Probleme vorzuschlagen. Laute Gedanken helfen, Stress abzubauen. Die Hauptsache ist, mit Menschen zu kommunizieren, denen wir zu 100% vertrauen und die uns verstehen.

Mit Konflikten umzugehen und diese Konflikte zu lösen ist eine große Herausforderung,
aber es ist der einzige Weg, um zu wachsen und sich zu verwirklichen. Je großer und schwierige die Konflikte, desto weiser, stärker und selbstbewusster können wir werden.

Eine kleine Aufgabe. Welcher innerer Konflikt kommt in diesem Kurzfilm vor?

Euer Roman

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10 Ängste während der Corona-Krise

Hallo zusammen,

heute werden wir über Ängste sprechen. Ich habe mir lange überlegt, ob ich das Thema nehme oder nicht, aber die könnte doch für einen oder anderen interessant sein und passt schon zur Situation. Dazu kommen meine Kommentare und ein tolles Video.

Nach meiner Meinung gibt es nicht nur eine Angst, sondern wir fürchten uns vor vielen verschiedenen Dingen in unserem Leben. Ich habe mir vorgenommen einige davon aufzuzählen. Ich habe nur die genommen, die ich während der Corona-Krise in mir selbst spüre und mehr oder weniger differenzieren kann. Vielleicht werdet ihr eine oder andere auch in euch entdecken.

Ich beginne mit den schwierigsten:

Angst vor dem Tod
Ich habe Mal gelesen, dass eigentlich alle Ängste zur diesen Ursprungsangst geführt werden können, aber ich möchte euch selbst diese Entscheidung überlassen.
Das Thema Tod wirft sehr viele Fragen auf und wenn wir darauf keine richtigen Antworten bekommen können, das Thema bringt schon etwas Unruhe ins Leben. Und, ich finde, je älter wir werden, desto mehr.

Angst vor dem Schmerz/Leiden
Wir leiden schon alle emotional, seelisch, psychisch oder physisch, es gehört einfach zum Leben, aber in dieser Situation kann etwas besonders auf uns zukommen, noch nicht da gewesenes, was auch später zum Tod führen kann.

Angst krank, schwach, ohnmächtig zu werden
Das ist eine von den größten Ängsten, die viele Menschen haben, weil das früher einen sicheren Tod und viel Leiden bedeutete. Wenn wir krank sind, werden wir von den anderen oft abgelehnt. Damit hat jeder von uns in früheren Jahren schon Erfahrungen gemacht.

Angst vorm Aussterben
Es geht um unsere Art/Spezies, dass uns bald vielleicht nicht mehr gibt, dass die Menschheit verschwindet. Es könnte sein, dass die Angst nicht ganz auf der Oberfläche schwimmt, aber uns doch antreibt, etwas zu unternehmen, z.B. sich fortzupflanzen.

Angst etwas nicht zu packen/vor einer Niederlage
Es geht hier nicht nur um einen Fehler zu machen, sondern keinen Erfolg im Leben zu haben, eigene Genetische Information nicht weiterzugeben, eigenes Potential nicht zu entwickeln usw.

Angst vor der Zukunft
Hier geht es um Morgen und um die Frage: Was wird aus mir? Hier haben wir Befürchtung, dass die notwendigen Ressourcen zum Leben nicht ausreichen, dass wir kein Essen, keine Wohnung, keine Kleidung mehr haben.

Diese Ängste haben eine Funktion. Die alle garantieren unser Überleben. Die zwingen uns in Bewegung zu bleiben und sich weiterzuentwickeln.

Die weiteren haben mehr mit unseren Verstand zu tun und wie er funktioniert.

Angst vor dem Chaos
Das ist die Furcht, dass es keine Ordnung in dieser Welt gibt, keine Struktur, keine Regeln.
Die Ereignisse im Leben kommen unvorhersehbar und wir haben keinen Einfluss darauf.

Angst vor dem Schicksal
Es hat etwas mit Vergeblichkeit aller Anstrengungen zusammen. Die Befürchtung, dass wir keine Hoffnung mehr haben und dass unsere Kräfte, Wissen und Erfahrung dabei nicht mehr helfen werden.

Angst vor dem Konflikt
Hier geht es mehr um die Befürchtung, dass wir den extremen emotionalen Erlebnissen oder Erfahrungen nicht standhalten können, dass die uns bis zum Rand auffüllen und dann aufsprengen.

Angst vor dem Rückgang/Stillstand
Hier haben wir Angst, dass unser Leben stagniert, dass wir eine Flaute oder sogar eine Regression erleben. Angst vor der Stille und Bewegungslosigkeit.

Was kann man dagegen tun? Ich denke, es gibt schon einige Möglichkeiten etwas dagegen zu unternehmen. In diesem früheren Artikel habe ich schon einige beschrieben.

Ich finde, dass die Angst dafür existiert, um mit ihr zu arbeiten, ins Bewusstsein zu holen, von mehreren Blickwinkeln zu betrachten und auseinander zu nehmen.
Je mehr wir uns mit unseren Ängsten beschäftigen, je mehr unsere Ängste uns bewusst werden, desto weniger sorgen wir uns um etwas. Ein Feind, den wir kennen, ist nicht mehr so erschreckend als unbekannter, der zu uns aus tiefster Dunkelheit kommt.
Dann können wir entscheiden, ob wir etwas dagegen unternehmen wollen oder nicht.

Euer Roman

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Liebe zu den Eltern

Hallo zusammen,

heute möchte ich gern über Eltern oder die Menschen reden, die diese Aufgabe in unserem Leben übernehmen. Ich habe für euch 2 schöne Videos, meine Erfahrungen und Kommentare vorbereitet.

Meine beiden Eltern sind leider schon verstorben: Mein Vater vor ca. 7 Jahren, meine Mutter vor 17 Tagen. Ich trauere um sie… Ich habe sie sehr geliebt und in den letzten Jahren war unsere Beziehung besonders gut.

Früher hatte ich die Meinung, dass meine Eltern in meiner Kindheit mit mir sehr streng waren, nicht liebevoll erzogen haben und ich habe Einiges durch ihre Erziehung erlitten. Das ist schon alles richtig… Jetzt kommt doch ein aber.
Sie konnten das nicht anders tun. Meine Eltern konnten nur das weitergeben, was sie selbst erfahren und gelernt haben. Sie wurden genauso, eher noch strenger erzogen als ich. Sie wurden gleich nach dem Krieg geboren und hatten bestimmt keine leichte Kindheit. Sie haben mich nach ihrer Art geliebt, so eben wie sie es konnten. Die wollten, dass ich ein besseres Leben habe, als sie hatten.

Vor ihrem Tod habe ich mit Mutti darüber geredet und sie sagte, dass sie aus mir einen anständigen, guten Menschen machen wollte und deswegen hat sie sich etwas mehr als nötig Mühe gegeben. Das war gleichzeitig eine Rechtfertigung und Entschuldigung, das hat mich sehr berührt. Im Nachhinein sehe ich, dass aus mir doch was geworden ist und das ist auch (zumindest zum Teil) ihr Verdienst.
Ich vermisse sie und ertappe mich ab und zu noch bei der Gedanke, dass ich sie anrufen will, aber dann weiß ich wieder, dass ich das nicht mehr tun kann.

Eltern geben uns Leben, sie kümmern sich um uns. Dies sind die Personen, die uns so lieben, wie wir sind. Für sie sind wir (meistens) die wertvollsten Personen auf dem Planeten und sie sind das Gleiche für uns. Ehrlich gesagt vergessen wir in der Verwirrung unseres Lebens leider oft, die liebsten Personen anzurufen.

An diesem Tag möchte ich allen Eltern auf dem Planeten für das beste Geschenk überhaupt – das Leben, „DANKE“ sagen! Vielen Dank, für die Wärme, Zärtlichkeit, Zuneigung und Fürsorge, die Ihr uns so aufrichtig geben. Ich wünsche Euch, dass Ihr euch immer und überall notwendig und geliebt fühlt!

Ruft eure Muttis an, sagt einfach: „ Ich liebe dich“! Es könnte auch sein, dass es an diesem Tag der einzige Anruf für sie ist. Sie werden sich freuen.

Bleibt gesund!

Euer Roman

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Liebe Grüße zum Weltfrauen Tag 8 März

Hallo zusammen,

heute geht es bei mir ausschließlich um die beste Hälfte der Bevölkerung, sprich um Frauen. Jedes Jahr bringe ich mit großer Freude einen Artikel zu diesem Thema und bekomme immer ein positives Feedback. Ich stelle euch eine therapeutische Geschichte und zwei Videos vor.

Erstmal kommen meine herzlichsten und besten Glückwünsche!

Mein zweites Geschenk ist eine schöne, kurze Geschichte, die, nach meiner Meinung, ein großes Potenzial hat und helfen kann, im Leben glücklicher zu werden.

Therapeutische Geschichte über Gott, Frau und Glück.

„Ich habe dich so lange gesucht“, sagte die Frau zu Gott.
– Warum suchst du mich denn?
„Ich möchte dich fragen: Warum hast du mich erschaffen?“
– Damit du lebst.
„Ich lebe. Die ganze Frage ist, wie ich lebe.“
– Und wie lebst du?
„Ich weiß es nicht, aber ich denke, ich bin nicht glücklich.“
– Wie möchtest du denn leben, um dich glücklich zu fühlen?
„Ich möchte nicht alt werden, geliebt werden und dass meine Kinder und Enkelkinder auch glücklich wären.“
– Du bittest also um Glück für dich selbst, aber sprichst über andere Menschen. Damit du geliebt wirst, muss es jemanden geben, der dich liebt. Aber dieser Jemand, der dich liebt, sollte auch glücklich sein. Ist das nicht so?
„Natürlich.“
– Und wenn er, dieser jemand, schon glücklich ist und nicht einmal von dir weiß?
„Es gibt dann noch jemand, der sich freut, mich zu lieben, und gleichzeitig werde ich mich auch glücklich fühlen.“
– Das heißt, du bittest mich, diese Person für dich zu finden?
„Du bist Gott.“ Du kannst alles tun, weil du uns erschaffen hast.
– Ich habe dich fürs Leben geschaffen. Nur damit du lebst. Und du bist immer mit etwas unzufrieden.
„Es ist dir also egal, wie wir leben.“
– Das habe ich nicht gesagt.
„Ich bin verwirrt. Wirst du mir helfen oder nicht?“
– Ich helfe dir immer. Und anderen, allen, die ich geschaffen habe. Ich helfe, Glück zu finden. Es ist nur so, dass für jeden von euch das Konzept des Glücks anders ist. Du musst nur geliebt werden. Und der andere soll gesund sein, der dritte soll reich sein, der vierte glaubt, dass er glücklich sein wird, wenn er berühmt wird, usw.
„Was willst du sagen? Ist Glück etwas anderes?“
– Ja. Glück ist etwas anderes. Glück ist im Leben selbst.
„Du sprichst in Rätseln.“
– Wer Reichtum gewinnen will, wird niemals glücklich sein, denn egal wie viel Reichtum er hat, es wird ihm immer ein bisschen fehlen.
„Das ist du wahr.“
– Wer berühmt werden will, wird immer leiden, dass sich sein Ruhm nicht überall verbreitet hat.
„Und hier hast du recht.“
– Sobald ein würdiger Mensch dich liebt, wird es dir so erscheinen, als würde er sich zu wenig um dich kümmern.
„Es ist nicht sehr angenehm, sich der Wahrheit zu stellen.“
– Derjenige, der von einer schrecklichen Krankheit geheilt wird, wird aus einem anderen Grund unglücklich sein: Entweder wird es wenig Geld geben oder die Frau ist mürrisch oder die Kinder sind krankhaft.
„Kennst du solche Wörter? Entschuldigung, ich habe vergessen, dass du auch die Wörter erschaffen hast. Glück heißt also, nur zu leben?“
– Ja. Das Glück ist, dass ich dir Leben gegeben habe. Vergiss es nicht. Und dann wirst du glücklich.

Verfasser ist leider unbekannt

Als letztes kommt ein Trailer zum Film, der Frauenbild in der Welt und Politik und seine Wandlung in den letzten Jahrzehnten zeigt.

Ich gratuliere euch nochmal zum Internationalen Frauentag am 8. März! Ich wünsche einen Ozean der Gesundheit, ein Meer der Liebe, Berge von Erfolg und Abenteuer sowie ein kleines Universum angenehmer Erfahrungen.

Euer Roman

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Konflikte in der Partnerschaft

Hallo zusammen,

heute möchte ich gern über Konflikte in einer Ehe oder Partnerschaft reden. In diesem Artikel geht es darum, wie man ein Konfliktgespräch vorbereitet und durchführt. Ich stelle euch zwei interessanten Methoden von verschiedenen Experten, ein Video und meine Kommentare vor.

Konflikte begegnen uns überall, im Privatleben haben wir die, die uns am schmerzhaftesten treffen. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, mit diesen Konfliktsituationen umzugehen und jeder Konflikttyp nutzt ein unterschiedlich breites Repertoire an Konfliktlösungsstrategien. Diese Strategien und Taktiken eignen sich Menschen unbewusst im Laufe ihres Lebens durch Erfahrung, Erziehung oder die Prägung durch Vorbilder an. In einem Konflikt greifen Menschen dann auf ihre gewohnten Strategien zurück, um die Konfliktsituation zu lösen oder sich aus dem Konflikt zurück zuzuziehen.

Ich möchte euch zwei Methoden anbieten, die vielleicht eure Möglichkeiten auf diesem Gebiet erweiter können.

Hier ist eine Strategie von zwei Australierinnen, Psychologin Helena Cornelius und Coach Shoshana Faire.  Sie haben zusammen das Buch „Everyone can win“ geschrieben.

Sie ausarbeiteten vier aufeinanderfolgende Schritte zur Umsetzung ihrer Methode bei der Lösung familiärer Konflikte.
1) Der erste Schritt besteht darin festzustellen, welche Art von Bedürfnis hinter den Wünschen der anderen Seite steckt.
2) Der zweite Schritt besteht darin, herauszufinden, wie die Meinungsunterschiede sich gegenseitig kompensieren. Das heißt, nach Gemeinsamkeiten in den Meinungen suchen.
3) Der dritte Schritt – Entwicklung neuer Lösungen, die den jeweiligen Anforderungen am besten entsprechen.
4) Der vierte Schritt besteht darin, dies gemeinsam zu tun und deutlich zu machen, dass die Konfliktparteien Partner und keine Gegner sind.

Ich finde das Modell einfach, schnell und hilfreich. Wenn jemandem es doch zu einfach oder wenig detailliert ist, stelle ich euch noch eine Methode von einem US-amerikanischen Psychotherapeut Everett L. Shostrom.

