Selbstwert

Hallo zusammen,

heute möchte ich mit euch über den Selbstwert reden. Ich habe mich schon vor einiger Zeit mit dem Thema auseinandergesetzt und will meine Gedanken und Erkenntnisse mit euch teilen. Ich wollte damals gern wissen, was das ist und wovon wird der bei mir abgeleitet. Dazu kommen meine Kommentare und ein schönes Video.

Zum Anfang möchte ich euch das süße Video vorstellen:

Bevor ich loslege, hätte ich 2 Fragen an euch.
Was ist für euch euer Selbstwet? Womit verbindet ihr den in eurem Leben?
So könnt ihr vielleicht mich besser verstehen, warum ich überhaupt zu diesem Thema geforscht.

Vor einigen Jahren habe ich mich mit dem Thema auseinandergesetzt und bin zu interessanten Ergebnissen gekommen. Ich hatte damals Probleme mit Minderwertigkeitsgefühlen und selbstbewusst aufzutreten, war für mich schwer. Ich  versuchte zu schauspielern, aber das brachte eher nur wenig Erfolg. Ich wollte die Gründe dafür verstehen und die Ursachen fand ich in meiner Kindheit, in den Grundüberzeugung nicht gut genug zu sein und großen Schamgefühl gegenüber der Umwelt.

Ich habe angefangen tiefer zu graben, weil ich auch begreifen wollte, worauf beziehe ich mein Selbstwert, womit hängt das zusammen, wovon leite ich ihn ab. Ich habe mir viele verschiedene Bereiche meines Lebens angesehen. Ich habe nach einem Fundament gesucht, worauf ich mein Selbstwert aufbauen kann.

Ich habe mit meinem Aussehen begonnen. Ich bin, nach meiner Meinung, immer noch ein attraktiver Mann, aber damals habe ich schon bemerkt, dass ich älter werde und mein Aussehen sich verändert. Ich habe weniger Muskeln und Haare, meine Schnelligkeit verlässt mich, meine Haut wird trockener usw. Ich habe verstanden, dass viele Dinge in unserem Leben vergänglich sind und ich kann/will da auch nichts verändern.

Dann habe ich meine finanzielle Situation genommen und gesehen, dass ich schon in meinem Leben ziemlich gut gefahren bin, aber es gab Zeiten, wo ich auch nichts hatte und große Fehler in diesem Lebensbereich machte. Genauso sah es bei meiner Karriere aus.
Ich habe mir mein Umfeld angesehen und gefunden, dass ich gut mit Menschen klar komme und die auch mit mir. Meistens genieße ich Respekt und werde wertgeschätzt. Ich fühle mich dabei gut, bis ein Moment kommt, dass einer das nicht tut und das lässt mich leiden oder zumindest wirft Fragen auf und bringt Unruhe.
Ab diesem Zeitpunkt war mir klar, dass ich auf die äußeren Dinge nicht aufbauen kann, da die von vielen verschiedenen Einflüssen abhängig sind, die ich nicht kontrolliere kann.

Na gut, dann nahm ich etwas Inneres und Mentales ins Visier. Das waren meine Werte. „Was kann noch wichtiger sein, als das?“, dachte ich mir. Ich habe schon früher Mal über Introjekte geschrieben. Die bekommen wir von den wichtigen Personen in unserem Leben und die Werte sind auch ein Teil davon. Das ist nicht schlecht, aber erstmal sind das nicht mal meine Werte und zweitens meine Werte haben sich im Laufe des Lebens oft verändert und werden das weiter tun. Ich kann meinen Selbstwert davon nicht ableiten.

Dann habe ich mir gedacht, dass jeder Mensch geht seinen eigenen Weg. Aber alle Wege führen immer noch in den Tod. Das wichtigste ist also der Weg selbst und wie man ihn geht…
Ich habe meine Eigenschaften und Lebenserfahrung unter die Lupe genommen. Ich habe ein breites Spektrum von Eigenschaften, positive und nicht so ganz…, einige will ich verändern, einige will ich erst noch entwickeln. Da ist für mich zu viel Wandel. Meine Lebenserfahrung gefiel mir schon besser, aber ich habe bemerkt, dass ich viele Erinnerungen nicht mehr wahrheitsgemäß rekonstruieren kann, da ich viele Sachen ins positive oder auch negative Licht ziehe. Dazu kommt, dass nicht aus allen meinen Erfahrungen etwas gelernt und eine Menge vergessen habe.

Es gibt mehrere Übungen, wo man eigene Erfolge, Talente, Fähigkeiten aufschreibt, um sich selbst zu überzeugen, dass man viel geschafft hat. Die sind gut, die helfen auch zum Teil, aber für mich war das doch nicht genug. Ich hatte schon viele Erfolge, aber auch viele Niederlagen im Leben und ich weiß nicht, wann was kommt. Dabei handelt es sich um die Vergangenheit und Selbstwert ist etwas Beständiges, nach meiner Meinung. Mit Talenten und Fähigkeiten war schon besser, aber viele meine Talente waren im körperlichen Bereich, sprich mit dem Nachlassen der Gesundheit werden sie mich verlassen. Auch Fähigkeiten im geistigen/mentalen Bereich lassen nach. Diese Funde waren nur ein Teilerfolg bei meiner Forschung, wenn überhaupt.

