Wie gehe ich mit meiner Wut um

Hallo zusammen,

heute möchte ich mit euch über Wut reden. Das Thema war Mal für mich sehr wichtig und anregend. Ich hatte viel Zeit, Geld und Energie investiert, um damit klarzukommen und zu lernen, wie man damit am besten umgeht. Ich habe für euch etwas Theorie, ein Video und meine Kommentare vorbereitet.

Alle Menschen erleben Wut / Zorn – sowohl Heilige als auch Sünder. Deshalb sind Wut, Reizbarkeit, Ärger, Aggressivität genauso menschlich wie Gefühle der Traurigkeit, Freude, Liebe, Hoffnung und Einsamkeit.
Hinter jedem Wutausbruch steht (nach meiner Meinung) etwas Anderes, auch ein anderes Gefühl. Es könnten Angst, Scham, Trauer, Ohnmacht, Hilflosigkeit, Aussichtslosigkeit, unerfüllte Bedürfnisse und Schmerz stehen. Und da wir diese Gefühle nicht fühlen und erleben wollen, werden wir zornig auf das oder denjenigen, der nach unserer Meinung dieses Gefühl oder diese Situation ausgelöst hat. Es passiert alles unterbewusst, fast wie ein Reflex.
Meistens wissen wir gar nicht, aus welchem Grund wir genau ausflippen. Es könnte eine Kleinigkeit sein, die uns auf die Palme bringt. Den wahren Grund und jede Erinnerung an auslösende Situation oder Trauma und alles, was damit verbunden ist, hält unser Unterbewusstsein hinter verschlossenen Türen, eher Stahltoren, weil das für unseren Geist eine Gefahr Mal darstellte und immer noch sein könnte.

Es gibt einige Möglichkeiten mit Wut / Zorn umzugehen.

1) Wir können unseren Zorn in uns drin behalten und versuchen ruhig zu bleiben.
Vielleicht hätten meine Familienmitglieder Angst vorm Entstehen von Wutgefühlen gehabt. Sie hätten die Wut nicht in sich selbst zulassen oder auch nicht das Gefühl in der Außenwelt von anderen Menschen tolerieren können. Ich hätte dann mit solcher Angst aufwachsen können, dass ich diese Gefühle mir nicht erlaubt hätte und dabei hätte Schwierigkeiten gehabt, die richtig auszudrücken.

Ich beginne dann eine falsche Maske mit einem idealisierten Bild von mir zu tragen: „Von jetzt an muss ich eine perfekte Person sein, die für alle angenehm ist.“ Ich kann zu diesem Idealbild unbewusst hinzufügen: „Wenn ich nie wütend bin, werden andere auch niemals sauer auf mich.“ Ich fange an, meine Identität in das Bild eines „Guten Mannes“ zu integrieren, den jeder liebt und respektiert. Der Respekt von meinen Mitmenschen lässt mich glauben, ich habe einen Weg zur Sicherheit gefunden.
Während ich auf dieser Weise lebe, scheint mir jeder Anblick von Wut, selbst der geringste Anteil davon, meine Welt zu verschmutzen. Ich ärgere mich, wenn etwas davon in meiner Umgebung vorkommt, ich fühle mich bedroht.
Ich kann meine Wut mit Weichheit verkleiden, aber sie kommt immer noch an die Oberfläche als gedämpfte Aggressivität. Andere Leute spüren, dass ich nicht echt bin, dass meine Weichheit nur ein Vorwand ist, der darauf abzielt, etwas von ihnen zu bekommen.
Für diese Art des Schauspiels muss ich einen riesigen Preis zahlen. Ich habe keine Gelegenheit ich selbst zu sein, mir traut keiner und ständige Versuche mich selbst und andere zu täuschen kosten mir viel Energie.

Wenn ich meine Wut ablehne oder täusche vor, ruhig zu sein, kann das Gefühl schnell nach innen wachsen und in meinem Inneren einnisten. Darunter werden früher oder später meine Beziehungen und meine Gesundheit leiden. Dazu kommt, dass meine Mitmenschen, ohne zu verstehen, was mit mir los ist, könnten durch weitere Handlungen „mein Feuer“ mit noch mehr „Brennstoff“ füllen.

2) Wir können unserer Wut freien Lauf geben und es explodieren lassen.
Eine solche Explosion kann mich vom Zorn befreien, der in meinem Inneren lauerte. Ich fange an, einen aggressiven und vielleicht gewalttätigen Lebensstil zu pflegen, der sich auf die sofortige Linderung vom Ärger konzentriert.
Ich berücksichtige aber nicht die Tatsache, dass eine wiederholte aggressive Tat mein Leben nachhaltig beeinflussen wird. Vergütet mit dem angenehmen Gefühl der Erleichterung, das jedes Mal nach Wutfreilassung erlebt wird, kann ich beim nächsten Fall den Wunsch verspüren, durch den Druck der Wut noch aggressiver zu werden. Früher oder später werden meine Mitmenschen mich meiden oder ich werde eventuell gegen ein Gesetz verstoßen.

Dazu kommt, wenn ich einen übermäßigen Wutausbruch hatte, soll ich es analysieren, bearbeiten und ausdrücken, bevor ich mich richtig erleichtert fühle. Und das mache ich in diesem Fall nicht, ich werfe nur einen Teil der Energie weg. Die Reste von unbearbeitetem Zorn und sein Ausdruck bleiben mir in Erinnerung. Solche Reste machen mich durch eine kleinste Stimulans wieder wütend. Nach vielen solchen Erfahrungen werde ich zugänglicher für wütende Zustände, so werde ich schneller explodieren. Auf diese Weise werde ich zu einem wütenden, temperamentvollen Mann, der oft beleidigend ist und viel Fantasie hat, die ihm zu einer Explosion verhilft. Ich suche meine Umwelt nach missbräuchlichen Worten, abfälligen Handlungen, negativen Nachrichten usw. ab. Meine Wut bekommt Feuer bei jeder unbedeutendsten Kleinigkeit. Diese Einstellung macht
fast unmöglich eine liebevolle, entspannte Einstellung zu sich selbst und zu den anderen.

3) Eigene Wahrnehmungen, Gefühle und Wünsche gelassen ausdrücken.
Es gibt eine Menge von Sachen, Situationen, Meinungen, Menschen, Nachrichten, Umständen usw., die uns verrückt machen können. Dazu stelle ich euch ein interessantes und bewegendes Video vor.


Kurzfilm „Zorn“ von Snicklink

Ich denke aber, dass es auch einen Ausweg aus dieser Situation gibt.
Erstmal müssen wir aufhören eine Sache zu fühlen und entweder die zu verleugnen oder nicht nach diesem Gefühl zu handeln. Natürlich, wenn die Situation das erlaubt und wir nicht vor eine geladene Pistole stehen.
Wütend sollte ich nicht süß lächeln, düster bleiben oder mich einfrieren lassen. Stattdessen kann ich lernen, ruhig, demütig und gleichzeitig mutig zu sein, um meine Gefühle auf eine diplomatische Weise herauskommen zu lassen; es sollte
unkompliziert, ehrlich, einfach, aber gleichzeitig vernünftig, ohne zerstörerische
Trends getan werden, wenn die Situation diese Meinungsfreiheit zulässt. Wenn wir das tun, werden wir sehen, dass nichts Schlimmes passieren wird. Unsere Umgebung wird sehen, dass wir unsere Grenzen wahrnehmen und schützen. Gleichzeitig wird es zu mehr eigenen Klarheit, Frieden und höheren Selbstwert führen. Wenn ich lerne, meine Gefühle auszudrücken, werde ich Menschen begegnen, denen ich vertrauen kann. Es wird mir auch leichter fallen, meine Gefühle in Zukunft gelassen und verständlich auszudrücken.

Dieser Artikel ist schon jetzt etwas zu lang, aber ich bin nicht Mal zu einer Methode oder Übung gekommen. Es tut mir leid! In einer Woche werde ich euch einige Methoden, Lösungen und Möglichkeiten vorstellen, wie ihr mit der Wut umgehen könnt und weder ihr selbst noch eure Umwelt zu Schaden kommt.

Euer Roman

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Wie lerne ich einen Menschen besser kennen

Hallo zusammen,

heute stelle ich euch einige interessante Fragen vor, die euch helfen, eure Mitmenschen besser kennenzulernen, etwas mehr zu verstehen und vielleicht auch eine tiefere Beziehung zwischen euch aufzubauen. Dazu kommen meine Kommentare und ein nettes Video.

Die folgenden Fragen sind etwas „leichter oder einfacher“, als die, die ich euch früher empfohlen habe, aber die bringen auch zum Nachdenken. Die Links zu den früheren Artikeln siehe unten.

Ihr könnt die folgenden 15 Fragen auch an Jugendliche und sogar Kinder stellen. Die brauchen unsere Aufmerksamkeit, wie keiner andere.
Durch diese Fragen könnte ein tieferes Verbundenheitsgefühl entstehen und wird ein besseres Vertrauensverhältnis aufgebaut. Die helfen nicht nur eine Person kennenzulernen, sondern auch deren Laune zu verbessern, weil die Fragen auf positive Gedanken bringen. Während euer Gegenüber die beantwortet, versteht er auch immer mehr, wer oder was in seinem Leben für ihn wichtig ist.

– Wovon träumst du gern?
– Wer ist dein Held / Vorbild und warum?
– Wer ist der freundlichste Mensch in deiner Umgebung? Aus welchem Grund?
– Was magst du am liebsten an deinem besten Freund?
– Was möchtest du gern lernen?
– Mit wem hast du heute die meiste Zeit verbracht?
– Wer ist die wirklich erfolgreiche Person für dich? Aus welchem Grund?
– Wenn du die Möglichkeit hättest, 48 Stunden irgendwo auf der Welt zu verbringen, wohin würdest du gehen / fliegen / fahren?
– Wenn du mit einer anderen Person deinen Ort wechseln könntest, mit wem würdest das tun und warum?
– Was kannst du heute besser als noch vor einem Monat / Jahr?
– Wen freust du dich am meisten zu sehen?
– Was für eine Eigenschaft wirst du wählen: fliegen oder Gedanken lesen können? Aus welchem Grund?
– Wer bringt dich zum Lachen?
– Wenn du eine Rolle in deinem Lieblingsfilm spielen könntest, welche würdest wählen und aus welchem Grund?

Nach jeder Antwort des Gegenübers könnt ihr auch selbst die Frage beantworten. So entsteht ein Dialog und wird Vertrauen aufgebaut. Lasst eurem Gesprächspartner Zeit, er beantwortet die Frage zum ersten Mal und wird wahrscheinlich eine Weile brauchen.

Ich denke, dass jede Interaktion, jedes Gespräch kann uns helfen uns selbst und unsere Welt etwas besser zu verstehen. Und wenn bei einem Gedankenaustausch noch interessante und wichtige Fragen gestellt werden, was will man mehr? Die Kommunikation soll auch Spaß machen. Ich habe für euch noch ein tolles Video zum Thema Kommunikation vorbereitet. Viel Vergnügen!

Lustiges Bewerbungsgespräch mit einem Lügendetektor

Fragen zum Aufbau einer tiefen Beziehung

25 Fragen zur Selbsterkenntnis

20 philosophische Fragen zum Nachdenken

Euer Roman

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Wie verbessere ich meine Beziehung

Hallo zusammen,

ich finde, zusammen zu sein und ein harmonisches Paar zu schaffen, ist ein mutiges Unterfangen. Eine unabdingbare Voraussetzung dafür ist, sich für etwas Neues zu öffnen und das ins Leben zu lassen; eine neue Denkweise, eine neue Lebenseinstellung, einen neuen Menschen eben. Was stört uns eine glückliche Beziehung zu führen? Ich habe einige (nach meiner Meinung) wichtige Punkte zusammengefasst und stelle euch vor.

1) Unterschiede (Denken, Wahrnehmung, Gefühlswelt)
Der erste ist, wenn wir uns auf verschiedenen Bewusstseinsebenen befinden.
Zwei Ansichten, zwei Lebenspositionen. Mann und Frau: Ein charakteristisches fokussiertes Bewusstsein, das andere – ein verstreuter, generalisierter Ansatz.
Der erste bezieht sich direkt auf Logik und analytisches Denken. Die zweite ist die Wahrnehmung der Welt als Ganzes, wo Emotionen und Erfahrungen ihren Platz finden.
Wie können dann ein Mann und eine Frau eine gemeinsame Sprache finden, wenn sie auf verschiedenen Frequenzen „leben“?
Dies ist nur möglich, wenn wir uns von dem Gedanken trennen, dass es nur einen richtigen Standpunkt (Meinung, Einsicht, Glaube usw.) gibt.

2) Mitverantwortung leugnen
Wenn Menschen Schwierigkeiten in Beziehungen haben, neigen sie dazu, ihren Partner für alles verantwortlich zu machen.
Sie sehen deutlich, was in dem Bereich des Partners geändert werden muss, um die Beziehung zu verbessern. Es fällt ihnen jedoch äußerst schwer, zu bemerken, dass sie zum Teil selbst diese Probleme verursachen.
Das Lösen von Konflikten aus der Position „Was passiert mit mir? Was trage ich dazu bei?“ ist viel produktiver als der Versuch, den Partner zu überzeugen, dass alle Probleme bei ihm liegen.
Die wichtigste Frage ist hier: Was konnte ich ändern, um die Beziehung zu verbessern?

3) Erwartungen
Viele Paare lösen sich dadurch auf, weil jeder Partner glaubt, dass es mit einer anderen Person alles anders sein wird. Und natürlich später sind sie mit den gleichen Situationen konfrontiert, die sie bereits mit dem vorherigen Partner hatten.

Es ist erstaunlich, wie hartnäckig Menschen nach diesen idealen Beziehungen suchen.
So eine Person beginnt sich selbst davon zu überzeugen, dass andere Menschen diese idyllische Beziehung haben, nach der sie strebt, aber sie hat einfach kein Glück, weil sie sich bei der Wahl des letzten Partners geirrt hatte. Das zwingt die Person zu leiden.
Es wäre besser zu verstehen: Perfekte Liebe gibt es nur in Romanen, die meistens keinen Bezug zur Realität haben.
Man soll verstehen, es gibt keine konfliktfreien persönlichen Beziehungen. Konflikte sind in jeder Beziehung zwischen Menschen unvermeidlich.
Es ist möglich, die gegenwärtige Situation zu korrigieren, wenn eine Person den Traum von einem idealen Paar aufgibt, von einem Paar, das sich immer in einem Zustand des Verliebens befindet. Liebe beginnt, wenn wir den Partner wirklich verstehen und annehmen, so wie er ist.

4) Hoffnungen
Der geliebte Mensch rettet uns vor nichts, er kann uns auch nicht retten.

Viele Leute suchen einen Partner und versuchen dadurch ihre Probleme zu lösen. Sie glauben, dass Liebesbeziehungen sie von Langeweile, Sehnsucht und Sinnlosigkeit im Leben heilen werden. Sie hoffen, dass der Partner ihre Leere füllen wird.
Wenn wir einen Partner für uns auswählen und solche Hoffnungen setzen, werden wir am Ende ihn hassen, weil er uns keine Harmonie und Glück gebracht hat.
Lasst die Hoffnung, dass eure Partner alle eure Probleme lösen.

5) Masken
In unserem Leben spielen verschieden Rollen und die Beziehungen bilden keine Ausnahmen. Es ist schwer für uns selbst zu sein. Es gibt Menschen, die kennen gar nicht ihr wahres Ich. Wenn wir uns hinter Masken verstecken, können wir kaum richtig nah an jemanden kommen und auch diese Nähe zulassen, weil wir wissen, er wird es herausfinden und uns zurückweisen. Keiner kann einem fiktiven Charakter wirklich nah sein.
Echte Liebe und Intimität sind nur dann möglich, wenn wir die Maske entfernen und vor dem Partner so stehen, wie wir sind, auch „nackt und verwundbar“.

Animationsfilm „Maskerade“

6) Selbsttäuschung
Die Menschen wollen nicht wissen, was mit ihnen geschieht, und fast immer haben sie eine überzeugende Erklärung für ihr Leiden. Eine Antwort, die rechtfertigt, was jetzt passiert und die hat keinen Bezug zur Ursache ihres Schmerzes. Es ist einfacher und sicherer als mit sich selbst zu beschäftigen. Wenn ich mich über meine wahren Bedürfnisse täusche, „was brauche ich, was tut mir weh, was fühle ich jetzt?“, wie kann jemand anderer mich verstehen?
Lernt euch selbst, eure Wünsche, Bedürfnisse, Vergangenheit und Glaubenssätze kennen.

7) Unfähigkeit zuzuhören
Ein großes Thema in den Beziehungen ist die Unfähigkeit zuzuhören und das Gesagte richtig zu interpretieren. Warten wir geduldig, bis unser Partner zu Ende gesprochen hat, nur um eine Gelegenheit zu erhalten, selbst zu sprechen? Hören wir wirklich zu? Meistens ist es kein Dialog, sondern die zwei zusammengelegten Monologe mit keinem Blick darauf, was wirklich gehört und verstanden wurde. Die Leute hören sich nicht, weil jeder im Voraus überzeugt ist, dass er Recht hat und nur einen Moment wartet, um im Gegenzug seine Argumente darzulegen und das zu beweisen.

Nach meiner Meinung besteht die Hauptaufgabe des Paares darin, einander zu erklären, was mit ihnen passiert, wenn sie zusammen sind und vor allem was in ihrer Beziehung passiert. Sie sollen ihre Bedürfnisse, Wünsche, Gefühle, Hoffnungen, Ängste und Pläne offenlegen. Für eine solche Offenheit wird eine Frau dankbar sein: Ein Mann öffnet sich, statt sich zu verstecken, nun versteht sie ihn besser. Ein Mann ist auch für die Offenheit der Frau dankbar, weil sie Verständnis zeigt, ihm keine Anweisungen mehr gibt, wie er sich zu verhalten hat, wer sein und was tun soll.
Wir sollen unsere „Waffen und Rüstung“ niederlegen und versuchen jegliche Taktik, jeden Kampf und jede Erziehungsmaßnahme gegen einem geliebten Menschen zu stoppen.

Beziehungen sind (nach meiner Meinung) das Einzige, was uns erfüllt und glücklich machen kann. In einer Beziehung wachsen wir neben einer anderen Person, wir verändern uns zum Besseren, wir erkennen uns von einer anderen, unerwarteten Seite. Liebesbeziehungen umfassen alles in unserem Leben. Sie sind das Leiden wert, das sie verursachen.
Alle Schwierigkeiten sind wertvoll, weil wir, nachdem wir alle Hindernisse überwunden haben, nicht mehr dieselbe sind: Wir sind erwachsen geworden, wir sind uns unseres Lebens besser bewusst, fühlen uns lebendiger und vollkommener.

Ich möchte euch einen guten Film zum Thema empfehlen. Es ist eine deutsche Komödie, aber die Fragen, die der Film stellt, beschäftigen ernsthaft viele Paare.