Laut seiner Strategie sollten im Verlauf eines Familienkonflikts konstruktive Kampfmethoden angewendet werden:
– das Konfliktgespräch für eine speziell festgelegte Zeit zu planen, um unschuldige Menschen(z.B. Kinder) nicht in den Kampf zu ziehen,
– eine klare Definition für das Thema des Kampfes finden;
– den Wunsch haben, eure positiven und negativen Gefühle voll auszudrücken. Lasst bitte nichts für später.
– eine Wiederholung jedes Arguments des Gegners in seinen eigenen Worten, so dass er selbst von seinem Problem durchdringt wird und seine Behauptungen von außen hört;
– Klärung, wo und in welchen Standpunkten die Meinungen auseinander gehen und wo und durch was  zusammenkommen;
– Klarstellung, wo/bei welchem Thema jeder seine „Verbissenheit“ im Kampf spürt. Dies wird euch helfen zu verstehen, wo ihr nachgeben könnt;
– extreme Korrektheit bei der Kritik am Partner, ergänzt eure Kritik unbedingt mit konstruktiven positiven Vorschlägen;
– feststellen, wie jeder von euch dem anderen bei der Lösung des Problems helfen kann;
– eine Einschätzung des Verlaufs des Gesprächs, ein Vergleich des neuen Wissens, das es dadurch erworben hat, mit den Wunden, die es euch zugefügt hat.
– die Ankündigung von Unterbrechungen im Kampf und deren Füllen mit etwas sehr Angenehmen für euch. Warmer Körperkontakt, guter Sex zum Beispiel.
– Bereitschaft für eine neue Phase des Gesprächs.
Es ist ein Paradox, aber die Tatsache, dass diese Diskussion schneller, konstruktiver und mit weniger Opfern endet, wenn ihr die erwartet und als normal ansieht.

Das Leben ist toll, wenn zu Hause ein gutes Klima herrscht. Redet miteinander, so hütet ihr eure Beziehungen und werdet einander immer näher.

Euer Roman

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Was sind Projektionen?

Hallo zusammen,

heute möchte ich nochmal über das Thema Projektionen reden. Ich habe wieder einige Fragen dazu bekommen und versuche mit einigen Beispielen Prozess selbst, Hintergrunde und Auswirkungen etwas ausführlicher zu erklären. Ich stelle euch ein Video, meine Erfahrungen und Kommentare vor.

Projektion ist ein Schutzmechanismus, das wir unbewusst nutzen, um mit eigenen inneren Konflikten nicht auseinanderzusetzen. Hier ist mein früherer Artikel dazu. Die Arbeit mit Projektionen halte ich für sehr wichtig nicht nur, weil es dadurch innere Konflikte gelöst werden und viel darin verwickelte Energie freigesetzt wird. Nach meiner Meinung, kann ich damit wieder die Ganzheit meiner Persönlichkeit erlangen, sprich meine, in der Kindheit abgelehnte, Persönlichkeitsanteile wieder zurückholen.

Ich erzähle euch heute von einigen meinen Projektionen, die mich eine Weile beschäftigten und leiden ließen.

Aggression
Ich hatte schon seit ganz jungen Jahren meinen Zorn und Ärger unterdrücken müssen. Es wurde von meinen Eltern, Verwandten und Erziehern nicht gern gesehen und bestraft. Ich habe gelernt mich sozialverträglich zu benehmen und meine Aggression oder Gefühle generell zu verstecken.
Seit vielen Jahren hatte ich Stress, wenn die Gefahr drohte, dass ich mich zu einem Termin verspäte. Seit langer Zeit zerbrach ich mir den Kopf, was mich dabei so fertig machte.
Schauen wir uns eine Situation genau an und versuchen zu verstehen, was in mir drin passiert. Meine S-Bahn fährt nicht, ich stehe am Bahnsteig. Ich beginne mich aufzuregen und innerlich die S-Bahn, HVV, Chefs und Mitarbeiter dieses Unternehmens zu beschimpfen und verfluchen. Wieso innerlich, weil ich in meiner Kindheit gelernt habe, dass ich meinen Ärger nicht herauslassen darf. Es ist inzwischen auch meine innere Einstellung, dass sich aggressiv zu verhalten schlecht, böse, asozial usw. ist. Das bedeutet innerlich lehne ich diese Gefühle auch ab und verbiete mir die bewusst und unbewusst zu spüren. Ich merke aber, dass etwas nicht stimmt und ich aufgeregt bin. Wenn ich selbst nicht aggressiv sein darf und nach meiner Meinung nicht bin, soll das jemand anderer sein. Wer aber? Ich verspäte mich zur Arbeit, dann werden wahrscheinlich mein Chef oder meine Kollegen sich ärgern, wenn ich zu spät komme. Ja, das werden die. Jetzt weiß ich, wer hier der Aggressor ist. Ich habe meine Gefühle auf die projiziert. Ab diesem Moment beginne ich auch noch nervöser zu sein, jetzt kommt Angst dazu. Was wird mir alles passieren, wenn ich endlich ankomme? Ich werde bestimmt beschimpft, kritisiert oder ausgelacht von allen. Hier bin ich wieder ein Kind, das eine Bestrafung furchtet. Ich greife zu meinem Handy, rufe bei der Arbeit an und gebe Bescheid. Jetzt kann ich mich etwas entspannen. Wenn ich bei der Arbeit ankomme, bin ich gestresst, verärgert und gleichzeitig ausgepowert, obwohl ich mit der Arbeit noch nicht mal begonnen habe. Dem Chef und Kollegen unterstelle ich doch weiter zumindest schlechte Gedanken in meiner Richtung und die Beziehungen leiden davon.

Schwächen
Jeder hat sie, die meisten versuchen die zu verstecken. Ich auch. Genauso wie unpassende Gefühle, wird alles versucht, um die auszurotten. Und wenn es nicht geht, auf keinen Fall zeigen oder darüber sprechen. Die werden abgelehnt und ungern gesehen. Wenn ich die aber nicht habe, wieso schaffe ich nicht alles im Leben, wieso kann ich meine Ziele nicht erreichen oder Träume verwirklichen. Ich will mich aber mit meinen Schwächen nicht beschäftigen und auf keinen Fall die ganze Schuld auf mich nehmen, sonst werde ich ein Looser und ungeliebt. Na ja, es gibt doch andere Menschen um mich herum und deren Schwächen, Mängel, Fehler und Makel sehe ich sofort. Dann sind sie nicht vollkommen und nicht gut genug. Ab jetzt sind die anderen schwach, doof, unfähig, nicht tolerant usw. Wenn ich mich noch mit ihnen vergleiche, dann bin ich ein Traum und bei mir läuft alles.

Lust /sexuelle Interesse
Früher wurden Menschen ziemlich religiös, auch strenger erzogen und freie, offene Sexualität wurde in der Gesellschaft nicht gern gesehen. Es hat sich etwas geändert, aber nur etwas. Es gibt viele Menschen, die ihre Lust zurückhalten, verstecken und sich nicht erlauben. Wenn das zurückgedrängt wird, aber eine Erregung oder Aufregung trotzdem gespürt wird, projizieren wir das auf die anderen Menschen. Dann werden sie für uns vielleicht zu unmoralischen Personen, die nur an Sex denken, Lust haben oder uns wollen. Es wird von uns viel interpretiert und unterstellt. So kommt es zu Anmachversuchen und Belästigungen, obwohl diese Menschen nur Spiegel unsere eigenen Projektionen sind und gar nichts dafürkönnen.
Die Eifersucht gehört auch dazu. Ein Mensch will gern andere Personen näher kennenlernen oder tut das schon, weiß aber das ist schlecht und unfair gegenüber seinem Partner ist. Er verdrängt das, geht aber davon aus, dass sein Partner sich mindestens ebenso stark für andere potenzielle Sexualpartner interessiert wie er selbst. So projiziert er sein eigenes Interesse an den Partner und wird eifersüchtig.

So funktionieren Projektionen. Sie schützten uns, als wir noch klein waren und konnten innere Konflikte psychisch und mental nicht verarbeiten, aber jetzt sind wir erwachsen und können dagegen etwas unternehmen. Die bringen ins Leben und unsere Beziehungen Stress und Chaos, aber das muss nicht sein.

Ich hatte Mal vor ca. 4 Jahren eine Liste mit meinen Projektionen erstellt, da habe ich ca. 200 gehabt. Ich finde ab und zu immer noch neue bei mir. Um die loszuwerden, muss man sich schon mit sich selbst beschäftigen und das wird viel Zeit in Anspruch nehmen, aber es lohnt sich auf jeden Fall. Das Leben und das Miteinander wird dann einfacher und harmonischer. Das wünsche ich euch auch.

Euer Roman

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Selbstverantwortung

Hallo zusammen,

heute werden wir über den Begriff Selbstverantwortung reden. In diesem Artikel werde ich über deren Bedeutung, Hintergründe und Möglichkeiten sprechen. Dazu kommen ein schönes Video, meine Erfahrungen und Kommentare.

Als ich noch jung war, hörte ich ziemlich oft von meinen Eltern und Verwandten, dass ich für mich selbst Verantwortung übernehmen soll, um im Leben weiterzukommen. Damals habe ich auch selbst viel gelesen und meinen Freunden und Bekannten das Zitat von Sir Winston Churchill gern vorgetragen:

„Der Preis der Größe heißt Verantwortung.“

Rede an der Harvard-Universität, 6. 9. 1943

Ich habe auch schon verstanden, dass die Chefs oder Eltern viel mehr Verantwortung tragen und deswegen oft Entscheidungen treffen, die mir nicht ganz verständlich sind oder gar nicht gefallen.
Was genau es aber bedeutet und was dahintersteckt, war mir bis vor einigen Jahren unklar. Davor habe ich schon für Projekte, Menschen und meine Arbeit mehrmals Verantwortung übernommen, aber damals war es schon oft mehr eine Last für mich als eine Bereicherung. Meistens bedeutete es mehr Stress und da ich nicht gern delegierte, auch mehr Arbeit. Ich wusste nicht so richtig, wie ich für mich selbst Verantwortung übernehmen kann, ganz zu schweigen für die andere Menschen.

Ich möchte in diesem Artikel meine Meinung zum Thema schildern. Ob das bei euch genauso ist, kann ich nicht sagen, wir sind alle verschieden. Erstmal will ich klären, was für mich Selbstverantwortung heißt.

Es ist die Fähigkeit, Verantwortung für die eigenen Gefühle, Gedanken und Handlungen zu übernehmen, ohne andere zu beschuldigen und korrigieren zu wollen. Das heißt: nicht ich wurde von jemandem beleidigt, sondern ich traf die Entscheidung, mich beleidigt zu fühlen. Ich hatte die Wahl, entweder dieses Verhalten zu ignorieren oder die Beleidigung anzunehmen. Ich entschied mich – beleidigt zu sein. Das ist meine Wahl und zu 100 % meine Verantwortung. Auch hundertprozentige Übernahme der Verantwortung für Ereignisse im eigenen Leben ohne Berücksichtigung von Anforderungen und Erwartungen der anderen.

Jetzt möchte ich gern die Hintergründe für die Entscheidung schildern, ob ich für mich selbst Verantwortung trage oder nicht.
Wenn ich keine Verantwortung für mich selbst übernehmen will oder davor Angst habe, bedeutet es, dass ich meine Kraft abgebe, so mache ich mich schwach. Ich bin infantil und habe unbewusst die Hoffnung, dass, solange ich ein schwaches, kleines und hilfloses Kind vorspiele, habe ich eine Chance, dass meine Eltern kommen und mich doch lieben, hätscheln und alles für mich tun. (Es gibt Menschen, die ihr ganzes Leben lang Kinder sind und nach jemandem suchen, die Aufgaben ihren Eltern übernehmen wird. Es ist nicht schlecht, die haben nur zu wenig von dieser Liebe in ihrer Kindheit bekommen und suchen im Erwachsenen Alter auch danach).
So warte ich darauf, dass jemand anderer für mich alle oder den größten Teil der Lebensaufgaben übernimmt. Es könnten Partner, Verwandten, Chefs, Gemeinschaft, Gesellschaft, Regierung usw. sein. Falls dabei keiner mitmachen will oder macht anders als ich erwartet habe, dann sind die bösartig, hinterhältig und wollen mir nur weh tun. Sie haben Kraft, Macht und sie können mit mir alles tun, was sie wollen und ich bin ein kleines Kind, schwach und furchtsam.
Wie kann ich mich selbstbewusst, glücklich oder gelassen fühlen und mich selbst lieben, wenn ich kraftlos und verängstigt durch das Leben gehe und täglich Menschen sehe, die über meine Gegenwart und Zukunft entscheiden können?

Wenn ich mich entscheide für mich selbst Verantwortung zu übernehmen, dann muss ich meine Hoffnung auf die Liebeseinheiten und Unterhalt meiner Eltern oder anderen Personen aufgeben. Es ist als, ob ich aufstehen und sagen würde: „Ich bin jetzt erwachsen, ich bin so wie ich bin und nicht so, wie ihr mich gern sehen würdet.“ (Ich muss sozusagen meine Eltern enttäuschen, um erwachsen zu werden. Natürlich habe ich Angst, dass diese wichtigen für mich Personen, mich dann ablehnen und ich „sterbe“ lieblos und allein).

Ich denke, jeder von uns hat das schon Mal im Leben. Alles läuft und scheint möglich zu sein. Na ja, bis die ersten Hindernisse auftreten. Hier ist ein wichtiger Moment. Entweder suchen wir nach Lösungen oder nach Schuldigen. Das macht der Unterschied zwischen einem Erwachsenen und einem Kind. (Übrigens, sich selbst zu beschuldigen, heißt auch nach dem Schuldigen zu suchen). Ein Kind erwartet eine Strafe für seinen Fehler oder sein Vergehen, deswegen will es die Schuld an jemandem anderen abgeben.

Egal, was im Leben passiert, es gibt eine Lösung, einen Ausweg. Wenn ich für mich selbst Verantwortung übernommen habe, dann bin ich auf eine Lösungsfindung fokussiert. Ich bleibe in Bewegung und meine Kraft ist mit mir. Wenn ich beginne zu jammern, jemandem zu beschuldigen, fließt meine Energie ohne Nutzen raus. Ich denke an ihn, verfluche ihn, plane meine Rache usw. Ich habe selbst keine Kraft mehr, um etwas zu ändern. Er konnte mir das antun, er hat Kraft, ich nicht, ich gebe auf.

