Wie gehe ich mit meiner Wut um

Hallo zusammen,

heute möchte ich mit euch über Wut reden. Das Thema war Mal für mich sehr wichtig und anregend. Ich hatte viel Zeit, Geld und Energie investiert, um damit klarzukommen und zu lernen, wie man damit am besten umgeht. Ich habe für euch etwas Theorie, ein Video und meine Kommentare vorbereitet.

Alle Menschen erleben Wut / Zorn – sowohl Heilige als auch Sünder. Deshalb sind Wut, Reizbarkeit, Ärger, Aggressivität genauso menschlich wie Gefühle der Traurigkeit, Freude, Liebe, Hoffnung und Einsamkeit.
Hinter jedem Wutausbruch steht (nach meiner Meinung) etwas Anderes, auch ein anderes Gefühl. Es könnten Angst, Scham, Trauer, Ohnmacht, Hilflosigkeit, Aussichtslosigkeit, unerfüllte Bedürfnisse und Schmerz stehen. Und da wir diese Gefühle nicht fühlen und erleben wollen, werden wir zornig auf das oder denjenigen, der nach unserer Meinung dieses Gefühl oder diese Situation ausgelöst hat. Es passiert alles unterbewusst, fast wie ein Reflex.
Meistens wissen wir gar nicht, aus welchem Grund wir genau ausflippen. Es könnte eine Kleinigkeit sein, die uns auf die Palme bringt. Den wahren Grund und jede Erinnerung an auslösende Situation oder Trauma und alles, was damit verbunden ist, hält unser Unterbewusstsein hinter verschlossenen Türen, eher Stahltoren, weil das für unseren Geist eine Gefahr Mal darstellte und immer noch sein könnte.

Es gibt einige Möglichkeiten mit Wut / Zorn umzugehen.

1) Wir können unseren Zorn in uns drin behalten und versuchen ruhig zu bleiben.
Vielleicht hätten meine Familienmitglieder Angst vorm Entstehen von Wutgefühlen gehabt. Sie hätten die Wut nicht in sich selbst zulassen oder auch nicht das Gefühl in der Außenwelt von anderen Menschen tolerieren können. Ich hätte dann mit solcher Angst aufwachsen können, dass ich diese Gefühle mir nicht erlaubt hätte und dabei hätte Schwierigkeiten gehabt, die richtig auszudrücken.

Ich beginne dann eine falsche Maske mit einem idealisierten Bild von mir zu tragen: „Von jetzt an muss ich eine perfekte Person sein, die für alle angenehm ist.“ Ich kann zu diesem Idealbild unbewusst hinzufügen: „Wenn ich nie wütend bin, werden andere auch niemals sauer auf mich.“ Ich fange an, meine Identität in das Bild eines „Guten Mannes“ zu integrieren, den jeder liebt und respektiert. Der Respekt von meinen Mitmenschen lässt mich glauben, ich habe einen Weg zur Sicherheit gefunden.
Während ich auf dieser Weise lebe, scheint mir jeder Anblick von Wut, selbst der geringste Anteil davon, meine Welt zu verschmutzen. Ich ärgere mich, wenn etwas davon in meiner Umgebung vorkommt, ich fühle mich bedroht.
Ich kann meine Wut mit Weichheit verkleiden, aber sie kommt immer noch an die Oberfläche als gedämpfte Aggressivität. Andere Leute spüren, dass ich nicht echt bin, dass meine Weichheit nur ein Vorwand ist, der darauf abzielt, etwas von ihnen zu bekommen.
Für diese Art des Schauspiels muss ich einen riesigen Preis zahlen. Ich habe keine Gelegenheit ich selbst zu sein, mir traut keiner und ständige Versuche mich selbst und andere zu täuschen kosten mir viel Energie.

Wenn ich meine Wut ablehne oder täusche vor, ruhig zu sein, kann das Gefühl schnell nach innen wachsen und in meinem Inneren einnisten. Darunter werden früher oder später meine Beziehungen und meine Gesundheit leiden. Dazu kommt, dass meine Mitmenschen, ohne zu verstehen, was mit mir los ist, könnten durch weitere Handlungen „mein Feuer“ mit noch mehr „Brennstoff“ füllen.