Euer Roman

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Dankbarkeit 2

Hallo zusammen,

heute geht es um Dankbarkeit. Vor circa 6 Monaten habe ich schon dazu einen Artikel geschrieben und jetzt möchte ich das Thema noch etwas vertiefen. Ich stelle euch eine gute Methode, zwei kurze Videos, meine Kommentare und ein interessantes Buch vor.

Vor vielen Jahren kam zufällig ein Buch in meine Hände. Es hieß „Pollyanna“ der US-amerikanischen Autorin Eleanor Hodgman Porter. Die Hauptfigur des Buches ist ein elfjähriges Mädchen, das in jeder Lebenssituation versucht etwas Gutes zu finden, etwas, worüber sie sich freuen kann. Das nennt sie „Such die Freude“- Spiel. Uns kann es helfen, noch einen Blick darauf zu werfen, was wir schon haben oder hatten und uns darüber zu erfreuen. Das Spiel und die Idee haben mich damals sehr beeindruckt. Das war einfach und sehr raffiniert. Es ist egal, was in meinem Leben passiert, ich kann reframen. Es geht dabei um einen Perspektivwechsel. Ich suche einfach in jeder Situation etwas Positives.

Nach meiner Meinung gibt es zwei Zustände, in denen die meisten Menschen leben: Mangel und Fülle. Der überwiegende Teil kennt nur Mangel. Das sind die Menschen, die oft denken und sagen: „Ich brauche…, Wenn ich das bekomme, dann…, Mir fehlt…, Ich will…, Ich kann nicht ohne…“

Was meint ihr, wenn jemandem etwas fehlt, fühlt er sich glücklich? Diese Menschen konzentrieren sich darauf, was sie nicht haben. Wenn jemand z.B. ein Zeugnis mit 49 Noten „1“ hat und nur eine Note „2“. Es sind nur 2 Prozent von 100; und wenn er auf die   2 % guckt, kann er sich nicht freuen. Er denkt, er ist ein Versager. Auf das Ziel wird meistens auch so viel Wichtigkeit draufgelegt, dass der Mensch darunter brechen kann.
Das kann man ändern, mit Hilfe der Dankbarkeit.

Ich kenne eine sehr gute Methode, wie man Dankbarkeit praktizieren kann.
Es heißt „Tagebuch der Dankbarkeit“. Man führt ein Tagebuch und schreibt alles rein, wofür man dankbar ist.

Wofür könnt ihr euch bedanken?
Am besten solltet ihr euch für alles und bei jedem bedanken.
Womit könntet ihr anfangen?
Vielleicht mit folgenden Sachen:

Erinnert euch
an alle angenehmen Momente des Tages;
an alle angenehmen Momente des Lebens;
an alle Menschen, die in eurem Leben waren und sind, die euch gelehrt, geholfen, geliebt, gegeben oder beschenkt haben.
Danken Sie dem Universum (Gott, Leben, Frieden usw.) für das, was ihr hattet und habt:
für euer Leben selbst, Gesundheit, Sinne, vergangene und übrig gebliebene Zeit, Begegnungen, Ereignisse, Gefühle und Emotionen, Materielle und Geistige, Schöne und Aufregende.
Bedankt euch für alles, was ihr habt, bei euch selbst.

Wenn ihr nach einiger Zeit ca. 1000 Einträge habt, sollen auch andere Sachen hereinkommen. Jetzt beginnt ihr euch für die Ereignisse zu bedanken, die bei euch im Kopf als negativ eingestuft sind. Am Anfang nimmt ihr bitte leicht „negative“ Ereignisse, aber nach und nach kommt zu wirklich unangenehmen Sachen. Sucht bei jeder Situation nach einem positiven Kern, was hat euch es gebracht, was habt ihr dadurch gelernt, wurdet ihr dadurch stärker. Findet etwas, bedankt euch und lass die Situation los. Nimmt auch Menschen dazu. Es geht um eure Mitmenschen, mit denen ihr Konflikte hattet oder habt, die euch etwas angetan haben oder bei denen ihr euch selbst für etwas schuldig fühlt. Findet etwas Positives in dieser Begegnung und dankt. Ich weiß, es ist schwer und warum überhaupt solltet ihr das tun? Dadurch wird euer Wohlbefinden steigern.
Danken bedeutet auch loslassen. Wozu sollte man ganzes Leben lang mit sich einen Konflikt oder etwas Unangenehmes tragen?

FAQ
Warum soll ich das schriftlich machen?
Dann ist es irgendwo auf einem Medium festgehalten. Es ist zu einem Gegenstand dieser Welt geworden, was ich anfassen kann. Ich kann das später nochmal lesen und sehen, über wie viele Sachen ich in meinem Leben freuen kann.
In welcher Form führen Sie ein Tagebuch: elektronisch oder auf Papier?
Ich mag Papier mehr, so denke ich etwas länger über Situation nach und komme so zu weiteren Erkenntnissen. Es bleibt mehr im Gedächtnis, wenn mein Körper mitarbeitet.

Wie formuliere ich meine Sätze?
Z.B. Ich danke für das, was … (dann und dann geschah, für diesen Moment, für das Gefühl…)
Ich danke dir für das, was du… (für mich getan hast, mir beigebracht hast, mir gegeben hast…)

Wie viele Danksätze pro Tag soll ich schreiben?
Am Anfang mind. 20 Stück am Tag, je mehr, desto besser. Es wird eine Zeit brauchen, bis es richtig anläuft, aber wenn es die Fahrt aufnimmt, werdet ihr spüren, was es bringt.

Wie entwickelt man die Gewohnheit, jeden Tag Dank zu schreiben?
Es gibt verschiedene Apps mit Erinnerungsfunktion für das Handy.
Z. B. Loop Habit Tracker

Hier ist noch eine interessante Meinung zum Thema.

Die Methode kann wirklich eure Einstellung zum Leben und euch selbst ändern. Es geht um eure Gesundheit, euer Wohlergehen und seelischen Frieden, Ruhe und Zufriedenheit. Ihr müsst mir nicht glauben, probiert es einfach selbst, ob es funktioniert. Viel Erfolg!

Mein erster Artikel zum Thema Dankbarkeit.

Euer Roman

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Wie Coaching funktioniert

Hallo zusammen, heute geht es um euch, eure Fragen und um mich. Ich werde oft gefragt, mit welchen Fragen Menschen zu mir kommen, was von mir erwarten und was ein Coach eigentlich tut. Ich habe für euch zwei Videos, einige Gedanken mit Beispielen und meine Kommentare vorbereitet.

Kurzfilm „Wie Coaching funktioniert“.

Ich würde sagen, jeder Klient /Coachee bringt schon etwas Eigenes mit, aber wenn ich doch sehr stark verallgemeinere, gibt es bei mir nur zwei Arten von Kundenwünschen:
1) Helfen Sie mir zu lernen, bequem mit meinem Problem zu leben, damit ich mich selbst und mein Leben nicht viel ändern muss.
2) Helfen Sie mir das Problem zu verstehen und es zu lösen.

Ein Klient, der zum ersten Mal zu mir kommt, glaubt eher selten, dass die Ursache des Problems in ihr/ihm selbst liegt (irgendein wiederkehrendes Element von Denken, Verhalten oder emotionaler Reaktion). Vielmehr glaubt der Kunde, dass das Problem wie von selbst entsteht und existiert. Die meisten Fragen kommen aus sozialem Bereich.
Wie kann ich Menschen zwingen, mir keinen Stress mehr zu machen?
Wie lerne ich anständige Männer (Frauen) kennen?
Wie kann man einen Mann dazu bringen, einen guten Job zu bekommen?
Wie motiviere ich ein Kind zum Lernen?
Wie höre ich auf, mit meinen Eltern zu streiten usw.?

Ganz kurz am Rande, es ist schon merkwürdig, aber oft scheint es Menschen, dass sie die Realität objektiv wahrnehmen. Eine Art Illusion, dass viele wissen, wie die Dinge wirklich sind. Fast jede Person weiß, was andere Leute von ihr denken, wie oft und mit welchen Gefühlen, wie sie sich in dieser oder jener Situation verhalten werden usw.
Ich vermute, ein Teil der Bevölkerung ist sich sicher, dass sie „professionelle Leser von Gedanken und Absichten“ sind und sicherlich „die Wahrheit“ kennen.
Im Gegensatz dazu ist der zweite Teil der Bevölkerung nicht sicher und bezweifelt alles, was die erste Hälfte überzeugt. Und da die Wahrheit der ersten Hälfte nicht mit den inneren Empfindungen der zweiten Hälfte übereinstimmt, wird die zweite Hälfte noch mehr verzweifelter.

Hier kann ich hier Folgendes empfehlen. Trennt bitte die Fakten (was wirklich passiert) von den was ihr denkt, glaubt, hofft oder erwartet. So werdet ihr euch viel Nerven, Zeit und Energie sparen.

Ich arbeite viel mit Projektionen. Wenn ich die Darstellung des Kunden beschreibe, ist das Bild des Problems oft autonom: „Ich bin da und das Problem ist dort und hat mit mir nichts zu tun.“ Das ist leider nicht so. Im Problem liegt bereits ein Stück des Kunden und auch die Problemlösung. Es ist egal, ob es sich um eine mürrische Schwiegermutter, einen nervigen Kollegen oder bösen Chef handelt. Dieses Problem enthält Informationen über die Überzeugungen, Charaktereigenschaften und Illusionen des Kunden. Es wird etwas in die Außenwelt projiziert. Etwas, was ganz tief im Inneren verborgen ist und akzeptiert und manifestiert werden möchte. Es geht hier um innere, verborgene Weltanschauung und Projektionen des Kunden.

Zum Beispiel haben wir einen Chef – eine harte, selbstbewusste und direkte Person, und sein Team sind unsichere und initiativlose Befehlsnehmer. Woher kommt es? Das ist nur ein Spiegelbild der unbewussten Prozesse und inneren Regungen dieses Teamleiters. (Diese Informationen können vom ihm für sein eigenes Wachstum verwendet werden, wenn er den Mut hat, sich selbst zu fragen: Warum ist er von solchen Menschen umgeben?)
Das Prinzip der Synchronizität zeigt, wie die Systeme die bewussten und unbewussten Komponenten erkennen. (Etwas einfacher als C.G. Jung erklären die Zusammenhänge die sogenannten Spiegelgesetze). Was wir wissen, betrachten wir als einen Teil unserer Persönlichkeit. Das, was in uns unbewusst ist, manifestiert sich in Form der äußeren Realität, um bewusst zu werden.

Zurück zu unserem Beispiel, unser Manager auf der Bewusstseinsebene ist sich sicher, dass er in Ordnung sei und die anderen Verlierer seien. Unterschwellig (in unserem Beispiel gelang es dem Leiter, seine Angst vor seinem Verstand sorgfältig mit psychologischen Abwehrmaßnahmen zu verbergen) hat er aber Angst, dass diese seine Überzeugung nicht wahr ist. Diese Angst manifestiert sich jedoch in Form der Menschen, die er in sein Team „hineingezogen“ hatte.
Die Untergebenen haben die entgegengesetzte Situation – sie sind sich ihrer eigenen Schwächen bewusst, bemerken jedoch nicht den unbewussten „Stolz“ und ein Gefühl der Überlegenheit, Arroganz, die ihr Manager für sie zurückspiegelt.

Nachdem im Bewusstsein die Informationsanalyse stattfindet und alles richtig verstanden wird, werden die neuen Eigenschaften der Persönlichkeit bewusst und unbewusst, dann manifestieren sie sich in Form einer veränderten Außenwelt. Kurz gesagt, die Menschen ändern sich und ihre Welt verändert sich auch.

Wenn man das nicht kennt oder damit nicht arbeitet, ist es schwer etwas dagegen zu unternehmen. Unwissenheit schützt leider nicht vor Folgen. Ich will damit sagen, Menschen haben schon Möglichkeiten ihre Probleme auch selbst zu lösen, aber die brauchen Werkzeuge, Selbstreflexion und einen großen Wunsch sich selbst und ihre Umwelt besser kennenzulernen.

Ich arbeite mit Zielen meines Klienten, ich stelle Fragen, begleite den Prozess z.B. vom Problem zur Lösung oder vom Konflikt zum Frieden. Der Kunde verändert sich selbst und verändert seine Welt. Wir wachsen aber zusammen, weil ich immer auch etwas dabei lerne, wir werden beide reifer und weiser.

Man munkelt, dass die Coachs nur den anderen helfen können und sich selbst nicht. Es kommt vor, man übersieht bei sich selbst öfter etwas. Gut, dass es andere Coachs gibt, zu denen man gehen kann.

Ein Coach kann einem Klienten helfen, seine eigene reifere Position zu entwickeln, die Position, die auf Selbstverständnis und Vertrauen in sich selbst basiert. (Das können übrigens auch ein Psychologe oder Psychotherapeut).
Ein Coach kann helfen, ganzheitlicher und bewusster zu werden. Die können einem Klienten helfen, die Nachteile seines eigenen Verhaltens zu zeigen: sich dessen bewusst zu werden, zu lernen, wie man sich damit auf verschiedene Art und Weise auseinandersetzt und darauf reagiert, Feedback-Erfahrungen mit Freude und Neugier (und nicht mit Angst und Misstrauen) sammelt.

Euer Roman

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Wie erreiche ich meine Ziele

Hallo zusammen,

heute möchte ich euch noch ein Modell vorstellen, das in 4 Schritten helfen kann, ein Ziel zu erreichen oder eine schwierige Situation zu lösen. Das Modell besteht aus systemischen Fragen, die helfen nicht nur die Situation besser zu verstehen, Ansätze für eine Lösung zu erarbeiten, sondern auch gleich ins Tun übergehen. Dazu kommen zwei Videos, meine Kommentare und Beispiele.
Es ist nicht einfach Ziele zu erreichen oder Träume zu verwirklichen, das gibt uns aber das Gefühl einen Sinn im Leben zu haben und auch eine Beschäftigung dazu.

Das Modell selbst wurde von einem Sportpsychologen, Buchautor und Coach Sir John Whitmore  entwickelt. Es besteht aus mehreren Fragen aus vier verschiedenen Bereichen und ist auch eine gute Methode zur Zielfindung und Problemlösung. Dieses Modell teilt ein Problem oder eine Aufgabe in mehrere Teile und hilft dadurch ganze Aufgabe oder Problem zu lösen. Es kommt aus dem Bereich Coaching und die besten Ergebnisse werden mit einem erfahrenen Coach erzielt, weil er die richtigen Fragen stellt und das Modell häufig und unvoreingenommen anwendet. Für diejenigen, die das allein oder mit einem Freund versuchen wollen, habe ich unten die Vorgehensweise beschrieben.

GROW ist ein Akronym und steht für G=Goal; R=Reality, O=Obstacles und Options; W=Way Forward und Will .

Goal / Ziel
Zu Beginn wird ein Ziel festgelegt, wo man hinwill. Das könnte das schwierigste von allem sein, da man oft nicht ganz klar das Ziel definieren kann. Dabei wird ein möglichst konkretes Ziel angestrebt, z.B. Bestehen einer Prüfung, Jahresgespräch mit dem Chef,  Ausarbeitung eines Projekts, Treffen wichtiger Entscheidungen, Festlegen eines Jahresbudgets usw. Wichtig ist hierbei die schriftliche Festlegung von Zielen, die von euch selbst beeinflusst werden können.

Die wichtigsten Fragen, die euch hier helfen werden:
Was ist mein Ziel? Was möchte ich erreichen?
Welche Ergebnisse will ich erzielen?
Das Ziel soll in einem Satz formuliert werden. Da gibt es einige Regeln, wie man das richtig macht. Ich empfehle euch dafür eine Methode zu nutzen, z.B.  die SMART-Methode.

Beispiel:
Das Ziel für einen Student: Studienabschluss in Rechtswissenschaft. Sein Ziel in einem Satz könnte so aussehen:
„Am 30.10.2020 habe ich mein Abschlussdiplom als Master of Laws an der Wand hängend und feiere das mit meinen Freunden.“

Reality / Ist-Zustand feststellen
Wenn ein Ziel feststeht, wird als nächster Schritt die momentane Situation schriftlich analysiert. Manchmal sieht die Situation anders dar als zunächst angenommen, dann sollte man die Ziele erneut anpassen oder verändern. Hier gibt es eine Schwierigkeit, ihr solltet bei der Realitätsprüfung möglichst objektiv und beschreibend statt beurteilend vorgehen, aber wenn man allein arbeitet, wird es gar nicht so einfach. Es geht darum herauszufinden, wie weit ihr von eurem Ziel entfernt seid, was bereits versucht wurde, um das zu erreichen und was die momentanen Schwierigkeiten sind. In dieser Phase wird der Startpunkt erarbeitet und die Informationen zusammengetragen, die auf dem Weg zum Erreichen des Zieles essenziell sind.

Fragen:
Wie sieht meine aktuelle Situation (der Ist-Zustand) aus?
Wie wichtig ist das Ziel für mich?
Was habe ich bisher unternommen, um das zu schaffen?
Mit welchen Ergebnissen?
Was mache ich momentan, was dem Erreichen des Zieles im Weg stehen könnte?
Was hat mich davon abgehalten andere Dinge auszuprobieren?
Welche Zusammenhänge gibt es dabei?
Wie viel Einfluss habe ich momentan auf die Situation?
Was wäre die Konsequenz, wenn ich das Ziel nicht erreichen?

In unserem Beispiel könnte es sein, dass junger Mann am Ende des Studiums in einem WG wohnt, wo viel und ausgiebig gefeiert wird. Da er sich ablenken lässt und mitmacht, beschäftigt er sich immer weniger mit seinem Studium und das hat seine Konsequenzen.

Options / Möglichkeiten
Es ist nicht so einfach selbst neue mögliche Optionen zu finden. Versucht mit jemandem das zu besprechen, aber möglichst so, dass dieser Mensch nur Fragen stellt und keine Lösungen anbietet. Lösungen sollen von euch kommen. Inhaltlich geht es nicht darum, eine „richtige“ Alternative zu entwickeln; stattdessen sollen zunächst möglichst viele Alternativen entwickelt werden. Jede Idee soll, egal wie widersinnig sie erscheint, schriftlich festgehalten werden.

Fragen:
Was kann ich unternehmen, um das Ziel zu erreichen?
Was sind meine Optionen?
Was hat in der Vergangenheit gut funktioniert?
Was wäre, wenn…?
Welche Alternativen können mir die besten Resultate bringen?
Wenn da noch etwas wäre, was könnte es sein?

Unser Student könnte sich überlegen, welche Möglichkeiten er hätte, um sein Ziel zu erreichen. Es wäre möglich z.B. eine neue Bleibe zu finden oder einen anderen Platz zum Lernen, vielleicht eine neue Clique, die sich mehr auf das Lernen konzentriert.

Will / Nächster Schritt
In der letzten Phase wird versucht, die Frage schriftlich zu beantworten, was nun genau zu tun ist, das heißt Entscheidungen werden getroffen und ein fest umrissener Arbeitsplan aufgestellt.