Falls ich aber entscheide erwachsen zu werden, muss ich selbst um mich kümmern. Ich muss alles selbst aufbauen und kann niemanden außer mir dafür verantwortlich machen. Dafür bekomme ich meine Kraft zurück. Jetzt muss ich selbst anpacken, ich sehe aber klarer meine Möglichkeiten und spüre Power in mir drin.

Wenn ich für mich selbst Verantwortung tragen kann, dann kann ich das auch für die anderen tun. Dann spüre ich nicht nur Kraft, sondern eine große Macht. Ich habe einen Einfluss auf die anderen. Ich wirke auf meine Umwelt, Menschen und Prozesse. Ich unterstütze, fördere und helfe. Hier kommen wir ganz nah dem Bereich Selbstverwirklichung. Das beginnt auch immer mehr Spaß zu machen.

Womit kann man anfangen, für sich selbst Verantwortung zu tragen?
Ich habe mit dem Verhalten begonnen. Für mich schien das am leichtesten. Da kann auch das Umfeld helfen, herauszufinden, wovon ich mich drücke.
Zum Beispiel, ich verliere schon den dritten Job innerhalb eines Jahres. Alle Chefs redeten etwas über Unpünktlichkeit. Das ist selbstverständlich nicht meine Schuld, dass meine S-Bahn unpünktlich ist oder es in der Stadt viele Staus gibt. Oder vielleicht gibt es doch in meinem Verhalten etwas, was ich ändern kann? Werde ich die Verantwortung dafür übernehmen oder klage ich weiter über den Verkehr?

Ich habe für mich, für mein Leben eine Entscheidung getroffen und kann euch sagen, ich habe es nicht bereut. Ich muss aber auch sagen, dass das ein Prozess ist, Aufstehen und Sagen: „Ich bin Erwachsen“, ist nur der Anfang. Dann kommt viel Arbeit an sich selbst, mit der ich immer noch beschäftigt bin. Man übernimmt nicht die ganze Verantwortung auf einmal, sondern einen Bereich nach dem anderen.
Trotzdem komme ich voran und spüre immer mehr Energie in mir. Meine Umwelt und äußere Umstände ändern sich, weil ich mich ändere. Es wird leichter und ruhiger in meiner Welt und ich freue mich, dass ich immer bewusster mein Leben genießen kann.


Video vom Lukas Hopetzki

Euer Roman

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Was gibt mir Kraft?

Hallo zusammen,

heute möchte ich gern über eine Methode sprechen, die mir geholfen hat, mein Leben zu verändern. Es geht um die Frage: „Wie stelle ich fest, was für mich gut und was nicht so gut ist?“ Dazu kommen ein Video und meine Kommentare.

Vor mehreren Jahren habe ich meinen damaligen Trainer gefragt: „Wie kann ich unterscheiden, was für mich gut und was schlecht ist? Er hat mir geantwortet: „Du sollst dir eine Frage stellen. Gibt mir das die Kraft oder nimmt?“ Ich habe mir damals sofort mein Leben angeschaut und viele Dinge, Menschen, Einflüsse, Beziehungen, Bedingungen und Situationen gefunden, die mir meine Kraft genommen haben.

Ich habe diese Frage in allen meinen Lebensbereichen angewendet. Es hat mir Klarheit verschafft, was ich wirklich brauche und wovon ich mich trennen soll. Die Sachen, die als kraftgebend deklariert wurden, habe ich versucht mehr in mein Leben hineinzubringen. Nach einiger Zeit konnte ich zwei Listen herausarbeiten, die mir geholfen haben, mein Leben einfacher und sinnvoller zu gestalten.

Ich möchte die beiden hier präsentieren, aber bitte nicht vergessen, dass wir alle verschieden sind und das, was für mich gut ist, könnte für euch nicht passen und umgekehrt.

Was mir Kraft gibt (unvollständige Liste):

kreativ sein,
künstlerisch sich betätigen,
etwas Neues ausprobieren, erleben
reisen,
eine knifflige Aufgabe lösen,
meinen Interessen nachgehen,
Neues Wissen, Fähigkeit, Fertigkeit aneignen,
Angst überwinden,
ein Spaziergang,
körperliche Bewegung,
spielen,
freien Platz schaffen/ausmisten,
neue Menschen kennenlernen,
ein angenehmes offenes Gespräch,
lachen,
ein Lächeln von jemandem zu sehen,
einen Konflikt, unangenehme Situation lösen,
jemandem helfen,
Lieblingsmusik hören,
meine Mutti, Verwandten oder Freunde,
jemandem verzeihen oder eine Vergebung bekommen,
meine Frau.

Was nimmt mir Kraft (unvollständige Liste):

Lügen, meine und von anderen,
Konflikte, die ich nicht angehe/löse,
meine Schuldgefühle, Zweifel, Ängste, Zorn, Scham,
sinnlose, gefährliche oder unangenehme Beschäftigung,
Massenmedia,
fernsehen,
Langweile,
stressige Situationen,
Eile und Hektik,
wenn es zu heiß ist (über 35 Grad),
Völlerei,
mein Perfektionismus,
Gedanken an meine (vermeintliche) Fehler,
grübeln,
Ja sagen, wenn ich eigentlich Nein sagen will,
wenn ich voreilige Versprechungen gebe,
Missverständnisse, Streitigkeiten,
meine Eitelkeit.

Wenn ihr versucht auch mit dieser Frage zu arbeiten, werdet ihr einige Sachen ganz schnell finden, die anderen kommen etwas später ans Licht. Dieses Bewusstwerden wird schon eine Weile in Anspruch nehmen, aber das lohnt sich auf jeden Fall.

Was kann man mit solchen Listen tun?
Die Dinge, die Kraft geben, könnte man öfter in den Alltag einbauen. Man kann auch überlegen, was noch ähnlich wäre und das auch ausprobieren. Ihr solltet aber vorsichtig sein, mit den Dingen, die eine Abhängigkeit hervorrufen können. Solche Sachen werden nur kurzfristig etwas bringen und später immer mehr zur Last fallen. Bei mir wären es zum Beispiel Fernsehen, Kinofilme, raffinierter Zucker und dessen Erzeugnisse und Games.

Es wäre am besten die Sachen, die Kraft geben mit den Sachen, die gut und nützlich sind, kombinieren.

Mithilfe der zweiten Liste könnten Dinge aus dem Leben gestrichen werden. Nach meiner Meinung muss man nicht unbedingt etwas behalten, was herunterzieht und müde macht. Ich empfehle nicht alles auf einmal zu streichen, sondern nach und nach. So sind die Erfolgsquoten höher.

An diese Stelle möchte ich mich herzlich bei meinem Trainer Karl-Peter Grube für diese Methode bedanken. Diese Frage: „Was gibt mir Kraft und was nimmt?“ kann euer Leben nicht nur erleichtern, sondern auch grundlegend verändern, sprich euch gesunder, harmonischer und glücklicher machen. Viel Erfolg dabei!

Euer Roman

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Happy New Year 2020!

Hallo zusammen,
heute geht es um Silvester und einen Abschied vom Jahr 2019. Wir werden über gute Vorsätze reden und vielleicht für uns passende herausarbeiten. Dazu stelle ich euch eine gute Übung, ein paar Videos und meine Kommentare vor.

Ich habe so einen Eindruck gewonnen, je älter ich werde, desto schneller vergeht die Zeit. Ist es bei euch auch so? Haben wir wirklich immer weniger Zeit oder immer mehr Verpflichtungen? Haben wir noch unsere Träume, Ideale und Ziele im Kopf oder wurden die durch Beschäftigungen, Routine und Alltagsaufgaben verdrängt? Auch darüber werden wir heute reden.

Am Silvester geht es nicht ohne gute Vorsätze für das neue Jahr. Da sind einige Beispiele. Wie sieht es bei euch damit aus?

Ich habe die Meinung, dass die meisten Menschen sich nicht lieben, sondern eine Vorstellung oder ein Idealbild von sich selbst, das Mal in ihrem Kopf entstanden ist. Das führt dazu, dass sie dem ein Lebenslang hinterherjagen, sich physisch und psychisch quälen und doch nie richtig das werden, was ihren Vorstellungen entspricht.

Ich bin schon für Veränderungen, aber die sollen von innen heraus passieren und wirklich notwendig sein, um sich weiterzuentwickeln. Nur wenn ihr sieht, dass ihr mit eurem Verhalten sich selbst oder jemanden anderen schadet, die Gesundheit oder das Leben ruiniert, euch einsam oder sehr unglücklich macht und zwingt richtig zu leiden, dann ist vielleicht die Zeit etwas zu ändern.
Normalerweise wissen wir, was zu tun ist, um die Situation zu verändern, wenn nicht, dann gibt es Psychologen, Coaches oder Lebensberater für verschiedene Lebensbereiche.

Wenn euch einfach etwas langweilig geworden ist oder ihr spürt, dass ihr im Leben festgefahren seid und das Leben zur Routine aus Aufgaben und Verpflichtungen geworden ist oder ihr wisst nicht, was ihr noch tun könnt, um ihr Leben etwas abenteuerlicher zu machen, dann könntet ihr die folgende Übung machen.

Übung
Ihr nimmt ein Papierblatt, zeichnet eine Linie von links nach rechts. Ganz links, am Anfang der Linie, stellt ihr einen Punkt und schreibt „Meine Geburt“. Ganz rechts, am Ende der Linie stellt einen Punkt und schreibt mein Tod. Irgendwo zwischen den Punkt, auf der Linie stellt noch einen Punkt und schreibt „Jetzt“ oder das heutige Datum.
Überlegt euch, was könntet oder möchtet ihr noch zwischen dem Jetzt und dem Tod reinpacken und schreibt alles nieder. Hier sind einige Fragen, die euch dabei helfen werden.

Welche Ereignisse fehlen noch auf der Linie?
Was wollt ihr noch erleben?
Wo möchtet ihr noch hinreisen?
Welche Träume wollt ihr noch verwirklichen?
Bei wem wollt ihr noch für etwas bedanken?
Wem wollt/könnt ihr noch vergeben oder wen um eine Vergebung bitten?
Welche Leistungen und Errungenschaften möchtet ihr noch erbringen?
Was wollt ihr schon lange tun, aber immer aufgeschoben habt?
Wen möchtet ihr noch kennenlernen oder besuchen?
Wem könnt ihr noch helfen?

Nach all diesen Fragen sollt ihr euch genau überlegen, an welchem Punkt ihr gerade steht und wie der weitere Weg sein müsste, um mit einer neuen Lebensgeschichte zu beginnen. Vergleicht nun, was geschrieben steht, mit dem, was ihr heute im Leben anstrebt. Wofür geht ihr jeden Tag zur Arbeit, wie verbraucht ihr eure Zeit und Energie, wie wichtig und bedeutend ist das, was ihr heute tut? Was bringt das euch?
Vielleicht werdet ihr danach etwas in eurem Leben ändern. Es ist egal, wie alt ihr seid oder in welchen Umständen ihr euch jetzt befindet, gibt bitte nicht auf! Es ist nie zu spät etwas Neues zu beginnen, ihr seid doch noch am Leben. Dazu ein kurzes Motivationsvideo.


Video von Harald Psaridis

Ich wünsche euch einen guten Rutsch und, dass ihr glücklicher im neuen Jahr werdet und viele neue Freunde und Möglichkeiten findet. Einen guten und erfüllten Start in 2020!

Euer Roman

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Fröhliche Weihnachten!

Hallo zusammen,

heute geht es bei mir um Weihnachtsfest. Ich habe für Euch eine lehrreiche Weihnachtsgeschichte und ein tolles Musikvideo vorbereitet.

Die drei Zedern aus Libanon

In dieser Geschichte geht es um drei legendäre Zedern, die in den einst wunderschönen Wäldern des Libanon heranwuchsen.
Zedern wachsen bekanntlich nur sehr, sehr langsam, überdauern dafür aber Jahrhunderte – Zeit genug, um über Leben und Tod, Mensch und Natur nachzudenken.

Unsere drei Zedern erlebten die Heimkehr von König Salomons Kundschaftern und später die Schlachten mit den Assyrern, die das Land mit Blut tränkten.
Sie lernten die Königin Jezebel und den Propheten Elias kennen, die einander Todfeinde waren. Und sie standen auch da, als das Alphabet erfunden wurde und freuten sich über die Karawanen, die mit bunten Stoffen beladen an ihnen vorüberzogen.

Eines Tages unterhielten sich die drei uralten Zedern über ihre Zukunft:
„Nach allem, was ich gesehen habe“, sagte der erste Baum, „möchte ich zum Thron des mächtigsten Herrschers der Erde werden.“ –
„Ich wäre gern Teil von etwas, das das Böse für immer in Gutes verwandelt“, meinte der zweite. Und die dritte Zeder fügte hinzu, „Wenn ich wählen könnte, wollte ich, dass die Menschen, wenn sie mich ansehen, an Gott denken.“

Wieder vergingen Jahre, bis eines Tages Holzfäller kamen.
Die Zedern wurden geschlagen und mit einem Schiff weit weggebracht.
Jeder der drei Bäume hatte seinen Wunsch getan, doch die Wirklichkeit fragt nicht nach den Träumen.
Aus dem ersten Baum wurde ein Unterstand für Tiere gezimmert, aus dem, was übrig blieb, eine Krippe für das Heu.
Aus dem zweiten Baum wurde ein einfacher, großer und langer Tisch, den später ein Möbelhändler kaufte.
Da sich für das Holz des dritten Baumes kein Käufer fand, wurde er zersägt und in ein Lager in einer großen Stadt gebracht.
Unglücklich klagten sie: „Unser Holz war gut, niemand hat etwas Schönes daraus gemacht.“

Die Zeit verging und in einer sternklaren Nacht verbrachte ein Ehepaar, das keine Herberge gefunden hatte,
die Nacht im Stall, der aus dem Holz der ersten Zeder gebaut worden war.
Die Frau gebar unter Schmerzen ein Kind und legte es in das Heu in der hölzernen Krippe.
Da begriff der erste Baum, dass sein Traum in Erfüllung gegangen war: Dort lag der König der Könige.

Jahre darauf setzten sich mehrere Männer an den Tisch, der aus dem Holz des zweiten Baumes gemacht worden war.
Bevor sie zu essen begannen, sprach einer von ihnen einige Worte über das Brot und den Wein, die vor ihm standen.
Und da begriff der zweite Baum, dass er nicht nur als Unterlage für ein Glas Wein und ein Stück Brot diente,
sondern für den Bund zwischen Gott und dem Menschen.

