Konfliktförderndes Verhalten 3

Hallo zusammen,

heute geht es weiter mit der Frage: „Wie mache ich mir und meinen Mitmenschen das Leben schwer?“. Wenn ihr wollt, dass eure Beziehungen nicht gut laufen, dann tut so, als ob ihr Experten im Bereich Telepathie seid und wisst, woran alle anderen denken, was fühlen, wollen, tun werden, brauchen oder nicht brauchen. Das bedeutet: interpretiert hinein. Vermeidet auch über wichtige Dinge mit ihnen zu sprechen, die auch auf sie Auswirkungen haben können. Kommt gleich ins Handeln.

Wie begründen wir so ein Verhalten?
„Ich weiß, was einer denkt, weil ich in dieser Situation genauso denken würde!“ So werden nicht nur Gedanken von meinen Mitmenschen hineininterpretiert, sondern auch Erwartungen, Wünsche und Bedürfnisse.

Aus welchen Überlegungen sprechen wir wichtige Dinge nicht an?
Z. B.:
dieser Mensch ist dann vielleicht beleidigt,
sie würde an meine Stelle das gleiche tun,
ihm wird das sowieso nicht gefallen,
für sie ist es uninteressant und langweilig,
ich werde ausgelacht,
er ist selbst schuld, ich muss ihm das nicht noch erklären,
sie wird mir das ausreden,
sowas sagt man nicht,
ich finde nicht die passenden Worte,
wenn er fragt, dann sage ich es ihm u.s.w.
Eigentlich haben wir nur Angst, dass wir abgewiesen, ausgelacht, missachtet oder abgelehnt werden. Wir wollen nicht, dass uns jemand direkt sagt oder zeigt, dass sie/er uns nicht liebt(anerkennt, respektiert). Das ist sehr schmerzhaft und erinnert uns an die früheren Situationen, in denen wichtige für uns Personen das getan haben.

Ich habe auch als „ein Telepath“ gelebt. Bei mir gab es der Gedanke: „Wenn ich von meinen Wünschen erzähle, werden Menschen mir die verbieten. Lieber nichts sagen, einfach tun und dann sehe ich weiter.“ Es kommt aus meine Kindheit, damals war ich ein lebhaftes Kind, und um mich vor mir selbst zu schützen, wurden mir viele Dinge einfach verboten. Ich tat die trotzdem, versuchte die aber geheim zu halten. Oft klappte es. Manchmal wurde ich dafür bestraft. Deswegen lernte ich, dass nichts zu sagen bringt mir mehr als alles zu erzählen.

Jetzt informiere ich meine Mitmenschen, bevor ich etwas tue und die haben dann nichts dagegen. Sie wissen, was ich vorhabe und wenn es ihnen sogar nicht gefällt, leisten die keinen Widerstand und müssen mich nicht kontrollieren.

Welche Nachteile habe ich, wenn ich etwas nicht anspreche?
Erstens habe ich permanent Angst, dass es doch bekannt wird und ich Konsequenzen meines Schweigens oder Verhaltens tragen werde.
Zweitens, meine Mitmenschen werden merken, dass mit mir etwas nicht stimmt und etwas Eigenes viel Schlimmeres hineininterpretieren.
Drittens, es werden auch Schuldgefühle, Scham, Zweifel, Groll heruntergeschluckt und nicht kommuniziert. Ich werde immer angespannter und gereizter. Irgendwann wird die Unzufriedenheit mit sich selbst und meinem Umfeld so groß und stark, dass es zu einem Ausbruch kommt und der wird meine guten Beziehungen in der Umgebung vernichten.

Wenn ihr gute und langjährige Beziehungen mit euren Mitmenschen haben wollt, versucht zu denen ehrlich und offen zu sein, übernimmt die Verantwortung dafür, was zwischen euch passiert, erzählt von euren Gedanken und Gefühlen und wenn jemand euch doch danach ablehnt, fragt euch, ob dieser Mensch in eurem Leben wirklich sein muss.             Viel Erfolg!

Euer Roman

Konfliktförderndes Verhalten

Konfliktförderndes Verhalten 2

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Über Roman Mendelev

vom Konflikt über Diplomatie zum Frieden
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