Wie kann ich besser Entscheidungen treffen

Hallo zusammen,

heute möchte ich euch eine Methode vorstellen, die uns helfen kann, überhaupt eine oder eine überlegte Entscheidung zu treffen. Es geht um „Das Descartes Quadrat“. Dazu kommen ein passendes Beispiel, eine Filmempfehlung und meine Kommentare.

Jeder von uns ist ständig mit der Notwendigkeit konfrontiert, Entscheidungen zu treffen. Wir entscheiden, was wir abends machen, wo wir morgen nach der Arbeit oder am Wochenende hingehen, welches Essen wir heute kochen, mit wem wir eine Familie gründen wollen usw. Und wenn uns relativ leicht einfache Entscheidungen treffen, ergeben sich gewisse Schwierigkeiten bei ernsthafteren Aufgaben oder Fragestellungen. Um in so eine Situation die beste Lösung zu finden, könnten wir eine spezielle Entscheidungstechnik verwenden. Ich habe schon vor einem Jahr einen Artikel zu diesem Thema geschrieben und jetzt will ich das vertiefen.

Wenn wir uns das Leben eines gewöhnlichen Menschen ansehen, wird uns klar, dass er sich in einer Situation, in der es notwendig ist, Entscheidungen zu treffen, normalerweise auf ein oder zwei seiner Merkmale konzentriert und sich dadurch in eine Art Sackgasse treibt und eigene Sicht einschränkt. Darüber hinaus trägt das Standarddenken eines Menschen dazu bei, dass er sich nur eine Frage stellt: „Was passiert, wenn dies geschieht?“. So hat er ein gewöhnliches Verhaltensszenario, die Ausführung einer Aktion und die Auswertung des folgenden Feedbacks umfasst.
DECART SQUARE wurde von René Descartes, einem französischen Philosophen, Mathematiker und Naturwissenschaftler entwickelt. Das Quadrat des Descartes ist dazu gedacht, zuerst zu überlegen und nicht nur ein paar Optionen in unserem Kopf zu klären, sondern nach einer bestimmten Methode alles auf Papier zu bringen.

Zur Anwendung von Descartes Quadrat benötigen wir ein Blatt Papier, einen Kugelschreiber oder einen Bleistift. Teilt bitte ihr Papierstück in vier Teile. In jedem Teil wird oben eine Frage platziert und unten im gleichen Viereck werden wir viel Platz für unsere Antworten brauchen.

Diese Technik umfasst die Beantwortung von vier grundlegenden Fragen. Diese vier Fragen sind eigentlich vier Beobachtungspunkte meines Problems, mit dessen Hilfe kann ich das Problem aus verschiedenen Blickwinkeln betrachten und objektiverer Vorstellung davon bekommen.

Als Beispiel möchte ich die folgende Situation nehmen: Ich möchte meinen Beruf wechseln (einen neuen Job finden, ein eigenes Unternehmen gründen, freiberuflich tätig werden usw.). Ich kann aber meine Zweifel daran nicht loswerden. Ich sehe einige Vorteile und Nutzen einer neuen Art von Aktivität, aber ich weiß nicht, was genau zu tun ist und zögere daher eine Entscheidung zu treffen.

Wir stellen uns nacheinander vier Fragen und beantworten sie wie folgt:

1. Was passiert, wenn ich meinen Beruf wechsle?

Diese Frage impliziert eine Suche nach den Vorteilen, wenn ich kriege, was ich will. Die erste Frage ist die offensichtlichste und aus diesem Grund ist es sehr wichtig, so viele Antworten wie möglich zu finden. Antworten auf diese Frage motiviert uns zu einer Entscheidung.

Wenn ich meinen Beruf wechsle, werde ich den ersten Schritt zu meinem Traum machen – das zu tun, was ich wirklich mag.
– kann ich aufhören „für meinen Chef“ zu arbeiten und sowohl meine Arbeit als auch mein Einkommen selbst kontrollieren.
– zeigt dies meinen Mut und ich selbst und die anderen werden respektvoller mir gegenüber.
– kann ich meinen Mitmenschen beweisen, dass ich ernsthaft beabsichtige mein Leben zu ändern.
– wird dies meine Motivation, neues Wissen zu erwerben und neue Fähigkeiten zu erlernen.
– kann ich endlich anfangen, etwas Neues zu machen.
– werde ich nicht länger an der Richtigkeit meiner Wahl zweifeln.

2. Was passiert, wenn ich meinen Beruf nicht wechsle?
Diese Frage beinhaltet die Suche nach den Vorteilen, nicht das zu bekommen, was ich will. Mit anderen Worten, die Antworten auf die zweite Frage zeigen mir, was passiert, wenn ich mich weigere, die von mir getroffene Entscheidung umzusetzen, und alles bleibt wie zuvor. Als Antwort schreibe ich alle Vorteile dieses Zustands auf, die ich nicht verlieren möchte.

Wenn ich meinen Beruf nicht wechsle, muss ich meine gewohnte Lebensweise nicht aufgeben.
– mache ich mir keine Sorgen darüber, dass ich neues Wissen und neue Dinge lernen muss, weil dies möglicherweise nicht funktioniert.
– kann ich mich an meinen freien Tagen friedlich ausruhen.
– muss ich niemandem etwas erklären oder mich für etwas schuldig fühlen.
– kann ich in Zukunft darüber nachdenken. Vielleicht ist es die Zeit wirklich wert.
– kann ich weiter planen /träumen, wie es sein könnte.
– werde ich den Menschen um mich herumzeigen, dass ich mit dem aktuellen Stand der Dinge zufrieden bin.