Am nächsten Tag wurden zwei Stücke der dritten Zeder aus dem Lager geholt.
Es wurde ein Kreuz aus ihnen gezimmert, das achtlos in eine Ecke geworfen wurde.
Wenige Stunden darauf brachten sie einen schwerverletzten Mann und schlugen ihn an das Holzkreuz.
Die Zeder klagte über das grausame Los, das ihr das Leben vorbehalten hatte.
Doch ehe noch drei Tage vergangen waren, begriff die dritte Zeder ihr Schicksal: Der Mann, der an ihr Holz geschlagen worden war, war jetzt das Licht, das alles erleuchtete.
Das aus ihrem Holz gezimmerte Kreuz war nun nicht mehr das Symbol der Qual, sondern war ein Zeichen des Sieges geworden.

Wie es immer mit Träumen geschieht, hatten sie sich auch für die drei Zedern aus dem Libanon erfüllt – nur nicht so, wie diese es sich vorgestellt hatten.

„Zehn Weihnachtsgeschichten“ Paulo Coelho

Ich wünsche Euch fröhliche Weihnachten, Zeit für Entspannung, Besinnung auf die wirklich wichtigen Dinge im Leben sowie Liebe, Essen und Trinken. 🙂

 

Euer Roman

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25 Wege Menschen für sich zu gewinnen

Hallo zusammen,

heute möchte ich euch mehrere Wege zum Aufbau einer guten Beziehung mit anderen Menschen vorstellen. Die wurden von einem US-amerikanischen Buchautor, Redner, Coach und Pastor John C. Maxwell verfasst, der mehr als 70 verschiedene Bücher geschrieben hat. Dazu kommen meine Kommentare und ein schönes Video.

Auf das Buch „25 Ways to Win with People“ von  John C. Maxwell habe ich vor ein paar Jahren gestoßen. Er hat viel zum Thema Führung und Führungsqualitäten geschrieben und es hat mich interessiert, was er zu den zwischenmenschlichen Beziehungen meint. Ich finde, dass seine Prinzipien sehr hilfreich sind, um uns selbst besser zu verstehen und das eigene Leben etwas zu erleichtern. Jetzt zu seinen Grundsätzen oder Prinzipien.

Wie viele Jahrhunderte müssen wir noch Wissen anhäufen, bevor wir lernen, diese einfachen Wahrheiten zu verstehen?

1. Das Prinzip des Spiegels: Bevor ich jemanden bewerte, soll ich erstmal mich selbst anschauen.

2. Das Prinzip des Schmerzes: Wenn jemand anderen Menschen Leid zufügt, fangen andere an, das Gleiche zu tun.

3. Das Prinzip des Aufstieges. Wir bewegen uns auf eine höhere Ebene, wenn wir beginnen, andere besser zu behandeln, als sie uns behandeln.

4. Das Prinzip des Bumerangs. Wenn wir anderen helfen, helfen wir uns selbst.

5. Das Prinzip des Hammers. Verwenden Sie niemals einen Hammer, um eine Mücke auf der Stirn einer Person zu töten.

6. Das Prinzip des Austauschs. Anstatt andere an unsere Stelle zu setzen, sollten wir uns selbst erstmal an ihre Stelle setzen.

7. Das Prinzip der Lehre. Jeder Mensch, dem wir begegnen, kann uns möglicherweise etwas beibringen.

8. Das Prinzip des Charismas. Menschen zeigen Interesse an der Person, die an ihnen interessiert ist.

9. Das Prinzip von 10 Punkten. Der Glaube an die besten Eigenschaften der Menschen lässt sie normalerweise ihre besten Eigenschaften zeigen.

10. Das Prinzip der Konfrontation. Zuerst muss man sich um die Menschen kümmern und erst dann mit ihnen in Konflikt treten.

11. Das Prinzip von Steinfelsen. Vertrauen ist die Grundlage jeder Beziehung.

12. Das Prinzip des Aufzugs. Im Verlauf von Beziehungen können wir Menschen aufsteigen lassen oder herunterdrücken.

13. Das Prinzip der Situation. Lassen Sie niemals zu, dass eine Situation mehr für Sie bedeutet als eine Beziehung.

14. Das Bobprinzip. Wenn Bob ein Problem mit allen hat, ist das Hauptproblem normalerweise Bob selbst.

15. Der Grundsatz der Zugänglichkeit. Die Leichtigkeit des Umgangs mit sich selbst hilft anderen, sich mit uns frei zu fühlen.

16. Das Prinzip des Grabens. Wenn du dich auf eine Schlacht vorbereitest, grabe einen Graben für dich so, dass ein Freund hineinpasst.

17. Das Prinzip der Landwirtschaft. Alle Beziehungen müssen gepflegt werden.

18. Das Prinzip von 101 Prozent. Findet 1 Prozent, in dem wir uns einig sind, und lenkt 100 Prozent unserer Bemühungen darauf.

19. Das Prinzip der Geduld. Reisen mit anderen wird immer langsamer sein als alleine.

20. Das Prinzip des Feierns. Eine echte Beziehungsprüfung ist nicht nur, wie treu wir unseren Freunden bleiben, wenn sie scheitern, sondern auch, wie sehr wir uns freuen, wenn sie Erfolg haben.

21. Das Prinzip der Freundschaft. Wenn alle Bedingungen gleich sind, werden die Leute versuchen, mit denen zu arbeiten, die sie mögen. Auch wenn die Bedingungen sich unterscheiden, werden sie es trotzdem tun.

22. Der Grundsatz der Zusammenarbeit. Zusammenarbeit erhöht die Wahrscheinlichkeit eines gemeinsamen Sieges.

23. Der Grundsatz der Zufriedenheit. In einer wunderbaren Beziehung ist es genügend für die Parteien, nur zum Spaß zusammen zu sein.

24. Das Prinzip einer Lupe: Wie wir selbst sind, so sehen wir auch die anderen.

25. Das Prinzip des Gesamtbildes: Die gesamte Bevölkerung der Erde besteht – mit der einzigen kleinen Ausnahme – aus anderen Menschen.“

John Calvin Maxwell

Wir können heutzutage auch allein viel bewerkstelligen und erreichen, aber wenn wir mit den Menschen, die wir mögen, zusammen sind, dann fühlen wir uns glücklich und können sehr viel mehr erreichen.

Euer Roman

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Erfolg und Niederlage

Hallo zusammen,
heute möchte ich gern über zwei Begriffe reden. Es geht um Erfolg und Niederlage. Was bedeuten die für uns, was dahintersteckt und wie wir besser mit denen umgehen können. Dazu kommen 2 Videos und meine Kommentare.

Ich beginne mit meiner Meinung dazu. Ich halte die beiden für eine Fantasie, die dank unserer Einbildungskraft existiert. Die große Illusion von Misserfolg und Erfolg ist, dass es sich nur um eine interne gedankliche Beziehung zu denen handelt, die mit unseren Vorstellungen über uns selbst zusammenhängt.

Wir denken uns selbst aus, wie wir sein sollen, wie unseren Erfolg aussehen soll und dann versuchen diesen Level zu erreichen. Da wir uns selbst nicht kennen, nehmen wir meistens Erfolgsvorstellungen von unseren Vorbildern. Ob das wirklich ihren Weg ist und zu ihnen passt, fragen sich nur wenige Menschen. Und wenn das nicht klappt, dann sind wir enttäuscht. Wir haben uns etwas ausgedacht und selbst frustriert.
In Wirklichkeit haben wir in dem Moment, in dem wir über Erfolg und Misserfolg nachdenken, bereits versagt, weil wir dann in Erwartungen verstrickt sind. Hier habe ich einen Artikel zum Thema Erwartungen.

Was ist Erfolg? Für jeden ist es etwas anderes. Oft ist es Geld, Eigentum, glückliche Beziehung, Familie oder alles zusammen usw. Woher kommt das? Von unseren Eltern, wichtigen für uns Personen, aus Büchern, Filmen, Bildern, von der Gesellschaft und unserem sozialen Umfeld. Das bedeutet, das Bild wie Erfolg aussehen soll, kommt auch von Menschen. Wenn ich obengenannte Dinge habe, dann bin ich erfolgreich. Ist das wirklich so? Was meint ihr?

Ich denke, hier hängt viel mit Sicherheitsbedürfnis zusammen. Wenn ich die materiellen Dinge und soziales Umfeld habe, dann fühle ich mich sicherer im Leben. Wir haben Angst und diese Sachen geben uns ein Gefühl von Kontrolle und einen bestimmten Komfort. Wir wollen weg vom Frust und Schmerz näher zur Sicherheit und Vergnügen. Gibt es 100 % Sicherheit? Macht die uns angstfrei?

Ich will euch nur darauf aufmerksam machen, dass die Bedeutung von diesen beiden Begriffen nur in unseren Köpfen existiert. Und solange wir Situationen in unserem Leben als Niederlage oder Erfolg bezeichnen, werden wir unglücklich sein, weil wir vor Niederlage uns fürchten und vor der laufen. Leid und Freude gehören beide zum Leben. Wenn wir kein Leid hätten, würden wir die Freude nicht schätzen. Oft kommt mit etwas Frustrierendem auch eine positive Wendung, die wir erst nicht sehen können.


Wenn wir wachsen wollen, wird uns auch etwas Frustrierendes und Schmerzhaftes entgegenkommen. Wir sollen es annehmen, überwinden oder überleben. Dadurch werden wir mutiger, stärker und weiser. Das hilft uns weiterzukommen.

Das Leben besteht aus vielen sich wiederholenden Zyklen. Jeder Art von Erfolg kann nicht seinen Schatz in einen einzigen Zyklus offenbaren. Hier werden feste Überzeugung und Vertrauen in unseren Entscheidungsprozess gebraucht. Wenn wir zum Beispiel manchmal in einer scheinbar erfolglosen Richtung überzeugt bleiben, kommen wir dann zu Gelegenheiten, die später erfolgreich werden. Wir können unseren Lebensweg nicht vollständig durchdenken und durchplanen. Das Leben hat sowieso seinen eigenen Plan für uns und wird den auch durchziehen.

Das Wichtigste ist hier nicht aufgeben. Es gibt viele Menschen, die Angst vor Fehlern und Niederlagen haben. Sie sind erstarrt in ihren Komfortzonen, wagen nichts Neues und haben sich schon abgeschrieben. Wir haben verloren, nur wenn wir nicht mehr an uns glauben und vor Umständen oder Aufgaben kapitulieren.

Um da herauszukommen, sollen wir alle diese Fantasien loslassen und uns in den Abgrund des Unbekannten werfen lassen. Und alles beginnt hier mit dem ersten Schritt auf einem Weg, der noch nicht existiert. Dieser Schritt führt ins Leben. Von Taubheit, von Stagnation, von Leere direkt ins Leben. Auch wenn unser Versuch, etwas Neues zu leben, scheitert, haben wir es dennoch getan, indem wir aus unserem Käfig ausgestiegen sind. Das ist ein tolles Gefühl. In diesem Moment haben wir begonnen zu leben.

Mit anderen Worten, wir müssen die Fähigkeit behalten, sich überraschen zu lassen, sich vom Leben in die gewünschte Richtung führen zu lassen und Kräften vertrauen, die sich unserer Kontrolle entziehen.

Euer Roman

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Was steht hinter einem Konflikt?

Hallo zusammen,

heute möchte ich über Konflikte und ihre Bedeutung für uns sprechen. Ich habe schon ein Artikel darüber geschrieben und möchte das Thema etwas vertiefen. Dazu kommen zwei Videos und meine Kommentare.

Es gibt mehrere Gründe und Ursachen für Konflikte. Wenn die uns bewusstwerden, kann das uns helfen, uns selbst besser zu verstehen und eventuell etwas zu ändern. Etwas ausführlicher darüber schreibe ich in diesem Artikel.
Ein Grund davon, meine Meinung nach, sind z.B. Projektionen. Wenn wir mit einer Person im Konflikt sind, dann lehnen wir etwas ins ab, was nach draußen, auf diesen Menschen projiziert wird. Zum Beispiel, ich sehe einen Menschen, der seinen Frust in seinem Umfeld abreagiert. Ich bin empört, verärgert und, wenn ich sogar nichts sage, bin ich innerlich mit ihm in einem Konflikt. Wenn ich mir die Situation etwas genauer ansehe, werde ich feststellen, dass ich mir selbst das bewusst nicht erlaube, weil das, nach meiner Meinung, z.B. in der Gesellschaft verwerflich ist. Unbewusst aber tue ich manchmal schon etwas in diese Richtung, aber gestehe mir selbst das nicht.

Ich will aber über ihre Bedeutung für uns reden. Ich denke, dass das Wichtigste im Leben für jeden Mensch die Liebe ist. Wenn wir in unserer Vergangenheit einen Mangel davon erfahren haben, dann werden wir uns möglicherweise ganzes Leben lang danach sehnen und suchen. Ich will präzisieren, dass wir nach einer bedingungslosen Liebe suchen werden. Diese Liebe haben wir von unseren Eltern erwartet, aber, nach unserer Meinung, nicht bekommen. Wir werden nach Menschen suchen, die uns bedingungslos annehmen, so, wie wir sind.
Da wir schon schlechte Erfahrungen mit unseren Eltern gemacht haben, sind wir vorsichtiger geworden. Wir haben ein unbewusstes inneres Gefühl, dass wir böse/schlecht sind. Wenn schon unsere Eltern uns nicht geliebt haben, dann wieso soll ein fremder Mensch uns lieben? Innerlich sind wir schon in der Kindheit zum Entschluss gekommen: Wir sind nicht liebenswert.

Wir haben gelernt, dass wir für die Liebe etwas tun müssen, brav, nett, angepasst, ruhig usw. sein. Das versuchen wir ganz am Anfang einer neuen Beziehung. Etwas später wird uns klar, dass unsere neue Bekanntschaft nicht unser Spiegelbild und nicht einer von unserem Elternteil ist. Der erfüllt nicht alle unsere Erwartungen und Bedürfnisse, so wie wir es wollen. Wir beginnen zu vermuten, dass diese Person uns auch nicht bedingungslos liebt und haben Angst den alten Schmerz erneut zu erleben. Noch eine Bestätigung, dass wir nicht liebenswürdig oder schlecht sind, wollen wir nicht haben, weil das weh tut. Wir versuchen entweder die Beziehung zu retten und werden doppelt so nett, was langfristig nicht haltbar ist oder wir zeigen unser „wahres Gesicht“ und versuchen die Liebe anzufordern, sprich – gehen in den Konflikt.

Jetzt komme ich zu einem Punkt, der sehr wichtig ist. Wenn jemand mit uns einen Konflikt beginnt, bedeutet es, dass der Konfliktpartner uns unbewusst testet. Sind wir genauso wie seine Eltern und werden ihn sofort ablehnen oder er könnte in uns eine vertrauenswürdige und ihn akzeptierende Person finden? Eigentlich jeder Konflikt ist eine Möglichkeit eine Beziehung zu vertiefen. Einfach gesagt, dieser Person möchte unsere Beziehung vertiefen, sie will geliebt werden und wieder vertrauen können.