Ich habe eine Übung entwickelt, um mich mit dieser Frage weiter zu beschäftigen. Da gab es die Frage: „Wodurch fühle ich mich besser/zufriedener?“ Ich fühle mich besser und mein Selbstwert steigt, wenn ich gut zu den anderen Menschen bin, wenn ich etwas Gutes tue. Da gibt es aber ein Haken, ich bin nicht immer gut zu meinen Mitmenschen, ich tue nicht nur Gutes in meinem Leben. Dann soll mein Selbstwert sinken oder wie?

Ich habe mehrere Dinge gefunden, die mir früher geholfen meine Wertigkeit zu steigern:

Wenn ich von anderen angenommen/akzeptiert werde, dann bin ich mehr wert. Und wenn sie mich ablehnen?
Wenn ich anderen helfe, dann steigt mein Selbstwert. Ich helfe aber nicht immer…
Wenn ich immer die Regeln, Gesetze und Normen beachte, dann … Tue ich aber nicht.
Wenn ich Geld spare, dann erhöht sich mein Wert. Es ist aber nicht oft der Fall.
Wenn ich meine Versprechen halte, dann… usw.
Es gab auch viele weiteren Dinge, die mein Selbstwert nur kurzfristig steigern ließen. Das war aber kein Durchbruch. Die waren vergänglich, nichts Beständiges.

Mein Fehler war, dass ich dachte, dass mein Wert mit meinem Verhalten, mit dem, was ich tue oder mit meinen Werten, Fähigkeiten, Wissen, Zugehörigkeit, meinem Vermögen usw. zusammenhängt. Darauf kann ich aber nicht aufbauen, das ist alles zu wackelig, veränderbar, vergänglich. Dann kam die Frage: „Was ist dann das nicht?“

Ich habe einige Aspekte gefunden, die doch fester sind als die davor.

1) Meine Seele – rein, tief, ewig, Teil des Göttlichen (wenn man daran glaubt).
2) Mein Körper – der Tempel für meine Seele, ein großartiges Wunderwerk der Natur.
3) Ich habe beides und kann viele Sachen erleben (Wahrnehmen, Fühlen, Verändern, Gestalten, Erschaffen, Genießen, Verstehen).
4) Der Zweck des Lebens und der Sinn des Lebens ist Selbstausdruck.
Wir sind auf diese Welt gekommen, um uns auszudrücken. Ich kann das!
5) Wenn wir schon hier sind, dann gibt es dafür einen Grund. Deswegen sind wir wertvoll und würdig auf dieser Welt zu sein.
6) Ich lebe und es ist großartig!

Während dieser Forschung hatte ich schon einige Erkenntnisse und habe die hier unten aufgeführt:

Viele Menschen überlassen anderen die Bewertung des eigenen Werts. Sie hungern nach Anerkennung von außen, nach Wertschätzung und nach Liebe.

Social Media haben nichts mit meinem Selbstwertgefühl zu tun. Mein Selbstwert wird nicht von anderen Menschen bestimmt, sondern von mir selbst.

Mein Selbstwert hängt nicht mit der Anwesenheit oder Abwesenheit meines Partners zusammen.

Mein Selbstwert wird nicht durch meine finanzielle Situation oder von materiellen Dingen bestimmt.

Mein Selbstwertgefühl hat nichts mit meinem Aussehen zu tun.

Mein Selbstwert hängt nicht von Erfolgen, Auszeichnungen und Ehrungen ab.

Mein Fehler oder Scheitern schmälert nicht meinen Selbstwert.

Das, was ich euch hier vorstelle, gilt nur für mich, für euch kann das schon anders aussehen.

Ich wünsche euch ein schönes Osterfest!

Euer Roman

 

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Über Roman Mendelev

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1 Antwort zu Selbstwert

  1. Karolina sagt:

    Hallo,
    ein großes umfangreiches Thema.
    Die Tür zu meinem Selbstwert geht nach innen auf, im Außen bei anderen Wesen werde ich keine zufriedenstellende Antwort dazu finden. Wenn ich mit den Entscheidungen im Außen im Innern Resonanz, einen Widerhall, eine Stimmigkeit erfahre, spüre ich ein Einssein mit mir aus meinem Selbstwert heraus. Der Begriff „Wert“ meint ja eigentlich eine Beurteilung, eine Wertung, eine Rechenmöglichkeit, und das trifft es für mich in keiner Weise. Eher gefällt mir der Begriff „Sein“, also mein Selbstsein. So wie das Schaf ohne Fell dennoch tanzt (nach Ermunterung), ist das Selbstwertige für mich eine unzerstörbare Kraftquelle und neutralisiert äußere Widrigkeiten.

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