20 Thesen zur Kindererziehung

Hallo zusammen,

heute möchte ich euch 20 Thesen zu der Erziehung und Umgang mit den Kindern von einer russischen Psychologin und Schriftstellerin Prof. Dr. Julia Gippenreiter vorstellen. Ich biete euch an, gemeinsam über diese sehr komplexe und ehrenvolle Mission „Kindererziehung“ nachzudenken. Außerdem habe ich für euch meine Kommentare und ein tolles Video vorbereitet.

Ich weiß bereits, dass die meisten Fragen auf einfachen Dingen beruhen:Wie man ein Kind dazu bringt, zu lernen, Spielzeug wegzuräumen, beim Essen Besteck zu benutzen und wie man seine Wutanfälle, seinen Ungehorsam beseitigt, wie man sicherstellt, dass es nicht unhöflich ist usw. „.
Darauf gibt es keine eindeutigen Antworten oder besser gesagt, es gibt viele verschiedene Meinungen dazu. Ein Kind ist eine sehr komplexe Kreatur und ein Elternteil noch mehr. Wenn ein Kind und ein Elternteil interagieren, entsteht ein komplexes System, in dem Gedanken, Einstellungen, Emotionen und Gewohnheiten verflochten sind. Darüber hinaus sind diese Einstellungen manchmal falsch und schädlich oder es mangelt an Wissen von- und Verständnis füreinander. Es ist nicht einfach da durchzukommen und für alle Beteiligten eine passende Lösung zu finden, aber es ist möglich.

Das sind die Thesen:

1. Ungehorsamkeit ist eine von Möglichkeiten für ein Kind eine Ablehnung zu zeigen, wenn es misshandelt wird.
2. „Problemkinder“, „schwierige“, „ungezogene“ und „unmögliche“ Kinder sowie Kinder mit „gehemmten“, „unterdrückten“ oder „unglücklichen“ Merkmalen – sind immer das Ergebnis unangemessener familiärer Beziehungen.
3. Ein Kind absolut zu akzeptieren bedeutet, es nicht zu lieben, weil es gutaussehend, klug, talentiert, ein ausgezeichneter Schüler, Helfer usw. ist, sondern einfach so, nur weil es da ist!
4. Je mehr das Kind beschimpft oder gescholten wird, desto schlimmer wird es. Warum passiert das? Weil Kindererziehung überhaupt keine Dressur ist. Eltern existieren nicht, um konditionierte Reflexe bei Kindern zu entwickeln.
5. Je öfter Eltern sich über das Kind ärgern, kritisieren, bestrafen, desto eher kommt es zur Verallgemeinerung: „Sie lieben mich nicht.“
6. Disziplin kommt nicht vor, sondern nach dem Aufbau guter Beziehungen und nur auf deren Grundlage.
7. Mischt euch nicht in die Beschäftigung des Kindes ein, es sei denn, er bittet um Hilfe oder es besteht wirklich eine Gefahr für seine Gesundheit und Leben. Durch eure Nichteinmischung informiert ihr es: „Es ist alles gut! Natürlich kannst du es allein schaffen!“ Eine andere Sache ist, wenn es auf eine ernsthafte Schwierigkeit stößt, die es nicht überwinden kann. Dann ist die Position der Nichteinmischung nicht gut, die kann schaden.
8. Wenn es dem Kind schwerfällt und es bereit ist, eure Hilfe anzunehmen, helft ihm unbedingt. Nehmt an euch nur das an, was es selbst nicht kann, und überlässt den Rest ihm. Wenn das Kind neue Handlungen lernt, überträgt diese nach und nach auf es.
9. Die Persönlichkeit und die Fähigkeiten eines Kindes entwickeln sich nur in der Tätigkeit, die es auf eigenen Wunsch und mit Interesse ausübt.
10. Teenagermode ähnelt Windpocken, viele Kinder nehmen sie an und tragen sie in mehr oder weniger ernster Form. Nach ein paar Jahren lächeln sie meistens selbst darüber. Aber das ist ein ganz schlechter Zeitpunkt, in einen langwierigen Konflikt mit eurem Sohn oder eurer Tochter zu geraten.
11. Erlaubt eurem Kind, sich den negativen Folgen seiner Handlungen (oder seiner Untätigkeit) zu stellen. Erst dann wird er erwachsen und „bewusst“.
12. Ihr könnt eure Unzufriedenheit mit den einzelnen Handlungen des Kindes zum Ausdruck bringen, aber nicht mit dem ganzen Kind.
13. Ihr könnt die Handlungen des Kindes verurteilen, aber nicht seine Gefühle. Die Unzufriedenheit mit den Handlungen des Kindes sollte nicht systematisch sein, da dies sonst zu einer Ablehnung des Kindes führen kann.
14. Unerwünschtes Verhalten eines Kindes ist eine normale Reaktion auf abnormale Lebensbedingungen.
15. Eine strenge Mutter ist emotional von dem Kind getrennt, zumindest fühlt es sich so.
16. Lässt das Kind es selbst sein. Schiebt es nicht die ganze Zeit. Lehrt es nicht. Lest ihm keine Notizen vor. Versucht nicht, ihn zu preisen. Zwingt ihn nicht, etwas zu tun!
17. Ist nicht bekannt, dass die Überwachung des Verlaufs der eigenen Aktivität diese Aktivität behindert oder sogar zerstört? Wenn wir der Handschrift folgen, verlieren wir möglicherweise den Gedanken, versuchen mit Ausdruck zu lesen – hören wir auf, den Text zu verstehen.
18. Selbsterkenntnis und Selbsterziehung sind die erste Pflicht von Eltern und Lehrern, wenn sie behaupten, ein Kind zu erziehen. Ohne diese persönliche Arbeit belasten sie das Kind mit ihren eigenen Problemen, anstatt es in die große Welt einzuführen.
19. In allen Fällen, in denen ein Kind verärgert, beleidigt oder gescheitert ist, wenn es verletzt, beschämt oder verängstigt ist, wenn es unhöflich oder ungerecht behandelt wurde und selbst wenn es sehr müde ist, ist es das erste, was ihr ihm mitteilt, dass ihr über seine Erfahrung (oder seinen Zustand) Bescheid wisst.
20. Verlangt vom Kind nicht das Unmögliche oder das Schwierige, das es zu erfüllen hat. Seht stattdessen nach, was ihr in eurer Umgebung ändern könnt.

„Stell dir deinen besten Freund vor. Wie du bei einem Treffen mit ihm lächelst, wie du dich über ihn freust. Es ist unwahrscheinlich, dass du anfängst, ihn zu kritisieren, auf etwas hinzuweisen und Beurteilungen abzugeben. Lass die Kritik weg! Wenn du dich aufrichtig für seine Sache interessierst, wird euer gegenseitiger Respekt und eure Akzeptanz zunehmen.“

             Julia Gippenreiter

Das Vertrauen des Kindes zu den Eltern ist ein sehr guter Hinweis. Dieses Vertrauen ist ein Hinweis darauf, dass die Eltern den richtigen Weg gewählt haben. 

Wie baue ich eine gute Beziehung zu meinen Kindern auf

Wie baue ich eine gute Beziehung zu meinen Kindern auf 2

P.S.
Nächte Woche bin ich ziemlich beschäftigt und werde leider keinen neuen Bericht schreiben können.

Euer Roman

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Über Roman Mendelev

vom Konflikt über Diplomatie zum Frieden
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