Wenn wir in diesem Moment diese Person ablehnen, ohne darüber zu reden und einander verstanden zu haben, dann haben wir wenig Chancen je mit ihr eine gute Beziehung zu haben. Ich empfehle daher jeden Konflikt anzusprechen. So senken wir Schmerz und Leid in unserem Leben und generell in dieser Welt. Hier ein Artikel dazu.

Es gibt sehr viele Menschen auf diesen Planeten, die erwachsen aussehen und versuchen sich auch so zu verhalten, aber trotzdem noch Kinder sind und nach Menschen suchen, den sie lieben und denen sie vertrauen können. Wir wollen doch keinem Kind weh tun.
Versuchen wir nett zueinander zu sein, wir sind doch alle in einem Boot.

Euer Roman

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Wie erwachsen bin ich wirklich?

Hallo zusammen,

heute möchte ich gern noch einmal zum Thema eine reife Persönlichkeit schreiben. Ich stelle euch wieder ein Modell mit mehreren Aspekten vor und wir versuchen gemeinsam uns damit auseinander zu setzen. Dazu kommen ein tolles Video und meine Kommentare.

Zu meinem letzten Artikel (mit Modell von A. Maslow) gab es doch hin und wieder Fragen zu verschiedenen Aspekten seiner Theorie. Was genau die bedeuten, wie man die genau interpretieren kann und andere. Jetzt biete ich euch eine andere Sichtweise von einer russischen Psychologin Galina Orlova an. Sie stellte auch eine Liste von Aspekten oder Fähigkeiten einer reifen/erwachsenen Persönlichkeit zusammen, aber sie zeigt eine andere Perspektive und geht damit mehr ins Detail.

Bevor wir mit den Fähigkeiten beginnen, möchte ich noch etwas klarstellen. Es geht um eine Meinung einer Psychologin, die mir gefällt, aber es ist nicht in Stein gemeißelt und nicht die letzte Instanz.

Dazu ein passendes Video:

Und jetzt versprochene Fähigkeiten einer erwachsenen Persönlichkeit:

1. Die Fähigkeit zu warten und das geduldig zu ertragen.

2. Die Fähigkeit und Bereitschaft Fragen zu stellen, offen und ehrlich eigene Bedürfnisse und Wünsche zu erklären. Die Fähigkeit, diese Frage oder Anfrage zu diskutieren, ohne auf Emotionen und Manipulationen zurückzugreifen

3. Die Fähigkeit, eine Ablehnung zu akzeptieren: Das Recht eines anderen, „Nein“ zu sagen, ohne ihn nach Gründen und Ausreden zu fragen. Auch das Recht, selbst Nein zu anderen zu sagen, ohne sich zu entschuldigen oder ihnen zu erklären.

4. Die Fähigkeit, Nein zu sagen und dabei die eigenen Interessen, Grenzen, Bedürfnisse, Ansichten und Werte zu beachten. Auch das Recht, Nein zu sagen, ohne sich zu entschuldigen oder etwas zu erklären.

5. Die Fähigkeit, Fehler zu machen, Fehler zu akzeptieren, daraus Schlussfolgerungen für die Zukunft zu ziehen und dabei Lebenserfahrung zu sammeln.

6. Die Fähigkeit, das Wichtige und das Nützliche, von dem Unwichtigen und dem Zweitrangigem zu unterscheiden. Priorisieren.

7. Die Fähigkeit, Verantwortung für die eigenen Gefühle, Gedanken und Handlungen zu übernehmen. Ohne andere zu beschuldigen und sie korrigieren zu wollen. Das heißt: nicht ich wurde von jemandem beleidigt, sondern ich traf die Entscheidung, mich beleidigt zu fühlen. Ich hatte das Recht, dieses Verhalten zu ignorieren oder die Beleidigung anzunehmen. Ich entschied mich beleidigt zu sein. Das ist meine Wahl. 100 % Verantwortung.

8. Die Fähigkeit zu vergeben, andere Menschen so zu akzeptieren, wie sie sind; ohne den Wunsch, sie neu zu gestalten oder zu reparieren.

9. Übernahme der Verantwortung für Ereignisse im eigenen Leben ohne Anforderungen und Erwartungen der anderen.
Es geht mich nicht an: Was oder wie sind die anderen Menschen. Meine Sache ist, was oder wer ich selbst bin. Ich selbst zu sein oder nicht, etwas zu erreichen oder auf die Hilfe anderer zu warten, Ziele zu setzen und zu ihnen zu gehen oder sich zu deprimieren, ist alles meine Entscheidung. Ich kann jede beliebige Wahl treffen und habe immer 100% Verantwortung dafür. Ich habe auch das Recht, alle möglichen Strategien in meinem Leben auszuprobieren.

10. Die Fähigkeit, die Gefühle, Stimmungen und Wünsche anderer Menschen zu verstehen und die Fähigkeit, deren Bedürfnisse und meine Unähnlichkeit zu ihnen zu respektieren.

11. Die Fähigkeit, die Lebensrealität anzunehmen, ohne Menschen, Illusionen und „magische“ Fantasien zu idealisieren.

12. Die Fähigkeit, die Folgen meiner eigenen Handlungen, Gedanken und Gefühle vorauszusehen und dafür Verantwortung übernehmen.

13. Bewusstsein: Verständnis der wahren Motive eines Menschen im Verhältnis zu anderen, die Fähigkeit, diese Motive ehrlich auszusprechen, sie offen zu erklären und sie in Form von Anfragen oder Fragen an eine andere Person auszudrücken, ohne dabei Menschen manipulieren zu wollen.

14. Die Fähigkeit, aus einer bestimmten Situation bestimmte Schlussfolgerungen zu ziehen. (Ohne eine Verallgemeinerung der Erfahrung in Form von „immer“, „überall“, „alle“, „nie“, „niemand“, „nirgendwo“).

15. Die Fähigkeit, auf Augenhöhe mit anderen Menschen zu sein: ohne Lob und Mitleid.

16. Die Fähigkeit, sich selbst unabhängig zu bewerten (stabiles, unabhängiges, von den Meinungen andere Menschen, Selbstwertgefühl), das Fehlen der Notwendigkeit „allen zu gefallen“.

17. Die Fähigkeit, sich selbstständig zu bestärken und zu ermutigen, ohne von einem Bedeutenden anderen abhängig zu sein.

Als ich sie alle mir zum ersten Mal durchlas, dachte ich: „Klasse, ich habe die alle!“ Später, als ich mir die genauer ansah, dann wurde mir bewusst, was ich hundertprozentig hatte und was nicht… Und dafür habe ich meine ganze Aufrichtigkeit und Ehrlichkeit gebraucht.

Mich würden eure Meinungen zu diesem Thema interessieren. Wie sieht ihr das?

Euer Roman

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Was macht mich glücklich 2

Hallo zusammen,

heute geht es um die Frage, wie wir uns selbst Aufmerksamkeit, etwas Wärme und Liebe schenken können. Vor mehreren Monaten habe ich mit dem Thema begonnen und jetzt möchte ich das vertiefen. Ich biete euch meine erprobten Techniken und Methoden an und hoffe auch von euch ein paar Tipps zu bekommen. Dazu kommen 2 tolle Videos und meine Kommentare.

Ich bin mir sicher, dass jeder von uns mehrere Alternativlösungen hat, um sich selbst etwas Gutes zu tun, sich zu beruhigen, Laune zu verbessern, herunterzukommen, sich zu entspannen oder wieder in Balance zu kommen. Dieses Video zeigt uns auch einige.

Hier stelle ich euch meine Methoden vor:

Draußen, in der Natur mag ich …
– einen Sonnenaufgang oder Sonnenuntergang begleiten,
– Haustiere streicheln oder auch einfach beobachten,
– mir Vogelzwitschern / Vogelgesang anhören,
– Regengeräusch zuhören,
– mir einen Regenbogen ansehen,
– barfuß durch Gras spazieren gehen,
– joggen,
– bei Mannschafts-/Ballspielen mitmachen,
– mir am Abend/nachts den Sternenhimmel ansehen
– einfach in einem Park oder Wald spazieren gehen.

Zu Hause mag ich …
– mir einen guten Film anschauen,
– richtig lang ausschlafen und noch eine Weile im Bett bleiben,
– mir etwas Leckeres kaufen,
– backen,
– Gymnastikübungen machen,
– Lieblingsmusik hören,
– mir alte Fotos anschauen,
– eine Massage oder Selbstmassage gönnen,
– einen Tag nur mit mir selbst verbringen.

In einer Beziehung mag ich …
– Menschen positiv überraschen,
– jemanden anlächeln,
– ein tiefes Gespräch führen,
– ein gemeinsames Essen organisieren,
– Witze reißen, Spaß haben,
– gemeinsam etwas erleben,
– jemanden umarmen.

Bei der Arbeit mag ich …
– einfach für eine Minute die Augen schließen,
– kurz nach draußen gehen,
– ein Stück Obst essen,
– eine kurze Pause einlegen und aus dem Büro herausgehen,
– aus einer To-do-Liste etwas wegstreichen,
– zusammen mit Kollegen in einer Kantine/Café Mittagspause machen,
– mit einem Kollegen persönlich etwas besprechen.

Am Anfang habe ich nicht gedacht, dass ich so viele Möglichkeiten in meinem Leben nutze. Ich habe auch bemerkt, dass es besser ist, wenn ich die mixe und abwechselnd anwende. Es gibt Tage, in denen ich die gar nicht nutze, aber es gibt auch Zeiten, wo ich mehrere nacheinander brauche. Es geht selbstverständlich nicht immer die gleich zu haben, dann nutze ich dafür die anderen.

Hier habe ich noch eine Empfehlung, die mein Leben auch bereichert und verbessert hat.

„Fülle in deinen Alltag“ von Eckhart Tolle

Ich finde, alle diese Aktivitäten sind hilfreich, denn sie schaffen den Ausgleich, den wir brauchen, um in unserem rasenden Alltag, lebendig und gelassen bleiben zu können. Es gibt aber noch viel mehr, was wir tun können. Sehr wichtig ist, nicht nur die Ausgleichszeit wohl und sinnig zu gestalten, sondern auch Alltag- und Arbeitszeit so zu nutzen, dass die beiden uns ein glückliches Leben ermöglichen. Das können wir nur selbst tun und nur wir sind dafür verantwortlich, dass in unserem Leben diese Dinge geschehen.
Hier sind ein paar Links zu meinen früheren Artikeln zum Thema:
Was macht mich glücklich?
Selbstliebe
Selbstliebe 2

Ich werde am Wochenende keine Zeit für einen Artikel haben, deswegen kommt der Beitrag jetzt heraus.

Was macht ihr, um euch selbst etwas Gutes zu tun und den Tag zu versüßen?
Schreibt bitte eure Tipps darunter, so lernen wir alle voneinander.

Euer Roman

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Wie kann ich besser Entscheidungen treffen

Hallo zusammen,

heute möchte ich euch eine Methode vorstellen, die uns helfen kann, überhaupt eine oder eine überlegte Entscheidung zu treffen. Es geht um „Das Descartes Quadrat“. Dazu kommen ein passendes Beispiel, eine Filmempfehlung und meine Kommentare.

Jeder von uns ist ständig mit der Notwendigkeit konfrontiert, Entscheidungen zu treffen. Wir entscheiden, was wir abends machen, wo wir morgen nach der Arbeit oder am Wochenende hingehen, welches Essen wir heute kochen, mit wem wir eine Familie gründen wollen usw. Und wenn uns relativ leicht einfache Entscheidungen treffen, ergeben sich gewisse Schwierigkeiten bei ernsthafteren Aufgaben oder Fragestellungen. Um in so eine Situation die beste Lösung zu finden, könnten wir eine spezielle Entscheidungstechnik verwenden. Ich habe schon vor einem Jahr einen Artikel zu diesem Thema geschrieben und jetzt will ich das vertiefen.

Wenn wir uns das Leben eines gewöhnlichen Menschen ansehen, wird uns klar, dass er sich in einer Situation, in der es notwendig ist, Entscheidungen zu treffen, normalerweise auf ein oder zwei seiner Merkmale konzentriert und sich dadurch in eine Art Sackgasse treibt und eigene Sicht einschränkt. Darüber hinaus trägt das Standarddenken eines Menschen dazu bei, dass er sich nur eine Frage stellt: „Was passiert, wenn dies geschieht?“. So hat er ein gewöhnliches Verhaltensszenario, die Ausführung einer Aktion und die Auswertung des folgenden Feedbacks umfasst.
DECART SQUARE wurde von René Descartes, einem französischen Philosophen, Mathematiker und Naturwissenschaftler entwickelt. Das Quadrat des Descartes ist dazu gedacht, zuerst zu überlegen und nicht nur ein paar Optionen in unserem Kopf zu klären, sondern nach einer bestimmten Methode alles auf Papier zu bringen.

Zur Anwendung von Descartes Quadrat benötigen wir ein Blatt Papier, einen Kugelschreiber oder einen Bleistift. Teilt bitte ihr Papierstück in vier Teile. In jedem Teil wird oben eine Frage platziert und unten im gleichen Viereck werden wir viel Platz für unsere Antworten brauchen.

Diese Technik umfasst die Beantwortung von vier grundlegenden Fragen. Diese vier Fragen sind eigentlich vier Beobachtungspunkte meines Problems, mit dessen Hilfe kann ich das Problem aus verschiedenen Blickwinkeln betrachten und objektiverer Vorstellung davon bekommen.

Als Beispiel möchte ich die folgende Situation nehmen: Ich möchte meinen Beruf wechseln (einen neuen Job finden, ein eigenes Unternehmen gründen, freiberuflich tätig werden usw.). Ich kann aber meine Zweifel daran nicht loswerden. Ich sehe einige Vorteile und Nutzen einer neuen Art von Aktivität, aber ich weiß nicht, was genau zu tun ist und zögere daher eine Entscheidung zu treffen.

Wir stellen uns nacheinander vier Fragen und beantworten sie wie folgt:

1. Was passiert, wenn ich meinen Beruf wechsle?

Diese Frage impliziert eine Suche nach den Vorteilen, wenn ich kriege, was ich will. Die erste Frage ist die offensichtlichste und aus diesem Grund ist es sehr wichtig, so viele Antworten wie möglich zu finden. Antworten auf diese Frage motiviert uns zu einer Entscheidung.