3. Was passiert nicht, wenn ich meinen Beruf wechsle?
Diese Frage beinhaltet die Suche nach Nachteilen, um das zu bekommen, was ich will. Einfach ausgedrückt, ist die Antwort auf die dritte Frage der Preis, den ich für die Umsetzung der Entscheidung zahlen werde.

Wenn ich meinen Beruf wechsle, kann ich das Leben, an das ich mich so lange gewöhnt habe, nicht mehr leben.
– kann ich keine Maßnahmen/Taten mehr verschieben, um neue Möglichkeiten zu finden.
– kann ich mich sehr wahrscheinlich an meinem normalen Wochenende nicht mehr so entspannen, wie davor.
– habe ich nicht mehr genug Zeit für einen ziellosen, aber erfreulichen Zeitvertreib.
– habe ich keine Gelegenheit mehr, mit meinen ehemaligen Kollegen zu kommunizieren und lustige Firmenfeiern zu besuchen.
– werde ich nicht mehr alle alte Freunde und Bekannte in meinem Umfeld behalten können.

4. Was passiert NICHT, wenn dies NICHT passiert?
Diese Frage beinhaltet die Suche nach Nachteilen, wenn ich nicht das bekomme, was ich will. Bei der Beantwortung der vierten Frage schneide ich die verbleibende „Nicht“ ab, die mir bei der Umsetzung meiner Entscheidung stören. Bei dieser Frage wird empfohlen, so schnell wie möglich zu antworten und sich auf die Intuition zu verlassen.

Wenn ich meinen Beruf nicht wechsle, werde ich keine Möglichkeit haben, meinen Traum zu verwirklichen – Geld zu verdienen und das tun, was ich wirklich möchte/mag.
– kann ich nicht aufhören, „für irgendeinen Chef“ zu arbeiten.
– werde ich mich nicht mehr respektieren, weil ich Angst vor einer Veränderung im Leben habe.
– wird niemand (auch ich nicht) an die Ernsthaftigkeit meiner Absichten glauben, mein Leben zu ändern.
– werde ich keine Motivation haben, Neues auszuprobieren, andere Erfahrungen zu machen und neue Bereiche zu erschließen.
– kann ich meine Zweifel nicht loswerden und mache mir weiterhin Vorwürfe, dass ich keine Entscheidung getroffen habe.

Wenn wir am Ende unser Blatt Papier ansehen, werden wir sehen, ob Vorteile oder Nachteile dieses Vorhabens überwiegen. Die Antworten auf die Fragen 1 und 4 sind Plus (entscheidet dafür) und auf die 2 und 3 sind Minus (entscheidet dagegen).

Dabei muss man auch einige kritische Punkte berücksichtigen. Diese Methode zur Berechnung der Vor- und Nachteile hat ihre Einschränkungen, da die Antworten ein unterschiedliches Gewicht und eine unterschiedliche Bedeutung haben. Dazu kommt, dass unsere Arbeit durch unsere eigene Vorstellungskraft, durch emotionale Kraft und Stärke des Wunsches beschränkt sind.

Die Descartes Methode ermöglicht uns eine Situation von verschiedenen Seiten zu analysieren, alle Möglichkeiten für ein Pro und Contra zu sehen und eine bewusste Entscheidung zu treffen.
Selbstverständlich ist es möglich, das Quadrat des Descartes nicht nur auf den Bereich der beruflichen Tätigkeit anzuwenden, sondern auch auf jeden anderen Lebensbereich.
Es ist jedoch wichtig, zu verstehen, dass alle unsere Antworten aufgeschrieben und nicht mental beantwortet werden sollten. Erstens können wir die Antworten leicht durcheinanderbringen und zweitens funktioniert das Unterbewusstsein so, dass es das „NICHT“ -Teilchen ignoriert, weshalb eine hohe Wahrscheinlichkeit besteht, Fehler zu machen. Verwendet daher besser ein Stück Papier und einen Stift.

Ich möchte euch einen tollen Film „The Green Mile“ vorstellen, in dem wir schwieriger emotionale Situationen beobachten können, in denen jeder seine Entscheidung trifft.

Viel Erfolg!

Euer Roman.

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Über Roman Mendelev

vom Konflikt über Diplomatie zum Frieden
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3 Antworten zu Wie kann ich besser Entscheidungen treffen

  1. makemiller sagt:

    Selbstverständlich ist es möglich, das Quadrat des Descartes nicht nur auf den Bereich der beruflichen Tätigkeit anzuwenden, sondern auch auf jeden anderen Lebensbereich.

    Ich würde hier das Wort „jeden“ herausnehmen.
    Unter dem Aspekt „Zeit“ für eine Entscheidung hat man z.B. bei vielen Entscheidungen die „schnell“ von statten gehen sollen selbige nicht wenn man erst Papier und Bleistift benutzen soll.

  2. Finde die Idee mit dem Blog Konflikttologie sehr gut

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