Was steht hinter einem Konflikt?

Hallo zusammen,

heute möchte ich über Konflikte und ihre Bedeutung für uns sprechen. Ich habe schon ein Artikel darüber geschrieben und möchte das Thema etwas vertiefen. Dazu kommen zwei Videos und meine Kommentare.

Es gibt mehrere Gründe und Ursachen für Konflikte. Wenn die uns bewusstwerden, kann das uns helfen, uns selbst besser zu verstehen und eventuell etwas zu ändern. Etwas ausführlicher darüber schreibe ich in diesem Artikel.
Ein Grund davon, meine Meinung nach, sind z.B. Projektionen. Wenn wir mit einer Person im Konflikt sind, dann lehnen wir etwas ins ab, was nach draußen, auf diesen Menschen projiziert wird. Zum Beispiel, ich sehe einen Menschen, der seinen Frust in seinem Umfeld abreagiert. Ich bin empört, verärgert und, wenn ich sogar nichts sage, bin ich innerlich mit ihm in einem Konflikt. Wenn ich mir die Situation etwas genauer ansehe, werde ich feststellen, dass ich mir selbst das bewusst nicht erlaube, weil das, nach meiner Meinung, z.B. in der Gesellschaft verwerflich ist. Unbewusst aber tue ich manchmal schon etwas in diese Richtung, aber gestehe mir selbst das nicht.

Ich will aber über ihre Bedeutung für uns reden. Ich denke, dass das Wichtigste im Leben für jeden Mensch die Liebe ist. Wenn wir in unserer Vergangenheit einen Mangel davon erfahren haben, dann werden wir uns möglicherweise ganzes Leben lang danach sehnen und suchen. Ich will präzisieren, dass wir nach einer bedingungslosen Liebe suchen werden. Diese Liebe haben wir von unseren Eltern erwartet, aber, nach unserer Meinung, nicht bekommen. Wir werden nach Menschen suchen, die uns bedingungslos annehmen, so, wie wir sind.
Da wir schon schlechte Erfahrungen mit unseren Eltern gemacht haben, sind wir vorsichtiger geworden. Wir haben ein unbewusstes inneres Gefühl, dass wir böse/schlecht sind. Wenn schon unsere Eltern uns nicht geliebt haben, dann wieso soll ein fremder Mensch uns lieben? Innerlich sind wir schon in der Kindheit zum Entschluss gekommen: Wir sind nicht liebenswert.

Wir haben gelernt, dass wir für die Liebe etwas tun müssen, brav, nett, angepasst, ruhig usw. sein. Das versuchen wir ganz am Anfang einer neuen Beziehung. Etwas später wird uns klar, dass unsere neue Bekanntschaft nicht unser Spiegelbild und nicht einer von unserem Elternteil ist. Der erfüllt nicht alle unsere Erwartungen und Bedürfnisse, so wie wir es wollen. Wir beginnen zu vermuten, dass diese Person uns auch nicht bedingungslos liebt und haben Angst den alten Schmerz erneut zu erleben. Noch eine Bestätigung, dass wir nicht liebenswürdig oder schlecht sind, wollen wir nicht haben, weil das weh tut. Wir versuchen entweder die Beziehung zu retten und werden doppelt so nett, was langfristig nicht haltbar ist oder wir zeigen unser „wahres Gesicht“ und versuchen die Liebe anzufordern, sprich – gehen in den Konflikt.

Jetzt komme ich zu einem Punkt, der sehr wichtig ist. Wenn jemand mit uns einen Konflikt beginnt, bedeutet es, dass der Konfliktpartner uns unbewusst testet. Sind wir genauso wie seine Eltern und werden ihn sofort ablehnen oder er könnte in uns eine vertrauenswürdige und ihn akzeptierende Person finden? Eigentlich jeder Konflikt ist eine Möglichkeit eine Beziehung zu vertiefen. Einfach gesagt, dieser Person möchte unsere Beziehung vertiefen, sie will geliebt werden und wieder vertrauen können.

Wenn wir in diesem Moment diese Person ablehnen, ohne darüber zu reden und einander verstanden zu haben, dann haben wir wenig Chancen je mit ihr eine gute Beziehung zu haben. Ich empfehle daher jeden Konflikt anzusprechen. So senken wir Schmerz und Leid in unserem Leben und generell in dieser Welt. Hier ein Artikel dazu.

Es gibt sehr viele Menschen auf diesen Planeten, die erwachsen aussehen und versuchen sich auch so zu verhalten, aber trotzdem noch Kinder sind und nach Menschen suchen, den sie lieben und denen sie vertrauen können. Wir wollen doch keinem Kind weh tun.
Versuchen wir nett zueinander zu sein, wir sind doch alle in einem Boot.

Euer Roman

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Wie erwachsen bin ich wirklich?

Hallo zusammen,

heute möchte ich gern noch einmal zum Thema eine reife Persönlichkeit schreiben. Ich stelle euch wieder ein Modell mit mehreren Aspekten vor und wir versuchen gemeinsam uns damit auseinander zu setzen. Dazu kommen ein tolles Video und meine Kommentare.

Zu meinem letzten Artikel (mit Modell von A. Maslow) gab es doch hin und wieder Fragen zu verschiedenen Aspekten seiner Theorie. Was genau die bedeuten, wie man die genau interpretieren kann und andere. Jetzt biete ich euch eine andere Sichtweise von einer russischen Psychologin Galina Orlova an. Sie stellte auch eine Liste von Aspekten oder Fähigkeiten einer reifen/erwachsenen Persönlichkeit zusammen, aber sie zeigt eine andere Perspektive und geht damit mehr ins Detail.

Bevor wir mit den Fähigkeiten beginnen, möchte ich noch etwas klarstellen. Es geht um eine Meinung einer Psychologin, die mir gefällt, aber es ist nicht in Stein gemeißelt und nicht die letzte Instanz.

Dazu ein passendes Video:

Und jetzt versprochene Fähigkeiten einer erwachsenen Persönlichkeit:

1. Die Fähigkeit zu warten und das geduldig zu ertragen.

2. Die Fähigkeit und Bereitschaft Fragen zu stellen, offen und ehrlich eigene Bedürfnisse und Wünsche zu erklären. Die Fähigkeit, diese Frage oder Anfrage zu diskutieren, ohne auf Emotionen und Manipulationen zurückzugreifen

3. Die Fähigkeit, eine Ablehnung zu akzeptieren: Das Recht eines anderen, „Nein“ zu sagen, ohne ihn nach Gründen und Ausreden zu fragen. Auch das Recht, selbst Nein zu anderen zu sagen, ohne sich zu entschuldigen oder ihnen zu erklären.

4. Die Fähigkeit, Nein zu sagen und dabei die eigenen Interessen, Grenzen, Bedürfnisse, Ansichten und Werte zu beachten. Auch das Recht, Nein zu sagen, ohne sich zu entschuldigen oder etwas zu erklären.

5. Die Fähigkeit, Fehler zu machen, Fehler zu akzeptieren, daraus Schlussfolgerungen für die Zukunft zu ziehen und dabei Lebenserfahrung zu sammeln.

6. Die Fähigkeit, das Wichtige und das Nützliche, von dem Unwichtigen und dem Zweitrangigem zu unterscheiden. Priorisieren.

7. Die Fähigkeit, Verantwortung für die eigenen Gefühle, Gedanken und Handlungen zu übernehmen. Ohne andere zu beschuldigen und sie korrigieren zu wollen. Das heißt: nicht ich wurde von jemandem beleidigt, sondern ich traf die Entscheidung, mich beleidigt zu fühlen. Ich hatte das Recht, dieses Verhalten zu ignorieren oder die Beleidigung anzunehmen. Ich entschied mich beleidigt zu sein. Das ist meine Wahl. 100 % Verantwortung.

8. Die Fähigkeit zu vergeben, andere Menschen so zu akzeptieren, wie sie sind; ohne den Wunsch, sie neu zu gestalten oder zu reparieren.

9. Übernahme der Verantwortung für Ereignisse im eigenen Leben ohne Anforderungen und Erwartungen der anderen.
Es geht mich nicht an: Was oder wie sind die anderen Menschen. Meine Sache ist, was oder wer ich selbst bin. Ich selbst zu sein oder nicht, etwas zu erreichen oder auf die Hilfe anderer zu warten, Ziele zu setzen und zu ihnen zu gehen oder sich zu deprimieren, ist alles meine Entscheidung. Ich kann jede beliebige Wahl treffen und habe immer 100% Verantwortung dafür. Ich habe auch das Recht, alle möglichen Strategien in meinem Leben auszuprobieren.

10. Die Fähigkeit, die Gefühle, Stimmungen und Wünsche anderer Menschen zu verstehen und die Fähigkeit, deren Bedürfnisse und meine Unähnlichkeit zu ihnen zu respektieren.

11. Die Fähigkeit, die Lebensrealität anzunehmen, ohne Menschen, Illusionen und „magische“ Fantasien zu idealisieren.

12. Die Fähigkeit, die Folgen meiner eigenen Handlungen, Gedanken und Gefühle vorauszusehen und dafür Verantwortung übernehmen.

13. Bewusstsein: Verständnis der wahren Motive eines Menschen im Verhältnis zu anderen, die Fähigkeit, diese Motive ehrlich auszusprechen, sie offen zu erklären und sie in Form von Anfragen oder Fragen an eine andere Person auszudrücken, ohne dabei Menschen manipulieren zu wollen.

14. Die Fähigkeit, aus einer bestimmten Situation bestimmte Schlussfolgerungen zu ziehen. (Ohne eine Verallgemeinerung der Erfahrung in Form von „immer“, „überall“, „alle“, „nie“, „niemand“, „nirgendwo“).

15. Die Fähigkeit, auf Augenhöhe mit anderen Menschen zu sein: ohne Lob und Mitleid.

16. Die Fähigkeit, sich selbst unabhängig zu bewerten (stabiles, unabhängiges, von den Meinungen andere Menschen, Selbstwertgefühl), das Fehlen der Notwendigkeit „allen zu gefallen“.

17. Die Fähigkeit, sich selbstständig zu bestärken und zu ermutigen, ohne von einem Bedeutenden anderen abhängig zu sein.

Als ich sie alle mir zum ersten Mal durchlas, dachte ich: „Klasse, ich habe die alle!“ Später, als ich mir die genauer ansah, dann wurde mir bewusst, was ich hundertprozentig hatte und was nicht… Und dafür habe ich meine ganze Aufrichtigkeit und Ehrlichkeit gebraucht.

Mich würden eure Meinungen zu diesem Thema interessieren. Wie sieht ihr das?

Euer Roman

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Was macht mich glücklich 2

Hallo zusammen,

heute geht es um die Frage, wie wir uns selbst Aufmerksamkeit, etwas Wärme und Liebe schenken können. Vor mehreren Monaten habe ich mit dem Thema begonnen und jetzt möchte ich das vertiefen. Ich biete euch meine erprobten Techniken und Methoden an und hoffe auch von euch ein paar Tipps zu bekommen. Dazu kommen 2 tolle Videos und meine Kommentare.

Ich bin mir sicher, dass jeder von uns mehrere Alternativlösungen hat, um sich selbst etwas Gutes zu tun, sich zu beruhigen, Laune zu verbessern, herunterzukommen, sich zu entspannen oder wieder in Balance zu kommen. Dieses Video zeigt uns auch einige.

Hier stelle ich euch meine Methoden vor:

Draußen, in der Natur mag ich …
– einen Sonnenaufgang oder Sonnenuntergang begleiten,
– Haustiere streicheln oder auch einfach beobachten,
– mir Vogelzwitschern / Vogelgesang anhören,
– Regengeräusch zuhören,
– mir einen Regenbogen ansehen,
– barfuß durch Gras spazieren gehen,
– joggen,
– bei Mannschafts-/Ballspielen mitmachen,
– mir am Abend/nachts den Sternenhimmel ansehen
– einfach in einem Park oder Wald spazieren gehen.

Zu Hause mag ich …
– mir einen guten Film anschauen,
– richtig lang ausschlafen und noch eine Weile im Bett bleiben,
– mir etwas Leckeres kaufen,
– backen,
– Gymnastikübungen machen,
– Lieblingsmusik hören,
– mir alte Fotos anschauen,
– eine Massage oder Selbstmassage gönnen,
– einen Tag nur mit mir selbst verbringen.

In einer Beziehung mag ich …
– Menschen positiv überraschen,
– jemanden anlächeln,
– ein tiefes Gespräch führen,
– ein gemeinsames Essen organisieren,
– Witze reißen, Spaß haben,
– gemeinsam etwas erleben,
– jemanden umarmen.

Bei der Arbeit mag ich …
– einfach für eine Minute die Augen schließen,
– kurz nach draußen gehen,
– ein Stück Obst essen,
– eine kurze Pause einlegen und aus dem Büro herausgehen,
– aus einer To-do-Liste etwas wegstreichen,
– zusammen mit Kollegen in einer Kantine/Café Mittagspause machen,
– mit einem Kollegen persönlich etwas besprechen.

Am Anfang habe ich nicht gedacht, dass ich so viele Möglichkeiten in meinem Leben nutze. Ich habe auch bemerkt, dass es besser ist, wenn ich die mixe und abwechselnd anwende. Es gibt Tage, in denen ich die gar nicht nutze, aber es gibt auch Zeiten, wo ich mehrere nacheinander brauche. Es geht selbstverständlich nicht immer die gleich zu haben, dann nutze ich dafür die anderen.

Hier habe ich noch eine Empfehlung, die mein Leben auch bereichert und verbessert hat.

„Fülle in deinen Alltag“ von Eckhart Tolle

Ich finde, alle diese Aktivitäten sind hilfreich, denn sie schaffen den Ausgleich, den wir brauchen, um in unserem rasenden Alltag, lebendig und gelassen bleiben zu können. Es gibt aber noch viel mehr, was wir tun können. Sehr wichtig ist, nicht nur die Ausgleichszeit wohl und sinnig zu gestalten, sondern auch Alltag- und Arbeitszeit so zu nutzen, dass die beiden uns ein glückliches Leben ermöglichen. Das können wir nur selbst tun und nur wir sind dafür verantwortlich, dass in unserem Leben diese Dinge geschehen.
Hier sind ein paar Links zu meinen früheren Artikeln zum Thema:
Was macht mich glücklich?
Selbstliebe
Selbstliebe 2

Ich werde am Wochenende keine Zeit für einen Artikel haben, deswegen kommt der Beitrag jetzt heraus.

Was macht ihr, um euch selbst etwas Gutes zu tun und den Tag zu versüßen?
Schreibt bitte eure Tipps darunter, so lernen wir alle voneinander.

Euer Roman

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Wie kann ich besser Entscheidungen treffen

Hallo zusammen,

heute möchte ich euch eine Methode vorstellen, die uns helfen kann, überhaupt eine oder eine überlegte Entscheidung zu treffen. Es geht um „Das Descartes Quadrat“. Dazu kommen ein passendes Beispiel, eine Filmempfehlung und meine Kommentare.

Jeder von uns ist ständig mit der Notwendigkeit konfrontiert, Entscheidungen zu treffen. Wir entscheiden, was wir abends machen, wo wir morgen nach der Arbeit oder am Wochenende hingehen, welches Essen wir heute kochen, mit wem wir eine Familie gründen wollen usw. Und wenn uns relativ leicht einfache Entscheidungen treffen, ergeben sich gewisse Schwierigkeiten bei ernsthafteren Aufgaben oder Fragestellungen. Um in so eine Situation die beste Lösung zu finden, könnten wir eine spezielle Entscheidungstechnik verwenden. Ich habe schon vor einem Jahr einen Artikel zu diesem Thema geschrieben und jetzt will ich das vertiefen.

Wenn wir uns das Leben eines gewöhnlichen Menschen ansehen, wird uns klar, dass er sich in einer Situation, in der es notwendig ist, Entscheidungen zu treffen, normalerweise auf ein oder zwei seiner Merkmale konzentriert und sich dadurch in eine Art Sackgasse treibt und eigene Sicht einschränkt. Darüber hinaus trägt das Standarddenken eines Menschen dazu bei, dass er sich nur eine Frage stellt: „Was passiert, wenn dies geschieht?“. So hat er ein gewöhnliches Verhaltensszenario, die Ausführung einer Aktion und die Auswertung des folgenden Feedbacks umfasst.
DECART SQUARE wurde von René Descartes, einem französischen Philosophen, Mathematiker und Naturwissenschaftler entwickelt. Das Quadrat des Descartes ist dazu gedacht, zuerst zu überlegen und nicht nur ein paar Optionen in unserem Kopf zu klären, sondern nach einer bestimmten Methode alles auf Papier zu bringen.

Zur Anwendung von Descartes Quadrat benötigen wir ein Blatt Papier, einen Kugelschreiber oder einen Bleistift. Teilt bitte ihr Papierstück in vier Teile. In jedem Teil wird oben eine Frage platziert und unten im gleichen Viereck werden wir viel Platz für unsere Antworten brauchen.

Diese Technik umfasst die Beantwortung von vier grundlegenden Fragen. Diese vier Fragen sind eigentlich vier Beobachtungspunkte meines Problems, mit dessen Hilfe kann ich das Problem aus verschiedenen Blickwinkeln betrachten und objektiverer Vorstellung davon bekommen.

Als Beispiel möchte ich die folgende Situation nehmen: Ich möchte meinen Beruf wechseln (einen neuen Job finden, ein eigenes Unternehmen gründen, freiberuflich tätig werden usw.). Ich kann aber meine Zweifel daran nicht loswerden. Ich sehe einige Vorteile und Nutzen einer neuen Art von Aktivität, aber ich weiß nicht, was genau zu tun ist und zögere daher eine Entscheidung zu treffen.

Wir stellen uns nacheinander vier Fragen und beantworten sie wie folgt:

1. Was passiert, wenn ich meinen Beruf wechsle?

Diese Frage impliziert eine Suche nach den Vorteilen, wenn ich kriege, was ich will. Die erste Frage ist die offensichtlichste und aus diesem Grund ist es sehr wichtig, so viele Antworten wie möglich zu finden. Antworten auf diese Frage motiviert uns zu einer Entscheidung.

Wenn ich meinen Beruf wechsle, werde ich den ersten Schritt zu meinem Traum machen – das zu tun, was ich wirklich mag.
– kann ich aufhören „für meinen Chef“ zu arbeiten und sowohl meine Arbeit als auch mein Einkommen selbst kontrollieren.
– zeigt dies meinen Mut und ich selbst und die anderen werden respektvoller mir gegenüber.
– kann ich meinen Mitmenschen beweisen, dass ich ernsthaft beabsichtige mein Leben zu ändern.
– wird dies meine Motivation, neues Wissen zu erwerben und neue Fähigkeiten zu erlernen.
– kann ich endlich anfangen, etwas Neues zu machen.
– werde ich nicht länger an der Richtigkeit meiner Wahl zweifeln.

2. Was passiert, wenn ich meinen Beruf nicht wechsle?
Diese Frage beinhaltet die Suche nach den Vorteilen, nicht das zu bekommen, was ich will. Mit anderen Worten, die Antworten auf die zweite Frage zeigen mir, was passiert, wenn ich mich weigere, die von mir getroffene Entscheidung umzusetzen, und alles bleibt wie zuvor. Als Antwort schreibe ich alle Vorteile dieses Zustands auf, die ich nicht verlieren möchte.

