Konfliktförderndes Verhalten 2

Hallo zusammen,

heute stelle ich euch noch ein interessantes Video vor. Es ist eine soziale Werbung aus Dänemark. (Hier ist der U-Tube Link, weil das Video bei mir leider nicht angezeigt wird.) Der Film zeigt, wie wäre es, wenn wir versuchen würden andere Menschen besser kennenzulernen, bevor wir die in verschiedene „Schubladen“ stecken.

Es geht darum, dass unser Gehirn viele Aufgaben hat und versucht Reize wie z. B. neue Menschen, gleich in verschiedene Gruppen zu sortieren, um etwas einfacher Informationen zu bearbeiten und die Realität zu vereinfachen. Das Gehirn hat viele Schablonen, die aus unserer früheren Erfahrung stammen, um die Menschen einzuordnen. Es will die äußere Welt verstehen und kontrollieren und dafür benutzt unser Gehirn dieses Werkzeug. Wenn wir das nicht tun würden, dann könnten wir uns unwohler fühlen, weil wir etwas weniger Kontrolle und Sicherheit im Leben hätten.

Für jeden Menschen, dem wir im Alltag begegnen, gibt es eine passende „Schublade“. Da drin befinden sich vorgefertigten Meinungen, Vorurteile, Klischees, Erwartungen an solche Personen und wie die ihre Rollen zu erfüllen haben.

Der Chef sollte freundlich, clever, väterlich und nicht zu streng sein; Freunde immer Zeit für uns haben und gern helfen, unser Partner sollte liebevoll und fürsorglich mit uns umgehen, unsere Kollegen hilfsbereit, nett, immer gesund und munter sein. Es gibt auch Schubladen für Personenkreise, die wir persönlich noch nie im Leben getroffen, aber darüber etwas z. B. aus Medien erfahren haben.

Das bedeutet, wir haben uns ausgedacht, wie ein Mensch sein sollte und begonnen an dieses Konstrukt zu glauben. Wenn wir mit dem Menschen weiter im Kontakt sind, werden wir die Person besser kennenlernen und auch enttäuscht sein, weil die nicht in unsere „Schublade“ passt und angewiesene Rolle nicht erfüllt, kann auch nicht erfüllen. Eigentlich enttäuschen wir uns selbst und dann leiden darunter.

Wir geben uns gar keine Möglichkeit neue Menschen richtig kennenzulernen, weil die von Anfang an aussortiert werden. Die Menschen spüren das und wollen auch mit uns nichts zu tun haben. Wir grenzen uns damit ein. Oft halten sie uns für oberflächlich und arrogant.

Wenn wir das alles von der anderen Seite betrachten, werden wir verstehen, dass andere Menschen uns auch in ihre „Schubladen“ stecken. Wenn jemand von euch enttäuscht wird, bedeutet das nicht gleich, dass ihr an allem schuld habt. Ihr habt möglicherweise nur in ihre/seine „Schublade“ nicht gepasst, die für euch vorbereitet wurde.

Und noch etwas, verbiegt euch bitte nicht nur, um in eine fremde Schublade zu passen. Ihr werdet es nicht lange aushalten, klärt Unstimmigkeiten und Missverständnisse, sprecht offen darüber. So haben eure Beziehungen mehr Chancen euch glücklich zu machen.

Konfliktfördendes Verhalten

Euer Roman

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Über Roman Mendelev

vom Konflikt über Diplomatie zum Frieden
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