Robert Dilts-Pyramide

Hallo zusammen,

heute möchte ich euch ein interessantes Modell vorstellen, das gleichzeitig eine analytische Unterstützung in vielen verschiedenen Bereichen des Lebens bietet. Es zeigt, wie man eine Aufgabe oder ein Problem auf einer anderen Ebene lösen kann. Dazu kommen ein erklärendes Video und meine Kommentare.

Auf der Grundlage der hierarchischen Lerntypen von Gregory Bateson entwickelte Robert Dilts ein universell anzuwendendes Modell der logischen Ebenen. Mit zunehmender Höhe der Pyramide wird es immer abstrakter und komplexer. In den ersten drei Etagen haben wir die sog. „Sachebenen“, auf denen vieles noch visuell, akustisch und haptisch wahrnehmbar ist. In den höheren Etagen sehen wir die sog. persönlichen Ebenen. Zu denen ist der Zugang nur noch über indirekte Wahrnehmungen möglich, weil sie sich vorwiegend kognitiv, durch unseren Geist, Interaktion mit anderen und Analyse sichtbar werden.

Die Robert Dilts-Pyramide ist etwas Wichtiges für alle, die an eigene Selbstentwicklung arbeiten. Dabei geht es um Veränderungen. Die Pyramide gibt uns:

-die Möglichkeit, unser Leben zu analysieren; Die Analyse mit Hilfe dieser Pyramide hilft dabei, die Aufgaben des Lebens zu sehen und zu lösen, die unseren Weg beeinflussen.

-eine Chance, das Leben zu beeinflussen; Wenn wir uns mit allen Problemen befassen, haben wir etwas bessere Vorstellung davon, wie wir handeln müssen, damit sich der Lebensweg in die, von uns gewünschte Richtung, dreht.

Wir beginnen von unten.

Umgebung/Umfeld: Was nehme ich wahr? Wie sieht mein Umfeld aus? Was habe ich? Warum habe ich das, was ich habe?

Verhalten: Was tue ich? Wie verhalte ich mich?  Was tue ich nicht? Warum tue ich das, was ich tue?

Fähigkeiten: Was kann ich? Was noch nicht? Welche Fähigkeiten habe ich? Welche brauche ich?

Werte und Glaubenssätze: Woran glaube ich? Warum glaube ich das, was ich glaube? Was ist mir wichtig? Wovon bin ich überzeugt?

Identität: Wer bin ich? Warum bin ich so, wie ich bin? Wer will ich sein?

Ziele/Sinn: Welche Mission habe ich? Welchen Sinn hat das alles? Wofür lebe ich?

Die Dilts-Pyramide ist in sechs Ebenen unterteilt, die von oben nach unten wirken. Das heißt, wenn wir eine Veränderung auf einer Ebene erreichen wollen, sollte die Intervention öfter auf einer der darüber liegenden Ebenen stattfinden und man auch ein anderes Agieren braucht, um die Lösung zu finden.
Die Ebenen sind auch miteinander verbunden und meistens finden die Veränderungen auf allen Ebenen statt.

Wenn man ein Problem mit dem Umfeld hat (z.B. Partner, Kollegen, Freunde, Bekanntenkreis, Job), wäre es doch schlauer, das eigene Verhalten zu ändern, als ständig das Umfeld zu wechseln.
Um ein Verhalten zu ändern, braucht man meistens neue Fähigkeiten zu entwickeln und im Leben zu etablieren.
Damit das klappen kann, wäre es eventuell notwendig einige veraltete Glaubenssätze abzulegen.
Um das zu schaffen, kommt man nicht weiter ohne sich mit dem Thema Selbstkenntnis auseinander zu setzen.
Und das wird oft mit den Zielen und dem Sinn (Warum tue das alles überhaupt?) verbunden sein.

Weitere Beispiele zu anderen Ebenen:
Wenn man mehr Geld verdienen will, wäre es vielleicht einfacher eine Weiterbildung zu machen oder neue Fähigkeiten zu erlernen, als immer mehr mit gleichem Stundensatz zu arbeiten.
Wenn man einen Glaubenssatz hat, dass man nichts wert ist, dann hilft es nicht tausende Fähigkeiten zu trainieren, um sich besser zu fühlen, besser wäre es den Glaubenssatz zu ändern.
Wenn man nicht weiß, wer man ist / was eigene Identität ist, helfen wahrscheinlich hunderte tolle Werte nicht, um weiter zu kommen. Man sollte mit dem Thema Selbstkenntnis auseinander zu setzen.
Wenn man spürt, dass es kein Fortschritt stattfindet und man unglücklich ist, hilft auch Selbstkenntnis eventuell nicht weiter. Man braucht einen Lebenssinn, eine Mission und auch Träume, Visionen, Ziele sowie Verbundenheitsgefühl mit der Welt und anderen Menschen.

Mit diesem Schema kann man nicht nur an eigener Entwicklung arbeiten, sondern auch viele Aufgaben, Konflikte und Probleme bearbeiten, um eine Lösung zu finden.

Zielsetzung mit Dilts-Pyramide

Die Ebenen nach Robert Dilts eignen sich auch gut für die Zielformulierung und bei der Überprüfung, ob Ziele zur eigenen Person passen. Ein Beispiel dazu.

Umgebung/Umfeld: Welche Umwelt unterstützt mich bei diesem Ziel?
Verhalten: Welches Handeln oder Verhalten hilft mir das Ziel zu erreichen?
Fähigkeiten: Welche Fähigkeiten brauche ich um mein Ziel zu erreichen?
Werte und Glaubenssätze: Welche Werte und Überzeugungen unterstützen mich auf dem Weg zum Ziel?
Identität: Wie oder Wer werde ich sein, wenn ich mein Ziel erreiche?
Ziele/Sinn: Welche Botschaft werde ich nach dem Erreichen des Ziels senden?

Das Modell der logischen Ebenen bietet uns einen Rahmen, um Prozesse im Leben zu verstehen und zu verändern. Oft spüren wir, dass wir irgendwo stecken geblieben sind und es geht nicht weiter, egal was wir unternehmen. Dann kann dieses Modell uns einige
Aha-Effekte bescheren, warum unsere Maßnahmen, Zeit, Kraft und Ressourcen bis jetzt nichts gebracht haben.

Mit der Dilts Pyramide versteht man besser, dass Widerstand oder auch wirkungsloses Handeln Anzeichen dafür sind, dass man auf der falschen Dilts-Ebene unterwegs ist.

Euer Roman

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Über Roman Mendelev

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