Wenn ich meinen Beruf nicht wechsle, muss ich meine gewohnte Lebensweise nicht aufgeben.
– mache ich mir keine Sorgen darüber, dass ich neues Wissen und neue Dinge lernen muss, weil dies möglicherweise nicht funktioniert.
– kann ich mich an meinen freien Tagen friedlich ausruhen.
– muss ich niemandem etwas erklären oder mich für etwas schuldig fühlen.
– kann ich in Zukunft darüber nachdenken. Vielleicht ist es die Zeit wirklich wert.
– kann ich weiter planen /träumen, wie es sein könnte.
– werde ich den Menschen um mich herumzeigen, dass ich mit dem aktuellen Stand der Dinge zufrieden bin.

3. Was passiert nicht, wenn ich meinen Beruf wechsle?
Diese Frage beinhaltet die Suche nach Nachteilen, um das zu bekommen, was ich will. Einfach ausgedrückt, ist die Antwort auf die dritte Frage der Preis, den ich für die Umsetzung der Entscheidung zahlen werde.

Wenn ich meinen Beruf wechsle, kann ich das Leben, an das ich mich so lange gewöhnt habe, nicht mehr leben.
– kann ich keine Maßnahmen/Taten mehr verschieben, um neue Möglichkeiten zu finden.
– kann ich mich sehr wahrscheinlich an meinem normalen Wochenende nicht mehr so entspannen, wie davor.
– habe ich nicht mehr genug Zeit für einen ziellosen, aber erfreulichen Zeitvertreib.
– habe ich keine Gelegenheit mehr, mit meinen ehemaligen Kollegen zu kommunizieren und lustige Firmenfeiern zu besuchen.
– werde ich nicht mehr alle alte Freunde und Bekannte in meinem Umfeld behalten können.

4. Was passiert NICHT, wenn dies NICHT passiert?
Diese Frage beinhaltet die Suche nach Nachteilen, wenn ich nicht das bekomme, was ich will. Bei der Beantwortung der vierten Frage schneide ich die verbleibende „Nicht“ ab, die mir bei der Umsetzung meiner Entscheidung stören. Bei dieser Frage wird empfohlen, so schnell wie möglich zu antworten und sich auf die Intuition zu verlassen.

Wenn ich meinen Beruf nicht wechsle, werde ich keine Möglichkeit haben, meinen Traum zu verwirklichen – Geld zu verdienen und das tun, was ich wirklich möchte/mag.
– kann ich nicht aufhören, „für irgendeinen Chef“ zu arbeiten.
– werde ich mich nicht mehr respektieren, weil ich Angst vor einer Veränderung im Leben habe.
– wird niemand (auch ich nicht) an die Ernsthaftigkeit meiner Absichten glauben, mein Leben zu ändern.
– werde ich keine Motivation haben, Neues auszuprobieren, andere Erfahrungen zu machen und neue Bereiche zu erschließen.
– kann ich meine Zweifel nicht loswerden und mache mir weiterhin Vorwürfe, dass ich keine Entscheidung getroffen habe.

Wenn wir am Ende unser Blatt Papier ansehen, werden wir sehen, ob Vorteile oder Nachteile dieses Vorhabens überwiegen. Die Antworten auf die Fragen 1 und 4 sind Plus (entscheidet dafür) und auf die 2 und 3 sind Minus (entscheidet dagegen).

Dabei muss man auch einige kritische Punkte berücksichtigen. Diese Methode zur Berechnung der Vor- und Nachteile hat ihre Einschränkungen, da die Antworten ein unterschiedliches Gewicht und eine unterschiedliche Bedeutung haben. Dazu kommt, dass unsere Arbeit durch unsere eigene Vorstellungskraft, durch emotionale Kraft und Stärke des Wunsches beschränkt sind.

Die Descartes Methode ermöglicht uns eine Situation von verschiedenen Seiten zu analysieren, alle Möglichkeiten für ein Pro und Contra zu sehen und eine bewusste Entscheidung zu treffen.
Selbstverständlich ist es möglich, das Quadrat des Descartes nicht nur auf den Bereich der beruflichen Tätigkeit anzuwenden, sondern auch auf jeden anderen Lebensbereich.
Es ist jedoch wichtig, zu verstehen, dass alle unsere Antworten aufgeschrieben und nicht mental beantwortet werden sollten. Erstens können wir die Antworten leicht durcheinanderbringen und zweitens funktioniert das Unterbewusstsein so, dass es das „NICHT“ -Teilchen ignoriert, weshalb eine hohe Wahrscheinlichkeit besteht, Fehler zu machen. Verwendet daher besser ein Stück Papier und einen Stift.

Ich möchte euch einen tollen Film „The Green Mile“ vorstellen, in dem wir schwieriger emotionale Situationen beobachten können, in denen jeder seine Entscheidung trifft.

Viel Erfolg!

Euer Roman.

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Wie kann ich etwas Gutes tun?

Hallo zusammen,

heute möchte ich gern über Hilfsbereitschaft im Alltag und ihre Auswirkungen auf uns reden. Ich habe für euch mehrere Tipps, 2 schöne Videos und meine Kommentare vorbereitet.

Da ich viel mit sozialem Verhalten arbeite und mich für gutes Miteinander einsetze, werde ich oft gefragt, welche einfache Tipps ich für die alltägliche Interaktion mit anderen Menschen habe. Ich habe schon darüber berichtet, z.B. in einer Reihe von Artikeln, die Wissenschaft des Friedens heißen. Heute werde ich das Thema vertiefen.

Manchmal kostet es uns gar nicht, gelegentlich müssen wir uns wirklich anstrengen und unsere eigenen Prioritäten zurückstellen. Das könnte eine kleine Unterstützung im Haushalt sein, wie die Hilfe beim Saubermachen oder eine große, wie das Angebot einer Bluttransplantation. Manchmal kriegen wir keinen Dank dafür, seid dazu bereit und denkt dabei, ihr macht das eher für euch und euer Wohlbefinden.

Habt ihr euch schon gefragt, warum alle diese heutzutage Superhelden so populär sind. Nach meiner Meinung geht es dabei nicht nur um deren Superfähigkeiten und auch nicht nur um Anerkennung und Respekt der anderen. Es geht darum, dass viele Menschen einen Helden in ihrem Leben brauchen, der Ihnen in schwierigen Zeiten zur Seite steht. Und es gibt andere, die dieser Held sein wollen.

Jemandem eine kleine Freude zu bereiten oder zu helfen, ist auch eine von mehreren Möglichkeiten unsere Zuneigung und Liebe zu zeigen. Unten habe ich einige Links zu meinen früheren Artikeln, wo ich das Thema näher angehe.
Es wäre besser, wenn wir unsere Hilfe freiwillig anbieten, dann fühlen wir uns dabei wie große Helden, die jedes Problem lösen können. Man kann solche kleinen Nettigkeiten auch zur Gewohnheit machen und täglich unser Leben damit versüßen. Am besten sollte man doch nicht jeden Tag das Gleiche tun, sondern verschiedene Taten innerhalb der Woche verteilen.

Hier findet ihr ein paar einfache Möglichkeiten etwas Gutes zu tun. Es sind Situationen, die wir tagtäglich in unserem Leben erleben und die dieses Leben etwas besser machen können.

1. Haltet eine Tür für die Person auf, die nach euch kommt.
Es scheint eine einfache Höflichkeitsregel zu sein, aber wie viele Menschen vergessen in Eile diese einfache Kleinigkeit. Und die Person, die euch folgt, wird es mit Sicherheit zu schätzen wissen, dass ihr für eine Sekunde stehengeblieben seid und die Tür offengehalten habt.

2. Erbringt eine Wohltat.
Zum Beispiel räumt eure Schränke auf und gibt nicht benötigte oder nicht mehr gefallene Gegenstände an Waisenhäuser oder an das Rote Kreuz oder zu einer anderen Sammelstelle. Ihr braucht diese Dinge sowieso nicht, aber sie werden jemandem Freude bereiten, jemanden wärmen und vielleicht sogar vor dem Tod retten. Am besten gibt ihr die jemanden, der die braucht, persönlich ab. Diese Tat könnte euch auf so eine Art und Weise berühren, dass ihr euer Leben danach verändert werdet.

3. Hinterlasst eine positive Bewertung zu eurem Lieblingscafé oder -laden.
Wenn alles in Ordnung ist, haben wir es irgendwie nicht immer eilig, an jeder Ecke darüber zu schreien. Wenn Ihnen das Café oder eine andere Institution gefallen hat, hinterlassen Sie eine positive Bewertung. Es wird nicht lange dauern und das Café gewinnt einige neue Besucher und andere Leser werden euch für die Ratschläge zu einem guten Ort dankbar sein.

4. Spendet Blut
Wenn ihr eine Blutspende abgibt, habt ihr bereits jemandem das Leben gerettet.

5. Helft neuen Nachbarn, sich einzurichten und wohl zu fühlen.
Ziehen neue Nachbarn in euer Treppenhaus ein? Es wäre schön, sie zu begrüßen, etwas Hilfe beim Umzug anzubieten, vielleicht um etwas vorzuschlagen, Fragen zu beantworten. Es sind nur ein paar einfache Schritte, um gute nachbarschaftlichen Beziehungen zu stärken und vielleicht neue Freunde zu finden.

6. Lasst jemanden im Supermarkt in der Schlange an euch vorbei.
Wenn ihr einen vollen Korb mit Produkten habt und ein Kunde mit einer einzigen Flasche Wasser hinter euch wartet, lasst ihn vorbeigehen, besonders wenn ihr es nicht eilig haben. Ich bin sicher, dass er nicht nur überrascht, sondern auch dankbar sein wird.

7. Schickt einem Freund ein unerwartetes Geschenk.
Es gibt eine Notwendigkeit, auf die Feiertage zu warten. Schickt einem Freund, den ihr nicht jeden Tag sieht, eine kleine Aufmerksamkeit, eine Postkarte, Blumen, nette Grüße oder sogar ein Paket. Die zu erhalten, ist immer so fröhlich!

8. Bringt etwas Leckeres ins Büro.
Wäre es nicht toll einmal unsere Kollegen morgens mit Muffins oder Donuts zu überraschen. Wir können zum Beispiel auch eine Wassermelone ins Büro bringen und alles zusammen essen. Das wird die Stimmung zweifellos bei jedem verbessern.

9. Helft einem Autofahrer auf der Straße.
Wenn ihr ein erfahrener Fahrer seid und feststellt, dass ein Auto mit Alarm am Straßenrand stehen geblieben ist, halten Sie an und bietet eure Hilfe an. Dazu ist ein nettes Video:

10. Bietet in der U-Bahn, der Straßenbahn oder im Bus euren Sitzplatz an.
Es geht hier nicht nur um ältere Personen, Schwangeren und Mütter mit Kindern. Auch wenn ihr sieht, dass es für eine Person schwierig ist, zu stehen, sie zu müde ist, sich unwohl fühlt oder schwere Taschen hat.

11. Helft, wenn jemand etwas fallen gelassen hat.
Wenn jemand einen Handschuh oder etwas anderes fallen gelassen hat, ruft unbedingt eine Person hinterher und weist sie auf den Verlust hin. Und wenn ihr in der Nähe steht, dann nimmt das Ding und gib es direkt in die Hände ab.

12. Bietet den Touristen an, sie zu fotografieren.
Wenn ihr plötzlich Touristen auf der Straße seht, die versuchen, sich auf einem ausgestreckten Arm zu fotografieren, bietet ihnen Hilfe an. Sicherlich möchte niemand, dass alle Fotos gleich aussehen: riesige Gesichter und winzige Sehenswürdigkeiten irgendwo im Hintergrund im Ohrbereich.

13. Bringt dem Haustier euren Freunden eine Leckerei mit.
Ihr habt noch Fleischknochen vom Abendessen und geht abends zu Freunden, die einen Hund haben? Nimm die Knochen mit. Freunde und ihr Haustier werden euch dankbar sein.

14. Schenkt jemandem in der Schlange fehlendes Kleingeld.
Wenn ihr an der Kasse in der Schlange steht und einer Person plötzlich 50 Cent fehlt, um den Kauf zu bezahlen, schenkt die ihr. Es ist klar, dass er Ihnen das Geld nicht zurückgeben wird, aber dies ist kein so großer Wert, und Sie bewahren die Person vor der Notwendigkeit, einen seiner Käufe abzulehnen. Und die Menschen hinter euch werden dankbar sein, dass sie nicht noch länger warten müssen.

15. Bietet euer Parkplatz einem anderen an.
Das Parken in der City und in der Nähe des Einkaufszentrums ist ein echtes Problem. Wenn ihr schon wegfahren wollt und euch ein Auto nähert, das einen leeren Parkplatz sucht, teilt dem Fahrer mit, dass ihr jetzt den Platz freimacht, damit er langsamer wird und an euren Platz einnehmen kann.

Nach meiner Meinung können wir in dieser Welt sehr viel bewegen, wenn wir einander helfen. Viele machen das zum Beruf, einige zum Hobby, manche zur Berufung und das macht uns auch glücklich. Wir sind sozialer Wesen, das gibt uns das Gefühl, wichtig zu sein, eine richtige Aufgabe zu haben. Es wäre toll, wenn wir unsere Hilfe nicht nur mit einem überwiesenen Geldbetrag ausdrücken würden, sondern auch als eigenhändig erbrachte Leistung.

 Ein Zeichner in der Moskauer U-Bahn.

Geben und Nehmen 3

Geben und Nehmen 2

Geben und Nehmen

 

Euer Roman

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Achtung! Sehr wichtig!

Hallo zusammen,
heute möchte ich gern über die zu viel Wichtigkeit reden, die wir materiellen und nicht materiellen Dingen beimessen, wie wir darunter leiden und was wir dagegen tun können. Ich habe für euch mehrere Tipps oder Methoden, meine Kommentare und ein tolles Video vorbereitet.

Wenn ich über nicht materielle Dinge rede, dann meine ich Meinungen, Glaubenssätze, Ansichten, Gedanken, Ideen, Erwartungen, Vorhaben usw.
Stellt euch vor, ihr seid in einem Gespräch und bespricht mit jemandem ein Thema. Es stellt sich heraus, dass ihr zwei unterschiedliche Meinungen dazu habt. Jeder versucht seine Meinung erstmal sachlich mit Fakten, Erfahrungen und Belegen zu bekräftigen. Wenn es nicht klappt, kommen Emotionen dazu und Lautstärke wird angehoben. Am Ende, wenn es sogar zu keinem Streit kommt, sind wir durch Unnachgiebigkeit unseres Gesprächspartners enttäuscht und manchmal auch von uns selbst, weil wir uns mit unserer Meinung nicht durchsetzen konnten. Hier ist ein früherer Beitrag, der über die Gründe von Kommunikationsproblemen erklärt. Muss das unbedingt sein? Können wir nicht einfach leben und leben lassen?

Wie kommt dazu, dass wir so stark an unseren Meinungen, Ansichten, Ideen so stark hängen? Ich denke, dass alle diese obengenannten Sachen verinnerlicht und als feste Teile eigene Persönlichkeit wahrgenommen werden. Falls jemand unsere Meinung infrage stellt, dann fühlen wir uns als Person angegriffen und oft wehren uns oder schlagen zurück. Hier ist ein früherer Artikel zu diesem Thema.

Was ist mit materiellen Dingen?
Die geben uns Halt, Grund unter unseren Füßen, an dem wir klammern, um eine Illusion von Sicherheit bekommen zu können. Wir denken, je mehr wir davon haben, desto größer ist die Chance, dass wir im Leben nicht scheitern, dass wir potent sind, dass wenn die schlechten Zeiten kommen, dann haben wir etwas, um uns zu retten oder zumindest, um weniger zu leiden. Ich arbeite viel mit jungen Menschen, fast alle ihre Träume und Visionen drehen sich um viel Geld und Eigentum. Je mehr, desto besser. Daraus könnte man schließen, dass sie eine große Angst um ihre Gegenwart und Zukunft verspüren.

Die Angst macht aus alltäglichen Dingen, Angelegenheiten und Aufgaben etwas Kompliziertes, Stressiges und Kraftraubendes. Es passiert aber nur dann, wenn wir diesen Sachen und Situationen eine große Wichtigkeit beimessen. Z.B.: „Dieses Gespräch ist sehr wichtig für mich! Ich muss das unbedingt bekommen! Wie kann er es wagen, mir das zu sagen? Unsere Mannschaft muss heute auf jeden Fall gewinnen! Ich darf das nicht zulassen!“ Sobald wir die Wichtigkeit einem Thema zugeschrieben haben, wird es für uns ernst. Wir können nicht mehr ruhig und gelassen über diese Sachen nachdenken. Wir beginnen nervös zu werden, weil wir etwas zu sehr wollen, für sehr wichtig halten und ernst nehmen.

Ich stelle euch ein paar Methoden, um diese Wichtigkeit und Ernsthaftigkeit von einem Thema herunterzunehmen.

1) Fragen.
Fragt euch: Werde ich mich in 5 Jahren genauso über dieses Thema ärgern / stressen? Oder werde ich mich daran nicht Mal erinnern können?

2) Ein Gespräch.
Es ist immer hilfreich, mit jemandem das, was euch beschäftigt, zu besprechen. Durch diesen Prozess werdet ihr eure Emotionen und quälende Gedanken loswerden. (Das macht übrigens auch ein Tagebuch). Eure Gesprächspartner werden euch zuhören und euren Lasten mindern. Sie werden sich dazu äußern und ihre Meinungen könnten euch helfen die Situation besser zu verstehen.

3) Wichtigkeit verstärken.
Eine Sache ist für uns sehr wichtig, dann erhöhen wir deren Wichtigkeit in unseren Gedanken, bis die unermesslich wird. Wir machen daraus eine Utopie: „Wenn wir heute das Spiel nicht gewinnen, dann wird die Sonne nie wieder aufgehen, wir werden alle sterben und werden eine Ewigkeit in der Hölle schmoren! Es wird das Ende!“ Verstärkt es so lange, bis das Verständnis kommt, dass es schon ziemlich übertrieben ist und ihr beginnt zu schmunzeln.

4) Ein Gegenteil sagen oder tun.
Ihr könnt absichtlich etwas Gegensätzliches tun. Z.B. wir haben die Meinung, dass die Sauberkeit und Ordnung zu Hause sehr wichtig sind. Dann können wir versuchen eine Woche lang unsere Kleidung auf den Boden zu schmeißen, unser Bad nicht zu putzen, Mülleimer nicht herauszubringen usw. Nach einer Woche werden wir sehen, dass wir noch am Leben sind und eigentlich nichts Schlimmes passiert ist. Das gibt uns die Möglichkeit den Gegenpol unserer Ansicht zu sehen und spüren. Dann wird es für uns leichter anderen Meinungen zu begegnen und die zu akzeptieren.

5) Humor.
Eine tolle Möglichkeit ist auch, die Situation und sich selbst nicht so ernst zu nehmen und sich darüber lustig zu machen. Mit Humor das Ganze zu betrachten und über sich selbst zu lachen ist, nach meiner Meinung, die beste Methode dafür.