Wenn ich meinen Beruf wechsle, werde ich den ersten Schritt zu meinem Traum machen – das zu tun, was ich wirklich mag.
– kann ich aufhören „für meinen Chef“ zu arbeiten und sowohl meine Arbeit als auch mein Einkommen selbst kontrollieren.
– zeigt dies meinen Mut und ich selbst und die anderen werden respektvoller mir gegenüber.
– kann ich meinen Mitmenschen beweisen, dass ich ernsthaft beabsichtige mein Leben zu ändern.
– wird dies meine Motivation, neues Wissen zu erwerben und neue Fähigkeiten zu erlernen.
– kann ich endlich anfangen, etwas Neues zu machen.
– werde ich nicht länger an der Richtigkeit meiner Wahl zweifeln.

2. Was passiert, wenn ich meinen Beruf nicht wechsle?
Diese Frage beinhaltet die Suche nach den Vorteilen, nicht das zu bekommen, was ich will. Mit anderen Worten, die Antworten auf die zweite Frage zeigen mir, was passiert, wenn ich mich weigere, die von mir getroffene Entscheidung umzusetzen, und alles bleibt wie zuvor. Als Antwort schreibe ich alle Vorteile dieses Zustands auf, die ich nicht verlieren möchte.

Wenn ich meinen Beruf nicht wechsle, muss ich meine gewohnte Lebensweise nicht aufgeben.
– mache ich mir keine Sorgen darüber, dass ich neues Wissen und neue Dinge lernen muss, weil dies möglicherweise nicht funktioniert.
– kann ich mich an meinen freien Tagen friedlich ausruhen.
– muss ich niemandem etwas erklären oder mich für etwas schuldig fühlen.
– kann ich in Zukunft darüber nachdenken. Vielleicht ist es die Zeit wirklich wert.
– kann ich weiter planen /träumen, wie es sein könnte.
– werde ich den Menschen um mich herumzeigen, dass ich mit dem aktuellen Stand der Dinge zufrieden bin.

3. Was passiert nicht, wenn ich meinen Beruf wechsle?
Diese Frage beinhaltet die Suche nach Nachteilen, um das zu bekommen, was ich will. Einfach ausgedrückt, ist die Antwort auf die dritte Frage der Preis, den ich für die Umsetzung der Entscheidung zahlen werde.

Wenn ich meinen Beruf wechsle, kann ich das Leben, an das ich mich so lange gewöhnt habe, nicht mehr leben.
– kann ich keine Maßnahmen/Taten mehr verschieben, um neue Möglichkeiten zu finden.
– kann ich mich sehr wahrscheinlich an meinem normalen Wochenende nicht mehr so entspannen, wie davor.
– habe ich nicht mehr genug Zeit für einen ziellosen, aber erfreulichen Zeitvertreib.
– habe ich keine Gelegenheit mehr, mit meinen ehemaligen Kollegen zu kommunizieren und lustige Firmenfeiern zu besuchen.
– werde ich nicht mehr alle alte Freunde und Bekannte in meinem Umfeld behalten können.

4. Was passiert NICHT, wenn dies NICHT passiert?
Diese Frage beinhaltet die Suche nach Nachteilen, wenn ich nicht das bekomme, was ich will. Bei der Beantwortung der vierten Frage schneide ich die verbleibende „Nicht“ ab, die mir bei der Umsetzung meiner Entscheidung stören. Bei dieser Frage wird empfohlen, so schnell wie möglich zu antworten und sich auf die Intuition zu verlassen.

Wenn ich meinen Beruf nicht wechsle, werde ich keine Möglichkeit haben, meinen Traum zu verwirklichen – Geld zu verdienen und das tun, was ich wirklich möchte/mag.
– kann ich nicht aufhören, „für irgendeinen Chef“ zu arbeiten.
– werde ich mich nicht mehr respektieren, weil ich Angst vor einer Veränderung im Leben habe.
– wird niemand (auch ich nicht) an die Ernsthaftigkeit meiner Absichten glauben, mein Leben zu ändern.
– werde ich keine Motivation haben, Neues auszuprobieren, andere Erfahrungen zu machen und neue Bereiche zu erschließen.
– kann ich meine Zweifel nicht loswerden und mache mir weiterhin Vorwürfe, dass ich keine Entscheidung getroffen habe.

Wenn wir am Ende unser Blatt Papier ansehen, werden wir sehen, ob Vorteile oder Nachteile dieses Vorhabens überwiegen. Die Antworten auf die Fragen 1 und 4 sind Plus (entscheidet dafür) und auf die 2 und 3 sind Minus (entscheidet dagegen).

Dabei muss man auch einige kritische Punkte berücksichtigen. Diese Methode zur Berechnung der Vor- und Nachteile hat ihre Einschränkungen, da die Antworten ein unterschiedliches Gewicht und eine unterschiedliche Bedeutung haben. Dazu kommt, dass unsere Arbeit durch unsere eigene Vorstellungskraft, durch emotionale Kraft und Stärke des Wunsches beschränkt sind.

Die Descartes Methode ermöglicht uns eine Situation von verschiedenen Seiten zu analysieren, alle Möglichkeiten für ein Pro und Contra zu sehen und eine bewusste Entscheidung zu treffen.
Selbstverständlich ist es möglich, das Quadrat des Descartes nicht nur auf den Bereich der beruflichen Tätigkeit anzuwenden, sondern auch auf jeden anderen Lebensbereich.
Es ist jedoch wichtig, zu verstehen, dass alle unsere Antworten aufgeschrieben und nicht mental beantwortet werden sollten. Erstens können wir die Antworten leicht durcheinanderbringen und zweitens funktioniert das Unterbewusstsein so, dass es das „NICHT“ -Teilchen ignoriert, weshalb eine hohe Wahrscheinlichkeit besteht, Fehler zu machen. Verwendet daher besser ein Stück Papier und einen Stift.

Ich möchte euch einen tollen Film „The Green Mile“ vorstellen, in dem wir schwieriger emotionale Situationen beobachten können, in denen jeder seine Entscheidung trifft.

Viel Erfolg!

Euer Roman.

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Wie kann ich etwas Gutes tun?

Hallo zusammen,

heute möchte ich gern über Hilfsbereitschaft im Alltag und ihre Auswirkungen auf uns reden. Ich habe für euch mehrere Tipps, 2 schöne Videos und meine Kommentare vorbereitet.

Da ich viel mit sozialem Verhalten arbeite und mich für gutes Miteinander einsetze, werde ich oft gefragt, welche einfache Tipps ich für die alltägliche Interaktion mit anderen Menschen habe. Ich habe schon darüber berichtet, z.B. in einer Reihe von Artikeln, die Wissenschaft des Friedens heißen. Heute werde ich das Thema vertiefen.

Manchmal kostet es uns gar nicht, gelegentlich müssen wir uns wirklich anstrengen und unsere eigenen Prioritäten zurückstellen. Das könnte eine kleine Unterstützung im Haushalt sein, wie die Hilfe beim Saubermachen oder eine große, wie das Angebot einer Bluttransplantation. Manchmal kriegen wir keinen Dank dafür, seid dazu bereit und denkt dabei, ihr macht das eher für euch und euer Wohlbefinden.

Habt ihr euch schon gefragt, warum alle diese heutzutage Superhelden so populär sind. Nach meiner Meinung geht es dabei nicht nur um deren Superfähigkeiten und auch nicht nur um Anerkennung und Respekt der anderen. Es geht darum, dass viele Menschen einen Helden in ihrem Leben brauchen, der Ihnen in schwierigen Zeiten zur Seite steht. Und es gibt andere, die dieser Held sein wollen.

Jemandem eine kleine Freude zu bereiten oder zu helfen, ist auch eine von mehreren Möglichkeiten unsere Zuneigung und Liebe zu zeigen. Unten habe ich einige Links zu meinen früheren Artikeln, wo ich das Thema näher angehe.
Es wäre besser, wenn wir unsere Hilfe freiwillig anbieten, dann fühlen wir uns dabei wie große Helden, die jedes Problem lösen können. Man kann solche kleinen Nettigkeiten auch zur Gewohnheit machen und täglich unser Leben damit versüßen. Am besten sollte man doch nicht jeden Tag das Gleiche tun, sondern verschiedene Taten innerhalb der Woche verteilen.

Hier findet ihr ein paar einfache Möglichkeiten etwas Gutes zu tun. Es sind Situationen, die wir tagtäglich in unserem Leben erleben und die dieses Leben etwas besser machen können.

1. Haltet eine Tür für die Person auf, die nach euch kommt.
Es scheint eine einfache Höflichkeitsregel zu sein, aber wie viele Menschen vergessen in Eile diese einfache Kleinigkeit. Und die Person, die euch folgt, wird es mit Sicherheit zu schätzen wissen, dass ihr für eine Sekunde stehengeblieben seid und die Tür offengehalten habt.

2. Erbringt eine Wohltat.
Zum Beispiel räumt eure Schränke auf und gibt nicht benötigte oder nicht mehr gefallene Gegenstände an Waisenhäuser oder an das Rote Kreuz oder zu einer anderen Sammelstelle. Ihr braucht diese Dinge sowieso nicht, aber sie werden jemandem Freude bereiten, jemanden wärmen und vielleicht sogar vor dem Tod retten. Am besten gibt ihr die jemanden, der die braucht, persönlich ab. Diese Tat könnte euch auf so eine Art und Weise berühren, dass ihr euer Leben danach verändert werdet.

3. Hinterlasst eine positive Bewertung zu eurem Lieblingscafé oder -laden.
Wenn alles in Ordnung ist, haben wir es irgendwie nicht immer eilig, an jeder Ecke darüber zu schreien. Wenn Ihnen das Café oder eine andere Institution gefallen hat, hinterlassen Sie eine positive Bewertung. Es wird nicht lange dauern und das Café gewinnt einige neue Besucher und andere Leser werden euch für die Ratschläge zu einem guten Ort dankbar sein.

4. Spendet Blut
Wenn ihr eine Blutspende abgibt, habt ihr bereits jemandem das Leben gerettet.

5. Helft neuen Nachbarn, sich einzurichten und wohl zu fühlen.
Ziehen neue Nachbarn in euer Treppenhaus ein? Es wäre schön, sie zu begrüßen, etwas Hilfe beim Umzug anzubieten, vielleicht um etwas vorzuschlagen, Fragen zu beantworten. Es sind nur ein paar einfache Schritte, um gute nachbarschaftlichen Beziehungen zu stärken und vielleicht neue Freunde zu finden.

6. Lasst jemanden im Supermarkt in der Schlange an euch vorbei.
Wenn ihr einen vollen Korb mit Produkten habt und ein Kunde mit einer einzigen Flasche Wasser hinter euch wartet, lasst ihn vorbeigehen, besonders wenn ihr es nicht eilig haben. Ich bin sicher, dass er nicht nur überrascht, sondern auch dankbar sein wird.

7. Schickt einem Freund ein unerwartetes Geschenk.
Es gibt eine Notwendigkeit, auf die Feiertage zu warten. Schickt einem Freund, den ihr nicht jeden Tag sieht, eine kleine Aufmerksamkeit, eine Postkarte, Blumen, nette Grüße oder sogar ein Paket. Die zu erhalten, ist immer so fröhlich!

8. Bringt etwas Leckeres ins Büro.
Wäre es nicht toll einmal unsere Kollegen morgens mit Muffins oder Donuts zu überraschen. Wir können zum Beispiel auch eine Wassermelone ins Büro bringen und alles zusammen essen. Das wird die Stimmung zweifellos bei jedem verbessern.

9. Helft einem Autofahrer auf der Straße.
Wenn ihr ein erfahrener Fahrer seid und feststellt, dass ein Auto mit Alarm am Straßenrand stehen geblieben ist, halten Sie an und bietet eure Hilfe an. Dazu ist ein nettes Video:

10. Bietet in der U-Bahn, der Straßenbahn oder im Bus euren Sitzplatz an.
Es geht hier nicht nur um ältere Personen, Schwangeren und Mütter mit Kindern. Auch wenn ihr sieht, dass es für eine Person schwierig ist, zu stehen, sie zu müde ist, sich unwohl fühlt oder schwere Taschen hat.

11. Helft, wenn jemand etwas fallen gelassen hat.
Wenn jemand einen Handschuh oder etwas anderes fallen gelassen hat, ruft unbedingt eine Person hinterher und weist sie auf den Verlust hin. Und wenn ihr in der Nähe steht, dann nimmt das Ding und gib es direkt in die Hände ab.

12. Bietet den Touristen an, sie zu fotografieren.
Wenn ihr plötzlich Touristen auf der Straße seht, die versuchen, sich auf einem ausgestreckten Arm zu fotografieren, bietet ihnen Hilfe an. Sicherlich möchte niemand, dass alle Fotos gleich aussehen: riesige Gesichter und winzige Sehenswürdigkeiten irgendwo im Hintergrund im Ohrbereich.

13. Bringt dem Haustier euren Freunden eine Leckerei mit.
Ihr habt noch Fleischknochen vom Abendessen und geht abends zu Freunden, die einen Hund haben? Nimm die Knochen mit. Freunde und ihr Haustier werden euch dankbar sein.

14. Schenkt jemandem in der Schlange fehlendes Kleingeld.
Wenn ihr an der Kasse in der Schlange steht und einer Person plötzlich 50 Cent fehlt, um den Kauf zu bezahlen, schenkt die ihr. Es ist klar, dass er Ihnen das Geld nicht zurückgeben wird, aber dies ist kein so großer Wert, und Sie bewahren die Person vor der Notwendigkeit, einen seiner Käufe abzulehnen. Und die Menschen hinter euch werden dankbar sein, dass sie nicht noch länger warten müssen.

15. Bietet euer Parkplatz einem anderen an.
Das Parken in der City und in der Nähe des Einkaufszentrums ist ein echtes Problem. Wenn ihr schon wegfahren wollt und euch ein Auto nähert, das einen leeren Parkplatz sucht, teilt dem Fahrer mit, dass ihr jetzt den Platz freimacht, damit er langsamer wird und an euren Platz einnehmen kann.

Nach meiner Meinung können wir in dieser Welt sehr viel bewegen, wenn wir einander helfen. Viele machen das zum Beruf, einige zum Hobby, manche zur Berufung und das macht uns auch glücklich. Wir sind sozialer Wesen, das gibt uns das Gefühl, wichtig zu sein, eine richtige Aufgabe zu haben. Es wäre toll, wenn wir unsere Hilfe nicht nur mit einem überwiesenen Geldbetrag ausdrücken würden, sondern auch als eigenhändig erbrachte Leistung.

 Ein Zeichner in der Moskauer U-Bahn.

Geben und Nehmen 3

Geben und Nehmen 2

Geben und Nehmen

 

Euer Roman

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Achtung! Sehr wichtig!