Die Fragen zu dieser Phase:
Wofür entscheide ich mich?
Was werde ich tun? Was kommt als Erstes?
Welche Zwischenschritte benötige ich?
Ist die geplante Handlung wirklich zielführend?
Wann werde ich es tun?
Welche Hindernisse könnten mir auf diesem Weg begegnen?
Wen soll ich darüber informieren?
Welche Ressourcen werde ich brauchen?
Welche Unterstützung benötige ich für die Zielerreichung?
Wie und wann werde ich diese Unterstützung erhalten?
Welche weiteren Überlegungen kommen mir in den Sinn?

Unser Student hat sich für einen Umzug entschieden und sucht nach einer neuen Wohnung. Inzwischen hat er sich entschieden bislang zu seinen Eltern ziehen, um von da aus, eine neue Bleibe zu suchen und sich erstmal in Ruhe seinem Studium widmen.

Hier ist ein Video mit einem einfachen Beispiel aus dem Berufsalltag. Es ist leider auf Englisch, aber doch leicht verständlich.

Euer Roman

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Wie komme ich zu mehr Gelassenheit im Leben

Hallo zusammen,

heute möchte ich euch ein paar Möglichkeiten vorstellen, die sehr hilfreich sind, um auf jemanden oder etwas gelassener zu reagieren. Im Leben gibt es immer wieder Momente oder Situationen, in denen unsere Mitmenschen uns enttäuschen, unseren Erwartungen nicht gerecht werden. Wir reagieren darauf auf verschiedene Weise und manchmal dauert es sehr lange, bis wir uns wieder beruhigen und diesen Vorfall vergessen können.

Stellt euch vor, ihr habt eine Verabredung, aber euer Date kommt nicht und ruft nicht an. Ihr könnt sie oder ihn nicht erreichen. Es ist richtig bitter und ihr seid sauer, verärgert, niedergeschlagen oder traurig.
Es gibt einige Möglichkeiten mit dieser und ähnlichen Situationen umzugehen. Wir können uns einen Plan schmieden, wie wir uns rächen oder auf einmal den ganzen Ärger und Schmerz auf dieser Person herauslassen, wir können vielleicht so tun, als ob für uns das nicht wichtig wäre und wir würden über die Situation stehen, wir können anfangen die Person zu meiden oder umgekehrt ein Gespräch mit ihr zu suchen, um die Sache zu klären. Bevor ihr aber etwas tut, könntet ihr auch die Situation etwas genauer betrachten und eventuell die besser verstehen.

Ich will euch einige Ideen vorstellen, wie ihr solche Situationen schneller abhacken könnt, allgemein weniger Stress habt und doch dabei die meisten eure Beziehungen als etwas Positives wahrnimmt. Zuerst geht es um Verständnis und Wahrnehmung.

1) Jeder Mensch ist ein Star in seinem Leben.

Jeder ist ein Hauptdarsteller in seiner Welt. Alle anderen sind Statisten oder spielen höchstens Nebenrollen. Er verbringt doch täglich 24 Stunden mit sich selbst und ist mit eigenem Überleben beschäftigt. Man kann sagen jeder denkt die meiste Zeit an sich. Es ist aber legitim und in Ordnung. Es war für mich nicht ganz leicht das anzunehmen, weil ich dachte, dass ich keine egoistische Neigung in mir habe. Ich denke aber die meiste Zeit an mich und meine Angelegenheiten. Dann ist es wahr. Wie ist es bei euch?

2) Ich bin auch nicht vollkommen.

Wer ist der Heilige hier? Ich habe noch keinen kennengelernt. Alle machen Fehler und ich auch, täglich. Ich bin nicht vollkommen und erwarte das auch von niemandem.

3) Höhe Erwartungen.

Wir wissen alle, wie es richtig ist und wie es laufen soll. Wir haben Ziele und Träume. Alles wird genau geplant und dann passiert etwas Unerwartetes, alles ist hin, wir sind enttäuscht und am Ende. Wir haben erwartet, dass die Person etwas für uns tut, hat sie aber nicht geschafft. Kann es sein, dass wir zu viel von ihr erwartet oder unsere Wünsche für ihre gehalten haben? Wir haben uns ausgedacht, wie es laufen soll und das ist nur ein Plan und das, was passiert ist, ist die Realität. Wir haben uns getäuscht, wieso hat dann diese Person die Schuld. Wir wissen nicht genau, was sie denkt, wie sie denkt, wie sie reagieren und handeln wird, aus welchem Grund erwarten wir, dass sie das tut, was uns gefällt?

4) Er hätte es besser gemacht, wenn er das besser hätte tun können.

Die meisten Menschen betreiben keine Sabotage und sind nicht von Natur böse. Die konnten unter diesen Umständen und mit ihren Möglichkeiten und Kompetenzen das nicht besser machen. Überlegt euch, wie verhält ihr euch bei einem euren Fehler? Wir hätten es gern vermieden und besser gemacht, aber in dieser Situation ging es leider nicht anders.

5) Wenn es passiert ist, dann sollte es passieren.

Ich bin so ein Mensch, ich glaube, dass alles in dieser Welt nicht umsonst ist. Wenn etwas geschieht, dann nicht ohne Grund. Diese Situation hat mit mir zu tun, sie ist in meiner Welt passiert. Was will sie mir sagen? Möglicherweise ist da etwas Gutes für mich. Vielleicht soll ich etwas verstehen oder versteckt sich eine Lehre für mich. Das Leben weiß, was ich für meine Entwicklung brauche und das bekomme ich auch, egal wie unangenehm oder schwer das anzunehmen ist. Dann übe ich mich in Demut.

6) Ich kenne nicht alles.

Ich kann nicht die ganze Geschichte kennen, die hinter dieser Situation und diesem Menschen steht. Welche (für mich) richtigen Entscheidungen kann ich von ihm erwarten, wenn ich selbst nicht Mal eine Minute in seinem Körper war und verstehe nicht, wie er tickt. Ich kann mir nicht mal vorstellen, wie und was bei ihm im Kopf und im Leben abgeht, welche Erfahrungen er im Leben hatte und welche Schlüsse er daraus gezogen hat. Alles sind bloß meine Gedanken und Vorstellungen über den Menschen und seine Möglichkeiten. Und, wenn ich mich jetzt ärgere oder traue, dann hat es mit mir zu tun und nicht mit ihm.

7) Möchte ich glücklich sein oder recht haben?

Die Frage: „Ist es mir jetzt wirklich wichtig, sich durchzusetzen und recht zu behalten oder will ich einfach glücklich sein?“, hilft bei solchen Situationen sehr gut. Bin ich wirklich an einer Eskalation des Konflikts interessiert oder kann ich alles dabei belassen? Eine Antwort auf diese Frage könnte mir schon gleich mehr Ruhe geben oder eventuell noch Jahre dauernder Stress schenken.

8) Nicht alle sind gleich empfindlich.

Nach meiner Meinung empfinden wir verschiedene Situationen auf unterschiedliche Weise und was für Einen eine Kleinigkeit bedeutet, kann einen Anderen in eine tiefe Krise stürzen. Ich glaube, es hängt davon ab, welche Erfahrungen wir im Leben gemacht haben und wie viel Schmerz wir seitdem mit uns tragen.
Es gibt auch Menschen, die können wenig bis gar nicht nachempfinden, was in dem Anderen passiert, weil ihre eigenen Emotionen und Gefühle zum Teil vom Bewusstsein abgetrennt sind.

9) Wir leiden alle.

Denkt darüber nach, wenn ein Mensch uns aus irgendwelchen Gründen enttäuscht hat, sind wir sehr wahrscheinlich nicht die Ersten und nicht die Letzten auf seinem Weg. Was meint ihr, ist es einfach eine Enttäuschung zu sein? Es kann gut sein, dass der Mensch viel Schmerz in seinem Inneren trägt und versucht sein Leben irgendwie auf die Reihe zu kriegen. Oft leiden diese Menschen viel mehr als wir.

Jetzt möchte ich gern euch einige Methoden vorstellen, mit denen ihr solche Situationen lösen könnt.

1) Reframing
Diese Technik ist eine Methode aus dem NLP (Neuro- Linguistisches Programmieren). Das Konzept wurde allerdings von Virginia Satir entwickelt. Die Methode wird gern im Coaching benutzt, um Coachee / Klienten sein Verhalten aus einem anderen positiven Winkel zu zeigen.
Zum Beispiel beim Kontextreframing wird ein positiver Wert in einem bestimmten Verhalten definiert. In jedem Verhalten gibt es ein positiver Grundkern oder eine gute Absicht. Wir sollen es nur finden. Das muss nicht unbedingt der Wahrheit entsprechen, aber das kann für unser Wohlbefinden viel tun.
Wenn wir zurück zu unserem Beispiel mit dem geplatzten Date gehen, dann könnte etwas dazwischengekommen sein und vielleicht blieb die Nachricht aus, weil der Handy-Akku leer ist. Und wenn nicht, dann versucht die Person uns eventuell vor noch mehr Schmerz und Enttäuschung zu schützen und Angst hat, es uns ins Gesicht zu sagen. Das ist alles nur eine Vermutung, aber die kann uns helfen diese Enttäuschung schneller zu verarbeiten.

2) Wird diese Enttäuschung in 5 Jahren noch genauso wichtig sein?

Diese Frage gibt uns die Möglichkeit aus der Zukunft auf dieser Situation einen Blick zu werfen und zu entscheiden, ob wir uns unbedingt mit der Sache weiterbeschäftigen wollen oder nicht. Das kann helfen die Kirche im Dorf zu lassen und den Vorfall schnell zu vergessen.

3) Was würde eine gelassene Person an meiner Stelle tun?

Habt ihr eine Person in eurem Leben, eine schon verstorbene, lebende, fiktive oder echte, die euch in Sachen Gelassenheit als Vorbild dient? Dann fragt euch, was diese Person an eure Stelle tun würde.

4) Dieser Person gedanklich vergeben

Wenn zumindest eine von meinen Vorschlägen bei euch funktioniert hat, dann könnt ihr auch etwas weitergehen. Es geht darum diese Person zu verzeihen. Sie wusste wahrscheinlich nicht, was sie tut oder konnte das nicht ändern. Dieser Person zu vergeben macht euch freier von den negativen Gefühlen, die nur euch schaden. Die Situation bleibt dann als bloße Erinnerung ohne emotionalen Hintergrund da.

Wenn es gewünscht und möglich ist, gebt dem Menschen eine zweite Chance. Sprecht darüber, erzählt, wie ihr euch fühlt und was ihr erwartet, dann gebt ihm eine Möglichkeit nächstes Mal alles besser zu machen. Die beiden Seiten werden sich etwas besser fühlen und eure Beziehung kann noch positive Momente erleben.

Euer Roman

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Wie lerne ich zu lieben

Hallo zusammen,
ich habe diese Woche einige Fragen zu meinem letzten Bericht „Sprache der Liebe“ bekommen und möchte gern darauf eingehen und versuchen die zu beantworten. Es geht um fehlende Liebe, schlecht laufende Beziehungen, Einsamkeit und was man dagegen tun kann. Ich stelle euch zwei interessante Videos, eine schöne Geschichte, meine Kommentare und Erfahrungen zur Verfügung.

Frage 1.
Ich denke, ich habe niemandem in meinem Leben, den ich lieben könnte und mich liebt auch keiner. Was kann ich tun?

Ich habe in meinem Leben eine Zeit lang ähnliche Gedanken gehabt. Nach meiner Meinung damals gab es niemandem, den mir nah stand. Hier meine ich nicht nur einen Partner, sondern generell Beziehungen mit meiner Umwelt. Alle meine Beziehungen waren, nach meiner Meinung, nicht perfekt, überall hatte ich etwas zu meckern. Und in diesem Satz ist schon der Wurm drin, eher zwei. Der erste ist „nach meiner Meinung“ und der zweite „nicht perfekt“.
Unsere Sicht der Dinge ist oft betrübt und verzerrt, nicht selten spüren wir nicht, wo die Beziehung steht und wie die Menschen uns finden. In diesem Fall kann ich nur empfehlen mit euren Mitmenschen darüber zu reden. Über eine Beziehung zu reden ist nicht so einfach, man macht sich nackig und verwundbar. Es wird euch aber helfen besser einander zu verstehen und euch näher zueinander bringen. Klarheit, Ehrlichkeit und Offenheit in einem Gespräch können Wunder wirken. Welche Menschen wolltet ihr um euch haben? Sollen sie auch ehrlich und offen mit euch sein? Jemand muss damit beginnen…

Oft befürchten wir, dass so ein Gespräch ein Ende der Beziehung bedeuten könnte. Stellt euch bitte die folgenden Fragen: Wie lange habe ich schon diese Beziehung? Wieso sind diese Menschen so lange mit mir zusammen? Warum haben sie unsere Beziehung noch nicht beendet? Und wenn sie immer noch mit mir sind, könnte es sein, dass ich ihnen wichtig bin? Aus welchem Grund sollen sie denn ausgerechnet jetzt die Beziehung beenden?

Häufig haben wir auch eine oder mehrere Vorstellungen, wie die Beziehungen und unsere Mitmenschen aussehen, denken, sich verhalten und handeln sollen. Und, wenn irgendetwas zu unseren Vorstellungen oder Erwartungen nicht passt, dann ist der Mensch fehlerhaft und ihm wird einen Laufpass gegeben oder er wird auf Distanz gehalten. Ich habe schon über Erwartungen und Schubladendenken geschrieben und will mich hier nicht wiederholen. Die Links sind unten.
Ich habe die Meinung, dass es nur ganz, ganz wenige „perfekten“ Menschen gibt, die vollkommen unseren Erwartungen entsprechen. Perfekt machen wir eine Beziehung nur selbst. Dafür aber sollte man etwas tun und der erste Schritt wäre, darüber zu reden. Wie sieht für euch eine gute Beziehung aus? Wie wolltet ihr es, wie sollen die Menschen euch behandeln? Schreibt es auf. Dann fragt auch die anderen, wie möchten sie behandelt werden. Dann wisst ihr, wie es geht. Sagt, was ihr denkt, was ihr fühlt, was ihr wollt und ihr werdet Wunder erleben.

Frage 2.
Ich weiß nicht so richtig, wie ist es denn, jemandem zu lieben. Ich spüre auch fremde Liebe nicht. Was bedeutet eigentlich zu lieben? Ich kann die Liebe in mir nicht fühlen.

Ich hatte mir mal schon diese Frage gestellt. Was ist die Liebe? Wie kann ich dieses Gefühl erfassen oder fühlen, mir genau ansehen? In unsere Familie lebte mehrere Jahre eine liebevolle Katze. Ich denke, die war die erste, von der ich das bedingungslose Lieben gelernt habe. Ich war immer sehr glücklich, mit ihr etwas Zeit verbringen zu können. Auch, wenn ihr Mal einen Hund gehabt habt, dann wisst ihr, wovon ich rede. Seinen Besitzer liebt er über alles. Viele Haustiere wissen schon von Geburt an, was das Wichtigste im Leben ist und können in diesem Bereich gute Lehrer sein.

Frage 3.
Ich suche schon sehr lange, aber finde immer nicht die richtigen Menschen und werde von ihnen nicht wertgeschätzt oder schlecht behandelt. Was tue ich denn falsch?

Ich war auch Mal in so einer Situation. Ich bin so ein Mensch, ich beginne erst Mal die Fehler bei mir selbst zu suchen. Damals habe ich in einem Buch einen interessanten Gedanken gelesen. Der hat mich schon nachdenklich gemacht. Es gab da eine Frage: „Liebe ich mich selbst?“ Wenn die Antwort negativ ausfällt, stellt sich die weitere Frage: „Wieso sollen die anderen Menschen mich besser behandeln, als ich das selbst tue?“ Das war für mich unerwartet und hat mich hart getroffen. Daran ist aber etwas Wahres, wenn wir uns nicht akzeptieren/nicht lieben, spüren die Menschen das auf einer unbewussten Ebene und behandeln uns entsprechend. Da ist etwas, was wir verstehen sollen und eventuell uns ändern. Die Liebe zu sich selbst erhöht die Qualität unsere Beziehungen. Es wäre schön, wenn alle uns einfach so wertschätzen würden, zu uns nett und verständnisvoll wären, aber anscheinend ist es schwer umsetzbar. Links zu den Artikeln über Selbstliebe sind unten.
Es kommt hinzu, dass wir oft sagen: „Die anderen sollen mich akzeptieren, so wie ich bin!“. Dabei vergessen wir manchmal, dass unsere Mitmenschen für sich das auch wollen. Sind wir dazu bereit, den Wunsch aufzugeben, die Menschen ändern zu wollen?
Die Beziehungen sind für die meisten Menschen etwas Tolles und lebensnotwendig. Ich kenne aber viele Menschen, die introvertiert, Einzelgänger oder mehr mit sich selbst beschäftigt sind. Die kommen gut ohne Beziehungen zurecht. Manche spüren aber diesen gesellschaftlichen Druck, dass sie sozial aktiv und kompetent sein sollen. Fragt euch, ob der Wunsch nach einer guten Beziehung wirklich von Innern kommt und nicht von außen, weil „so was alle haben sollen“.
Ich kann nur empfehlen weiter zu suchen. Es gibt so viele nette, tolle, freundliche Menschen in dieser Welt. Sie suchen das Gleiche wie wir…

Eine schöne metaphorische Geschichte zum Thema.

Der kleine Baumwollfaden

Es war einmal ein kleiner Baumwollfaden. Der hatte Angst, dass er, so wie er war, nicht ausreicht: „Für ein Schiffstau bin ich viel zu schwach“, sagte er sich, „und für einen Pullover zu kurz. An andere anzuknüpfen, habe ich viel zu viele Hemmungen. Für eine Stickerei eigne ich mich auch nicht, dazu bin ich zu blass und farblos. Ja, wenn ich aus Lurex wäre, dann könnte ich eine Stola verzieren oder ein Kleid. Aber so! Es reicht nicht! Was kann ich schon? Niemand braucht mich. Niemand mag mich – und ich mich selbst am wenigsten.“ So sprach der kleine Baumwollfaden, legte traurige Musik auf und fühlte sich ganz niedergeschlagen in seinem Selbstmitleid.

Da klopfte ein Klümpchen Wachs an seine Tür und sagte: „Lass dich doch nicht so hängen, du Baumwollfaden. Ich habe da so eine Idee: Wir beide tun uns zusammen. Für eine Osterkerze bist du zwar als Docht zu kurz und ich habe dafür nicht genug Wachs, aber für ein Teelicht reicht es allemal. Es ist doch viel besser, ein kleines Licht anzuzünden, als immer nur über die Dunkelheit zu jammern!“

Da war der kleine Baumwollfaden ganz glücklich, tat sich mit dem Klümpchen Wachs zusammen und sagte: „Nun hat mein Dasein doch einen Sinn.“
Und wer weiß, vielleicht gibt es in der Welt noch mehr kurze Baumwollfäden und kleine Wachsklümpchen, die sich zusammentun könnten, um der Welt zu leuchten?