Ich vertrete die Meinung, dass wir viel weniger Stress im Leben haben könnten, wenn wir viele Bereiche unseres Daseins etwas spielerischer und unbekümmerter angehen würden. Es ist nicht so einfach Leben zu genießen, wenn man alles sehr ernst nimmt.

Euer Roman

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2. Geburtstag

Hallo zusammen,

heute ist ein besonderer Tag für mich und meine Seite. Wir feiern ihren zweiten Geburtstag. Vor zwei Jahren habe ich damit angefangen meine Artikel zu schreiben. In dieser Zeit sind schon 150 Berichte entstanden. Heute stelle ich euch eine tolle Übung, meine Kommentare und ein paar Videos vor.

In diesen zwei Jahren ist auf der Seite viel passiert und viele neue Themen sind bearbeitet worden. Ich muss jetzt immer öfter nachsehen, ob ich über etwas schon geschrieben habe, damit es zu keinen Wiederholungen kommt.
Heute möchte ich euch etwas ganz Neues vorstellen. Es geht um eine Methode, die hilft eigene Vorstellungskraft weiter zu entwickeln, viel Informationen in einen kurzen Text hereinzubringen und emotional den Leser zu berühren.

Ernest Hemingway hat einmal gewettet, dass er die kürzeste Geschichte schreiben könne, die alle berühren könne. Er gewann die Wette: „Zum Verkauf: Babyschuhe, nie getragen“ («For sale: baby shoes, never worn»). Seitdem versuchen mehrere „Wissenschaftler des Wortes“ das nachzumachen. Viele probieren aus, eine Geschichte in 6 Worte (oder sogar weniger) zu packen, die den Leser berühren und überraschen kann.
Ich stelle euch ein paar Beispiele vor. Bei der Übersetzung in einer anderen Sprache kommt es vor, dass es 1 oder 2 Worte mehr in der Geschichte drin sind.

Fremde. Freunde. Beste Freunde. Liebhaber. Fremde.
„Sie haben sich verwählt“, antwortete eine vertraute Stimme.
„Passagiere“, nicht der Kapitän spricht jetzt.
Ich traf einen Seelenverwandten. Sie aber nicht.
Ich verkaufe einen Fallschirm: Er hat sich nie geöffnet, ist leicht befleckt.
Dies ist unsere goldene Hochzeit. Ein Tisch für einen.
Heute habe ich mich wieder meiner Mutter vorgestellt.
Der Reisende gab immer noch Signale. Die Erde nicht mehr.
Ich habe Rosen mit nach Hause gebracht. Die Schlüssel passten nicht.
Meine Mutter brachte mir das Rasieren bei.
Auf der kaputten Windschutzscheibe stand „Frisch verheiratet“.
Unser Schlafzimmer. Zwei Stimmen. Ich klopfe an.
Ich bin abgesprungen und dann änderte meine Meinung.
Mein Spiegelbild zwinkerte mir zu.
„Entschuldigung Soldat, wir verkaufen Schuhe nur paarweise“.
Er füttert den Mörder seiner Frau aus einem Fläschchen.
Er stellte sich als Erwachsener vor, wurde erwachsen, seine Vorstellungskraft ging verloren.
Der Chirurg rettet den Patienten. Der Patient dankt Gott.

Ich biete euch an, einmal zu versuchen so eine kurze Geschichte zu schreiben. Wählt erstmal ein Thema, es muss schon eine Intrige drin sein. Es muss nicht sofort 6 Wörter haben. Schreibt erstmal 2 oder 3 Sätze und dann kürzt die. Wenn ihr kein Thema findet, nimmt schon eine existierende Geschichte, wie z.B. im Video von Ladykracher unten.

Ich bedanke mich bei allen meinen Leser, dass ihr immer wieder auf meiner Seite kommt und meine Artikel liest. Das gibt mir Kraft weiterzumachen und Zuversicht, dass es alles nicht umsonst ist. Ich möchte ganz besonders allen Menschen danken, die mir geschrieben haben. Durch eure Kommentare und euer Feedback habe ich eine Möglichkeit gehabt, einiges zu hinterfragen und besser zu verstehen.

Ich möchte euch noch sagen, dass ich ab jetzt nicht mehr jede Woche schreiben werde. Ich habe leider immer weniger Zeit dafür. Ein Artikel selbst braucht schon mehrere Stunden und ein Thema soll mehrere Tage reifen. Es wird schon alles weiterlaufen und geschrieben, nur in längeren Abständen.

Euer Roman

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20 Thesen zur Kindererziehung

Hallo zusammen,

heute möchte ich euch 20 Thesen zu der Erziehung und Umgang mit den Kindern von einer russischen Psychologin und Schriftstellerin Prof. Dr. Julia Gippenreiter vorstellen. Ich biete euch an, gemeinsam über diese sehr komplexe und ehrenvolle Mission „Kindererziehung“ nachzudenken. Außerdem habe ich für euch meine Kommentare und ein tolles Video vorbereitet.

Ich weiß bereits, dass die meisten Fragen auf einfachen Dingen beruhen:Wie man ein Kind dazu bringt, zu lernen, Spielzeug wegzuräumen, beim Essen Besteck zu benutzen und wie man seine Wutanfälle, seinen Ungehorsam beseitigt, wie man sicherstellt, dass es nicht unhöflich ist usw. „.
Darauf gibt es keine eindeutigen Antworten oder besser gesagt, es gibt viele verschiedene Meinungen dazu. Ein Kind ist eine sehr komplexe Kreatur und ein Elternteil noch mehr. Wenn ein Kind und ein Elternteil interagieren, entsteht ein komplexes System, in dem Gedanken, Einstellungen, Emotionen und Gewohnheiten verflochten sind. Darüber hinaus sind diese Einstellungen manchmal falsch und schädlich oder es mangelt an Wissen von- und Verständnis füreinander. Es ist nicht einfach da durchzukommen und für alle Beteiligten eine passende Lösung zu finden, aber es ist möglich.

Das sind die Thesen:

1. Ungehorsamkeit ist eine von Möglichkeiten für ein Kind eine Ablehnung zu zeigen, wenn es misshandelt wird.
2. „Problemkinder“, „schwierige“, „ungezogene“ und „unmögliche“ Kinder sowie Kinder mit „gehemmten“, „unterdrückten“ oder „unglücklichen“ Merkmalen – sind immer das Ergebnis unangemessener familiärer Beziehungen.
3. Ein Kind absolut zu akzeptieren bedeutet, es nicht zu lieben, weil es gutaussehend, klug, talentiert, ein ausgezeichneter Schüler, Helfer usw. ist, sondern einfach so, nur weil es da ist!
4. Je mehr das Kind beschimpft oder gescholten wird, desto schlimmer wird es. Warum passiert das? Weil Kindererziehung überhaupt keine Dressur ist. Eltern existieren nicht, um konditionierte Reflexe bei Kindern zu entwickeln.
5. Je öfter Eltern sich über das Kind ärgern, kritisieren, bestrafen, desto eher kommt es zur Verallgemeinerung: „Sie lieben mich nicht.“
6. Disziplin kommt nicht vor, sondern nach dem Aufbau guter Beziehungen und nur auf deren Grundlage.
7. Mischt euch nicht in die Beschäftigung des Kindes ein, es sei denn, er bittet um Hilfe oder es besteht wirklich eine Gefahr für seine Gesundheit und Leben. Durch eure Nichteinmischung informiert ihr es: „Es ist alles gut! Natürlich kannst du es allein schaffen!“ Eine andere Sache ist, wenn es auf eine ernsthafte Schwierigkeit stößt, die es nicht überwinden kann. Dann ist die Position der Nichteinmischung nicht gut, die kann schaden.
8. Wenn es dem Kind schwerfällt und es bereit ist, eure Hilfe anzunehmen, helft ihm unbedingt. Nehmt an euch nur das an, was es selbst nicht kann, und überlässt den Rest ihm. Wenn das Kind neue Handlungen lernt, überträgt diese nach und nach auf es.
9. Die Persönlichkeit und die Fähigkeiten eines Kindes entwickeln sich nur in der Tätigkeit, die es auf eigenen Wunsch und mit Interesse ausübt.
10. Teenagermode ähnelt Windpocken, viele Kinder nehmen sie an und tragen sie in mehr oder weniger ernster Form. Nach ein paar Jahren lächeln sie meistens selbst darüber. Aber das ist ein ganz schlechter Zeitpunkt, in einen langwierigen Konflikt mit eurem Sohn oder eurer Tochter zu geraten.
11. Erlaubt eurem Kind, sich den negativen Folgen seiner Handlungen (oder seiner Untätigkeit) zu stellen. Erst dann wird er erwachsen und „bewusst“.
12. Ihr könnt eure Unzufriedenheit mit den einzelnen Handlungen des Kindes zum Ausdruck bringen, aber nicht mit dem ganzen Kind.
13. Ihr könnt die Handlungen des Kindes verurteilen, aber nicht seine Gefühle. Die Unzufriedenheit mit den Handlungen des Kindes sollte nicht systematisch sein, da dies sonst zu einer Ablehnung des Kindes führen kann.
14. Unerwünschtes Verhalten eines Kindes ist eine normale Reaktion auf abnormale Lebensbedingungen.
15. Eine strenge Mutter ist emotional von dem Kind getrennt, zumindest fühlt es sich so.
16. Lässt das Kind es selbst sein. Schiebt es nicht die ganze Zeit. Lehrt es nicht. Lest ihm keine Notizen vor. Versucht nicht, ihn zu preisen. Zwingt ihn nicht, etwas zu tun!
17. Ist nicht bekannt, dass die Überwachung des Verlaufs der eigenen Aktivität diese Aktivität behindert oder sogar zerstört? Wenn wir der Handschrift folgen, verlieren wir möglicherweise den Gedanken, versuchen mit Ausdruck zu lesen – hören wir auf, den Text zu verstehen.
18. Selbsterkenntnis und Selbsterziehung sind die erste Pflicht von Eltern und Lehrern, wenn sie behaupten, ein Kind zu erziehen. Ohne diese persönliche Arbeit belasten sie das Kind mit ihren eigenen Problemen, anstatt es in die große Welt einzuführen.
19. In allen Fällen, in denen ein Kind verärgert, beleidigt oder gescheitert ist, wenn es verletzt, beschämt oder verängstigt ist, wenn es unhöflich oder ungerecht behandelt wurde und selbst wenn es sehr müde ist, ist es das erste, was ihr ihm mitteilt, dass ihr über seine Erfahrung (oder seinen Zustand) Bescheid wisst.
20. Verlangt vom Kind nicht das Unmögliche oder das Schwierige, das es zu erfüllen hat. Seht stattdessen nach, was ihr in eurer Umgebung ändern könnt.

„Stell dir deinen besten Freund vor. Wie du bei einem Treffen mit ihm lächelst, wie du dich über ihn freust. Es ist unwahrscheinlich, dass du anfängst, ihn zu kritisieren, auf etwas hinzuweisen und Beurteilungen abzugeben. Lass die Kritik weg! Wenn du dich aufrichtig für seine Sache interessierst, wird euer gegenseitiger Respekt und eure Akzeptanz zunehmen.“

             Julia Gippenreiter

Das Vertrauen des Kindes zu den Eltern ist ein sehr guter Hinweis. Dieses Vertrauen ist ein Hinweis darauf, dass die Eltern den richtigen Weg gewählt haben. 

Wie baue ich eine gute Beziehung zu meinen Kindern auf

Wie baue ich eine gute Beziehung zu meinen Kindern auf 2

P.S.
Nächte Woche bin ich ziemlich beschäftigt und werde leider keinen neuen Bericht schreiben können.

Euer Roman

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Geben und Nehmen 3

Hallo zusammen,

heute geht es um ein Thema, das ich schon früher behandelte. Ich habe in der letzten Zeit noch einige Gedanken dazu gehabt und möchte gern die mit euch teilen. Ich stelle euch 2 tolle Videos und meine Kommentare zum Thema „Geben und Nehmen“ vor.

Nach meiner Meinung ist eine von unseren Bestimmungen auf diesem Planeten – anderen zu helfen, das bedeutet für mich – zu geben.
Einige Menschen mögen vielleicht sagen, dass es viel einfacher zu nehmen ist, aber ich habe dazu eine andere Meinung.
Denkt darüber nach, ist es wirklich ganz unkompliziert einen anderen zu zwingen, uns zu helfen? Gibt es viele, die uns einfach so ihre Zeit, Ressourcen, Mühe und Liebe schenken? Und, wenn doch, werden die das ein Leben lang tun?

Ich weiß, alle haben gelernt, wie es geht, manipulativ zu sein, um von den anderen etwas zu bekommen. Das hilft einem Kind zu überleben, wenn er noch klein ist. Sind dann diese Menschen noch nicht erwachsen geworden und wollen immer noch Liebe und Zuneigung eines Erwachsenen? Jeder hat seine Geschichte und Gründe, warum er so ist, wie er ist.

Na gut, diese Menschen wollen möglicherweise, dass jemand sich um sie kümmert. Das erwachsene Leben ist voller Überraschungen, Konflikten, Veränderungen, wichtige Entscheidungen und Bewegung. Das kann schon Angst machen und noch viel mehr, wenn eine Person nicht gelernt hat, sich selbst wertzuschätzen und zu vertrauen.

Aber was bringt denn so ein Verhalten diesem Menschen?
Es kann eine Weile gut laufen und er kriegt alles, was er benötigt. Früher oder später wird es zu einer Ablehnung seiner Wünsche kommen. Er wird sitzen gelassen, was für ihn sehr schmerzhaft sein kann. Dieser Mensch lebt auch, wenn alles noch da ist, in ständiger Angst, dass irgendwann Mal alles sein Ende findet und er bleibt allein und hilflos.

Dann fühlen sich solche Menschen schlecht behandelt, beraubt und kommen auf die Gedanken, dass ihnen jemand etwas schuldet. Vereinzelt versuchen sie auch diese vermeintlichen Schulden anzufordern oder sogar die kriminell einverleiben.

Es kommt auch oft vor, dass diese Menschen sich daran gewöhnen, alles ohne große Anstrengungen zu bekommen und entwickeln sich nicht weiter. Das kann auch zu sogenannter „Opfer-Haltung“ führen. Dann suchen diese Menschen in ihrer Umwelt nach Gründen für eigene Schwächen, Probleme und die Unfähigkeit etwas zu ändern.

Solcher Mensch versucht eigenen Wohlstand aus den Händen der anderen zu entreißen. Manche Menschen bitten ihm einen Tausch an. Oft wollen die anderen etwas dafür, was einen höheren Wert hat, was aber von ihm nicht gleich erkannt wird. So wird er selbst ausgenutzt, muss sich verstellen und verliert immer mehr von seiner Identität.

Ich denke, es ist schon einfacher selbst zu helfen oder zu geben.

Das Geben macht unsere Herzen offener, weicher und nicht nur unsere, auch von denen, die einfach dabei waren oder nur davon gehört haben. Die Menschen mit hartem Herz verlieren Glaube an die anderen, an das Güte und haben Probleme mit Vertrauen. Es ist schwer in einer Welt zu leben, wo man nur schlechte Nachrichten erwartet und auf der Hut sein muss.

Es gibt ein Sprichwort, ich weiß leider nicht, wer der Autor ist:
„Den Besseren und den Höheren dienen und von ihnen lernen,
mit den Gleichgestellten kooperieren,
die Jüngeren und Untergeordneten unterstützen und lehren.“

Oft tun die Menschen etwas ganz anderes: sie beneiden oft die Besseren, konkurrieren mit den Gleichgestellten und nutzen den untergeordneten aus.

Ich finde die Ansammlung oder Anhäufung von materiellen Dingen führt nicht zum Glück. Nur dann, wenn man diese Dinge mit anderen teilt und sich selbst dabei freut. Es ähnelt einem Feuerwerk. Wenn das zu Hause, in einer Abstellkammer liegt, bringt es niemandem etwas. Wenn es aber draußen gezündet wird und andere Menschen dabei sind, dann bringt es viel Freude für alle.
Das Gleiche gilt auch für das Essen. Eine Mahlzeit mit jemandem zu teilen, ist eine gute Methode zu helfen und zu geben.

Geben und Nehmen

Geben und Nehmen 2

P.S. Ich werde wahrscheinlich nächste Woche wegen Zeitmangel keinen Artikel schreiben.

Euer Roman

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Die richtige Kommunikation

Hallo zusammen,

heute möchte ich über ein Kommunikationsmodell reden. Es geht um 4 Prototypen inkongruenter Kommunikation nach V. Satir. Dazu kommen zwei interessante Videos, einen tollen Text von ihr und meine Kommentare.

Jeder Mensch ist ein soziales Wesen und damit auch ein kommunikatives Wesen. Unser Instrument ist hier die verbale und nonverbale Kommunikation. Wir manifestieren ständig unsere Gefühle, Wahrnehmungen, Emotionen, Bedürfnisse, Informationen, Absichten, Meinungen, Eindrücke, Erfahrungen usw. Nur so können wir gemeinsam interagieren, funktionieren und überleben.

Virginia Satir ist eine US-amerikanische Psychotherapeutin. Sie hat vier Kategorien der Kommunikation oder menschliche Haltungen entdeckt, die Menschen dann annehmen, wenn sie unter Stress stehen.

Hier ist ein tolles, erklärendes Video:

Jetzt fasse ich noch einmal kurz die 4 Typen zusammen.

1. Der Beschwichtiger

Beschwichtigen ist eine der vier wichtigsten Arten, wie wir reagieren, wenn wir das Gefühl haben, unser Überleben sei bedroht. Solche Menschen möchten allen anderen gefallen.
Wenn wir beschwichtigen, missachten wir unsere eigenen Gefühle, übergeben unsere Macht jemandem anderen und sagen zu allem „Ja“. Ein Mensch, der zum Beschwichtigen tendiert, stellt sich unter seiner Umgebung, seine eigenen wahren Bedürfnisse werden von ihm missachtet. Der Beschwichtiger spricht leise, fast weinerlich und betet sein Gegenüber förmlich an. Seine Sprechweise wird auch von seiner Körpersprache unterstützt, die vor allem seine Hilflosigkeit widerspiegelt. Ihm fällt es schwer eigene Entscheidungen zu treffen.

2. Der Ankläger

Der Ankläger geht weniger mitfühlend mit seiner Umwelt um, als das der erste Typ tut. Anklagen ist das genaue Gegenteil des Beschwichtigens. Er ist angriffslustig, fordernd und kann dabei sehr verletzend sein.

Generalisierungen, vermeintliche Kausalzusammenhänge und negierte Fragestellungen prägen der Wortwahl dieses Typs. Er spricht laut und schrill. Anspannung lässt sich nicht nur in seiner Stimmlage, sondern auch in der Körperhaltung des Anklägers erkennen. Er versucht ständig seinen eigenen Standpunkt zu beweisen und durchzusetzen.
Sein Selbstwertgefühl steigert der Ankläger oft durch das Niedermachen anderer.

Wenn wir uns die Haltung des Anklagenden zu eigen gemacht haben, werden wir oft als feindselig, tyrannisch, nörglerisch oder gewalttätig bezeichnet. Der Ankläger missachtet andere und fühlt sich gleichzeitig einsam, da er in seiner Umgebung unbeliebt ist und gemieden wird.

