Der Weg zum Vertrauen

Hallo zusammen,

heute würde ich gern das Thema Vertrauen ansprechen. Ich habe darüber schon ein paar Mal geschrieben, die Links findet ihr unten. Jetzt möchte ich aber von einer neuen Seite das Thema belichten. Es geht dabei um die Fragen: Welchen Menschen schenken wir denn unser Vertrauen? Wie kann ich das Vertrauen gewinnen?

Ich möchte heute auch mit einer Frage beginnen: Was ist für euch Vertrauen?
Was bedeutet es für euch?
Ich bin mir sicher, dass es nicht einfach ist eine Antwort darauf in Worte zu fassen.
Diese Frage stelle ich oft in meinen Trainings und jedes Mal sehe ich, dass für jeden von uns es etwas anderes bedeutet. Es ist wahr, für jeden Begriff haben wir ein Bild oder ein Gefühl und die unterscheiden sich von Mensch zu Mensch. Für einen bedeutet es Glaubwürdigkeit oder Loyalität, für einen anderen vielleicht Ehrlichkeit oder Verlässlichkeit.

Diese Unterschiede beruhen sich auf unseren Erfahrungen, die wir im Leben hatten, auf Erklärungen und Sichtweisen unserer Eltern, Lehrer oder anderen wichtigen für uns Personen. Wenn wir unsere Definition kennen, dann ist es sich für uns einfacher mit der Thematik auseinander zu setzen. Dann wissen wir, wonach genau wir dabei suchen.

Da soziale Kontakte für uns existenziell sind und sich auf Bedürfnisebene ihren Platz haben, wollen wir zumindest unbewusst Vertrauen zu anderen Menschen haben. Es geht aber noch tiefer, Vertrauen ist ganz eng mit Sicherheit und Kontrolle verknüpft. Wir wollen unser Leben und Umfeld kontrollieren und Sicherheit haben, dass es uns nichts passiert. Daher brauchen wir auch das generelle oder Urvertrauen zum Leben und zur Welt. Auf der Instinktebene spielt Vertrauen auch eine große Rolle für unser Überleben und für unsere Fortpflanzung.

Es gibt viele Menschen, die sagen, dass sie ihr Vertrauen verloren haben und vertrauen jetzt nur sich selbst. Sie hatten zu viele unangenehme Erfahrungen im Leben, wobei die enttäuscht, betrogen, frustriert und schmerzhaft getroffen wurden. In jeder derartigen Situation haben sie eine Wand zwischen sich und der Welt aufgebaut. Sie haben sich auf diese Weise vor Schmerz und unangenehmen Gefühlen geschützt. Die wollen die nicht mehr erleben und hoffen, dass das Problem damit gelöst ist. Innerhalb des Lebens werden auf diese Weise viele Wände aufgebaut und platziert.

Sehen wir das von einer anderen Perspektive. Diese Personen haben viele Wände um sich herum, oft von allen Seiten. Das heißt, der Kontakt nach Außen ist jetzt erschwert. Andere Menschen spüren, dass der Mensch zu ist und wollen da auch keinen engen und tiefen Kontakt haben. Man fühlt sich einsam, wenn man keine richtigen vertraulichen Beziehungen hat, leidet darunter, aber weiß nicht, was man dagegen tun kann.

Diese Wände hindern diese Menschen in ihrer Beweglichkeit, auch der Zugang zu den Ressourcen und der Austausch mit der Umwelt sind erschwert. Man könnte sich das als eine Walnuss vorstellen. Die Schale ist sehr hart, keine kommt durch, aber innen drin ist schon ziemlich eng. Es gibt keine Möglichkeit sich weiter zu entwickeln / zu wachsen oder aus der Schale auszubrechen und rauszukommen, weil sie mit jedem Jahr immer härter wird. Die Persönlichkeit und Seele verkümmern drin. Es ist schon eine traurige Geschichte.

Was kann man da machen? In den folgenden Artikel habe ich schon einige Tipps dazu.

Wie lerne ich zu vertrauen

Wie lerne ich zu vertrauen 2

Hier möchte ich euch noch eine interessante Sichtweise auf das Thema von Dirk Liesenfeld vorstellen.

Jetzt kommen wir zu einem Modell, das ich euch vorstellen möchte. Es geht darum, wie ein Mensch zu einer vertrauenswürdigen Person wird. Wie sehen wir, dass einer würdig ist unser Vertrauen zu haben? Wie können wir selbst Vertrauen von anderen Gewinnen?

Das heißt „ABCD-Trust-Model“ nach Ken Blanchard & Co.

Able – heißt Fähigkeiten, Kompetenzen, Wissen zeigen
Erfahrungen sammeln
Fähigkeiten entwickeln
Gute Leistungen zeigen / Hochwertige Ergebnisse erzielen
Anderen unterstützen
Probleme lösen
Das Beste geben

Believeable – bedeutet Glaubwürdigkeit und Integrität
Respekt zeigen
Ehrlich sein
Nicht schlecht über andere reden / nicht Lästern
Keine Wert- und Vorurteile
Aufrichtigkeit
Fehler zugeben
Vertrauliches für sich behalten

Connected – besagt Verbundenheit, Interesse
Aktiv zuhören
Interesse zeigen an anderen
Etwas von sich selbst preisgeben
Ein gutes Teammitglied sein
Empathisch sein
Andere Loben
Offenheit für Feedback

Dependable – steht für Verlässlichkeit, Beständigkeit
Verantwortung übernehmen
Organisiert sein
Ansprechbar sein
Absprachen einhalten / Wort halten
Am Ball bleiben
Konsistent sein
Pünktlich sein

Durch dieses Modell können wir sehen, was für uns selbst wichtig ist, um jemandem zu vertrauen und was für andere nötig ist, um uns Vertrauen zu schenken. Damit kann man arbeiten, wenn man mehr Vertrauen von den anderen gewinnen möchte und zu einer vertrauenswürdigen Person werden will.

Euer Roman

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Über Roman Mendelev

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