Wie baue ich eine gute Beziehung zu meinen Kindern auf 2

Hallo zusammen,

ich würde gern heute das Thema von der letzten Woche fortführen. Es geht um die Beziehung zu unseren Kindern. Ich habe für euch 2 tolle Videos, interessante Fragen, mehrere Empfehlungen und meine Kommentare vorbereitet.

Am Anfang möchte ich gern über Lob und Tadel reden.
Die Wirkung von Lob beruht auf dem natürlichen Bedürfnis nach Liebe, Erfolg und sozialer Anerkennung. Während Lob einen Erfolg bestätigt, führt Strafe und Tadel zu einem Gefühl von Misserfolg und Frustration. Durch Lob bekommt das Kind ein angenehmes Feedback und gewinnt an Selbstsicherheit und Selbstvertrauen. Das Wichtigste für uns wäre, dass das Loben zudem auch förderlich für eine gute Beziehung zwischen Kind und Eltern / Erzieher sind.

Es kommt manchmal vor, dass wir unsere Kinder (so klein und weder vor der Welt noch vor uns geschützt) erziehen oder unterrichten, dabei beschimpfen oder tadeln wir sie (die Erwachsenen und Allmächtigen) wegen Kleinigkeiten und Lappalien. Wenn wir ein Kind tadeln, lehnen wir jegliche Verantwortung und Beteiligung an der Erziehung des Kindes ab. Wenn wir unser Kind beschimpfen, trennen wir uns „schlau“ von ihm, das immer schuldig ist: „Was? Bist du blöd?! Ich habe dir bereits alles erklärt!
Wir sind ganz „weiß und flauschig“, sehr korrekt und das Kind ist ein Idiot und kann das gewünschte Ergebnis nicht zeigen. Durch diese Trennung spüren Kinder, dass ihnen Liebe entzogen wird und sie mit einem Problem allein gelassen werden und empfinden das als sehr schmerzhaft.

Kinder machen wirklich nicht alles perfekt und gesellschaftliche Anforderungen an sie wachsen immer mehr. Die haben kein einfacheres Leben. Und auch sie suchen, wie wir Erwachsene nach Liebe, Zustimmung und Unterstützung. Sie wollen bewundert werden und dass wir uns über ihre Siege freuen.

Einige Menschen behaupten, Tadel sollte Kinder dazu motivieren, besser zu lernen. Ist das wirklich so? Wie ist es in eurem Leben? Arbeiten oder lernen wir besser, wenn wir beschimpft und niedergemacht werden? Meint ihr, spüren die Kinder das anders?

Ich kenne ein paar Menschen, die ihre hohen und gutbezahlten Posten nur aus einem Grund verlassen haben, – sie wurden getadelt. Das wollten sie nicht mehr, weil sie angefangen haben, mehr Stress zu haben, schlechter zu schlafen und zu arbeiten.

Stellt euch vor, wir sagen einem Menschen: „Das ist die Aufgabe, überlege es dir, wie es geht, ich weiß, dass du es schaffst!“ – und dann sehr wahrscheinlich versetzt er die Berge. Nicht für das Geld, nicht für die Position, weil er sieht, dass man an ihn glaubt und er dadurch ein Held werden kann. Etwas später treffen wir ihn wieder. Derjenige, der gestern das Unglaubliche, Talentierte, Abenteuerlustige und Schöne machte, ist heute aus einem Meeting herausgekommen und hat seine Schultern fallen lassen, weil ihm dabei gesagt wurde, wie unbedeutend er und seine Leistungen waren.
Ein Erwachsener hat Probleme damit, was passiert dann dabei mit einem Kind? Und das tun die Menschen, denen es vertraut und am meisten liebt. Was macht das mit einer Beziehung?

Jetzt möchte ich zum Thema Vorbildfunktion übergehen. Eltern werden automatisch zu Vorbildern, ob sie das wollen oder nicht. Die Kinder ahmen von Geburt an das Verhalten der Eltern nach. Sie lernen dadurch unbewusst Verhalten, Gewohnheiten, bilden Einsichten und entwickeln Emotionen und Gefühle.
Das bietet auch eine Chance, den Kindern von Anfang an bestimmte Werte zu vermitteln. Es ist wichtig, dass wir uns selbst immer wieder daraufhin überprüfen, ob unser Verhalten auch dem entspricht, was wir unserem Kind als Wertvorstellung mitgeben möchten.

Hier ist ein kurzes Video, das die Auswirkungen gut erklärt:

Ich stelle euch noch einige Empfehlungen zum Aufbau einer guten Beziehung von einem polnischen Pädagogen und Schriftsteller Janusz Korczak  vor, die ich als sehr empfehlenswert erachte.

Die 10 Gebote für Eltern:

1. Erwarten Sie nicht, dass Ihr Kind so wird wie Sie oder so wie Sie es gern hätten. Helfen Sie ihm, nicht Sie, sondern es selbst zu werden.
2. Zwingen Sie ihre Kinder nicht für alles zu danken, was Sie für sie getan haben. Sie haben ihnen das Leben gegeben, wie können sie Ihnen danken? Ihre Kinder werden einem anderen das Leben geben und es wird dem Dritten das Leben schenken usw. Das ist das unumkehrbare Gesetz der Dankbarkeit.
3. Versuchen Sie sich an Ihrem Kind Ihren Ärger nicht abzureagieren, damit Sie im Alter kein „bitteres Brot“ essen. Was auch immer Sie säen, das werden Sie auch ernten.
4. Schauen Sie nicht hochmütig auf seine Probleme. Das Leben gibt jedem nach seiner Kraft und seien Sie sicher, diese Last ist für ihn nicht weniger schwer als Ihre für Sie und vielleicht noch mehr, da das Kind keine Erfahrung hat.
5. Nicht demütigen!
6. Vergessen Sie nicht, dass die wichtigsten Begegnungen einer Person die Begegnungen mit Kindern sind. Achten Sie mehr auf sie – wir können nie wissen, wen wir in einem Kind treffen.
7. Qualen Sie sich nicht, wenn Sie nichts für Ihr Kind tun können. Denken Sie daran, dass für das Kind nicht genug getan worden ist, wenn nicht alles getan wurde.
8. Ein Kind ist kein Tyrann, der Ihr ganzes Leben in Besitz nimmt, nicht nur ein Wesen aus Fleisch und Blut. Dies ist die kostbare Schüssel, die das Leben Ihnen für die Erhaltung und Entwicklung von kreativem Feuer gegeben hat. Dies ist die befreite Liebe von Mutter und Vater, in der nicht „unser“ oder „Ihr“ Kind wächst, sondern die Seele, die zur Aufbewahrung gegeben wurde.
9. Versuchen Sie das Kind eines anderen zu lieben. Tun Sie niemals dem fremden Kind etwas an, worüber Sie empört wären, wenn Ihr Kind das erfahren müsste.
10. Lieben Sie Ihr Kind in jeder Laune und Zustand – untalentierten, unglücklichen erwachsenen. In der Kommunikation mit ihm – freuen Sie sich, denn das Kind ist ein Feiertag, der nur eine Weile bei Ihnen ist.

Ich habe im Internet 20 Reflexionsfragen für ein bewusstes Erziehen gefunden, die helfen können, sich selbst etwas besser zu verstehen und eventuell die Beziehung zu dem Kind zu klären und zu verbessern.

Als Nachschlag kommt ein wunderschönes Musikvideo zum Thema:

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Euer Roman

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Über Roman Mendelev

vom Konflikt über Diplomatie zum Frieden
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