3. Der Rationalisierer

Die Kommunikation in diesem Fall lässt sowohl den Rationalisierer selbst wie auch sein Gegenüber unberücksichtigt. Übertrieben rational zu sein bedeutet, dass man sich meist auf der Ebene der Information und der Logik befindet. Der Rationalisierer zeigt sich in Stresssituationen als vernünftig und distanziert. Dabei wirkt er sehr unbeweglich.

Die Tonlage dieses Menschen ist monoton und trocken und wirkt dadurch leblos. Auch seine Körperhaltung ist angespannt, steif und unbewegt. Mit seiner Art missachtet er sich selbst und andere. Er gesteht weder sich selbst noch anderen zu, sich auf Gefühle zu konzentrieren. Der Rationalisierer meidet Körperkontakt und hält lieber Reden als im Dialog zu stehen.

4. Der Ablenker

Wie der Name schon verrät, stellt der Ablenker in seinen Aussagen keine Beziehungen vom Gesagten zum Sachverhalt her. Es handelt sich um einen Versuch, die Aufmerksamkeit der anderen von den zur Diskussion stehenden Themen abzulenken. Er beantwortet selten eine direkte Frage.

Der Ablenker produziert permanent neue Ideen und will mehrere Dinge gleichzeitig tun. Er spricht schnell und ist entsprechend auch in ständiger Bewegung, die jedoch oft unkoordiniert wirkt. In seinem Selbstverständnis interessiert sich niemand für ihn, er fühlt sich nirgends zugehörig und wirkt ziellos und verloren. Er ist nicht in der Lage, sich auf ein bestimmtes Thema eine Weile zu konzentrieren. Er ignoriert sich selbst, andere Menschen und wechselt häufig die Themen und beendet nichts.

In jedem von uns stecken alle 4 Prototypen inkongruenter Kommunikation. Diese sind bei jedem Menschen mehr oder weniger stark ausgeprägt.

Diese Typen geben uns Orientierung, wie wir möglicherweise unsere Kommunikation verbessern, damit unser Gegenüber uns richtig versteht und keine Konflikte entstehen.

Wie sieht dann der kongruente Typ aus?

Er ist authentisch, seine Worte spiegeln genau wider, was er fühlt. Auch Körpersprache und Gesichtsausdruck entsprechen der Aussage. Nach V. Satir kommt Kongruenz aus der Grundhaltung eines Menschen. Ein Mensch ist demnach kongruent, wenn er sich selbst, aber auch andere, als wertvoll sieht. Er erkennt die Einzigartigkeit eines jeden anderen Menschen an.

Wenn ihr euch in einem dieser 4 Typen wiedererkannt habt, dann könntet ihr daran arbeiten, damit die Kommunikation in eurem Leben klarer, eindeutiger, offener und ehrlicher wird.

 „Ich glaube, dass das größte Geschenk, das ich von jemandem empfangen kann, ist gesehen, gehört, verstanden und berührt zu werden. Das größte Geschenk, das ich geben kann, ist den anderen zu sehen, zu hören, zu verstehen und zu berühren. Wenn dies geschieht, entsteht Beziehung.“
Virginia Satir

Ich möchte euch noch etwas von V. Satir nicht vorenthalten. Es geht darum, wie sie den Umgang miteinander gesehen hat. Diese Sichtweise hat mich einst sehr beeinflusst.

Virginia Satir „Wie ich Dir begegnen möchte“

Hier ist nochmal der Text.

Ich möchte Dich lieben, ohne Dich einzuengen.
Ich möchte Dich wertschätzen, ohne Dich zu bewerten.
Ich möchte Dich ernst nehmen, ohne Dich auf etwas festzulegen.
Ich möchte zu Dir kommen, ohne mich Dir aufzudrängen.
Ich möchte Dich einladen, ohne Forderungen an Dich zu stellen.
Ich möchte Dir etwas schenken, ohne Erwartungen daran zu knüpfen.
Ich möchte von Dir Abschied nehmen, ohne Wesentliches versäumt zu haben.
Ich möchte Dir meine Gefühle mitteilen, ohne Dich für sie verantwortlich zu machen.
Ich möchte Dich informieren, ohne Dich zu belehren.
Ich möchte Dir helfen, ohne Dich zu beleidigen.
Ich möchte mich um Dich kümmern, ohne Dich ändern zu wollen.
Ich möchte mich an Dir freuen – so wie Du bist.
Wenn ich von Dir das Gleiche bekommen kann, dann können wir uns wirklich begegnen und uns gegenseitig bereichern.

Euer Roman

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Konflikte und ihre Ursachen

Hallo zusammen,

heute möchte ich über Konfliktentstehung und deren Ursachen reden. Ich habe einige Fragen zu diesem Thema bekommen und möchte mich gern mit euch zusammen damit auseinandersetzen. Dazu kommen ein schönes Video und meine Kommentare.

Der Frieden ist der heilige Gral, nach dem seit Beginn der Zeiten Menschen gesucht haben, immer noch suchen und noch in Zukunft suchen werden.
Wie können wir denn es nur finden?

Ich habe die Meinung, dass alle unsere Konflikte von innen kommen. Die beginnen in unserem Geist, besser gesagt die sind schon da. Oft spüren wir, dass in uns etwas brodelt, manchmal haben wir uns an diesen Kriegszustand so gewöhnt, dass es uns nicht mehr auffällt. In der äußeren Welt manifestieren sie sich nur, wenn sie da einen Reiz finden, der sie an einen früheren Schmerz erinnert. Dann können wir die mit unseren Sinnen wahrnehmen und ab jetzt beginnen wir uns richtig zu quälen.

Es gibt mehrere Gründe für unsere Konflikte, aber heute möchte ich mit, nach meiner Meinung, dem wichtigsten beginnen. Es sind zwei mehr oder weniger unbewusste Ängste. Die beiden treten meistens gemeinsam auf und zwingen uns zu leiden.

Eine davon ist Angst vor Schmerz, physischen oder emotionalen, dass ein anderes Lebewesen, eine Macht oder ein Objekt uns verletzen oder auch töten kann.

Wenn ein Konflikt da ist, sich ankündigt oder wir denken, dass da etwas kommen könnte, läuten bei uns, im Gehirn alle Alarmglocken: „Es kommt auf uns etwas zu, was in unserer menschlichen Geschichte schon Mal als eine ernsthafte Gefahr auftrat!“ Unser Körper erinnert sich sehr gut an die früheren traumatischen Erlebnisse auch aus unserem Leben und an die Gefühle von Ohnmacht, Hilflosigkeit, Hoffnungslosigkeit und an Schmerz. Es gibt schon mehrere Theorien wie unser Körper traumatische Erfahrungen und den erlebten Schmerz speichert (darüber schreiben z. B. amerikanische Psychologen A. Janov und P. Levine). In diesem Alarmzustand spüren wir diese Gefühle und den alten Schmerz auf die Oberfläche aufsteigen.

Der Körper will überleben, er beginnt sich auf einen möglichen Angriff vorzubereiten.
Einige Menschen antworten darauf mit Aggression, andere versuchen zu fliehen oder sich tot zu stellen. Egal wie sie handeln, sie sind im Konflikt.
Es ist gut, dass wir diese archaischen Mechanismen haben, weil das unser Überleben sichert. Die Sache ist nur die, dass viele Menschen bei den meisten unklaren Situationen so reagieren und ihre Sorgen auch danach nicht abschalten können. So werden diese Unruhe und Stress zu einem Dauerzustand.

Die zweite ist die Angst ein Opfer zu werden, dass uns etwas weggenommen wird oder jemand uns für seine eigenen egoistischen Zwecke manipuliert. Diese Angst hat viel mit der Ersten zu tun. Wenn uns jemand etwas wegnimmt ist es auch eine Verletzung und wird oft genauso im Körper und Gehirn eingestuft und mit gleichen Reaktionen beantwortet.

Was kann uns denn genommen werden? Z. B. Liebe, Freiheit, Ruhe, Zeit, Geld. Das sind eher große, wichtige Sachen, es gibt aber auch ganz alltägliche Dinge. Wir schaffen uns im Laufe des Lebens ein „Ich“ aus Meinungen, Ansichten, Werte, Glaubenssätze, Zugehörigkeiten und Identifikationen. Jedes Mal, wenn jemand etwas anderes vertritt, nehmen wir es oft als einen Angriff wahr. (Dieser Mensch will uns beweisen, dass seine Meinung oder Ansicht richtig ist und unser nicht. Somit will er auch unsere zerstören oder wegnehmen). So erschaffen wir uns auch Konflikte.

Wenn ihr spürt, dass ihr verärgert, enttäuscht seid, unruhig werdet, innerlich verurteilt, jemanden Rache schwört oder beleidigt, fragt euch einfach:

Was befürchte ich hier zu verlieren?
Was denke ich, will mir mein Konfliktpartner wegnehmen?
Ist es wirklich wert, mich in einen Konflikt ziehen zu lassen?

Nach meiner Meinung basieren die meisten Probleme unserer Zeit auf diesen Ängsten. Menschen haben kein Vertrauen zueinander, wir sind besessen vom Schutz voreinander. Wir versuchen uns vor unserer Angst zu schützen, wir rüsten uns gegen mögliche Gefahren aus und erschaffen noch mehr Angst in der Welt. Energie und Ressourcen werden für die Verteidigung aufgewendet. Kriege, Umweltprobleme, Nationalismus, Grenzen, Datenschutz usw. sind Folgen von unseren Entscheidungen und Handeln in Angst.
Und das Interessanteste ist, dass alle unsere Ängste nur in unseren Köpfen existieren, haben aber gute Verbindungen zum Körper.
Wir fürchten unbewusst, dass andere unsere Freiheit, Ruhe, Leben, unsere Emotionen und Gefühle irgendwie kontrollieren und beeinflussen können. Sie scheinen in der Lage zu sein, unseren Frieden zu zerstören, und deshalb glauben wir, dass wir uns schützen sollen.

Das Problem liegt jedoch nicht bei anderen. Der Punkt ist, dass wir, in uns nicht akzeptierte Persönlichkeitsanteile, Charakterzüge, Fähigkeiten, in anderen sehen und bekämpfen wollen. Es geht hier um Projektionen. Mehr dazu ist in diesem Artikel. Wir sehen die und es regt uns auf, weil wir das in uns selbst nicht annehmen wollen. Wir bekämpfen nur uns selbst unser ganzes Leben lang. Die äußere Welt zeigt uns nur das Spiegelbild unsere inneren Prozesse.

Euer Roman

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15 Fragen an mich selbst

Hallo zusammen,

heute reden wir über Coaching oder besser gesagt über Fragen im Coaching. Ich habe für euch 15 Fragen zur Selbsterkenntnis und zum Nachdenken vorbereitet, die euch eine Weile beschäftigen und eventuell weiterbringen können. Dazu kommen ein Video und meine Kommentare.

Im Coaching kommen solche Fragen gelegentlich zum Einsatz, die werden aber für die Sachlage, Ziel und Person angepasst. Viele von denen helfen Menschen ihre Situation aus einer anderen Perspektive zu sehen, Zusammenhänge besser zu verstehen oder eine Alternative zum eigenen Verhalten zu finden.

Es gibt keine richtigen oder falschen Antworten auf diese Fragen. Aber oft hilft eine richtig gestellte Frage schon, sich selbst, eigene Gedanken, Gefühle, Motive oder Verhalten besser zu verstehen.

Ich gebe euch eine kleine Empfehlung. Wenn eine Frage schon beantwortet ist, fragt euch selbst: „Was kann ich jetzt mit dieser Information tun? Deutet die auf etwas hin? Soll/will ich tiefer graben und eventuell etwas in meinem Leben ändern?“.

1) Wie alt würdet ihr euch schätzen, wenn ihr euer Alter nicht wüsstet? (körperlich, geistig, emotional)

2) Warum, wenn das Leben so kurz ist, tut ihr so viel von dem, was ihr nicht gerne tut, und gleichzeitig so wenig von dem, was ihr liebt?

3) Wenn ihr nur Eines auf der Welt ändern dürftet, was wäre es?

4) Wenn Glück zur Landeswährung wird, welche Arbeit wird euch reich machen?

5) Wenn ihr wüsstet, dass ihr nur noch 1 Jahr zum Leben habt, was würdet ihr in eurem Leben ändern, um diese Zeit maximal zu nutzen?

6) Zu wie viel Prozent kontrolliert ihr das, was in eurem Leben passiert?

7) Wenn ihr einem kleinen Kind nur einen Ratschlag geben könntet, was würdet ihr sagen?

8) Was macht ihr anders in eurem Leben als andere Menschen? Hat es einen Nutzen?

9) Was wollt ihr in eurem Leben noch unbedingt machen, aber tut es nicht? Was hält euch auf, das zu tun?

10) Haltet ihr euch an etwas fest, das ihr schon längst loslassen solltet? Aus welchem Grund?

11) Wofür seid ihr in diesem Leben am dankbarsten? Warum?

12) Ist es möglich, dass die Wahrheit triumphiert, ohne zu kämpfen? Wie kommt es dazu?

13) Wenn ihr nur die Wahl hättet, wer würdet ihr gerne sein: ein nervöses Genie oder ein fröhlicher Idiot? Warum?

14) Wie viele eure großen Ängste sind real geworden?

15)  Was ist eure glücklichste Kindheitserinnerung? Was macht es zu der?

Natürlich könntet ihr diese Fragen auch anderen Personen stellen, um die besser kennenzulernen oder zusammen über das Thema zu philosophieren.

In diesem Video unten gibt es noch 5 interessante Fragen zum Nachdenken als Nachschlag.

Euer Roman

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Meine größte Angst

Hallo zusammen,

heute möchte ich gern über ein Thema sprechen, das nicht so einfach, aber sehr hilfreich und interessant sein kann. Es geht um Angst und wie man damit fertig wird. Dazu kommen ein schönes Video, meine Erfahrungen und Kommentare.

Gestern habe ich ein sehr nettes und interessantes Gespräch mit einer neuen Bekanntschaft und Kollegin, die sich viel mit den Themen Selbsterfahrung und Selbstentwicklung beschäftigt. Sie hat mir eine Frage gestellt. Die lautet: Was ist deine größte Angst?

Ich habe mich schon früher mit dem Thema auseinandergesetzt und viele meine bewussten und unbewussten Ängste auf die Oberfläche befördert und bearbeitet. In der Liste waren Ängste vorm Tod, vor Ablehnung, Zukunft, Verantwortung, Unglück, Chaos, Schwäche, Verlust und viele andere. Aber ich habe daraus noch kein Ranking erstellt. Ich fand die Frage toll, weil ich mich dadurch selbst besser verstehen oder eventuell auf etwas ganz Neues stoßen werde.

Ich weiß schon seit einer Weile, dass ich ein Problem mit meiner Emotionalität habe. Das bedeutet, ich lasse meine Gefühle und Emotionen sehr selten raus. Zu Hause, wenn ich allein bin, habe ich damit kein großes Problem. Dafür habe ich schon mehrere Methoden. Ich habe aber Angst die in der Öffentlichkeit zu zeigen. Ich versuche mich stets ruhig zu verhalten, sozial zu sein und gehe selten in die Konflikte herein. Ich befürchte, dass ein Konflikt eskaliert und dann werde ich von meinen Gefühlen überwältigt und beginne zu schreien oder sogar zu schlagen oder breche in Tränen aus.

Das ist noch nicht in meinem erwachsenen Leben passiert, aber in meiner Kindheit schon. Ich denke, das ist meine größte Angst – vor Menschen zu weinen. Ich vermute, ich habe Angst dieses Chaos in meiner Gefühlswelt unkontrolliert nach außen zu bringen. Genauso befürchte ich, dass ich dadurch meine Verwundbarkeit und Schwäche zeigen werde und die anderen das und mich ablehnen werden. Es wäre eine große Schande für mich und ich würde schämend in ein Loch kriechen und da allein sterben.

Anhand dieser Erklärung kann man sehen, wie eine Situation aus der Kindheit das Leben eines Erwachsenen Menschen beeinträchtigen kann. In meiner Kindheit wurde mir oft gesagt, dass die echten Männer nicht weinen und keine Schwäche zeigen dürfen, sonst werden sie nicht geliebt und respektiert. Bis heute hält mich diese Aussage unbewusst in Schach. Dazu kommen einige Situationen aus der Kindheit, in denen mir sehr nah stehender Mensch seine Emotionen und Gefühle zeigte und wurde von vielen dafür verpönt und abgelehnt. Dadurch habe ich eine Entscheidung für mein Leben getroffen mich nie so zu verhalten.

Andererseits sagen viele zu mir, dass ich cool und distanziert bin, dass sie mich schwer einschätzen können und kein menschliches Interesse in meinen Augen sehen. Obwohl ich sozial kompetent und nett bin, spüren die Menschen mich nicht so richtig, als ob ich sie auf Abstand halten würde. Das ist mein Preis dafür, dass ich meine Gefühle zurückhalte.

Was meint ihr dazu? Wie sieht es bei euch aus? Habt ihr auch solche Bekannten?

Ich denke, es gibt mehrere Möglichkeiten etwas dagegen zu unternehmen. Hier ist eine kleine Stütze, um sich selbst, eigene Ängste und Wünsche besser zu verstehen:

1) Angst soll bewusstwerden, mit den Worten beschrieben werden. (Ja, die existiert.)
2) Die soll als Teil der Persönlichkeit angenommen werden. (Ja, ich habe diese Angst und die gehört fürs Erste zu mir). Was gibt es gutes, positives daran?
3) Die Angst ist aus irgendeinem Grund da. Aus welchem? Wovor schützt die mich?
4) Stört die mich wirklich? Möchte ich dagegen etwas unternehmen? Wenn „Ja“, dann…
5) Kann ich allein damit fertig werden? Brauche ich professionelle Hilfe?
6) Informationen sammeln, Gespräche führen, sich für etwas entscheiden.
7) Loslegen.

Was mich angeht, versuche ich zuerst etwas Komisches, Lustiges in der Situation zu finden, ironisiere und lache erstmal eine Weile über mich selbst und meine Angst. Es hilft schon, um den darauf liegenden Druck abzubauen. Dann stelle ich mich auf die Probe und gehe in diese beängstigende Situation herein. Dann versuche ich bis zum Ende drin zu bleiben und nehme wahr, was um herum passiert. Meistens stelle ich fest, dass es nichts Schlimmes geschieht und ich bin noch am Leben. Damit beginnt bei mir der Heilungsprozess.

Hier ist noch ein schönes Video:

Am Ende habe ich doch eine Frage an euch:

„Was ist eure größte Angst?“

Euer Roman

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Veröffentlicht unter Meine Erfahrungen, Methoden, Persönlichkeit, Psyche | Verschlagwortet mit , , , , , , , , | 2 Kommentare

Was steht mir eigentlich zu?

Hallo zusammen,

heute möchte ich gern euch einen Brief vorstellen, in dem ein Vater seiner Töchter eigene Erfahrungen und Wissen weitergibt. 1966 schrieb ein US-amerikanischer Schriftsteller, Politiker und Anlageberater Harry Browne zu Weihnachten den Brief an seine neunjährige Tochter. Dazu kommen ein lustiges Video und meine Kommentare.

