Tetralemma

Hallo zusammen,

heute möchte ich euch eine Methode vorstellen, die hilft bei einer Entscheidungssuche mehr Alternativen zu kreieren, aus einem Dilemma auszubrechen und eine passende Lösung zu finden. Dazu kommen zwei interessante Videos und meine Kommentare.

Wir neigen oft in unserem Alltag stark dazu, vieles in Dualitäten wahrzunehmen. Zum Beispiel: gut-böse, schwarz-weiß, ja-nein. Genauso ist es auch bei Entscheidungen – wir stecken gelegentlich zwischen zwei Möglichkeiten fest. Wir beginnen zu grübeln, nach Pro und Contra zu suchen, die Möglichkeiten von verschiedenen Perspektiven anzuschauen.

Wir sind in einem Dilemma gefangen und die beiden Alternativen gefallen uns nicht so richtig. Dieser Moment ist ganz wichtig. Wenn die beiden uns nicht glücklich machen, ist es die Zeit nach weiteren Alternativen zu suchen. Dafür möchte ich euch eine Methode vorstellen, die das Tetralemma heißt.

Das Tetralemma ist eine von Insa Sparrer und Matthias Varga von Kibed entwickelte Methode für die Anwendung im Bereich von systemischem Coaching, Beratung und Therapie und der systemischen Strukturaufstellung. Dabei können die Entscheidungsmöglichkeiten beim Vorliegen eines „Dilemmas“ erweitert werden.
Die Methode und die Idee sind viel tiefer, als ich hier darstelle, aber man kann das auch auf einer einfachen Ebene nützlich anwenden.

Hier ist ein Video mit noch einem Beispiel und Erklärung.

Noch eine kurze Erklärung von mir mit einem anderen Beispiel.

Das Eine: Der Standpunkt zu dem ihr eher tendiert.

Das Andere: Die Alternative, das Abgelehnte, Nicht-Gewählte.

Beides: Was wäre, wenn die Qualitäten / Aspekte aus beiden Standpunkten vereint wären?

Keins von Beidem: Versetzt euch in diese Perspektive und bemerkt, dass noch mehr Möglichkeiten und Kompromisse möglich sind.

All dies nicht – und selbst das nicht (Joker): Alle obenstehenden Positionen fassen noch nicht das Ganze unserer möglichen Erfahrungen um. Es geht noch mehr.

Es ist wie eine Spirale: Die gefundenen Lösungen können weiter mit einander kombiniert und daraus weitere Möglichkeiten gebildet oder gefunden werden.
Diese Methode zeigt, dass es meistens nicht nur eine Lösung gibt, sondern mehrere.

Oft stecken wir in einem Dilemma schon eine Weile und sehen viele weitere Möglichkeiten nicht. Das Wichtigste hier aus diesen zwei ersten Varianten auszusteigen, sozusagen das Dilemmabereich verlassen, dann wird es einfacher. Sobald wir alle 5 gefunden haben,  verstehen wir, dass es noch weiter geht und kommen auf noch mehr Alternativen.

Beispiel:
Bürojob, Sommer, Urlaubszeit. Es gibt sehr viel zu tun. Ein Kollege ist im Urlaub, ein anderer ist krank und der Dritte hat gekündigt. Ich habe zwar schon 2 Wochen beantragter Urlaub, aber habe doch Zweifel, ob ich jetzt den nehmen soll oder nicht.

  1. Das Eine – ich gehe in den Urlaub.
  2. Das Andere – ich arbeite weiter und nehme mir den Urlaub irgendwannmal später.
  3. Sowohl als auch – ich nehme mir jetzt eine Woche und andere Woche später.
  4. Keins von Beiden – ich nehme ein Teil der Aufgaben ins Home Office.
  5. All dies nicht – ich kündige.

Ich habe schon viel mit Tetralemma gearbeitet. Es hilft wirklich. Nach meiner Meinung sind wir – Menschen sehr kreativ. Wir können richtig viel bewegen, wenn wir unsere Kreativität öfter einsätzen. Immer neue Lösungen zu finden macht Spaß und entlastet.
Versucht es! Zum Üben könntet ihr auch zum diesem Beispiel unten noch mehr alternativen Entscheidungen finden. Viel Erfolg!

Euer Roman

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Über Roman Mendelev

vom Konflikt über Diplomatie zum Frieden
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