Geben und Nehmen

Hallo zusammen,

heute stelle ich euch einen Kurzfilm vor, der eine Botschaft in sich trägt. Es geht um Geben und Nehmen und meine Erfahrung zu diesem Thema. Der Film hat am Ende folgenden Satz: „Wir segnen, um gesegnet zu sein.“

Ich bin jetzt 40 Jahre alt und habe erst vor kurzem verstanden, worum es hier geht. Früher dachte ich, je mehr ich von materiellen und nicht materiellen Dingen habe, desto glücklicher werde ich. Ich habe mich geirrt. Für mich funktioniert das nicht.

Ich konnte mit Nehmen nur kurzfristig satt werden. Es fühlte sich wie ständiger Hunger an. Mir fehlte etwas, ich spürte Mangel an etwas in mir. Dazu kam einen permanenten Wunsch noch mehr zu bekommen. Das war ein Teufelskreis. Ich fühlte eine innere Leere und damit hängende Unruhe. Ich versuchte die mit etwas Äußerem zu füllen. Sobald ich mich mit etwas sättigte, wusste ich genau, bald brauche ich wieder etwas. Dann ging der Prozess von vorne los.

Ich habe die Meinung, solange ich etwas aus Bedarf und Mangel tue, werde ich nie satt. Da bin ich in einer Falle von unendlichen „ich brauche“, „ich will“ und „mir fehlt noch“.

Früher habe ich Menschen geholfen, um etwas im Gegenzug von ihnen zu bekommen. Hier meine ich auch ein „Danke“, gute Beziehung und andere Vorteile. Ich habe auch Kleingeld an Bettler verteilt, da ich an eine Buße für meine Sünden dachte und dass ich dadurch zu einem besseren Menschen werde. Dadurch fühlte ich mich etwas besser, aber nur für eine kurze Zeit.

Ich habe mir eine neue Gewohnheit angeeignet. Wenn ich etwas aus Selbstlosigkeit, Uneigennützigkeit tue, ohne etwas im Gegenzug zu erwarten, fühle ich mich viel besser und das Gefühl von Freude und Aufrichtigkeit dauert viel länger. Ich denke, dass ich in diesem Moment der ganzen Welt mitteile, dass ich nichts brauche oder dass ich schon alles habe. In diesem Moment bin ich nicht mehr bedürftig.

Da gibt es noch eine Steigerung, die ich euch sehr empfehle. Ihr tut etwas Gutes für Menschen und erzählt niemandem davon. Das bedeutet, der Mensch, dem ihr geholfen habt, darf/soll niemals erfahren, dass ihr ihm geholfen habt. Das wird euch wirklich auf eine neue Ebene bringen und euer Wohlbefinden wesentlich steigern.

Ich möchte gern eure Meinung dazu lesen. Habt ihr so was und wie ihr damit in eurem Leben umgeht?

Euer Roman

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Über Roman Mendelev

vom Konflikt über Diplomatie zum Frieden
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2 Kommentare zu Geben und Nehmen

  1. Brigitte Packeiser sagt:

    Hallo Roman,
    Ich habe Deinen Bericht gelesen, wenn man in einer ständigen Mangel lebt sendet man ihn auch aus, und erntet ihn auch, alles was wir denken fühlen und glauben, wird uns zuteil.
    Ich habe es erst kürzlich erlebt, hab meinen Partner so sag ich mal, eine Nachricht geschrieben, und eigentlich ging es nur um die Liebe.
    Was mich bedrückt hat hatte ich zuerst geschrieben, und kam außer versehen auf die Abschicktaste,so daß er nicht mehr den Rest lesen konnte um was es eigentlich geht und hat mich blockiert.
    Ich glaub daß ich den Eindruck hinterlassen habe, daß es mir ums Geld geht, ich selbst hasse es wenns ums Geld geht, weil mein EX Mann schon sehr materiell eingestellt war, die wahre Liebe hängt nicht an einem Geldbeutel. Wenn jemand etwas geben möchte, dann macht er das von ganz alleine oder auch nicht aber niemals erwarten das ist keine gute Beziehungen. Ich bin ihm trotzdem sehr dankbar, er ist der bewundernswerteste klügste facettenreichst Mann der sich so gibt wie er ist. Ich liebe ihn sehr, und er wird immer einen Platz in meinem Herzen haben. Wenn er mich genau so liebt wie ich bin werden wir uns auch wieder finden.
    Manchmal macht man Fehler aus denen wir lernen.
    LG Brigitte

    • Hallo Brigitte,
      ich danke dir für deinen Kommentar und deine Geschichte. Die hat mich berührt.
      Ich vertrete die Meinung, dass alles nicht ohne Grund passiert, nur wir kennen den nicht.
      Liebe Grüße! Roman

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