Ein Geschenk für meine Tochter

Es ist Weihnachten und wie jedes Jahr fällt es mir schwer, zu entscheiden, was ich dir schenken soll. Ich weiß, dass dir vieles gefallen würde – Bücher, Spiele, Kleidung.

Aber ich bin egoistisch. Ich möchte dir etwas geben, das mehr als nur ein paar Monate oder Jahre bei dir bleiben wird. Ich möchte dir ein Geschenk machen, das dich jedes Jahr zu Weihnachten an mich erinnert.

Wenn ich dir nur eine Sache geben könnte, dann würde ich mir wünschen, dass es eine einfache Wahrheit ist, für die ich viele Jahre gebraucht habe, um sie zu entdecken. Wenn du sie jetzt lernst, dann kann sie dein Leben auf hunderte von Arten bereichern. Und sie kann dich vor Problemen bewahren, die anderen Menschen viel Schmerz und Leid verursacht haben, weil sie diese Wahrheit nie entdeckt haben.

Diese Wahrheit ist einfach diese: Niemand schuldet dir etwas.
Wie kann so eine einfache Aussage wichtig sein?

Es mag nicht so scheinen, aber diese eine Sache zu verstehen kann dein ganzes Leben befreien.
Niemand schuldet dir etwas. Das bedeutet, dass niemand sonst für dich lebt, mein Kind. Denn niemand bist du. Jeder Mensch lebt für sich selbst; sein eigenes Glück ist alles, was er jemals persönlich fühlen kann.
Wenn du erkennst, dass niemand dir Glück oder irgendetwas anderes schuldet, dann befreit dich das davon, Dinge zu erwarten, die wahrscheinlich nicht passieren werden.

Das bedeutet, dass dich niemand lieben muss. Wenn dich jemand liebt, dann deshalb, weil du etwas Besonderes an dir hast, das ihm Freude bereitet. Finde heraus, was dieses Besondere ist, und versuche, es in dir stärker zu machen, damit du noch mehr geliebt wirst.

Wenn Menschen Dinge für dich tun, dann deshalb, weil sie es wollen – weil du ihnen auf irgendeine Weise etwas Sinnvolles gibst, das sie dazu bringt, dich zu mögen – und nicht, weil dir irgendjemand etwas schulden würde.
Niemand muss dich mögen. Wenn deine Freunde mit dir Zeit verbringen wollen, dann passiert das nicht aus Pflicht. Finde heraus, was andere glücklich macht, damit sie in deiner Nähe sein wollen.

Niemand muss dich respektieren. Manche Leute sind vielleicht sogar richtig unfreundlich zu dir. Aber sobald du erkennst, dass Menschen nicht gut zu dir sein müssen, und vielleicht auch nicht gut zu dir sind, wirst du lernen, diejenigen zu meiden, die dir schaden würden. Denn du schuldest ihnen auch nichts.

Niemand schuldet dir etwas.

Du schuldest es dir selbst, der beste Mensch zu sein, der du sein kannst. Denn wenn du es bist, dann werden andere mit dir Zeit verbringen wollen, werden dir die Dinge geben wollen, die du haben willst, im Austausch für das, was du ihnen gibst.

Einige Menschen werden sich dagegen entscheiden, Zeit mit dir zu verbringen, aus Gründen, die mit dir überhaupt nichts zu tun haben. Wenn das passiert, dann such woanders weiter nach der Beziehung, die du haben willst. Mach nicht das Problem, das jemand anders hat, zu deinem eigenen.
Sobald dir klar wird, dass du dir die Liebe und den Respekt von anderen verdienen musst, wirst du nie wieder das Unmögliche erwarten, und wirst auch nie wieder enttäuscht werden. Andere müssen nicht ihren Besitz mit dir teilen, genauso wenig wie ihre Gefühle oder ihre Gedanken.

Wenn sie das tun, dann deshalb, weil du dir diese Dinge verdient hast. Und du hast allen Grund, stolz zu sein auf die Liebe, die du empfängst, auf den Respekt deiner Freunde, und die materiellen Dinge, die du dir verdient hast. Aber nimm diese Dinge niemals als selbstverständlich hin. Wenn du das tust, könntest du sie verlieren. Du hast keinen Anspruch auf sie – sondern du musst sie dir immer verdienen.

An dem Tag, an dem mir klar wurde, dass mir niemand etwas schuldet, wurde mir eine große Last von den Schultern genommen. Solange ich dachte, es gäbe Dinge, die mir zustehen, habe ich mich kaputt gemacht – körperlich und seelisch – bei dem Versuch, sie einzufordern.
Niemand schuldet mir moralisches Verhalten, Respekt, Freundschaft, Liebe, Höflichkeit oder Intelligenz. Und als ich das erkannt habe, wurden alle meine Beziehungen viel befriedigender. Ich habe mich darauf konzentriert, mit Menschen zusammen zu sein, die von sich aus genau die Dinge tun wollen, die ich mir von ihnen wünsche.

Dieses Verständnis hat mir bei Freunden, Geschäftspartnern, Liebhabern, Liebhabern, potenziellen Kunden und bei Fremden gut gedient. Es erinnert mich immer wieder daran, dass ich nur dann das bekommen kann, was ich will, wenn ich in die Welt des anderen hineinsteige. Ich muss versuchen zu verstehen, wie er denkt, was er für wichtig hält, was er will. Nur dann kann ich jemanden auf eine Weise ansprechen, die mir das bringt, was ich will.

Und erst dann kann ich sagen, ob ich mich wirklich mit jemandem einlassen will. Und ich kann mir die wichtigen Beziehungen für diejenigen aufsparen, mit denen ich die meisten Gemeinsamkeiten habe.

Es ist nicht einfach, in wenigen Worten das zusammenzufassen, wofür ich Jahre gebraucht habe, um es zu lernen. Aber vielleicht, wenn du dieses Geschenk jedes Jahr zu Weihnachten erneut liest, wird dir die Bedeutung jedes Jahr ein wenig klarer.
Ich hoffe es – denn ich möchte mehr als alles andere, dass du diese einfache Wahrheit verstehst, die dich befreien kann:
Niemand schuldet dir etwas.

Harry Browne, 25. Dezember 1966

Was mir besonderes an dem Brief gefallen hat, er erklärte dem Mädchen, dass nichts auf dieser Welt – nicht einmal Liebe – als Gegebenheit empfunden werden sollte, sondern als Geschenk. Er empfahl ihr ihre Erwartungen und Schuldgefühle gegenüber anderen zu reduzieren und zu verstehen, dass sie als einzige die Verantwortung für sich selbst und ihr Leben trägt. Alle diese Dinge könnten unser Leben vereinfachen und bereichern, z. B. Stress im Alltag reduzieren, helfen aus der Opferrolle herauszutreten, unsere Kraft zurückzugewinnen und beginnen eigene Welt selbst zu gestalten.

Zum Abschluss gibt es ein lustiges Video zum Thema von Ladykracher.

P.S.
Ich werde leider nächste Woche keine Zeit haben und nichts schreiben können, aber in zwei Wochen kommt wieder ein Artikel raus.

Euer Roman

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Wie kann ich mein Leben verbessern

Hallo zusammen,

heute sprechen wir über Leben im Mangel, Zerteilung der Psyche und eine Möglichkeit das zu ändern. Ich habe für euch ein nettes Video, eine therapeutische Geschichte und meine Erfahrungen und Kommentare vorbereitet.

In meinem letzten Artikel habe ich angekündigt, dass ich heute darüber schreibe, wie ich meine Bedürftigkeit und Hunger nach etwas, was ich die Ganzheit nenne, gestillt habe. Ich habe schon in diesem Artikel Mal erklärt, dass es, nach meiner Meinung, nicht wichtig ist, wie viel Wissen, Erfahrungen oder materielle Dinge wir im Laufe des Lebens angesammelt haben, uns wird sehr wahrscheinlich trotzdem etwas fehlen. Ich denke, dass viele Menschen nicht deswegen unglücklich sind, weil sie wenig oder nicht genug haben, sondern weil sie ein inneres Gefühl oder Empfinden haben, dass ihnen etwas fehlt. Und dieses Gefühl täuscht nicht, es ist auch so. Es geht darum, dass diese Bedürftigkeit, dieser Hunger in uns drin ist und kann durch äußere Dinge langfristig nicht gestillt werden. Es muss von innen passieren. Was könnte denn es sein?

Um mein Gedanke verständlicher zu präsentieren, nehme ich dafür eine Metapher. Früher habe ich mir oft meine Persönlichkeit als ein zerbrochener Spiegel vorgestellt. Ich konnte mich selbst erstmal da ganz schlecht erkennen (Wer ich bin) und sah auch die Welt um mich herum geteilt und verzerrt. Ich war zerteilt, was Wünsche, Ziele, Neigungen, Entscheidungen angeht und zweifelte daran, dass die Welt ein schöner und sicherer Ort für mich ist. Das alles erzeugte in mir das Gefühl, dass mir etwas fehlt. Diese Bruchteile von mir selbst fehlten mir. Was sind diese Teile? Das sind meine Eigenschaften, Charakterzüge, Besonderheiten, Fähigkeiten, Talente, Träume und Verhaltensweisen. Die waren von meinem „Ich“ und voneinander getrennt und ich wusste nicht, wie ich das wieder in Ordnung und zusammenbringen kann.

Wie kommt sowas zustande? Durch Sozialisierung, durch elterliche Erziehung, durch die gesellschaftliche Normen, durch das Individuum selbst. Die Teile der Persönlichkeit werden durch das Kind selbst (Schutzmechanismen der Psyche) abgetrennt und ins Unbewusstsein verdrängt, weil die für die wichtigen Personen des Kindes unerwünscht sind. Mehr dazu in diesem Artikel.

Das Kind und später der Erwachsene steht im Konflikt mit diesen eigenen Bruchteilen, weil die nicht als eigener Persönlichkeit wahrgenommen werden, sondern als etwas Fremdes, Unerwünschtes oder Bedrohliches aus der Außenwelt und sollen bekämpft werden. Diese inneren Konflikte belasten die Psyche und werden auf andere Objekte und Subjekte in der Umgebung projiziert, um die Belastung im Inneren etwas zu reduzieren. Das nennt man ein Abwehrmechanismus und in diesem Fall ist eine Projektion.

Also wir projizieren das, was wir Mal als ein Teil des „Ichs“ verdrängt oder unterdrückt haben. Ein Beispiel dazu, wenn ich jemandem vorwerfe egoistisch zu sein, obwohl ich eigentlich selbst egoistisch bin. Man könnte vielleicht auch dazu sagen: einen Splitter im fremden Auge sehen, aber nicht den Balken im eigenen.

So etwas bei sich selbst zu erkennen ist natürlich nicht einfach und noch schwieriger zu akzeptieren, dass man nicht immer ein Engel ist/war. Aber dadurch können wir unseren „Spiegel“ zumindest zum Teil reparieren.
Ich denke, wir haben alle Facetten und Polaritäten in unsere Persönlichkeit, alles, was es gibt. Wir können Mal gut und Mal schlecht sein, faul und fleißig, dumm und clever, zornig und friedvoll, stark und schwach. Wir sind das alles, das gehört zu uns, aber es passte oder passt immer noch nicht allen in unserem Umfeld und wir müssen einige Eigenschaften verstecken. Wenn wir projizieren, übertragen wir nicht nur Eigenschaften auf andere, sondern auch andere eigenen Themen, z.B. Schwächen, Gedanken, Vorhaben, Einsichten, Ängste oder Sorgen usw. Auch mit diesem Material können wir arbeiten.

Wie arbeite ich mit Projektionen?
Durch Bewusstwerden und Annehmen. Erstmal sollen diese Projektionen entdeckt werden. Es ist nicht so einfach, aber wenn wir eigene Wahrnehmung auf das richten, was uns nicht passt, nicht gefällt, was uns aufregt, Widerstand erzeugt oder negative Gefühle auslöst, dann finden wir genau das Merkmal, die Macke, die Eigenschaft, was uns stört. Dann versuchen wir die anzunehmen. Am Anfang z.B. mit den Wörtern: „Könnte ich mir vorstellen, dass ich das auch habe? Habe ich selbst sowas schon Mal getan? Wie wäre es, wenn ich das Mal spaßeshalber tun würde?“

Als ich anfing damit zu arbeiten, schrieb ich alles auf, was mich in den anderen Menschen störte. Dann habe ich eine Eigenschaft (oder mehrere) gefunden, die als Auslöser für meinen Ärger diente und dann habe ich die „anprobiert“ (obengenannten Fragen gestellt). So versuchte ich den Bruchteil meines Selbst zu finden, was ich in mir nicht mehr annahm und in meiner Kindheit oder Jugend abstieß.

Noch ein Beispiel dazu. Hans hasst Menschen, die zu spät kommen. Er regt sich jedes Mal auf, tobt und macht die fertig. Wenn wir uns aber genauer sein Leben und Verhalten ansehen, dann wird uns auffallen, dass er selbst alle 2 Wochen zu spät kommt. Hans selbst merkt das aber nicht oder entschuldigt sich selbst mit irgendwelchen Ausreden.
Das bedeutet, er war wahrscheinlich in seiner Geschichte für diesen Verhalten bestraft worden und kann sich das nicht mehr erlauben. Er hat diesen Zuspätkommen-Teil verdrängt und jetzt ist er verdammt, alle sich verspäteten Menschen zu bekämpfen. Das führt zum konfliktreichen Alltag und viel Stress. Stellt euch vor, die ganze Sache wird Hans bewusst. Er könnte annehmen, dass die anderen sich auch Mal verspäten können und er muss nicht mehr ausflippen und dadurch eigene Gemüt und Gesundheit belasten.

Ich bin immer noch dabei und finde bei mir immer wieder einige Eigenschaften, die von mir noch nicht angenommen sind. Bis jetzt habe ich bestimmt mehrere Hunderte gefunden und bearbeitet. Man braucht gute Selbstwahrnehmung, Selbstreflexion, eine Menge Mut und auch Demut, weil viele Sachen mit Mühe angenommen werden können und mit innerem Ablehnen und vielen Hemmungen verbunden sind.

Zum Ende habe ich zwei Aufgaben für euch.
Denkt darüber nach, um welche Projektion oder Projektionen könnte es in der folgenden Geschichte gehen.

1) Hammer-Geschichte

Ein Mann will ein Bild aufhängen. Den Nagel hat er, nicht aber den Hammer. Der Nachbar hat einen. Also beschließt unser Mann, hinüberzugehen und ihn auszuborgen. Doch da kommt ihm ein Zweifel: Was, wenn der Nachbar mir den Hammer nicht leihen will? Gestern schon grüßte er mich nur so flüchtig. Vielleicht war er in Eile. Vielleicht hat er die Eile nur vorgeschützt und er hat was gegen mich. Und was? Ich habe ihm nichts getan; der bildet sich da etwas ein. Wenn jemand von mir ein Werkzeug borgen wollte, ich gäbe es ihm sofort. Und warum er nicht? Wie kann man einem Mitmenschen einen so einfachen Gefallen abschlagen? Leute wie dieser Kerl vergiften einem das Leben. Und dann bildet er sich noch ein, ich sei auf ihn angewiesen. Bloß, weil er einen Hammer hat. Jetzt reicht’s mir wirklich.  Und so stürmt er hinüber, läutet, der Nachbar öffnet, doch bevor er „Guten Tag“ sagen kann, schreit ihn unser Mann an: „Behalten Sie Ihren Hammer“.

Paul Watzlawick, aus dem Buch „Anleitung zum Unglücklichsein“

2. Unten ist ein sehr interessantes und lustiges Video.
Welche Gefühle und Emotionen erzeugt in euch diese Frau? Wie sie aussieht oder redet oder das, was sie sagt? Gibt es da etwas, was euch aufregt oder ärgert? Schreibt alles auf. Überlegt euch, was könnte es mit euch zu tun haben? Welche Projektionen könnten da sein?

Ich kann euch nur empfehlen mit Projektionen zu arbeiten. Je mehr wir uns selbst akzeptieren, desto einfacher ist unser Leben. Der einzige Konflikt, den wir haben, ist mit uns selbst. Diese Arbeit hilft sich selbst zu verstehen, entspannt, spart Energie und Nerven, macht gelassener, verständnisvoller und zufriedener im Leben.

Euer Roman

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Mein Verhältnis zum Geld

Hallo zusammen,

heute möchte ich gern über Geld reden. Macht es uns glücklich oder ist es nur eine Illusion, versuchen wir damit etwas zu kompensieren oder bringt es Ruhe in unser Leben. Ich habe für euch eine schöne Geschichte, ein tolles Video und meine Erfahrungen zum Thema vorbereitet.

Zum Beginn eine kleine lustige Geschichte zum Thema. Ich konnte leider nicht herausfinden, von wem die Anekdote stammt.

Ein Außerirdischer fliegt zur Erde, um Erdlinge in den „Katalog der intelligenten Zivilisationen“ aufzunehmen, und fragt:

– Warum hungern viele Menschen auf der Erde, obwohl ihr so viele Ressourcen wie ertragreiche Erde, Wasser und Licht habt?

– Es fehlt uns an Geld, um Hunger zu beseitigen.

– Warum habt ihr so viele Obdachlose bei allen euren Möglichkeiten?

– Es fehlt uns an Geld, um jedem Menschen ein Dach über dem Kopf zu geben.

– Warum verschmutzt ihr euren Planeten?

– Es fehlt uns an Geld, um dagegen vorzugehen.

– Warum gibt es so viele Kranken, obwohl die meisten geheilt werden können?

– Es fehlt uns an Geld dafür.

– Ist dieses Geld, dass euch nicht gut leben lässt, diese Ressource wirklich so knapp? Können wir euch helfen, das von anderen Planeten zu bringen? Und im Allgemeinen, woher bekommt ihr das?

– (alle schauen nach unten) Es ist nicht notwendig es zu liefern, wir drucken es selbst.

Und dann hat das Alien die Erdlinge in die Liste der intelligenten Wesen nicht aufgenommen.

Es ist klar, dass in der Geschichte einiges übertrieben ist, aber, ist es wirklich nur das Geld, was uns fehlt oder vielleicht auch etwas anderes? Ist es eventuell das Wollen oder das Einvernehmen mit den anderen oder doch der Verstand? Ist es wirklich so, dass das Geld die Antwort auf alle unsere Probleme ist?