                                                                                                 Autor ist leider unbekannt

Ich denke, es stimmt nicht, dass uns keiner braucht. Wir sind doch hier in dieser Welt, dann werden wir anscheinend für irgendetwas gebraucht. Möglicherweise haben wir den genauen Grund dafür noch nicht gefunden, aber eins muss es geben, sonst wären wir nicht da. Und, wenn wir schon da sind, können wir uns selbst lieben lernen. Dann, bin ich mir sicher, klappt es auch mit den Mitmenschen.
Guckt euch um, überall sind Menschen, bekannte und unbekannte. Sie sind alle mögliche Kandidaten für einen tollen Zeitgenossen. Sie sind potenzielle liebende Verwandten, tolle Freunde, gute Bekannten, hilfsbereite Kollegen und nette Nachbarn. Vielleicht sehen wir einfach diese Menschen noch nicht in dieser Rolle? Möglicherweise haben wir die noch nicht richtig kennengelernt?

Erwartungen

Schubladendenken

Selbstliebe

Selbstliebe 2

Euer Roman

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Sprache der Liebe

Hallo zusammen,

heute stelle ich euch ein Konzept vor; in dem werden 5 Möglichkeiten präsentiert, wie man Liebe oder Zuneigung richtig wahrnehmen und ausdrücken kann. Dazu kommen ein Erklärungsvideo, ein Test, meine Kommentare und ein toller Animationsfilm, wie man das Thema praktisch angeht.

Nach meiner Meinung haben die meisten Menschen das Bedürfnis zu lieben und geliebt zu werden. Wenn wir diese Bedürfnisse in unserem Leben befriedigt haben, fühlen wir uns glücklicher und das Leben scheint uns leichter und erfreulicher zu sein. Wir haben mehr Energie und sind fit für die großen Herausforderungen und Aufgaben. Wenn die beiden Bedürfnisse nicht erfüllt sind, dann spüren wir, dass in unserem Leben etwas fehlt, alles ist schwerer und wir haben weniger Freude am Leben.

Das Konzept „5 Sprachen der Liebe“ stammt von einem US-amerikanischen Pastor, Paar- und Beziehungsberater und Buchautor Gary Chapman. Er vergleicht die persönliche Liebessprache jedes Individuums mit einer Fremdsprache. Wenn zwei Menschen mit unterschiedlichen Sprachen in einer Beziehung aufeinandertreffen, kann eine Kommunikation zwischen den beiden schwierig werden. Wenn zumindest einer der beiden Partner die Sprache der anderen versteht oder erlernt, wird die gemeinsame Kommunikation besser laufen. Am besten wäre es aber, wenn die beiden die Sprache der anderen verstehen und verständlich auch eigene Bedürfnisse kommunizieren. Dann werden sie sich verstanden fühlen und weniger Konflikte haben.

Etwas ausführlicher erklärt das Konzept das folgende Video:

Ich finde, man braucht nicht nur die Sprache des Partners zu kennen, sondern auch wirklich wollen mit ihm weiterhin zusammen sein und ihn lieben.
Dieser Wünsch bedeutet, auch die Initiative zu übernehmen, bewusst etwas Positives,  etwas Gutes unserem Gegenüber zu tun. Wir sollen ihm unsere Liebe zeigen, sein Leben erleichtern oder ihm verständlicher machen, dass er etwas Besonderes ist.

Lob und Anerkennung

Wir können unsere Zuneigung verbal und nonverbal ausdrücken; zum Beispiel über Lob, Komplimente, anerkennende oder verständnisvolle Worte; die einfachen „Ich mag dich, ich habe dich lieb oder ich liebe dich“ helfen uns dabei. Diese Worte sollen aber nicht nur Zuneigung ausdrücken, sondern auch ehrlich gemeint sein. Sonst kommen die Menschen dahinter und werden uns in Zukunft keinen Glauben schenken. Es wäre besser, wenn wir diese Worte nicht mit Kritik oder etwas Unangenehmen zusammenmischen. Sonst werden die nicht die erwünschte Wirkung haben. Wir können es verbal oder mit Körpereinsatz tun, mithilfe unserer Mimik und Gestik, durch Grußkarten fremder oder eigener Herstellung, durch Briefe, durch Schulterklopfen usw.

Zweisamkeit – die Zeit nur für euch beiden

Das bedeutet, zusammen Zeit zu verbringen, gemeinsam etwas zu tun und dabei die volle Aufmerksamkeit des anderen zu genießen. Es geht hier um die Zeit, die wir bewusst  miteinander verbringen. Diese uneingeschränkte Aufmerksamkeit ist sehr wichtig und wird von vielen Menschen in hohem Maße geschätzt. Da helfen gemeinsame Spaziergänge, Reisen, Gespräche, gemeinsame Hobbys oder Restaurantbesuche. Es ist nicht genug zusammen in einem Raum etwas Zeit zu verbringen und mit eigenen Dingen beschäftigt zu sein. Schlecht auf die Beziehung könnten eine längere Isolation und oft vorkommende Zeiten der Trennung auswirken.

Geschenke

Mit den Geschenken ist nicht immer alles einfach. Manchmal ist es ein fast obligatorisches Muss, wenn es um Feiertage oder Geburtstage geht. Es ist leider manchmal so, dass danach keiner so richtig glücklich damit ist. Nichtsdestotrotz sind Geschenke eine von den Sprachen der Liebe. Die sollen das Leben eines Anderen besser machen und sagen, dass wir jemanden mögen und an ihn gedacht haben. Wenn wir einen wichtigen Tag, Geburtstag oder Hochzeitstag vergessen haben oder zu geizig sind, etwas zu schenken, könnte das auch eine negative Auswirkung auf unsere Beziehung haben. Man muss nicht unbedingt etwas sehr Teures schenken, das könnte auch eine selbstgebastelte Kleinigkeit sein. Sehr gut passen dazu neue Erlebnisse, Eindrücke, Erfahrungen, Empfindungen oder Emotionen, eine Überraschung oder einfach etwas Zeit und Aufmerksamkeit.

Hilfsbereitschaft

Jemandem zu helfen ist auch eine von Möglichkeiten unsere Zuneigung und Liebe zu zeigen. Manchmal kostet es uns gar nicht, gelegentlich müssen wir uns wirklich anstrengen und unsere eigenen Prioritäten zurückstellen. Das könnte eine kleine Unterstützung im Haushalt sein, wie die Hilfe beim Saubermachen oder eine große, wie das Angebot einer Bluttransplantation. Es hat keinen guten Einfluss auf eine Beziehung, wenn wir Bitten unseres Partners ignorieren oder vergessen, was wir versprochen haben. Ihr könnt einfach fragen: „Wie kann ich dir helfen?“ oder „Was soll ich tun?“ und das ist schon eine Geste der Zuneigung, das zeigt eure Bereitschaft etwas zu tun. Manchmal kriegen wir kein Dank dafür, seid dazu bereit und denkt dabei, ihr macht das für euch und eure Beziehung. Es wäre besser, wenn wir unsere Hilfe freiwillig anbieten, dann fühlen wir uns dabei wie große Helden, die jedes Problem lösen können.

Zärtlichkeit

Berührungen bedeuten emotionale Nähe und nicht nur physischer Kontakt. Viele Menschen sind etwas zurückhaltend, was das angeht und ich kann das sehr gut verstehen.  Aber wir können doch einem Freund auf die Schulter klopfen oder jemanden umarmen, wenn ihm schlecht geht. In den Beziehungen ist es viel wichtiger, es zeigt wie nah wir einander stehen oder stehen wollen. Viele Menschen brauchen diese Nähe und fühlen sich geliebt, wenn sie von anderen berührt werden. Ich weiß, wie schwer es ist mit einem Menschen zu bleiben, der weint, Angst hat oder zornig ist. Aber genau in diesem Moment fühlt er sich verletzt und braucht Unterstützung. Wir sollen nicht unbedingt etwas sagen, wir können bei ihm bleiben, umarmen, berühren oder streicheln. Es wird schlecht ankommen, wenn wir nichts tun, eine Predigt halten oder gar Missachtung zeigen.

Hier findet ihr einen Test aus 30 Fragen, um zu sehen, welche Sprache benutzt ihr am meisten.

Ich denke, dass alle diesen Sprachen der Liebe und meine Tipps nicht nur für unsere Partner bestimmt sind. Die sind für alle Mitmenschen, die täglich mit uns zusammen sind: für Verwandten, Kinder, Freunde, Kollege, Bekannten und Fremden. Nach meiner Meinung brauchen wir alle Liebe. Dieses Modell hilft uns zu verstehen, welche Sprache jetzt, in gegebene Situation gebraucht wird, um Liebe und Zuneigung zu zeigen.

Wenn jemand noch mehr Informationen zum Thema „Wie komme ich mit meinen Mitmenschen gut aus?“ haben möchte, unten habe ich eine Reihe meiner früheren Artikel mit vielen praktischen Tipps als Links zugefügt.

Euer Roman

Wissenschaft des Friedens

Wissenschaft des Friedens 2

Wissenschaft des Friedens 3

Wissenschaft des Friedens 4

Wissenschaft des Friedens 5

Wissenschaft des Friedens 6

Wissenschaft des Friedens 7

Wissenschaft des Friedens 8

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Motivation und Motive

Hallo zusammen,

heute stelle ich euch ein Modell /ein Konzept der Motivation vor. Das lässt uns herausfiltern, was uns im Leben wirklich antreibt, was für uns wichtig ist. Dazu kommen ein Video, eine Übung und eine Möglichkeit eigene Motive etwas besser zu verstehen.

Das Modell kommt von einem amerikanischen Psychologen Steven Reiss. Er hat in den 90er Jahren 16 Motivationsprofile entwickelt, die uns helfen können, einzuschätzen, welche Motive uns antreiben. Er fand in mehreren Studien heraus, dass das Verhalten und Handeln jedes Menschen dauerhaft von 16 fundamentalen Werten und Bedürfnissen bedingt werden. Seine Lebensmotive bestimmen unser Verhalten von innen her – sie motivieren uns „intrinsisch“. Unten, im Video gibt es eine Erklärung, was das bedeutet.

Die 16 Motive mit Beschreibung:

1. Anerkennung:

Bedürfnis nach Einbeziehung und auch Bedürfnis danach, Kritik und Ablehnung zu vermeiden.

2. Beziehungen:

Bedürfnis nach Freundschaft, nach sozialen Beziehungen, nach Gesellschaft.

3. Macht:

Bedürfnis danach, andere dem eigenen Willen zu unterwerfen oder zumindest zu beeinflussen.

4. Ehre:

Bedürfnis danach, sich moralisch zu verhalten, eigenen Prinzipien treu zu bleiben, auch ein Ansehen, aufgrund offenbaren oder vorausgesetzten, sittlichen Wertes, zu genießen.

5. Eros /Sinnlichkeit:

Bedürfnis nach Sexualität, auch nach Schönheit, Ästhetik, Kunst.

6. Essen:

Bedürfnis nach Nahrung, den Hunger zu stillen und Essen zu genießen.

7. Familie:

Bedürfnis danach, seine eigenen Kinder großzuziehen, fürsorglich für eigene Familie zu sein.

8. Idealismus:

Bedürfnis nach sozialer Gerechtigkeit, nach Verantwortung im Bezug auf Fairness in der Welt oder auch Bedürfnis ein Altruist zu sein.

9. Körperliche Aktivität:

Bedürfnis danach, seine eigenen Muskeln zu bewegen, nach körperlicher Aktivität (Arbeit oder Sport), nach Bewegung.

10. Neugier:

Bedürfnis nach neuem Wissen, nach neuen Erfahrungen.

11. Ordnung:

Bedürfnis nach Struktur, Klarheit und Organisation.

12. Rache / Konkurrenz:

Bedürfnis danach, sich mit jemandem zu vergleichen oder mit jemandem abzurechnen.

13. Ruhe:

Bedürfnis nach innerem Frieden, nach geistiger und emotionaler Stabilität und Gelassenheit.

14. Sparen:

Bedürfnis danach, materielle Dinge / Güter zu sammeln und sich Vorräte anzuhäufen.

15. Status:

Bedürfnis nach sozialer Anerkennung / Prestige, nach öffentlichem Ansehen.

16. Unabhängigkeit:

Bedürfnis nach Eigenverantwortlichkeit / Autonomie.

Jetzt möchte ich gern euch eine kleine Übung geben. Welche von diesen 16 Motiven könnte der Junge im folgenden Video haben? Ist es vielleicht nur eins oder ein ganzes Bündel, was ihn antreibt? Was meint ihr?

Jetzt geht es um euch. Hier findet ihr einen Selbsttest zur Ausprägung von unseren Motiven. Der ist etwas vereinfacht und verkürzt, aber für das erste Kennenlernen vollkommen ausreichend. Ich habe auch eine Seite gefunden, wo alle diese Ausprägungen von Motiven und Testergebnisse gut erklärt werden.

Wenn wir unsere, innere Motive kennen, dann können wir bis zu einem gewissen Grad unser Verhalten verstehen und voraussagen. Es könnte klarer werden, aus welchem Grund etwas nicht vorangeht. Eventuell arbeiten zwei Motive gegeneinander. Zum Beispiel, ich will einen hohen Status und gleichzeitig emotionale Ruhe haben. Oder ich will mit allen Mitteln an die Macht und muss das mit meinem Idealismus klären. Wir können eventuell auch sehen, welche von unseren Motiven und Bedürfnissen vernachlässigt sind und vielleicht versuchen dann die in Zukunft besser abzudecken oder zu befriedigen.

Euer Roman

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Vorteile von Fehlern

Hallo zusammen,

heute würde ich gern über das Thema Fehler und deren Vorteile sprechen. Ich habe ein Video, meine Erfahrungen und Gedanken zum Thema und eine Filmempfehlung für euch vorbereitet.

Ich habe in meinem Leben viele Fehler gemacht. Noch vor ein paar Jahren war ich ein unsicherer Pessimist, weil ich wusste, dass jeder Anfang, jedes neue Thema bei mir erst mit Schwierigkeiten nach vorne geht. Bei jeder Entscheidung habe ich sehr lange überlegt, wie mache ich das oder jenes. Es war sehr oft ein Kampf mit sich selbst.
Ich glaube, dass bei mir jeder neu gemachte Fehler mit einer Erinnerung an einer Niederlage aus meiner Vergangenheit verbunden wird. Ich verbockte Mal etwas und wurde auf irgendeine Weise bestraft. Bei der Bestrafung handelte es sich fast immer um eine Ablehnung mich als Person. Der Verlust der Liebe oder einer normalen Beziehung / Behandlung war für mich in meiner Kindheit sehr unangenehm.
Später hatte ich bei jedem Fehler Angst, dass ich wieder bestraft werde und es wird wieder schmerzhaft. Ich bin trotzdem mit etwas begonnen und neue Sachen ausprobiert. Es war meistens sehr schwer für mich, bevor ich mit etwas begann, später ging es wieder.

Vor ca. 3 Jahren habe ich darüber mit einer Freundin gesprochen und sie hat mir einen Tipp gegeben. Ich soll mich bereit erklären mein ganzes Leben lang in dieser Hölle zu verbringen. Das bedeutet, dass ich von allen meinen Fehlern, Krisen, Konflikten nicht weglaufen soll oder mit allen Kräften versuchen die zu vermeiden, sondern akzeptieren, dass die für immer bei mir bleiben. Anders gesagt, ich soll aufgeben einen Widerstand zu leisten und mein Leben so annehmen, wie es ist. „Ja, ich bin der größte Fehlermacher und Krisenanzieher der Welt, das ist mein Kreuz und ich trage es bis zum Ende des Lebens.“  Als ich das angenommen habe, ist mein Leben viel leichter geworden. Wenn ich die Sachen jeden Tag habe, dann ist es nun Mal mein Alltag. Wieso soll ich mich dann aufregen?

Ich finde, unter Fehlern verbergen sich auch viele Vorteile.
– Die lehren uns Demut. Das bedeutet für mich, dass ich am Boden bleiben soll, egal ob etwas geklappt hat oder nicht. Meine Haltung dazu wäre dann zum Beispiel: „Manchmal geht es bergauf, manchmal seitwärts, alles vergeht und es gibt noch viel zu lernen.“
– Dadurch kann unser Charakter stärker werden und wir gleichzeitig anpassungsfähiger.
– Apropos Lernen, ich lerne dabei vielmehr über mich selbst und über die Umwelt, als wenn ich gewinne oder keinen Fehler mache. Es hängt aber viel damit ab, wie tief wir graben wollen, um etwas zu verstehen.
– Beim nächsten Mal werde ich das wahrscheinlich besser hinkriegen.
– Ich habe schon irgendwo Mal gehört: „Es gibt keine Fehler, sondern nur Erfahrung.“ Ich stimme dem zu und es gibt davon meistens reichlich. Wir können alles einsammeln, um später darüber nachzudenken und zu verarbeiten.
– Wenn ich ständig aus meinen Fehlern lerne, dann werde ich immer besser und entwickle mich weiter.
– Durch Fehler findet man ab und zu auch Freunde (neue und alte), die nehmen uns dann, so wie wir sind und auch in schlechten Zeiten.
– Unsere Beziehungen können davon profitieren, wenn wir über unsere Fehler reden. Ich würde sagen: „Je mehr wir Fehler gemacht haben, desto besser kennen wir unsere Partner und Mitmenschen.“
– Wir werden menschlicher in den Augen der anderen.
– Wir müssen uns nicht ständig beweisen und unsere Vollkommenheit und Perfektion nicht aufrechterhalten. Das ist sehr anstrengend.
– Wir lernen zu verzeihen, weil wir selbst auch manchmal nach Vergebung suchen.
– Jeder Fehler bringt uns wieder zu uns selbst, zwingt uns nachzudenken, ob alles in unserem Leben richtig läuft oder, ob wir eventuell etwas ändern sollen.
– Mein Kollege sagte einmal, „Nur, wenn man nichts tut, begeht man keine Fehler.“  Wenn man das versteht, lebt und arbeitet man entspannter.

Seit 3 Jahren hat sich mein Verhältnis zu meinen Fehlern stark geändert. Ich weiß jetzt, was die aus mir gemacht haben. Ich bin aus dem unsicheren Pessimisten zu einem sicheren Anarchisten geworden. Das ist jetzt mein Leben – Fehler korrigieren, etwas optimieren, Krisen bewältigen und Konflikte lösen. Fehler sind ein Teil des Lebens und die helfen uns weiter zu kommen, natürlich, wenn wir das erkennen und annehmen.

Ich will euch einen guten Film vorstellen, in dem um einen Fehler geht und wie ein Mensch damit konfrontiert wird. Ich fand den sehr interessant und lehrreich.