2) Wir können unserer Wut freien Lauf geben und es explodieren lassen.
Eine solche Explosion kann mich vom Zorn befreien, der in meinem Inneren lauerte. Ich fange an, einen aggressiven und vielleicht gewalttätigen Lebensstil zu pflegen, der sich auf die sofortige Linderung vom Ärger konzentriert.
Ich berücksichtige aber nicht die Tatsache, dass eine wiederholte aggressive Tat mein Leben nachhaltig beeinflussen wird. Vergütet mit dem angenehmen Gefühl der Erleichterung, das jedes Mal nach Wutfreilassung erlebt wird, kann ich beim nächsten Fall den Wunsch verspüren, durch den Druck der Wut noch aggressiver zu werden. Früher oder später werden meine Mitmenschen mich meiden oder ich werde eventuell gegen ein Gesetz verstoßen.

Dazu kommt, wenn ich einen übermäßigen Wutausbruch hatte, soll ich es analysieren, bearbeiten und ausdrücken, bevor ich mich richtig erleichtert fühle. Und das mache ich in diesem Fall nicht, ich werfe nur einen Teil der Energie weg. Die Reste von unbearbeitetem Zorn und sein Ausdruck bleiben mir in Erinnerung. Solche Reste machen mich durch eine kleinste Stimulans wieder wütend. Nach vielen solchen Erfahrungen werde ich zugänglicher für wütende Zustände, so werde ich schneller explodieren. Auf diese Weise werde ich zu einem wütenden, temperamentvollen Mann, der oft beleidigend ist und viel Fantasie hat, die ihm zu einer Explosion verhilft. Ich suche meine Umwelt nach missbräuchlichen Worten, abfälligen Handlungen, negativen Nachrichten usw. ab. Meine Wut bekommt Feuer bei jeder unbedeutendsten Kleinigkeit. Diese Einstellung macht
fast unmöglich eine liebevolle, entspannte Einstellung zu sich selbst und zu den anderen.

3) Eigene Wahrnehmungen, Gefühle und Wünsche gelassen ausdrücken.
Es gibt eine Menge von Sachen, Situationen, Meinungen, Menschen, Nachrichten, Umständen usw., die uns verrückt machen können. Dazu stelle ich euch ein interessantes und bewegendes Video vor.

Ich denke aber, dass es auch einen Ausweg aus dieser Situation gibt.
Erstmal müssen wir aufhören eine Sache zu fühlen und entweder die zu verleugnen oder nicht nach diesem Gefühl zu handeln. Natürlich, wenn die Situation das erlaubt und wir nicht vor eine geladene Pistole stehen.
Wütend sollte ich nicht süß lächeln, düster bleiben oder mich einfrieren lassen. Stattdessen kann ich lernen, ruhig, demütig und gleichzeitig mutig zu sein, um meine Gefühle auf eine diplomatische Weise herauskommen zu lassen; es sollte
unkompliziert, ehrlich, einfach, aber gleichzeitig vernünftig, ohne zerstörerische
Trends getan werden, wenn die Situation diese Meinungsfreiheit zulässt. Wenn wir das tun, werden wir sehen, dass nichts Schlimmes passieren wird. Unsere Umgebung wird sehen, dass wir unsere Grenzen wahrnehmen und schützen. Gleichzeitig wird es zu mehr eigenen Klarheit, Frieden und höheren Selbstwert führen. Wenn ich lerne, meine Gefühle auszudrücken, werde ich Menschen begegnen, denen ich vertrauen kann. Es wird mir auch leichter fallen, meine Gefühle in Zukunft gelassen und verständlich auszudrücken.

Dieser Artikel ist schon jetzt etwas zu lang, aber ich bin nicht Mal zu einer Methode oder Übung gekommen. Es tut mir leid! In einer Woche werde ich euch einige Methoden, Lösungen und Möglichkeiten vorstellen, wie ihr mit der Wut umgehen könnt und weder ihr selbst noch eure Umwelt zu Schaden kommt.

Euer Roman

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Über Roman Mendelev

vom Konflikt über Diplomatie zum Frieden
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