Sehen wir das Thema aus einer anderen Perspektive. Ich erzähle euch etwas von meinen Erfahrungen. Als ich etwas junger war, dachte ich, ich kann mir mit dem Geld alles kaufen: Liebe, Freude, Gesundheit, Freunde, gute Laune, Zufriedenheit und innere Ruhe. Ich war mir sicher, dass es mich glücklich macht. Dafür habe ich viel gearbeitet, mehrere Jobs gehabt und an der Börse gehandelt.
Je länger ich das tat, desto mehr wurde mir klar, dass mehr Arbeit und mehr Geld nicht unbedingt mehr Freude und gute Laune bringen.
Mit Liebe war es auch schwierig, ich hatte wenig Zeit, aber wollte wirklich Liebe und Beziehung und keinen käuflichen Sex.
In dieser Zeit hatte ich mir eine Beinverletzung hingezogen und war ein paar Wochen krankgeschrieben. Ich hatte mehrere Pläne für diese Zeit und musste alles absagen. In dieser Zeit wurde mir bewusst, ich kann mir zwar Arzneimittel kaufen und ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen, aber keine Gesundheit erwerben.
Während dieser Zeit konnte ich selten um meine alten Freundschaften kümmern und die neuen ließen sich auf sich warten. Dann habe ich verstanden, dass ich eigentlich die Zeit in meine sozialen Kontakte investieren soll. Mit dem Geld kann ich mir nur flüchtige, oberflächliche Kontakte leisten und keine echten Freundschaften und gute Bekanntschaften aufbauen.
Es ist noch die innere Ruhe geblieben. Ich habe es leider auch nicht genießen können. Der Börsenhandel war ein ständiges Auf und Ab, der brachte eher Unruhe, Nervosität und Stress mit. Gier und Angst plagten mich dabei.
Im Endeffekt hatte außer meinem Konto keiner etwas davon. Ich habe selbstverständlich gut gegessen, viel gereist, mich stylisch angezogen usw., aber das waren immer kurzlebige Glücksmomente und die führten mich eher in Abhängigkeit, als machten zufrieden.
Eigentlich wollte ich mich auch mit 40 Jahren zur Ruhe setzen und nicht mehr arbeiten müssen. Es gab eine Zeit, in der ich nicht arbeiten musste und Geld kam rein. Komischerweise war es auch schwer für mich, ich dachte, die Decke fehlt mir auf den Kopf. Ich hatte keine Ruhe und Zufriedenheit und war ratlos.

Als alle meine Illusionen platzten, ging es mir nicht so gut. Ich habe verstanden, Geld wird mir nicht helfen meine Probleme zu lösen. Ich muss selbst anpacken und etwas ändern.
Nach meinen Erfahrungen konnte ein kurzes Vergnügen die langanhaltende Zufriedenheit nicht ersetzen. Das machte mich nicht satt und ich suchte schon lange nach etwas, was das tun konnte.
Ich begann mit Bedürfnissen zu arbeiten, um herauszukriegen, was mir denn genau fehlt. Warum will ich viel Geld haben? Welche Bedürfnisse stecken dahinter? Was will ich damit kompensieren? Da kamen folgende Sachen ans Licht: Anerkennung, Achtung, Respekt, Akzeptanz, Mitgefühl, Schutz, Sicherheit, Zufriedenheit, Ruhe und andere. Das hat mir schon geholfen, ich habe mich besser verstehen können.

Ich versuchte diese Bedürfnisse auf einer anderen Art, z.B. durch soziale Kontakte, zu befriedigen. Manchmal hat es geklappt, oft nicht. Dann fragte ich mich, aus welchem Grund? Eigentlich mache ich alles richtig. Wieso macht es mich nicht glücklicher?
Ich habe mir alle meine neuen Methoden angesehen und verstanden, dass die meisten diese Bedürfnisse von der Außenwelt nicht befriedigt werden können. Und wenn ich doch das versuche, dann muss ich oft heucheln, mich verstellen und wenn ich das doch kriege, dann sättigt mich das nicht, oft spüre ich das gar nicht.

Dann wurde mir klar, nur ich selbst kann mich glücklich machen und es soll von innen kommen, nicht von außen. Meine Bedürftigkeit kommt von innen und nur von da kann die gestillt werden. Wie ich das tue, erzähle ich im nächsten Artikel, weil ich sehe, dass ich von Thema abkomme und dieser Artikel schon jetzt zu lang ist.

Nach meiner Meinung kann man mit dem Geld viele schöne Sachen gestalten und erleben. Es ist sehr schwer ganz ohne Geld auszukommen. Wir sollen aber schon etwas aufpassen, dass wir uns selbst dabei nicht verlieren und alles andere dafür aufgeben. Geld kann uns auch zu einem Gefangenen machen, der eigenes Gefängnis selbst aufgebaut hat und aufrechterhält. Da ist es nach meiner Erfahrung sehr einsam, traurig und leer.

„The Black Hole“

Euer Roman

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Was macht mich glücklich?

Hallo zusammen,

ich werde schon öfter gefragt, was mich persönlich glücklich macht und wie schaffe ich es, die meiste Zeit gute Laune zu haben. Obwohl ich denke, dass für jeden das Glück etwas anderes bedeutet, habe darüber nachgedacht und einige „Glücksbringer“ oder „Laune Verbesserer“ in meinem Leben zusammengefasst. Dazu kommen noch ein schönes Video und meine Kommentare.

Soziale Kontakte

Redet mit einem Menschen, es kann ein Freund, dein Partner, ein Kollege, ein Verwandter oder auch ein Unbekannter sein. Aber macht das bitte nicht per Internet, per Telefon, tut das persönlich, die unmittelbare Nähe ist wichtig. Ihr solltet diesen Menschen sehen, hören, spüren und alles gleichzeitig. Verbringt etwas Zeit zusammen. Wenn es nicht geht, dann könnte man auch per Telefon oder Skype das auch machen, aber es ist nicht das Gleiche.

Natur oder zumindest frische Luft

Natur und frische Luft heben immer eure Stimmung. Es ist schon toll, wenn das Wetter gut ist, aber, nach meiner Meinung, kann man jedes Wetter genießen, die Kleidung muss nur passen. Ab 30 Minuten macht euch gesunder, entspannter und produktiver. Wir sind ein Teil von der Natur und es tut uns gut etwas Zeit zusammen zu verbringen.

Sport treiben

Wenn ein wenig Bewegung in unser Leben kommt, fühlen wir uns besser, fitter, wohler. Schon 20 Minuten genügen für diesen Effekt. Ich habe mir als Jugendlicher ein Programm von verschiedenen Übungen zusammengestellt und mache die täglich seit 25 Jahren. Das nimmt ca. 45 Minuten Zeit und mach meinen Körper stark, biegsam, wach und lebendig. Das lehrt Disziplin und außerdem bringt ein tolles Gefühl, etwas geschafft zu haben.

Schreiben

Hier empfehle ich ein Tagebuch oder einfach ein Heft für Gedanken ins Leben einzuführen. Es kommt vor, dass unser Kopf nicht frei wird, unsere Gedanken sich im Kreis drehen und uns nicht zur Ruhe kommen lassen, dann schreibt die alle auf. Wenn meine Gedanken, Zweifel, Sorgen und Befürchtungen auf Papier stehen, dann sind noch da und nicht in meinem Kopf, so kann ich mich entspannen und komme zur Ruhe. Es kann zu einem Hobby werden und eventuell zu einem Buch.

Spielen

Jede Art vom Spielen, wo der Mensch sich körperlich, emotional und geistig beteiligen kann, finde ich großartig. Ich habe über 30 Jahre als Amateur Fußball gespielt, vor ca. 4 Jahren aufgehört und jetzt jogge nur abends, ca. eine halbe Stunde am Tag. Aber das Spielen in einem Team, Schreien, Lachen, Toben und dieses Gemeinschaftsgefühl vermisse ich immer noch. Ich habe früher auch Schach und so was wie Wissensspiele für Mannschaften gespielt und das machte auch sehr viel Spaß.

Wahrnehmen oder Meditieren

Ich denke, wir können auf unsere Laune einen positiven Einfluss nehmen. Ich meditiere nicht, das ist nicht ganz mein Ding. Wenn ich spüre, dass ich mich in meinen Gedanken verloren habe und die kein gutes Gefühl in mir erzeugen, dann mache ich eine Übung aus dem Bereich Gestalttherapie. Ich schließe meine Augen und frage mich: „Was spüre ich jetzt in meinem Körper?“ Dann zähle ich auf, was ich alles fühle. Es können Wärme, Kälte, Druck, Schmerz, Jucken, Ziehen usw. sein. Dann mache ich die Augen auf und sehe um mich herum und beschreibe alles, was ich sehe. Wenn ich mich noch angespannt fühle, dann tue ich das nochmal. Die Übung dauert meistens nicht mal 5 Minuten, aber bringt mich ins Hier und Jetzt, entspannt und harmonisiert.

Lachen

Man kann ein lustiges Buch lesen, Videos gucken, eine Comedy Film anschauen, Stand-up-Comedy Veranstaltung besuchen usw. Ich finde, am besten lacht man unter den und mit Menschen, mit Freunden, Kollegen, mit Partner. Ich lache sehr gern über mich selbst.

Mit einem Haustier spielen oder zumindest ihm zuschauen

Es ist schon richtig, dass unsere Haustiere uns besser, gesunder und gutgelaunter machen. Das Spiel mit einem Tier beinhaltet meistens Sport, Natur, Lachen, sozialer Kontakt und vieles mehr. Ich habe leider zurzeit kein Haustier, aber eine Katze lebte bei uns über 16 Jahre lang und das waren sehr schönen Jahren.

Hilfsbereit sein

Nach meiner Meinung können wir in dieser Welt sehr viel bewegen, wenn wir einander helfen. Viele machen das zum Beruf, einige als Hobby, manche zur Berufung und das macht uns auch glücklich. Wir sind sozialer Wesen, das gibt uns das Gefühl, wichtig zu sein, eine richtige Aufgabe zu haben. Es wäre toll, wenn wir unsere Hilfsbereitschaft nicht als Geld ausdrücken werden, sondern als Leistung, etwas, was wir mit eigenen Händen gemacht haben.

Andere

Es gibt noch viele andere Dinge im Leben, die uns zufriedener machen können. Die folgenden machen mich glücklich.
Ziele, Pläne, Träume haben.
Selbstentwicklung, Selbsterkenntnis.
Neues kennenlernen, erleben.
Für sich selbst sorgen.
Handeln, tun, sich selbst ausprobieren.
Erfüllendes Hobby haben.
Reisen.

Diese Dinge heben täglich meine Laune. Man kann sie auch zur Gewohnheit machen und täglich den Alltag damit etwas versüßen. Am besten sollte man nicht jeden Tag das Gleiche tun, sondern innerhalb der Woche verteilen. Einige Sachen können schon täglich zum Einsatz kommen, die anderen werden seltener stattfinden. Dann freut man sich mehr darauf. Ich habe eigentlich nichts Neues geschrieben, es gibt im Internet tausende solche Artikel. Aber irgendwie sind die meisten Menschen trotzdem auf der Suche nach ihrem Glück oder eher nach ihrem Vergnügen und auf der Flucht von ihrem Schmerz.

Hier ist noch eine Meinung zum Thema Glücklichsein.

Wie sieht ihr das? Welche Tipps zum Glücklichsein habt ihr?

Euer Roman

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Wie kann ich schnell einen Konflikt lösen

Hallo zusammen,

heute möchte ich gern über das Thema „Konfliktlösung“ reden. Der konstruktive Umgang mit Konflikten ist nicht so schwer. Wir sollen unseren Konfliktpartnern auf der Basis von Akzeptanz und Gleichwertigkeit begegnen. Ich habe für euch eine Methode, meine Kommentare und ein tolles Video vorbereitet.

Wir sind alle verschieden und haben unterschiedliche Meinungen, Ansichten, Glaubenssätze, Erwartungen, Verhaltensweisen usw. Es ist unausweichlich, dass wir irgendwann Mal auf einer Person stoßen, die eine andere Lebenseinstellung oder Meinung hat und sich deshalb aufregen wird.

Solche kleinen Dispute und Auseinandersetzungen können eskalieren, zu einem langwierigen Konflikt oder zu einer Feindschaft werden. Hier ist ein früherer Artikel über Konflikteskalation.

Eigentlich verstehen viele Menschen schon, dass solche Konflikte wegen einer Meinungsverschiedenheit uns nicht viel bringen. Wieso passiert es denn so oft, dass sie sich nicht zurückhalten können?
Eigentlich sind Meinungen, Einsichten, Erwartungen, Werte, Glaubenssätze nur mentale Konstrukte und existieren nur in ihrem Kopf. Wieso dann?
Erstens, ich denke, dass alle diese obengenannten Sachen verinnerlicht und als feste Teile eigene Persönlichkeit wahrgenommen werden. Falls jemand ihre Meinung infrage stellt, dann fühlen sie sich als Person angegriffen und wehren sich oder schlagen zurück.

Zweitens, in ihre Geschichte hatten sie genug Situationen, wo ihre Meinung, Gefühle und Erfahrungen nicht ernst genommen wurden und sie davon litten.

Drittens, in ihrer Kindheit gab es Situationen, in denen sie sich ohnmächtig, angsterfüllt, hoffnungslos, ungeliebt gefühlt haben und diese Momente waren mit großem, emotionalem Schmerz verbunden. Viele aktuelle Konflikte erinnern sie an diese Vorfälle, sie wollen diese Gefühle und den Schmerz auf keinen Fall nochmal erleben und verteidigen sich. Falls ihr Konfliktpartner nicht loslässt, dann können diese Gefühle hochkommen und sie beginnen zurückzuschlagen. Sie sind wieder auf Empfindungs- und Gefühlsebene in dieser alten Situation aus der Kindheit. Jetzt aber sind sie erwachsen und können sich wehren. Nach einer weiteren Eskalation denken sie nur an Vernichtung des Gegners. Sie wollen sich rächen an ihrem Gegner, für das, was ihnen während des ganzen Lebens von ihren Bezugspersonen und allen anderen Menschen angetan wurde.

An diese Stelle möchte ich euch eine Methode vorstellen, die euch helfen kann, aus einem beginnenden Konflikt schnell und ohne große Verluste herauszukommen.

Die heißt „LEAF“-Methode (ich habe leider nicht finden können, von wem genau das entwickelt wurde). Die hilft gut akute Konflikte mit dem Chef oder Zoff mit Kollegen, Nachbarn oder Freunden beizulegen. Es wird bei Auseinandersetzungen verwendet, die auf falsche Interpretation, Wahrnehmung oder Kommunikation beruhen. Für tiefer gehende, langanhaltende Konflikte, wie sie etwa bei Differenzen mit Persönlichkeiten oder Kommunikationsstilen sollte man etwas anderes anwenden.
Mit dem Befolgen dieser einfachen Schritte solltet ihr in der Lage sein, eine Situation zu deeskalieren und die Angelegenheit schnell aus der Welt zu schaffen.

LEAF steht dabei für:

  1. Listen (zuhören): Hört gut zu, wie euer Gegenüber die Situation sieht und versucht nicht, seine Sichtweise zu ignorieren oder anzugreifen. Ich denke, es könnte für viele Menschen schwierig sein, einfach nicht mehr zu reden und der anderen Person zuzuhören, aber das gibt dem Anderen Möglichkeit sich auszusprechen und sich etwas zu beruhigen.
  2. Empathize (sich in jemanden hineinfühlen): Versetzt euch in den anderen hinein und versucht zu verstehen, warum sie/er die Situation so empfindet, wie sich die Person fühlt und warum sie verärgert ist. Das bedeutet nicht, mit der anderen Person einverstanden zu sein, sondern deren Standpunkt bestmöglich zu verstehen. Ziel ist es, einen sicheren Raum für den Menschen zu schaffen, in dem er sich und seine Anliegen frei äußern kann.
  3. Apologize (sich entschuldigen): Entschuldigt euch für Dinge, die ihr eventuell getan habt und welche die andere Person als verletzend wahrgenommen hat, und bitte im vollen, euren Ernst. Das ist das Schwierigste von allem. Oft sind wir unschuldig oder fühlen uns so, aber das wirkt im Gespräch wie ein Wunder. Es geht darum anzuerkennen, dass die andere Person verletzt ist und wir sie mit unserem Verhalten, vielleicht unbeabsichtigt, verletzt haben. So nimmt ihr eurem Konfliktpartner die Angriffsfläche weg.
  4. Fix (das Problem lösen): Zeigt eurem Gegenüber, dass ihr alles wiedergutmachen wollt. Erzählt, wie kommt es zustande. Fügt hinzu, dass ihr versucht das Verhalten abzustellen, zumindest wenn ihr in der Lage dazu seid. Schlägt einen Ausweg vor. So arbeitet ihr schon zusammen an einer Lösung. Wenn ihr nicht wisst, wie ihr das Problem beseitigen könnt, fragt euren Konfliktpartner nach.

Ich finde, dass die Methode nicht jedem passt und nicht bei jedem Konfliktpartner hilft. Man muss hier sein eigenes Ego überwinden und das ist schwer!
Ich weiß, es gibt schwierige Menschen, mit denen wir nichts zu tun haben wollen.
Wäre es dann doch besser, so ein Mensch als Feind zu haben?
Es geht hier auch nicht darum jemandem zu erziehen. Wir können andere Menschen nicht ändern. Ihr werdet aber im Gespräch sehen, was für ein Mensch vor euch ist und dann entscheiden, ob ihr mit ihm nochmal etwas gemeinsam unternehmen wollt oder nicht.

Andererseits, wäre es wirklich besser täglich Ressourcen raubende Konflikte zu haben?
Ich kenne einige Menschen, die mehrere Prozesse im Jahr führen oder andere, deren Anzeigen von Polizisten schon nicht ernst genommen werden. Es gibt Menschen, die gestalkt werden und deswegen sich verstecken oder umziehen müssen. Sehr viele Menschen gehen ungern zur Arbeit, weil die sich da in feindlicher Umgebung befinden usw.
Das Ärgerliche an Streitigkeiten ist oft, dass man sich nur selbst schadet, ohne einen Nutzen davon zu haben. Je schneller ihr jeden Konflikt zu Lösung bringt, desto länger, erfüllter und ruhiger wird euer Leben sein.

P.S.
Ich werde leider nächste Woche keine Zeit haben und nichts schreiben können, aber in zwei Wochen kommt wieder ein Artikel raus.

Euer Roman

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Die 5 Freiheiten nach Virginia Satir

Hallo zusammen,

heute stelle ich euch ein Modell einer US-amerikanischen Psychotherapeutin Virginia Satir vor. Sie glaubte, dass die Menschen das, was ihnen zu erfüllen bestimmt ist, auch erfüllen können; dass sie ihre Fähigkeiten auf positivere, effektivere Weise nutzen und sich mehr Möglichkeiten erschließen können, zu mehr Freiheit und größerer persönlicher Kraft zu gelangen. Dazu kommen meine Kommentare und ein schönes Video.

Wir reden über 5 Freiheiten nach Virginia Satir, die ich für sehr wichtig für die Persönlichkeitsentwicklung  halte. Die werden ausführlicher in dem Buch „Kommunikation, Selbstwert, Kongruenz – Konzepte und Perspektiven familientherapeutischer Praxis“ beschrieben.

1) Die Freiheit zu sehen und zu hören, was im Moment wirklich da ist – anstatt das, was sein sollte, gewesen ist oder erst sein wird.

Wir können die Aufmerksamkeit auf das Hier und Jetzt lenken und versuchen eigene Gedanken aus der Vergangenheit und der Zukunft in die Gegenwart zu holen. Wir können uns in einen neutralen Beobachter verwandeln und achtsam durch das Leben gehen. Wir können den gegenwärtigen Moment auf uns wirken lassen, ohne sofortige Beurteilung und Verwerfung, da diese Realität uns nicht gefällt und wir haben etwas Besseres erwartet. Das raubt uns viel Energie und entfernt von uns selbst und von der Problemlösung. Der innere Widerstand gegen die Realität habe ich in diesem Artikel ausführlich beschrieben.