Der Dieb der Worte

Euer Roman

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Abschied nehmen und würdigen

Hallo zusammen,
heute geht es um Silvester und Abschied vom Jahr 2018. Ich stelle euch eine gute Übung vor, um das Jahr Revue passieren zu lassen, es zu würdigen, auch ein wenig darüber nachzudenken, vielleicht aus vergangenen Ereignissen ein paar Einsichten zu gewinnen und Schlüsse zu ziehen. Dazu kommen ein schönes Video und meine Kommentare.

Wir beginnen mit der Übung. Warum sollen wir das Jahr zusammenfassen? Es geht darum, dass wir uns selbst dadurch und die Welt da draußen besser verstehen. Stellt euch vor, wir sammeln Geschenke, die uns das Jahr gegeben hat und die wir uns selbst geschenkt haben. Es geht auch um Erinnerungen und die können mit der Zeit aus unserem Gedächtnis verschwinden. Wenn wir das Jahr zusammenfassen, können wir jedoch alle wertvollen Dinge, die passiert sind, einsammeln und in unseren Alltag, in unser Bewusstsein integrieren und eventuell auch etwas im Leben verändern.

Die Übung nimmt etwas Zeit in Anspruch, aber hat mir schon mehrmals geholfen, das Geschehene zu verstehen, gehen zu lassen und eine neue Entwicklungsrichtung zu klären.

1) Verschafft euch nicht nur Zeit, sondern auch Raum und Ruhe für diese Übung.
Besorgt euch Papier (die Zettel können z.B. A6 entsprechen, 10,5 x 14,8 cm groß sein) und Kugelschreiber, am besten 3 verschiedene Farben.

2) Schreibt auf jedem Zettel ein Ereignis aus dem Jahr 2018 und platziert diese Zettel auf dem Boden oder auf einem großen Tisch. Es kann ein Wort oder ein Satz sein. Alle wichtige, große und kleine, angenehme und auch nicht. Bestimmt jeden Monat ist etwas passiert, was uns und unser Leben etwas verändert hat. Wir haben neue Taten vollendet, etwas aus der Welt erhalten, Erfahrungen gemacht, neue Eindrücke erhalten, neues Wissen gesammelt. Schreibt alle, die euch in den Sinn kommen, weil, wenn ihr euch an die erinnert, dann sind die auch für euch wichtig. Man kann die nach den Monaten ordnen. Dann habt ihr insgesamt 12 Stationen. Ihr könnt die Monate in einer geraden Linie auslegen oder als eine Figur präsentieren – „Schlange“, „Spirale“ usw.

3) Jetzt beginnen wir mit der Arbeit, wir fangen bei dem Dezember an und nehmen aus dieser Zeit ein Ereignis. Wir sehen uns es genau an. Erinnert euch daran, was damals alles los war? Wie war es für euch? Was ist genau passiert? Welche Erfahrungen habt ihr gemacht, welche Eindrücke gab es? Wer war dabei? Welches Wissen habt ihr gewonnen? Gab es Einsichten? Welche Maßnahmen habt ihr ergriffen und welche Ergebnisse habt ihr erzielt? Welche Projekte habt ihr begonnen oder abgeschlossen? Was ist neu in eurem Leben und mit wem gingen eure Wege auseinander? Neben jedem Ereignis schreibt bitte mit einer anderen Tinte, was es für euch darstellt, wofür steht es und welche Bedeutung, nach eurer Meinung, es hatte. Nach allen Geschehnissen im Dezember kommen wir zum November usw.
Sehr wichtig ist, dass ihr für jeden Zettel herausfindet – was für euch das bedeutete.
Dieses Nachdenken bei jedem Ereignis ist ein wichtiger Schritt. Es fiel mir auf, dass eine ganze Liste von Ereignissen, die ich als negativ empfand und die mir im Laufe des Jahres nicht sehr angenehme Momente bescherten, danach plötzlich als etwas sehr Wichtiges und Lehrreiches wahrgenommen wurde.

4) Jetzt sehen wir uns das Bild als Ganzes an. Gibt es da etwas, was zusammengehört, gibt es vielleicht ein System, eine Linie, die irgendwelche Schlüsse ziehen lässt, neue Gedanken bringt. Legen Sie diese Blätter irgendwie logisch (für euch selbst) und sehen Sie sich das Ganze an. Was für ein Bild entsteht da?
Diese Antwort kann euch zu einem neuen Punkt führen – hier öffnet sich eine neue Ansicht des gesamten Bildes. Und dies könnte der Anstoß für eine neue Vision für das kommende Jahr sein.

Eine neue Ansicht entsteht spontan im Prozess der Übung. Da es sich tatsächlich um eine Improvisationsübung handelt, können die Antworten sehr unterschiedlich sein. Zum Beispiel können einige Zettel euch in eine Richtung führen, andere – in andere. Oder alle Richtungen werden miteinander kombiniert. Einige Blätter mögen als unwichtig erscheinen, bei manchen wird man verstehen, dass die Zeit noch nicht gekommen ist, aber bei einigen anderen wird bereits alles erledigt sein. Es ist sinnvoll, die Antworten und Erkenntnisse mit einer weiteren Tinte festzuhalten.

5) Selbstreflexion. Wie geht es euch jetzt? Wie ist euer Zustand? Ist etwas Wichtiges für euch wieder in Erinnerung gekommen? Was habt ihr dabei gefühlt? Was hat euch überrascht?

Diese Übung hilft uns, auf einer bewussten und unbewussten Ebene zu arbeiten: uns daran zu erinnern und zu fühlen, was in jedem Monat des Jahres passiert ist – zu sehen, dass das Jahr nicht umsonst vergangen ist, dass es viele verschiedene Ereignisse hatte. Wir haben viel unternommen, viele neue Empfindungen erlebt und wir sind in der Lage, die Erfahrungen jedes Jahres als Ganzes zu integrieren, etwas Wertvolles ins neue Jahr zu nehmen, das sich in dem Vergangenen ereignet hat.

Wenn euch die Übung nicht gefällt, zu schwer oder zu kompliziert scheint, habe ich noch ein parat. Es braucht aber ein Videoschnittprogramm, z.B. wie „Moviemaker“. Ihr nimmt eure Fotos oder kurze Videos aus diesem Jahr und macht einen neuen Film daraus. Ihr könnt noch Musik darauf legen und habt dann eine schöne Erinnerung an dieses Jahr, die ihr im Schnelldurchlauf ansehen könnt.

Jetzt präsentiere ich euch ein schönes Video. Es geht um ein Wunder, alte Freunde und Freude am Zusammensein. Ich wünsche euch das alles im neuen Jahr zu vereinen.

Ich wünsche auch einen guten Rutsch und, dass ihr alle eure alten Freunde im neuen Jahr behält und viele neue findet. Einen guten und erfüllten Start in 2019!
Seid gesund und glücklich!

Euer Roman

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Frohe Weihnachten!

Hallo zusammen,

heute geht es bei mir ausschließlich um Weihnachtsfest. Ich habe für euch einen schönen Kurzfilm, eine lustige Weihnachtsgeschichte und ein tolles Musikvideo vorbereitet.

Wir beginnen mit einem Film, in dem um die wichtigste Sache im Leben geht. Und auch darum, was wir bereit sind für die anderen zu tun, wenn die uns wichtig sind.


The Journey

Weiter geht um das Wichtigste am Weihnachtsfest und einige tierische Mitbewohner dieses Planeten helfen uns das besser zu verstehen.

Eine tierische Weihnachtsgeschichte

Die Tiere stritten sich wieder einmal darum, was denn die Hauptsache an Weihnachten sei. „Das ist doch klar“, sagte der Fuchs, „der Gänsebraten. Was wäre Weihnachten ohne Gänsebraten?“
Der Eisbär widersprach: „Schnee muss sein, viel Schnee! Weiße Weihnachten, das ist es!“ Das Reh aber sagte: „Der Tannenbaum ist es! Ohne Tannenbaum gibt es kein ordentliches Weihnachten!“
„Aber nicht mit so vielen Kerzen“, heulte die Eule. „Schummrig und gemütlich muss es sein. Die Weihnachtsstimmung ist die Hauptsache.“
„Und ein neues Kleid! Wenn ich kein neues Kleid bekomme, ist Weihnachten nichts!“, rief der Pfau.
Und die Elster krächzte dazu: „Jawohl, und Schmuck: Ringe, Armbänder, Ketten, am besten mit Diamanten. Dann ist Weihnachten!“
„Und der Stollen? Und die Kekse?“, fragte brummend der Bär, „die sind doch die Hauptsache, und die anderen schönen Honigsachen. Ohne die verzichte ich lieber ganz auf Weihnachten.“
„Und wo bleibt die Familie?“, quakte die Ente. „Erst wenn ich alle Lieben um mich versammelt habe, ist für mich Weihnachten!“
„Nein“, unterbrach der Dachs. „Macht es wie ich: schlafen, schlafen, schlafen! Das ist das einzig Wahre an Weihnachten, einmal richtig ausschlafen!“
“Und saufen”, ergänzte der Ochse, “mal richtig einen saufen und dann pennen…”
Und dann brüllte der Ochse plötzlich: „Aua!“
Der Esel hatte ihm einen kräftigen Huftritt verpasst und sagte nun: „Du, Ochse, denkst du denn auch nicht an das Kind wie die Anderen alle?“
Da senkte der Ochse beschämt den Kopf und sagte: „Das Kind, natürlich das Kind, das ist doch die Hauptsache!“ Und nach einer Weile fragte er den Esel: „Du Esel, sag einmal, wissen das die Menschen eigentlich auch?“

                                                                                                       Autor ist leider unbekannt

Jetzt kommen wir zum krönenden Abschluss unserer Reise. Es geht um, nach meiner Meinung, einer der großartigsten Band 20. Jahrhundert und ihren phänomenalen Sänger. Ich spreche hier über Queen und Freddy Mercury.

Ich wünsche euch, dass ihr in Frieden lebt und Glück und Segen habt.
Ein frohes, gesegnetes und besinnliches Weihnachtsfest!

Euer Roman

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Wie verhalte ich mich in einem Konflikt

Hallo zusammen,

heute möchte ich euch ein Modell vorstellen, das uns verstehen lassen kann, wie wir uns in Konfliktsituationen verhalten. Dazu kommen ein schönes Video, ein Selbsttest und meine Gedanken zum Thema.

Das Thomas-Kilmann Konfliktmodell dient dazu, das Verhalten einer Person in Konfliktsituationen zu klären. Das hilft auch sowohl typische Rollen zu identifizieren, als auch jedem, sein eigenes Verhalten in Konflikten einzuschätzen und ggf. anzupassen.

In solchen Situationen können wir unser Verhalten anhand zweier Dimensionen beschreiben:

– Orientierung an eigenen Interessen, Sorge um sich selbst, Selbstbehauptung, wir versuchen unseren eigenen Belangen Geltung zu verschaffen
– Orientierung an Interessen der anderen, Sorge um andere, Rücksichtnahme, wir versuchen die Belange der anderen Person zu berücksichtigen.

Diese zwei grundsätzlichen Verhaltensweisen werden genutzt, um fünf Konfliktstile zu beschreiben.

1. Konkurrierend
2. Entgegenkommend
3. Meidend
4. Kooperierend
5. Kompromissbereit

Grafisch dargestellt ergibt sich eine Matrix mit fünf Konfliktstilen:

Hier habe ein Selbst-Check-Fragebogen.

Jetzt sehen wir uns alle Verhaltensstile genau an.

Der Konkurrierende

Selbstbehauptung: hoch; Kooperationsbereitschaft: niedrig

Der Mensch ist selbstbehauptend, dominant und unkooperativ – der stellt seine eigenen Interessen in den Vordergrund, oft auch verfolgt er seine eigenen Belange auf Kosten einer anderen Person.
Hierbei handelt es sich oft um ein Alfa-Tier und eine machtorientierte Verhaltensweise, bei der dieser Mensch jedes, dem Zweck dienende, Machtmittel dafür einsetzt, um die eigene Position durchzusetzen.

Typische Denkweise:
Ich gewinne egal, was kommt!
Ich habe die Macht und setze mich auch durch.
Ich habe Recht!
Mein Weg ist der Beste.
Ich zeige dir gleich, mit wem du zu tun hast!

Der Meidende

Selbstbehauptung: niedrig; Kooperationsbereitschaft: niedrig

Diese Person geht Konflikten aus dem Weg. Sie kann/will ihre eigenen Interessen nicht durchsetzen. Die Person kümmert sich weder um ihre eigenen Belange, noch um die der anderen Person. Sie geht nicht an den Konflikt heran. Dieses Verhalten kann die Form eines Umgehens eines Problems annehmen. Dabei verschiebt die Person die Problembewältigung in die Zukunft in der Hoffnung auf einen günstigeren Zeitpunkt. Oder sie weicht einfach vor einer bedrohlichen Situation aus.

Typische Denkweise:

Ich halte mich da lieber raus.
Das ist nicht mein Problem.
Ich möchte meine Ruhe haben.
Vielleicht löst sich das Problem von allein.

Der Entgegenkommende

Selbstbehauptung: niedrig; Kooperationsbereitschaft: hoch

Menschen dieses Konflikttyps stellen ihre eigenen Interessen gern in den Hintergrund, um die Bedürfnisse anderer zu erfüllen. Er ist nachgiebig und kooperativ – das Gegenteil von „konkurrierend“. Dieser Mensch vernachlässigt eigene Belange und Bedürfnisse, damit die Bedürfnisse der anderen Personen berücksichtigt werden können. Oft beinhaltet so eine Verhaltensweise einen gewissen Grad an Selbstaufopferung. Manchmal kann das eine Art selbstloser Großzügigkeit und Menschenfreundlichkeit darstellen.

Typische Denkweise:
Ich will nur helfen.
Lass uns Freunde sein!
Wenn es dem anderen hilft, tue ich es.
Meine Wünsche sind nicht so wichtig.

Der Kooperierende

Selbstbehauptung: hoch; Kooperationsbereitschaft: hoch

Die Person ist sowohl selbstbehauptend als auch kooperativ – das Gegenteil von „meidend“. Die hat der Wille, mit den anderen Menschen zusammenzuarbeiten, um eine Lösung zu finden, die die Belange und Bedürfnisse beider Personen berücksichtigt. Das bedeutet, die will einem Problem auf den Grund gehen, um die tieferliegenden Bedürfnisse zu ermitteln und eine Alternative zu finden, die den unterschiedlichen Anliegen gerecht wird. Diese Person will Einsichten der anderen Person verstehen, um sich dann für die Beseitigung einer möglichen Konfrontation zu sorgen und später in einer Zusammenarbeit eine kreative Lösung für ein Problem herauszuarbeiten.

Typische Denkweise:
Was ist dein Standpunkt zum Thema?
Könntest du mir das genauer erklären.
Wie können wir aus zwei Lösungsmöglichkeiten eine machen?
Zwei Köpfe sind besser als einer.
Ich gehe die Unstimmigkeit aktiv an und suche nach der besten Lösung für alle.

Der Kompromissbereite

Solche Menschen suchen nach passenden Lösungen für alle und sind bereit, die eigenen Interessen zurückzustecken. Ziel ist es dabei, eine zweckdienliche, für beide Seiten akzeptable Lösung zu finden, die beiden Parteien teilweise zufrieden stellt. Sie sind sich oft darüber bewusst, dass es nicht immer die perfekte Win-Win-Lösung gibt. Manchmal fehlen Bedingungen dafür, eine Konflikteskalation soll vermieden werden oder es soll einfach schnell gehen.
So eine Kompromissbereitschaft kann auch heißen, die Meinungsverschiedenheit mittels einer mehr oder weniger für beide Parteien zufriedenstellende Lösung zu beseitigen, wechselseitig entgegenzukommen oder zu versuchen, eine mittlere Position zu finden.

Typische Denkweise:
Wie können wir schnell für alle eine akzeptable Lösung finden?
Ich bin bereit, etwas aufzugeben, wenn der andere das auch tut.
Es wäre besser das heute noch zu regeln.
Ich würde vorläufig auch entgegenkommen.
Ich kann damit leben.

Hier ist ein Kurzfilm, wo wir, nach meiner Meinung, alle Konfliktstile sehen können.

Hier ist noch eine schöne Idee Konfliktstile mit Songs zu beschreiben.

Ich vermute, dass es kein reiner Stil existiert und wir in unterschiedlichen Situationen verschiedenes Verhalten zeigen können.
Es ist auch möglich aus verschiedenen Ansätzen etwas zu nehmen und später in einer Konfliktsituation bewusst zu entscheiden, was wir tun wollen / können.
Was sehr wichtig ist: ihr solltet in der Lage sein, mit anderen Leuten auch weiter, nach der Konfliktsituation, zu kommunizieren, damit der Dialog offenbleibt.

 

Euer Roman

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Innerer Widerstand

Hallo zusammen,

heute möchte ich gern ein interessantes und wichtiges Thema Innerer Widerstand ansprechen. Es geht um die Akzeptanz des Lebens. Ich stelle euch eine tolle Methode, ein schönes Video und meine Erfahrungen zur Verfügung.

Es geht heute um die Akzeptanz dessen, was um uns geschieht und was in uns passiert; um das Annehmen des gegenwärtigen Augenblicks, uns selbst und die ganze Welt, so wie die sind, ohne etwas ändern zu wollen.

Eckhart Tolle: Widerstand = Leid
Das Thema ist für mich nicht so einfach, weil ich noch nicht alles in meinem Leben gleich und ganz akzeptiere.
Zum Beispiel, man hat Ziele, Träume, Kontakte, Wünsche, Bedürfnisse, sagen wir, Reize / Wahrnehmungen aus der äußeren oder inneren Welt. Daraus entstehen Erwartungen, wie genau es ab jetzt damit gehen soll. Man malt sich etwas aus und wartet darauf, dass es genauso passieren wird. Das kommt aber meistens ganz anders. Man will die Kontrolle darüber haben, was in eigenem Leben passiert.
Oder man lernt jemanden kennen und ihn oder sie gleich in einer Schublade steckt. Etwas später sieht man, dass die Person sich mit dem gemachten Bild fast nichts gemeinsam hat. Man ist enttäuscht und will, dass die Person sich ändert und in die Schublade wieder passt.
Oder man steht vor einer komplizierten Aufgabe oder befindet sich in einer schwierigen Situation, in einem Konflikt und will die nicht haben und nur fliehen.

In allen diesen Situationen sind wir in einem Widerstand zu diesem gegenwärtigen Zustand / Moment. Das bedeutet, der Verstand wollte diese Situation, so, wie die kam, nicht haben. Nun gibt es eine innere Diskrepanz, wir wollen das so und so, aber es läuft ganz anders. Wir sind geschlagen und enttäuscht. Wir beginnen zu grübeln, nach Auswegen oder Fehlern zu suchen, jemandem Schuld zu geben usw. Dabei verlieren wir viel Energie. Danach fühlt man sich ausgequetscht und kaputt. Es ist nicht so einfach mit sich selbst zu kämpfen.
Man versucht im Kopf etwas zu erzwingen, was zu diesem Zeitpunkt in der Außenwelt sehr wahrscheinlich nicht möglich ist. Dazu gibt es eine kleine Übung.
Steht bitte auf und versucht eine Wand in eurem Haus oder eurer Wohnung zu bewegen. Macht das bitte richtig, mit vollem Einsatz. Habt ihr geschafft die Wand zu bewegen? Wer hat bei dieser Übung etwas an Kraft und Energie verloren? Ungefähr das Gleiche passiert in uns, wenn wir etwas nicht haben wollen, aber zu diesem Zeitpunkt nicht ändern können. Einiges können wir gar nicht ändern. Denkt dabei an Jahreszeiten, Wetter, Menschen, Krankheit oder Tod.

