Geben und Nehmen 2

Hallo zusammen,

ich habe ein paar Fragen zu meinem letzten Beitrag gestellt bekommen und möchte die hier beantworten, weil ich die für wichtig halte. Der Link zum letzten Beitrag ist unten. Ich habe für euch auch noch ein Video, in dem das Thema gut dargestellt wird.

Wie kann ich geben, wenn ich selbst wenig oder nichts habe?

Nach meiner Meinung ist es eine Einstellungssache. Hier geht es nicht immer ums Geld. Wir haben Kraft, Zeit, Gedanken, Erfahrung, Liebe, die wir auch anbieten können. Ich sehe im Internet Aktionen, wo die Menschen zusammen für etwas sammeln oder sich verabreden, um etwas Gutes zu bewirken. Ich habe Gruppen gesehen, die jeden Samstagmorgen Müll auf den Grünflächen sammeln und wegschaffen. Es gibt viele Möglichkeiten zu geben.

Es könnte auch sein, dass einige Menschen Schwierigkeiten haben, sich von etwas zu trennen. Als Beispiel nehme ich Geld. Es ist so, dass in unserer Gesellschaft Geld sehr wichtig ist und als Wertmesser für alles dient. Diese Personen kennen sich selbst wenig, ich meine hier eigene Fähigkeiten, Möglichkeiten, Talente, Bedürfnisse, Träume u.s.w. Sie haben ein Gefühl, je mehr Geld sie haben, desto wertvoller sind sie. In diesem Fall etwas abzugeben, ist sehr schwierig. Es ist als, ob jemand aus eigenem Körper ein Stück Fleisch herausschneiden sollte. In diesem Moment gibt dieser Mensch einen Teil seines Wertes ab und das tut weh.

Manchmal wissen Menschen ihren Wert nicht und denken je mehr Geld / Materielles, desto besser. Sie versuchen damit etwas zu kompensieren. Ich denke, in ihnen lebt Angst, dass für sie etwas nicht reicht(z .B. Geld, Essen, Erfahrungen, Gefühle), dass es nicht genug für alle da ist.

Was passiert genau, wenn wir geben?

Nach meiner Meinung, wenn wir etwas selbstlos tun, ohne jegliche Belohnung zu erwarten, wird es unser Bewusstsein erstmal irritieren. Wir machen etwas, was nicht unserem persönlichen Überleben dient, sondern hilft anderen Menschen, Tieren, Pflanzen u.s.w. In diesem Moment erkennen wir an, dass es etwas Wichtigeres oder Größeres gibt, als unsere Person. Dadurch zeigen wir, dass wir bereit sind, uns selbst zumindest zum Teil aufzugeben. Wir bringen ein Opfer und das sind wir.

Was bringt mir das, wenn ich niemandem über meine Tat erzähle?

Erstens, wenn ich das tue, sage ich dem Universum, dass ich schon im Überfluss lebe. Ich bin schon mit allem gefüllt. Es gibt eine Theorie, die besagt: „Wie innen so außen. Wie oben so unten. Wie der Geist, so der Körper.“ Diese Sätze beschreiben das Gesetz der Entsprechung. Das Gesetz der Entsprechung wird auch Gesetz der Analogie oder Spiegelgesetz genannt. In der hermetischen Philosophie von Hermes Trismegistos alles, was wir denken, fühlen oder glauben, auch unterbewusst, erfahren wir auch im Außenwelt. Nach dieser Theorie, wenn ich zeige, dass ich alles habe, wird sich diese Fülle auch in meinem Umfeld einen Ausdruck finden.

Zweitens, wenn jemand ein Gehemnis hat, fühlt er sich anderen überlegen, als, ob man wie ein Superheld eine „Geheimwaffe“ oder fantastische Fähigkeit hat. Eigentlich ist es in diesem Fall auch so. Eine Situation geheim zu halten, wo man als Held auftritt, ist nicht so einfach, aber jede Erinnerung daran zaubert immer wieder ein Lächeln auf den Lippen.

Drittens, ich bin mir sicher, dass das einen positiven Einfluss auf das ganze innere System hat. Es werden Glückshormone ausgeschüttet, Laune verbessert sich, die Immunität wird gestärkt, man fühlt sich als ein guter Mensch, der etwas zum gemeinsamen Wohl beigetragen hat. Nach meiner Erfahrung dauert es so lange, bis ich jemandem darüber berichte, um etwas Lob oder Anerkennung abzukriegen. Dann fühle ich mich, als ob ich jemanden verraten habe.

Was kann ich noch tun?

Ihr könnt den Effekt nochmal steigern. Wenn ich jemanden mag, gebe ich gern. Was könnte ich aber tun, wenn ich jemanden nicht mag oder hasse?
Tut bitte etwas Gutes diesen Menschen und erzählt niemandem davon. Zuerst werdet ihr das komisch finden, aber nach und nach werdet ihr Euphorie und eine große Kraft in euch spüren. Diese Kraft heißt Liebe und kann euch und eure Welt verändern.

Euer Roman

Geben und Nehmen

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Über Roman Mendelev

vom Konflikt über Diplomatie zum Frieden
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2 Kommentare zu Geben und Nehmen 2

  1. Brigitte Packeiser sagt:

    Hallo Roman,
    wie kann man geben wenn man selbst nichts hat. Mit Liebe und Zuneigung eine Umarmung ist mehr wert als Geld, es gibt unzählige Dinge die nichts kosten, oder seinen Partner unterstützen etwas von seiner Arbeit abnehmen wenns geht. Manche Menschen sind nur mit Geld glücklich, es gibt so viele arme Menschen die nichts haben und sind glücklicher, als die, die viel Geld haben manche sind glaub ziemlich einsam.
    Ich arbeite in einem Krankenhaus wenn ich meinen Patienten Mut zuspreche oder Witze mache und sie lächeln zurück da kommt so viel Freude zurück, das was du gibst kommt auch zu dir zurück.
    Wenn du verletzt worden bist und dich selbst verletzt hast durch taten die du selbst verursacht hast, manches kommt daher das es viel zu lange ging .wie Du schon sagtest wie im inneren so im außen so gibt man es weiter und so kommt es auch bei Dir an. Mit dem Geheimnis ist es so daß man etwas loswerden muß man ist frustriert auch mal wütend und macht einen Fehler weil es einen schon eine weile beschäftigt hat. Wenn du den wo du verraten hast ihn selbst betreffend, ist es wie eine Befreiung, man hat sich was von der Seele gesprochen.
    Mir ist das passiert ich liebe ihn wirklich sehr und hoffe das er mir verzeihen kann und auf mich doch noch mal zukommt.
    Wenn er mich wirklich lebt kommt er auch auf mich zu.
    Sei mir bitte nicht böse das war mein letzter Bericht.

    LG Brigitte Packeiser

    • Hallo Brigitte,

      ich bin dir gar nicht böse, warum auch. Du schreibt das, was dir auf dem Herzen liegt und wenn ich richtig verstehe, bewirkst sehr viel Gutes in dieser Welt. Du bist eine Heldin, ich habe in meinem Artikel über dich geschrieben. Ich hoffe, dass ich von dir noch mehr Kommentare sehe und, dass es bei dir alles wieder gut wird. Liebe Grüße! Roman

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