2) Die Freiheit, das auszusprechen, was ich wirklich fühle und denke – und nicht das, was von mir erwartet wird.

Uns wird überall gesagt, man soll authentisch sein und sich öffnen, aber in Wirklichkeit ist es für viele Menschen unangenehm, wenn einer sich offenbart oder Gefühle zeigt. Die Gefühle und auch wahre Gedanken werden versteckt und wenn überhaupt, dann nur dem engen Familienkreis offenbart. Andererseits, wie erfahren die anderen Menschen, was ich fühle, denke und möchte? Jede Person empfindet die Welt unterschiedlich und hat ihre eigenen Meinungen, Ansichten, Ideen und Wünsche. Ich denke, wenn jeder ausspricht, was er denkt, fühlt und will, gewinnt unsere Welt an Vielfältigkeit, Erfahrung und Kreativität. Wenn jeder nur das sagt, was von ihm erwartet wird, werden wir uns nur sehr langsam entwickeln.

3) Die Freiheit zu meinen Gefühlen zu stehen – und nicht etwas anderes vorzutäuschen

Diese ist eine der Freiheiten von Virginia Satir, die vielen von uns am unbekanntesten ist, weil uns niemand beigebracht hat, zu identifizieren, was wir fühlen. Es sollte auch bedacht werden, dass jede der Emotionen wichtig ist, sie zeigt uns etwas. Wir sollten sie nicht blockieren, da dies uns daran hindert, unser Wissen über uns selbst zu vertiefen.

Die emotionale Welt, die jeder von uns in sich trägt, ist eine Landkarte, die uns nicht nur hilft, zu erkennen, wer wir sind, sondern auch anderen hilft, mit uns gut auszukommen. Denn wenn wir nicht wissen, wie andere sich fühlen, können wir kaum angemessen auf die Beziehungen reagieren, die wir aufbauen wollen, und umgekehrt.

4) Die Freiheit, darum zu bitten, was ich brauche – anstatt immer erst auf Erlaubnis zu warten.

Wir können nicht darauf warten, dass Gelegenheiten und Menschen an unsere Tür klopfen. So können wir lange warten und eventuell umsonst. Wir haben die Freiheit, um etwas zu bitten und nachzufragen.

Oft können Menschen aufgrund von irgendwelchen Unsicherheiten nur dann handeln, wenn sie eine Erlaubnis oder Einladung erhalten. Es ist, als ob sie sich nicht für etwas entscheiden könnten, weil ihnen jemand dieses Recht genommen hätte. Obwohl dies in ihrer Kindheit vielleicht noch ganz vernünftig wäre (hängt von Eltern ab), ist es nie zu spät, aufzuwachen und eigene Stimme zu erheben, um sich selbst sichtbar zu machen.

Sobald wir wissen, wer wir sind, was wir fühlen und wie wir es manifestieren können, wäre der nächste Schritt, es auszudrücken und dann in die Welt zu gehen und die Chance zu nutzen. Wenn wir etwas brauchen, dann haben wir das Recht darum zu bitten, damit auch andere wahrnehmen können, dass wir eine Unterstützung benötigen.

5) Die Freiheit in eigener Verantwortung Risiken einzugehen – anstatt immer nur auf „Nummer sicherzugehen“ und nichts Neues zu wagen.

Die letzte der Freiheiten ist mit dem Risiko verbunden, unsere Komfortzone zu verlassen, die sich nicht nur oft als zu klein und ungemütlich erweist, sondern auch als Zuflucht von der äußeren Welt.

Wenn wir wachsen wollen, wenn wir vorankommen wollen, besteht die einzige Möglichkeit darin, zu handeln und die Verantwortung für die Folgen unseres Handelns zu übernehmen. Solange wir dieses Sicherheitsgefühl nicht aufgeben und keine Unsicherheit erleben, können wir uns nicht weiter kennenlernen.

Wie wir sehen können, sind die 5 Freiheiten von Virginia Satir ein Lied des Selbstwertgefühls, eine Reihe von Aussagen, die uns ermutigen, über unseren persönlichen Wert und über die Authentizität unserer Beziehungen zu anderen nachzudenken. Wer nicht wagt, der nicht gewinnt und wird wahrscheinlich ständig auf der Stelle treten.

Euer Roman

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Wie lerne ich zu vertrauen 2

Hallo zusammen,

heute zeige ich euch ein paar Möglichkeiten auf, wie man sein Vertrauen zur Welt und zu anderen Menschen aufbauen kann. Ich habe für euch ein tolles Video, ein paar Übungen, meine Empfehlungen und Kommentare vorbereitet.

Wie ich schon vor einer Woche geschrieben habe, die wichtigsten Personen für jedes Kind sind seine Eltern / die ersten Bezugspersonen. Schon am Anfang versucht ein Kind die Welt kennenzulernen, mit der zu interagieren. Das Modell für solche Interaktion ist die Beziehung zu seiner Mutter: Für das Kind ist die Mutter – die Welt. Später hängt die Glaubwürdigkeit der Welt nicht nur von den Eltern ab. Am Ende ist eine Beziehung zur Welt eine persönliche Entscheidung jeden von uns. Ich denke, dass wir schon die Freiheit haben zu wählen, ob wir der Welt und Menschen vertrauen oder nicht. Wenn man viel Schmerz und Enttäuschungen in seinem Leben erlebt hat, wird es schwieriger zu vertrauen, aber doch möglich.

Erstmal stelle ich euch ein tolles Video vor, in dem das Thema sehr gut bearbeitet wird und mehrere Praxisempfehlungen gegeben werden.

Ich habe unten einige andere Möglichkeiten aufgezählt, die, nach meiner Meinung, helfen können das Vertrauen aufzubauen.

1) Zusammenarbeit mit einem Psychologen oder Psychotherapeuten.
In diesem Fall würde ich empfehlen eine Psychoanalyse verbunden mit einer Körpertherapie zu wählen, weil unsere Traumata in mentalen, geistigen, emotionalen und körperlichen Ebenen wurzeln können.

2) Person eures Vertrauens.
Wenn keine Therapie oder Coaching infrage kommt, findet einen zuverlässigen Menschen, einen Freund, einen Verwandten, mit dem ihr über alles offen reden könnt. Trefft euch mit ihm regelmäßig und erzählt nach und nach alles über euch.

a) Wichtig ist, dass ihr nicht nur das erzählt, was euch jetzt beschäftigt, sondern wer ihr seid, welche Lebensfragen, Ängste, Träume, Zweifel ihr habt, welche Erfahrungen ihr im Leben gemacht habt, wovor ihr euch schämt, was ihr insgeheim euch wünscht und woran ihr glaubt.
Je mehr ihr einander kennt, desto näher und vertrauenswürdiger werdet ihr einander.
So werdet ihr offener und mutiger, euch wird klar: „Es passiert nichts Schlimmes, wenn ich das tue und ich kann jemandem in dieser Welt vertrauen“. Dann findet noch eine Person und erzählt der auch etwas von sich. Je durchsichtiger ihr werdet, desto weniger Angst habt ihr verletzt zu werden. Die meisten Geheimnisse enthalten nur nach unserer Meinung (oder Meinung unserer Familie oder Eltern) etwas Unangenehmes oder Abstoßendes.
In diesem Artikel wird mehr darüber erzählt.

b) Um eine vertrauliche Beziehung aufzubauen, sollen wir uns „nackig“ machen. Das bedeutet, ehrlich sein, unsere Verwundbarkeit und unsere Abhängigkeit von dieser Beziehung mit diesem Menschen zeigen. (Ich weiß genau, wie viel Angst bloß ein Gedanke darüber erzeugt).
Wir wollen jedem zeigen, wie erwachsen, wie stark und von allen unabhängig wir sind. Es ist oft nur gespielt. Wir brauchen und wollen echte Menschen, Beziehungen, Liebe und Fürsorge. Die Meisten haben davon nicht genug bekommen, Instagram und Fernseher können uns das nicht geben. Wir können das nur dann kriegen, wenn wir diese Abhängigkeit zugeben und zulassen. So können wir durch unsere Beziehungen wachsen und unser Vertrauen zum Leben ausbauen.
Ja, ich gebe zu, auf diesem Weg werden wir auch Enttäuschung und Schmerz erfahren, weil nicht alle Menschen das Gleiche wie wir tun werden, aber so treffen wir auch Menschen, die dazu reif und bereit sind und mitmachen. Die werden dann zu unseren echten Freunden, liebenden Partner und tollen Kollegen. Diese Beziehungen werden unsere Welt verändern und unser Leben zu einer angenehmen und zufriedenstellenden Erfahrung machen.

c) Je mehr Vertrauen schenkt ihr den anderen, desto mehr davon werdet ihr von anderen erfahren. Dadurch entwickelt sich auch unser Selbstvertrauen: Wir versuchen etwas, machen Fehler, aber wachsen auch mit dieser Aufgabe. Wir verstehen, dass wir selbst etwas bewirken können, und dass die Welt gar nicht so beängstigend und unangenehm ist.

3) Miteinander Kommunizieren.

Es ist sehr wichtig, dass wir mit unserer Umwelt und unseren Mitmenschen im Kontakt bleiben. Vertrauen braucht offene und klare Kommunikation. Wir sollen unsere Wünsche und Bedürfnisse mitteilen. Nur so verstehen Menschen, was wir wollen. Wenn unserer Gegenüber die Respektiert und seine mitteilt, dann sehen wir schon besser, mit wem wir zu tun haben und wo unsere Grenzen liegen. Ich habe einige meine Gedanken, Erfahrungen oder Probleme jemanden mitgeteilt und mein Gesprächspartner ist nicht weggelaufen und das nicht weitererzählt. Ich sehe das als eine Art von Stützpfeiler und der hat standgehalten. Also dann darf ich mit ihm ich selbst sein, ich werde akzeptiert, so wie ich bin.

4) Erwartungen reduzieren.

Nach meiner Erfahrung gibt es eine einfache Formel, um mit diesem Thema umzugehen: Je höher meine Erwartungen, desto weniger Menschen sind um mich herum, die denen erfüllen können. Manchmal sind wir allein nicht, weil alle Menschen schlecht oder untauglich sind, sondern weil unsere Erwartungen und Ansprüche zu hoch sind. Mehr zum Thema in diesem Artikel.

5) Klatschen und Lästern begrenzen oder ganz beseitigen.

Wenn wir über Menschen schlecht reden, werden die und alle andere früher oder später das erfahren. Es wird für uns schwieriger jemanden zu finden, der offen und vertrauensvoll uns gegenüber ist. Sogar die, mit denen wir lästern, vermuten oder wissen, wenn die weggehen, spotten wir über sie auch. Das ist keine gute Vertrauensbasis für den Aufbau einer tiefen Beziehung.
Vertraulichkeit geht Hand in Hand mit Verschwiegenheit. Wenn jemand uns ein Geheimnis oder etwas über sich erzählt, hofft er, dass wir das nicht weitererzählen und wenn wir das doch tun, verlieren wir sein Vertrauen und das Vertrauen allen anderen, die davon erfahren.

6) Nachrichten, Horrorfilme, Spiele mit Gewalt.

Nach meiner Meinung können diese Sachen viel Unruhe ins Leben bringen. Es wäre besser die Nachrichtenflut zumindest zu reduzieren. Wenn man sich die regelmäßig anschaut, könnte man zum Entschluss kommen, dass die Welt ein sehr unsicherer Ort ist.
Das Gleiche gilt für Horrorfilme, die zeigen eher eine Welt, wo man nicht so richtig leben will. Bei einigen Spielen könnte ein Eindruck entstehen, dass diese Welt ein Kriegsschauplatz ist und um zu überleben, müssen wir kämpfen und eventuell anderen Lebewesen weh tun.
Ich habe irgendwo gelesen, dass kein Bild, das wir je gesehen haben, unser Hirn verlässt. Es wird abgespeichert und aufbewahrt. Ich denke nicht, dass eine düstere und bizarre Bildsammlung sich positiv auf unsere Psyche auswirkt. Als junger Mann habe ich mehrere Spiele durchgespielt (wenn jemand kennt, es gab in den 90er Jahren Survival-Horror-Spielreihe „Resident Evil“ auf Sony Playstation I). Ich kann nur sagen, ich hatte in dieser Zeit oft schlechte Laune, unruhigen Schlaf (Alpträume) und war leicht erregbar.

7) Übungen.

Es gibt einige Übungen, die helfen, das Vertrauen zum Leben und Menschen etwas aufzubauen.
a) Geht am Samstag oder Freitagnachmittag in ein Einkaufszentrum, setzt euch auf einer Bank und schließt die Augen. Am besten verbringt ihr in diesem Zustand da 10-15 Minuten. Bringt eure Aufmerksamkeit nach innen. Was geht in euch vor? Welche Gedanken und Ängste kommen hoch? Bleibt bitte sitzen, bis die Zeit abläuft. Ihr werdet sehen, dass es nichts passieren wird, aber ihr werdet ab diesem Zeitpunkt etwas mehr der Welt vertrauen.

b) Bittet jemandem, den ihr gut kennt und zumindest etwas vertraut, euch Augen zu binden, an die Hand nehmen und etwa 30 Minuten lang irgendwo draußen zu führen. Der Weg soll am besten euch unbekannt sein. So werdet ihr beide an sich arbeiten, ein an Vertrauen einer anderen Person und der andere an seine Verantwortung einem anderen Menschen gegenüber. Lenkt die Aufmerksamkeit dabei nach innen, fühlt, was in euch passiert, empfindet und reflektiert.

c) Manchmal ist es schwer gleich zu sagen, ob gerade getroffene Person für eine tiefe Beziehung passt oder nicht, aber ihr könnt etwas tun, um es herauszufinden. Bittet diese Person um eine Kleinigkeit, ein winziges Gefallen, vielleicht leiht ihr ein Stift, bittet um ein Taschentuch oder Salz weiterzureichen. So wird das Eis gebrochen und ihr kriegt den ersten Eindruck von diesem Menschen. Die meisten Menschen werden euch gern helfen und dann entsteht eventuell das erste Gespräch. So werdet ihr sehen, dass es dabei nichts Schlimmes passieren kann und es viele gute und freundliche Menschen gibt. Wenn ihr etwas leiht, dann gibt es bitte zurück oder revanchiert euch irgendwie anders. So zeigt ihr, dass ihr auch vertrauenswürdig seid.
Wenn es doch nicht klappt, dann habt ihr etwas an Erfahrung und Selbstbewusstsein gewonnen, was auch ein tolles Ergebnis ist.

Euer Roman

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Wie lerne ich zu vertrauen

Hallo zusammen,

heute sprechen wir über den Vertrauensmangel zur äußeren Welt und anderen Menschen. Ich weiß jetzt schon, dass ich mit dem Thema in einem Artikel nicht fertig werde. Wir behandeln heute die Themen, woher mangelndes Vertrauen kommt und welche Auswirkungen das haben kann. Dazu kommen ein Video und meine Kommentare.

Wir beginnen mit dem Begriff „Urvertrauen“, weil ich denke, ohne dieses wäre auch kein Vertrauen da. Seine Definition in der Psychologie lautet: „Es ist aus der engen Mutter-Kind-Beziehung im Säuglingsalter hervorgegangenes natürliches Vertrauen des Menschen zu seiner Umwelt“.
Es entwickelt sich im frühen Kindesalter durch die verlässliche, bleibende und sorgende Zuwendung von Dauerpflegepersonen (meistens den Eltern). Es beschafft die innere emotionale Sicherheit, die in späteren Jahren zu einem Vertrauen zu seiner Umwelt und zu Interaktionen mit anderen Menschen befähigt. Das Urvertrauen ermöglicht angstfreie Auseinandersetzung mit der sozialen Umwelt.

Woher kommt das, dass viele Menschen wenig Vertrauen zum Leben und zu der Welt entwickeln?

Die ersten Beeinträchtigungen können noch vor der Geburt kommen. Wenn die Mutter in der Schwangerschaft ein stressiges Leben, Ängste, Zweifel, Sicherheitssorgen hat, dann wird es auch auf Fetus übertragen werden und dem übermitteln: „Da draußen ist nicht sicher!“ Ihr Hormonhaushalt wird öfter einen höheren Cortisolspiegel aufweisen und dieses Niveau wird später auch das Kind übergehen und als normal in seinem Körper festgelegt. Mit diesen Themen beschäftigte sich US-amerikanischer Psychologe, Vater der Primärtherapie A. Janov in seinen letzten Büchern.

Der wichtigste Vertrauensverlust nach meiner Meinung passiert noch in dem Säuglingsalter, spätestens in der Kindheit. Der Säugling erwartet naturgemäß von der Umgebung, von seinen Bezugspersonen, dass sie ihm alle Nähe, Berührung, Fürsorge und Sicherheit zukommen lassen, die er braucht. Zuerst war er auch ohne Bedingungen richtig und in Liebe angenommen. Früher oder später wird aber etwas passieren, was dem Kind sagt, ich kann meinen Bezugspersonen nicht mehr vertrauen. Z. B. das Kind verliert Sicherheitsgefühl und Vertrauen, wenn die Eltern nicht kommen, obwohl es schreit oder wenn seine Mutter es anbrüllt, schlägt, sich nicht um es kümmert oder es gibt Unstimmigkeiten in dem Verhalten und Aussagen der Eltern.
Das Kind kann nicht weg, es liebt seine Eltern, aber fühlt sich bei Ihnen nicht mehr sicher, vollkommen und angenommen. Während seiner weiteren Erziehung passieren immer wieder solche Ereignisse, die es in seinem Glauben bestätigen. Das Kind beginnt davon auszugehen: „Die Welt ist für mich nicht sicher und wenn ich schon meinen Eltern nicht mehr vertrauen kann, wem dann? Zum Nachlesen kann ich Werke von einem deutschen Psychotherapeuten Karl Heinz Brisch empfehlen.

Nach meiner Meinung, während solchen Ereignissen (Traumata) muss das Kind einen großen Schmerz ertragen, weil seine Psyche dabei mithilfe bestimmten Schutzmechanismen aufgeteilt wird, um die Situationen zu vergessen und für den Eltern unerwünschte Teile sich selbst ins Unbewusste zu verdrängen. Das Kind liebt seine Eltern und braucht ihre Liebe, aber „das böse Kind“ wird nicht geliebt, sondern bestraft und wenn das die Menschen tun, die es über alles liebt, dann kann das seine Psyche nicht ertragen. Dieses Thema behandelte C. G. Jung in seiner Persönlichkeitsstrukturtheorie.

Wenn das Kind zum Jugendlichen wird, sucht er nach realen Beziehungen, in denen er wieder anderen Menschen vertrauen kann. Er will die Beziehung, die er als Säugling hatte, in der er vollkommen angenommen und geliebt war, wo er auch ohne Angst abhängig sein konnte, aber er wird oft enttäuscht. Das erinnert ihn an den früheren Schmerz und er wird immer vorsichtiger, um den nicht wieder zu spüren. Oft verschließt er sich und sein Selbstvertrauen kann sich nur langsam ohne Feedback von außen entwickeln. Er beginnt eine Fantasie der Realität zu bevorzugen (wie es sein könnte, wenn alles nach seinen Vorstellungen wäre) und wendet sich oft von den realen Beziehungen ab. (Ausführlicher darüber schreibt englischer Psychoanalytiker und Kinderarzt Donald Winnicott). So können sich verschiedene Abhängigkeiten entwickeln, z. B. Spiele, Internet, Fernseher, Drogen. Die Person hat öfter unruhiges Gefühl, Sorgen, Angst und beginnt den Versuch die Außenwelt immer mehr zu kontrollieren und das ist das Gegenteil vom Vertrauen.