Hallo zusammen,
heute möchte ich gern über die zu viel Wichtigkeit reden, die wir materiellen und nicht materiellen Dingen beimessen, wie wir darunter leiden und was wir dagegen tun können. Ich habe für euch mehrere Tipps oder Methoden, meine Kommentare und ein tolles Video vorbereitet.

Wenn ich über nicht materielle Dinge rede, dann meine ich Meinungen, Glaubenssätze, Ansichten, Gedanken, Ideen, Erwartungen, Vorhaben usw.
Stellt euch vor, ihr seid in einem Gespräch und bespricht mit jemandem ein Thema. Es stellt sich heraus, dass ihr zwei unterschiedliche Meinungen dazu habt. Jeder versucht seine Meinung erstmal sachlich mit Fakten, Erfahrungen und Belegen zu bekräftigen. Wenn es nicht klappt, kommen Emotionen dazu und Lautstärke wird angehoben. Am Ende, wenn es sogar zu keinem Streit kommt, sind wir durch Unnachgiebigkeit unseres Gesprächspartners enttäuscht und manchmal auch von uns selbst, weil wir uns mit unserer Meinung nicht durchsetzen konnten. Hier ist ein früherer Beitrag, der über die Gründe von Kommunikationsproblemen erklärt. Muss das unbedingt sein? Können wir nicht einfach leben und leben lassen?

Wie kommt dazu, dass wir so stark an unseren Meinungen, Ansichten, Ideen so stark hängen? Ich denke, dass alle diese obengenannten Sachen verinnerlicht und als feste Teile eigene Persönlichkeit wahrgenommen werden. Falls jemand unsere Meinung infrage stellt, dann fühlen wir uns als Person angegriffen und oft wehren uns oder schlagen zurück. Hier ist ein früherer Artikel zu diesem Thema.

Was ist mit materiellen Dingen?
Die geben uns Halt, Grund unter unseren Füßen, an dem wir klammern, um eine Illusion von Sicherheit bekommen zu können. Wir denken, je mehr wir davon haben, desto größer ist die Chance, dass wir im Leben nicht scheitern, dass wir potent sind, dass wenn die schlechten Zeiten kommen, dann haben wir etwas, um uns zu retten oder zumindest, um weniger zu leiden. Ich arbeite viel mit jungen Menschen, fast alle ihre Träume und Visionen drehen sich um viel Geld und Eigentum. Je mehr, desto besser. Daraus könnte man schließen, dass sie eine große Angst um ihre Gegenwart und Zukunft verspüren.

Die Angst macht aus alltäglichen Dingen, Angelegenheiten und Aufgaben etwas Kompliziertes, Stressiges und Kraftraubendes. Es passiert aber nur dann, wenn wir diesen Sachen und Situationen eine große Wichtigkeit beimessen. Z.B.: „Dieses Gespräch ist sehr wichtig für mich! Ich muss das unbedingt bekommen! Wie kann er es wagen, mir das zu sagen? Unsere Mannschaft muss heute auf jeden Fall gewinnen! Ich darf das nicht zulassen!“ Sobald wir die Wichtigkeit einem Thema zugeschrieben haben, wird es für uns ernst. Wir können nicht mehr ruhig und gelassen über diese Sachen nachdenken. Wir beginnen nervös zu werden, weil wir etwas zu sehr wollen, für sehr wichtig halten und ernst nehmen.

Ich stelle euch ein paar Methoden, um diese Wichtigkeit und Ernsthaftigkeit von einem Thema herunterzunehmen.

1) Fragen.
Fragt euch: Werde ich mich in 5 Jahren genauso über dieses Thema ärgern / stressen? Oder werde ich mich daran nicht Mal erinnern können?

2) Ein Gespräch.
Es ist immer hilfreich, mit jemandem das, was euch beschäftigt, zu besprechen. Durch diesen Prozess werdet ihr eure Emotionen und quälende Gedanken loswerden. (Das macht übrigens auch ein Tagebuch). Eure Gesprächspartner werden euch zuhören und euren Lasten mindern. Sie werden sich dazu äußern und ihre Meinungen könnten euch helfen die Situation besser zu verstehen.

3) Wichtigkeit verstärken.
Eine Sache ist für uns sehr wichtig, dann erhöhen wir deren Wichtigkeit in unseren Gedanken, bis die unermesslich wird. Wir machen daraus eine Utopie: „Wenn wir heute das Spiel nicht gewinnen, dann wird die Sonne nie wieder aufgehen, wir werden alle sterben und werden eine Ewigkeit in der Hölle schmoren! Es wird das Ende!“ Verstärkt es so lange, bis das Verständnis kommt, dass es schon ziemlich übertrieben ist und ihr beginnt zu schmunzeln.

4) Ein Gegenteil sagen oder tun.
Ihr könnt absichtlich etwas Gegensätzliches tun. Z.B. wir haben die Meinung, dass die Sauberkeit und Ordnung zu Hause sehr wichtig sind. Dann können wir versuchen eine Woche lang unsere Kleidung auf den Boden zu schmeißen, unser Bad nicht zu putzen, Mülleimer nicht herauszubringen usw. Nach einer Woche werden wir sehen, dass wir noch am Leben sind und eigentlich nichts Schlimmes passiert ist. Das gibt uns die Möglichkeit den Gegenpol unserer Ansicht zu sehen und spüren. Dann wird es für uns leichter anderen Meinungen zu begegnen und die zu akzeptieren.

5) Humor.
Eine tolle Möglichkeit ist auch, die Situation und sich selbst nicht so ernst zu nehmen und sich darüber lustig zu machen. Mit Humor das Ganze zu betrachten und über sich selbst zu lachen ist, nach meiner Meinung, die beste Methode dafür.

Ich vertrete die Meinung, dass wir viel weniger Stress im Leben haben könnten, wenn wir viele Bereiche unseres Daseins etwas spielerischer und unbekümmerter angehen würden. Es ist nicht so einfach Leben zu genießen, wenn man alles sehr ernst nimmt.

Euer Roman

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2. Geburtstag

Hallo zusammen,

heute ist ein besonderer Tag für mich und meine Seite. Wir feiern ihren zweiten Geburtstag. Vor zwei Jahren habe ich damit angefangen meine Artikel zu schreiben. In dieser Zeit sind schon 150 Berichte entstanden. Heute stelle ich euch eine tolle Übung, meine Kommentare und ein paar Videos vor.

In diesen zwei Jahren ist auf der Seite viel passiert und viele neue Themen sind bearbeitet worden. Ich muss jetzt immer öfter nachsehen, ob ich über etwas schon geschrieben habe, damit es zu keinen Wiederholungen kommt.
Heute möchte ich euch etwas ganz Neues vorstellen. Es geht um eine Methode, die hilft eigene Vorstellungskraft weiter zu entwickeln, viel Informationen in einen kurzen Text hereinzubringen und emotional den Leser zu berühren.

Ernest Hemingway hat einmal gewettet, dass er die kürzeste Geschichte schreiben könne, die alle berühren könne. Er gewann die Wette: „Zum Verkauf: Babyschuhe, nie getragen“ («For sale: baby shoes, never worn»). Seitdem versuchen mehrere „Wissenschaftler des Wortes“ das nachzumachen. Viele probieren aus, eine Geschichte in 6 Worte (oder sogar weniger) zu packen, die den Leser berühren und überraschen kann.
Ich stelle euch ein paar Beispiele vor. Bei der Übersetzung in einer anderen Sprache kommt es vor, dass es 1 oder 2 Worte mehr in der Geschichte drin sind.

Fremde. Freunde. Beste Freunde. Liebhaber. Fremde.
„Sie haben sich verwählt“, antwortete eine vertraute Stimme.
„Passagiere“, nicht der Kapitän spricht jetzt.
Ich traf einen Seelenverwandten. Sie aber nicht.
Ich verkaufe einen Fallschirm: Er hat sich nie geöffnet, ist leicht befleckt.
Dies ist unsere goldene Hochzeit. Ein Tisch für einen.
Heute habe ich mich wieder meiner Mutter vorgestellt.
Der Reisende gab immer noch Signale. Die Erde nicht mehr.
Ich habe Rosen mit nach Hause gebracht. Die Schlüssel passten nicht.
Meine Mutter brachte mir das Rasieren bei.
Auf der kaputten Windschutzscheibe stand „Frisch verheiratet“.
Unser Schlafzimmer. Zwei Stimmen. Ich klopfe an.
Ich bin abgesprungen und dann änderte meine Meinung.
Mein Spiegelbild zwinkerte mir zu.
„Entschuldigung Soldat, wir verkaufen Schuhe nur paarweise“.
Er füttert den Mörder seiner Frau aus einem Fläschchen.
Er stellte sich als Erwachsener vor, wurde erwachsen, seine Vorstellungskraft ging verloren.
Der Chirurg rettet den Patienten. Der Patient dankt Gott.

Ich biete euch an, einmal zu versuchen so eine kurze Geschichte zu schreiben. Wählt erstmal ein Thema, es muss schon eine Intrige drin sein. Es muss nicht sofort 6 Wörter haben. Schreibt erstmal 2 oder 3 Sätze und dann kürzt die. Wenn ihr kein Thema findet, nimmt schon eine existierende Geschichte, wie z.B. im Video von Ladykracher unten.

Ich bedanke mich bei allen meinen Leser, dass ihr immer wieder auf meiner Seite kommt und meine Artikel liest. Das gibt mir Kraft weiterzumachen und Zuversicht, dass es alles nicht umsonst ist. Ich möchte ganz besonders allen Menschen danken, die mir geschrieben haben. Durch eure Kommentare und euer Feedback habe ich eine Möglichkeit gehabt, einiges zu hinterfragen und besser zu verstehen.

Ich möchte euch noch sagen, dass ich ab jetzt nicht mehr jede Woche schreiben werde. Ich habe leider immer weniger Zeit dafür. Ein Artikel selbst braucht schon mehrere Stunden und ein Thema soll mehrere Tage reifen. Es wird schon alles weiterlaufen und geschrieben, nur in längeren Abständen.

Euer Roman

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20 Thesen zur Kindererziehung

Hallo zusammen,

heute möchte ich euch 20 Thesen zu der Erziehung und Umgang mit den Kindern von einer russischen Psychologin und Schriftstellerin Prof. Dr. Julia Gippenreiter vorstellen. Ich biete euch an, gemeinsam über diese sehr komplexe und ehrenvolle Mission „Kindererziehung“ nachzudenken. Außerdem habe ich für euch meine Kommentare und ein tolles Video vorbereitet.

Ich weiß bereits, dass die meisten Fragen auf einfachen Dingen beruhen:Wie man ein Kind dazu bringt, zu lernen, Spielzeug wegzuräumen, beim Essen Besteck zu benutzen und wie man seine Wutanfälle, seinen Ungehorsam beseitigt, wie man sicherstellt, dass es nicht unhöflich ist usw. „.
Darauf gibt es keine eindeutigen Antworten oder besser gesagt, es gibt viele verschiedene Meinungen dazu. Ein Kind ist eine sehr komplexe Kreatur und ein Elternteil noch mehr. Wenn ein Kind und ein Elternteil interagieren, entsteht ein komplexes System, in dem Gedanken, Einstellungen, Emotionen und Gewohnheiten verflochten sind. Darüber hinaus sind diese Einstellungen manchmal falsch und schädlich oder es mangelt an Wissen von- und Verständnis füreinander. Es ist nicht einfach da durchzukommen und für alle Beteiligten eine passende Lösung zu finden, aber es ist möglich.

Das sind die Thesen:

1. Ungehorsamkeit ist eine von Möglichkeiten für ein Kind eine Ablehnung zu zeigen, wenn es misshandelt wird.
2. „Problemkinder“, „schwierige“, „ungezogene“ und „unmögliche“ Kinder sowie Kinder mit „gehemmten“, „unterdrückten“ oder „unglücklichen“ Merkmalen – sind immer das Ergebnis unangemessener familiärer Beziehungen.
3. Ein Kind absolut zu akzeptieren bedeutet, es nicht zu lieben, weil es gutaussehend, klug, talentiert, ein ausgezeichneter Schüler, Helfer usw. ist, sondern einfach so, nur weil es da ist!
4. Je mehr das Kind beschimpft oder gescholten wird, desto schlimmer wird es. Warum passiert das? Weil Kindererziehung überhaupt keine Dressur ist. Eltern existieren nicht, um konditionierte Reflexe bei Kindern zu entwickeln.
5. Je öfter Eltern sich über das Kind ärgern, kritisieren, bestrafen, desto eher kommt es zur Verallgemeinerung: „Sie lieben mich nicht.“
6. Disziplin kommt nicht vor, sondern nach dem Aufbau guter Beziehungen und nur auf deren Grundlage.
7. Mischt euch nicht in die Beschäftigung des Kindes ein, es sei denn, er bittet um Hilfe oder es besteht wirklich eine Gefahr für seine Gesundheit und Leben. Durch eure Nichteinmischung informiert ihr es: „Es ist alles gut! Natürlich kannst du es allein schaffen!“ Eine andere Sache ist, wenn es auf eine ernsthafte Schwierigkeit stößt, die es nicht überwinden kann. Dann ist die Position der Nichteinmischung nicht gut, die kann schaden.
8. Wenn es dem Kind schwerfällt und es bereit ist, eure Hilfe anzunehmen, helft ihm unbedingt. Nehmt an euch nur das an, was es selbst nicht kann, und überlässt den Rest ihm. Wenn das Kind neue Handlungen lernt, überträgt diese nach und nach auf es.
9. Die Persönlichkeit und die Fähigkeiten eines Kindes entwickeln sich nur in der Tätigkeit, die es auf eigenen Wunsch und mit Interesse ausübt.
10. Teenagermode ähnelt Windpocken, viele Kinder nehmen sie an und tragen sie in mehr oder weniger ernster Form. Nach ein paar Jahren lächeln sie meistens selbst darüber. Aber das ist ein ganz schlechter Zeitpunkt, in einen langwierigen Konflikt mit eurem Sohn oder eurer Tochter zu geraten.
11. Erlaubt eurem Kind, sich den negativen Folgen seiner Handlungen (oder seiner Untätigkeit) zu stellen. Erst dann wird er erwachsen und „bewusst“.
12. Ihr könnt eure Unzufriedenheit mit den einzelnen Handlungen des Kindes zum Ausdruck bringen, aber nicht mit dem ganzen Kind.
13. Ihr könnt die Handlungen des Kindes verurteilen, aber nicht seine Gefühle. Die Unzufriedenheit mit den Handlungen des Kindes sollte nicht systematisch sein, da dies sonst zu einer Ablehnung des Kindes führen kann.
14. Unerwünschtes Verhalten eines Kindes ist eine normale Reaktion auf abnormale Lebensbedingungen.
15. Eine strenge Mutter ist emotional von dem Kind getrennt, zumindest fühlt es sich so.
16. Lässt das Kind es selbst sein. Schiebt es nicht die ganze Zeit. Lehrt es nicht. Lest ihm keine Notizen vor. Versucht nicht, ihn zu preisen. Zwingt ihn nicht, etwas zu tun!
17. Ist nicht bekannt, dass die Überwachung des Verlaufs der eigenen Aktivität diese Aktivität behindert oder sogar zerstört? Wenn wir der Handschrift folgen, verlieren wir möglicherweise den Gedanken, versuchen mit Ausdruck zu lesen – hören wir auf, den Text zu verstehen.
18. Selbsterkenntnis und Selbsterziehung sind die erste Pflicht von Eltern und Lehrern, wenn sie behaupten, ein Kind zu erziehen. Ohne diese persönliche Arbeit belasten sie das Kind mit ihren eigenen Problemen, anstatt es in die große Welt einzuführen.
19. In allen Fällen, in denen ein Kind verärgert, beleidigt oder gescheitert ist, wenn es verletzt, beschämt oder verängstigt ist, wenn es unhöflich oder ungerecht behandelt wurde und selbst wenn es sehr müde ist, ist es das erste, was ihr ihm mitteilt, dass ihr über seine Erfahrung (oder seinen Zustand) Bescheid wisst.
20. Verlangt vom Kind nicht das Unmögliche oder das Schwierige, das es zu erfüllen hat. Seht stattdessen nach, was ihr in eurer Umgebung ändern könnt.