Wenn es mit einer totalen Akzeptanz für alles auf Anhieb nicht klappt, gibt es eine Methode, wie wir unsere Reaktion auf die Lebensumstände und Situationen ändern können. Das bedeutet, wir können viel weniger oder gar keine Energie dabei verlieren.

Ganz am Anfang, als ihr merkt, dass ihr euch beginnt zu ärgern, jemanden zu beschuldigen oder sich zu bemitleiden, könntet ihr euch eine einfache Frage stellen: Will ich diese Gefühlseskalation wirklich? Ihr sollt dieser Moment und diese Frage nutzen, um den Verstand festzuklammern, bevor der ganze Körper in diesem Konflikt, mit den nur im Kopf existierenden Gegnern, involviert ist. Bei einem Nein fragt euch als Nächstes: Kann ich jetzt mit dieser Situation leben? Darauf ein Ja zu geben wird viel einfacher. Versucht pragmatisch zu sein und an euer Wohlbefinden zu denken. Für die Lösungen werdet ihr noch später Zeit haben, wenn ihr euch für Änderungen entscheidet.

Ich gebe euch noch ein Beispiel. Ich war vor einiger Zeit mit meiner Frau in Cuxhafen. Es war schon Oktober, ich wollte nicht so richtig dahin, aber sie überredete mich. Wir wollten etwas besichtigen und gingen am Strang entlang. Es war wirklich kalt und windig. Ich war über mich selbst und über meine Frau verärgert. Warum kam ich mit? Wieso wollte sie mich mithaben? Dann erinnerte ich mich an diese Frage oben. Ich fragte mich auch, ob mein Ärger etwas an diese Situation ändern würde. Und, ob es mir oder meiner Frau etwas bringen würde, wenn ich sie jetzt dafür verbal verantwortlich mache. Ich verneinte alle Fragen und konnte mich entspannen. Glaubt oder nicht, ich begann zu lächeln. Die Situation, Emotionen, Ärger, alles war vorbei. Ich konnte richtig spüren, dass mir wärmer wurde und der Wind ließ nach. Ich konnte den Widerstand beseitigen und die Situation sein lassen.

Dieser Widerstand kann Tag für Tag nicht nur unsere Kraft verbrauchen, unser Immunsystem leidet auch darunter, wir können dadurch krank werden. Bei mir ist es oft früher passiert, ich hatte irgendeine Stresssituation im Job, dann am Abend noch eine Grübelrunde und am nächsten Tag war ich erkältet. Wenn ihr etwas jetzt nicht ändern könnt, akzeptiert es, zumindest bis zum Zeitpunkt, wo ihr das wieder ändern könnt.
Aus diesen Umständen können wir etwas lernen, sonst wären die nicht da.

Am Ende noch ein schönes Zitat für euch.

Gott, gib mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann,
den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann,
und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden.

„Das Gelassenheitsgebet“Reinhold Niebuhr

Euer Roman

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Kompetenzen, um Konflikte zu lösen

Hallo zusammen,

heute stelle ich euch mehrere Kompetenzen vor, die eine gelungene Konfliktlösung näherbringen können. Dazu kommt ein nettes Video, eine Buchempfehlung und einige meine Gedanken zum Thema.

Die Kompetenzen wurden von zwei Psychologinnen aus Australien Helena und Stella Cornelius verfasst. Die sind davon überzeugt, dass das Geschick im Umgang mit Anderen verändert, wer man ist, und wie man mit der Umwelt umgeht. Diese Kompetenzen und Fähigkeiten im Konfliktlösen ermöglichen es, den Menschen auf eine vernünftige Weise Konfliktsituationen entgegenzutreten, anstatt sich zurückzuziehen oder aggressiv zu werden.

12 Kompetenzen / Fähigkeiten

  1. Win-Win-Situation ermöglichen (Verwandle mögliche Gegner in nach der Lösung suchende Partner.) Was brauche ich hier wirklich? Was braucht mein Gegenüber? Möchte ich, dass es für beide von uns funktioniert?
  2. Kreative Reaktion (Nimm eine positive Haltung gegenüber Konflikten an.) Welche Chancen kann diese Situation hervorbringen? Kann ich eher Möglichkeiten im „was ist“ sehen, als „wie es sein sollte“?
  3. Empathie (Erkenne Sichtweisen der Anderen.) Wie fühlt es sich an, in ihrer Haut zu stecken? Was versuchen sie zu sagen? Habe ich sie wirklich verstanden? Wissen sie, dass ich ihnen zuhöre?
  4. Angemessenes Selbstbewusstsein (Teile deine eigenen Bedürfnisse mit, ohne andere zu beschuldigen oder anzugreifen. Sei nachsichtig mit deinen Mitmenschen, unerbittlich mit dem Problem.) Was möchte ich verändern? Wie möchte ich ihnen dieses sagen, ohne sie zu beschuldigen oder anzugreifen? Ist dies eine Erklärung darüber wie ich fühle, anstatt darüber was richtig oder falsch ist?
  5. Fähigkeit zur Zusammenarbeit (Bestimme die Ungleichgewichte der Macht und untersuche gründlich ihre Auswirkung auf den gemeinsamen Entscheidungsprozess.) Nutze ich meine Macht unangemessen? Und die anderen? Können wir zusammenarbeiten?
  6. Mit Gefühlen umgehen (Drücke deine Gefühle angemessen aus und hilf anderen dabei, die ihren auszudrücken.) Was fühle ich? Gebe ich ihnen die Schuld an meinen Gefühlen? Wäre es in der Situation hilfreich, mit ihnen über meine Gefühle zu reden? Was möchte ich ändern? Habe ich den Wunsch zu bestrafen aus meiner Reaktion herausgehalten? Was kann ich tun, um mit meinen Gefühlen umzugehen? (z.B. schreibe sie nieder, rede mit einem Freund, schlage auf eine Matratze)
  7. Lösungsbereitschaft (Erarbeite den Nutzen einer Lösung – für alle Parteien.) Will ich den Konflikt lösen? Wird die Abneigung verursacht durch etwas in meiner Vergangenheit, das immer noch schmerzt? Etwas von dem ich nicht eingestanden habe, dass ich es brauche? Etwas, das ich an ihnen nicht mag, weil ich es an mir selbst nicht akzeptiere?
  8. Aufzeigen des Konflikts (Identifiziere alle wichtigen Parteien und hebe ihre Bedürfnisse und Interessen hervor.) Was ist das Anliegen, das Problem oder der Konflikt? Welches sind die wichtigen Parteien? Schreibe die Bedürfnisse aller Personen auf (d.h.: Was sind die Interessen, die dem Problem unterliegen? Was sind die Folgen der Lösungsvorschläge?) Schreibe die Ängste aller Personen auf. Zeigt diese Liste gemeinsame Bereiche? Woran müssen wir noch arbeiten?
  9. Erstellen von Alternativen (Erstelle eine große Anzahl von Alternativen ohne sie zum gegenwärtigen Zeitpunkt zu diskutieren oder zu rechtfertigen.) Welche Möglichkeiten gibt es? Beurteile diese noch nicht. Was unmöglich erscheint, könnte gute Ideen enthalten. Welche Alternativen geben uns beiden mehr von dem, was wir wollen? Sei kreativ, mische und füge zusammen.
  10. Verhandlung (Bringe gerechte und mit gesundem Menschenverstand begründete Angebote ein.) Was möchte ich erreichen? Sei dir über das ungefähre Ergebnis im Klaren, obwohl du vielleicht deinen Weg dorthin ändern könntest. Wie können wir zu einer gerechten Übereinkunft kommen, die alle Parteien gewinnen lässt? Was können sie geben? Was kann ich geben? Ignoriere oder berücksichtige ich Einwände? Welche Punkte würde ich in einer Einigung abdecken müssen? Würden wir alle das Gesicht wahren?
  11. Streitschlichtung (Erkläre, welche Möglichkeiten mit einem unparteiischen und objektiven Dritten verbunden sind.) a) Können wir es selbst klären oder benötigen wir Hilfe von einer neutralen dritten Person? Wer könnte diese Rolle übernehmen? b) Wäre ich als Streitschlichter geeignet? Wenn ja: Wie könnte ich meine Rolle vorbereiten und sie den beiden Parteien erklären? Kann ich das richtige Umfeld schaffen, sodass sich Menschen öffnen, einander verstehen und ihre eigenen Lösungsvorschläge entwickeln? Was kann dies unterstützen?
  12. Perspektiven erweitern (Präsentiere Lösungen so wie sie sich auf den weiteren Rahmen über das Thema selbst hinaus auswirken.) Sehe ich das ganze Bild und nicht nur meinen eigenen Standpunkt? Was sind die Auswirkungen auf das, was hinter dieser unmittelbaren Frage steht? (Zum Beispiel auf andere Menschen oder Gruppen) Wohin könnte dies in der Zukunft führen?

Das Buch zum Thema 12 Kompetenzen gibt es auch. Das heißt „Everyone Can Win“ von Helena Cornelius und Shoshana Faire. Da werden noch weitere Methoden und Möglichkeiten vorgestellt, die bei einem Konflikt helfen können.

Ich denke, je mehr man sich mit dem Thema beschäftigt, desto mehr kann man sich diese Kompetenzen vertiefen und ausbauen. Es ist ein langer Prozess und er bringt mehr Ruhe und Frieden ins Leben.

Nicht jeder Konflikt kann gelöst werden, aber aus jedem können wir etwas lernen und in Zukunft einige Fehler eventuell vermeiden. Konflikte bleiben, aber deren Intensität wird mit der Zeit abnehmen und wir können durch die erwachsener, besser, weiser und vielleicht toleranter zu uns selbst zu den anderen werden.

Euer Roman

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Gewaltfrei reden und leben

Hallo zusammen,

heute möchte ich euch ein interessantes Modell vorstellen. Es gehört zur Gewaltfreien Kommunikation (GFK) und beinhaltet auch ein Handlungskonzept, das von Marshall B. Rosenberg entwickelt wurde. Dazu gibt ein interessantes Video und einige meine Gedanken zum Thema.

Rosenberg war ein amerikanischer Psychologe und war überzeugt, dass die Art und Weise unseres Redens eine entscheidende Rolle bei unserer Fähigkeit spielt, empathisch zu bleiben.

                 „Ein Konflikt ist ein tragischer Ausdruck unerfüllter Bedürfnisse.“
Marshall Rosenberg

Schritte der Gewaltfreien Kommunikation sind:
1) Beobachtung
2) Gefühl
3) Bedürfnis
4) Bitte
Wie man genau die Konfliktansprache formuliert und anwendet, habe ich schon mal hier beschrieben.

Ich möchte jetzt etwas Anderes besprechen. Was mir besonders beim Modell gefällt, Rosenberg hat zwei Welten definiert, in denen wir leben und miteinander interagieren: Wolfs- und Giraffenwelt. Noch etwas vorab, ich mag die beiden Tierarten sehr und weiß, dass die Wölfe sehr klüge und soziale Tiere sind.

In der ersten sind Menschen (Wölfe), die mehr konfliktfördernde Weltsicht und Kommunikation haben. Das bedeutet, sie urteilen, vorwegnehmen, bewerten, kritisieren, fordern, vergleichen im Denken und im Sprechen. Diese Wolfswelt ist hart, es geht ums Überleben. Man muss kämpfen, sich anstrengen, Stärke zeigen, niemanden vertrauen, keine Bitten, keine Gefühle. Für den Wolf ist es schwieriger langfristig soziale Kontakte aufrechtzuerhalten. Seine Phrasen sehen oft so aus:

Alle Ossis sind …
Du kannst nicht mal…
Hör mal mir gut zu…
Sie sind hier nur zum …
Halt deinen Mund…
Wie kannst du es wagen?
Komm sofort her…
Das ist eine Frechheit…
Die sind aber blöd…

Die sind keine Unmenschen und auch ein Wolf möchte gern eigene Bedürfnisse befriedigen, aber kann die nur teilweise und nur auf diese Weise tun. Er leidet darunter selbst, aber hat in seinem Leben keine anderen Methoden gelernt das zu erreichen. Der lebt in einer Konfliktwelt und sein Denken und Umgang mit Menschen bringt immer neue.

Die zweite Welt wird von Giraffen bewohnt. Die leben nach den Prinzipien: „Ich bin OK, du bist OK“ und „Jeder hat seiner Wahrheit“. Die sind mit ihren Bedürfnissen und Gefühlen im Kontakt und äußern die auch. Sie fragen, anstatt vorwegzunehmen, sie vergleichen und urteilen nicht, verzichten auf Drohungen, sie bitten, sie beobachten, ohne zu bewerten.

Ihre Phrasen sind:
Ich bin wütend…
Ich fühle mich…
Mich stört…
Ich war enttäuscht…
Ich wünsche mir von dir, dass…
Würdest du bitte…

Es gibt ein Begriff: „Die verbindende Kommunikation“. Die Basis dafür ist vor allem Mitgefühl, Empathie. Nicht wichtig welche Worte mein Gegenüber nutzt, ich will hinter seinen Worten Gefühle, Bedürfnisse und Bitten erkennen. Wenn wir verbindend kommunizieren, kommunizieren wir in der Giraffensprache.

Ich habe schon einige Artikel gelesen, wo erzählt wird, dass die GFK in unserer Berufswelt nicht funktioniert. Es wird vorgeschlagen die Berufs- und Privatleben zu trennen. Ich kann mir das nicht so richtig vorstellen. Die Wölfe täuschen das im Job nicht vor, es ist kein Schauspiel. Sie denken wölfisch, nicht nur handeln. Sie sind im Krieg, in deren Welt heißt es: „Fressen oder gefressen werden“. Wenn die nach Hause kommen, dann können sie ihre Persönlichkeit auf Anhieb doch nicht ändern.

Ich weiß genau, dass ich in meinem Leben egal im Beruf oder privat die meiste Zeit ein Mensch / Giraffe bleiben kann. Keiner kann mich dazu zwingen ein Wolf zu sein oder zu spielen. Man muss aber die beiden Welten kennengelernt haben. Wenn jemand ein ganzes Leben lang nur in einer Welt gelebt habe, dann kennt er die andere natürlich nicht. Aber wenn er die beiden kennt, dann kann er sich für eine bewusst entscheiden und mit dieser Entscheidung leben. Ich habe in meiner Jugend mal versucht, die ganze Zeit wie ein „Wolf“ zu leben. Ich kann nur sagen, für mich war es sehr anstrengend.

Ziel der GFK ist die Bedürfniserfüllung, ohne Gewalt. Konflikte werden gewandelt, schmerzliche Kommunikation könnte verändert werden, sodass sich tiefere, verbindende Beziehungen aufbauen. Alle haben Bedürfnisse und alle versuchen die auf irgendeine Weise zu befriedigen (auch mit unserer Hilfe), wenn wir das im Hinterkopf behalten, werden unsere Beziehungen etwas klarer und konfliktfreier.

P.S. Es könnte sein, dass ich nächste Woche keinen Artikel herausbringe. Ich bin im Urlaub und werde wahrscheinlich keine Zeit dafür finden.

Euer Roman

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Praktische Tipps zum Glücklichsein

Hallo zusammen,

heute möchte ich gern euch ein Video mit einer tollen Botschaft vorstellen. Es geht um Ratschläge und Tipps, die uns viel Stress, Zeit, Geld und Mühe im Leben ersparen können.

Im Juni 1997 schrieb eine amerikanische Journalistin Mary Schmich in der Chicago Tribune einen Artikel, der unter dem Titel „wear sunscreen„ bekannt wurde.

Das ist eine Sammlung an Lebensweisheiten, die sehr freundlich, stilvoll und weiser präsentiert wurden.

Und hier ist die Übersetzung des Artikels:

„Damen und Herren des Jahrgangs 97:

Benützen Sie Sonnencreme.

Wenn ich Ihnen nur einen einzigen Rat für Ihre Zukunft geben dürfte:
der wäre, Sonnencreme zu benutzen. Die langfristige positive Wirkung von Sonnencreme ist wissenschaftlich erwiesen, wohingegen der Rest meiner Ratschläge für Sie lediglich auf meiner eigenen, oft verwickelten Lebenserfahrung beruht.

Diese Ratschläge werde ich Ihnen jetzt geben.

Genießen Sie die Schönheit und die Macht Ihrer Jugend!
Wobei – Sie werden diese Schönheit und diese Macht ihrer Jugend ohnehin erst dann vollends begreifen, wenn Sie sie nicht mehr haben. Aber glauben Sie mir: in 20 Jahren werden Sie alte Fotos von sich anschauen und dann auf eine Art und Weise, die Sie jetzt noch nicht begreifen können, realisieren, welche Möglichkeiten Sie damals hatten und wie fabelhaft Sie aussahen. Sie waren nicht so fett, wie Sie glaubten.

Machen Sie sich keine Sorgen über die Zukunft – oder wenn Sie wollen, sorgen Sie sich. Aber Sie sollten wissen, dass sich sorgen genauso effektiv ist wie der Versuch, eine algebraische Gleichung durch Kaugummikauen zu lösen. Die echten Probleme in Ihrem Leben werden Dinge sein, über die Sie sich mit Ihrem sorgenzerfressenen Gehirn niemals Gedanken gemacht haben. Dinge, die grundsätzlich und komplett unerwartet an ruhigen Dienstagen gegen 4 Uhr nachmittags eintreffen.

Sie sollten täglich etwas tun, wovor Sie Angst haben.

Singen Sie.

Gehen Sie niemals fahrlässig mit den Herzen anderer Menschen um, und meiden Sie Personen, die fahrlässig mit ihrem eigenen Herzen umgehen.

Benützen Sie Zahnseide.

Verschwenden Sie keine Zeit auf Eifersucht. Sie werden mal vorne liegen und mal weiter hinten. Das Rennen geht über eine lange Distanz, und in Wirklichkeit sind Sie Ihr einziger Gegner.

Erinnern Sie sich an jedes nette Wort, das man Ihnen sagt und vergessen Sie die Beleidigungen. Und wenn Ihnen das gelingt, sagen Sie mir bitte, wie man das macht.

Heben Sie alte Liebesbriefe auf. Alte Kontoauszüge werfen Sie besser weg.

Machen Sie Dehnübungen.

Wenn Sie nicht wissen, was Sie mit Ihrem Leben anfangen sollen, sollte Sie kein schlechtes Gewissen plagen. Die interessantesten Menschen, die ich kenne, hatten mit 22 keine Ahnung davon, und einige der interessantesten 40-jährigen, die ich kenne – wissen es immer noch nicht.