Das Interessanteste dabei ist, dass das Wichtigste, was die Person braucht, um ihre Wunden zu heilen, sind die realen Beziehungen mit anderen Menschen.

Negative Auswirkungen von fehlendem Vertrauen

Ein Mangel von Vertrauen wirkt sich wie eine versteckte Belastung und Stress für den Körper und Psyche aus. Eine Last, die auf jeder Kommunikation, jeder Entscheidung, jeder Interaktion liegt. Die macht alles langsamer, aufwendiger und schwieriger.

So fühlen sich argwöhnische Menschen häufig besorgt, unwohl, unsicher oder ängstlich. Solche Menschen beobachten die Welt und die Personen, denen sie misstrauen und stehen ihnen ablehnend gegenüber, weil sie fürchten, böse enttäuscht oder reingelegt zu werden.

Misstrauen kann sich auch körperlich auswirken. So kommt es bei misstrauischen Menschen häufig zu beschleunigtem Herzschlag, Unruhe, Anspannung und erhöhtem Blutdruck. Manchmal fühlt man sich wie im Krieg, wo überall Feinde sind und jeden Moment etwas Negatives passieren kann. Solche Menschen finden häufig, auch wenn sie allein sind, keine Ruhe und Frieden. Das Wichtigste dabei, dass das nicht nur die Lebensqualität mindert, sondern sich auch auf Gesundheit dauerhaft negative Auswirkungen haben kann.

Im nächsten Artikel gebe ich ein paar Empfehlungen, wie das Vertrauen zur Welt und Menschen entwickelt oder verbessert werden kann.

Euer Roman

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Frohe Ostern!

Hallo zusammen,

heute ist der Ostersonntag und ich möchte gern euch ein paar interessante Geschichten erzählen, die ich in meiner Kindheit über Ostern und Eier gehört habe und mit diesen Tagen verbinde. Dazu kommen ein Video und meine Kommentare.

Ich komme aus Russland und gehöre zu griechisch-orthodoxer Kirche. Wir feiern auch Ostern, in diesem Jahr aber eine Woche später am 28.04.19. Der Unterschied kommt zustande, weil die orthodoxen Kirchen Ostern nach dem julianischen Kalender feiern und die übrigen nach dem gregorianischen. 

Der Mensch hat immer etwas mehr in einem Ei gesehen, als nur ein Nahrungsmittel. In der Folklore und im Glauben vieler Nationen steht das Ei als Symbol für Leben, Hoffnung, Reinheit und den Beginn von allen Anfängen. Zum Beispiel wurde Brahma, der Schöpfergott im Hinduismus, aus einem goldenen Ei geboren, aus dessen Überresten das Universum hervorging. Im alten ägyptischen Totenbuch gibt es auch „das glänzende Ei“: Die himmlische Gans legte und brütete es und daraus kam der Sonnengott Ra. Im Buddhismus wurde die Eierschale mit der „Schale der Unwissenheit“ gleichgesetzt; um sich von ihr zu befreien, bedeutete, zum zweiten Mal geboren zu werden, die Erleuchtung zu erreichen.

In meiner Kindheit gab es zwei Legenden / Geschichten zur Erklärung, wie ein Ei mit Ostern verbunden ist. Der ersten zufolge war der Eingang zum Grab, in dem der Körper Jesu Christi ruhte, mit einem riesigen Stein verschlossen, dessen Form einem Ei ähnelte. Wie das Evangelium am dritten Tag nach der Beerdigung Jesu erzählt, sahen die Wachen, die den Eingang des Heiligen Grabes bewachten, Engel vom Himmel herabsteigen, auf deren Erscheinen der Stein von selbst rollte. Bis heute ist ein kleines Stück dieses heiligen Steins erhalten geblieben – es wird in der Kapelle der Grabeskirche in Jerusalem aufbewahrt. So wurde das Ei zum Symbol des Sarges, in dessen Tiefe das Leben begann, das trotz aller Hindernisse geboren werden sollte.

Eine andere Geschichte führt uns in das Wunder ein, das mit einem gewöhnlichen Ei vor dem Kaiser Tiberius geschah, während dessen Herrschaft Jesus Christus gekreuzigt wurde. Nachdem Christus in den Himmel aufgestiegen war, ging die heilige Maria Magdalena nach Rom, um dort zu predigen. Zu dieser Zeit war es undenkbar, dem Herrscher mit leeren Händen einen Besuch abzustatten. Wenn Gold und Juwelen von den Reichen gebracht wurden, schenkten die Armen dem Kaiser die einfachsten, aber für sie wertvolle Dinge wie Lebensmittel, auch Geflügeleier. Maria Magdalena brachte nicht nur ein Ei, sondern auch eine erstaunliche Botschaft mit: „Christus ist auferstanden!“, sagte sie, reichte Tiberius ein Hühnerei und erzählte von den Ereignissen in Judäa. Der Kaiser bezweifelte das und sagte, dass niemand von den Toten auferstehen kann, so wie dieses weiße Ei selbst nicht rot werden kann. Und sofort, als er das sagte, änderte das Ei seine Farbe. Es wurde rot. Nach einer Version antwortete der verblüffte Kaiser sogar: „Er ist wahrhaftig auferstanden!“. Wodurch die Tradition des Ostergrußes der Christen untereinander geboren wurde.

Was noch wird mit den Eiern und Ostern in Russland verbunden?
Es sind selbstverständlich FabergeEier, die wurden zu einem Symbol für ein teures, exquisites Geschenk. Carl Faberge und die Juweliere seiner Firma schufen das erste Ei 1885 im Auftrag von Kaiser Alexander III. Als Osterüberraschung für seine Frau Maria Feodorovna. Es hieß „Hennen-Ei“ und war außen mit weißer Emaille (wie Schale vom Ei) bedeckt, unter der Emaille war ein Huhn („Eigelb“) aus mattem, farbigem Gold. Aber die Überraschung endete noch nicht, eine Miniaturkopie der kaiserlichen Goldkrone mit Diamanten und einer Kette mit Rubinen lauerte in der Henne. Die Idee lieh Carl Faberge sich jedoch aus: Anfang des 18. Jahrhunderts hatten europäische Meister bereits ein ähnliches Ei hergestellt, von dem heute mehrere Exemplare in den Museumssammlungen von Dresden, Wien und Kopenhagen aufbewahrt werden. Doch Faberge beeindruckte die Kaiserin mit seiner Schöpfung so sehr, dass er sofort zum Juwelier des Zarenhofes wurde und erhielt den Auftrag, ein Ei jährlich zu erstellen. Die Arbeit war übrigens so mühsam und kompliziert, dass ein Ei wirklich fast ein Jahr brauchte. Diese Tradition wurde bis zur Regierungszeit von Nikolaus II beibehalten. Von 1885 bis 1917 wurden 71 Eier von unbeschreiblicher Schönheit geschaffen, von denen 52 als königliche betrachtet werden.

Jetzt noch das versprochene, kurze Video.

Euer Roman

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15 Aspekte einer reifen Persönlichkeit nach A. Maslow

Hallo zusammen,

heute möchte ich euch ein Modell von einem US-amerikanischen Psychologen Abraham Maslow vorstellen. Es ist nicht seine Bedürfnispyramide. Es geht um 15 Aspekte einer reifen Persönlichkeit. Dazu kommen ein Video und meine Kommentare.

Der Schöpfer der humanistischen Psychologie Abraham Maslow stellte das Konzept eines ganzheitlichen Menschenbildes und der Analyse seiner höheren substanziellen Manifestationen vor, wie Liebe, Kreativität oder spirituelle Werte. Er führte auch ein wichtiges Konzept der Zustandsbeurteilung der menschlichen Psyche ein – sogenannte psychologische Reife des Individuums, die zum geistigen und intellektuellen Wachstum beiträgt.
In folgenden 15 Prinzipien wird eine reife Persönlichkeit nach Maslow mit ihren Fähigkeiten, Eigenschaften und Lebensanschauungen beschrieben.

1. Eine angemessene Wahrnehmung der Realität, frei von den Einflüssen der aktuellen Bedürfnisse, Stereotypen, Vorurteile und das Interesse an etwas Neuem und Unbekannten.

2. Sich selbst und andere so annehmen, wie sie sind. Das Fehlen künstlicher, räuberischer Verhaltensformen und die Ablehnung eines solchen Verhaltens bei anderen.

3. Spontaneität in der Manifestation, Einfachheit und Natürlichkeit. Einhaltung der etablierten Rituale, Traditionen und Zeremonien, aber die eigene Haltung zu ihnen mit einem richtigen Sinn für Humor. Das ist kein automatischer, sondern bewusster Konformismus auf der Ebene des äußeren Verhaltens.

4. Solche Menschen sind normalerweise nicht mit sich selbst beschäftigt, sondern mit ihrer Lebensaufgabe. Sie beziehen ihre Tätigkeit auf universelle Werte und neigen dazu, sie aus dem Blickwinkel der Ewigkeit zu betrachten, nicht aus dem aktuellen Moment. Deshalb sind sie alle bis zu einem gewissen Grad Philosophen.

5. Distanzierte Position in Bezug auf viele Ereignisse. Dies hilft ihnen, komplizierte Situationen und Probleme relativ ruhig zu ertragen und weniger anfällig für Einflüsse von außen zu sein. Sie neigen oft zur Einsamkeit.

6. Autonomie und Unabhängigkeit von der Umwelt.

7. Frische Wahrnehmung: Jedes Mal, wenn im Bekannten wieder etwas Neues gefunden wird.

8. Innere Erlebnisse und Erfahrungen, die durch das Gefühl des Auflösens eigenen Ich / Selbst gekennzeichnet sind.

9. Gefühl der Einigkeit mit der gesamten Menschheit.

10. Freundschaft mit anderen, sich selbst verwirklichenden Menschen, ein enger Kreis von Menschen, zu denen sehr enge Beziehungen bestehen. Das Fehlen von feindseliger Haltung in der zwischenmenschlichen Interaktion.

11. Bereitschaft sich demokratisch zu verhalten und von anderen zu lernen.

12. Feste und nachhaltige innere moralische und sittliche Normen. Sie unterscheiden leicht zwischen Gut und Böse und sind zielorientiert.

13. „Philosophischer“ Humor. Sie gehen allgemein durch das Leben mit Humor und nehmen sich selbst auch nicht so ernst. Sie werden aber Minderwertigkeit oder Widrigkeiten eines Menschen niemals als komisch oder lächerlich betrachten.

14. Kreativität, unabhängig davon, was diese Person tut, und sie manifestiert sich in allen ihren Handlungen.

15. Kritische Haltung gegenüber der Kultur und Gesellschaft, zu denen sie gehören. Das Gute wird angenommen und das Schlechte abgelehnt. Sie fühlen sich mehr als Vertreter der gesamten Menschheit als eine einzelne Kultur.

Abraham Maslow glaubte, dass Individuen mit den aufgeführten Eigenschaften etwa 1 % der Bevölkerung ausmachen und eine Art „Qualitätsmensch“ darstellen, der psychologisch gesund ist und einen maximalen Ausdruck der menschlichen Essenz in sich trägt.
Mir gefällt das Modell, weil ich viele diese Aspekte für wichtig halte, auch daran arbeite, die in mir zu entwickeln und würde gern solche Menschen in der Welt öfter sehen.

Ich habe unten ein Video für euch, das mich sehr beeindruckt hat. Es zeigt, dass solche Menschen wahrscheinlich doch existieren und das tut mir gut.

Euer Roman.

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Wie baue ich eine gute Beziehung zu meinen Kindern auf 2

Hallo zusammen,

ich würde gern heute das Thema von der letzten Woche fortführen. Es geht um die Beziehung zu unseren Kindern. Ich habe für euch 2 tolle Videos, interessante Fragen, mehrere Empfehlungen und meine Kommentare vorbereitet.

Am Anfang möchte ich gern über Lob und Tadel reden.
Die Wirkung von Lob beruht auf dem natürlichen Bedürfnis nach Liebe, Erfolg und sozialer Anerkennung. Während Lob einen Erfolg bestätigt, führt Strafe und Tadel zu einem Gefühl von Misserfolg und Frustration. Durch Lob bekommt das Kind ein angenehmes Feedback und gewinnt an Selbstsicherheit und Selbstvertrauen. Das Wichtigste für uns wäre, dass das Loben zudem auch förderlich für eine gute Beziehung zwischen Kind und Eltern / Erzieher sind.

Es kommt manchmal vor, dass wir unsere Kinder (so klein und weder vor der Welt noch vor uns geschützt) erziehen oder unterrichten, dabei beschimpfen oder tadeln wir sie (die Erwachsenen und Allmächtigen) wegen Kleinigkeiten und Lappalien. Wenn wir ein Kind tadeln, lehnen wir jegliche Verantwortung und Beteiligung an der Erziehung des Kindes ab. Wenn wir unser Kind beschimpfen, trennen wir uns „schlau“ von ihm, das immer schuldig ist: „Was? Bist du blöd?! Ich habe dir bereits alles erklärt!
Wir sind ganz „weiß und flauschig“, sehr korrekt und das Kind ist ein Idiot und kann das gewünschte Ergebnis nicht zeigen. Durch diese Trennung spüren Kinder, dass ihnen Liebe entzogen wird und sie mit einem Problem allein gelassen werden und empfinden das als sehr schmerzhaft.

Kinder machen wirklich nicht alles perfekt und gesellschaftliche Anforderungen an sie wachsen immer mehr. Die haben kein einfacheres Leben. Und auch sie suchen, wie wir Erwachsene nach Liebe, Zustimmung und Unterstützung. Sie wollen bewundert werden und dass wir uns über ihre Siege freuen.

Einige Menschen behaupten, Tadel sollte Kinder dazu motivieren, besser zu lernen. Ist das wirklich so? Wie ist es in eurem Leben? Arbeiten oder lernen wir besser, wenn wir beschimpft und niedergemacht werden? Meint ihr, spüren die Kinder das anders?

Ich kenne ein paar Menschen, die ihre hohen und gutbezahlten Posten nur aus einem Grund verlassen haben, – sie wurden getadelt. Das wollten sie nicht mehr, weil sie angefangen haben, mehr Stress zu haben, schlechter zu schlafen und zu arbeiten.

Stellt euch vor, wir sagen einem Menschen: „Das ist die Aufgabe, überlege es dir, wie es geht, ich weiß, dass du es schaffst!“ – und dann sehr wahrscheinlich versetzt er die Berge. Nicht für das Geld, nicht für die Position, weil er sieht, dass man an ihn glaubt und er dadurch ein Held werden kann. Etwas später treffen wir ihn wieder. Derjenige, der gestern das Unglaubliche, Talentierte, Abenteuerlustige und Schöne machte, ist heute aus einem Meeting herausgekommen und hat seine Schultern fallen lassen, weil ihm dabei gesagt wurde, wie unbedeutend er und seine Leistungen waren.
Ein Erwachsener hat Probleme damit, was passiert dann dabei mit einem Kind? Und das tun die Menschen, denen es vertraut und am meisten liebt. Was macht das mit einer Beziehung?

Jetzt möchte ich zum Thema Vorbildfunktion übergehen. Eltern werden automatisch zu Vorbildern, ob sie das wollen oder nicht. Die Kinder ahmen von Geburt an das Verhalten der Eltern nach. Sie lernen dadurch unbewusst Verhalten, Gewohnheiten, bilden Einsichten und entwickeln Emotionen und Gefühle.
Das bietet auch eine Chance, den Kindern von Anfang an bestimmte Werte zu vermitteln. Es ist wichtig, dass wir uns selbst immer wieder daraufhin überprüfen, ob unser Verhalten auch dem entspricht, was wir unserem Kind als Wertvorstellung mitgeben möchten.

Hier ist ein kurzes Video, das die Auswirkungen gut erklärt:

Ich stelle euch noch einige Empfehlungen zum Aufbau einer guten Beziehung von einem polnischen Pädagogen und Schriftsteller Janusz Korczak  vor, die ich als sehr empfehlenswert erachte.

Die 10 Gebote für Eltern:

1. Erwarten Sie nicht, dass Ihr Kind so wird wie Sie oder so wie Sie es gern hätten. Helfen Sie ihm, nicht Sie, sondern es selbst zu werden.
2. Zwingen Sie ihre Kinder nicht für alles zu danken, was Sie für sie getan haben. Sie haben ihnen das Leben gegeben, wie können sie Ihnen danken? Ihre Kinder werden einem anderen das Leben geben und es wird dem Dritten das Leben schenken usw. Das ist das unumkehrbare Gesetz der Dankbarkeit.
3. Versuchen Sie sich an Ihrem Kind Ihren Ärger nicht abzureagieren, damit Sie im Alter kein „bitteres Brot“ essen. Was auch immer Sie säen, das werden Sie auch ernten.
4. Schauen Sie nicht hochmütig auf seine Probleme. Das Leben gibt jedem nach seiner Kraft und seien Sie sicher, diese Last ist für ihn nicht weniger schwer als Ihre für Sie und vielleicht noch mehr, da das Kind keine Erfahrung hat.
5. Nicht demütigen!
6. Vergessen Sie nicht, dass die wichtigsten Begegnungen einer Person die Begegnungen mit Kindern sind. Achten Sie mehr auf sie – wir können nie wissen, wen wir in einem Kind treffen.
7. Qualen Sie sich nicht, wenn Sie nichts für Ihr Kind tun können. Denken Sie daran, dass für das Kind nicht genug getan worden ist, wenn nicht alles getan wurde.
8. Ein Kind ist kein Tyrann, der Ihr ganzes Leben in Besitz nimmt, nicht nur ein Wesen aus Fleisch und Blut. Dies ist die kostbare Schüssel, die das Leben Ihnen für die Erhaltung und Entwicklung von kreativem Feuer gegeben hat. Dies ist die befreite Liebe von Mutter und Vater, in der nicht „unser“ oder „Ihr“ Kind wächst, sondern die Seele, die zur Aufbewahrung gegeben wurde.
9. Versuchen Sie das Kind eines anderen zu lieben. Tun Sie niemals dem fremden Kind etwas an, worüber Sie empört wären, wenn Ihr Kind das erfahren müsste.
10. Lieben Sie Ihr Kind in jeder Laune und Zustand – untalentierten, unglücklichen erwachsenen. In der Kommunikation mit ihm – freuen Sie sich, denn das Kind ist ein Feiertag, der nur eine Weile bei Ihnen ist.

Ich habe im Internet 20 Reflexionsfragen für ein bewusstes Erziehen gefunden, die helfen können, sich selbst etwas besser zu verstehen und eventuell die Beziehung zu dem Kind zu klären und zu verbessern.

Als Nachschlag kommt ein wunderschönes Musikvideo zum Thema:

Erster Artikel zum Thema

Euer Roman

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