„Stell dir deinen besten Freund vor. Wie du bei einem Treffen mit ihm lächelst, wie du dich über ihn freust. Es ist unwahrscheinlich, dass du anfängst, ihn zu kritisieren, auf etwas hinzuweisen und Beurteilungen abzugeben. Lass die Kritik weg! Wenn du dich aufrichtig für seine Sache interessierst, wird euer gegenseitiger Respekt und eure Akzeptanz zunehmen.“

             Julia Gippenreiter

Das Vertrauen des Kindes zu den Eltern ist ein sehr guter Hinweis. Dieses Vertrauen ist ein Hinweis darauf, dass die Eltern den richtigen Weg gewählt haben. 

Wie baue ich eine gute Beziehung zu meinen Kindern auf

Wie baue ich eine gute Beziehung zu meinen Kindern auf 2

P.S.
Nächte Woche bin ich ziemlich beschäftigt und werde leider keinen neuen Bericht schreiben können.

Euer Roman

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Geben und Nehmen 3

Hallo zusammen,

heute geht es um ein Thema, das ich schon früher behandelte. Ich habe in der letzten Zeit noch einige Gedanken dazu gehabt und möchte gern die mit euch teilen. Ich stelle euch 2 tolle Videos und meine Kommentare zum Thema „Geben und Nehmen“ vor.

Nach meiner Meinung ist eine von unseren Bestimmungen auf diesem Planeten – anderen zu helfen, das bedeutet für mich – zu geben.
Einige Menschen mögen vielleicht sagen, dass es viel einfacher zu nehmen ist, aber ich habe dazu eine andere Meinung.
Denkt darüber nach, ist es wirklich ganz unkompliziert einen anderen zu zwingen, uns zu helfen? Gibt es viele, die uns einfach so ihre Zeit, Ressourcen, Mühe und Liebe schenken? Und, wenn doch, werden die das ein Leben lang tun?

Ich weiß, alle haben gelernt, wie es geht, manipulativ zu sein, um von den anderen etwas zu bekommen. Das hilft einem Kind zu überleben, wenn er noch klein ist. Sind dann diese Menschen noch nicht erwachsen geworden und wollen immer noch Liebe und Zuneigung eines Erwachsenen? Jeder hat seine Geschichte und Gründe, warum er so ist, wie er ist.

Na gut, diese Menschen wollen möglicherweise, dass jemand sich um sie kümmert. Das erwachsene Leben ist voller Überraschungen, Konflikten, Veränderungen, wichtige Entscheidungen und Bewegung. Das kann schon Angst machen und noch viel mehr, wenn eine Person nicht gelernt hat, sich selbst wertzuschätzen und zu vertrauen.

Aber was bringt denn so ein Verhalten diesem Menschen?
Es kann eine Weile gut laufen und er kriegt alles, was er benötigt. Früher oder später wird es zu einer Ablehnung seiner Wünsche kommen. Er wird sitzen gelassen, was für ihn sehr schmerzhaft sein kann. Dieser Mensch lebt auch, wenn alles noch da ist, in ständiger Angst, dass irgendwann Mal alles sein Ende findet und er bleibt allein und hilflos.

Dann fühlen sich solche Menschen schlecht behandelt, beraubt und kommen auf die Gedanken, dass ihnen jemand etwas schuldet. Vereinzelt versuchen sie auch diese vermeintlichen Schulden anzufordern oder sogar die kriminell einverleiben.

Es kommt auch oft vor, dass diese Menschen sich daran gewöhnen, alles ohne große Anstrengungen zu bekommen und entwickeln sich nicht weiter. Das kann auch zu sogenannter „Opfer-Haltung“ führen. Dann suchen diese Menschen in ihrer Umwelt nach Gründen für eigene Schwächen, Probleme und die Unfähigkeit etwas zu ändern.

Solcher Mensch versucht eigenen Wohlstand aus den Händen der anderen zu entreißen. Manche Menschen bitten ihm einen Tausch an. Oft wollen die anderen etwas dafür, was einen höheren Wert hat, was aber von ihm nicht gleich erkannt wird. So wird er selbst ausgenutzt, muss sich verstellen und verliert immer mehr von seiner Identität.

Ich denke, es ist schon einfacher selbst zu helfen oder zu geben.

Das Geben macht unsere Herzen offener, weicher und nicht nur unsere, auch von denen, die einfach dabei waren oder nur davon gehört haben. Die Menschen mit hartem Herz verlieren Glaube an die anderen, an das Güte und haben Probleme mit Vertrauen. Es ist schwer in einer Welt zu leben, wo man nur schlechte Nachrichten erwartet und auf der Hut sein muss.

Es gibt ein Sprichwort, ich weiß leider nicht, wer der Autor ist:
„Den Besseren und den Höheren dienen und von ihnen lernen,
mit den Gleichgestellten kooperieren,
die Jüngeren und Untergeordneten unterstützen und lehren.“

Oft tun die Menschen etwas ganz anderes: sie beneiden oft die Besseren, konkurrieren mit den Gleichgestellten und nutzen den untergeordneten aus.

Ich finde die Ansammlung oder Anhäufung von materiellen Dingen führt nicht zum Glück. Nur dann, wenn man diese Dinge mit anderen teilt und sich selbst dabei freut. Es ähnelt einem Feuerwerk. Wenn das zu Hause, in einer Abstellkammer liegt, bringt es niemandem etwas. Wenn es aber draußen gezündet wird und andere Menschen dabei sind, dann bringt es viel Freude für alle.
Das Gleiche gilt auch für das Essen. Eine Mahlzeit mit jemandem zu teilen, ist eine gute Methode zu helfen und zu geben.

Geben und Nehmen

Geben und Nehmen 2

P.S. Ich werde wahrscheinlich nächste Woche wegen Zeitmangel keinen Artikel schreiben.

Euer Roman

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Die richtige Kommunikation

Hallo zusammen,

heute möchte ich über ein Kommunikationsmodell reden. Es geht um 4 Prototypen inkongruenter Kommunikation nach V. Satir. Dazu kommen zwei interessante Videos, einen tollen Text von ihr und meine Kommentare.

Jeder Mensch ist ein soziales Wesen und damit auch ein kommunikatives Wesen. Unser Instrument ist hier die verbale und nonverbale Kommunikation. Wir manifestieren ständig unsere Gefühle, Wahrnehmungen, Emotionen, Bedürfnisse, Informationen, Absichten, Meinungen, Eindrücke, Erfahrungen usw. Nur so können wir gemeinsam interagieren, funktionieren und überleben.

Virginia Satir ist eine US-amerikanische Psychotherapeutin. Sie hat vier Kategorien der Kommunikation oder menschliche Haltungen entdeckt, die Menschen dann annehmen, wenn sie unter Stress stehen.

Hier ist ein tolles, erklärendes Video:

Jetzt fasse ich noch einmal kurz die 4 Typen zusammen.

1. Der Beschwichtiger

Beschwichtigen ist eine der vier wichtigsten Arten, wie wir reagieren, wenn wir das Gefühl haben, unser Überleben sei bedroht. Solche Menschen möchten allen anderen gefallen.
Wenn wir beschwichtigen, missachten wir unsere eigenen Gefühle, übergeben unsere Macht jemandem anderen und sagen zu allem „Ja“. Ein Mensch, der zum Beschwichtigen tendiert, stellt sich unter seiner Umgebung, seine eigenen wahren Bedürfnisse werden von ihm missachtet. Der Beschwichtiger spricht leise, fast weinerlich und betet sein Gegenüber förmlich an. Seine Sprechweise wird auch von seiner Körpersprache unterstützt, die vor allem seine Hilflosigkeit widerspiegelt. Ihm fällt es schwer eigene Entscheidungen zu treffen.

2. Der Ankläger

Der Ankläger geht weniger mitfühlend mit seiner Umwelt um, als das der erste Typ tut. Anklagen ist das genaue Gegenteil des Beschwichtigens. Er ist angriffslustig, fordernd und kann dabei sehr verletzend sein.

Generalisierungen, vermeintliche Kausalzusammenhänge und negierte Fragestellungen prägen der Wortwahl dieses Typs. Er spricht laut und schrill. Anspannung lässt sich nicht nur in seiner Stimmlage, sondern auch in der Körperhaltung des Anklägers erkennen. Er versucht ständig seinen eigenen Standpunkt zu beweisen und durchzusetzen.
Sein Selbstwertgefühl steigert der Ankläger oft durch das Niedermachen anderer.

Wenn wir uns die Haltung des Anklagenden zu eigen gemacht haben, werden wir oft als feindselig, tyrannisch, nörglerisch oder gewalttätig bezeichnet. Der Ankläger missachtet andere und fühlt sich gleichzeitig einsam, da er in seiner Umgebung unbeliebt ist und gemieden wird.

3. Der Rationalisierer

Die Kommunikation in diesem Fall lässt sowohl den Rationalisierer selbst wie auch sein Gegenüber unberücksichtigt. Übertrieben rational zu sein bedeutet, dass man sich meist auf der Ebene der Information und der Logik befindet. Der Rationalisierer zeigt sich in Stresssituationen als vernünftig und distanziert. Dabei wirkt er sehr unbeweglich.

Die Tonlage dieses Menschen ist monoton und trocken und wirkt dadurch leblos. Auch seine Körperhaltung ist angespannt, steif und unbewegt. Mit seiner Art missachtet er sich selbst und andere. Er gesteht weder sich selbst noch anderen zu, sich auf Gefühle zu konzentrieren. Der Rationalisierer meidet Körperkontakt und hält lieber Reden als im Dialog zu stehen.

4. Der Ablenker

Wie der Name schon verrät, stellt der Ablenker in seinen Aussagen keine Beziehungen vom Gesagten zum Sachverhalt her. Es handelt sich um einen Versuch, die Aufmerksamkeit der anderen von den zur Diskussion stehenden Themen abzulenken. Er beantwortet selten eine direkte Frage.

Der Ablenker produziert permanent neue Ideen und will mehrere Dinge gleichzeitig tun. Er spricht schnell und ist entsprechend auch in ständiger Bewegung, die jedoch oft unkoordiniert wirkt. In seinem Selbstverständnis interessiert sich niemand für ihn, er fühlt sich nirgends zugehörig und wirkt ziellos und verloren. Er ist nicht in der Lage, sich auf ein bestimmtes Thema eine Weile zu konzentrieren. Er ignoriert sich selbst, andere Menschen und wechselt häufig die Themen und beendet nichts.

In jedem von uns stecken alle 4 Prototypen inkongruenter Kommunikation. Diese sind bei jedem Menschen mehr oder weniger stark ausgeprägt.

Diese Typen geben uns Orientierung, wie wir möglicherweise unsere Kommunikation verbessern, damit unser Gegenüber uns richtig versteht und keine Konflikte entstehen.

Wie sieht dann der kongruente Typ aus?

Er ist authentisch, seine Worte spiegeln genau wider, was er fühlt. Auch Körpersprache und Gesichtsausdruck entsprechen der Aussage. Nach V. Satir kommt Kongruenz aus der Grundhaltung eines Menschen. Ein Mensch ist demnach kongruent, wenn er sich selbst, aber auch andere, als wertvoll sieht. Er erkennt die Einzigartigkeit eines jeden anderen Menschen an.

Wenn ihr euch in einem dieser 4 Typen wiedererkannt habt, dann könntet ihr daran arbeiten, damit die Kommunikation in eurem Leben klarer, eindeutiger, offener und ehrlicher wird.

 „Ich glaube, dass das größte Geschenk, das ich von jemandem empfangen kann, ist gesehen, gehört, verstanden und berührt zu werden. Das größte Geschenk, das ich geben kann, ist den anderen zu sehen, zu hören, zu verstehen und zu berühren. Wenn dies geschieht, entsteht Beziehung.“
Virginia Satir

Ich möchte euch noch etwas von V. Satir nicht vorenthalten. Es geht darum, wie sie den Umgang miteinander gesehen hat. Diese Sichtweise hat mich einst sehr beeinflusst.

Virginia Satir „Wie ich Dir begegnen möchte“

Hier ist nochmal der Text.

Ich möchte Dich lieben, ohne Dich einzuengen.
Ich möchte Dich wertschätzen, ohne Dich zu bewerten.
Ich möchte Dich ernst nehmen, ohne Dich auf etwas festzulegen.
Ich möchte zu Dir kommen, ohne mich Dir aufzudrängen.
Ich möchte Dich einladen, ohne Forderungen an Dich zu stellen.
Ich möchte Dir etwas schenken, ohne Erwartungen daran zu knüpfen.
Ich möchte von Dir Abschied nehmen, ohne Wesentliches versäumt zu haben.
Ich möchte Dir meine Gefühle mitteilen, ohne Dich für sie verantwortlich zu machen.
Ich möchte Dich informieren, ohne Dich zu belehren.
Ich möchte Dir helfen, ohne Dich zu beleidigen.
Ich möchte mich um Dich kümmern, ohne Dich ändern zu wollen.
Ich möchte mich an Dir freuen – so wie Du bist.
Wenn ich von Dir das Gleiche bekommen kann, dann können wir uns wirklich begegnen und uns gegenseitig bereichern.

Euer Roman

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