Achten Sie auf Ihren Calciumspiegel.

Und geben Sie auf Ihre Knie acht – sie werden Ihnen fehlen, wenn sie nicht mehr richtig funktionieren.

Vielleicht heiraten Sie, vielleicht auch nicht, vielleicht werden Sie Kinder haben, vielleicht auch nicht, vielleicht lassen Sie sich scheiden, oder sie tanzen mit Ihrer Frau auch noch am 75. Hochzeitstag – was immer auch sei – beglückwünschen Sie sich selbst nicht allzu oft – und beschimpfen sollten Sie sich auch nicht: Jede Entscheidung, die Sie in Ihrem Leben getroffen haben werden, wird zu 50% Zufall gewesen sein. Genau wie die eines jeden anderen.

Lieben Sie Ihren Körper, gebrauchen Sie ihn auf jede erdenkliche Weise, haben Sie keine Angst davor, oder davor, was die Leute darüber denken könnten – er ist das beste Werkzeug, das Ihnen jemals zur Verfügung stehen wird.

Tanzen Sie, und wenn es nur zu Hause in Ihrem Wohnzimmer ist.

Lesen Sie Gebrauchsanweisungen – auch wenn Sie sie nicht befolgen.

Lesen Sie keine Schönheitsmagazine – Sie werden sich danach nur hässlich fühlen.

Lernen Sie ihre Eltern kennen – Sie wissen nie, wann sie für immer fort sein werden.

Behandeln Sie ihre Geschwister gut – Sie sind die beste Verbindung zu Ihrer persönlichen Vergangenheit und die Menschen, die in der Zukunft am ehesten zu Ihnen halten werden.

Begreifen Sie, dass Freunde kommen und Freunde gehen. Aber für die Handvoll echter Freunde: bleiben Sie dran. Arbeiten Sie zäh daran, Entfernungen geografischer oder sozialer Natur zu diesen Menschen zu überbrücken. Denn je älter Sie werden, umso mehr brauchen Sie die Menschen, die Sie gekannt haben, als Sie noch jung waren.

Leben Sie einmal in New York, aber ziehen Sie fort, bevor Sie verhärten.
Und leben Sie einmal in Nordkalifornien, aber ziehen Sie fort, bevor Sie verweichlichen.

Reisen Sie.

Akzeptieren Sie einige unveränderliche Wahrheiten:
Preise steigen, Politiker haben Affären, auch Sie werden älter – und wenn Sie alt geworden sind, werden Sie sich weismachen, dass früher die Preise vernünftig waren, die Politiker anständig und Kinder noch Respekt vor ihren Eltern hatten.

Respektieren Sie Ihre Eltern.

Erwarten Sie von niemandem Unterstützung. Vielleicht haben Sie ein dickes Bankkonto oder einen reichen Gatten – aber Sie wissen nie, wann das weg ist.

Machen Sie nicht zu viel an Ihren Haaren rum. Sonst werden diese mit 40 wie 85 aussehen.

Seien Sie vorsichtig, wessen Rat Sie sich holen, aber seien sie auch geduldig mit denen, die Ihnen Rat geben. Rat ist eine Art Nostalgie, Rat geben ist so wie die Vergangenheit aus dem Mülleimer holen, sie aufpolieren, neu übermalen und dann teurer verkaufen, als sie es wert ist.
Aber vertrauen Sie mir, was Sonnencreme angeht.“

Das war der Text.
Ich bin jetzt 41 und habe schon ein wenig Lebenserfahrung gesammelt. Viele von diesen Ratschlägen habe ich in mein Leben schon integriert. Es gibt noch einige, wie z. B. das Leben in den USA oder auf den Calziumspiegel achten, die ich noch nicht auf dem Zettel hatte. Aber wer weiß, vielleicht kommt das noch. Natürlich gibt es noch viel mehr Möglichkeiten, um hier und jetzt etwas glücklicher zu werden oder eventuell für später vorzusorgen, aber die oben erwähnten sind auch ganz gut.

Euer Roman

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Wie wird man glücklich

Hallo zusammen,

heute möchte ich meinen Artikel dem Thema die Suche nach dem Glück widmen.
Ich habe für euch ein Video, eine Filmempfehlung, eine schöne Geschichte und ein paar meine Gedanken zum Thema vorbereitet.

Happiness (Animationsfilm von Steve Cutts)

Der Film ist an manchen Stellen schon schwerverdaulich, aber da ist schon etwas dran, was der Wahrheit entspricht. Nach meiner Meinung, Glück ist ein innerer Zustand und ich denke, dass nichts, was von außen kommt, kann uns auf Dauer glücklich machen. Es soll von innen kommen.

Ich möchte gern einige Artikel zum Thema schreiben und beginne mit dem Thema Körper, weil, nach meiner Meinung, wenn mit dem Körper alles in Ordnung ist, dann bin ich schon zu 60-70 % glücklich.

Ich denke, dass äußerliche Stimulanzien, dazu zähle ich nicht nur Aufputschmittel, Drogen, Tabletten, aber auch Alkohol, Nikotin, Zucker, Fernsehen und andere, uns schaden. Die wirken auf unseren Körper anregend, durch viele von denen werden extra Glückshormone ausgeschüttet und unser Körper kann sich daran gewöhnen, von außen stimuliert zu werden. Das könnte in die Abhängigkeit führen. Da geht es wie in einer Achterbahn, herauf und herunter und man möchte immer mehr und nur noch herauf, aber es wird zunehmend schwerer.

In meiner Vergangenheit war ich von Zucker und Fernsehen abhängig. Ich habe oft während des Tages von etwas Süßem geträumt und von einem schönen Abend vor der Glotze. Irgendwann mal wollte ich das jeden Tag mehrmals haben und das hat angefangen mein Leben zu verändern. In diesem Moment habe ich verstanden, dass ich etwas tun soll, um das loszuwerden.

Erstmal habe ich versucht das Süße und das Fernsehen zu reduzieren, aber es klappte nicht, ich habe immer wieder zugegriffen und mir Zeit dafür genommen. Dann habe ich ganz aufgehört mir etwas zu kaufen und Filme oder Sendungen anzuschauen.
Es wird erzählt, man braucht ca. 3 Wochen, um eine Gewohnheit loszuwerden. Ich habe ca. 5 Monaten gebraucht. Jetzt kann ich ruhig mir ab und zu süßes Gebäck oder Eis erlauben und einmal pro Woche ein Doku oder einen Film gönnen. Ich spüre kein Verlangen nach mehr, während ich das konsumiere. Manchmal frage ich mich danach, ob das wirklich nötig war, aber das Gefühl, dass ich mir das erlauben und genießen kann, ist sehr angenehm.

Ich vermute, dass wenn man diese schwere Phase der Abgewöhnung übersteht, dann werden Glückshormone wie z. B. Dopamin wieder normal und in der richtigen Menge vom Körper hergestellt werden.

Übereifrig

Ein junger Schüler war für seinen besonderen Eifer bekannt. Er meditierte Tag und Nacht und wollte seine Übungen nicht einmal zum Essen oder Schlafen unterbrechen.

So wurde er immer dünner und dünner und auch die Erschöpfung nahm zu.

Der Meister rief ihn zu sich und riet ihm, langsamer vorzugehen und nicht zu viel von sich zu verlangen. Das aber wollte der Schüler nicht hören.

„Warum hast du es so eilig?“ fragte ihn da der Meister.

„Ich strebe nach Erleuchtung.“ sagte der Schüler. „Da habe ich keine Zeit zu verlieren.“

„Und woher weißt du, dass die Erleuchtung vor dir läuft, so dass du ihr hinterherlaufen musst?“ fragte ihn der Meister. „Es könnte doch auch sein, dass sie hinter dir ist und dass du nichts weiter tun musst, als stillzustehen…“

                                                                         Feldman/Kornfield, Stories of the Spirit

Ich denke, wenn wir in dieser Geschichte das Wort Erleuchtung gegen das Wort Glück austauschen, dann wird die Geschichte auch verständlich sein. Nach meiner Meinung, es gibt Menschen, die versuchen ganz schnell vieles zu erreichen. Dabei werden oft der Körper und die Gesundheit auf eine harte Probe gestellt. Wie gesagt, ohne Gesundheit wird es schwierig glücklich zu sein.

Ich habe in meinem Leben viel gearbeitet, auf die schlanke Linie geachtet und viel Sport getrieben. Ich dachte, die harte Arbeit wird durch Sport und richtige Ernährung kompensiert. Aber mein Körper hat anscheinend nicht die ausreichende Beschäftigung gebraucht, sondern mehr Ruhe und Entlastung. Am Ende fühlte ich mich ganzen Tag müde, nicht ausgeschlafen und kaputt. Meine Laune war am Boden und ich wollte nur, dass alles aufhört. Es gab immer mehr neue Ziele und immer weniger Kraft dafür.
Dann habe ich zwei meine Nebenjobs gekündigt und aufgehört Fußball zu spielen. In dieser Zeit hat mir sehr geholfen, dass ich eine neue Methode zum Entscheidungstreffen für mich entdeckt und das war ein Durchbruch. Seitdem weiß ich, was für mich richtig ist.

Nach meiner Meinung, es ist gut viele Ziele zu haben, aber man soll auch auf eigenen Körper und Gesundheit achten. Es ist wichtig, dass die Kräfte bis zum Ende reichen.
Im Internet werden viele Tipps zum Thema gegeben, probiert aus, nimmt das, was für euch passt.

Als letztes stelle ich euch einen guten Film vor. Es geht um die Suche nach dem Glück. Es sind viele Sichtweisen und Fragen, die mir damals wichtig und interessant erschienen. Gönnt euch den Film. Ich habe es nicht bereut.

Euer Roman

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Tiefe Gespräche führen

Hallo zusammen,

heute stelle ich euch eine Möglichkeit vor, eure Beziehungen zu vertiefen, eventuell eine Freundschaft zu knüpfen oder sogar eine neue Liebe zu finden. Ich habe eine, aus Fragen bestehende, Methode, ein Video und ein paar meine Gedanken für euch vorbereitet.

Erstmal möchte ich euch ein Video vorstellen, das sich allgemein mit dem Thema beschäftigt und ein paar gute Tipps zu einem Gespräch gibt.

Jetzt gehen wir zur Methode über, die ich euch gern vorstellen möchte. In einem früheren Bericht habe ich euch schon einmal mehrere Fragen zum Aufbau einer tieferen Beziehung vorgestellt. In der Methode von amerikanischen Wissenschaftler Arthur Aron hat sich ein ganzes Forschungsteam auf die Frage gestürzt, wie erschaffe ich ein Gefühl der Nähe mit meinem Gesprächspartner.

Im Jahre 1997 veröffentlichte Aron einen Bericht „The Experimental Generation of Interpersonal Closeness: A Procedure and Some Preliminary Findings“. Ihr könnt den in voller Länger hier lesen. Da beschreibt er, wie Tiefe und Intimität zwischen zwei fremden Personen hergestellt werden könnte. Es geht bei dieser Methode um einen Satz von 36 Fragen. Die Idee, die sich dahinter versteckt, ist, dass Verwundbarkeit, also das ehrliche Beantworten der intimen Fragen, Verbundenheit erzeugt.

Die folgenden Fragen sind ausgearbeitet worden:

1. Wenn Du Dich für eine beliebige Person entscheiden könntest: Wen würdest Du zum Essen einladen?

2. Wärst Du gern berühmt? In welchem Bereich?

3. Hast Du jemals geübt, was Du sagen wirst, bevor Du einen Anruf getätigt hast? Aus welchem Grund?

4. Was macht für Dich einen „perfekten“ Tag aus?

5. Wann hast Du das letzte Mal für Dich selbst gesungen? Und wann für jemanden anderen?

6. Wenn es Dir möglich wäre, 90 Jahre alt zu werden, was würdest Du für die letzten 60 Jahre lieber haben: Den Körper oder den Geist eines 30-Jährigen?

7. Hast Du insgeheim eine Vorahnung davon, wie Du sterben wirst?

8. Nenne drei Dinge, von denen du meinst, dass die dein Gegenüber und Du gemeinsam haben?

9. Wofür in deinem Leben bist Du am dankbarsten?

10. Wenn Du irgendetwas daran ändern könntest, wie Du erzogen wurdest, was wäre das?

11. Nimm Dir vier Minuten Zeit und erzähle deinem Gesprächspartner die Geschichte deines Lebens, so detailliert wie möglich.

12. Wenn Du morgen mit irgendeiner zusätzlichen Eigenschaft oder Fähigkeit aufwachen könntest, welche wäre es?

13. Wenn Dir eine Kristallkugel die Wahrheit über Dich, Dein Leben, Deine Zukunft und alles andere verraten würde, was würdest Du am liebsten wissen wollen?

14. Gibt es etwas, das Du schon immer mal machen wolltest, aber nie getan hast?

15. Was ist bis jetzt der größte Erfolg Deines Lebens?

16. Was schätzt Du an einer Freundschaft am meisten?

17. Was ist Deine liebste Erinnerung?

18. Was ist Deine schlimmste Erinnerung?

19. Wenn Du wüsstest, dass Du in einem Jahr stirbst, würdest Du irgendetwas an Deiner Lebensweise ändern? Aus welchem Grund?

20. Was bedeutet Dir Freundschaft?

21. Welche Rolle spielen Liebe und Zuneigung in Deinem Leben?

22. Sagt euch abwechselnd, welche positiven Charakterzüge oder Eigenschaften Euer Gegenüber hat. Nennt insgesamt fünf positive Eigenschaften.

23. Wie nah bist Du Deiner Familie? Wie herzlich zueinander? Hast Du das Gefühl, dass Deine Kindheit glücklicher war als die der meisten Leute?

24. Wie findest Du die Beziehung zu Deiner Mutter?

25. Jeder macht drei wahre “Wir”-Aussagen. Zum Beispiel: „Wir sind beide in diesen Raum und fühlen uns…“

26. Vervollständige diesen Satz: “Ich wünschte ich hätte jemanden, mit dem ich … teilen könnte.”

27. Wenn Du mit Deinem Gegenüber eine enge Freundschaft schließen würdest, was wäre dann für ihn oder sie wichtig zu wissen?

28. Sage Deinem Gegenüber, was Du an ihm magst; sei ehrlich mit ihm oder ihr und sage auch Dinge, die Du einer Person, die Du eben kennengelernt hast, vielleicht nicht sagen würdest.

29. Erzähle Deinem Gegenüber von einem peinlichen Moment in Deinem Leben.

30. Wann hast Du das letzte Mal vor einer anderen Person geweint? Wann hast Du das letzte Mal alleine geweint?

31. Sage Deinem Gegenüber etwas, dass Du jetzt schon jetzt an ihm magst.

32. Worüber sollte man keine Witze machen?

33. Wenn Du heute Abend sterben würdest, ohne mit jemand gesprochen zu haben, was würdest Du bereuen, nicht gesagt zu haben? Warum hast Du das nicht schon vorher jemandem gesagt?

34. Dein Haus, mit all seinen Besitztümern, fängt Feuer. Nachdem Du Deine Liebsten und die Haustiere gerettet hast, ist noch genug Zeit, um genau einen Gegenstand zu retten. Was würdest Du retten und aus welchem Grund?

35. Den Tod, welches Familienmitgliedes würde Dich am meisten mitnehmen und aus welchem Grund?

36. Erzähle Deinem Gegenüber von einem persönlichen Problem und frage nach einem Rat, wie er oder sie mit dem Problem umgehen würde. Bitte Dein Gegenüber auch, zu sagen, wie Du gewirkt hast, als Du ihm/ihr von Deinem Problem erzählt hast und was Du darüber denkst.

Versucht, das so zu gestalten, dass daraus kein Verhör wird; erst fragt, bekommt eine Antwort und wenn die gleiche Frage nicht entgegenkommt, dann beantworte die selbst. Es kann sein, dass dein Gesprächspartner schüchtern oder daran nicht gewohnt ist, solche Fragen zu stellen.

Was die Liebe angeht, dass nach 36 Fragen da schon etwas entstehen könnte, bin ich etwas skeptisch. Aber die Fragen eignen sich sehr gut, um sich selbst oder den eigenen Partner besser kennenzulernen. Wenn ihr die Fragen stellt und beantwortet, dann sieht euer Gegenüber, dass ihr an seiner Person wirklich interessiert seid und er kann mit euch offen reden. Und das ist schon eine Menge. Ihr werdet dadurch nur gewinnen.

Ob das mit eurer neuen Beziehung klappt, hängt von euch beiden ab. Aber ihr werdet durch diese Fragen sehen, ob euer Gegenüber mit euch auf eine Welle ist oder nicht. Und im ersten Fall werdet ihr in diesem Gespräch vielmehr über einander erfahren, als in Jahren oberflächliche Bekanntschaft. Das wird eure Verbindung und Vertrauen zueinander stärken und auf eine neue Ebene bringen.

Euer Roman

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Wie sage ich Nein richtig

Hallo zusammen,

heute habe ich ein Thema ausgewählt, das, nach meiner Meinung, in den Bereichen Kommunikation und Konfliktprävention sehr wichtig ist. Ich habe für euch ein lustiges Video, eine Methode, wie man Nein sagt und einige meine Gedanken zum Thema vorbereitet.


Lady Kracher

Wie ist es bei euch mit dem Nein sagen?
Ich hatte mal früher damit Probleme. Ich dachte damals, wenn ich Nein sage, dann lehne ich einen Menschen ab, er wird dadurch sehr unglücklich, eventuell auch wütend und am Ende will er mit mir nichts mehr zu tun haben. Für mich bedeutete es meistens die Beziehungsende auf allen Ebenen, eventuell auch ein neuer Gegenspieler und davor hatte ich Angst. Das war selbstverständlich nur in meinem Kopf, lediglich mein eigenes Gedankenkonstrukt, aber das hat mir das Kopfweh bereitet. In den meisten Fällen habe ich dann Ja gesagt und musste für jemanden etwas erledigen. Ich hatte meine Zeit, Kraft, Mühe und Nerven investiert und oft auch nicht mal ein Dankeschön dafür bekommen.

Früher als ich um eine Unterstützung gebeten wurde, dachte ich immer viel nach: Aus welchem Grund denn, habe ich Ja gesagt? Es waren meistens verschiedene Ängste, z. B. Angst, nicht mehr gemocht zu werden, Angst vor Konsequenzen, Angst, dass andere mich für einen Egoisten halten, Angst etwas im Leben zu verpassen, Angst jemandem weh zu tun usw. Nach meiner Meinung, aus Angst zu handeln ist sowieso nicht so ganz richtig, es sei denn, es geht um die wichtigen Sachen: um Leben oder Gesundheit (eure oder Personen, die um Hilfe bitten).

Ich habe mir auch überlegt, was würde mir das alles kosten, wenn ich zustimme. Oft dachte ich am Anfang: Es ist nur ein kleines Gefallen und etwas später fand ich eine Aufgabe ohne Ende vor.

Was, bei mir alles änderte, war ein anderer Prozess des Entscheidungstreffen. Seit mehreren Jahren nehme ich mir Zeit, bis ich eine Antwort gebe. Mir hilft das wirklich sehr gut. Hier beschreibe ich die Methode ausführlicher.

Jetzt komme ich zu meiner Methode, wie ich Nein sage oder eine Bitte / Anfrage ablehne.

1) Ich bedanke mich, dass mein Gegenüber mir mit dieser Anfrage so viel Vertrauen entgegengebracht hat. Ich teile ihm mit, welche Gefühle und Emotionen seine Bitte in mir ausgelöst hat (z. B.  Verwirrung, Unverständnis, Dankbarkeit, Mitleid, Ratlosigkeit usw.).


2) Ich erzähle über den Grad meines Wunsches, dies zu tun, aber sage klar und deutlich, dass ich das nicht tun werde.


3) Unter Berücksichtigung der Argumente des Partners teile ich ihm meine Argumente mit – die Gründe (oder Gefühle), die es mir nicht erlauben, Ja zu sagen, oder zwingen mich abzulehnen.

4) Ich höre aktiv zu, was mein Gegenüber noch zu sagen hat.

5) Ich drücke meinen Respekt vor der Person, meine Sympathie für die und meine Anteilnahme wegen der Unmöglichkeit einer positiven Antwort zu geben und ihrer Situation. Manchmal stelle ich ein Gegenangebot von Bedingungen zusammen, unter denen die Anfrage / Unterstützung gewährt werden kann oder erzähle, was ich in so einer Situation tun würde.

Wenn jemand sofort oder unbedingt meine Hilfe in Anspruch nehmen will, dann versuche ich doch mir Zeit zu nehmen und zusammen mit dieser Person zu überlegen, was unter diesen Umständen das Richtige für sie ist. In diesem Prozess kommen wir oft auf eine Lösung, wo meine weitere Unterstützung gar nicht notwendig ist.

Ich habe es schon in vielen Situationen erlebt, dass Menschen einfach nachfragen und nicht mal erwarten, dass wir Ja sagen. Die fragen einfach alle um sich. Und unser Nein bedeutet für die nur, dass die entweder weiter nachfragen sollen oder etwas selbst machen müssen und keinen Weltuntergang.

Es ist schon richtig, wenn wir Nein sagen, riskieren wir einen Konflikt mit unseren Mitmenschen. Wenn wir aber ungewollt oder unüberlegt Ja sagen, dann haben wir einen inneren Konflikt, eine Auseinandersetzung mit uns selbst. Dazu kommt, dass wir diesen Menschen sehr wahrscheinlich auch nicht mehr mögen werden, weil er uns mit etwas belastet hat, das wir nicht haben wollten. In diesem Fall haben wir doppelt verloren.

Versucht schon niemandem absichtlich weh zu tun und auf keinem Fall euch selbst.

Euer Roman

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Das Wertequadrat nach Paul Helwig

Hallo zusammen,

heute stelle ich euch ein Modell vor. Es geht um „Das Wertequadrat“ nach Paul Helwig. Ich habe für euch ein Video und einige meine Gedanken zum Thema vorbereitet.

Das Wertequadrat kann als praktisches Tool dienen, um Konfliktgespräche professionell zu führen. Überlegt euch welche Qualität, Tugend oder Eigenschaft euch an der Person aufregt, z.B. die Gefühlsduselei oder die chaotische Arbeitsweise. Wenn ihr die kennt, könnt ihr so ein Wertequadrat erstellen und auf einmal sieht ihr, dass es eine Übertreibung einer Tugend ist. Und es ist nicht der Mensch schlecht oder böse ist, sondern eine Eigenschaft in seinem Verhalten, die in dieser Situation etwas übertrieben zum Vorschein gekommen ist. Hier ist ein Beispiel:

Nehmen wir an, ihr habt in eurem Umfeld irgendjemanden, der keine Grenzen in seiner Suche nach Nähe kennt. Der freut sich sehr euch zu sehen, will überall mit euch sein, euch berühren und umarmen. Manchmal ist es in Ordnung, aber nicht immer. Stellt euch vor, ihr könnt so ein Wertequadrat erstellen, dann könntet ihr diesen Menschen etwas besser verstehen, was da gerade aus dem Ruder läuft. Eventuell werdet ihr dann die Person nicht gleich hart zurückweisen, sondern erklären, was die Sache ist. Wahrscheinlich wird diese Person euch dankbar sein und ihr habt einen Konflikt weniger.

Das Wertequadrat zeigt auf, welche Schwestertugend zu stärken bzw. zu entwickeln ist. In unserem Fall wäre das die Distanzwahrung. So kann im Konfliktgespräch eine konkrete Entwicklungsrichtung aufgezeigt werden.

Nach meiner Meinung, das Wertequadrat nach Paul Helwig zeigt auch auf, dass es zu jeder menschlichen Tugend eine Gegenqualität gibt und die auch genauso zu einer Persönlichkeit gehört wie die positive Eigenschaft.
Ich bin mir sicher, dass wir alle Facetten von unterschiedlichen Eigenschaften in uns haben, die in verschiedenen Situationen zum Vorschein kommen. Im Beispiel oben gehen wir von Distanzlosigkeit über Kontaktfreude und Distanzwahrung zu Verschlossenheit. Oft sind die uns bewusst, manchmal nicht, aber die sind da und werden in unserem Verhalten sichtbar.
Dieses Modell hilft uns auch an sich selbst zu arbeiten. Durch das Bewusstwerden diese Eigenschaften können wir unser Verhalten optimieren und in Zukunft besser steuern.

Es ist wichtig zu verstehen, in jeder „negativen“ Eigenschaft gibt es einen „positiven“ Kern. Da ist nur des Guten zu viel geworden. Die Eigenschaften, die wir nicht kennen, nicht mögen oder die wir uns verbieten, werden zum Vorschein kommen, damit die vom Verstand als wirklich Unsere angenommen werden können.

Euer Roman

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Frauen und wie man mit ihnen gut auskommt

Hallo zusammen,

heute möchte ich ein paar Worte über Frauen verlieren. Der Artikel ist natürlich nicht nur für Männer gedacht und könnte auch für die schöne Hälfte der Menschheit interessant sein. Ich habe für euch eine schöne Geschichte zum Nachdenken, ein lustiges Video und einige meine Gedanken vorbereitet.

Ich selbst bin glücklich verheiratet und habe ziemlich viele weibliche Freunde und Bekannte. In meiner Vergangenheit bin ich nicht immer nett mit Frauen umgegangen. Ich habe sie nicht verstanden (tue ich jetzt auch nicht immer). Sie sind eben anders. Aber im Laufe der Jahre durfte ich doch immer tiefere Einblicke in ihr Leben machen und seitdem bin ich erstaunt, was die alles können und auch schaffen.

Seitdem habe ich zur Gewohnheit genommen, wenn ich im Umgang mit Frauen etwas nicht verstehe oder wenn es kracht, nachzufragen und nicht wegzulaufen. Wenn ich diesen Moment aushalte, dann bekomme ich meistens eine ehrliche Antwort und gewinne ein wenig von ihrem Vertrauen. Frauen als Freunde zu haben bringt wirklich viele Vorteile. Sie können auf viele verschiedene Weisen helfen, wo die Männer scheitern. Sie sind auf eine andere Art weiser, kreativer, sozial kompetenter usw. als wir.

Die Frau

„Als Gott die Frau schuf, war es schon sehr spät am 6. Tag.

Ein Engel kam vorbei und fragte Gott: “Wieso verwendest du gerade für diese so viel Zeit?”

Und Gott antwortete: “Hast du die umfassenden Angaben gesehen, die ich einfügen möchte, um dieses Wesen zu formen?“

“Sie muss abwaschbar sein, aber nicht aus Plastik, mehr als 200 bewegliche Teile haben die alle austauschbar sind und sie soll alles zu einem herrlichen Essen kochen können. Sie muss mehrere Kinder gleichzeitig umarmen können, und mit dieser Umarmung soll sie alles heilen können von einem aufgeschlagenen Knie bis hin zu einem gebrochenen Herzen, und das alles soll sie nur mit 2 Händen machen.”

Der Engel war beeindruckt.
“Nur 2! Hände….unmöglich!“ Und das ist das Standardmodell?! “Das ist zu viel Arbeit für einen Tag, warte bis morgen und dann vervollständige sie.”

“Nein das kann ich nicht”, sagte Gott. “Ich bin so nah dran, die Kreation fertig zu stellen, sie ist der Ausdruck meines Herzens”. Sie wird sich selbst pflegen, wenn sie krank ist und sie kann 18 Stunden am Tag arbeiten”.

Der Engel kam näher und berührte die Frau.
“Aber, Gott, du hast sie so weich gemacht.”

“Sie ist ja auch weich“, sagte Gott, “Aber ich habe sie ebenso stark gemacht. Du glaubst nicht, was sie alles aushalten und bewältigen kann.“

“Kann sie denken?“ fragte der Engel.

Gott antwortete: “Sie kann nicht nur denken, sondern auch überzeugen und verhandeln.“

Der Engel berührte die Wange der Frau…. “Gott, es scheint, als wäre deine Schöpfung undicht! Du hast ihr zu viele Bürden auferlegt.”

“Sie ist nicht undicht, das ist eine Träne” erklärte Gott dem Engel

“Und wofür braucht sie die Träne?“ fragte der Engel.

Und Gott antwortete: “Mit den Tränen kann sie ihren Kummer und Schmerz, ihre Zweifel, ihre Liebe, ihre Einsamkeit, ihr Leid und ihren Stolz ausdrücken.”

Das machte einen großen Eindruck auf den Engel; “Gott, du bist ein Genie. Du hast an alles gedacht. Die Frau ist tatsächlich wundervoll!“

„Tatsächlich ist sie das!
Frauen haben Kräfte, die Männer erstaunen. Sie kann mit Ärger umgehen und große Bürden tragen. Sie hält Glück, Liebe und Meinungen. Sie lächelt, wenn sie schreien will. Sie singt, wenn sie Lust hat zu weinen, weint, wenn sie glücklich ist und lacht, wenn sie Angst hat. Sie kämpft für das, woran sie glaubt. Ihre Liebe ist bedingungslos. Ihr Herz ist gebrochen, wenn ein Angehöriger oder ein Freund stirbt, aber sie findet Kraft, um weiterzuleben.”
„Da ist nur eine Sache falsch an ihr: Sie hat vergessen, was sie wert ist…“

                                                                                                        Autor ist leider unbekannt.

Es ist wirklich nicht schwer den Frauen ab und zu über ihre Vorzüge, Stärken und Fähigkeiten zu erzählen. Komplimente können Wunder bewirken, wenn die ehrlich gemeint sind und zum richtigen Zeitpunkt kommen.

Ich kenne auch Männer, die lebenslang nach einer besten, einzigartigen Frau suchen und oft von ihren früheren Partnerinnen enttäuscht sind. Es geht oft um doppelte Standards für sich selbst und für die anderen. Zu einem Konflikt gehören immer zwei. Hier habe ich einen Auszug aus einer Rede eines russischen Schauspielers (meine Übersetzung).

„Du willst eine richtig gute Frau haben, aber oft verschwindest du selbst, keiner weiß, mit wem und wohin. Du meinst, dass ein richtiger Mann seinen Wörtern treu ist, während du selbst deine leeren Versprechen um dich schmeißt. Du argumentierst, dass eine Frau, egal was passiert, warten sollte, und du selbst gehst weg, um eine neue zu finden. Du sagst, dass Taten die Menschen schmücken, aber selbst keine Zeit findest, um sie anzurufen. Du sagst, es gibt keine echten Frauen mehr und du verdirbst sie selbst. Du brauchst eine sanfte, liebevolle, fürsorgliche, aber wenn etwas passiert, du lässt sie alleine mit ihren Problemen fertig werden. Du hasst Emotionen und Gefühle, willst aber sie nicht beruhigen. Warum forderst du und erwartest etwas, wenn du selbst nicht das gleiche geben kannst? Vergiss nicht, die Würdige bekommt nur der Würdige. Liebevolle und treue findet den Fürsorglichen.“
                                                                                                             Dmitri Nagijew

Wir – Männer haben wirklich ein großes Glück, dass Frauen uns immer wieder eine neue Chance geben, mit ihnen zu versuchen und neu zu beginnen. Sie wissen, dass das wichtigste im Leben die Liebe ist und wollen das auch mit uns ausleben.

Dazu habe ich ein lüstiges Musikvideo von der Band „Leningrad“ aus Russland gefunden. Es ist für mich immer wieder erstaunlich, wie viel Frauen fähig sind zu geben, wenn sie verliebt sind. Es geht um ein Mädel, das sich auf ein Date vorbereitet (Übersetzung ist leider nicht sehr gut, aber dabei). Es kann sein, dass es etwas übertrieben dargestellt ist, aber etwas Wahres ist auch dran.

Ich arbeite mit Konflikten und ein großer Teil dieser Konflikte liegt im sozialen / zwischenmenschlichen Bereich. Wenn wir Frauen etwas mehr verstehen und etwas mehr wertschätzen, wird unser Leben viel ruhiger, länger und glücklicher.

Euer Roman

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Glücklich sein: Tipps vom König Salomon

Philosophisches Kopfkino

Hallo zusammen,

heute möchte ich wieder das Thema Glück bearbeiten. Ich stelle euch ein Bündel von Ratschlägen vom König Salomon vor. Ein Mann, der vor ein paar Tausend Jahren lebte und uns einige Tipps hinterließ, wie man glücklich werden kann. Dazu kommen meine Gedanken und ein Video darüber, was man früher für das Glück gehalten hat.

König Salomon, auch „der Weise“ genannt, war der dritte König Israels. Er war nicht nur bekannt für seine Klugheit, sondern auch für seinen unglaublichen Reichtum und seine friedliche und weise Regierung. Er war sehr beliebt bei seinem Volk und auch respektiert von anderen Nationen.

König Salomons weiser Rat, wie man glücklich wird.

„Was ist der Sinn des Lebens?
Das Leben ist der Weg, das Ziel und die Belohnung.
Das Leben ist ein Tanz der Liebe.
Deine Mission ist es zu blühen. Dein Leben ist ein großes Geschenk für die Welt und
die Geschichte des Universums. Und deshalb ist das Leben schöner als alle Theorien. Behandle das Leben als Urlaub, denn das Leben ist an sich wertvoll. Das Leben besteht aus der Gegenwart. Und die Bedeutung der Gegenwart: in der Gegenwart sein.

Warum verfolgen uns Unglück / Missgeschicke?
Was gesät worden ist, wird gesammelt.
Unglück ist deine Wahl.
Armut ist eine menschliche Schöpfung. Und die Bitterkeit ist die Folge der Unwissenheit.
Bei Schuldzuweisungen wird Kraft verloren und durch Lust wird das Glück zerstreut. Wach auf, denn der Bettler ist derjenige, der sich selbst nicht erkennt. Aber diejenigen, die das Reich Gottes nicht im Inneren fanden, sind obdachlos.
Der Arme wird derjenige sein, der Zeit verschwendet.
Verwandle das Leben nicht in Stagnation.
Lass die Masse /Mob nicht deine Seele ruinieren.
Sei Reichtum nicht dein Fluch sein.

Wie man Widrigkeiten überwinden kann?
Beurteile dich nicht selbst. Denn du bist göttlich. Vergleiche und trenne nicht. Danke für alles. Freue dich, denn Freude wirkt Wunder. Liebe dich selbst, denn alle, die sich selbst lieben, lieben alles. Segne die Gefahr, denn die Mutigen finden Glückseligkeit. Bete in Freude – und Unglück wird dich umgehen. Und wisse, dass Lob das beste Gebet ist, und Glück ist die beste Speise für die Seele.

Was ist der Weg zum Glück?
Glücklich sind liebende, glücklich sind dankende. Glücklich sind befriedete. Glücklich sind die, die das Paradies in sich gefunden haben. Glücklich sind diejenigen, die etwas geben und glücklich sind die, die Geschenke mit Freude empfangen. Glücklich sind Suchende. Glücklich sind diejenigen, die erwacht sind und die ihren Zweck erfüllen. Glücklich sind die, die Ganzheit und Harmonie kennengelernt haben. Die Glücklichen sind die, die Schönheit der Welt sehen und sich der Sonne öffnen. Ein Glücklicher fließt wie ein Fluss und bereit ist, Glück anzunehmen. Die Glücklichen sind weise und haben sich kennengelernt. Die Glücklichen lieben sich selbst. Die Glücklichen loben das Leben. Die Glücklichen sind Schöpfer und die sind frei. Die Glücklichen sind verzeihend.

Was ist das Geheimnis des Überflusses?
Dein Leben ist der größte Schatz in der Schatzkammer Gottes.
Der Reichtum in dir ist unerschöpflich und die Fülle um dich herum ist grenzenlos.
Die Welt ist reich genug, dass jeder reich werden kann. Je mehr du gibst, desto mehr bekommst du.
Das Glück liegt vor deiner Tür. Öffne dich für diese Fülle. Und verwandle alles in das Gold des Lebens.
Selig sind diejenigen, die die Schätze in sich finden.

Wie kann man im Licht leben?
Trinke von jedem Augenblick des Lebens, denn das ungelebte Leben erzeugt Traurigkeit. Und du weißt, was ist drin, das ist auch draußen.
Die Dunkelheit der Welt – aus der Dunkelheit im Herzen.
Glück ist der Sonnenaufgang.
Erleuchtung ist der Glanz von tausend Sonnen.
Selig sind die, die nach dem Licht dürsten.

Wie finde ich die Harmonie?
Lebe einfach. Schade niemandem.
Sei nicht eifersüchtig.
Lass die Zweifel dich reinigen und keine Kraftlosigkeit mit sich bringen.
Widme das Leben der Schönheit.
Erschaff um die Kreativität willen und nicht um die Anerkennung willen.
Behandle deine Mitmenschen als Offenbarungen.
Transformiere die Vergangenheit, indem du sie vergisst.
Bring neue Dinge in die Welt.
Fülle deinen Körper mit Liebe.
Werde die Energie der Liebe, denn Liebe inspiriert alles.

Wie erreiche ich die Perfektion des Lebens?
Die Glücklichen verwandeln viele andere.
Die Unglücklichen bleiben Sklaven, denn das Glück liebt die Freiheit.
Wahrlich, Freude ist dort, wo Freiheit ist.
Verstehe die Kunst des Glücks.
Öffne dich für die Welt und die Welt wird sich für dich öffnen.
Lass deinen Widerstand fallen und du wirst zum Herrscher.
Und sah er jeden mit Liebe und fügte hinzu: – und die Stille wird dir viel mehr enthüllen … Sei einfach du selbst! “

Nach meiner Meinung gibt es in diesen Zeilen mehrere gute Ratschläge. Einige sind gleich verständlich, für die anderen braucht man schon mehr Zeit und Erfahrung, einige bleiben für immer ein Rätsel und jeder versteht die auch auf seiner Weise…

Euer Roman

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